Eva Mattes »Wir können nicht alle wie Berta sein«

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Inhaltsangabe zu „»Wir können nicht alle wie Berta sein«“ von Eva Mattes

Mit 13 ist sie die deutsche Stimme von Timmy aus der Fernsehserie Lassie. Mit 15 steht sie in Verhoevens Antikriegsfilm o.k. zum ersten Mal vor der Kamera. Mit 16 sorgt ihre Rolle in Wildwechsel für den ersten deutschen Fernsehskandal. Heute deckt sie als Konstanzer Tatort-Kommissarin Klara Blum spektakuläre Fälle im Dreiländereck auf. In ihrer Autobiographie erzählt Eva Mattes von Begegnungen mit Rainer Werner Fassbinder, Werner Herzog, Peter Zadek und anderen Größen aus Film und Theater, aber auch von den Höhen und Tiefen ihres Lebens. Ein sehr persönliches, intensives Buch und ein spannender Streifzug durch die deutsche Theater- und Filmgeschichte.

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  • Rezension zu "»Wir können nicht alle wie Berta sein«" von Eva Mattes

    »Wir können nicht alle wie Berta sein«
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    30. September 2011 um 13:28

    Film- und Fernsehgeschichte hautnah Wer bisher Eva Mattes vornehmlich als Konstanzer Kommissarin der „Tatort“ Reihe kennt (und dann auch meist darauf reduziert), dem sei dieses Buch wärmsten empfohlen, wie natürlich auch allen anderen interessierten Lesern, die nicht nur breite Informationen über diese deutsche Ausnahmeschauspierling suchen, sondern auch einen Einblick in die jüngere Film- und Fernsehgeschichte zu schätzen Wissen. Eine Karriere, die mit große Regie Namen wie Michael Verhoeven, Rainer Werner Fassbinder, Peter Zadek, Werner Herzog und vielen mehr verbunden ist, eine Aktrice, die an vielen herausragenden Theatermomenten und Filmerlebnissen verbunden ist und die von all dem in solch angenehmer, klarer und auch humorvoller Weise zu berichten weiß, deren in Buchform vorliegende Erinnerungen und Einblicke bieten eine durchaus empfehlenswerte Lesereise. Drall und urbayrisch beginnt 1955 das Leben der Eva Mattes am Tegernsee. Erste Jahre, die unter keinem guten familiären Stern stehen, bald schon trennen sich die Eltern. Trotz aller Ironie hier auch im Stil, es wird schon deutlich, dass zu dieser Zeit nachwirkende Verletzungen mit im Raume stehen. Von da an aber nehmen die Ereignisse fast rasante Formen an. Ohne Schauspielausbildung sucht Eva Mattes schon in frühern Jahren ihren künstlerischen Weg, die Mutter als großes Vorbild vor Augen. 1970 entdeckt Verhoeven die junge Eva Mattes für „o.k.“, der Film selbst ein ungeheuerer Skandal zur damaligen Zeit, Mattes selbst 1971 bereits erhält sie für diese ersten Arbeiten den Bundesfilmpreis im Fach „Nachwuchs“. Vorher schon war Ihre Stimme vor allem jüngeren Zuschauern als die der „Pippi Langstrumpf“ bekannt. Im Buch finden sich, von diesen Anfängen an, viele Geschichten und Einblicke, auch persönlicher Natur, in die Arbeit mit „den Großen“ der Kunstbranche. Durchaus aber auch vielfache private Einblicke und all dies illustriert Eva Mattes mit, über das gesamte Buch verteilte, Bildmaterial. Vielfache Einblicke, die gerade für die intensiven, frühen Jahre mit schwierigen Rollen und grenzgängerischer Darstellung ein beredetes Zeugnis ablegen. Vor allem von so mancher Inszenierung, die auf breiter Front Skandale auslöste. Sei es unter Kroetz in „Stallerhof“, sei es unter Zadek in „Othello“. Ein beeindruckendes Schauspielerleben, dass, so kann man es sagen, seit der Übernahme der Tatort-Rolle spätestens zwar in ruhigeres Fahrwasser schauspielerisch gelangt ist, an der Qualität der Darstellung durch Eva Mattes aber keinen Abbruch erlitten hat. Ein gut zu lesendes, interessantes Buch, in dem Eva Mattes es rundherum versteht, den Leser mit auf eine außergewöhnliche Lebensreise zu nehmen.

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