Eva Menasse

 3,9 Sterne bei 349 Bewertungen
Autorin von Quasikristalle, Dunkelblum und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Eva Menasse wurde als Tochter des österreichischen Fußballprofis Hans Menasse in Wien geboren. Nach ihrem Abitur studierte sie Germanistik und Geschichte und war später als Redakteurin unter anderem für die Frankfurter Allgemeine Zeitung tätig. Ihr Debüt "Der Holocaust vor Gericht" wurde im Jahr 2000 veröffentlicht; fünf Jahre später folgte ihr erster Roman "Vienna", der sowohl in Österreich als auch in Deutschland auf der Bestseller-Liste stand und in mehrere Sprachen übersetzt wurde. Menasse wurd in den letzten Jahren mit mehreren Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Heinrich-Böll-Preis. Die Autorin lebt heute in Berlin.

Alle Bücher von Eva Menasse

Cover des Buches Quasikristalle (ISBN: 9783442714513)

Quasikristalle

 (108)
Erschienen am 14.11.2016
Cover des Buches Dunkelblum (ISBN: 9783462047905)

Dunkelblum

 (83)
Erschienen am 19.08.2021
Cover des Buches Vienna (ISBN: 9783462306606)

Vienna

 (60)
Erschienen am 08.11.2012
Cover des Buches Lässliche Todsünden (ISBN: 9783462306613)

Lässliche Todsünden

 (34)
Erschienen am 08.11.2012
Cover des Buches Tiere für Fortgeschrittene (ISBN: 9783442716623)

Tiere für Fortgeschrittene

 (13)
Erschienen am 08.10.2018
Cover des Buches Dunkelblum (ISBN: 9783442772810)

Dunkelblum

 (4)
Erschienen am 14.06.2023
Cover des Buches Sie (ISBN: 9783455013467)

Sie

 (2)
Erschienen am 02.04.2022

Neue Rezensionen zu Eva Menasse

Cover des Buches Dunkelblum (ISBN: 9783462047905)
MaFus avatar

Rezension zu "Dunkelblum" von Eva Menasse

Packend!
MaFuvor 8 Tagen

Die Geschichte spielt 1989, in einem kleinen österreichischen Dorf nahe der ungarischen Grenze, aber im Grunde geht es um Geschehnisse vom Ende des zweiten Weltkriegs, die siet Jahrzehnten von den alteingesessenen Dunkelblumern verschwiegen und vertuscht werden. Ganz erstaunlich finde ich die Sprache, in der Eva Manesse schreibt, sie passt perfekt zum geheimnistuerischen, abweisenden Tenor der Dorfgemeinschaft. Gleichzeitig bringt sie immer wieder Sätze und Nebensätze ein mit zynischem, manchmal sogar verächtlichem Unterton. Trotz der Fülle an Personen und den manchmal verwirrenden Zeitsprüngen ein wertvolles, packendes Buch.

Cover des Buches Quasikristalle (ISBN: 9783442714513)
Argentumverdes avatar

Rezension zu "Quasikristalle" von Eva Menasse

Eindrücke
Argentumverdevor 25 Tagen

Einblicke in das Leben eines Menschen, erzählt zumeist aus dem Blickwinkel Anderer. Dreizehn Kurzgeschichten, die ein Leben porträtieren, vom Beginn als Schülerin, bis hin zum Ende, als zweifache Großmutter. Die Protagonistin Xane Molin lernt der Leser in ihren verschiedensten Rollen im Lauf ihres Lebens kennen.

Das Buch folgt in Form von 13 mehr oder weniger Kurzgeschichten in chronologischer Form dem Leben von Xane Molin. Man erfährt etwas über sie, als Tochter, Freundin, Ehefrau und Stiefmutter, als Unternehmerin und Großmutter. Der Leser erlebt ihr Ängste und Sorgen, Freuden, Beziehungen, Wünsche und Nöte. Und doch wird Xane Molin dabei des Öfteren nur am Rande erwähnt, in einem Kapitel überhaupt nicht. Immer erlebt der Leser alles durch einen Dritten. Das Ende des Buches besteht gar aus Briefen und eMails, die Amos an seine Mutter Xane schreibt. Nur in einem Kapitel kommt Xane tatsächlich selbst zu Wort. Und so ist es nicht ganz verwunderlich, dass die Protagonistin irgendwie blass bleibt, jederzeit auch jemand Anderes sein könnte, so dass sich der Leser irgendwann fragt worauf die Autorin abzielt.

Mein Fazit: Auch wenn die einzelnen Geschichten gut zu lesen sind, teils wirklich schön und interessant geschrieben, so blieb das Buch im Gesamten für mich blass und wird schnell dem Vergessen anheim fallen, einfach weil ich für mich nie so richtig erschlossen habe, worauf die Autorin hinaus möchte. Ich denke dies ist eines dieser Bücher, die schwer zu empfehlen oder eben nicht, sind. Hier muss wohl jeder für sich selbst herausfinden, wie er zu dem Buch steht.

Cover des Buches Quasikristalle (ISBN: 9783442714513)
S

Rezension zu "Quasikristalle" von Eva Menasse

Spannende Idee
Sanne54vor einem Monat

In diesem Roman geht es um das Leben Xane Molins, die aber zugleich nicht unbedingt die Protagonistin ist. In verschiedenen Episoden wird ihr Leben aus der Sicht anderer Menschen, die ihren Weg gekreuzt haben, geschildert. Dabei führt die spezielle Perspektive aber dazu, dass sie manchmal eher eine Nebenrolle ist, deren Charakter sich nach und nach durch die Augen der anderen zusammensetzt, man muss sie selbst kennen lernen und sich selbst ein Bild machen, da verschiedene Menschen natürlich einen ganz unterschiedlichen, subjektiven Blick auf sie haben. Das Bild der Spiegelscherbe, mit der sie der Vermieter beobachtet, zeigt den Charakter des Romans sehr gut.

Lediglich in einem der Kapitel erzählt Xane selbst. Das fand ich allerdings nicht unbedingt das stärkste.

Die geschilderten Episoden sind nicht unbedingt alltäglich - und dann allerdings wiederum doch. Beispiel: Die Freundschaft zu zwei gleichaltrigen Mitschülerinnen, wobei die eine das ungeliebte Anhängsel ist, zerbricht - allerdings nicht banal daran, dass sie sich streiten oder "auseinanderleben", sondern an dem unerwarteten und dramatischen Tod der "Ungeliebten". Auch die nationalsozialistische Vergangenheit, das Thema Patchwork-Familie, die Reproduktionsmedizin usw. werden thematisiert.

Ich finde die Handelnden z.T. sehr präzise und pointiert charakterisiert, so dass es über weite Strecken ein Vergnügen war mit ihnen oder besser durch sie Xane kennen zu lernen. Allerdings muss ich leider sagen "z.T.". Stellenweise hatte ich wiederum Schwierigkeiten mein Interesse aufrecht zu erhalten, so dass ich im Gesamteindruck einen Punkt abziehe, naja, eigentlich nur einen halben ...

Ingesamt ein spannende Idee. Ich empfehle, sich selbst eine Meinung zu bilden ;)

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Zusätzliche Informationen

Eva Menasse wurde am 11. Mai 1970 in Wien (Österreich) geboren.

Community-Statistik

in 539 Bibliotheken

auf 78 Merkzettel

von 23 Leser*innen aktuell gelesen

von 6 Leser*innen gefolgt

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