Eva Maaser Die Astronomin

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Inhaltsangabe zu „Die Astronomin“ von Eva Maaser

Das Leben der "Kometenjägerin" Caroline Herschel Für Goethes Zeitgenossinnen war es nicht einmal selbstverständlich, lesen und schreiben zu lernen, und doch beginnt 1750 der schwierige Lebensweg einer Frau, die als erste Astronomin in die Geschichte einging. Niemand konnte vorhersehen, daß aus der aufgeweckten Caroline, die als achtes Kind eines Hofmusikers in Hannover geboren wurde, etwas Besonderes werden sollte. Caroline fürchtete nichts so sehr wie ein tristes Schicksal als Ehefrau. Nur zu bereitwillig folgte sie ihrem angebeteten Bruder Wilhelm in den mondänen Kurort Bath. Welche Entscheidungen dieser Schritt ihr abverlangen würde, ahnte sie nicht: Für Wilhelm war sie ebenfalls die Hausfrau, gleichzeitig aber Sängerin bei seinen Konzerten und Assistentin bei seinen astronomischen Forschungen; sie mußte sich zwischen einer Liebe, ihrem Bruder und einer Karriere entscheiden. Als eine der wenigen Frauen ihrer Zeit fand sie wissenschaftliche Anerkennung. Eva Maasers sorgfältig recherchierter Roman läßt uns miterleben, welchen Mut eine Frau damals aufbringen mußte, um aus dem Schatten eines Mannes herauszutreten und ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

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  • Rezension zu "Die Astronomin" von Eva Maaser

    Die Astronomin

    Penelope1

    16. March 2011 um 07:44

    "Die Astronomin" ist die Lebensgeschichte von Caroline Herschel aus Hannover, die als "Kometenjägerin" und erste anerkannte Astronomin in die Geschichte einging. Doch bis es dazu kam, war es ein weiter und beschwerlicher Weg, der so keineswegs vorhersehbar war. Caroline wächst in Hannover auf, in einer musikalischen Familie, die mit der Musik ihren Lebensunterhalt verdient, und in der die Leidenschaft von Vater und Brüdern der Astronomie gehört. Hartnäckig kämpft sie darum, lesen und schreiben zu lernen und wünscht sich nichts mehr als die Anerkennung und Aufmerksamkeit ihrer Familie, hauptsächlich von ihrem Lieblingsbruder Wilhelm. Als sie Wilhelm nach England folgen darf, glaubt sie sich am Ziel ihrer Träume, doch sie wird schnell aus ihren Träumen gerissen, die Realität holt sie ein... In England stellt sie sich sämtlichen Herausforderungen: einerseits der Anforderung, als Sängerin anerkannt zu werden, andererseits der Aufgabe, ihren Bruder bei seiner astronomonischen Leidenschaft zu unterstützen. Ein schweres Los, das Caroline alles abverlangt und sie zum Verzweifeln bringt... ++++++++++++++++ Diese Geschichte fußt auf Erinnerungen von Caroline Herschel. Dadurch, dass sie in der Ich-Form aus Sicht von Caroline geschrieben ist, trägt sie die Züge einer Biographie und beschreibt eindrucksvoll die Entwicklung des jungen Mädchens, das um Anerkennung ringt, zur Sängerin und späteren Astronomin. Doch der Weg ist lang und beschwerlich und es bleibt lange offen, wohin er überhaupt führt. Fasziniert begleitete ich die sie, bewunderte ihre Hartnäckigkeit und Ausdauer, mit der sie sich ihren Aufgaben stellt und sich immer wieder neue Ziele steckt. Ich wunderte mich darüber, dass sie, in einem Moment eigensinnnig und scheinbar selbstbewusst, im nächsten Moment ihr Licht weiter unter den Scheffel stellt, immer im Hintergrund bleibt, mehr als bescheiden alle ihr übertragenen Aufgaben gewissenhaft übernimmt. Mit einer aufopfernden Liebe und Bewunderung hängt sie zeitlebens an ihrem Lieblingsbruder Wilhelm, zu dessen Erfolg - er entdeckte den Planeten Uranus - sie maßgeblich beitrug. Ich bewunderte sie, fragte mich oft, wie sie es schaffte, den enormen Arbeitsaufwand, d.h. Haushaltsführung, Gästeempfang, Musik, Astronomie, erfolgreich zu bewältigen, alles aus Liebe zu ihrem Bruder. Gesellschaftlich beförderte sie sich durch ihr außergewöhnliches, wissenschaftliches Engagement ins Abseits, denn Frauen mit solchen Ambitionen wurden keinesfalls anerkannt, die Wissenschaft war eine reine Männer-Domäne und Frauen dort nicht erwünscht. Aber das interessierte Caroline weniger, sie legte keinen Wert auf die "Gesellschaft", auch wenn sie von ihr abhängig war... Ganz nebenbei lernte ich einiges über Astronomie im Allgemeinen, Sterne und Planeten im Besonderen, und erfuhr Einiges über die Arbeit an und mit Teleskopen. Wilhelm bewunderte ich gleichermaßen, für den die Musik eine überaus wichtige Rolle spielte, der sich aber mehr und mehr der Astronomie verschrieb. Wer hätte gedacht, dass aus der Sängerin Caroline eine "Kometenjägerin" wird? Sie selbst wohl kaum am wenigsten, suchte die doch lange nach einer Aufgabe, nach ihrer "Bestimmung"... Ein interessantes, einfühlsames Portrait einer starken Frau, deren bescheidenes Leben, ihre aufopfernde Anhänglichkeit an ihren Bruder, sowie ihre Ausdauer mir absolute Anerkennung abgewinnen. Den Sternenhimmel und die Astronomie hat für mich eine ganz besondere Note bekommen... Ein Buch nicht nur für Sternenforscher und Astronomie-Begeisterte!

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  • Rezension zu "Die Astronomin" von Eva Maaser

    Die Astronomin

    Malachy

    31. January 2011 um 15:34

    Ein faszinierendes Buch, vor allem, wenn man wie ich aus Hannover kommt. Maaser verschafft einem Einblicke in die Familie der Herschels, vor allem natürlich Carolines, die spannend, unterhaltsam und lehrreich zugleich sind. Ein sehr empfehlenswerter Roman, keineswegs nur für diejenigen, die sich für Astronomie interessieren.

  • Rezension zu "Die Astronomin" von Eva Maaser

    Die Astronomin

    silbereule

    08. November 2010 um 20:48

    Nun, als Page-Turner würde ich diesen Roman gerade nicht bezeichnen, ich empfand das Werk eher als recht zähen Stoff, bei dem es mir oft ziemlich schwer fiel, mehr als 50 Seiten im Stück zu lesen. Bis es auf den Punkt kommt - also Carolines Leben als Astronomin, muss man sich durch über 300 Seiten - etwa ¾ des Buches ackern, die vorwiegend vom Alltag der untergebutterten Schwester von Wilhelm und Alexander Herschel berichten. Eine angedachte Liebesgeschichte erweckt zwischendurch die Aufmerksamkeit, aber als diese jäh durch den Tod des Geliebten endet, versinkt die Handlung erstmal wieder in Banalitäten. Danach wird es aber doch noch recht interessant und lehrreich.

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