Eva Lohmann Kuckucksmädchen

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Inhaltsangabe zu „Kuckucksmädchen“ von Eva Lohmann

Was tun, wenn alle um einen herum sesshaft werden? Für Wanda, gerade 30, gibt es nur eine Lösung: Schauen, ob sie den Besten abgekriegt hat! Nach »Acht Wochen verrückt« der neue Roman von Eva Lohmann - über die »Generation Option« und ihre Jagd nach dem vollkommenen Glück. Wanda ist 30. Und die Zeit? Sie rennt und rennt, während Wanda faul herumsteht und darauf wartet, dass das Leben beginnt. Also das echte. Aber da ist nur der Mann, der auch schon die letzten Jahre da war, und der nun fragt, ob das, was ist, jetzt für immer ist... Plötzlich merkt Wanda, dass das schon das echte Leben und gar keine Probe mehr ist. Aber soll sie jetzt wie all ihre Freunde sesshaft werden? Mit Jonathan in die Altbauwohnung ihrer verstorbenen Großeltern ziehen? Das kann sie nicht. Schon deshalb nicht, weil sie professionelle Haushaltsauflöserin ist und also vom Ende aller Beziehungen lebt. Außerdem quält sie die Frage, wie das Leben mit einem anderen Mann verlaufen würde? Wanda will die perfekte Entscheidung treffen und setzt sich in die gemachten Nester ihrer Exfreunde: in Max' buntes Bullerbü mit Anouk und in Phillips lauwarmes Spießervergnügen mit Larissa. Doch dann läuft das Wiedersehen mit ihrer Jugendliebe Ilya aus dem Ruder, und Wanda stellt fest: Die Antwort liegt nicht bei den Männern, sondern ganz allein bei ihr ...

In diesen Buch wimmelt es nur so von Zitaten, mit denen ich mir am liebsten die Wände tapezieren würde.

— hannipalanni
hannipalanni

Was für ein schönes Buch über die Suche nach dem perfekten Glück, in dem man viel von sich selber wiederfindet...

— olivia
olivia

Ein tolles Buch, das mich exakt im richtigen Moment erwischt und noch tagelang hinterher beschäftigt hat. Vielen Dank, Eva Lohmann!

— Kerstin2505
Kerstin2505

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  • Soll ich oder soll ich nicht?

    Kuckucksmädchen
    Maerchenbuch

    Maerchenbuch

    04. February 2016 um 21:25

    Wanda ist 30 Jahre alt und steht an einem Wendepunkt ihres Lebens. Als die junge Frau das Apartment ihrer Großeltern entrümpeln soll, um die Wohnung mit ihrem Freund Jonathan beziehen zu können, stürzt Wanda in eine Tiefe Lebenskrise. Jonathan möchte sesshaft werden und eine Familie gründen, doch Wanda scheint noch immer darauf zu warten, dass ihr Leben erst so richtig beginnt und begreift nicht, dass sie bereits mitten im Leben steht und endlich Entscheidungen treffen sollte. Noch vor ein paar Jahren hatte sie einen abwechslungsreichen und beschwingten Alltag, aber derzeit verbringt sie ihre Abende mit Kochen und DVD schauen. Seit drei Jahren ist sie bereits mit Jonathan zusammen, doch nun beginnt sie ihr Leben und ihre Beziehung komplett in Frage zu stellen. Soll es das jetzt gewesen sein? Was, wenn Jonathan doch nicht der Richtige für sie ist? Was wäre aus ihr geworden, wenn sie sich für einen anderen Weg oder einen anderen Mann entschieden hätte? Nichts steht einer gemeinsamen Zukunft mit Jonathan im Wege, außer dieser unbeschreiblichen Angst sich festzulegen. Um ihre Zweifel auszuräumen, sucht die junge Frau schließlich ihre Ex-Freunde auf, um nachzuforschen wie ihr Leben möglicherweise verlaufen wäre, wenn sie mit einem der Männer zusammen geblieben wäre. So dringt sie in den Alltag ihrer Verflossenen Philipp, Max, Ilya und Clemens ein und eruiert, ob es sich dort besser lebt als in ihrem eigenen Leben. Sie trifft auf Familien und Beziehungen, lernt die Frauen ihren Exmänner kennen und kommt schlussendlich zu einer Erkenntnis und vielleicht auch zu einer Entscheidung. Unterstützt wird sie dabei von ihrem Herzen, mit dem sie neuerdings sprechen kann, das aber leider nicht immer ihrer Meinung ist. Die Angst, etwas zu verpassen, wenn man die falsche Wahl trifft und die Frage: „Was wäre wenn…“, ist sicher eine weit verbreitete Sorge, mit der sich bestimmt viele Leserinnen identifizieren können. In Kuckucksmädchen wurde dieses zentrale Thema der inneren Zerrissenheit gekonnt und witzig umgesetzt. Sehr authentisch, hat es Eva Lohmann geschafft, einen amüsanten aber auch tiefgründigen Roman zu erschaffen, ohne Kitsch und Klischee. Die Idee, die Protagonistin Wanda in fremde Nester blicken zu lassen, um herauszufinden, was sie selber vom Leben möchte, ist skurril aber auch sehr außergewöhnlich und so gestaltete sich die Geschichte ganz anders als die sonst so belanglosen Frauenromane.  Neben vielen Gedankenanstößen, war ich auch sehr gespannt zu welcher Erkenntnis Wanda gelangen wird ,wenn sie sieht, was aus dem Leben ihrer Verflossenen geworden ist und glücklicherweise ist es der Autorin gelungen, ein angemessenes Ende zu kreieren.Stellenweise musste ich mich allerdings fragen, ob Wandas Selbstfindungsprozess auch im wahren Leben realisierbar wäre. Jedoch denke ich nicht, dass alle Exfreunde so bereitwillig ihre Türe öffnen würden. Obwohl mir das Thema des Buches und die Idee der Geschichte so gut gefallen haben, war ich teilweise leider verärgert über die Protagonistin Wanda. Die junge Frau war mir einfach viel zu egozentrisch und egoistisch. Obwohl sie sehr offen und ehrlich gezeichnet wurde, hatte sie für mein Empfinden, zu viele Ecken und Kanten. Ohne jede Rücksicht auf Jonathans Gefühle, begibt sich Wanda auf Sinnsuche und treibt es meiner Meinung nach viel zu weit. Ich fand es schade, dass sie erst auf den Gefühlen ihres Freundes herumtrampeln musste, um zu einer Entscheidung zu gelangen. Besonders angetan war ich wiederum von den ironischen Zwiegesprächen, die Wanda mit ihrem eigenen Herzen führt und die eine wichtige Rolle in der Geschichte spielen. Ihr vorlauter, innerer Begleiter, gibt ihr immer wieder Ratschläge, die Wanda nicht berücksichtigen will, obwohl sie bereits ahnt, dass ihr Herz möglicherweise gar nicht so falsch liegt. Soll ich oder soll ich nicht? Wer sich mit dieser Frage der Unentschlossenheit gerade beschäftigt oder selbst vor dem Problem steht, plötzlich erwachsen sein zu müssen, dem kann ich diesen schwungvollen Roman nur empfehlen! Wer einfach eine unterhaltsame und charmante Geschichte sucht, die auch zum Nachdenken anregt, der sollte sich „Kuckucksmädchen“ ebenfalls mal genauer anschauen.

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  • Die Suche nach dem perfekten Glück...wundervoll geschrieben!

    Kuckucksmädchen
    olivia

    olivia

    07. November 2014 um 08:58

    Dieses Buch von Eva Lohmann war mein zweites Buch der Autorin, das ich in der letzten Zeit gelesen habe. Das erste, "8 Wochen verrückt", hat mich so sehr begeistert, dass ich umgehend ein weiteres lesen musste!  Was mir sehr gefallen hat, war, dass ich in "Kuckucksmädchen" die Hauptperson - Mila - aus "8 Wochen verrückt" wieder treffen konnte. Denn sie spielt in diesem Buch zwar nur eine kleine, aber durchaus entscheidende Rolle, die der Lebenswendung hier einen entsprechenden Kick in die richtige Richtung gibt!!! Ich liebe solche Kleinigkeiten! "Kuckucksmädchen" ist ein für mich wirklich wunderbares Buch - der leichte und flüssige Schreibstil liest sich super angenehm, so dass die Seiten einfach nur so an mir vorbeigeflogen sind. Und auch die Protagonistin des Buches, Wanda, wirkt durch ihre leicht chaotische Art auf mich sehr ansprechend. Ihre "Unvollkommenheit" in ihrem nach außen hin durchaus perfekt wirkenden Leben nach MEHR zu streben, obwohl sie eigentlich alles zu haben scheint, das kenne ich gut von mir selber. Nicht genau zu wissen, ob denn auch wirklich alles richtig ist, was man so tut, dieses oftmalige Hinterfragen nach dem perfektem Glück ist ein Zustand, den man in vielen Phasen des Lebens immer wieder durchlaufen muss! Ich hätte in diesem Buch unsagbar viele Zitate anstreichen können, die mich persönlich ansprechen, in denen ich mich wiederfinde oder die mir einfach nur direkt aus der Seele sprechen. Aber ich habe mich hier nur für einige entschieden, sonst wäre der Anreiz, das Buch selber zu lesen, ja weg ;-)…. "Manchmal sind Orte beleidigt, wenn man sie verlässt. Habe ich schon oft bei Städten erlebt, in die ich nach Jahren zurückgekommen bin und die mir mit jedem Pflasterstein, jeder altbekannten Kneipe, jeder Straßenecke entgegenschrien: Du gehörst hier nicht mehr hin." "Ich kann meinen Blick nicht von den anderen Gästen wenden. Sie kommen mir so bekannt vor. Sind vielleicht einfach hier sitzen geblieben. Sie müssen in einen Schockzustand gefallen sein. Eingefroren haben sie hier auf mich gewartet, jahrelang. Jetzt tauen sie wieder auf; meine Vergangenheit ist ihre Gegenwart. Alles ist wie früher. Mit einem Unterschied. Ich gehöre hier nicht hin. Fühle mich wie ein Farbklecks in einem Schwarz-Weiß- Film." Wandas Suche nach dem perfekten Glück, ihre Unentschlossenheit und ihre Ängste und Gedanken lassen sich wirklich auf viele Menschen - mich selbst eingeschlossen - übertragen. Die Unsicherheit, eine Entscheidung zu treffen, verbunden mit der Ungewissheit, ob diese denn nun auch wirklich richtig ist, das kennen die meisten Menschen von sich selber. Denn leider hat man nur selten von vornherein das Gefühl, alles richtig zu machen und sich auch sicher zu sein, dass denn nur diese eine Entscheidung die wirklich perfekte ist. Obwohl - und das habe ich im Lauf der Jahre gelernt - ist eine Entscheidung, die sich auf das Bauchgefühl begründet, immer die richtige. Und trotz allem muss man manchmal erst ein wenig herum probieren und einen kleinen Umweg einlegen, um so zum besten ans Ziel gelangen zu können! Also ein absolut lesenswertes Buch, in dem man wieder einmal das Gefühl hat, auch etwas von sich selber entdecken zu können!!!

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  • Lebenskrise

    Kuckucksmädchen
    Adlerauge

    Adlerauge

    25. February 2014 um 19:44

    Die Geschichte handelt von einer 30jährigen Frau,die auf der Suche zu sich selbst verzweifelt sucht!
    Meiner Meinung ist der Roman (180 Seiten)zwar ganz witzig und stellenweise recht locker geschrieben,aber direkt überzeugt hat er mir nicht!
    Deswegen habe ich auch nur 3 Sterne vergeben.

  • Kuckucksmädchen

    Kuckucksmädchen
    AylinsBuchstunde

    AylinsBuchstunde

    26. January 2014 um 20:46

      Inhalt: Wanda wird 30. Doch diesmal muss sie sich mit ihrem Alter auseinandersetzen, denn sie ist was Sachen Liebe, Familie, Kinder und Zusammenziehen angeht sehr eigen und unentschlossen. Als ihr Partner Jonathan ihr mehr oder weniger einen Heiratsantrag macht gerät Wandas Gefühlswelt völlig aus den Fugen. So entscheidet sich Wanda auf ein Projekt, was ihr dabei helfen soll Klarheit über ihre Bedürfnisse was die Zukunft angeht und ihre Gefühle zu schaffen. Wer sie bei ihrem Projekt fleißig unterstützt ist ihr Herz. Ja genau, sie spricht mit ihrem Herz und ist mit ihrem Herzen keineswegs immer ein und derselben Meinung.   Bewertung:   Die Idee, einen Menschen mit einer Personifikation seines Herzen zusammentreffen zu lassen ist wirklich sehr originell und lustig. Insgeheim habe ich mir gewünscht, dass sowas auch in Wirklichkeit existiert. Der Schreibstil ist einfach wundervoll, dies hat sich ab der ersten Seite des Buches bemerkbar gemacht. Ich kann sogar behaupten, dass es in den letzten 2 Monaten der beste und amüsanteste Schreibstil ist. Die Protagonistin Wanda ist trotz ihrer eigentlich unsymphatischen Art ihren Männern gegenüber irgendwie total symphatisch. Die Autorin hat es geschafft, sie so real wie möglich zu beschreiben. Es hat total Spaß gemacht alle detaillierten Gedanken der Protagonistin erfahren zu dürfen. Die Protagonistin Wanda merkt zunächst gar nicht, dass ihr Leben auf dem Abstellgleis steht und sie eigentlich gar nicht so glücklich mit ihrer Situation, was die Männer angeht, ist. So beginnt sie in ihrer Vergangenheit nach dem Sinn eines Partners oder besser gesagt nach ihren eigentlichen Bedürfnissen zu suchen. Dies alles läuft auf eine ganz ungewöhnliche aber total lustige Art und Weise ab. Ich finde diese Idee der Autorin so klasse. Die Auseinandersetzungen mit ihrem Herzen sind teilweise sehr schön aber auch lustig geschrieben. Z.B "Herz: Ich will, ich will, ich will. Aber was genau eigentlich? Besonders präzise bist du nicht gerade, Mädchen." "Wanda: Das ist deine Schuld. Bevor du angefangen hast zu sprechen, waren die Dinge irgendwie einfacher." Dies sind nur 2 kleine Zitate aber es ist echt herrlich. Ihr Herz versucht sie aus ihrem Lügengeflecht und verfahrenen Situationen Herauszuholen. Trotz der stark ausgeprägt ironischen Schreibweise der Autorin hat mich dieses Buch auf berührt. Wenn man sich mit dem gelesenen mehr auseinander setzt erkennt man den eigentlichen Sinn der Situation von Wanda, wo ich oft parallele zu mir gefunden habe. So gut wie alle Charaktere im Buch waren sehr kurz aber gut beschrieben. Auch die Covergestaltung ist sehr schön und passend.   Fazit:   Eva Lohmann hat es definitiv geschafft, mit unglaublich viel Humor und Gefühl eine realistische Geschichte von einer Suche nach Liebe, Glück und Zufriedenheit zu erschaffen. Sie hat diese ohnehin schöne Idee mit einem wundervollen Schreibstil verpackt, was dieses Buch für mich zum lese Highlight des Monats macht. Ich hatte nichts zu bemängeln, es hat Spaß gemacht zu lesen, während ich mich am Ende gefragt hab warum dieses Buch so dünn sein muss :) Ich kann nichts weiter sagen, außer das ich es ALLEN empfehle.      

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  • Kuckucksmädchen

    Kuckucksmädchen
    annikki

    annikki

    04. July 2013 um 07:33

    Meine Meinung: Ein neues Buch von Eva Lohmann ist da und wieder bin ich begeistert von dem was die Autorin schreibt, bereits ihr erster Roman 8 Wochen verrückt hat mir sehr gut gefallen und Kuckucksmädchen steht diesem in nichts nach auch wenn hier der Fokus der Geschichte auf einem ganz anderen Thema liegt als in 8 Wochen verrückt. Kuckucksmädchen war ein Buch das mich sehr angesprochen hat, es spiegelt sehr gut einen großen Teil unserer heutigen Generation wieder. Einer Generation die die freie Wahl hat und doch nicht weiß wie sie sich entscheiden soll. Hierbei war Wanda ist die perfekte Hauptfigur, hat sie doch eigentlich alles für ein schönes Leben, eine eigene Wohnung, einen guten Job und einen Partner der eigentlich zu ihr passt. Doch als es gilt Entscheidungen für die Zukunft zu treffen, ist sich Wanda nicht mehr so sicher ob all ihre bisherigen Entscheidungen die richtigen waren. Und beginnt darum ein Experiment der besonderen Art. Auch wenn ich wahrscheinlich nie so wie Wanda in dieser Situation reagiert hätte, so konnte ich ihr Verhalten doch sehr gut nachvollziehen, denn wer fragt sich nicht vor einschneidenen Entscheidungen im Leben ob er bisher alles richtig gemacht hat. Zwar würde ich nicht Kuckucksmädchen spielen und in die Nester meiner Ex-Freunde schauen. Aber das berühmte was wäre wenn würde auch mir durch meinen Kopf geistern. Es war spannend zu lesen wie Sie sich in die Nester der Ex-Freunde begibt um diese dann auf ihre ganz eigene nüchterne Art zu analysieren. Dabei bekommt Wanda die verschiedensten Lebenssituationen präsentiert und  sie merkt schnell das ihr Nest zwar nicht perfekt ist, sie aber niemals tauschen würde. Dieses Buch vermittelt ein bestimmtes Lebensgefühl der heutigen Generation und zeigt wie schwer es sein kann die richtigen Entscheidungen zu treffen. Ich vergebe 4 von 5 Büchern für ein wirklich gelungenes Buch.

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  • Die Krise um die 30 und ihre Folgen

    Kuckucksmädchen
    schokoloko29

    schokoloko29

    09. June 2013 um 21:11

    Wanda und ihr Freund Jonathan sind schon über 3 Jahre miteinander zusammen. Wanda geht auf die 30 zu und es steht die Frage im Raum, ob sie sich festlegen soll mit Jonathan. D.h. ein Häuschen bauen, Kinder bekommen.... Das volle Programm. Oder ob sie sich von Jonathan trennen soll und es mit einem anderen Mann probieren sollte. Wandas Grundproblem ist, dass sie immer von Partnerschaften geflohen ist, die sich in ihren Augen als langweilig oder zu ernst entwickelten....Und sie kommt zu der weithergeholten Meinung, dass einer ihrer Verflossenen ihr Traummann sein könnte. Aufgrund ihrer Bindungsscheue hatten diese Exfreunde nicht die Gelegenheit sich als "Traummänner" zu beweisen. Und so wird man als Leser mit allen Exfreunden und ihre Episoden konfrontiert. Es ist mal lustig; mal wegen ihres Egoismus schaurig anzusehen. Eigene Meinung: Dieses Buch spiegelt gut die Krise um die 30 Jahre in der heutigen "Spaß" bwz. "Konsum" Gesellschaft wider. Gefühle anderer zählen nicht; sondern die möglichen Optionen und Möglichkeiten, die einem bei einer Entscheidung entgehen. Beziehungen und Menschen werden konsumiert wie ein Kaugummi, um den eigenen Horizont zu erweitern. Das Buch war vom Umfang sehr kurz ca. 150 Seiten, doch ich habe eine halbe Ewigkeit gebraucht dieses Buch zu lesen. Der Erzählstil ist nicht sehr hochtrabend und es werden häufig Wörter wiederholt, was mich etwas genervt hat. Alles in allem ein mittelmässiges Buch!

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  • Die große Freiheit

    Kuckucksmädchen
    gst

    gst

    03. April 2013 um 20:37

    Wanda und Jonathan kennen sich seit drei Jahren. Inzwischen ist vieles, was anfangs neu war, zur Gewohnheit geworden. „Ist das Liebe?“, fragt sich Wanda und erhält von Jonathan einen Antrag. Soll sie ihm zustimmen? Und wenn es doch noch einen passenderen Partner für sie gibt? Sie macht sich auf den Weg zu den Exfreunden, will sehen, wie die inzwischen leben. Doch das bringt sie nicht weiter... Eva Lohmann hat einen witzigen Roman über die Schwierigkeiten, Entscheidungen zu fällen, geschrieben. Er ist nicht besonders tiefschürfend, sondern gleitet mühelos an der Oberfläche entlang – obwohl sich aus den Tiefen des Selbst das Herz meldet. Die eine oder andere Erkenntnis versteckt sich in den Schlaglöchern des Lebens. Zwischendurch hätte ich als Leserin die junge Frau am liebsten geschüttelt, damit sie endlich aufwacht. Ich glaube, auf eine bestimmte Art ist es Eva Lohmann gelungen, ein Bild der heute Dreißigjährigen zu malen. Sicher ist nicht jeder so unentschlossen, doch die große Freiheit macht das Leben wahrlich nicht einfacher ...

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  • Rezension zu "Kuckucksmädchen" von Eva Lohmann

    Kuckucksmädchen
    annikki

    annikki

    11. March 2013 um 14:21

    Meine Meinung: Ein neues Buch von Eva Lohmann ist da und wieder bin ich begeistert von dem was die Autorin schreibt, bereits ihr erster Roman 8 Wochen verrückt hat mir sehr gut gefallen und Kuckucksmädchen steht diesem in nichts nach auch wenn hier der Fokus der Geschichte auf einem ganz anderen Thema liegt als in 8 Wochen verrückt. Kuckucksmädchen war ein Buch das mich sehr angesprochen hat, es spiegelt sehr gut einen großen Teil unserer heutigen Generation wieder. Einer Generation die die freie Wahl hat und doch nicht weiß wie sie sich entscheiden soll. Hierbei war Wanda ist die perfekte Hauptfigur, hat sie doch eigentlich alles für ein schönes Leben, eine eigene Wohnung, einen guten Job und einen Partner der eigentlich zu ihr passt. Doch als es gilt Entscheidungen für die Zukunft zu treffen, ist sich Wanda nicht mehr so sicher ob all ihre bisherigen Entscheidungen die richtigen waren. Und beginnt darum ein Experiment der besonderen Art. Auch wenn ich wahrscheinlich nie so wie Wanda in dieser Situation reagiert hätte, so konnte ich ihr Verhalten doch sehr gut nachvollziehen, denn wer fragt sich nicht vor einschneidenen Entscheidungen im Leben ob er bisher alles richtig gemacht hat. Zwar würde ich nicht Kuckucksmädchen spielen und in die Nester meiner Ex-Freunde schauen. Aber das berühmte was wäre wenn würde auch mir durch meinen Kopf geistern. Es war spannend zu lesen wie Sie sich in die Nester der Ex-Freunde begibt um diese dann auf ihre ganz eigene nüchterne Art zu analysieren. Dabei bekommt Wanda die verschiedensten Lebenssituationen präsentiert und sie merkt schnell das ihr Nest zwar nicht perfekt ist, sie aber niemals tauschen würde. Dieses Buch vermittelt ein bestimmtes Lebensgefühl der heutigen Generation und zeigt wie schwer es sein kann die richtigen Entscheidungen zu treffen. Ich vergebe 4 von 5 Büchern für ein wirklich gelungenes Buch.

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  • Rezension zu "Kuckucksmädchen" von Eva Lohmann

    Kuckucksmädchen
    Nina2401

    Nina2401

    05. January 2013 um 18:14

    Soll ich oder soll ich nicht … das ist wohl die zentrale Frage in diesem Buch. Wanda ist seit 4 Jahren mit Jonathan zusammen und eigentlich könnten die Beiden Nägel mit Köpfen machen ... Direkt am Anfang werde ich mit 2 Zitaten verwöhnt, die mich so richtig schön auf das Buch einstimmen. Jedes der sechs Kapitel beginnt mit einem Zitat, die mich teilweise schmunzeln ließen. Am besten gefiel mir das ganz am Anfang aus Alice im Wunderland, als Alice den Hasen nach dem Weg fragt: „Wenn du das Ziel nicht kennst, ist die Wahl des Weges unwichtig“. Allein diese paar Worte regten mich schon zum Nachdenken an. Sehr humorvoll lässt Eva Lohmann Wanda erzählen … von ihren Wünschen … von ihren Zweifeln. Und ab und an blieb mir dann das Grinsen im Halse stecken. Ich fühlte mich ertappt, hatte ich doch ähnliche Gedanken selbst schon einmal gehegt. Ja, es steckt sehr viel Wahrheit in dieser Geschichte, in Wandas Verhalten. Da spielt es keine Rolle, dass ich die 30 schon lange hinter mir gelassen habe. Manchmal wird die Autorin auch ein wenig bissig und das hat mir am allerbesten gefallen. Ich fand es schon ziemlich skurril, Wanda auf eine Reise in die Vergangenheit ihrer Beziehungen zu schicken. Da gehört ja schon eine Menge Mut zu, einfach in das Leben eines Verflossenen einzudringen. Ich fand es amüsant und interessant und war froh, nur ein stiller Beobachter zu sein. Die Sprache ist natürlich passend zur Geschichte direkt und modern, was ich sehr ansprechend fand. Eva Lohmann zieht wunderbare Vergleiche, nennt die Dinge beim Namen und schafft es, mir Wanda ganz nahe zu bringen. Was mir allerdings nicht so gut gefallen hat, war die Zwiesprache mit Wandas Herz. Diese Dialoge spielen eine zentrale Rolle in diesem Buch. Lass dein Herz sprechen bekommt da eine ganz spezielle Bedeutung. Anfangs fand ich auch das amüsant, aber im Laufe der Geschichte hat sich das für mich ein wenig abgenutzt. Aber das tat meinem Lesevergnügen keinen Abbruch, mir hat das Buch sehr gut gefallen und wenn ich mal wieder die Wahl habe … Ein leichtes und gleichzeitig tiefgründiges Lesevergnügen … nicht nur für die Generation Option!

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  • Rezension zu "Kuckucksmädchen" von Eva Lohmann

    Kuckucksmädchen
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    "Das Kuckucksmädchen" von Eva Lohmann ist ein kleines, bezauberndes, schmales Buch von wenigen Seiten, das die suchende Generation 30+ gut charakterisiert. Ich möchte behaupten, nur wer selbst den Zustand des Suchens, der vielen und vielfältigen Wahlmöglichkeiten, der Entscheidungsfindungsproblematik kennt und erlebt hat, kann sich hervorragend in Wanda, die 30jährige Heldin, versetzen. Wanda fühlt sich wie ein Puzzlestück im falschen Karton und sucht das zu ihr passende Leben. Dabei stellt sie sich unweigerlich alle notwendigen Fragen, die im Zusammenhang stehen mit der Frage: Wohin soll die Reise gehen? Zusammenziehen, heiraten, Kinder, ja oder nein und wenn ja, mit wem? Die einzigen Hilfsmittel, die Wanda zur Verfügung stehen, sind eine Liste, die mehrere Namen ihrer Ex-Freunde enthält und ihr Herz, das neuerdings zu ihr spricht. Die Dialoge, die Wanda mit ihrem Herzen führt, haben mich berührt wie gleichermaßen die Geschichte als Gesamtheit mich bezaubert hat. Doch nicht nur das, die Geschichte um Wanda und ihrem Kernproblem, der Angst vor der richtigen oder der falschen Entscheidung, hat mich tief berüht. Eben weil ich all die Fragestellungen aus eigener Erfahrung gut kenne und nachfühlen kann. Es blitzen immer wieder kleine und größere Lebensweisheiten hervor und Sätze, die ich so bisher noch nie lesen durfte. Die Sprache ist direkt, manchmal jugendlich-schlingernd und locker, dann wieder sentimental-melancholisch und nachdenklich. Die Antwort, die Wanda sich am Ende der Geschichte selbst gibt, ist treffend und lässt das Ende offen. Es genügt, wenn man einfach stehenbleibt und nicht wieder und wieder unstetig nach der besten Möglichkeit fahndet und so am Ende noch das eigene Leben verpasst. Ein persönliches Nachwort von Eva Lohmann rundet den Roman gekonnt ab und man fragt sich, wie ist das möglich? Aber lest selbst. Ich wünsche diesem Roman von Eva Lohmann möglichst viele begeisterte Leser.

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  • Rezension zu "Kuckucksmädchen" von Eva Lohmann

    Kuckucksmädchen
    robbylesegern

    robbylesegern

    28. December 2012 um 13:18

    man muss sich nur trauen, das Ende ist immer offen Schon durch ihren Roman" 8 Wochen verrückt", konnte mich Eva Lohmann überzeugen, dass sie schreiben kann und so habe ich bei "Kuckucksmädchen" sofort zugegriffen und es nicht bereut. Auch in diesem Buch hat mir der Schreibstil der Autorin gut gefallen und die Geschichte war für mich sehr überzeugend. Wanda hat mittlerweile die 30 erreicht.Seit drei Jahren ist sie mit Jonathan zusammen, beruflich entrümpelt sie Wohnungen, zur Zeit, die ihrer Großeltern.In ihr sucht sie nach Spuren ihrer Großeltern, die die Ehe überdauert haben, die zuletzt durch Sprachlosigkeit gekennzeichnet war.Sieht so eine Beziehung aus, die über Jahrzehnte andauert ? Wanda weiß es nicht, denn sie hat bisher alle Beziehungen beendet, wenn sie ihr zu eng wurden.Als Jonathan ihr eines Abends nach dem Kochen (" Haben wir früher abends nicht etwas anderes gemacht?" ,fragt sich Wanda )eine Art Heiratsantrag macht, gerät Wanda in Panik.Auch ihr Herz, mit dem sie in letzter Zeit häufig spricht, ist ihr hier keine Hilfe.Wanda will sich aber sicher sein, bevor sie eine Familie mit Jonathan aufbaut und so besucht sie frühere Freunde von sich, um herauszufinden, wie sie leben und ob sie sich wirklich den richtigen Mann gesucht hat. Mir hat "Kuckucksmädchen" gut gefallen und ich konnte die Bedenken und Ängste, die Wanda beherrschten, gut verstehen.Die Entscheidung sich für einen Partner und Familie zu entscheiden, ist eine schwere Entscheidung. Wie sie hier in diesem Buch beschrieben wird, fand ich sehr gelungen. Auch die Hinzunahme " des Herzens" und der Dialog mit ihm, hat mich häufig zum Schmunzeln gebracht.Die Parallele zur Beziehung der Großeltern , die für Wanda zum Schluss eher abschreckend war, da sich die Großeltern nicht mehr viel zu sagen hatten, hat Wandas Vertrauen in eine Beziehung auch nicht gerade gestärkt und somit fand ich dieses Einschub in die Geschichte sehr passend.Der Schreibstil der Autorin, wie ich ja schon zu Anfang erwähnte, hat das Buch für mich abgerundet.Eine sehr bildhafte Sprache, die schön zu lesen war. Ich freue mich schon jetzt auf Eva Lohmann`s nächstes Buch. Mal schauen, mit welchem Thema sie uns dann überrascht.

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  • Rezension zu "Kuckucksmädchen" von Eva Lohmann

    Kuckucksmädchen
    Katzenpersonal_Kleeblatt

    Katzenpersonal_Kleeblatt

    30. November 2012 um 07:26

    Wanda, 30, hatte ihr Studium abgebrochen, um mit Erfolg anderer Leute Wohnungen zu entrümpeln. Als sie dann irgendwann die Wohnung ihrer Großeltern entrümpeln soll, kommt sie ins Grübeln und denkt an das zuletzt lieblose Nebeneinander ihrer Großeltern nach. Etwa zur gleichen Zeit ergibt es sich, geplant war es nicht, dass Jonathan, ihr langjähriger Freund ihr einen Heiratsantrag macht. Sie steht da und weiß nicht, wie sie reagieren soll. Ist Jonathan denn der Richtige für sie? Plötzlich spricht ihr Herz mit ihr und sie macht einen Tripp in die Vergangenheit und trifft sich mit ihren ehemaligen Freunden, um zu sehen, ob und was sie verpasst hat ... Die Geschichte um Wanda, die mit 30 noch nicht wirklich in der Lage ist zu wissen, was sie will und was ihr wichtig ist, hat mich leider gar nicht angesprochen. Sie ist bereits seit 3 Jahren mit Jonathan befreundet und weiß bei seinem Heiratsantrag nicht, wie sie reagieren soll. Das deutet nicht wirklich auf Reife hin. Mit der Person Wanda konnte ich mich nicht einmal ansatzweise identifizieren, so dass es mir schon schwer fiel, sie auch nur ein kleines bisschen zu mögen. Die Tatsache, dass sie, während sie in einer festen Beziehung ist, mit einem Verflossenen erotische SMS austauscht, zeigt mir, dass sie ein eher egoistischer Mensch ist. Das eine festhalten und das andere haben wollen. Eher macht sie sich Gedanken über ihre nicht mehr ganz so festen Brüste... jeder legt seine Prioritäten eben anders. Die Frage WAS WÄRE WENN schwebt über allem. Jonathan ist für sie da, er will sich mit ihr eine Zukunft aufbauen. Sie macht einen Rückzieher und will erst mal sehen, was sie bei ihren Ehemaligen verpasst hat. Dass sie bei der Suche nach dem was hätte sein können auch noch einen Schritt zu weit geht, lässt sie für mich sehr oberflächlich erscheinen. Sie trampelt durch Jonathans Leben und denkt, dass das alles ohne Konsequenzen bleibt, wie oberflächlich ist das denn? Obwohl die Gespräche mit ihrem Herzen zum Teil tiefgründig sind und zum Nachdenken anregen, konnten die mich leider auch nicht mehr positiv umschwenken. Nach dem Klappentext habe ich mir mehr von dem Buch versprochen, aber es hat es leider nicht geschafft, mich zu überzeugen.

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  • Rezension zu "Kuckucksmädchen" von Eva Lohmann

    Kuckucksmädchen
    Binea_Literatwo

    Binea_Literatwo

    21. November 2012 um 10:53

    Beim Lesen entstehen Bilder, Bilder die wir versuchen genauso umzusetzen, wie wir sie vor unserem Auge sehen. Kuckucksmädchen hatte ich noch nicht mal richtig in der Hand, da legte ich es auch schon wieder beiseite, denn ein Bild musste einfach erstellt werden. Bereits auf der zweiten Seite, begegnete mir dieses wundervolle Zitat: „Ein ganzes Bett voller Zeit“. Jonathan bringt Wanda sonntags das Frühstück ans Bett und sagt dies zu ihr, wenn er sie im Bett vorfindet, mit den Seiten ihrer Tageszeitung um sicher verteilt. Sprachlich schleicht sich der Roman sofort in mein Herz. Wanda allerdings ist ein schwieriger Charakter, mit dem ich mich von Seite zu Seite mehr versuchte anzufreunden. Wanda ist 30 Jahre und beginnt von einer Sekunde auf die andere ihr Leben in Frage zu stellen. Ihr wird es zu eng, obwohl sie eigentlich seit drei Jahren mit Jonathan eine glückliche Beziehung führt. Dies dachte sie eigentlich. Nichts steht einer gemeinsamen Zukunft im Weg. Durch den Tod ihrer Großeltern, deren Wohnung sie gerade ausräumt, hat das Paar die Möglichkeit sich dort gemeinsam einzurichten. Jonathan möchte Kinder mit ihr und er möchte sie heiraten. Doch genau dieser Punkt, lässt Wand einen großen Schritt zurückgehen und es gibt Streit. Aber auch ihr Alter bringt sie ins Grübeln, die Vergänglichkeit, welche eine ungerechte Sache ist, wie sie findet. Kuckucksmädchen – Wanda so sprunghaft wie ihr Herz Der Alltag nimmt ihr eindeutig zu viel Platz ein, ihr fehlt die Frische aus der Anfangszeit mit all ihren liebevollen Facetten und auch ihr Herz scheint sich nicht mehr sicher zu sein, ob er der Mann ihres Lebens ist. Die zunehmenden Pärchenabende langweilen Wanda und die Tatsache, dass im Freundeskreis immer mehr Nachwuchs das Licht der Welt erblickt, macht sie zweifelnd und nachdenklich. Vielleicht ist Jonathan ihre falsche Option, vielleicht rauben sie sich gegenseitig die Zeit, Wanda umhüllt sich selbst immer mehr mit Unsicherheit. Zukunftsweisende Entscheidungen muss Wanda treffen, die Flucht davor, scheint ihr zum jetzigen Zeitpunkt die geeignetste. Wehmütig schaut sie auf ihre Vergangenheit zurück, ihr beschwingtes Leben vermissend. Hätte sie heute vielleicht ein anderes Leben, wenn sie mit einem ihrer Exfreunde noch zusammen wäre? Kuckucksmädchen – wie ein Puzzleteil in der falschen Schachtel Wanda beschließt eine Art Projekt durchzuführen und nimmt mit ihren ehemaligen Freunden Kontakt auf. Sie möchte wissen, wie es ihnen geht, wie sie leben und ihre Zukunftswege malen wollen. Bei ihren Begegnungen ist sie immer wieder im Dialog mit ihrem Herz und beide wissen, dass die Wege und Leben, gegen die sie sich entscheiden, begrenzt sind. Sie weiß nicht was sie will, doch was sie nicht will, ist ihr bewusst. Sie möchte nicht in einem Nest wohnen, was funktioniert, wie alle anderen Nester in der Stadt und vor allem kein Bullerbü-Zuhause. Kuckucksmädchen Wanda beginnt von Nest zu Nest zu fliegen und fragt sich, ob sie noch reinpasst. Sie lässt ein paar Federn und fliegt weiter. Kuckucksmädchen – Nestflug Wanda steckt voller Zweifel und ist sich bewusst, dass der Mann, mit dem sie zusammen zieht, mehr ist, mehr sein muss. Es ist die Wohnung ihrer Großeltern, es ist die Fortsetzung, es ist eine Ansage. Eva Lohmann hat mich mit ihrem Schreibstil total gefesselt. Wundervolle magische Zitate fließen von allen Seiten in den Haupthandlungsstrom hinein. Poetisch, kräftig, malerisch wie auch direkt. Ihre Protagonistin Wanda allerdings ist ein Charakter der wohl nicht jedem Leser liegt. Zudem ordne ich ihren Roman als absoluten Frauenroman ein. Nicht im Sinne von Unterhaltungsfrauenroman, sondern als Roman der besonders den weiblichen Leserinnen nah gehen soll. Mir gingen Wandas Gedanken sehr nah, denn täglich werden neuen Entscheidungen von uns allen abverlangt, vor allem in Sachen Beziehung und Familiengründung. Kuckucksmädchen – Eva Lohmann Auch die Auflösung der Wohnung ihrer Großeltern und die damit verbundenen Gedankengänge, sind emotional und machen nachdenklich. Ihr ganzes Werk regt zum Nachdenken an und lässt innehalten, zurückblicken und einen schwachen Blick nach vorn wagen. Der Dialog mit dem Herz, bringt die nötigen Lockerungen und regt ab und an trotz verzwickten Situationen zum Schmunzeln an. Eine gute Brücke, um alle Entscheidungswege zu verbinden. Ich hätte mir allerdings gewünscht, mehr von Jonathan zu erfahren. Er war mir zu blass gezeichnet, er war mir persönlich bei all dem was ihm passierte, zu passiv. Wenn ich eine Person liebe und das über alles, dann kämpfe ich, dann suche ich das Gespräch, dann möchte ich Klartext. Kuckucksmädchen – einmal, zweimal, dreimal – magischer Klingelrhythmus Kuckucksmädchen, erschienen im Piper Verlag, lässt mich weiter denken. Eva Lohmann hat mich mit ihrem Sprachstil bewegt und mir mit ihrem Roman auch ein tiefes Eintauchen in mich selbst erschaffen. Die sechs langen Kapitel sind jeweils mit Zitaten verziert, welche an sich bereits schon nachdenklich machen. Ihr Nachwort ist magisch und diese macht mir zudem die Autorin selbst, sehr sympathisch. Kuckucksmädchen – nachdenken, entscheiden, zweifeln, leben, lieben, den Schritt wagen. Zum Illustrierten Artikel: http://literatwo.wordpress.com/2012/10/23/eva-lohmann-kuckuckmadchen/

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  • Rezension zu "Kuckucksmädchen" von Eva Lohmann

    Kuckucksmädchen
    Guaggi

    Guaggi

    17. November 2012 um 13:04

    Das Kuckucksmädchen ist ein Roman dessen schlicht gestaltetes Cover mich so gar nicht anspricht. Selbst der Klapptext war nicht sonderlich überzeugend und ich wäre in der Buchhandlung an diesem Buch vorbeigegangen und hätte es nicht weiter beachtet. Doch dann las ich die Leseprobe und wollte doch mehr erfahren über Wanda und ihrem kleinen mit ihr sprechenden Herzen. Im Grunde ist Kuckucksmädchen ein Roman der das Thema Bindungsangst behandelt, nur das die Protagonistin Wanda eine verrückte Art und Weise wählt herauszufinden ob ihre früheren Freunde mit Recht nun Exfreunde sind und mit wem sie den Rest ihres Lebens verbringen möchte. Witzig geschrieben ermöglicht uns die Autorin einen kleinen Einblick in die Gefühlswelt einer jungen Frau die vor einer großen Veränderung in ihrem Leben steht und anstatt wie gewohnt eine rationale Entscheidung zu treffen sich nun mit ihrem kleinen Herzen auseinandersetzen muss. Eine leichte, schön verpackte Geschichte die einem ans Herz geht. Für meinen Geschmack leider viel zu kurzlebig.

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  • Rezension zu "Kuckucksmädchen" von Eva Lohmann

    Kuckucksmädchen
    Tami

    Tami

    08. November 2012 um 18:39

    Mein Lieblingszitat Du bist wohl eher ein Kuckucksmädchen. Fliegst von Nest zu Nest. Beobachtest , wie die anderen sich eingerichtet haben. Fragst dich, ob du noch reinpasst. Seite 102 Genre Ein Liebesroman, aber nicht der typischen Sorte. Handlungszusammenfassung Wanda kann sich nicht entscheiden. Nicht für Jonathan, aber auch nicht gehen ihn. Denn eigentlich liebt sie ihn ja. Aber sie ist schon dreißig und da kommt natürlich die Frage auf: Liebst du ihn genug um den Rest deines Lebens mit ihm zu verbringen, oder riskierst du es und guckst dich noch mal um? Hauptcharaktere Wir begleiten Wanda auf ihrer Suche nach der richtigen Antwort, der richtigen Entscheidung. Am Anfang fälllt es etwas schwer sich mit Wanda anzufreunden. Zwar sieht man schon viel, was einem sympatisch erscheint, aber dann ist Wanda auch manchmal wieder so oberflächlich. Am Ende jedoch, mochte und verstand ich sie mehr als ich es erwartet hätte. Meine Meinung Das Buch hat sich als sehr positive Überraschung herausgestellt. Als ich es zum ersten Mal in der Hand hielt, waren meine Ansprüche an das Buch nicht sehr hoch. Das Cover ist zwar nicht hässlich, aber auch nicht eine herausragende Schönheit. Das Buch hat nur 175 Seiten. Da erwartet man nichts dolles. Aber genau das bekam ich. Wenn man Liebesroman hört, stellt man sich gleich Situationen vor wie: Sie liebt ihn, aber er liebt sie nicht, weil er die andere mag, aber die ist schon vergeben und am Ende erkennt er, dass sie, die ihn sowieso schon liebt, die richtige ist. In diesem Buch: Fehlanzeigt! Wanda liebt Jonathan nämlich schon. Sie weiß nur nicht, ob es schon genug ist. Denn sie ist dreißig, und ihr Leben hätte eigentlich schon anfangen müssen und jetzt ist sie vielleicht schon drin in einem Leben, das sie vielleicht gar nicht will, ohne dass sie es gemerkt hat. Die Autorin hat mit Wanda einen wunderbaren Charakter geschaffen und ich kann ehrlich sagen, dass ich Wanda in mein Herz geschlossen habe. Sie hat Angst. Sie ist unsicher. Und es gibt zu viele ‘Vielleicht’s und ‘Was wenn’s's in ihrem Leben. Und so macht sie sich auf die Suche. Sie und ihr Herz. Eine weitere Sache, die mir sehr gut gefallen hat. Denn so komisch wie es vielleicht klingen mag….sie redet mit ihrem Herzen. Und damit meine ich nicht, das sie ‘auf ihr Herz hört’. Nein….ich meine es wortwörtlich. Manchmal wünschte ich mein Herz und ich hätten auch solche Konversationen. Das Buch ragt nicht durch die Handlung heraus, und auch nicht durch das Cover. Aber dafür umso mehr um die arme verwirrte und eventuell verlaufene Wanda. Fazit Ein echtes Überraschungspaket wie ich finde, von dem ich glücklich bin es in mein Bücherregal aufzunehmen :)

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