Eva Lohmann Acht Wochen verrückt

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Inhaltsangabe zu „Acht Wochen verrückt“ von Eva Lohmann

VERRÜCKT IST RELATIV Mila, noch keine dreißig, ist unendlich müde und traurig. Der Job frisst sie auf und der Sinn ihres Daseins ist ihr aus dem Blick geraten. Mit Depression und Burn-out wird sie in eine psychosomatische Klinik eingewiesen – und niemand, der an einen solchen Ort kommt, ist normal, oder? Ein Hörbuch über das Verrücktsein in normierten Zeiten, so unverstellt wie pointiert. Von einer Erzählerin, deren scharfe Beobachtungsgabe niemanden verschont. Und deren Humor den Hörer bedauern lässt, wenn er sich der achten Woche nähert und somit dem Ende des Romans.

Bis jetzt eines meiner Jahreshighlights! Ich könnte es gleich noch ein zweites Mal hören!

— Cara_Elea
Cara_Elea

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  • Rezension zu "Acht Wochen verrückt" von Eva Lohmann

    Acht Wochen verrückt
    Schumi_HB

    Schumi_HB

    22. August 2012 um 10:43

    Mila, eine Endzwanzigerin, ist zielstrebig auf dem Weg nach oben. Sie hat ein geregeltes Privatleben und einen Job, für den sie sich aufopfert und der sie richtig schlaucht. Schleichend wird sie von Erschöpfungssymptomen ergriffen, ohne dass sie es bemerkt. Aufgrund ihres Einsatzes wurde sie gerade von ihrem Vorgesetzten befördert und mit mehr Geld und noch mehr Verantwortung belohnt. Staunend sitzt sie an ihrem Schreibtisch und betrachtet ihren neuen Arbeitsvertrag, sieht die Gehaltserhöhung. Sie schaut auf die magische Zahl, die ihr neues Gehalt repräsentiert. "Zahl, nun mach mich doch endlich glücklich ! !". Es will sich jedoch kein Gefühl der Zufriedenheit einstellen. Stattdessen zieht sie sich allmählich aus ihrem Freundeskreis und ihrer Umwelt zurück und lässt ihren Freund alleine auf Partys gehen. Ihr wird alles zuviel; sie funktioniert nicht mehr. Trotz des wesentlich komplexeren Aufbaues des Gehirnes und des Denkens, beispielsweise im Vergleich zu Atem- oder Verdauungswegen, werden psychische Erkrankungen immer noch stigmatisiert. Im Debütroman von Eva Lohmann schildert die Autorin Milas Aufenthalt in einer psychatrischen Klinik und verarbeitet dabei eigene Erfahrungen. Es beginnt mit der Eskalation ihrer depressiven Symptome und der Aufnahme in der psychatrischen Klinik und endet mit der Entlassung. Leicht und locker, statt schwermütig und betroffen, beschreibt sie den Klinikalltag, die Kontakte zu Mitpatienten und deren Krankheitssymptomen, die Gespräche mit den Psychologen. Detailliert macht sie deutlich, wie sie sich im Verlauf der Behandlung fühlt. Sie thematisiert das plötzlich distanzierte Verhältnis zu ihren Eltern und ihrem Freund, der Einwände und Vorurteile zum Klinikaufenthalt hat. Langsam und unterschwellig wird die anfangs negative und kratzbürstige Stimmung Milas gewandelt in eine lebensbejahende und offene Einstellung gegenüber ihrer Umwelt und Familie. Sie bekommt neue Power und eine nie dagewesene Entschlusskraft bei der Lösung ihrer Probleme. Die Hilfe zur Selbsthilfe hat ihr Ziel erreicht. Fazit: In der Hörbuchversion mit einer sehr sympathischen Stimme vorgetragen vermittelt Eva Lohmann auf unterhaltsame Weise, dass die Mauern der Klinik und die Grenzen zwischen gesund und krank, fließender und durchlässiger sind, als allgemein angenommen wird.

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