Eva Meijer

 4 Sterne bei 91 Bewertungen
Autorin von Das Vogelhaus, Die Grenzen meiner Sprache und weiteren Büchern.
Autorenbild von Eva Meijer (©Irwan Droog)

Lebenslauf von Eva Meijer

Eva Meijer will mit den Tieren ins Gespräch kommen: Die 1980 im niederländischen Hoorn geborene Autorin Eva Meijer ist ein Multitalent. Sie arbeitet als Philosophin, bildende Künstlerin, Schriftstellerin und Liedermacherin. Ihre Gedichte, Essays und Kurzgeschichten erhielten zahlreiche Preise. Mit ihrem ersten Roman „Het schuwste dier“ gab Eva Meijer 2011 in den Niederlanden ein viel beachtetes Debüt. Enorme Aufmerksamkeit fand ihr 2016 auf Niederländisch veröffentlichter Roman „Dierentalen“ (dt.: „Die Sprachen der Tiere“, 2018). In dem Werk befasst sich die Autorin auf unterhaltsame Weise mit tierischen Kommunikationsformen. Singende Mäuse, tanzende Albatrosse – Eva Meijer überrascht mit interessanten Analysen, Anekdoten und philosophischen Betrachtungen. Ebenfalls 2016 erschien in den Niederlanden ihr wunderbarer Roman „Het vogelhuis“ (dt.: „Das Vogelhaus“, 2018). Mit der faszinierenden Geschichte erinnert Eva Meijer an die englische Vogelkundlerin Len Howard. Eva Meijer ist mit Tieren aufgewachsen. Als Kind besaß sie ein Pferd. Mit elf Jahren entschied sie sich für eine vegetarische Ernährung, heute lebt sie vegan. Die Menschen müssen mit den Tieren ins Gespräch kommen – davon ist Eva Meijer überzeugt. Engagiert plädiert sie für ein gerechteres Mensch-Tier-Verhältnis. Die Autorin promovierte 2017 zum Thema Sprachen der Tiere. Sie lehrt an der Universität Amsterdam.

Alle Bücher von Eva Meijer

Cover des Buches Das Vogelhaus (ISBN: 9783442716265)

Das Vogelhaus

 (81)
Erschienen am 09.03.2020
Cover des Buches Die Grenzen meiner Sprache (ISBN: 9783442772285)

Die Grenzen meiner Sprache

 (5)
Erschienen am 09.05.2022
Cover des Buches Die Sprachen der Tiere (ISBN: 9783957575364)

Die Sprachen der Tiere

 (4)
Erschienen am 18.04.2018
Cover des Buches Was Tiere wirklich wollen (ISBN: 9783442758128)

Was Tiere wirklich wollen

 (1)
Erschienen am 10.06.2019
Cover des Buches Vorwärts (ISBN: 9783442773282)

Vorwärts

 (0)
Erscheint am 16.08.2023

Neue Rezensionen zu Eva Meijer

Cover des Buches Die Grenzen meiner Sprache (ISBN: 9783442772285)
Olivia_Groves avatar

Rezension zu "Die Grenzen meiner Sprache" von Eva Meijer

Too sad to tell you
Olivia_Grovevor 4 Monaten

Auf den ersten Blick erinnert mich das Covermotiv (©Anton Vrede) an „Frank The Rabbit” aus dem Film "Donnie Darko" von 2001. Eine etwas schräge, unheimliche Atmosphäre lässt mich das Buch aufschlagen.

Darin entdecke ich bspw. Eva Meijers Ausführungen über Menschen mit wiederkehrenden Depressionen, die – wie sie meint – wie schiefe Bäume wachsen, aber auch philosophische Gedanken über die Rolle von Therapie und Dialog.

Besonders berührend habe ich ihre persönlichen Erfahrungen empfunden, wie sie einige Jahre lang in einer Art Parallelwelt schwebte: "Manchmal wird es dunkel; ein Schatten fällt über mich, oder ich werde von einer dünnen Schicht Schwarz bedeckt [...]." (S. 57)


"Der depressive Mensch weiß nicht, warum er sich so fühlt, und für die Außenwelt ist es auch unerklärlich – schau doch, es ist wieder Frühling, du hast noch das ganze Leben vor dir, du bist so toll und so begabt." (S. 52)


Ich denke nicht, dass die Lektüre depressiven Menschen helfen wird; dafür ist sie aber auch nicht gedacht.

Insgesamt ist "Die Grenzen meiner Sprache" ein 141 Seiten dünnes Büchlein, das bemerkenswert authentisch beschreibt, wie sich Depression anfühlen kann und was der Autorin selbst geholfen hat.

"Die Kunst zieht sich wie ein roter Faden durch mein Leben und dieses Buch. Sie ist eine der Waffen, die uns gegen die Sinnlosigkeit gegeben sind, ein Weg, dem, was ist und was sein könnte, Bedeutung zu verleihen." (S. 122)


⭐⭐⭐,5

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Cover des Buches Die Grenzen meiner Sprache (ISBN: 9783442772285)
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Rezension zu "Die Grenzen meiner Sprache" von Eva Meijer

Philosophische Auseinandersetzung mit der Depression
Zeilentaenzervor 4 Monaten

Darum gehts

Eva Meijer schreibt in diesem Essay über ihre eigenen Erfahrungen mit Depressionen und setzt sich kritisch mit der Erkrankung auseinander. Sie bezieht sich auf Therapieansätze, die Unterstützung von Tieren, die wissenschaftlich erwiesen ist und nennt Möglichkeiten, tiefdunkle Phasen zu überstehen. 

Meine Meinung

Die von euch, die Zeilentänzer schon etwas länger und regelmäßig verfolgen werden wissen, dass das Thema Depressionen hier immer wieder in Form von Buchrezensionen aufgegriffen wird. Mir ist das ein persönliches Anliegen, weswegen ich mich intensiv mit der psychischen Erkrankung befasse und infolge dessen viele Bücher zur Thematik lese. Eva Meijer hat einen Essay geschrieben, indem sie auf Depressionen im Allgemeinen aber auch ihre eigene eingeht. Sie bezieht sich dabei immer wieder auf brisante Aussagen bekannter Philosophen und Wissenschaftler wie Aristoteles, Wittgenstein oder Freud. Ich denke beim Lesen muss man sich zuvor bewusst machen, dass es ein persönlicher Bericht ist, der die individuelle Erfahrung der Autorin selbst aufzeigt und ihre ebenso persönlichen Gedanken zur Depression allgemein.

Das Buch versteht sich nicht nur als Ratgeber für Betroffene, sondern für Interessierte am Thema und vor allem auch als Unterstützung für Angehörige, die durch die Schilderungen einer Depressiven selbst eine Vorstellung von dem bekommen, was sich in einem Betroffenen abspielt und wie sie ihm helfen, sich aber auch selbst davor schützen können. Mir gefällt, dass das Büchlein, das gerade mal knapp 140 Seiten dick ist, verschiedene Themen rund um die Erkrankung aufgreift. So philosophiert Meijer über das Für und Wider von Medikamenten, die Chancen einer kognitiven Verhaltenstherapie oder auch ihren eigenen Halt in depressiven Phasen, ihre Haustiere. Nicht mit jeder einzelnen von ihr getätigten Aussage konnte ich mich komplett identifizieren, halte das Buch aber insgesamt für ein gelungenes Werk, auch, weil es von einer Beteiligten selbst geschrieben ist.

Eva Meijer schafft eine sehr persönliche und teilweise auch ganz neue Perspektive auf die Volkskrankheit Depression. Ihre eigenen Erfahrungen schildert sie ausführlich und ungeschönt. Für Betroffene und Angehörige ein sicher interessantes Buch.


Mein Dank geht an das Bloggerportal und Randomhouse sowie btb für das Leseexemplar.

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Cover des Buches Die Grenzen meiner Sprache (ISBN: 9783442772285)
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Rezension zu "Die Grenzen meiner Sprache" von Eva Meijer

Die Grenzen meiner Sprache
Mira123vor 7 Monaten

Dass es für mich schwierig ist, über psychische Erkrankungen und über Depressionen zu sprechen, merkt man wohl allein schon daran, dass ich diesen ersten Absatz meiner Rezension ein Dutzend Mal umgeschrieben habe. Einige Menschen in meinem Freundes- und Bekanntenkreis leiden an Depressionen oder haben irgendwann daran gelitten - und ein paar von ihnen lesen auch meinen Blog (Hey ihr!). Da ich selbst nicht betroffen bin, ist es mir wichtig, zumindest ein bisschen was an Grundwissen zum Thema anzusammeln. Ich möchte, dass sich meine Mitmenschen in meiner Umgebung wohlfühlen können und wenn ich aus Unwissenheit etwas Falsches oder vielleicht sogar Verletzendes sage oder tue, wird das nur schwer möglich sein.


Die Autorin litt selbst ihr ganzes Leben lang immer wieder an depressiven Episoden und zeitweise auch an einer Essstörung. Sie beschreibt in diesem Buch, wie sich Depressionen für sie anfühlen, wie sich ihre Erkrankung entwickelte und wie sich der Heilungsprozess für sie anfühlte. Doch all diese persönlichen Erlebnisse stehen eigentlich eher im Hintergrund des Buches. Sie werden von Meijer in Verbindung zu literarischen und philosophischen Texten über Depressionen gesetzt und so in einen breiteren Kontext eingebettet. Das machte dieses Buch für mich besonders interessant und hebt es von anderen Texten zum Thema ab. Die Autorin hat selbst Philosophie studiert und ist als Philosophin tätig. Einige der Philosoph:innen, die sie hier vorstellte, kannte ich bereits, viele waren für mich ganz neu. Manche davon habe ich mir für die Zukunft markiert. Schade finde ich nur, dass bisher noch nicht alle der Werke ins Deutsch oder Englische übersetzt wurden.


Spannend finde ich auch, wie sie ihre Depressionen beschreibt. Natürlich erwähnte sie auch die Symptome, die mir schon bekannt waren, wie Gefühlstaubheit, Verzweiflung oder Energielosigkeit, aber ein Detail war mir neu und ist mir im Kopf geblieben: Laut Meijer fühlen sich Depressionen so an als könnte man plötzlich keine Farbe mehr sehen. So wurde mir diese Krankheit noch nie beschrieben. Ich kann natürlich nicht wissen, ob diese Definition nur das Erleben der Autorin beschreibt oder allgemein zutrifft, aber ich glaube, dass mir diese Beschreibung hilft, mir die Krankheit ein bisschen vorzustellen. (Falls dieses Detail aber nur auf Meijers Erfahrung zutrifft, bitte ich an dieser Stelle um ein Veto!)


Irgendwie schafft es die Autorin aber auch Positives in ihren Text einzubauen. Das stelle ich mir bei einem Text wie diesem schwierig vor. Vor allem, Positives einzubauen, ohne dass das ins Unangenehme und Klischeehafte abrutscht. Irgendwie hat Meijer das aber geschafft. Sie schreibt dann zum Beispiel darüber, warum ihr die Depressionen geholfen haben, zu erkennen, was in ihrem Leben wirklich wichtig ist.


Mein Fazit? Ein Text, den ich euch sehr ans Herz legen möchte.

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