Eva Ibbotson

 4.1 Sterne bei 585 Bewertungen

Lebenslauf von Eva Ibbotson

Eva Ibbotson wurde 1925 in Wien geboren und kam 1933 nach England. Sie arbeitete jahrelang als Naturwissenschaftlerin und begann mit der Geburt ihrer Kinder (3 Söhne und eine Tochter) auch zu schreiben. Sie war nicht nur eine bekannte Bestsellerautorin der Erwachsenenliteratur (z. B. Die Morgengabe, Das Lied eines Sommers), sondern wurde auch für ihre Kinderbücher in Großbritannien mehrfach ausgezeichnet. Eva Ibbotson starb 2010. Auch im deutschsprachigen Raum hat sie noch immer zahlreiche große und kleine Fans.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Eva Ibbotson

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Cover des Buches Das Geheimnis von Bahnsteig 13 (ISBN: 9783423761468)

Das Geheimnis von Bahnsteig 13

 (94)
Erschienen am 19.02.2016
Cover des Buches Die Morgengabe (ISBN: 9783104037011)

Die Morgengabe

 (56)
Erschienen am 23.07.2015
Cover des Buches Das Geheimnis der siebten Hexe (ISBN: 9783423429177)

Das Geheimnis der siebten Hexe

 (38)
Erschienen am 19.02.2016
Cover des Buches Annika und der Stern von Kazan (ISBN: 9783423713795)

Annika und der Stern von Kazan

 (31)
Erschienen am 01.10.2009
Cover des Buches Das Geheimnis der verborgenen Insel (ISBN: 9783423761796)

Das Geheimnis der verborgenen Insel

 (28)
Erschienen am 09.06.2017
Cover des Buches Sommerglanz (ISBN: 9783596166244)

Sommerglanz

 (22)
Erschienen am 01.04.2007
Cover des Buches Das Geheimnis des wandernden Schlosses (ISBN: 9783423713122)

Das Geheimnis des wandernden Schlosses

 (21)
Erschienen am 01.10.2008

Neue Rezensionen zu Eva Ibbotson

Neu

Rezension zu "Maia , oder Als Miss Minton ihr Korsett in den Amazonas warf" von Eva Ibbotson

Maias Abenteuer
Schnuppevor einem Monat

Die Waise Maia lebt in England und wird zu ihren einzigen Verwandten nach Brasilien geschickt, 1910 wie heute ein großes Abenteuer. Mit ihrer Gouvernante Miss Minton macht sie sich auf den Weg über den Ozean und freut sich an dem Erlebten und auch auf die neue Familie. Wenn nun alles gut würde, hätte es die Seiten nicht gelohnt. Es kommt also anders als von Maia erwartet.

Maia wird nur des Geldes wegen aufgenommen und die Verwandten und ihre Zwillinge sind klischeemäßig schauderhaft. Für Maia ist das Leben, auf das sie sich gefreut hat, eine Enttäuschung. Doch Miss Minton und der Junge Finn sorgen für Abwechslung und einen Richtungswechsel. 

Ein sehr schönes Kinderbuch, dass das Leben in einem anderen Jahrhundert beschreibt, den Kolonialismus und die Sitten der Zeit aufgreift und mit einer schönen Freundschaftsgeschichte aufwartet. Das Buch lässt sich auch für Erwachsene gut lesen und weiß diese zu unterhalten. 

Eine schöne Geschichte, die für mich noch länger hätte sein können.


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Rezension zu "Not Just a Witch" von Eva Ibbotson

Von Steinhexen, Tierhexen und einem Drachenwurm
EmiliAnavor 10 Monaten

Hecky und Dora haben sich in der Hexenschule kennen gelernt. Wie später Harry Potter wuchsen sie in normalen Familien auf, anders jedoch als bei jenem berühmten Zauberlehrling wurden ihre ungewöhnlichen Fähigkeiten nicht ignoriert, sondern im Gegenteil sanft gefördert, um ihnen die bestmögliche und auf ihre Talente zugeschnittene Ausbildung angedeihen zu lassen – und diese war eben nur in besagter Hexenakademie möglich, in der sie die nächsten dreißig Jahre ihres Lebens, denn so lange dauert die Formation für Hexen, verbrachten.


Sehen wir hier Anleihen an die allseits berühmte Joanne K. Rowling? Oder anders gefragt, hat sich die englische Schriftstellerin mit österreichischen Wurzeln, Eva Ibbotson, von Harry Potter inspirieren lassen? Weit gefehlt! Es dürfte eher umgekehrt gewesen sein, denn „Not just a witch“ ( im Deutschen: „Das Geheimnis der Hexen von Wellbridge“ ) erschien bereits im Jahre 1989, zu einer Zeit also, als Mrs. Rowling noch keinerlei Anstalten machte, mit ihrer siebenbändigen Reihe zu beginnen, die mehr als ein Jahrzehnt später weltweit Furore machen sollte.


In einem Interview zwei Jahrzehnte später aber äußerte sich Eva Ibbotson nur lobend über das Werk Rowlings, schien geradezu stolz darauf zu sein, dass ihre eigenen zauberhaften Geschichten ganz offensichtlich eine Inspiration für die berühmte Schottin waren. So war Eva Ibbotson – großzügig, liebenswürdig, nie auf vermeintlich ältere Rechte pochend und frei von jedem Groll, den die meisten anderen wohl hegen würden, wenn ihr eigenes Werk als Sprungbrett für die Karriere eines anderen gebraucht worden wäre! Wie auch immer, Mrs. Rowling scheint die Bücher der gebürtigen Österreicherin sehr gründlich studiert zu haben, denn es ist längst nicht nur die hier zu besprechende Geschichte, die verblüffende Ähnlichkeit zu der Harry Potter-Reihe aufweist....


Nach Beendigung ihrer langen Ausbildung, um auf unsre beiden Hexen zurückzukommen, kam es dann leider zu einem ernsten Zwist zwischen den einander so liebevoll zugetanen Freundinnen, der Tierhexe Hecky und der Steinhexe Dora. Alle Pläne, die man für eine gemeinsame, der Vollbringung des Guten gewidmeten Zukunft gehegt hatte, lösten sich in Nichts auf, die Freundinnen trennten sich zutiefst traurig und begannen, nicht weit voneinander, sich ihr eigenes Leben aufzubauen. Im Bestreben, die Welt von so vielen Bösewichten wie möglich zu befreien, übten sie ihren jeweils eigenen, ganz speziellen Zauber aus, womit sie manchmal ein wenig übers Ziel hinausschossen, was für den Leser aber höchst vergnüglich zu lesen ist! Dora verwandelte die Unsympathen, die ihr begegneten, in steinerne Statuen und Hecky, die inzwischen in Wellbridge eine Tierhandlung betrieb, in Tiere – in liebenswürdige und freundliche Tiere freilich, die umsorgt werden mussten. Eine glorreiche Idee, so soll angemerkt werden, um die Erde zu einem lebenswerteren Ort zu machen! Und dabei lernte Hecky eines Tages den einsamen Jungen Daniel kennen, dessen hochgebildete, intellektuelle Eltern zwar auf schulischem Gebiet viel von ihm verlangten, aber ihn ansonsten sträflich vernachlässigten.


Daniel ist eine der typischen Eva Ibbotson-Figuren. Man findet Kinder wie ihn, die mit gleichgültigen Eltern bestraft oder gar ungeliebte, ungewollte Waisen sind, als Protagonisten all ihrer Romane. In vorliegendem Buch allerdings spielt dieser Kinder-Charakter eine Nebenrolle – obwohl man sich gewünscht hätte, ihm und dem Hellen, dem Guten, das er verkörpert, wäre größere Bedeutung beigemessen worden. Stattdessen widmet sich die Schriftstellerin in aller Ausführlichkeit den bösen, den niederträchtigen Charakteren, die selbst Hexe Hecky und ihre Freundin Dora lange Zeit nicht durchschauen, weil sie sich haben blenden lassen von dem schmierigen und verlogenen Charme des Oberbösewichtes, einem Mister Knacksap, der beiden Freundinnen gleichzeitig und ohne dass sie dessen gewahr waren, die Ehe versprochen hatte. Blind vor Liebe – nun ja, sie waren schließlich beide nicht mehr jung und sehr ansehnlich waren sie auch nicht – hörten sie weder auf Warnungen von außen noch auf die eigene innere Stimme, die immer drängender wurde...


Dass Eva Ibbotsons Romane grundsätzlich ein positives Ende haben, ist bekannt. Doch kann sich der Leser keineswegs entspannt zurücklehnen und der Dinge harren, die da unweigerlich kommen müssen! Viel zu sehr werden sie auf die Folter gespannt, und erst, als es schon beinahe zu spät ist, erkennen Dora und Hecky, die schließlich der Zufall wieder zusammengeführt hat, zu welch bitterbösem Spiel sie missbraucht wurden. Und so erhält Knacksap, der „Teufel in Menschengestalt“, wie er auf dem Covertext genannt wird, gemeinsam mit seinen üblen Schergen doch noch die gerechte Strafe – über die hier allerdings Stillschweigen bewahrt werden soll...


Fazit: ein starkes Buch mit starken Botschaften! Das ist man gewohnt von Eva Ibbotson, die in all ihren Büchern für junge Leser Missstände anprangert – fast im Märchenton und nie melodramatisch und gewiss auch nie mit erhobenem Zeigefinger. Sie tut das vielmehr auf sehr typische britische Art, mit subtilem, im vorliegenden Werk auch ungewohnt bösem Humor, für den, und hier liegt vielleicht der einzige wirkliche Kritikpunkt, Kinder wohl nur dann empfänglich sind, wenn sie darin geübt sind, wenn sie damit großgeworden sind, wie das bei manchen britischen Kindern ja der Fall sein soll. Ungewohnt grausame Szenen mutet sie dem Leser überdies zu, gerade wenn es um ihr unerschöpfliches Thema, die Tierquälerei, geht, angesichts derer der liebenswerte Daniel, der schon bald eine emotionale Heimat bei Hecky gefunden hat, in Tränen ausbricht – und mit ihm sicherlich so mancher junge Leser! Doch ist der Roman, in dem sich selbstverständlich auch die üblichen liebenswert-eigenwilligen Geschöpfe tummeln, von denen die Autorin einen unerschöpflichen Vorrat zu haben scheint und von denen hier nur der entzückende Drachenwurm erwähnt werden soll, ebenso voller ganz reizender Szenen und skurriler Einfälle – und wer wird je die Fahrt im Ballon vergessen, der nicht etwa von gewöhnlicher Heißluft angetrieben wird, sondern – man kann sich ein gar nicht so stilles Lachen nicht verkneifen! - von der heißen Luft, die Politiker jedweder Couleur im Laufe ihrer Amtszeit und weit darüber hinaus so von sich geben? Eva Ibbotson ist also, mehr als dreißig Jahre nach Erscheinen von „Not just a witch“ - das darf man mit Fug und Recht behaupten - , ganz auf der Höhe der Zeit!

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Rezension zu "Das Geheimnis der Geister von Craggyford" von Eva Ibbotson

Wie aus Rick ein Retter und aus Humphrey ein Held wurde
EmiliAnavor einem Jahr

Ob es nun ihre gefühlvollen, berührenden Romane für Erwachsene sind oder ihre phantasievollen und ganz bezaubernden Bücher für junge Leser - Eva Ibbotson zu lesen ist immer ein Fest! Kaum jemand sonst erschafft so liebenswerte Charaktere, mit denen man unglaublich schnell vertraut wird, ganz so, als würde man sie schon ewig kennen, kaum jemand sonst auch webt so feine, zu Herzen gehende, nachdenklich machende Geschichten, in denen sie ihre Botschaften unaufdringlich und mit viel Charme, Humor und immer auch einer guten Portion Exzentrik zum Leser transportiert, wie die einst in Wien geborene englische Schriftstellerin, die im Jahre 2010 hochbetagt verstarb! Und ihre Botschaften sind immer die gleichen, welche Geschichte auch immer sie erzählte: soziales Bewusstsein und Toleranz, Respekt, Wertschätzung, freundlicher und verantwortungsvoller Umgang miteinander und mit der Welt, in der wir alle leben. Ihre Kinderbücher standen völlig zu Recht stets auf den renommierten Bücherlisten ihres Landes und die fantastischen unter ihnen, von denen die allermeisten in der Vor-Harry Potter-Zeit veröffentlicht wurden, erleben im Zuge von Joanne K. Rowlings Bestsellern eine wohlverdiente Renaissance!


An dieser Stelle habe ich das große Vergnügen, Eva Ibbotsons allererstes Kinderbuch, "Das Geheimnis der Geister von Craggyford" zu besprechen, das bereits 1975 unter dem englischen Titel "The Great Ghost Rescue" und in den 90er Jahren unter dem sehr passenden deutschen Titel "Aktion Geisterrettung" erschienen ist.


 Sympathisch sind sie allemal, diese auf den ersten Blick gar nicht ansprechenden Gespenster mit ihren seltsamen, stark gewöhnungsbedürftigen Marotten, die sich aber flugs und dank der liebevollen Anteilnahme ihrer Schöpferin an ihrem Schicksal ins Herz des Lesers schleichen - um sich fest darin zu verankern! Man muss ja Mitgefühl haben mit dieser Geisterfamilie, die da so plötzlich ihrer Heimstatt, einem alten Schloss, beraubt wurde, das zu einem blitzblanken Ferienpark ausgebaut werden soll. Die Reinlichkeit, die von nun an in ihrem einst so gemütlichen, von Spinnweben überwucherten Spukschloss einziehen soll, ist überdies nichts, was ihrem Ektoplasma, dem Stoff, aus dem Geister nun mal gemacht sind, und das nur in schmutzigen Ecken erhalten und gepflegt werden kann, förderlich wäre! Guter Rat ist teuer - aber der glückliche Zufall und womöglich auch eine Art siebter Sinn führen die Geisterfamilie - Humphrey, den Schrecklichen, der vergeblich bemüht ist, seinem Namen Ehre zu machen, seine Eltern, die übel duftende Hexe und ihren geliebten Ehemann, den beinlosen Schottischen Kilt, samt den Geschwistern, George, der Schreiende Schädel, und die Wehklagende Winifred - eines schönen Tages direkt vor Ricks Bett in einem Jungeninternat irgendwo in England. Und sie hätten sich kein besseres Ziel aussuchen können, denn Rick ist ein besonderer Junge - wie alle Protagonisten in Eva Ibbotsons Romanen! Er hat, wie man so schön sagt, das Herz auf dem rechten Fleck, ist so hilfsbereit wie abenteuerlustig und macht sich darüberhinaus viele Gedanken um all die Missstände, über die man bereits vor über 40 Jahren zu reden begann, wie Klima, Umweltzerstörung und Artenschutz. Ein echter Pionier also, der gemeinsam mit der so klugen wie patenten Barbara, einziges Mädchen in der Jungenschule, deren Besuch ihr nur deshalb gestattet ist, weil sie die Tochter der Köchin ist, mit der man es sich unter keinen Umständen verderben möchte, einen Plan schmiedet, um den Fortbestand der Geister Großbritanniens, einer aussterbenden Spezies, zu sichern. Gemeinsam mit der Geisterfamilie macht sich Rick auf den Weg nach London, um beim Premierminister höchstpersönlich wegen eines Geisterreservats vorstellig zu werden, eine Reise, die äußerst turbulent verläuft, auf der sie weitere, ihrer Behausung beraubter Geister aufsammeln und an deren Ende sich ein gewisser Lord Bullhaven bereit erklärt, für das geplante Reservat seinen verkommenen Landbesitz Insleyfarne an der wilden schottischen Küste zur Verfügung zu stellen. Eine Falle, wie sich herausstellt, als es schon fast zu spät ist, denn Lord Bullhaven - man ahnt es schon bei der ersten Begegnung mit ihm - ist ein gar unsympathischer Zeitgenosse; er hasst Geister, wie er überhaupt alles hasst, was nicht britisch ist. Und Geister sind für ihn, man lese und staune, Ausländer! 


Spätestens hier wird dem schon etwas älteren Leser klar, dass die Autorin, wie in den meisten ihrer Romane, eigene bittere Erfahrungen reflektiert, gehörte sie doch, als österreichischer Flüchtling in den frühen Nazijahren, zu eben jener unerwünschter Volksgruppe, der ob ihres vermeintlichen Andersseins in den Augen leider allzuvieler Menschen kein Platz auf unsrem Planeten zugebilligt wurde. Und indem Eva Ibbotson ihre Craggyford-Geister nebst allen anderen vertriebenen Angehörigen dieser Spezies einen Ort zum Leben fordern lässt, plädiert sie gleichzeitig für Toleranz allen Andersartigen gegenüber, ob Mensch, Tier, Geist oder Vampir, und deren Rechte auf Glück und Sicherheit.


Dass die Geister dem vom bösen Bullford angeordneten Exorzismus, der, obwohl er so fatale Folgen hat, ausgesprochen vergnüglich zu lesen ist, nicht zum Opfer fallen, darf fest vermutet werden, denn die Schriftstellerin, eine erklärte Anhängerin des Happy Ends, lässt ihre fantastischen und weniger fantastischen, auf jeden Fall aber phantasievollen Geschichten stets gut ausgehen. Doch wie ihr das im vorliegenden Roman gelingt und welche Rolle Rick und der reizende Geist Humphrey mit dem rosa Ektoplasma und dem sanften Gemüt, der so gerne schauerlich und schrecklich wäre, dabei spielen, soll an dieser Stelle selbstverständlich nicht preisgegeben werden! Denn eine Lektüre der Geschichte mit ihren so wundersamen und wunderbaren Charakteren, allen voran den Craggyford-Geistern, vor denen man sich wirklich nicht zu fürchten braucht,  - schließlich sind die wahren Bösewichte immer nur die Menschen! - lohnt sich in jedem Fall!

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