Eva Meijer

 4 Sterne bei 85 Bewertungen
Autorin von Das Vogelhaus, Die Sprachen der Tiere und weiteren Büchern.
Autorenbild von Eva Meijer (©Irwan Droog)

Lebenslauf von Eva Meijer

Eva Meijer will mit den Tieren ins Gespräch kommen: Die 1980 im niederländischen Hoorn geborene Autorin Eva Meijer ist ein Multitalent. Sie arbeitet als Philosophin, bildende Künstlerin, Schriftstellerin und Liedermacherin. Ihre Gedichte, Essays und Kurzgeschichten erhielten zahlreiche Preise. Mit ihrem ersten Roman „Het schuwste dier“ gab Eva Meijer 2011 in den Niederlanden ein viel beachtetes Debüt. Enorme Aufmerksamkeit fand ihr 2016 auf Niederländisch veröffentlichter Roman „Dierentalen“ (dt.: „Die Sprachen der Tiere“, 2018). In dem Werk befasst sich die Autorin auf unterhaltsame Weise mit tierischen Kommunikationsformen. Singende Mäuse, tanzende Albatrosse – Eva Meijer überrascht mit interessanten Analysen, Anekdoten und philosophischen Betrachtungen. Ebenfalls 2016 erschien in den Niederlanden ihr wunderbarer Roman „Het vogelhuis“ (dt.: „Das Vogelhaus“, 2018). Mit der faszinierenden Geschichte erinnert Eva Meijer an die englische Vogelkundlerin Len Howard. Eva Meijer ist mit Tieren aufgewachsen. Als Kind besaß sie ein Pferd. Mit elf Jahren entschied sie sich für eine vegetarische Ernährung, heute lebt sie vegan. Die Menschen müssen mit den Tieren ins Gespräch kommen – davon ist Eva Meijer überzeugt. Engagiert plädiert sie für ein gerechteres Mensch-Tier-Verhältnis. Die Autorin promovierte 2017 zum Thema Sprachen der Tiere. Sie lehrt an der Universität Amsterdam.

Alle Bücher von Eva Meijer

Cover des Buches Das Vogelhaus (ISBN: 9783442716265)

Das Vogelhaus

 (80)
Erschienen am 09.03.2020
Cover des Buches Die Sprachen der Tiere (ISBN: 9783957575364)

Die Sprachen der Tiere

 (4)
Erschienen am 18.04.2018
Cover des Buches Was Tiere wirklich wollen (ISBN: 9783442758128)

Was Tiere wirklich wollen

 (1)
Erschienen am 10.06.2019

Neue Rezensionen zu Eva Meijer

Cover des Buches Die Sprachen der Tiere (ISBN: 9783957575364)la_chiennes avatar

Rezension zu "Die Sprachen der Tiere" von Eva Meijer

Unterhaltsam und lehrreich
la_chiennevor einem Jahr

Wer Glück hat, trifft ein Tier, das mit einem sprechen will. Wer noch größeres Glück hat, trifft ein Tier, das einen kennenlernen möchte. (...) Tiere haben ihren eigenen Blick auf die Welt. Die Welt mit ihren Augen zu sehen, bereichert das Leben und lässt einen selbst die Dinge anders wahnehmen." - Alleine der Anfang dieses klugen Buches aus der Naturkunden-Reihe von Matthes und Seitz hört sich doch schon sehr vielversprechend an. Eva Meijer beleuchtet darin auf unterhaltsame Weise die sprachliche Kommunikation der Tiere. Super interessant! Oder wusstet ihr etwa, dass Elefanten in Gefangenschaft mit menschlichen Worten sprechen können? Und wilde Elefanten ein Wort für "Mensch" haben, das Gefahr bedeutet? Erschreckend... 🤔

Die Autorin möchte mit ihren Forschungsergebnissen auch einen Denkanstoß dazu geben, die immer noch ziemliche schwache politische Position der Tiere zu überdenken. ♡ Ihr Appell lautet "Wir müssen mit den Tieren ins Gespräch kommen.".

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Cover des Buches Das Vogelhaus (ISBN: 9783442716265)N

Rezension zu "Das Vogelhaus" von Eva Meijer

Ruhiger Roman um eine besondere Frau und ihre vogelkundlichen Studien
Nadezhdavor 2 Jahren

Auch mir hat der ruhige Duktus des Romans gefallen. Die in gänzlich unterschiedlichen Tempi aufs Ende hinarbeitenden Stränge um Len Howard selbst und um ihre Lieblingskohlmeise Sternchen haben dem Buch eine interessante Dynamik verliehen, die am Schluss noch einmal eine berührende Wendung genommen hat. Die verschiedenen Bögen, in denen das Leben von Len Howard verlief, haben mich zum Nachdenken über Lebensentwürfe, biografische Wendepunkte und den Umgang mit (zwischen-)menschlichen Erwartungen, Enttäuschungen und Urängsten angeregt.


Dennoch muss ich anmerken, dass die Darstellung der Person bzw. im Roman der Figur Len Howard mich nicht gänzlich überzeugt hat. Ihre natürliche Distanz zu anderen Menschen erschließt sich nicht immer deutlich genug; ihr Verhältnis zu anderen Menschen bleibt unscharf - und soll das sicher auch. Jedoch war mir nicht immer klar, ob die Unschärfe von der Autorin gezielt produziert wurde oder ob es ihr einfach nicht besser gelungen ist, diese Distanz in entsprechende Dialoge und Handlungen einzubetten. Erst die alte Len Howard darf nach außen hin ordentlich schrullig wirken, während das Geschehen aus ihrer Logik betrachtet absolut schlüssig erscheint...


LiebhaberInnen von Gartenvögeln kann ich das Buch nur wärmstens empfehlen. Es enthält äußerst interessante Beobachtungen zum Leben und Verhalten dieser hübschen kleinen Mitbewohner. Nie wieder werde ich unsere Futterkörbchen und das Herumgehampel des Vogelkindergartens im Garten mit denselben Augen sehen wie vorher: das sind nicht einfach nur süße Vögelchen, die sich vor der Katze hüten müssen, sondern echte Individuen.


Im Frühjahr erscheint die Taschenbuch-Ausgabe und wird hinsichtlich des Covers dann endlich, entsprechend dem niederländischen Original, auch dem Inhalt des Romans gerecht werden, indem Kohlmeisen abgebildet sind und nicht ein Rotkehlchen. Auch wenn ich das Cover der gebundenen Ausgabe sehr ansprechend finde, muss ich doch gestehen, dass das Rotkehlchen mich die ganze Lektüre über gewaltig irritiert hat. 

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Cover des Buches Das Vogelhaus (ISBN: 9783442757947)wanderer-of-wordss avatar

Rezension zu "Das Vogelhaus" von Eva Meijer

Aus dem Leben einer Vogelforscherin
wanderer-of-wordsvor 2 Jahren

Gewndolen „Len“ Howard ist mit Vögeln aufgewachsen, schon als Kind hat sie aus dem Nest gefallene Küken gerettet und aufgezogen. „Das Vogelhaus“ erzählt ihre Lebensgeschichte, beginnend mit der Kindheit, wo sie durch ihren Vater den Umgang mit Vögeln lernt. Ihr Weg führt sie dann nach London, hier spielt sie in einem Orchester, bis sie schließlich aufs Land „flieht“, wo sie schließlich ihre Vogelforschungen betreibt. Dazwischen gibt es immer wieder kurze Kapitel aus der Zukunft, die von Lens Erlebnissen mit ihren Vögeln berichten. Gerade beim London-Abschnitt fand ich diese Vorblenden sehr erfrischend, denn in der Großstadt hat Len nur sehr wenig Kontakt mit Vögeln, dafür überwiegen hier die Beziehungsgeschichten. 

Das Buch ist trotz der oft träumerisch formulierten Sätze und Gedanken sehr flüssig zu lesen. Ich habe mich dabei beobachtet, dass ich immer wieder innegehalten habe und selbst auf den Gesang der Vögel gelauscht habe. Es ist faszinierend, wie clever die kleinen Meisen sind und wie viel Vertrauen sie mit der Zeit zu Len Howard aufgebaut haben.

Fazit: 
Ein wunderbar ruhiges Buch, bei dem man die Vögel um sich herum neu kennenlernt und ihnen plötzlich wieder mehr Beachtung schenkt.

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