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NussCookie

vor 3 Jahren

(9)

Informationen:
Erster Band einer Trilogie welcher von der Autorin Eva Maria Höreth geschrieben wurde. Für einen Preis von 2,99€ erhält man das 371 Seiten starke E-Book. Für 10,95€ ist das Taschenbuch zu haben.

Klappentext:

Auf den ersten Blick ist Emily ein ganz normaler Teenager. Dass sie eine Mondhexe ist, verrät sie nicht mal ihren Freundinnen. Als Mondhexe hat sie es nicht einfach: Eine dunkle Bedrohung ballt sich zusammen, ihre Eltern wollen ihr nicht sagen, was vor sich geht, und als ein alter Zauberer noch eine düstere Prophezeiung ausspricht, ist das Maß voll. Und da ist noch Finn. Finn mit den karamellfarbenen Haaren und den sanften Augen. Zwischen Finn und Emily funkt es ganz gewaltig – auf mehr als eine Art und Weise. Und welche Rolle spielt Jason, der Junge mit dem Motorrad?

Erster Satz:
„Nichts an diesem wunderschönen Tag im Sommer 2003 hatte auf die Ereignisse hingedeutet.“ (Position 69)

Erwartung:
Von der Autorin habe ich noch nie etwas gelesen, aber der Klappentext klingt sehr interessant. Ich erwarte also eine schöne Story über Hexen und eine leichte Liebesgeschichte. Ich gehe mit keinen großen Erwartungen ran, aber lasse mich durchaus überraschen.

Covereindrücke:

Ein selbstgezeichnetes Cover, das gefällt mir. Passend zum Titel ist es schön in Szene gesetzt und hat seinen ganz eigenen Charme.

Meinung:

Der Prolog startet ungemein spannend, 10 Jahre in der Vergangenheit: Finn und Emily sind Kinder. Und danach, 10 Jahre in der Zukunft, ist man gespannt wie ein Flitzbogen und brennt darauf alles zu erfahren, was im Prolog angeschnitten wurde. Der Einstieg ist also sehr gut gelungen, macht neugierig und zwingt einem zum Weiterlesen. Generell ist der Einstieg in die Geschichte federleicht. Man ist also sofort drin und schon nach wenigen Seiten mochte ich Emily bereits sehr gerne. Sie hat etwas an sich, dass ich sie sofort ins Herz geschlossen hatte. Die Figuren sind alle gut gelungen, besonders Finn und Emily, aber auch Jason. Die Nebencharaktere sind nicht blass, stechen aber auch nicht sehr heraus, wobei es auch wieder Ausnahmen gibt.


Emily ist eine Mondhexe und hat zu Anfang, genauso wie wir als Leser, keinen Plan was das eigentlich genau sein soll. Sie weiß zwar was sie ist, aber sie weiß sonst eigentlich nicht mehr als wir. Den Aspekt finde ich sehr interessant, da sie dann mit uns als Leser die ganzen Sachen stückchenweise herausfindet und ihr Hexendasein entdeckt. Im Laufe der Geschichte erhält man so immer mehr Informationen, macht gemeinsam mit ihr schockierende Entdeckungen und leidet bei so einigem mit.

Finn, Emilys Erzfeind (oder doch nicht?) ist gezeichnet von dem Tod seines Vaters. Zuerst wirkt er sehr verbittert und unnahbar, doch im Laufe der Geschichte erblickt man so viel, was hinter dieser Fassade steckt. Vor allem eröffnet er Emily, und somit auch uns, endlich Einblicke in die Welt der Magie. So kommen sich die Beiden immer näher und man hat das Gefühl, dass er seit langem wieder zu sich selbst findet.

Jason war mir zu Anfang äußerst unsympathisch und das ändert sich auch nicht im Verlauf der Geschichte. Ich möchte nicht ins Detail gehen, aber meine bösen Vorahnungen haben sich bewahrheitet.

Neben den wundervollen Charakteren (den meisten zumindest), gibt es auch noch eine wirklich gut gemachte Story! Die vielen kleinen Details die sich die Autorin hat einfallen lassen, geben der Geschichte einen richtigen Spannungsfaktor. Eine Prophezeiung spielt dabei eine essentielle Rolle. Der Faktor von Berührungen bzw. Nicht-Berührungen ist so gut gemacht und wird immer facettenreicher gestaltet, dass ich nur staunen konnte! Die Idee ist so neu und unverbraucht, sowas habe ich in der Art noch nie gelesen.
Nachdem sich die Geschichte langsam entwickelt hat und dann erst Mal nicht so recht an Fahrt gewinnt, überschlägt sie sich im letzten Viertel fast. So viele Wendungen werden untergebracht, da kommt man fast nicht mehr mit. Emily trifft eine falsche Entscheidung nach der Anderen, handelt aber im besten Gewissen bzw. in Unkenntnis. Das führt dann schließlich zum spektakulären Finale mit dem ich so nicht gerechnet hätte! Spannung und Unglaube sind die vorherrschenden Gefühle in diesem Wechselbad der Gefühle. Emily *seufzt* … ich kann sie überhaupt nicht verstehen, nicht mal ansatzweise. Und dieses Finale hat es echt in sich! Aber danach ist Schluss und der Leser muss sich in Geduld üben und auf den nächsten Teil warten. So gut der Showdown also auch gemacht war, genauso abrupt endet es und so offen gehalten ist er.
Genau, das Buch endet an einer TOTAL miesen Stelle und lässt einen ungeduldig zurück.


Etwas schade fand ich, dass sich die offensichtliche Liebesgeschichte erst so schnell entwickelt und dann meiner Meinung nach ewig auf der Stelle tritt. Die Beiden sind sich anfangs ihrer Gefühle zueinander nicht sicher und dadurch oft verwirrt. Dieser Verwirrungszustand hat sich auch auf mich übertragen und bis sie endlich zueinander stehen, das dauert. Und auch dann gibt es nur Schwierigkeiten. Natürlich wird hier die erste große Liebe ganz toll aufgezeigt, aber vielleicht bin ich einfach schon etwas zu alt für all diese Spielchen. Außerdem: Das so offensichtliche wird von ihnen leider vollkommen übersehen und so leidet man echt mit, fragt sich aber auch wie sie es übersehen können! Man würde die Beiden am liebsten schütteln, damit sie es endlich erkennen! Ich weiß zwar nicht, ob ich es in dieser Situation erkannt hätte und als Leser kann man ja immer viel sagen, aber für mich war das schon offensichtlich.

Den Einblick in das Mondritual fand ich leider zu knapp. Ich hätte mir noch etwas mehr gewünscht. Generell kommt mir die Magie auch etwas zu knapp, hatte ich mich doch so darauf gefreut dass fröhlich gehext wird. Das ist leider nicht der Fall. Emily benutzt ihre Kräfte eigentlich nur um einen Wasserschild zu bilden. Finn benutzt seine Kräfte, um den Bösen ordentlich einzuheizen. Emilys offizielle Einführung als Mondhexe kam der magischen Welt schon ziemlich nahe, aber leider bleibt die Autorin dort nicht etwas länger. Ich hoffe somit auf mehr Magie im zweiten Band, da ja jetzt alles soweit geklärt ist ;).

Fazit:
Trotz kleiner Schwächen kann ich dieses Buch durchaus empfehlen! Im nächsten Band wünsche ich mir viel mehr Magie und weniger Drama. Ich freu mich schon richtig auf Band 2, weil wie gesagt das Ende so richtig gemein aufhört und man am liebsten weiterlesen würde. Ich vergebe also gute 4 Cookies. Ich bin mir ziemlich sicher, Band 2 wird sich nochmals steigern!

Ich möchte mich ganz Herzlich bei der Autorin sowie Lovelybooks für die Bereitstellung des Rezensionsexemplar bedanken!

Autor: Eva Maria Höreth
Buch: Moonwitch - Liebe zwischen Licht und Schatten
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