Eva Menasse Tiere für Fortgeschrittene

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Inhaltsangabe zu „Tiere für Fortgeschrittene“ von Eva Menasse

Raupen, die sich ihr eigenes Grab schaufeln, Enten, die noch im Schlaf nach Fressfeinden Ausschau halten, Schafe, die ihre Wolle von selbst abwerfen. Jede von Eva Menasses Erzählungen geht von einer kuriosen Tiermeldung aus und widmet sich doch ganz der Gattung Mensch. Ein alter Despot, der sich gegen jede Veränderung wehrt, kann nicht verhindern, dass die Demenz seiner Frau auch die eigene Vergangenheit löscht. Einer engagierten Mutter, die ein muslimisches Kind gegen Anfeindungen in Schutz nimmt, verschwimmen schließlich selbst die Grenzen zwischen Gut und Böse, Richtig und Falsch. Eine Frau realisiert, wie sehr das Schicksal ihres Vaters sie geprägt hat, in ihren Marotten und in ihren tiefsten Ängsten. Und eine Gruppe handverlesener Künstler und Wissenschaftler probt in südländischer Gluthitze eine groteske Revolution. Jahrelang hat Eva Menasse Tiermeldungen gesammelt, die ihr, wie umgekehrte Fabeln, etwas über menschliche Verhaltensweisen zu verraten schienen. Wer daran Vergnügen hat, kann teilhaben am Gestaltungsprinzip ihrer Erzählungen, indem er Mustern und Motiven nachspürt. Alle anderen werden sich, wie bei Menasses bisherigen Büchern, von ihrem erzählerischen Talent mitreißen lassen, einer Mischung aus pointiertem Witz, Geheimnis und melancholischem Ernst.

Gewohnt tolles Buch von Eva Menasse

— BiancaBerlin
BiancaBerlin

„Tiere für Fortgeschrittene“ oder „Bücher für Fortgeschrittene“? Seltsame Personen mit noch seltsameren Geschichten

— killmonotony
killmonotony

Shortstories von Lebensabschnitten, grandios dargelegt und mit Charme serviert. Langsam kauen...

— thursdaynext
thursdaynext

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  • Literarisch dichte Kurzgeschichten

    Tiere für Fortgeschrittene
    BiancaBerlin

    BiancaBerlin

    07. June 2017 um 12:23

    Ich bin ein großer Fan von Eva Menasses Schreibstil und der Art, wie sie auf Menschen und ihre Lebensumstände blickt. Daher habe ich die Geschichten in "Tiere für Fortgeschrittene" sehr gern gelesen. Wie schon in "Quasikristalle" bin ich beeindruckt, wie komprimiert sie komplexe Charaktere und deren Leben bzw. Innenleben zeichnen kann. Das einzige, was ich nicht nachvollziehbar fand, sind die Bezüge zu den Tieren. Also die Namen der Geschichten und die kurzen Tierbeschreibungen, die ihnen vorangestellt sind. Aus meiner Sicht hat das aber nicht die literarische Qualität der Texte beeinträchtigt. 

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  • Rezension: Tiere für Fortgeschrittene

    Tiere für Fortgeschrittene
    killmonotony

    killmonotony

    06. May 2017 um 14:38

    Eva Menasse erzählt hier acht kleine (Familien-)Geschichten, alle um aktuelle Themen wie Demenz, Integration oder auch Patchworkfamilien gebaut, die mich aber leider nicht überzeugen konnten. Die Idee des Buches, kuriose Tiermeldungen zu Fabeln über das menschliche Verhalten umzuwandeln, war toll und deswegen stand das Buch auch auf meiner Liste, aber die in „Tiere für Fortgeschrittene“ vor jedem Kapitel kurz erzählten Tiermeldungen waren teilweise sehr verwirrend und meistens habe ich diese auch nicht in den Geschichten wiedergefunden. Vielleicht fehlt mir für so etwas einfach das literarische Niveau und Feingefühl, das man offensichtlich benötigt, um sich in die Geschichten hineinzuversetzen zu können. Wobei mir manche der Kurzgeschichten auch mehr zugesagt haben als andere: zum Beispiel fand ich „Schafe“ wunderbar, auch wenn sich mir der genauere Sinn dieser „Sommercamps“ für spezielle Berufsgruppen, die dort zusammentreffen, nicht erschlossen hat. Aber gerade dieses Rätseln über den Sinn dieser Camps und der Gesamtsituation, nicht nur meinerseits, sondern auch seitens der Charaktere, war richtig klasse. Andere Geschichten, die erste, „Schmetterling, Biene, Krokodil“, war für mich verwirrend, was mir vielleicht im Endeffekt den Zugang zum Buch und vor allem zur Erzählsprache der Autorin verwehrt hat. Teilweise sieht die junge Protagonistin hier Dinge, die bei genauerem Betrachten dann doch anders sind, aber dann ist es doch irgendwie wie zuerst gedacht. Ihr merkt, ich kann dies nicht gut in Worte fassen, aber stellenweise waren die Charaktere „abwesend“ oder jedenfalls gedanklich nicht beim Hauptgeschehen, und es sind Dinge aufgetaucht oder passiert, die (mir) unerklärlich sind. Menasse benutzt auch hier ihre eigene, mir ungewohnte Erzählsprache, die auch zahlreiche Fans hat, aber irgendwie hat es bei mir nicht „klick“ gemacht. Der emotionale Aspekt hat mir hier komplett gefehlt, fast alle Charaktere kamen mir kalt und bissig vor.Die komplette Rezension findet ihr auf meinem Blog: http://killmonotony.wordpress.com

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