Eva Pantleon

 4,3 Sterne bei 6 Bewertungen

Lebenslauf von Eva Pantleon

Eva Pantleon lebt und schreibt in Reinbek bei Hamburg. Nach einem Studium der Germanistik volontierte sie bei einem Hamburg-Magazin und arbeitete danach als Redakteurin. Heute ist sie als freie Journalistin tätig. Dies ist ihr Debütroman.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Das Leben irgendwo dazwischen (ISBN: 9783499003905)

Das Leben irgendwo dazwischen

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Neu erschienen am 18.05.2021 als Taschenbuch bei ROWOHLT Taschenbuch.
Cover des Buches Das Leben irgendwo dazwischen (ISBN: 9783958625846)

Das Leben irgendwo dazwischen

Neu erschienen am 25.05.2021 als Hörbuch bei Audiobuch.

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Das Leben irgendwo dazwischen

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Erschienen am 18.05.2021
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Das Leben irgendwo dazwischen

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Erschienen am 25.05.2021

Neue Rezensionen zu Eva Pantleon

Cover des Buches Das Leben irgendwo dazwischen (ISBN: 9783499003905)RenaMs avatar

Rezension zu "Das Leben irgendwo dazwischen" von Eva Pantleon

Eva Pantleon – Das Leben irgendwo dazwischen
RenaMvor 4 Stunden

Zugegeben, nach den ersten drei Seiten dachte ich, das wird schnulzig. Aber zu früh verurteilt – nach der vierten Seite habe ich den Roman nicht mehr aus der Hand gelegt. Die Familie bekam nichts zu essen und auch der Kater musste hungern, bis ich das Buch zu Ende geschmökert hatte.

Die Autorin, in Norddeutschland lebende Journalistin, legt mit diesem „Leben“ ihren Debütroman vor. Und der lässt auf viele folgende hoffen.

Dido, Anfang 30 und seit Jahren an ihrer Dissertation nagend, verdient sich ihren Lebensunterhalt mit dem Schreiben von Schnulzenartikeln für „Die goldenen Tage“, einer Zeitschrift für die besten Jahre, sowie stundenweiser Aushilfe im Antiquariat von Hans, einem über 80-jährigen Buchhändler. Trotz dem inzwischen acht Jahre vergangen sind, leidet sie noch immer unter dem Scheitern ihrer Beziehung zu Lukas. Der nun plötzlich und unvorbereitet wieder in ihr Leben tritt.

Dido soll nämlich für die Zeitschrift einen Artikel schreiben über die Schriftstellerin Elisabeth Mathiessen, die sich noch nie hat interviewen lassen. Durch Zufall findet sie heraus, dass zwischen Hans und Elisabeth eine Verbindung bestand. Doch bevor sie von Hans mehr darüber erfahren kann, erleidet dieser einen Herzinfarkt. Er kann Dido gerade noch bitten, Elisabeth für ihn zu finden. Gesagt, getan, sie macht sich umgehend auf die Suche.

Damit beginnt eine mehr als abenteuerliche Reise nach Russland. Zum Glück stellt sich Lukas als große Hilfe an ihre Seite, was zwar zu Turbulenzen in ihrem Herzen, aber auch zu Erfolg bei ihrer Suche führt.

Bevor jedoch das zu erwartende Happy End erreicht werden kann, legt die Autorin den Protagonisten noch viele Stolpersteine in den Weg, im doppelten Wortsinn. Denn ein wenig überfrachtet ist der Roman dann doch, eben zum Beispiel, wenn es um Judenverfolgung (Stolpersteine zur Erinnerung) geht, um den russischen Geheimdienst, um Kriegsgefangene, Verrat und Eifersucht, Familienbeziehungen und noch vieles mehr. Dabei wird all das herrlich leichtfüßig erzählt, die Ich-Erzählerin Dido nimmt sich selbst nicht immer so ernst und so schildert sie ihre Abenteuer mit Lachen und Weinen, mit herrlich abgedrehten Metaphern und Vergleichen. Da verschmerzt die Leserin auch all die Russland-Klischees, von denen Eva Pantleon kaum eines aussparte und die etwas rührseligen Szenen um die alten Herrschaften.

Und dann ist er eben doch schnulzig, dieser Roman um die Liebe und die vielen Umwege, die sie manchmal oder oft gehen muss, und um das Leben irgendwo dazwischen. Aber vielleicht gerade deswegen ist die Handlung eben auch regelrecht spannend, denn natürlich möchte die Leserin unbedingt erfahren, was es mit der Lebensgeschichte von Hans und Elisabeth auf sich hat und ob sich Dido und Lukas am Ende in die Arme sinken. 

Und so war es gut, dass ich gerade Urlaub hatte, als ich diesen Roman lesen durfte… 

Eva Pantleon – Das Leben irgendwo dazwischen
Rowohlt polaris, Mai 2021
 Klappenbroschur, 461 Seiten, 16,00 €

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Cover des Buches Das Leben irgendwo dazwischen (ISBN: 9783499003905)A

Rezension zu "Das Leben irgendwo dazwischen" von Eva Pantleon

Herzschmerz & Generationendrama mit Pfiff
Antonietta77vor 23 Tagen

Etwas überraschend ist es schon, wenn nach dem schwungvollen Anfang, der die Geschichte einer leicht verkrachten Mit-Dreißigerin und ihrer Beziehungsprobleme erzählt, die Handlung um die drei alten Leute einsetzt. Doch sich darauf einzulassen, lohnt sich. Ergibt sich so doch die zu Herzen gehende und einander spiegelnde Geschichte zweier Paare, eines jungen und eines alten, denen auf ihrem Weg zueinander so allerlei in die Quere kommt - nicht zuletzt die Weltgeschichte, aber auch die eigene Angst und Sprachlosigkeit. Das alles ist verpackt in einen flotten Stil, der an Witz und Tragikomik nicht spart, aber auch in ernsten Situationen den richtigen Ton trifft. Hat mir sehr gefallen!

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Cover des Buches Das Leben irgendwo dazwischen (ISBN: 9783499003905)schnaeppchenjaegerins avatar

Rezension zu "Das Leben irgendwo dazwischen" von Eva Pantleon

Lebendiger und unterhaltsam geschriebener Roman voller liebenswerter Charaktere und berührender Schicksale. Die Aufklärung der sie trennenden Ereignisse sorgt zudem für Spannung.
schnaeppchenjaegerinvor einem Monat

Dido Huntemann ist freie Journalistin in Hamburg und arbeitet zusätzlich in einem Antiquariat bei Hans Petersen, der nicht nur ihr Chef, sondern auch ein großväterlicher Freund ist. Als sie von ihrem Chefredakteur der Zeitschrift "Goldene Tage" den Auftrag erhält, die pressescheue Hamburger Lyrikerin Elisabeth Mathissen zu interviewen, wirbelt Dido mit dem Auftrag mehr Staub auf, als sie jemals für möglich gehalten hätte. Hans kennt Elisabeth von früher, hat aber seit fast 60 Jahren keinen Kontakt mehr zu der älteren Dame. Über Umwege schafft es Dido, eine Elisabeth ausfindig zu machen und versucht zwischen dem ehemaligen Paar zu vermitteln. Dabei wird sie auf eine dramatische Lebensgeschichte aufmerksam, die kein Vergleich zu ihrer eigenen ist, denn auch Dido hat nach einer unglücklichen Trennung seit acht Jahren keinen Kontakt mehr zu ihrem Exfreund Lukas. Durch die Aufarbeitung der Lebens- und Liebesgeschichte der älteren Herrschaften, die Dido noch zu einer dritten Person und bis nach St. Petersburg führt, denkt sie wieder vermehrt an Lukas und fragt sich, ob sie beide vielleicht nicht doch noch eine Chance haben könnten oder ob sie dabei sind, denselben Fehler zu machen wie Hans und seine große Liebe viele Jahre zuvor. 

Der Roman handelt bereits im Jahr 2006, was sich im Verlauf der Geschichte durch die bewegte Vergangenheit der älteren Protagonisten erklärt, denn ihre gemeinsame Geschichte reicht zurück bis 1939, als sie sich verliebten, ihre Liebe jedoch durch die Ereignisse des Zweiten Weltkriegs erschüttert wurde und letztlich an einem Vertrauensbruch zerbrach. Das Buch handelt insofern von zwei tragischen Liebesgeschichten zweier unterschiedlicher Generationen. Dido lebt seit der Trennung von ihrem Freund Lukas ein Leben mit angezogener Handbremse und entwickelt erst wieder den Mut sich den Verletzungen der Vergangenheit zu stellen, als sie versucht, Hans an seinem Lebensende wieder mit seiner großen Liebe zu verbinden. 

Die Geschichte handelt von der Unfähigkeit der Menschen beim Aufkommen von Schwierigkeiten mit einander zu kommunizieren, von Missverständnissen und Geheimnissen, von Fehlern und Schuld, aber auch von der Aufarbeitung der Vergangenheit, von Freundschaft, Liebe und Versöhnung. Dabei ist der Roman trotz des dauerhaften Hamburger Schietwetters und der tragischen vergangenen Erlebnisse der Protagonisten nicht melancholisch oder gar deprimierend zu lesen, sondern voller Leichtigkeit und Humor geschrieben. Es ist ein warmherziger Roman, der die Generationen untereinander verbindet, selbst wenn die einzelnen Personen nicht verwandtschaftlich miteinander verwoben sind. Er zeigt, dass die Vergangenheit niemals ganz vergangen ist, dass sie ein Leben lang nachwirken kann und dass es Mut braucht, sich den eigenen Dämonen zu stellen, um die Chance für einen Neuanfang zu haben. 

"Das Leben irgendwo dazwischen" ist ein Roman, in dem viel mehr steckt, als ich anhand des Klappentextes erwartet hatte. Er ist lebendig unter unterhaltsam geschrieben, steckt voller liebenswerter Charaktere, berührt durch ihre Schicksale und sorgt durch die Zusammensetzung der einzelnen Puzzleteile bei der Aufklärung der sie trennenden Ereignisse für Spannung. Bei aller Beschäftigung mit der älteren Generation kam mir Didos eigene Geschichte und die Beziehung zu Lukas allerdings ein wenig zu kurz

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