Eva Holzmair Mir träumte, du lägest im Grab.

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Inhaltsangabe zu „Mir träumte, du lägest im Grab.“ von Eva Holzmair

Anna Schaller ist Garderobiere an der Opéra Garnier, ein nicht unbedingt prestigeträchtiger Job für die Absolventin der Theaterwissenschaft. Doch wer in Wien als „ganz liab aber patschert" eingestuft wird, darf keine allzu hohen Ansprüche stellen. Das hat Anna längst begriffen. Deshalb ist sie zufrieden mit einem Leben, in dem sie hinter den Kulissen arbeiten, mit Božica im Bistro der Mère Gustave blödeln und von ihrer Wohnung den Ausblick auf den Cimetière Montmartre genießen darf. Außerdem ist so ein Friedhof ein ideales Jogginggelände. Einige Runden vorbei an verkommenen Grüften, bemoosten Steinen und marmornen Engeln erfrischen ungemein, findet Anna. Alles paletti? An sich schon, wäre da nicht Bärbl, Annas Schwester, die sich nach Jahren der Funkstille meldet. Sie hat Mann und Kinder verlassen und ist zu einem gewissen Maurice Renan unweit von Paris gezogen. Bärbls Nähe verunsichert Anna. Sie zu treffen, hieße auch, die eigene Vergangenheit aufzuarbeiten. Das ist gefährlich, findet Anna. Nicht genug damit, wird sie auch noch durch eine Mordserie an der Opéra Garnier aus ihrem Alltagstrott gerissen. Und ihre beste Freundin Božica verschwindet spurlos. Was das alles mit Anna zu tun hat? Nichts, findet Anna, doch das glauben ihr weder die Polizei noch die Mitarbeiter der Pariser Oper. So beginnt Anna Schaller patschert, aber beherzt, Nachforschungen anzustellen, die sie von einem rätselhaften Clochard auf dem Friedhof Montmartre zur hilfesuchenden Schwester, von einem wortkargen Bildhauer mit höchst eigenwilligen Sujets zu einem dauergestreßten Kommissar und von widerspenstigen Balletteusen zurück zum Friedhof und zu Heines Grab führen.

Ein Krimi, mal ganz anders als die üblichen Geschichten. Das liegt nicht nur daran, dass er an der Grand Opera in Paris spielt ...

— VeroG
VeroG

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    Mir träumte, du lägest im Grab.
    VeroG

    VeroG

    03. May 2014 um 22:33

    Anna Schaller hat zwar Theaterwissenschaften studiert, in Wien aber keinen passenden Job gefunden. Wenig ehrgeizig, verdient sie sich ihre Brötchen als Garderobiere an der Pariser Oper. Eigentlich ist sie aus ihrer Familie entflohen, vor den konservativen Eltern, die stets die jüngere Schwester bevorzugten. Und auch vor der Schwester, die alles das verkörperte, was sie nicht war: schön, lebenslustig, bei den Männern erfolgreich. Erst ging Anna ans Theater in Bern, wo sie den berauschenden Job einer Hilfsgarderobiere ergatterte, später ein winziger Karrieresprung nach Paris. Als in der Pariser Oper eine Tänzerin in einer Loge ermordet wird, kurz darauf eine zweite zu Tode kommt und eine dritte spurlos verschwindet, gerät Anna in den Strudel der Ereignisse rund um die Ermittlungen, ja sie landet sogar auf der Liste der Verdächtigen und zuletzt im Visier des Mörders. Um ihre Verwirrung komplett zu machen, taucht plötzlich ihre Schwester mit Liebhaber und neuem Baby in der Nähe von Paris auf. Eva Holzmair zeichnet ein anschauliches Bild vom Balletbetrieb an der Oper. Sie beschreibt den Irrsinn hinter der Bühne und zeichnet die Protagonistin Anna liebevoll und bis in kleine Details glaubwürdig. Paris ist selbstverständlich eine wundervolle Kulisse und dass ein Teil der Handlung auf dem Cimetière Montmartre spielt, verleiht der Geschichte einen zusätzlichen Reiz. Die Krimistory ist gut durchdacht, die Handlung aller Beteiligten schlüssig und das Ganze mit einer Portion Humor gewürzt. Lediglich die Person des Mörders wird im Gegensatz zu allen anderen Beteiligten eher schwach charakterisiert. Sein Motiv ist nicht so überzeugend wie der Rest der Geschichte. Ein wunderbarer Debütroman, der allen gefallen wird, die es nicht wirklich blutig haben müssen. Minimale Grundkenntnisse der französischen Sprache wären nicht hinderlich, sind allerdings nicht unbedingt notwendig, da in einem Glossar die Begriffe und Redewendungen übersetzt werden.

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