Eva Illouz Gefühle in Zeiten des Kapitalismus

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Inhaltsangabe zu „Gefühle in Zeiten des Kapitalismus“ von Eva Illouz

Eva Illouz geht von der überraschenden These aus, daß die Kultur des Kapitalismus eine intensive emotionale Kultur ausgebildet hat: am Arbeitsplatz, in der Familie und in jeder Form von sozialen Beziehungen. Und mehr noch: Während ökonomische Beziehungen immer stärker durch Gefühle bestimmt werden, gilt für das Reich der Gefühle das Umgekehrte: Sie sind durch eine Ökonomisierung geprägt, die von der ersten Kontaktaufnahme bis zur Trennung das Gefühlsleben reguliert. Illouz faßt dieses eigentümliche Verhältnis als emotionalen Kapitalismus und geht ihm in verschiedenen Feldern nach. Sie untersucht die neue Form der Gefühle im Internet-Chat und Partnerbörsen, in Lifestyle-Magazinen und Filmen, nimmt aber auch jene Berufsgruppe in den Blick, die aus den Irrungen und Wirrungen der Gefühle ihr Kapital zieht: die klinischen Psychologen.

Hochintelligent und brisant. Klare Leseempfehlung.

— ElyseoDaSilva
ElyseoDaSilva

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  • Eva Illouz in Grundthesen

    Gefühle in Zeiten des Kapitalismus
    Sokrates

    Sokrates

    29. November 2013 um 10:35

    Das Buch enthält die im Jahre 2004 gehaltenen Adorno-Vorlesungen an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Im Wesentlichen enthalten die Vorlesungsmitschriften die von Eva Illouz vertretenen Grundthesen und reflektieren insoweit ihre soziologischen Grundpositionen und Forschungsinteressen. So diskutiert sie die gesellschaftliche Veränderung in der Unternehmens- und Arbeitswelt, beschäftigt sich mit der zwiespältigen, aber immanent wichtigen Rolle der Psychologie/Psychoanalyse seit dem Beginn des 20. Jh. für die Entwicklung der westlichen Gesellschaften, und schließlich - dem aktuellsten ihrer Themen - der Veränderung von (romantischer) Liebe in kapitalistischen Zeiten. Hier anknüpfend schließlich das in Deutschland 2012 erschienene Buch "Warum Liebe wehtut" (Suhrkamp). Ihre Kritik an Online-Partnerbörsen hat Illouz im vorliegenden Buch bereits herausgearbeitet, nimmt in "Warum Liebe wehtut" eine endgültige Formulierung ihrer Thesen vor. - Wer sich bislang weniger an ihre Standardschriften getraut hat, wird mit Stil, Denkweise und Grundthesen in dieser doch recht schmalen Publikation für den Anfang ausreichend Lesekost erhalten.

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