Eva Lezzi

 4 Sterne bei 1 Bewertungen

Lebenslauf von Eva Lezzi

geboren in New York und aufgewachsen in Zürich; Studium der Literaturwissenschaft und Promotion in Berlin, habilitiert in Potsdam. Mit ihren Kinder- und Jugendbüchern verleiht Eva Lezzi insbesondere transkulturellen Erfahrungen eine literarische Stimme. Sie lebt als freie Autorin in Berlin.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Eva Lezzi

Cover des Buches Beni und Oma in den Gärten der Welt (ISBN: 9783955654306)

Beni und Oma in den Gärten der Welt

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Erschienen am 01.04.2021
Cover des Buches Beni, Oma und ihr Geheimnis (ISBN: 9783942271073)

Beni, Oma und ihr Geheimnis

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Erschienen am 01.05.2022
Cover des Buches Chaos zu Pessach (ISBN: 9783942271516)

Chaos zu Pessach

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Erschienen am 01.02.2012
Cover des Buches Die Jagd nach dem Kidduschbecher (ISBN: 9783955651633)

Die Jagd nach dem Kidduschbecher

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Erschienen am 01.09.2016
Cover des Buches Kalter Hund (ISBN: 9783955654337)

Kalter Hund

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Erschienen am 01.02.2021
Cover des Buches Lilly und Willy (ISBN: 9783955655082)

Lilly und Willy

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Erschienen am 01.03.2022
Cover des Buches »Liebe ist meine Religion!« (ISBN: 9783835313170)

»Liebe ist meine Religion!«

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Erschienen am 01.10.2013

Neue Rezensionen zu Eva Lezzi

Cover des Buches Beni und Oma in den Gärten der Welt (ISBN: 9783955654306)
Kinderbuchkistes avatar

Rezension zu "Beni und Oma in den Gärten der Welt" von Eva Lezzi

Eine sehr amüsante Geschichte, die nicht nur das Thema Demenz thematisiert sondern auch kulturelle Vielfalt, jüdisches Leben, Familie und Freundschaft
Kinderbuchkistevor einem Jahr

Es gibt Bücher, die erzählen nicht nur über Vielfalt, sie sind auch vielfältig. Ein solches Buch voller Vielfalt ist "Beni und Oma in den Gärten der Welt", das in Wort und Bild über kulturelle Vielfalt, jüdisches Leben, Familie, Kinderleben und Demenz erzählt und dabei auch noch von künstlerisch besonderes fantasievollen, dreidimensionalen Collagen- Illustrationen begleitet wird.

Wir lernen den zehnjährigen Beni und seine jüdische Familie kennen.  


Beni lebt fürs Skateboard fahren, erst recht als sich sein sehnlichster Wunsch erfüllt, ein neues Board, mit dem er bald im neuen Skateboard-Park die Halfpipes unsicher machen möchte. Doch dazu wird es erst einmal nicht kommen, denn anstatt mit der Probefahrt auf die Eröffnung des Parks zu warten rast er direkt los. Als er es plötzlich Knacken hört ist klar, dass war keine gute Idee, das neue Board ist hin. Ein weiters wird er erst einmal nicht bekommen, das ist ihm klar. Als er seiner Familie von dem Unglück erzählt weiß Benis Mutter, zum Erstaunen des Jungen, sofort Rat. Es gibt einen Wettbewerb bei dem Schüler ihre Welt in Parks, unter dem Motto "Meine Welt in den Gärten der Welt"  gestalterischen vorstellen sollen. Es winkt ein Preisgeld, von dem Beni sich ein neues Skateboard kaufen könnte. Beni ist wenig begeistert denn mit Parks und Pflanzen hat er wenig am Hut. Seine Mutter hingegen sprudelt nur so vor Ideen denn in den Gärten der Welt wurde gerade ein jüdischer Parkteil gestaltet, hier könnte sich Beni Anregungen holen und Tabea, Benis Schwester könnte ihm helfen immerhin hatte sie sich kurz zuvor in einem Öko Camp mit  mit Pflanzen im Judentum beschäftigt. Tabea sieht gar nicht ein ihrem kleinen Bruder zu helfen, gibt ihm dann aber immerhin ihre Aufzeichnungen. Mit dem Projekt  und der Idee der Mutter kann sich Beni nicht so recht anfreunden, doch irgendwie scheint es keinen anderen Weg zu geben, um an das Geld für ein neues Skateboard zu kommen und so beschließt er sich die Gärten der Welt  wenigstens einmal anzusehen. Was sich jedoch schnell als kleine Katastrophe für ihn entwickelt, denn seine Mutter schlägt vor, das er die Oma mitnimmt damit der Opa auch mal etwas zur Ruhe kommt. Dazu muss man wissen, Benis Oma ist sehr anstrengend. Sie macht nie was sie soll, vergisst alles und büxt auch öfters mal aus und wenn sie das nicht tut, dann stellt sie peinliche Fragen oder wiederholt alles zigmal. Beni kann sich etwas weitaus Besseres vorstellen als auch noch auf die Oma aufzupassen. Doch es kommt, wie es kommen muss, er hat keine Chance und so dürfen wir miterleben wie Beni sich mit seiner dementen Oma auf den Weg in den Park begibt und das auch noch mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Auf den Leser wartet eine lustige Schilderung der Fahrt und des Park Besuchs, bei dem die Oma natürlich verschwindet und an einer ganz verrückten Stelle wieder auftaucht, denn Beni ist nicht der Einzige, der an dem Wettbewerb teilnimmt. Eine Gruppe von Jugendlichen in Manga ähnlichen Kostümen ist gerade dabei Fotos zu machen und mittendrin seine Oma, die sichtlich Spaß daran hat verkleidet zu posieren. Ihr möchtet wissen, wie der Wettbewerb verläuft? Das verrate ich nicht. Beni ist zumindest davon überzeugt den kreativsten und tollsten Beitrag eingereicht zu haben. Um es vorwegzunehmen, er gewinnt nicht, was nicht heißt, dass er kein neues Board bekommt. Wie es jedoch dazu kommt, dass er am Ende das coolste und beste Skateboard überhaupt bekommt, das erfahrt ihr in dieser äußerst amüsanten Geschichte, die ganz viel über das Verhalten
einer Demenzkranken vermittelt, über jüdisches Familienleben. Gerade in der heutigen Zeit, in der wir über multikulturelle Aspekte sprechen und damit aber eigentlich meist die Integration von ausländischen Mitbürgern meinen ist es wichtig auch über die religiöse Vielfalt zu sprechen und dazu gehört es auch unsere jüdischen Mitmenschen kennenzulernen, die leider viel zu oft ihre religiöse Zugehörigkeit nicht nach außen tragen, bzw. erwähnen in der Angst vor Repressalien. Wir können Vielfalt nur leben, wenn wir uns mit ihr auch auseinandersetzten und dazu gehört es auch etwas über Religionen und Kulturen zu lernen, sie kennenzulernen, offen für Neues und alles zu
sein. 

Diese Geschichte ist nur eine von insgesamt 4 Geschichten über Beni und seine Familie. Sie alle nehmen uns mit in die sehr sympathische, vielfältige und zum Teil vielleicht etwas verschrobene Familie, die wirklich einen ganz entzückenden, aber auch typischen, Humor hat. Auch Humor unterliegt der kulturellen Vielfalt, ihn kennenzulernen macht nicht nur Spaß, sondern ist ein kleines Abenteuer, das uns Leser immer wieder schmunzeln lässt, wie Grunde die gesamte Geschichten von Beni, seiner Oma und der Familie

Das Thema Demenz wird hier fantastisch rübergebracht. Ganz uneitel und unaufdringlich, sehr realistisch und verhaltenstypisch für Viele, genauso wie das Verhalten von Beni, dem die Oma irgendwie peinlich ist, er sie aber auch mag und über sie lachen kann und das Verhalten der anderen, die die Oma sogar ganz cool finden.

Begleitet wird die Geschichte von sehr kreativen, fantasievollen, aufwendig gestalteten Illustrationen. Die Künstlerin Anna Adam hat in Zusammenarbeit mit dem Fotografen Thorsten Heideck dreidimensionale Collagen-Bilder geschaffen, die einfach faszinieren. Sie zu betrachten ist wie in eine andere Welt eintauchen. Immer gibt es noch etwas zu entdecken und wenn man den Blickwinkel etwas verändert, entdeckt man bestimmt noch mehr. Einfach absolut faszinierend und inspirierend.

Eine Gruppe von Grundschulkindern, mit denen ich das Buch gelesen habe, waren sogar so begeistert, dass sie mit ihrem Lehrer ein Projekt starteten, in dem sie sich der Technik angenommen haben und eigene Bilder gestalteten unter anderem mit vorher gebastelten Figuren und Gegenständen.

Kunst verbindet, das zeigt auch die Auseinandersetzung mit diesem wundervollen Buch.

Wer gern in andere Welten eintaucht und lustige Geschichten mag, Geschichten mit viel Situationskomik, und großartigen Bildern, der ist hier genau richtig. 

Wer etwas sehr Reales über das Verhalten Demente vermitteln möchte findet in diesem Buch ganz typische Verhaltensmuster


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