Eva Reichl Kasparows Züge

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Inhaltsangabe zu „Kasparows Züge“ von Eva Reichl

Eine Mordserie erschüttert die Linzer Hautevolee. Eine Industriellengattin und ihr Liebhaber, ein Versicherungsmanager und ein Prominentenzahnarzt sind die Opfer. Zwischen den Opfern besteht keinerlei Verbindung, und jeder Mord passiert auf andere Weise. An dem Fall hat der knurrige Chefinspektor Neuhorn ordentlich zu knabbern, zumal im Hintergrund der Landeshauptmann mächtig Druck macht. Dieser erfolglose, schlamperte Schriftsteller macht sich allerdings zunehmend verdächtig. Aber wer weiß, vielleicht sind Neuhorn und seine Kollegen auch nur die Schachfiguren höherer Mächte?

Ein amüsantes und spannendes Vergnügen, einfach himmlisch!

— Nina2401

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angyy

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  • Rezension zu "Kasparows Züge" von Eva Reichl

    Kasparows Züge

    dorli

    Linz. Mehrere Mordfälle an prominenten Mitbürgern versetzen die Stadt in Angst und Schrecken und halten das Team rund um Chefinspektor Neuhorn in Atem… Zur gleichen Zeit versuchen Gott und Petrus ihre Probleme bei einer Partie Schach zu lösen… Nachdem mir „Teufelspoker“ ausgezeichnet gefallen hat, war ich sehr neugierig auf „Kasparows Züge“ – und auch mit diesem himmlischen Linz-Krimi hat Eva Reichl mich durchweg begeistert. Für eine große Portion Humor sorgen in diesem Krimi mehrere kleine Kapitel, in denen man das Geschehen im Himmel verfolgen kann. Der Andrang an der Himmelstür ist groß, Petrus fühlt sich überarbeitet und klagt Gott sein Leid. Wie so manch irdischer Chef auch, ist Gott sehr unbeholfen in Klärung solcher Dinge und möchte die Angelegenheit mit einer Partie Schach regeln: gewinnt Petrus, darf er sich eine beliebige Hilfe aussuchen, gewinnt Gott, bleibt alles so wie es ist. Es gefällt mir sehr gut, dass Eva Reichl auch in „Kasparows Züge“ aktuelle Themen aus der Arbeitswelt aufgreift – wie zum Beispiel Stress, Überarbeitung und deren Folgen oder auch die Gleichstellung der Frau. Es gelingt der Autorin hervorragend, locker und mit viel Witz von ernsten Problemen zu erzählen, ohne dabei der Sache die Brisanz zu nehmen. Eva Reichl hat die Himmelsgeschöpfe mit einer sehr saloppen Ausdrucksweise ausgestattet und lässt sie herrlich miteinander zanken. Mein Favorit ist hier ganz eindeutig der Erzengel Gabriel, der quirlig von hier nach da stürmt, um Aufträge zu erledigen oder neugierig die Menschen auf der Erde zu beobachten. Während ihrer Schachpartie haben Gott und Petrus auch immer ein Auge auf die Geschehnisse auf der Erde und kommentieren munter die Aktivitäten von Neuhorn & Co. in Linz. Der Kriminalfall erweist sich als sehr knifflig – mehrere Morde innerhalb kurzer Zeit. Die Ermittler suchen händeringend nach einer Verbindung zwischen den Fällen, doch eine konkrete Spur will sich einfach nicht auftun. Nur der ständig an den Tatorten auftauchende Schriftsteller Johnny Krüger macht Neuhorn stutzig. Nicht nur die Spurensuche gestaltet sich schwierig, die Ermittler haben auch mit persönlichen Problemen zu kämpfen. Zudem hat Eva Reichl all ihre Akteure mit besonderen Eigenarten ausgestattet, die jeden einzelnen menschlich und damit auch sympathisch machen. Neuhorn ist unzugänglich, unwirsch und abweisend - die mehrere Jahre zurückliegende Tragödie um seine Familie nagt unverändert stark an ihm, die aktuellen Mordfälle setzen ihm daher gewaltig zu. Auch Gruppeninspektor Sollsteins Privatleben steht auf wackeligen Füßen, er gibt sich allen gegenüber übellaunig. Und Sabine Habermanns rasanter Fahrstil hätte wohl auch mir den Angstschweiß auf die Stirn getrieben. „Kasparows Züge“ lässt sich angenehm zügig lesen und hat mich bestens unterhalten, wobei mir die himmlischen Szenen einen Tick besser gefallen haben, als die Mördersuche in Linz.

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    • 3
  • *+* Himmlischer Start in eine neue Krimi-Serie *+*

    Kasparows Züge

    Irve

    * Himmlischer Start in eine neue Krimi-Serie *   . Beschreibung: Eine Mordserie erschüttert die Linzer Hautevolee. Eine Industriellengattin und ihr Liebhaber, ein Versicherungsmanager und ein Prominentenzahnarzt sind die Opfer. Zwischen den Opfern besteht keinerlei Verbindung, und jeder Mord passiert auf andere Weise. . An dem Fall hat der knurrige Chefinspektor Neuhorn ordentlich zu knabbern, zumal im Hintergrund der Landeshauptmann mächtig Druck macht. Dieser erfolglose, schlamperte Schriftsteller macht sich allerdings zunehmend verdächtig. . Aber wer weiß, vielleicht sind Neuhorn und seine Kollegen auch nur die Schachfiguren höherer Mächte? (Quelle: Sutton Verlag) . Das Cover: Der Ausschnitt eines Schachbretts ist zu sehen sowie eine rote Schachfigur, nach der 2 Hände greifen. Autorin und Titel werden noch ergänzt um den Untertitel „Ein himmlischer Linz-Krimi“. . Meine Meinung: Das ist er wirklich. Himmlisch, meine ich. Die Autorin hat liebevoll zwei Erzählstränge konstruiert. Droben im Himmel spielt der liebe Gott Schach mit Petrus, weil….nein, das verrate ich nicht. Drunten auf Erden spielt sich ein, nein, eigentlich mehrere Dramen ab. Auf den ersten Blick scheinen sie gar nichts miteinander zu tun zu haben. Jedoch ist die Polizei mal wieder besser als ihr Ruf und löst den Fall, nicht ohne himmlische Hilfe versteht sich! Wie Eva Reichl ihre zwei Handlungsstränge zum Schluss hin miteinander verknüpft ist unglaublich. Natürlich ist alles erdacht und konstruiert, aber das Ende passt einfach perfekt zur Geschichte und rundet diese sehr wohltuend ab. Die Charaktere werden nicht einfach in die Geschichte geworfen. Die Autorin gibt sich sehr viel Mühe, jeden einzelnen von ihnen raus aus der Anonymität zu holen und verwendet viel Herzblut darauf, die Protagonisten dreidimensional darzustellen. Jeder hat seine Vorgeschichte, seine Ecken und Kanten. Warum die Charaktere so sind, wie sie sind, wird nicht ellenlang ausgebreitet sondern im rechten Maß dargelegt. Ich freute mich, sie alle kennenlernen zu dürfen. Neuhorn, Sollstein und Kollegen waren für mich nicht irgendwelche Polizisten, auch die tragische Figur des Schriftstellers wurde ideal besetzt. Jeder schleppte sein Päckchen mit sich und ich hoffte inständig, dass jeder von ihnen seine Probleme würde lösen können. Wie viel Spaß das Schreiben dieses Krimis Eva Reichl gemacht hat, kann man auf jeder einzelnen Seite ihres Buches spüren. Der Schreibstil ist mitreißend, an einigen Stellen mit tiefgründigem Humor durchsetzt. Vor allem, wenn ich an die Gespräche denke, die der himmlische Vater mit seinem Pfortenwächter führt. Auf charmante Art und Weise bekommen wir Menschen den Spiegel unserer Verfehlungen vorgehalten. Ich hatte meinen Lesespaß von der ersten bis zur letzten Seite und freue mich schon jetzt auf weitere Fälle der himmlischen Linz-Krimis. Mein Fazit: Dieser Krimi trägt seinen himmlischen Untertitel völlig zurecht und verdient 5 Sterne! Übrigens…..Der zweite himmlische Krimi aus Eva Reichls Feder heißt “Teufelspoker” und ist genauso empfehlenswert wie dieser Krimi! Infos zum Buch: „Kasparows Züge“ von Eva Reichl ist im April 2012 unter der ISBN-Nr. 978-3-86680-985-7 im Sutton-Verlag erschienen. Es umfasst 28

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    Sabine17

    19. June 2014 um 20:25
  • Petrus und der liebe Gott spielen Schach

    Kasparows Züge

    eskimo81

    Eine Mordserie in Linz. Ein Chefinspektor mit privaten Sorgen. Ein Gott und Petrus am Schach spielen. Und schlussendlich geht es nur darum einen Mörder zu fangen... Ein witziger Krimi, der einmal so was von anders ist. Gott und Petrus, wie lebt es sich im Himmelreich, ein Inspector mit vielen Baustellen, ein zusammengewürfeltes Team.  Ein Herrlicher Krimi mit Witz und Charm Fazit: Wer einmal was anderes sucht als "nur" Spannung, wird hier fündig. Ein wundervoller Krimi aus einer anderen Perspektive. Einfach zum versinken und geniessen. 

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  • Buchverlosung zu "Kasparows Züge: Ein himmlischer Linz-Krimi" von Eva Reichl

    Kasparows Züge

    Eva_Reichl

    Hallo Ihr Lieben, zum Welttag des Buches verlose ich 5 signierte Exemplare meines himmlischen Linz-Krimis "Kasparows Züge". In "Kasparows Züge" werden aus der Linzer Oberschicht mehrere Menschen auf unterschiedlichste Weise ermordet, sodass auf den ersten Blick keine Verbindung zu erkennen ist. Während Chefinspektor Thomas Neuhorn von der Linzer Kriminalpolizei das mörderische Puzzle zusammenträgt, spielen im Himmel Gott und Petrus eine Partie Schach und kommentieren pointiert das Geschehen auf Erden ... Wenn Ihr Lust auf mein Buch habt und eine Rezension schreiben wollt, dann verratet mir, wie Ihr Eure Leselektüre auswählt. In einer Buchhandlung, im Internet, Kataloge, Empfehlungen von Freunden, etc. Los geht's! Bis zum 30. April könnt Ihr posten und mit ein wenig Glück eines der 5 signierten Exemplare von "Kasparows Züge" gewinnen. Viel Glück! Eure Eva (Reichl)

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    • 72
  • Schach matt!

    Kasparows Züge

    MissStrawberry

    27. May 2014 um 18:04

    Petrus versieht seit über 2.000 Jahren seinen Dienst an der Himmels-Pforte, aber auch im Himmel macht sich die Bevölkerungsexplosion bemerkbar und er bittet Gott zum wiederholten Male um Entlastung. Dieser schlägt zunächst ein Schachspiel zur Entspannung vor. Der Ausgang des Spieles soll auch über die Zukunft an der Himmelspforte entscheiden. Währenddessen tun sich auf der Erde in Linz so einige Dinge. Eine Reihe ungeklärter Morde haben Auswirkungen auf die Geschehnisse im Himmel (klar, die stehen dann ja auch an der Pforte ....!) und sogar der Erzengel Gabriel muss sich nun einmischen. Neuhorn, Sollstein, Gruber, Szolnay, Timmelbacher und Habermann versuchen, die Morde zu klären. Dabei kommt es immer wieder zu den skurrilsten Gedankengängen und Theorien. Besonders Neuhorn und Sollstein können es nicht lassen, die aberwitzigsten Szenarien hochzubeschwören. Einfach köstlich! Und natürlich geschehen in Linz auch noch andere Dinge, die in die Fälle hineinreichen, sie aber nur peripher betreffen und doch einfach köstlich sind. Johnny Krüger, ein trinkender Schriftsteller, verwirrt die Ermittler noch mehr. Mein erster Linzkrimi war "Teufelspoker" und ich war begeistert. Eva Reichl hat es auch im eigentlich ersten Linz-Krimi wieder geschafft, mich beim Lesen immer wieder breit grinsen zu lassen. Einfach herrlich, mit wieviel Humor sie die Szenen im Himmel beschreibt und mit denen auf der Erde verknüpft. Optisch sind diese beiden Erzählstränge durch verschiedene Schriftarten getrennt und auch beim Schreibstil merkt man einen Unterschied. Im Himmel ist alles etwas ruhiger und kuscheliger (selbst bei Unstimmigkeiten und Kabbeleien), auf der Erde führen sich so einige doch reichlich seltsam auf. Ich musste immer wieder an Baby Schimmerlos ("Kir Royal") denken, auch wenn das in München spielt. Auch Horst Schimansky kam mir öfter in den Sinn. Wunderschön gemacht ist auch, wie sich die Geheimnisse der einzelnen Protagonisten herauskristallisieren und so die Kollegen immer sympathischer werden. Kleine Schwächen machen die Menschen auch in Krimis sympathisch! Eine ordentliche Portion österreichischer Charme kommt obendrauf und krönt diese gelungene Mischung von Krimi und Humor. Ich hatte eine wunderschöne Lesezeit und kann diesen Linz-Krimi allen wärmstens empfehlen, die gern lesen, gern lachen, gern schmunzeln, gern ein Auge zudrücken und nicht alles so bierernst nehmen. Das Leben ist doch hart genug! Die kleinen Lebensweisheiten, die Eva Reichl in ihrem Linz-Krimi versteckt hat, lassen zustimmend nicken. Ihre Geplänkel im Himmel machen diesen zu einem wundervollen Ort (denn immer nur Hosianna singen ist doch langweilig!). Und dass Männer unter einer harten Schale gern ihren weichen Kern verstecken, daran erinnert sie uns auch. Von mir von ganzem Herzen 5 Sterne und eine Leseempfehlung für alle, die beim Lesen unterhalten werden wollen und nicht alles auf die Goldwaage legen!

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  • Himmlische Spannung

    Kasparows Züge

    Nina2401

    31. July 2013 um 19:43

    Ich mag es, wenn Geschichten ein wenig anders sind und mich überraschen können. Das ist Eva Reichl definitiv gelungen. Während auf der Erde grausame Morde geschehen, diskutieren Gott und Petrus bei einem Schachspiel über Gott und die Welt. Das ist es genau so amüsant und ein bisschen skurril wie es klingt. Die Stränge auf der Erde und im Himmel wechseln sich ab, werden sogar durch verschiedene Schriftarten deutlich gemacht. Ich habe mich sehr über die himmlischen Kabbeleien amüsiert und wenn dann auch noch der Erzengel Gabriel dazu stößt, ist es einfach genial vergnüglich. Ich konnte gar nicht aufhören zu grinsen und ziemlich schnell ist auch die Verbindung zur Erde klar. Dort geht es derweil richtig zur Sache und manchmal habe ich vor Spannung die Luft angehalten. Der Plot ist gut konstruiert, der Schreibstil gut lesbar mit einem Hauch des unverwechselbaren österreichischen Charmes. Mit Chefinspektor Neuhorn und seinem Kollegen Sollstein sowie dem erfolglosen Schriftsteller Johnny Krüger hat Eva Reichl sehr interessante Charaktere geschaffen, die dieser Geschichte das gewisse Etwas geben. Die Kombination zwischen Spannung und Humor ist perfekt gelungen, ich habe bis zum Ende mitgefiebert und dann war ich erst recht erstaunt. Einige Geheimnisse werden erst ganz am Ende gelüftet und Eva Reichl hat es in jeder Hinsicht geschafft, mich zu überraschen. Ein amüsantes und spannendes Vergnügen, einfach himmlisch!

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  • Rezension zu "Kaparows Züge" von Eva Reichl

    Kasparows Züge

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    24. October 2012 um 11:39

    Kurzbeschreibung: Eine Mordserie erschüttert die Linzer Hautevolee. Eine Industriellengattin und ihr Liebhaber, ein Versicherungsmanager und ein Prominentenzahnarzt sind die Opfer. Zwischen den Opfern besteht keinerlei Verbindung, und jeder Mord passiert auf andere Weise. An dem Fall hat der knurrige Chefinspektor Neuhorn ordentlich zu knabbern, zumal im Hintergrund der Landeshauptmann mächtig Druck macht. Dieser erfolglose, schlamperte Schriftsteller macht sich allerdings zunehmend verdächtig. Aber wer weiß, vielleicht sind Neuhorn und seine Kollegen auch nur die Schachfiguren höherer Mächte? Zur Autorin: Eva Reichl, 1970 in Kirchdorf an der Krems geboren, ist als Controllerin in einem mittelständischen Unternehmen tätig. Mit ihren Thrillern Rattenmörder und Hitlers Sohn hat sie sich weit über Oberösterreich hinaus einen Namen gemacht. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Töchtern in Ried in der Riedmark. Rezension: Mehrere Morde halten die Linzer Kriminalpolizei in Atem. Erst wird die begüterte Frau Reichenauer mitsamt ihrem jungen Liebhaber während des Geschlechtsakts umgebracht, danach folgen Schnabinsky, Chef einer Versicherung und der Promi-Zahnarzt Rochfellner. Doch nicht nur mit diesen Taten muss sich Chefinspektor Neuhorn herumschlagen, auch der Schrifsteller Johnny Krüger macht ihm das Leben schwer. Dieser hat es sich nämlich in den Kopf gesetzt, den Thriller seines Lebens zu schreiben und diesen so real wie möglich erscheinen zu lassen. Daher heftet er sich an Neuhorns Fersen und stört die Ermittlungen. Doch wer ist der Täter, der es scheinbar auf reiche und bekannte Linzer Einwohner abgesehen hat? Mit Kasparows Züge legt Eva Reichl einen sehr unterhaltsamen, aber auch spannenden Regionalkrimi vor, der mich durchaus begeistern konnte. Als Untertitel wird dem Leser "ein himmlischer Linz-Krimi" versprochen und das im wahrsten Sinn des Wortes. Denn man begleitet nicht nur Chefinspektor Neuhorn bei seinen Ermittlungen, den bisher erfolglosen Autoren Johnny Krüger bei seinen Recherchen, sondern es werden auch einzelne Kapitel aus der Sicht von Gott und Petrus aus dem Himmel eingestreut, was ich als außergewöhnlich empfand und was auch für einige Lacher neben der Krimihandlung sorgt, denn die beiden sind nicht gerade auf den Mund gefallen und somit ergeben sich auch recht witzige Episoden neben dem ernsten Thema rund um die Mordermittlung. Chefinspektor Neuhorn hat mir als Hauptcharakter gut gefallen. Kommt er zu anfangs noch recht ruppig und eigenbrötlerisch daher, erklärt sich dies aber später im Buch aus dem Grund, dass er vor sieben Jahren einen sehr drastischen privaten Schicksalsschlag hinnehmen musste, zu dem ich aber nichts näheres verraten möchte. Unterstützt wird er von seinem Kollegen Sollstein, der gerade von seiner Frau verlassen wurde und der sich nun aufopferungsvoll um seinen neuen Begleiter, einen Hund aus dem Tierheim, kümmert und das nicht nur nach Dienstschluss. Die Mordfälle an sich sind spannend geschildert und man tappt bis zum Ende hin im Dunkeln, wer denn nun der Täter ist. Dies wurde schlüssig und plausibel von Eva Reichl gelöst und die Spannung kann ebenso bis zum Schluss gehalten werden. Ich kann nur hoffen, dass man von Eva Reichl zukünftig noch mehr solcher Krimis lesen darf, denn Kasparows Züge konnte mich überzeugen und sehr gut unterhalten. Fazit: Mit Kasparows Züge ist Eva Reichl ein im wahrsten Sinn des Wortes himmlischer Krimi gelungen, der durch Spannung, aber auch eingestreuten Humor besticht. Vor allem die Idee, Gott und Petrus zu Wort kommen zu lassen, empfand ich als sehr kreativ.

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  • Rezension zu "Kaparows Züge" von Eva Reichl

    Kasparows Züge

    Tru1307

    26. August 2012 um 17:37

    Kasparows Züge ist anders als die anderen Sutton-Krimis durchaus mit einer Menge an Humor gespickt. Leider war der Fall im Endeffekt nicht zu 100% fesselnd, auch wenn man einige gute Ideen erkennen kann. Es gibt verschiedene Perspektiven, unter anderem eben den Kommissar Neuhorn, der mit seinen ganz eigenen Problemen zu kämpfen hat. Er hat ein feines Gespür dafür, wie Täter vorgehen und kann sich in jeden Tatort direkt hineinversetzen und eine traurige Familiengeschichte als Hintergrund. Auf der anderen Seite hat man den Autoren Krüger, der aus der Geschichte einen neuen Bestseller produzieren will und natürlich in Tatverdacht gerät. Von allen Charakteren der eigentlichen Mordermittlung sind die Beiden noch am Besten herausgearbeitet. Sie reagieren realistisch und zumeist ist es auch unvorhersehbar was passieren wird. Leider muss man sagen, dass alle weiteren Charaktere kaum bis gar nicht tiefer gehen. Wenn ich sie mir nicht notiert hätte, wäre das Meiste schon wieder vergessen. Es hätten sich also auch gut weniger Charaktere in der Mordermittlung gemacht, die dafür besser und tiefgründiger herausgearbeitet worden wären. Genial fand ich dagegen die Dialoge zwischen Petrus und Gott. Ab und an kam auch Gabriel hinzu, der auch völlig anders war, als ich ihn mir durch andere Literatur vorgestellt hätte. Wer denkt schon an Gabriel, wenn er von Marienerscheinungen hört? Überhaupt sieht man an diesen Szenen praktisch immer eine gewisse Ironie durchschimmern. Die Unterhaltungen sind lustig, teilweise reflektieren sie über die Geschehnisse in Linz. Es war eine richtig gute Idee, Petrus als überarbeiteten Himmelspfortenwächter darzustellen. Und es ist gut zu wissen, dass auch Gott nicht unfehlbar ist, denn er hat Jahrhunderte nicht erkannt, dass Petrus einfach überlastet ist. Insgesamt war das Buch sehr angenehm und schnell zu lesen. Die Idee Petrus und Gott während einer Mordserie Schach spielen und die Geschehnisse kommentieren zu lassen, ist klasse. Durch die verschiedenen Perspektiven und die Auflockerung durch das Schachspiel, wird Kasparows Züge zu einem spannenden Krimi, bei dem bis zum Schluss offen bleibt, wer der Mörder ist. Vor allem in Neuhorn kann man sich hineinversetzen und seine Geschichte ist tragisch. Wenn hier noch ein wenig mehr gefeilt worden wäre und das eine oder andere Gespräch gefolgt wäre, wäre die Geschichte in meinen Augen perfekt gewesen. Ich kann jedem nur die Leseprobe empfehlen, denn sie beginnt mit Petrus, der sich bei Gott über seine Arbeit beschwert. Diese Grundstimmung, die dort entsteht, bleibt bis zum Ende des Krimis erhalten. Bewertung Kasparows Züge hat mir gut gefallen. Die Dialoge zwischen Gott, Petrus und Gabriel haben die Geschichte sehr schön aufgelockert. Ich hoffe, ich lese bald wieder etwas zu Kommissar Neuhorn und "seinen Kontakten" zu Gott.

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  • Rezension zu "Kaparows Züge" von Eva Reichl

    Kasparows Züge

    Nik75

    22. August 2012 um 13:56

    Gerne stelle ich euch heute den Krimi „Kasparows Züge“ von Eva Reichel vor. In dem Krimi geht es um eine Mordserie, die Linz erschüttert. Es werden vier Menschen auf verschiedene Arten ermordet. Alle Opfer gehören zu den Schönen und Reichen in Linz. Chefinspektor Neuhorn ist für die Ermittlungen zuständig und hat keine leichte Aufgabe bei der Aufklärung der Fälle, denn ein erfolgloser Schriftsteller mischt sich ständig in die Ermittlungen ein. Meine Meinung: Dieser Krimi war ein wenig anders geschrieben als die, die ich bis jetzt gelesen habe. Er beginnt nämlich mit Dialogen im Himmel zwischen Petrus und Gott, die im Himmel die Toten begrüßen und immer ein Auge auf Chefinspektor Neuhorn haben um zu sehen, wie es ihm auf der Erde geht. Diese Passagen zwischen Gott und Petrus ziehen sich durchs ganze Buch und waren für mich eine amüsante Zwischeneinlage. Chefinspektor Neuhorn wird deswegen von oben beobachtet, weil vor sieben Jahren seine Frau und sein Kind brutal von einem Killer ermordet wurden. Neuhorn ist deswegen oft nicht mehr er selbst, sondern kurz vor einem Vulkanausbruch. Er den Tod seiner Familie nie wirklich überwunden, geschweige denn, den Mörder gefasst. Das nagt natürlich an ihm und so kommt er als grantiger und eigenbrötlerischer Inspektor rüber. Gut dass es da auch Gruppeninspektor Sollstein gibt, der seinen Chef so nimmt wie er ist. Er selber hat auch so seine Probleme, denn auch er wurde von seiner Frau verlassen. Zusammen sind die aber ein eingespieltes Team. Frau Reichel hat mit dem Krimi ein wirklich spannendes Buch geschrieben. Der Schreibstil war flüssig und die Seiten sind nur so dahin geflogen. Mir hat gefallen, dass die Spannung von Anfang an aufgebaut wurde und bis zum Ende gehalten hat. Bis zum Schluss hatte ich keinen Verdacht wer der Mörder sein könnte, noch was das Motiv war. Chefinspektor Neuhorn ist ein toller Ermittler, der mir, obwohl er immer wieder mal grantig war, doch sehr sympathisch war. Ich habe mit ihm mitgefiebert und auch gelitten, wenn über den Verlust seiner Familie geschrieben wurde. Ich kann den Krimi nur als spannendes und kurzweiliges Buch weiterempfehlen. Der Krimi bekommt von mir 5 Sterne

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  • Rezension zu "Kaparows Züge" von Eva Reichl

    Kasparows Züge

    martina_turbanisch

    08. June 2012 um 13:47

    Die Linzer Oberschicht ist in Aufruhr, denn ein grausiger Mord erschüttert ihr sonst so beschauliches, schickes Leben. Emma Reichenauer, Ehefrau eines Sprituosenhändlers, und ihr Liebhaber, der Programmierer Sebastian Neuwirth, werden erstochen aufgefunden. Pikanterweise wurden sie während ihres gemeinsamen Liebesspiels ermordet. Zunächst tippt die Polizei, allen voran Chefinspektor Neuhorn, auf eine Beziehungstat und verdächtigt natürlich den gehörnten Ehemann. Aber dann geschehen weitere Morde und Neuhorn und sein Team geraten ziemlich unter Druck. Plötzlich gerät dann der ziemlich neugierige Schriftstelle Johnny Beck unter Verdacht – schließlich taucht er ständig an den Tatorten auf. Zufall? Mein Eindruck: CreacióndeAdán(MiguelÁngel)Das Titelbild des Buches lässt schon ein bisschen erahnen, wohin die Reise geht – zwei Hände über einer blutroten Schachfigur. Wobei die Hände nicht irgendwelche Hände sind, sondern einem Teilausschnitt aus Michelangelos Gemälde „Die Erschaffung Adams“ nachempfunden sind. Ein Motiv das sich mittlerweile leider tausendfach, selbst auf Kaffeetassen und WC-Deckeln, finden lässt. Bei manchen bedruckten Dingen würde Michelangelo sich sicher im Grabe herum drehen, wenn er das wüsste! Aber hier passt es dann wirklich mal gut :-) Der Geschichte Kasparows Züge liegt eine wirklich tolle Idee zugrunde. Während die Polizei in den doch ziemlich brisanten Mordfällen ermittelt, spielen Gott und Petrus im Himmel ein Partie Schach und kommentieren nebenbei das Geschehen auf der Erde – das Spiel entscheidet dann, ob Kommissar Neuhorn göttliche Hilfe bekommt oder nicht. Die Umsetzung dieser Idee hat mir aber leider nicht so gut gefallen. Der chronisch überforderte Wächter der Himmelspforte und ein ziemlich ironischer Herrgott erinnern mich dann doch zu sehr an Waldorf und Statler aus der Muppetshow und was ich zuerst ziemlich witzig fand, hat mich dann doch auf Dauer leider eher genervt. Die kleinen, eingestreuten Kapitel mit den beiden himmlischen Zockern, zu besseren Unterscheidung jedes Mal in Kursivschrift gesetzt, stören auf Dauer den Fluss der Geschichte und wirkliche Spannung will sich bei mir dann auch nicht aufbauen. Die Verbrechen an sich und auch die Auflösung sind recht gut durchdacht, aber die Figuren bleiben für meinen Geschmack alle viel zu blass und schaffen es nicht, mich zu erreichen, mich mitzureißen oder mich irgendwie zu beschäftigen. Ein bisschen von der Mühe und den Details die im Schachspiel stecken, hätte der Kriminalgeschichte auch gut getan. Was mich ebenfalls gestört hat, sind die kleinen Schachfiguren, die offenbar innerhalb der einzelnen Kapiteln immer mal wieder besonders wichtige Stellen hervorheben sollen. Ich weiß nicht wessen Idee das war, aber ich merke beim Lesen durchaus selber, wann es spannend oder interessant wird. So fühle ich mich ein bisschen gegängelt so nach dem Motto -”Hey, lies das – das ist wichtig!” Wenn ein Buch wirklich spannend ist, dann lese ich schon von ganz alleine den gesamten Text.

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  • Rezension zu "Kaparows Züge" von Eva Reichl

    Kasparows Züge

    awogfli

    30. May 2012 um 09:54

    Ist schon spannend auch mal einen Regionalkrimi zu lesen, in dem man jeden Ort, jede Strasse kennt, und zu dem einen oder anderen Mordopfer fällt mir dann sogar noch ein realer Name zur konzipierten Figur ein. So ging es mir mit dem neuen Linz-Krimi, der in der Stadt spielt, in der ich teilweise aufgewachsen bin, und der mir nicht schlecht gefallen hat. Neben der zentralen Krimihandlung greift die Autorin Eva Reichl zum Stilmittel des Kommentierens - so wie die Muppets (Waldorf und Statler) auf dem Balkon - oder die Schwarzspitzenriffhaie (Anton und Ernst) bei Thomas Raab. Gott, Petrus und der Erzengel Gabriel finden sich in der Rolle des Beobachters wieder und kommentieren schachspielend die Ereignisse und Personen. Am Anfang fand ich die Idee sehr witzig, denn Petrus hat einen Burn-Out durch seinen aufreibenden Job an der Pforte, aber ob diese Konstellation sich wirklich konsistent in die Romanhandlung einfügt... also ich weiss nicht. So wichtig sollten man (bzw. die Autorin) die kleine popelige Landeshauptstadt Linz und den Hauptprotagonisten dann auch nicht nehmen, als dass sie von Gott und Petrus derart mit Aufmerksamkeit bedacht werden - das klingt ein bisschen unglaubwürdig und an den Haaren herbeigezogen. Ausserdem würde dem Roman ohne diesen stilistischen Trick wirklich nichts fehlen. Ansonsten ist die Krimihandlung sehr gut konzipiert, die ermittelnden Inspektoren haben alle ihre menschlichen Problemchen bzw. Traumata und die Figuren sind liebevoll entwickelt. Der Täter ist nicht von Anfang an klar, die Spuren werden gut ausgelegt und der Leser hat das Vergnügen, sich auf eine Mörderrätselralley zu begeben. Sprache und Beschreibungen würde ich qualitativ im Mittelfeld einordnen. Fazit ein guter, solider Krimi mit einem sehr guten Plot, sprachlichen Verbesserungsmöglichkeiten und einem zusätzlichen Stilmittel, das mir nach einiger Zeit zunehmend auf die Nerven ging.

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