Eva Mattes

 4,3 Sterne bei 12 Bewertungen

Lebenslauf

Die vielfach ausgezeichnete Schauspielerin Eva Mattes hat mit Fassbinder und Zadek gearbeitet und war jahrelang als »Tatort«-Kommissarin Klara Blum im TV zu sehen, wodurch sie einem großen Fernsehpublikum bekannt wurde.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Eva Mattes

Cover des Buches Das Luftkind (ISBN: 9783455303247)

Das Luftkind

(1)
Erschienen am 01.01.2003
Cover des Buches Weiberweihnacht (ISBN: 9783898133654)

Weiberweihnacht

(1)
Erschienen am 01.01.2004
Cover des Buches "Wir können nicht alle wie Berta sein" (ISBN: 9783899036893)

"Wir können nicht alle wie Berta sein"

(1)
Erschienen am 16.09.2011

Neue Rezensionen zu Eva Mattes

Cover des Buches Weiberweihnacht. Hinreißende Geschichten zum Fest (ISBN: 9783862314430)

Rezension zu "Weiberweihnacht. Hinreißende Geschichten zum Fest" von Eva Mattes

Ein LovelyBooks-Nutzer
Rezension zum Hörbuch Weiberweihnacht: Hinreißende Geschichten zum Fest

Mehr meiner Rezensionen findet ihr auf meinem Blog; Anima Libri - Buchseele

“Weiberweihnacht: Hinreißende Geschichten zum Fest” war eindeutig nicht so ganz das, was ich erwartet habe. Das Beste an dieser Hörbuchanthologie ist eindeutig, dass sie von Eva Mattes gelesen wird, denn die versteht es die Kurzgeschichten der drei Autorinnen Tessa Korber, Fay Weldon und Vicki Baum gekonnt vorzutragen.

Die Geschichten selbst… Die waren sehr unterschiedlich, allerdings allesamt nicht unbedingt das, was ich mir unter dem Titel des Hörbuchs vorgestellt hätte. Wirklich “hinreißend” fand ich sie alle nicht, für mich hat das eher etwas süß-romantisches und das sind diese Geschichten eindeutig nicht, stattdessen sind sie frech, makaber und bissig, also das genaue Gegenteil

Tessa Korber: Im Kreise meiner Lieben
Fand ich ziemlich gut, ist aber eher ziemlich makaber und für viele sicherlich auch hart an der Grenze des guten Geschmacks und damit nicht jedermans Ding. Trotzdem, gerade weil hier auch Eva Mattes Talent als Vorleserin besonders gut zur Geltung kommt, volle 5 Sterne.

Fay Weldon: Die Suche nach der Weihnachtsfrau
Auch diese Geschichte fand ich gut, sehr gefühlvoll, nur leider hier und da etwas zu langatmig, daher nur 3,5 Sterne.

Vicki Baum: Der Weihnachtskarpfen
Schlicht und ergreifend nicht mein Fall. Schlecht ist die Geschichte um Weihnachtskarpfen Adalbert nicht, aber sie konnte mich überhaupt nicht begeistern, für mich klar die schwächste der drei Geschichten, daher nur 2 Sterne.

Alles in allem keine schlechte Zusammenstellung, leider aber doch recht durchwachsen. Vor allem Schauspielerin Eva Mattes glänzt hier als Sprecherin, die Geschichten sind im Großen und Ganzen gut und in ihrer makaberen und bissigen Art eine schöne, unkonventionelle Abwechslung.

Cover des Buches Das Luftkind (ISBN: 9783455303247)
Andreayyys avatar

Rezension zu "Das Luftkind" von Irina Korschunow

Andreayyy
Luftkind

Freda von Rützow, geboren zu Beginn des vorigen Jahrhunderts, möchte studieren, was ihr von ihrem Vater verboten wird. Sie  ist siebzehn, als sie sich von einem fremden Maler verführen lässt und schwanger wird. Der Vater tut alles, um die Schande zu vertuschen und das Kind wird nach der Geburt weggegeben, was Freda nicht verwinden kann. Sie überwirft sich mit ihrem Vater, bekommt ihr Erbe, studiert und lebt ganz zurückgezogen und lässt niemanden an sich heran. Sie lebt allein und mit ihrem "Luftkind". Dann beginnt die Nazizeit. Harro Hochberg, ein junger hitlerbegeisterter Mann, erfährt auf dramatische Weise, dass er ein Jude ist. Freda versteckt ihn bei sich. Dadurch befreit sie sich von ihre gespenstischen Tagträumen vom Luftkind. Aus Sympathie wird Zuneigung und die beiden werden ein Liebespaar.
Ich fand den Anfang etwas verwirrend, aber danach hat mir das Hörbuch sehr gefallen. Die Stimme von Eva Matthes tat ihr übriges dazu. Ein Stück Zeitgeschichte...mitreißend und bewegend.

Cover des Buches »Wir können nicht alle wie Berta sein« (ISBN: 9783550088117)
M

Rezension zu "»Wir können nicht alle wie Berta sein«" von Eva Mattes

M.Lehmann-Pape
Rezension zu "»Wir können nicht alle wie Berta sein«" von Eva Mattes

Film- und Fernsehgeschichte hautnah

Wer bisher Eva Mattes vornehmlich als Konstanzer Kommissarin der „Tatort“ Reihe kennt (und dann auch meist darauf reduziert), dem sei dieses Buch wärmsten empfohlen, wie natürlich auch allen anderen interessierten Lesern, die nicht nur breite Informationen über diese deutsche Ausnahmeschauspierling suchen, sondern auch einen Einblick in die jüngere Film- und Fernsehgeschichte zu schätzen Wissen.
Eine Karriere, die mit große Regie Namen wie Michael Verhoeven, Rainer Werner Fassbinder, Peter Zadek, Werner Herzog und vielen mehr verbunden ist, eine Aktrice, die an vielen herausragenden Theatermomenten und Filmerlebnissen verbunden ist und die von all dem in solch angenehmer, klarer und auch humorvoller Weise zu berichten weiß, deren in Buchform vorliegende Erinnerungen und Einblicke bieten eine durchaus empfehlenswerte Lesereise.

Drall und urbayrisch beginnt 1955 das Leben der Eva Mattes am Tegernsee. Erste Jahre, die unter keinem guten familiären Stern stehen, bald schon trennen sich die Eltern. Trotz aller Ironie hier auch im Stil, es wird schon deutlich, dass zu dieser Zeit nachwirkende Verletzungen mit im Raume stehen.

Von da an aber nehmen die Ereignisse fast rasante Formen an. Ohne Schauspielausbildung sucht Eva Mattes schon in frühern Jahren ihren künstlerischen Weg, die Mutter als großes Vorbild vor Augen. 1970 entdeckt Verhoeven die junge Eva Mattes für „o.k.“, der Film selbst ein ungeheuerer Skandal zur damaligen Zeit, Mattes selbst 1971 bereits erhält sie für diese ersten Arbeiten den Bundesfilmpreis im Fach „Nachwuchs“. Vorher schon war Ihre Stimme vor allem jüngeren Zuschauern als die der „Pippi Langstrumpf“ bekannt.

Im Buch finden sich, von diesen Anfängen an, viele Geschichten und Einblicke, auch persönlicher Natur, in die Arbeit mit „den Großen“ der Kunstbranche. Durchaus aber auch vielfache private Einblicke und all dies illustriert Eva Mattes mit, über das gesamte Buch verteilte, Bildmaterial. Vielfache Einblicke, die gerade für die intensiven, frühen Jahre mit schwierigen Rollen und grenzgängerischer Darstellung ein beredetes Zeugnis ablegen.
Vor allem von so mancher Inszenierung, die auf breiter Front Skandale auslöste. Sei es unter Kroetz in „Stallerhof“, sei es unter Zadek in „Othello“.

Ein beeindruckendes Schauspielerleben, dass, so kann man es sagen, seit der Übernahme der Tatort-Rolle spätestens zwar in ruhigeres Fahrwasser schauspielerisch gelangt ist, an der Qualität der Darstellung durch Eva Mattes aber keinen Abbruch erlitten hat.

Ein gut zu lesendes, interessantes Buch, in dem Eva Mattes es rundherum versteht, den Leser mit auf eine außergewöhnliche Lebensreise zu nehmen.

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