Eva Lirot Eiskalte Ekstase

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Inhaltsangabe zu „Eiskalte Ekstase“ von Eva Lirot

Grotesk verstümmelte Leichen tauchen aus dem Schneematsch des Frankfurter Winters auf. Zugleich überfluten grauenhafte Videos die sozialen Netzwerke und das Internet, die selbst den hartgesottenen Frankfurter Großstadtsheriff Jim Devcon nicht kaltlassen: Sie zeigen abartige pseudowissenschaftliche Experimente, bei denen eine Versuchsperson die andere mit Stromschlägen foltert und schließlich tötet.
Der Hauptkommissar und sein Team stehen von Tag zu Tag stärker unter Druck, die Polizei präsentiert sich hilflos, bis eine Spur zu einem unaussprechlich bösen Gegner aus Devcons Vergangenheit führt: Dieses mörderische Duell ist nichts für schwache Nerven!

Der Titel ist Programm- erschreckend, beklemmend, gruselig und "Eiskalt". Ein klasse Thriller für Hartgesottene

— Patno

Ein Thriller, der einen nicht mehr loslässt. Fesselnd von der ersten bis zur letzten Seite.

— Baerbel82

Zitat: "Wo der Schneid geopfert wird, verstummen die Vögel des Tages und schweigen die Vögel der Nacht....."

— Selest

Ein super Buch.. Sehr spannend, und man muss es einfach bis zum Schluss lesen! TOP!!

— itsbooklover

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  • Eine Seele aus Abwegen

    Eiskalte Ekstase

    Patno

    "Eiskalte Ekstase"- der Titel ist Programm. Frankfurt. Bereits zum dritten Mal ist der ungewöhnliche Ermittler Jim Devcon im Einsatz, aber dieser Fall sollte selbst ihm nicht nur dienstlich alles abverlangen. Das Buch stellt eine abgeschlossene Handlung dar. Ein unheimlicher Täter entwickelt in seinem Keller ein grauenhaftes Lehrer-Schüler-Experiment, bei welchem es schlussendlich nur Verlierer, sprich Opfer, geben kann. Schrecklich zugerichtete Leichen werden im Schnee gefunden und stellen die Ermittler zunächst vor ein großes Rätsel. Dann tauchen auch noch Videoaufnahmen von den "Experimenten" auf, die dem Betrachter sprichwörtlich das Blut in den Adern gefrieren lassen. Devcon und sein Team treten auf der Stelle, der Druck wächst und dann führt die Spur plötzlich zu einem kaltblütigen Gegner aus Devcons Vergangenheit. Kurze, abgehackte Sätze sind bezeichnend für Eva Lirots Schreibstil, aber eben diese verleihen der Handlung den besonderen Thrill. Dabei ist sie so schon extrem gruselig und beklemmend. Schonungslos wird der Leser mit nackten Tatsachen konfrontiert. Die Protagonisten agieren in ihrer Rolle überzeugend, wobei die Inszenierung des Täters hier besonders hervorzuheben ist. In unterschiedlichen Erzählsträngen begleitet der Leser sowohl den Täter, als auch die Ermittler, wobei er letzteren immer ein Schritt voraus ist. Wenn der Täter zu Wort kommt und seine entsetzlichen Spiele kommentiert, ist das Szenario kaum zu ertragen. Man fragt sich, wie eine Seele in derartige Abgründe triften kann. Am Ende gibt's natürlich ein dramatisches Finale. "Eiskalte Ekstase" - ein Buch was seinen Leser nicht mehr loslässt, spannend und fesselnd, brutal und nervenaufreibend! Mein persönlicher 5 Sterne Tipp für hartgesottene Thrillerleser!

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  • Eiskalte Ekstase von Eva Lirot

    Eiskalte Ekstase

    thenight

    23. December 2015 um 09:38

    Jim Devcon entwickelt sich so nach und nach zu meinen Lieblingsermittlern, nach außen immer noch harter Ami Cop, nach Innen doch recht sensibel. Und der aktuelle Fall bringt ihn wieder einmal an seine Grenzen, beruflich wie privat. Eiskalte Ekstase ist der dritte Roman der Jim Devcon Reihe und auch der 3. den ich gelesen habe, nicht in der richtigen Reihenfolge aber das tut dem Lesevergnügen keinen Abbruch, jede Story ist in sich abgeschlossen und auserzählt, natürlich würde es sicher nicht schaden alle Bücher gelesen zu haben um die Protagonisten genauer kennen zu lernen, aber auch so konnte ich mir ein sehr gutes  Bild von ihnen machen. Eiskalte Ekstase ist eine sehr gelungene Mischung aus brutaler körperlicher und seelischer Gewalt, die kurzen Kapitel sorgen dafür das man das Buch kaum aus der Hand legen möchte, eine Seite noch man will ja wissen wie es weitergeht und dann noch eine und noch eine, müde Augen sind am nächsten Morgen garantiert.

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  • Böses muss mit Bösem enden

    Eiskalte Ekstase

    Baerbel82

    19. December 2015 um 17:26

    Um es gleich vorwegzunehmen, „Eiskalte Ekstase“, der dritte Fall für den Frankfurter Hauptkommissar Jim Devcon, ist echt der Hammer! Doch worum geht es? Ein Mann führt im Souterrain seines Hauses grauenhafte Experimente durch, bei denen eine Versuchsperson einen anderen Menschen mit Elektroschocks quält und tötet. Das Ganze wird auch noch gefilmt und anschließend ins Netz gestellt. Angeblich geht es um Autorität und Gehorsam. Handelt es sich um einen Psychopathen? Denn das ist jenseits von geistesgestört, jenseits von böse, jenseits von unmoralisch - jenseits von allem, was ich bisher gelesen habe. Wo liegt sein Motiv? Auch Großstadtsherriff Devcon ist geschockt, weil er hinter der Maske des Mannes den vermeintlichen Mörder seiner Frau Karin zu erkennen glaubt. Zu spät begreift er, dass der Täter auf persönliche Rache aus ist und Devcons Leben zerstören will… „Eiskalte Ekstase“ ist eine Geschichte über die dunkle Seite der menschlichen Seele. Ich mag die kurze, knackige Sprache von Eva Lirot. Kein Wort zu viel, keins zu wenig. Intensiv, schonungslos und bedrückend. Mit einer Mischung aus Zynismus und Gewalt - ohne dabei den Blick für die Story zu verlieren. Selbst wenn der Leser der Polizei immer einen Schritt voraus ist, wird Spannung aufgebaut, die langsam gesteigert wird und nicht mehr nachlässt. Die Geschichte nimmt viele überraschende Wendungen, bis zum tragischen Ende. Nur schrittweise wird enthüllt, wohin das Ganze führen soll. Vom Grad der Bosheit her mit Abstand der härteste Roman aus der Devcon-Reihe und somit nichts für zartbesaitete Gemüter. Fazit: Ein Thriller, der einen nicht mehr loslässt. Fesselnd von der ersten bis zur letzten Seite.  

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  • Altlasten

    Eiskalte Ekstase

    Selest

    15. November 2015 um 11:52

    Zitat:"Wo der Schneid geopfert wird, verstummen die Vögel des Tages und schweigen die Vögel der Nacht....."  Jim Devcon hats nicht leicht,nicht nur das sich die Fälle auf seinen Tisch stappeln, nein auch die Bürokratie will dauernd was von ihm.Zu allem übel kommt ein seltsamer Toter bei dem auf den ersten Blick gar nicht festzustellen istan was er alles gestorben ist und es soll nicht bei den einem bleiben.Als dann auch noch eine Verbindung zu einem alten Fall hergestellt werden kann,geht der Spuk erst richtig los. Es geht weiter und es bleibt spannend und unterhaltsam.Auch gelingt es Frau Lirot wieder ,einem gefangen zu nehmen ,mit in ihre Geschichte zu holen.Diesmal wird es persönlich,kann es da ein gutes Ende für Jim und sein Team geben ?

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  • Rezension zu "Eiskalte Ekstase" von Eva Lirot

    Eiskalte Ekstase

    kleeblatt2012

    05. August 2012 um 16:21

    Ein Mörder treibt sein Unwesen, in dem er mit einer grausamen Foltermethode angeblich wissenschaftliche Experimente betreibt. In einem Lehrer-Schüler-Experiment veranlasst er unschuldige Personen dazu, sich gegenseitig zu töten, filmt dies und stellt die Filme ins Internet. Jim Devcon steht vor einem seiner schwersten Fälle. Denn ihn erfasst das Gefühl, dass der Mörder etwas mit seiner Vergangenheit zu tun hat. Gleich von Anfang an wird wieder ohne Schnörkel und Umschreibungen der erste Mord begangen. Eva Lirot, wie man sie kennt. Nichts wird verschönt, die schonungslosen Details werden ausgebreitet und man hat wieder sehr daran zu knabbern. Das Kopfkino hat sofort was zu tun. Das Buch ist in kurze Kapitel aufgeteilt, wobei zwischendrin immer wieder aus der Sicht des Mörders die Morde beschrieben werden. Die grausame Foltermethode ist nichts für schwache Nerven. Eine Szene hat mich dermaßen aufgeregt, dass ich das Buch erst mal zur Seite legen musste und erst am nächsten Tag weiterlesen konnte. Da die Autorin in Gegenwartsform schreibt, ist dies etwas gewöhnungsbedürftig, aber man kommt schnell damit klar. Der mürrische Hauptkommissar Jim Devcon hat sich nicht verändert und ist immer noch so misstrauisch, wie in den beiden Bänden zuvor. Seine Freundin Tatjana Kartan ist mir leider etwas unsympathisch, weil sie zu spät mit ihrem Geheimnis herausrückt. Das Ende ist nervenaufreibend und hinterlässt einen bitteren Nachgeschmack, deutet jedoch auf einen vierten Teil der Jim Devcon-Reihe hin. Ich würde dazu raten, die ersten beiden Romane „Rendezvous mit dem kleinen Tod“ und „Seelenbruch!“ vorher zu lesen, da doch einiges aus den ersten beiden Romanen erwähnt wird. Der spannende Erzählstil zwingt einem fast dazu, das Buch in einem Rutsch durchzulesen. Fazit: Bis jetzt hat mir von der Reihe dieser Teil am besten gefallen, wohl deshalb, weil sehr viel Tiefe in dem Roman liegt und alle Charaktere mit Ecken, Kanten und Problemen behaftet sind.

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  • Rezension zu "Eiskalte Ekstase" von Eva Lirot

    Eiskalte Ekstase

    flaschengeist1962

    07. July 2012 um 13:16

    Ein gut geschriebener Thriller, allerdings hat mir das Gestreite in der Geschicht unter den Kollegen, doch etwas gestört. Wer nicht so dicke Wälzer mag, für den ist Dies genau richtig. Gut gemachte Spannung und auch die Story als solches gefällt mit.

  • Rezension zu "Eiskalte Ekstase" von Eva Lirot

    Eiskalte Ekstase

    martina_turbanisch

    30. March 2012 um 10:50

    Manni und Joe, zwei Junkies, lassen sich mitten in der Nacht auf einem U-Bahnhof von einem Fremden zu einem lukrativen Job überreden. Fünfzig Euro für jeden von ihnen für die Teilnahme an einem kleinen Experiment. Die beiden begleiten ihren Auftraggeber zu dessen Haus und anschließend in sein Labor. Auch wenn ihnen nach und nach immer mehr Zweifel an dem Job kommen lassen sie sich, gedrängt von dem Fremden und der eigenen Geldgier, immer weiter darauf ein. Kurze Zeit später wird Hauptkommissar Jim Devcon zu einem Leichenfund gerufen, der selbst hartgesottenen Kriminalbeamten den Magen umdreht und es bleibt nicht bei diesem einen Fund. Zeitgleich werden Videos von angeblich wissenschaftlichen Experimenten in diversen sozialen Netzwerken und auf anderen Plattformen veröffentlicht. Alle diese Experimente enden tödlich. Der öffentliche Druck auf die Ermittler wächst beinahe stündlich, die Tatsache, dass es keinerlei Anhaltspunkte gibt und auch die intern miese Stimmung wirkt sich nicht unbedingt positiv auf das Ermittlerteam aus. Auch Devcons Vermutung es hier mit Gegner aus seiner Vergangenheit heizt die schlechte Stimmung weiter an. Aber Devcon verfolgt seine Idee weiter … Mein Fazit: Eiskalte Ekstase ist nicht der erste Thriller, den ich gelesen habe und sicher auch nicht der schockierendste, aber es ist auf jeden Fall ein absolut spannendes, packendes Buch. Die sehr bildhaft beschriebenen Folterszenen schlugen mir dabei allerdings weniger auf den Magen, als auf die Nerven. Der Täter beherrscht es meisterhaft Menschen in seinem Sinne zu manipulieren, Menschen die es bis dahin sicher auch weit von sich gewiesen hätten, zu solchen Dingen fähig zu sein oder in der Form manipulierbar zu sein. Ein weiterer Punkt, der mich sehr nachdenklich gestimmt hat, ist die Art und Weise wie der Täter hier allseits bekannte Internetplattformen für seine Zwecke nutzt. Auch wenn diese Plattformen hier metube und facetube heißen – jeder der in sozialen Netzwerken unterwegs ist, weiß wie schnell sich Videos jedweder Art dort verbreiten oder wie schnell man dort vermeintliche Freundschaften schließt und leider sind auch in der Realität reichlich Psychopathen bequem und anonym dort unterwegs. Wahrscheinlich ist genau das der Punkt, der mich mehr schockiert als diese Folterszenen – es ist so erschreckend real und man überdenkt sein eigenes Verhalten auf diesen Plattformen mal wieder. Erzählt ist die Geschichte, vor allem die immer wieder eingestreuten Gedanken und Gedichte des Täters, sehr distanziert und beinahe emotionslos, so wie der Täter auch agiert. Kurze Kapitel die abwechselnd mal den Täter, mal die Polizei begleiten führen temporeich durch die Geschichte und die Spannung bleibt bis zum Showdown erhalten. Hier fehlten mir dann aber ein paar mehr Hintergründe zum Motiv des Täters, nicht um diesen besser zu verstehen, es gibt Menschen, die will ich gar nicht verstehen, sondern um die Geschichte irgendwie ein bisschen mehr abzurunden :-) Eva Lirot beherrscht ihr Handwerk genauso meisterhaft wie der von ihr erschaffene Täter und ich kann Eiskalte Ekstase jedem Thriller-Fan uneingeschränkt empfehlen.

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  • Rezension zu "Eiskalte Ekstase" von Eva Lirot

    Eiskalte Ekstase

    Sky

    17. March 2012 um 16:44

    Schockierende Elektroden Frankfurt: Er unterstellt die Menschen unter einen Test, einen grotesken und perfiden Experiment, in dem er die Fäden zieht. Ein Schüler, festgezurrt wie auf einen elektrischen Stuhl, und ein Lehrer, der die Anweisungen erfüllen muss, und schlussendlich den Schüler in den Tod treibt. Mittels Schalter, die der Lehrer umschaltet, die einen Schockgenerator betreiben, sollen den Schülern Disziplin beigebracht werden. Strafe für falsche Antworten um beste Ergebnisse zu erzielen. Alles zum Zweck einer fiktiven Studie, deren Teilnehmer nicht wissen, dass sie jemanden mit ihrem Verhalten umbringen werden. In Wahrheit fängt er das Grauen ein und verbreitet es mit seinen Botschaften über Videoplattformen und Social Networks in die Welt um sich Stimme zu verleihen. Der Amerikaner Jim Devcon leidet die Ermittlungen und muss sich den entstellten und zu Tode gefolterten Leichen entgegenstellen. Das Team scheint ständig im Streit, ist ratlos und der Druck nach der Suche des Mörders wird immer größer. Seine derzeitige Freundin, Ermittlerin im Team, verhält sich seltsam aggressiv und schier unmöglich. Und als wäre es nicht genug, scheint der Mörder ein Gegner aus Devcons Vergangenheit, der ihn wieder in sein Netz führen will. „Eiskalte Ekstase“ ist ein spannender und perfider Thriller, der einem atemlos durch die Seiten peitscht, deren Akteure grausamen und verstörenden Morden entgegensehen müssen. Unter pseudowissenschaftlichen Vorwand betreibt der Mörder seine psychologischen Experimente, wo er die Schaltstellen in der Hand hat, die Probanden unter extreme Bedingungen zu dem bringt, was er will. Er zwingt ihnen seinen Willen auf ohne ihr Wissen. Dabei wird die Gefahr der multimedialen und der vom Internet abhängigen Welt deutlich, die gleichzeitig eine große, makabere Reklamefläche für den Untergrund der menschlichen Existenz bildet. Ein interessanter Grundkonsens, der sich durch den Roman zieht wie ein roter Faden, spannend arrangiert, interessant verdeutlicht und gnadenlos gut ausgeführt in Schrift und Form. Eiskalt zeigt Eva Lirot wie weit wir unter schlimmsten Druck gehen und braucht dabei nicht einmal eine Fülle an Seiten um uns das eigene Monster vorzuführen. Sie zeigt uns die verworrenen Gedankengängen eines Mörders, man steckt mitten im Kopf, mitten in der abstrusen Gedankenwelt, die den Roman zum größten Teil ausfüllt. Eine Psychostudie der bösartigen Natur, schlicht gehalten und trotzdem kraftvoll in seiner Umsetzung. Ihr Schreibstil ist kurzweilig, dialoglastig, aber gleichzeitig aussagekräftiger wie es manchen anderen Autoren, mit weitaus mehr Wortschwallen, nicht gelingt. Dabei fügt sie neben dieser sadistischen Komponente, ein Ermittlerteam hinzu, was unrund in seiner Natur ist und vor allem durch seine Konstellation überzeugt. Die zwischenmenschlichen Beziehungen von Jim Devcon und seinen Team ist witzig, bissig und lockert den Thriller auf. Oft sind die Figuren auf ihre Art ungewöhnlich, aber gleichzeitig sympathisch, obwohl ihr sozialer Hintergrund komplett ausgeblendet wird. Nur wenig erfährt man vom Privatleben der einzelnen Personen, was aber die Charaktere an Authentizität nicht einbüßen. Doch trotzdem hat die Handlung ihre Schwächen. Insgesamt ist vieles logisch, man wird immer wieder mit Überraschungen konfrontiert und alles wird auch bis zum Ende schlüssig zusammengefügt, aber leider gibt es auch einen starken Bruch in der Pointe. Der Wendepunkt, der alles umwirft und zum Showdown einleitet, wird so schnell abgehandelt, dass man sich als Leser überrumpelt fühlt. Es kommt schlagartig und wie aus dem Zusammenhang gerissen auf und scheint vorher in keinster Weise ersichtlich. Das Ende hingegen überrascht wieder, bleibt spannend, kommt aber nicht ohne Klischees aus, obwohl es unerbittlich und hart ist. Alles spitzt sich zu einem Showdown zu, der mit seiner Art und Funktion ungewöhnlich ist und vor allem einen absolut logischen und untypischen Abschluss bietet. Realistisch, mit bitteren Beigeschmack und vor allem überzeugender Wirklichkeit. Fazit „Eiskalte Ekstase“ hat seine Schwächen und könnte durchaus besser sein als es ist. Spannungsgeladen, mit interessanten Grundkonsens und überzeugenden Charakteren wird ein erschreckender und perfider Thriller, in schlichten und umso härteren Schreibstil, der nicht enttäuscht, aber Potenzial verschenkt.

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  • Rezension zu "Eiskalte Ekstase" von Eva Lirot

    Eiskalte Ekstase

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    15. March 2012 um 10:35

    Kurzbeschreibung: Grotesk verstümmelte Leichen tauchen aus dem Schneematsch des Frankfurter Winters auf. Zugleich überfluten grauenhafte Videos die Sozialen Netzwerke und das Internet, die selbst den hartgesottenen Frankfurter Großstadtsheriff Jim Devcon nicht kalt lassen: Sie zeigen abartige pseudowissenschaftliche Experimente, bei denen eine Versuchsperson die andere mit Stromschlägen foltert und schließlich tötet. Der Hauptkommissar und sein Team stehen von Tag zu Tag stärker unter Druck, die Polizei präsentiert sich hilflos, bis eine Spur zu einem unaussprechlich bösen Gegner aus Devcons Vergangenheit führt... Zur Autorin: Eva Lirot feierte 2007 mit "Rendezvous mit dem kleinen Tod", dem ersten Fall für Jim Devcon, ihren Durchbruch als Thrillerautorin. Meisterhaft und kühl seziert sie die Abgründe der menschlichen Psyche. Sie hat Literaturwissenschaft und Psychologie studiert und pflegt im "Syndikat" und bei den Mörderischen Schwestern den Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen. 2010 gehörte sie zur Jury des renommierten Friedrich-Glauser-Preises. Rezension: In seinem nunmehr 3. und auch härtesten Fall sieht sich Jim Devcon grausam verstümmelten Leichen gegenüber, die vormals allesamt an einem angeblichen wissenschaftlichen Experiment teilgenommen hatten und dabei von ihrem Mörder gefilmt wurden, wie dieser sie bestialisch umbringt. Die Ermittlungen treten auf der Stelle und es werden immer neue Opfer gefunden, sodass Jim Devcon und seine Kollegen sehr unter Zugzwang stehen und die Stimmung untereinander hochkocht. Als ihn jedoch eine mysteriöse Postkarte erreicht, schwant Jim, dass der Mörder ein Altbekannter sein muss, der ihm in der Vergangenheit sein Liebstes genommen hat. Wird Jim den Killer stellen können? Mit "Eiskalte Ekstase" legt Eva Lirot ihren nunmehr 3. Thriller um Jim Devcon und seine Kollegen vor, den ich für den bislang härtesten der Reihe ansehe. Auf gerade mal 240 Seiten versteht es die Autorin gekonnt, einen sehr hohen Spannungsbogen aufzubauen, der den Leser bis zum Ende hin fesselt. In kurzen, knackigen Kapiteln, die aus verschiedenen Perspektiven erzählt werden, erhält man tiefen Einblick in die kranke und abgründige Seele des Mörders, der allerdings sehr intelligent handelt und somit der Kripo eine harte Nuss zu knacken gibt. Auch schreckt die Autorin nicht vor hartgesottenen Details zurück, denn sie schildert drastisch und prägnant, wie der Killer seine vermeintlichen Probanden anwirbt, sie manipuliert und letzten Endes auf grausame Art und Weise tötet. Erst zum Ende hin wird das Motiv des Täters klar und gipfelt in einem wirklich spannenden Showdown. Ich kann "Eiskalte Ekstase" uneingeschränkt für die etwas hartgesottenere Leserschaft empfehlen, zumal auch keine Vorkenntnisse der beiden anderen Fälle von Jim Devcon vorausgesetzt werden, wobei ich aber trotzdem empfehlen würde, diese auch zu lesen, da sie auch nicht von schlechten Eltern sind. Ich hoffe, dass Eva Lirot weitere Fälle für Jim Devcon und seine Kollegen ersinnt und bin jetzt schon gespannt auf ihr nächstes Werk. Eine Autorin, die man sich definitiv merken muss und von der ich gerne auch einmal ein seitenstärkeres Buch lesen würde. Fazit: "Eiskalte Ekstase" ist ein spannungsgeladener Thriller, in dem Eva Lirot kein Blatt vor den Mund nimmt, bis ins kleinste Detail die drastischen Mordszenen schildert und einen intelligenten Killer ersonnen hat, der dem Leser nicht nur einmal eine Gänsehaut beschert.

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  • Rezension zu "Eiskalte Ekstase" von Eva Lirot

    Eiskalte Ekstase

    VeroNefas

    09. March 2012 um 16:30

    Inhalt (Klappentext) Grotesk verstümmelte Leichen tauchen aus dem Schneematsch des Frankfurter Winters auf. Zugleich überfluten grauenhafte Videos die sozialen Netzwerke und das Internet, die selbst den hartgesottenen Frankfurter Großstadtsheriff Jim Devcon nicht kaltlassen: Sie zeigen abartige pseudowissenschaftliche Experimente, bei denen eine Versuchsperson die andere mit Stromschlägen foltert und schließlich tötet. Der Hauptkommissar und sein Team stehen von Tag zu Tag stärker unter Druck, die Polizei präsentiert sich hilflos, bis eine Spur zu einem unaussprechlich bösen Gegner aus Devcons Vergangenheit führt: Dieses mörderische Duell ist nichts für schwache Nerven! Kritik: Zu erst einmal: Ich konnte dieses Buch nicht zu Ende lesen. Nachdem ich mich durch 130 Seiten mehr gequält, als gelesen habe, musste ich das Buch einfach zur Seite legen. Ich fand keinen Zugang zur Geschichte. Vielleicht lag das auch daran, dass es sich um den dritten Teil einer Reihe handelt, aber normalerweise sollte so etwas kein KO Kriterium für ein Buch sein. Die Autorin schreibt sehr kühl, distanziert, fast völlig emotionslos, so dass der Handlung und den Personen jede Tiefe fehlt. Der Protagonist, Jim Devcon, ist ein unsympathischer, arroganter Texaner, der scheinbar gegen alles, außer seine eigene Meinung völlig Immun ist. Gut 50% der von mir gelesenen Seiten handelten von Kleinkriegen und Streitigkeiten zwischen Devcon und seiner Freundin/Kollegin Tatjana Kartan, seinem Vorgesetzten, dem Pathologen sowie gejammer über das Wetter und die Bürokratie. Des weiteren wurden einige Kapitel wohl aus der Sicht bzw. in Form von Gedanken des Täters geschrieben. Theoretisch eine nette Idee – leider waren sie einfach nur eine Aneinanderreihung zusammenhangloser Wörter bzw. Sätze. Klang nach gewollt, aber nicht gekonnt. Die Schilderungen der Morde an sich waren trotz der Grausamkeiten reichlich unspektakulär und wenig interessant, für mich völlig absurd und unrealistisch, kaum überzeugend. Fazit: Zu diesem Buch muss man sich wohl wirklich seine eigene Meinung bilden. Ich möchte hier sicher keine Leseempfehlung aussprechen, aber auch niemandem davon abraten. Es gibt bestimmt einige Leser, die mit dem Stil der Autorin viel anfangen können. Mein Fall war es leider absolut nicht. (Wenn ich die Zeit finde werde ich aber auf jeden Fall mal in die ersten beiden Teile rein lesen. Evtl. ändert das was an meiner Meinung)

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  • Rezension zu "Eiskalte Ekstase" von Eva Lirot

    Eiskalte Ekstase

    awogfli

    06. March 2012 um 10:32

    Dieser brandneue Thriller aus Frankfurt von Eva Lirot wartet mit wirklich innovativen Dramaturgieideen auf, die mir sehr gut gefallen haben. Der irre Massenmörder hat die Anwendung von Web 2.0 und das Milgram Experiment sehr gut verstanden und setzt beides sehr kreativ zur Beseitigung der Opfer ein. Die Autorin verwendet diese Instrumente nicht als schickes Beiwerk, um einen einfachen Krimi aufzumotzen und ein bisschen auf modern und kurios zu frisieren, sondern lässt sie extrem glaubwürdig und konsistent als integrale Mordwaffen mitspielen. Leider sind in diesem dritten Band um den Kommissar Devcon die Figuren nicht so gut entwickelt, wie ich es mir gewünscht hätte. Viele vage Anspielungen auf die Vergangenheit schaffen Verwirrung, da sie manchmal auch die Motivation für Handlungen und Stimmungen in der Polizeieinheit begründen. Oft gab es Animositäten zwischen Personen, Schreiduelle und Ausraster, deren Ursachen für mich einfach nicht nachvollziehbar waren. Wenn man die ersten beiden Romane der Reihe nicht gelesen hat, fehlt es wahrscheinlich an Hintergrundinfos, zumindest mir ging es so. Klar ist dies immer eine Gratwanderung des Autors, für neue Leser, die mit Band 3 anfangen, genug Hintergrund zu erklären, ohne die eingeschworene Fangemeinde mit den ewig gleichen Geschichteln zu langweilen. Fazit: Handwerklich gut gemachter spannender Thriller mit starker mitreissender Dramaturgie aber leichten Schwächen in Sprache und Skizzierung von Charaktären und Stimmungsbildern.

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  • Rezension zu "Eiskalte Ekstase" von Eva Lirot

    Eiskalte Ekstase

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    24. February 2012 um 14:49

    Inhalt: In Frankfurt am Main werden verstümmelte Leichen aufgefunden – wie auf dem Präsentierteller abgelegt. Kurz darauf tauchen Videos im Internet auf. Videos mit pseudowissenschaftlichen Experimenten. Der Versuchsleiter lässt Versuchspersonen andere Versuchspersonen töten. Jim Devcon und sein Team stehen vor einem Rätsel bis plötzlich Hinweise auftauchen, die in Jims Vergangenheit führen…. Meinung: “Eiskalte Ekstase” ist der 3. Fall von Jim Devcon und seinem Team. Die vorherigen Fälle habe ich nicht gelesen, aber man kommt auch ohne Vorkenntnisse ganz gut in den Krimi rein. Der Krimi besteht aus kompakten Kapiteln und wechselt in der Erzählweise zwischen Täter und den Ermittlungen. Die Sicht des Täters ist sehr intensiv geschildert. Seine Hang zum Quälen und seine Kälte. Man ist “live” bei den Morden dabei und kann die Distanziertheit des Mörders miterleben. Irgendwie zwingt einen diese Art weiterzulesen. Ich fand Jim Devcon sehr gelungen. Sympathisch und authentisch. Leider konnte ich den anderen Charakteren nichts abgewinnen. Man hat nicht wirklich viel über sie erfahren und eigentlich haben sie ja nur gestritten oder rumgezickt, was mich ehrlich gesagt etwas gestört hat. Die Ermittler sind wirklich etwas auf der Strecke geblieben. Fazit: Ein gelungener Krimi, wobei hier ganz klar der Mörder glänzt und herausragt.

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  • Rezension zu "Eiskalte Ekstase" von Eva Lirot

    Eiskalte Ekstase

    dark_angel

    23. February 2012 um 09:12

    Übel zugerichtete Leichen tauchen in Frankfurt am Main auf. Zugleich kursieren im Internet Videos über pseudowissenschaftliche Experimente. Unter Anleitung foltert eine Versuchsperson eine andere Versuchsperson mit Stromschlägen, bis diese vor laufender Kamera stirbt. Hauptkommissar Jim Devcon und sein Team müssen hilflos mitansehen, wie sich diese Videos schlagartig übers Netz vermehren und angeklickt werden, während der wahre Mörder sein Spielchen mit der Polizei treibt und seine Versuchsreihe erweitert... Mit "Eiskalte Ekstase" legt Eva Lirot den 3. Fall um den Hauptkommissar Jim Devcon vor, das sich auch ohne Vorkenntnisse der vorangehenden Teile gut lesen lässt. Die Autorin setzt dabei auf kurze Kapitel mit wechselnden Perspektiven. Einen großen Teil nimmt dabei die Perspektive des Mörders ein, in der man jeweils live bei den Versuchsreihen bzw. den Morden dabei ist. Die Erzählweise ist dabei kühl und distanziert gehalten, ohne aber ihre Wirkung zu verfehlen oder an Spannung einzubüßen. Nachdem die Autorin dem Leser die eiskalte Psyche und Sichtweise des Mörders Einblick gewährt, wirkt meines Erachtens die ermittelnde Perspektive blass und lediglich als Hintergrundkulisse. Die ermittelnden Beamten wirken allesamt etwas oberflächlich. Die Autorin hält sich mit Beschreibungen und Ausschmückungen zurück und treibt die Handlung häufig nur durch Dialoge voran. Dadurch haben mir die Gedanken der Charaktere gefehlt, so dass ich mich mit keinem so recht anfreunden konnte oder ihre Taten nachvollziehen konnte. Hier punktet ganz klar der eiskalte Serienmörder, dessen Treiben man sich nicht ohne Weiteres entziehen kann und gebannt weiterliest. Dies hat die Autorin sehr gut rübergebracht. Leider blieb das Ermittlungsteam und damit auch die Hauptperson um Jim Devcon ziemlich auf der Strecke. Ansonsten spannend und flüssig zu lesen. Gute Unterhaltung für zwischendurch mit einem interessanten Mörder.

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