Eva Maaser Der Moorkönig

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Inhaltsangabe zu „Der Moorkönig“ von Eva Maaser

In einer Sturmnacht des Jahres 1803 wird auf einem westfälischen Bauernhof unter merkwürdigen Umständen ein Kind geboren, Jan Droste Tomberge. Das Kind lernt spät laufen und noch später sprechen, und unter der Dorfbevölkerung wird es für wunderlich, wenn nicht behindert gehalten. Kaum einer ahnt, was wirklich in ihm vorgeht: Jan ist mit der Gabe der Hellseherei geschlagen, ein Spökenkieker, wie man in der Gegend sagt. Vergangenes, Gegenwärtiges, Zukünftiges nimmt er gleichzeitig wahr. Er lebt in einer Welt der Gleichzeitigkeit, der Gesichte und der Einsamkeit: Von den Kindern wird Jan gemieden, vom Lehrer gequält, den Nachbarn ist er unheimlich. Nur im unergründlichen, geheimnisvollen Moor mit seinen Spukgestalten fühlt sich Jan wohl. An diesem Ort des Schreckens und des Todes findet er schon als Kind traumwandlerisch gangbare Pfade zwischen den Untiefen, so daß ihn der eigene Bruder deshalb bewundernd, halb gegruselt den "Moorkönig" nennt. Erst ein aufgeklärter Lehrer beginnt Jan zu fördern und sucht sein Geheimnis zu ergründen. Um der Spukwelt in seinem Kopf entgegenzuwirken, liest er mit ihm philosophische Schriften. Jan aber findet im Nachdenken der großen Philosophen über Raum und Zeit eine Bestätigung seiner Empfindungen, für die der herkömmliche Realitätsbegriff nicht taugt. Nach und nach begreift er seine Gabe als Gunst und versucht, ihre Grenzen auszutesten. Jan wird überheblich und droht langsam in den Wahnsinn hineinzugleiten, bis er plötzlich auf die Nachbarstochter aufmerksam wird und auf ganz andere Weise verzaubert ist. Vor dem Hintergrund der Napoleonischen Kriege und der neuen preußischen Gesetze, die auch in diesem Landstrich die Aufhebung der Leibeigenschaft mit sich brachten, wird ein genau recherchierter, stimmungsvoller, spannender Roman erzählt.

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  • Rezension zu "Der Moorkönig" von Eva Maaser

    Der Moorkönig
    bettie

    bettie

    22. March 2011 um 16:10

    Wie Titel und Beschreibung schon andeuten, lebt das Buch von der besonderen, gespenstischen Atmosphäre des Moores. Besonders wichtig sind jedoch auch Zeitstellung und Handlungsort. Die Geschichte fängt die bedrückende Stimmung im ländlichen Westfalen zu Anfang des 19. Jahrhunderts ein. Die Charaktere und Lebenswelt zeigen deutlich die Schwierigkeiten (mit den Veränderungen) der Zeit und dem täglichen (Über-)Leben, sowie die (oft beschriebene) Bodenständigkeit und Sturheit der Westfalen auf. Man leidet und rätselt mit dem kleinen Bauernjungen, der als Hellseher geboren wurde und von den Mitmenschen zumeist nur Ablehnung und Vorsicht erfährt. Die Atmosphäre und der geschichtliche Hintergrund faszinierten mich. Leider wurden die Beschreibungen von Jans Erscheinungen zum Schluss immer auschweifender. Auch seine Versuche durch philosophische Überlegungen (unterstützt durch seinen Lehrer) seinem eigenen Rätsel auf die Spur zu kommen, werden gegen Ende etwas zäh und langatmig. Wer sich für die Geschichte Westfalens (zwischen Preußen, Napoleon, Fürstbischof...) und vor allem die ländliche Lebensweise und Vorstellungswelt intressiert wird mit diesem Buch sicher dennoch viel Spaß haben. Eher etwas für Geschichtsinteressierte und Liebhaber von Lokalkolorit.

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  • Rezension zu "Der Moorkönig" von Eva Maaser

    Der Moorkönig
    Armillee

    Armillee

    22. December 2009 um 08:38

    Das wunderschöne Cover und der Titel haben mich gelockt. Ich habe mich bis Seite 35 gequääält. Ich bin sicher, das Historien-Fans alles toll finden, insbesondere wenn man mehr über Napoleon, die Preussen und Verwicklungen aus dieser Zeit wissen möchte Ich aber ich mag diese Geschichten nicht, wo alles mies ist. Armut, Hunger, Neid, Verschwiegenheit, Krankheit, Kindstod, Kälte etc. So fing auch der Medicus an..nix für mich...;o)

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  • Rezension zu "Der Moorkönig" von Eva Maaser

    Der Moorkönig
    simoneg

    simoneg

    15. June 2009 um 09:43

    In einer Sturmnacht des Jahres 1803 wird auf einem westfälischen Bauernhof unter merkwürdigen Umständen ein Kind geboren, Jan Droste Tomberge. Das Kind lernt spät laufen und noch später sprechen, und unter der Lanfbevölkerung wird es für wunderlich, wenn nicht behindert gehalten. Kaum einer ahnt, was wirklich in ihm vorgeht: Jan ist mit der Gabe der Hellseherei geschlagen, ein Spökenkieker, wie man in der Gegend sagt. Vergangenes, Gegenwärtiges, Zukünftiges nimmt er gleichzeitig wahr. Er lebt in einer Welt der Geleichzeitigekeiten, der Gesichte und der Einsamkeit: Von den Kindern wird Jan gemieden, vom Lehrer gequält, den Nachbarn ist er unheimlich. Nur im unergründlichen, geheimnisvollen Moor mit seinen Spukgestalten fühlt sich Jan wohl. An diesem Ort des Schreckens und des Todes findet er schon als Kind traumwandlerisch gangbare Pfade zwischen den Untiefen, so daß ihn der eigene Bruder deshalb bewundernd, haln gegruselt den "Moorkönig" nennt. Erst ein aufgeklärter Lehrer beginnt, Jan zu fördern, und sucht, sein Geheimnis zu ergründen. Um der Spukwelt in seinem Kopf entgegenzuwirken, liest er mit ihm philosophische Schriften. Jan aber findet im Nachdenken der großen Philosophen über Raum und Zeit eine Bestätigung seiner Empfindungen, für die der herkömmliche Realitätsbegriff nicht taugt. Nach und nach begreift er seine Gabe als Gunst und versucht, ihre Grenzen auszutesten. Jan wird überheblich und droht langsam in den Wahnsinn hineinzugleiten, bis er plötzlich auf die Nachbarstochter aufmerksam wird und auf ganz andere Weise verzaubert ist... Den historischen Hintergrund bilden die Napoleonischen Kriege und die neuen preußischen Gesetze, die auch in diesem Landstrich die Aufhebung der Leibeigenschaft mit sich brachten. Man bekommt einen recht guten Einblick in das Leben auf dem Lande. Trotzdem fand ich das etwas öde.

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