Eva Reichl Teufelspoker

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Inhaltsangabe zu „Teufelspoker“ von Eva Reichl

Die Finanzkrise hat auch Linz erreicht. Alexander Wallner hat seinen Job beim Bauriesen BAGAÖS verloren, die Bank stellt die Kredite fällig und er bringt es nicht übers Herz, seiner hochschwangeren Frau die Wahrheit zu sagen. Das Mitgefühl von Freunden und Bekannten kann ihn nur kurz aus seiner Verzweiflung reißen. Als er zufällig erfährt, dass die Konzernspitze der BAGAÖS zwar massenweise Leute entlassen hat, gleichzeitig aber Rekordgewinne und riesige Boni feiert, rastet Wallner aus und greift zur Waffe, vor den Augen eines Kamerateams vom Stadtfernsehen. Chefinspektor Neuhorn ist ja einiges gewohnt, aber dass ihm himmlische Botschafter den Weg zum Tatort weisen wollen, ist ihm neu. Unversehens steht er im Zentrum eines dramatischen Ringens um das Leben von zehn Menschen – während sich höhere Mächte am Pokertisch vergnügen. Die Autorin und Malerin Eva Reichl aus dem Mühlviertel hat sich zunächst mit Thrillern wie „Rattenmörder“ und „Hitlers Sohn“ weit über Oberösterreich hinaus einen Namen gemacht. Nach dem großen Erfolg von „Kasparows Züge“ ermittelt ihr knorriger Chefinspektor Neuhorn nun erneut in Linz – und droben im Himmel hat das Spiel gewechselt.

Ein etwas anderer Krimi, in dem nicht der Ermittler im Vordergrund steht, sondern der Täter und sein Motiv sowie die himmlischen Geschöpfe.

— Sick
Sick

Ein sehr guter zeitkritischer Krimi der sowohl auf Erden als auch im Himmel bei dem jeweils um die Weltherrschaft "gepokert" wird.

— chris_ma
chris_ma

Himmlisches Lesevergnügen: Gott und Teufel spielen Poker :)

— elisabethjulianefriederica
elisabethjulianefriederica

Feine humorvolle Unterhaltung, fernab vom blutigen Mainstream!

— Nina2401
Nina2401

Eine selten dagewesene Mischung aus Krimi und Komödie. Die "himmlischen" Szenen sind einfach hinreißend...

— Floh
Floh

Ein Krimi zur Finanzkrise und ein Pokerspiel zwischen Gott und Teufel zwei Geschichten in einem. Hat mich nicht so überzeugt.

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

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Was wir getan haben

Leider langweilig und langatmig. Habe, nachdem ich den Klappentext gelesen habe, mehr erwartet.

Buchwurm05

Todesreigen

waaaahnsinn, diese reihe!.... band 4 haut mich komplett um.... spannend von seite 1 bis 570.. ohne längen.... hammer!

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Psychologisch ausgereift mit innovativem formalem Aufbau! (*****)

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Sehr spannender, literarischer skandinavischer Kriminalroman

Magicsunset

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  • Glücksspiele sind verboten!

    Teufelspoker
    Sick

    Sick

    30. September 2014 um 18:41

    Auch im Himmel hat man's nicht leicht, jedenfalls nicht, wenn man dort arbeitet. Petrus und Gabriel können ein Lied davon singen und auch ihr "Chef" muss sich Einiges gefallen lassen, wenn der Teufel mal wieder zu Besuch kommt. Dieses Mal hat er sich was besonders Perfides einfallen lassen. Durch eine List erreicht der Fürst der Hölle, dass er und Gott um die Herrschaft der Welt spielen. Beim Poker. Blöd nur, dass Glücksspiele im Himmelreich verboten sind und der Allmächtige somit auch keine Ahnung hat, wie man dieses Spiel spielt. Da aber im Falle eines Sieges für den Teufel die Welt eine neue Eiszeit durchleben müsste und ein Amokläufer sein Unwesen treiben würde, schickt Gott seinen Erzengel Gabriel auf die Erde um nach der armen Seele suchen zu lassen, die dieses grauenhafte Szenario veranstalten soll. Unterdessen treffen sich in Linz mehrere Personen in einem Chinarestaurant und kommen ins Diskutieren. Die Wirtschaftskrise hat einigen Menschen zugesetzt und viele Skandale werden von den Lobbyisten unter den Teppich gekehrt. Ist es möglich, als kleiner Mann etwas dagegen zu unternehmen? Der Einstieg ins Buch hat mich ein wenig an Goethes "Faust" erinnert, allerdings hat der Teufel in diesem Buch keinerlei Sympathiepunkte. Der Grundgedanke ist jedoch der gleiche: Eine verirrte Seele ins Verderben führen bzw. dies zu verhindern. In diesem Fall hat Gott nur leider keine Vorteile, denn zum Ersten ist er keineswegs allwissend und zum Zweiten schließt das insbesondere das Pokerspielen ein. Somit wird ein Profi gesucht, der dem Herrn in nur wenigen Stunden das Spiel nahe bringt. Viel Auswahl gibt es nicht, denn die meisten Spieler befinden sich in der Hölle. Letztendlich wird aber doch jemand gefunden... Unter den Sterblichen befindet sich noch jemand in einer unangenehmen Zwickmühle. Alexander Wallner ist seit einem Jahr arbeitslos, aber seine Familie hat keine Ahnung. Lange hat er nicht mehr die Kraft das Doppelleben weiterzuführen und auch der Zorn auf die skrupellosen Firmenbosse, die ohne mit der Wimper zu zucken sein Schicksal besiegelt haben, nimmt mit jedem Tag zu... Die Perspektiven wechseln mit jedem Kapitel, wobei die Vorgänge im Himmel kursiv gedruckt sind. So kann man sie gut vom Rest der Geschichte unterscheiden. Neben Alexander Wallner wird auch noch das Leben der Menschen beleuchtet, die er im Restaurant trifft. Außerdem taucht später noch Chefinspektor Neuhorn auf, der bereits im Vorgängerband Teil des Geschehens war. Obwohl sich die Hintergründe auf ein gesundes Maß beschränken und man von den Personen nur das Nötigste erfährt, konnte ich mich größtenteils gut in sie hineinversetzen. Die lebhaften Diskussionen am Anfang haben dazu beigetragen. Dabei ist die Erzählweise nicht kompliziert oder überbordend und die Sprache leicht verständlich. Der Klappentext verrät zwar schon einiges und im Prinzip kann man sich den Ausgang der Geschichte auch denken, aber trotzdem gab es einige spannende Momente. Ein Krimi der etwas anderen Art, in dem nicht der Ermittler im Vordergrund steht, sondern der Täter und sein Motiv sowie die Geschöpfe, die eigentlich die Geschicke der Menschheit lenken. Die himmlischen Linz-Krimis: Kasparows Züge Teufelspoker

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  • [Rezension] Teufelspoker. Ein himmlischer Linz-Krimi

    Teufelspoker
    Tru1307

    Tru1307

    Teufelspoker ist der zweite Band der Thomas Neuhorn-Reihe der Autorin Eva Reich. Neben neuen Charakteren und einer neuen Hauptfigur findet man natürlich altbekannte Gesichter, man kann aber den Krimi auch unabhängig vom ersten Teil Kasparows Züge lesen. In diesem Band spielt der Krimi wieder in Linz und wieder unterscheidet er sich wesentlich von eigentlich allen Krimis, die ich in der letzten Zeit gelesen habe, aufgrund seines Witzes und der interessanten, ungewöhnlichen Handlung.  Ein wesentlicher Unterschied zu anderen Krimis findet sich schon einmal darin, dass man nicht zu Beginn eine Leiche und einen Ermittler hat. Thomas Neuhorn spielt sogar im Großteil der Geschichte keine besondere Rolle. In Teufelspoker liegt der Fokus vielmehr auf Alexander Wallner und seinem Schicksal. Er hat seinen Job verloren und schafft es seit einem Jahr nicht, seiner Frau davon zu erzählen. Schuld und Wut fressen sich tiefer und tiefer in seine Gedanken, was gut dargestellt wurde. Vor allem zu Beginn bleibt dadurch aber auch Spannung auf der Strecke. Wallners Motive werden verdeutlicht, weil es ab und an Längen gibt, in denen sich seine Persönlichkeit in Gesprächen mit anderen Figuren zeigt. Ich bin dennoch der Ansicht, dass hier schon ab und an hätte gekürzt werden können, denn bis es zu der im Klappentext erwähnten Kurzschlussreaktion Wallners kommt, dauert es eine ganze Weile. Erst im letzten Drittel des Buches nimmt die Handlung so richtig an Fahrt auf. Der regionale Krimi ist eben speziell, da er auch nicht mit einer Leiche und einer "normalen" Ermittlung aufwartet, aber das macht Teufelspoker gerade interessant. Alles in allem ist der Krimi eine gelungene Mischung, wenn man eine ausgefeilte Handlung mit gelegentlichem Witz mag. Ein weiterer Unterschied liegt darin, dass es wie schon in Kasparows Züge wieder ein wunderbar skizziertes Treffen mit dem Himmel gibt. Wie der Titel schon sagt, steht auch Poker im Mittelpunkt der Geschichte. Hier mischt sich der Krimi mit Fantasy, denn in kursiv gehaltenen Abschnitten lernt Gott Poker spielen, um gegen den Teufel gewinnen zu können. Das Unterfangen gestaltet sich als schwierig und sorgt so natürlich für einige Schmunzler. Ich bin sehr gespannt, welches Spiel im dritten Krimi gespielt wird, sofern es einen geben wird. Auch die weiteren Charaktere aus dem Himmel (namentlich Petrus und Rafael) sorgen ab und an für kurze Lacher.  Bewertung Teufelspoker ist ein regionaler Krimi der besonderen Art. Der Kriminalfall baut sich langsam (fast langatmig auf) und entlädt sich erst im letzten Drittel der Handlung. Dafür sind die Himmelsszenen amüsant und kurzweilig. Wer einen klassischen Krimi sucht, ist hier falsch - wer jedoch einmal was Neues lesen möchte, goldrichtig.  

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    Arun

    Arun

    25. May 2014 um 21:12
  • Zeitkritisches Pokern in zwei Welten

    Teufelspoker
    chris_ma

    chris_ma

    22. May 2014 um 16:32

    Ich habe mich auf den Krimi sehr gefreut auf den Teufelspoker und bin nicht enttäuscht worden. Ich war sehr überrascht wie man Krimi so zeitkritisch interpretieren kann. Gut gelungen. Es beginnt alles im Himmel der Teufel fordert Gott zum Poker um die Weltherrschaft heraus. Und unten auf der Erde ist auch das Thema die Weltherrschaft und die Machenschaften die gerade in Zeiten von Krisen passiert. In diesem Fall geht es um die Finanzkrise und deren Auswirkungen auf einzelne Personen, Manager, Arbeiter die plötzlich arbeitslos werden um nur einen kleinen Teil zu nennen. Ich möchte nicht zuviel verraten nur einen kleinen Teil. Die Hauptfigur Alexander Wallner wurde entlassen und teilt seine Sorgen mit dem besten Freund in einem Restaurante. Dort finden auch eine Gäste das Thema und die Sorgen von Herrn Wallner sehr interessant. Was mit den Personen aus dieser Runde noch so alles passiert verrate ich nicht weiter. Einer aus der Runde wird auf der Erde durchdrehen und das versuchen Erzengel Gabriel und Petrus zu verhindern, während im Himmel Gott Pokerspielen lernt und schließlich natürlich das ganz entscheidende Spiel mit dem Teufel hat. Die Autorin schafft es sowohl das Pokerspielen im Himmel als auch auf Erden ein zeitkritisches Drama gut darzustellen. Der Amokläufer den kann man doch nur ins Herz schließen auch wenn es nicht unbedingt die Lösung ist. Wie es ausgehen wird erfahrt Ihr, wenn Ihr den Krimi lest.Ich kann diesen Krimi nur weiterempfehlen.

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  • Buchverlosung zu "Teufelspoker" von Eva Reichl

    Teufelspoker
    Eva_Reichl

    Eva_Reichl

    Hallo Ihr Lieben, zum Welttag des Buches verlose ich 5 signierte Exemplare meines himmlischen Linz-Krimis "Teufelspoker". Manche fragen sich jetzt vielleicht, was der Himmel mit einem Krimi zu tun hat, außer, dass wie in den meisten Krimis üblich einer stirbt und dessen Seele in den Himmel kommt - aber auch das ist nicht gewiss ;-). Die himmlischen Linz-Krimis haben zwei Handlungsstränge, einen im Himmel und einen weiteren auf Erden. In "Teufelspoker" treffen auf der Erde mehrere verzweifelte Menschen aufeinander und ein Amoklauf zeichnet sich ab, den Chefinspektor Thomas Neuhorn von der Linzer Kriminalpolizei und sein Team zu verhindern versuchen. Im Himmel ist es ähnlich. Dort fordert der Teufel Gott zu einem Pokerspiel heraus. Der Preis für den Sieger ist die Weltherrschaft ... Wenn Ihr Lust auf mein Buch habt und eine Rezension schreiben wollt, dann verratet mir Eure Meinung, was Ihr davon haltet, dass in einem Krimi sowohl Gott als auch Petrus und der Erzengel Gabriel eine kleine Rolle bekommen haben. Übrigens: "Teufelspoker" wurde für den Samiel Award 2013, der den fiesesten Schurken kürt, nominiert. Los geht's! Bis zum 30. April könnt Ihr posten und mit ein wenig Glück eines der 5 signierten Exemplare von "Teufelspoker" gewinnen. Viel Glück! Eure Eva (Reichl)

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  • Leserunde zu "Teufelspoker" von Eva Reichl

    Teufelspoker
    katja78

    katja78

    Und Schwupps sind wir schon bei der nächsten Neuerscheinung von Sutton! Teufelspoker von Eva Reichl Ein himmlischer Linz Krimi Wenn Verzweiflung sich breit macht und man keinen anderen Ausweg mehr sieht, oder wenn himmliche Botschafter einem dem Weg weisen wollen! Die Finanzkrise hat auch Linz erreicht. Alexander Wallner hat seinen Job beim Bauriesen BAGAÖS verloren, die Bank stellt die Kredite fällig und er bringt es nicht übers Herz, seiner hochschwangeren Frau die Wahrheit zu sagen. Das Mitgefühl von Freunden und Bekannten kann ihn nur kurz aus seiner Verzweiflung reißen. Als er zufällig erfährt, dass die Konzernspitze der BAGAÖS zwar massenweise Leute entlassen hat, gleichzeitig aber Rekordgewinne und riesige Boni feiert, rastet Wallner aus und greift zur Waffe, vor den Augen eines Kamerateams vom Stadtfernsehen. Chefinspektor Neuhorn ist ja einiges gewohnt, aber dass ihm himmlische Botschafter den Weg zum Tatort weisen wollen, ist ihm neu. Unversehens steht er im Zentrum eines dramatischen Ringens um das Leben von zehn Menschen – während sich höhere Mächte am Pokertisch vergnügen. Leseprobe Zur Autorin Die Autorin und Malerin Eva Reichl aus dem Mühlviertel hat sich mit ihren Thrillern »Rattenmörder« und »Hitlers Sohn« weit über Oberösterreich hinaus einen Namen gemacht. Ihr Linz-Krimi "Kasparows Züge" bietet echte Typen, rasende Spannung und einen ganz schwarzen Humor. Mehr Infos findet ihr hier Ich suche nun 15 Leser, die das Buch gemeinsam in der Leserunde besprechen und anschließend rezensieren möchten. Bewerbt euch bis einschließlich 30.10.2013 für eines von 15 Rezensionsexemplaren. Schaut euch doch auch mal auf der Verlagsseite um, da warten noch weitere Neuerscheinungen für euch. Sutton Verlag

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  • Himmlischer Lesegenuss

    Teufelspoker
    elisabethjulianefriederica

    elisabethjulianefriederica

    04. January 2014 um 10:42

    Teufelspoker -ein himmlischer Linz-Krimi Zum Inhalt: Die Finanzkrise hat auch Linz erreicht. Alexander Wallner hat seinen Job beim Bauriesen BAGAÖS verloren, die Bank stellt die Kredite fällig und er bringt es nicht übers Herz, seiner hochschwangeren Frau die Wahrheit zu  sagen. Das Mitgefühl von Freunden und Bekannten kann ihn nur kurz aus seiner Verzweiflung reißen. Als er zufällig erfährt, dass die Konzernspitze der BAGAÖS zwar massenweise Leute entlassen hat, gleichzeitig aber Rekordgewinne und riesige Boni feiert, rastet Wallner aus und greift zur Waffe, vor den Augen eines Kamerateams. Chefinspektor Neuhorn ist ja einiges gewohnt, aber dass ihm himmlische Botschafter den Weg zum Tatort weisen wollen, ist ihm neu. Unversehens steht er im Zentrum eines dramatischen Ringens um das Leben von zehn Menschen – während sich höhere Mächte am Pokertisch vergnügen. (Klappentext) Mein Eindruck: Das Buch war ein ungewöhnliches Leseerlebnis für mich..Zum einen war da die gut geschilderte Situation eines Arbeitslosen, der aufgrund dubioser Firmenpolitik seinen Arbeitsplatz verloren hat, zum anderen absolut himmlische Szenen , in denen Gott vom Teufel zu einem Pokerspiel verleitet wird und von einem Expokerspieler im Himmel das Spiel erlernt. Diese Szenen haben wir am meisten Spass gemacht, die sind absolut lesenswert. Allerdings blieb die Krimiermittlung und die Spannung ein wenig auf der Strecke, was mein Leseerlebnis jedoch nur wenig schmälerte. Für Leser, die einen ungewöhnlichen Krimi zu schätzen wissen eine Leseempfehlung ! Ich werde den ersten Band dieser Reihe um Chefinspektor Neuhorn auch noch lesen : Kasparows Züge.

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  • Die Welt braucht Helden

    Teufelspoker
    Nina2401

    Nina2401

    23. December 2013 um 18:14

    Schon über Kasparows Züge habe ich mich köstlich amüsiert und so war ich sehr gespannt, was Eva Reichl sich dieses Mal ausgedacht hat. Im Himmel wird es ungemütlich, denn der Teufel stattet Gott einen Besuch ab und fordert ihn zu einem Pokerspiel heraus. Der Einsatz ist ist die Weltherrschaft. Und trotz des ernsten Themas brachte mich der kursiv verfasste „Himmels-Strang“ sofort wieder zum Schmunzeln. Eva Reichl hat die Himmelsbewohner wieder sehr liebevoll gezeichnet. Auf der Erde geht es ziemlich gemächlich zu, obwohl der Teufel etwas anderes behauptet hat. Und während die Pokerlegende Stu Ungar – für mich spielt er die heimliche Hauptrolle - versucht, Gott das Pokerspiel beizubringen, suchen Petrus und Gabriel auf der Erde nach dem Amokläufer. Eva Reichl hat ihren Krimi dieses Mal völlig anders aufgebaut als beim letzten Mal. Es gibt zwar wieder zwei Stränge, die im Himmel und auf der Erde spielen. Aber Chefinspektor Neuhorn hat eher eine Nebenrolle und es gibt auch keinen wirklichen Kriminalfall. Das Augenmerk liegt auf Alexander Wallner. Eva Reichl hat sehr gut dargestellt, wie aus einem frustrierten Arbeitslosen ein Amokläufer werden kann. Genial fand ich die Idee, alle wichtigen Personen in einem chinesischen Restaurant aufeinander treffen zu lassen. Sie gibt allen ein Gesicht und die Geschichten von einigen Personen haben mich sehr gerührt. Dieses Mal trifft der himmlische Humor auf eine gehörige Portion Sozialkritik und die Spannung bleibt anfangs dabei ein bisschen auf der Strecke. Aber das verzeihe ich gerne, denn Eva Reichl hat ein sehr wichtiges Thema angesprochen und eine interessante Geschichte drumherum gebaut, die zum Ende hin dann doch noch ziemlich spannend wird. Ich mag den Stil von Eva Reichl, sie schreibt mit einem sehr feinen Humor. Die Darstellung im Himmel mag zwar etwas naiv sein, aber genau das gefällt mir so gut. Sie schreibt sehr leicht, baut hier und da sprachliche Feinheiten ein und lässt mich immer wieder schmunzeln. Fazit: Feine humorvolle Unterhaltung, fernab vom blutigen Mainstream!

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  • Teufelspoker - Eva Reichl

    Teufelspoker
    Can08

    Can08

    05. December 2013 um 16:38

    Die Finanzkrise hat auch Linz erreicht. Betroffen davon Alexander Wallner. Dieser wird nämlich vom Bauriesen BAGAÖS gefeuert. Kann es allerdings, selbst nach einem Jahr, nicht seiner schwangeren Frau beichten. Als er dann auch noch zufällig mitbekommt, dass die Konzernspitze der BAGAÖS zwar massenweise Leute entlassen hat, gleichzeitig aber noch Rekordgewinne und riesige Boni feiert, verliert Wallner die Kontrolle. Er durchführt eine Geiselnahme und das vor den Augen eines Kamerateams. Währenddessen findet ein Pokerspiel der höheren Mächte statt. Chefinspektor Neuhorn und sein Team schalten sich ein. Wird die Geiselnahme in einem Blutbad enden oder schafft es Chefinspektor Neuhorn die Situation mit Hilfe von himmlischen Botschaftern zu entschärfen? "Teufelspoker" ist ein Krimi der etwas anderen Art. Man wird nicht zu beginn mit einer Leiche konfrontiert und die damit verbundenen Ermittlung, wie man es aus den üblichen Krimis kennt. Stattdessen erfährt man zu Beginn alles über den Maurer Alexander Wallner und sein Problem. Denn dieser wurde vom Bauriesen BAGAÖS gekündigt. Somit nehmen die Ermittlungen bzw. die Arbeit der Polizei eher eine Nebenrolle ein. Wallner durchführt die Geiselnahme, um die Öffentlichkeit auf die Missstände in den Firmen aufmerksam zu machen. Somit wird dem kleinen Mann eine Stimme gegeben und die wirklichen ernsten Probleme kommen ans Tageslicht. Mit dem Hauptprotagonisten Alexander Wallner habe ich ziemlich mit gelitten, da er eine schwere Situation durch machen muss mit schlimmen Ausmaßen. Es scheint so als lebe er in einer glücklichen Familie, doch führt er ein Doppelleben. Denn seiner Frau hat er selbst nach einem Jahr nicht mitteilen können, dass er gekündigt worden ist. Er spielt vor ihnen noch den zufriedenden Arbeiter, während er einen teuflischen Plan ausheckt. Die Probleme, während der Finanzkrise der einzelnen Leute werden nachvollziehbar erklärt, sodass man auch ohne etwas über die Finanzkrise zu wissen, alles gut verstehen kann. Das ist Eva Reichl gut gelungen. Die Kapiteln wechseln zwischen Himmel und Erde. Während auf der Erde eine Geiselnahme statt findet, spielen im Himmel Gott und der Teufel Poker. Liest sich komisch und wirkt dementsprechend auch so. Leider meiner Meinung nach nicht gut gelungen um diese Idee mit einem Krimi zu verbinden. Das Ende ist auch ziemlich vorausschauend und somit nimmt statt dir Spannung die Langeweile den Platz ein. Und deswegen bekommt das Buch leider von mir nur 2 Sterne.

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  • Glücksspiel und Finanzkrise. Ein Krimi mal anders

    Teufelspoker
    Miss_Sunshine

    Miss_Sunshine

    02. December 2013 um 15:49

    Linz zur Zeit der Finanzkrise. Alexander Wallner ist, wie viele andere Leute, von ihr betroffen. Er verlor seinen Job als Maurer beim Bauriesen BAGAÖS und schafft es nun seit einem Jahr nicht dies seiner schwangeren Frau zu beichten. Wallner rastet aus, als er erfährt, dass seine ehemalige Firma massenhaft Leute kündigt und sich die Manager riesige Boni auszahlen lassen, um die gleichzeitigen Rekordgewinne zu feiern. Währenddessen fordert der Teufel Gott zu einem Pokerspiel heraus. Der Gewinner bekommt natürlich die Weltherrschaft. Wer wird gewinnen und wird das vom Teufel herbei gesehnte Blutbad in Linz stattfinden oder nicht? Dieser Regionalkrimi von Eva Reichl ist ein Krimi ganz eigener Art. Der Leser erfährt von einem zukünftigen Mord bzw. Blutbads und verfolgt die Ermittlungen der Himmelswesen sowie von der Linzer Polizei. Die Leiche, die üblicherweise in einem Krimi bereits auf den ersten Seiten auftaucht, tritt erst relativ am Ende des Buchs in Erscheinung. Der Leser verfolgt abwechselnd im Himmel und auf der Erde das Geschehen. Dieser Wechsel wird besonders während des Pokerspiels von Gott und dem Teufel sehr spannend. Ich muss gestehen, dass ich mich am Anfang damit wenig anfreunden konnte. Das lag vor allem an der Charakterisierung der Himmelswese, aber im Laufe der Lektüre fand ich die Himmelsdarstellung ganz amüsant. Durch das Spiel der himmlischen Gegner und dessen Auswirkungen auf die Erde, gewinnen klassische Redewendungen, wie „vom Teufel geritten werden“, eine neue Bedeutung. Das Lesen wird dadurch auch sprachlich zu einem Vergnügen. Die Darstellung des Teufels ist relativ klischeehaft (Gestank, Pferdefuß, Hinterlist), während die Figur Gottes überrascht. Er ist nicht allwissend, muss das Pokern erst lernen und ist in seinen Emotionen doch sehr menschlich (Wut, Rache, Überraschung). Wie Alexander Wallner versucht auch Eva Reichl dem „kleinen Mann“, der in den Artikeln über die Finanzkrise „vergessen“ wird, eine Stimme zu geben. Die Erfahrungen der vielen Figuren mit der Krise werden im Krimi sehr authentisch beschrieben und regen zum Nachdenken an. Trotz des ernsthaften Themas schafft es Reichl einen humorvollen Schreibstil zu verwenden und der Leser hat zwischendurch immer wieder die Gelegenheit zu lachen. In den Krimi haben sich auch ein, zwei kleine Recherchefehler eingeschlichen, die aber nur jenen auffallen werden, die in Linz und Umgebung leben. Also nicht sonderlich tragisch. Fazit: Ein Krimi mit Tiefgang, trotzdem amüsant und kurzweilig zu lesen. An alle zu empfehlen, die einmal etwas anderes als den klassischen blutrünstigen Krimi lesen wollen. (Also perfekt für mich^^)

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  • Krimi im Himmel und in Linz

    Teufelspoker
    irismaria

    irismaria

    02. December 2013 um 11:23

     „Teufelspoker - ein himmlischer Linz-Krimi“ von Eva Reichl ist ein ungewöhnlicher Regionalkrimi zu einem aktuellen Thema – der Finanzkrise. Im Mittelpunkt des Falls steht der Familienvater Alexander Wallner, der vom Bauriesen BAGAÖS gefeuert wurde, was er seiner Familie bisher verheimlicht hat. Durch die Finanzkrise stehen seine Chancen auf einen neuen Job schlecht. Andererseits hat sich der Bauriese inzwischen erholt und will die Umstrukturierungen und neue Rekordgewinne bei einer Pressekonferenz bekannt geben. Wallner erfährt davon, beschafft sich eine Waffe und plant seinen großen Auftritt bei der Pressekonferenz. Parallel zu dieser Handlung hat der Teufel Gott zu einem Pokerspiel herausgefordert, bei dem es um das Schicksal der Menschen bei eben diesem geplanten Amoklauf geht. Neben den Akteuren im Himmel mischen Petrus und der Engel Gabriel auch auf der Erde mit… Trotz des schwierigen Themas ist  „Teufelspoker“ gut zu lesen, unterhaltsam und stellenweise witzig, dafür aber nicht besonders spannend. Auch die Situation eines Menschen, der durch eine brutale Firmenpolitik alles verloren hat, seine Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit kommen gut rüber.  

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  • Teufelspoker

    Teufelspoker
    Nik75

    Nik75

    29. November 2013 um 12:29

    Heute stelle ich euch den Krimi „Teufelspoker“ von Eva Reichl vor. Die Finanzkrise hat auch Linz erreicht. Alexander Wallner hat seinen Job beim Bauriesen BAGAÖS verloren, die Bank stellt die Kredite fällig und er bringt es nicht übers Herz, seiner hochschwangeren Frau die Wahrheit zu sagen. Das Mitgefühl von Freunden und Bekannten kann ihn nur kurz aus seiner Verzweiflung reißen. Als er zufällig erfährt, dass die Konzernspitze der BAGAÖS zwar massenweise Leute entlassen hat, gleichzeitig aber Rekordgewinne und riesige Boni feiert, rastet Wallner aus und greift zur Waffe, vor den Augen eines Kamerateams vom Stadtfernsehen. Chefinspektor Neuhorn ist ja einiges gewohnt, aber dass ihm himmlische Botschafter den Weg zum Tatort weisen wollen, ist ihm neu. Unversehens steht er im Zentrum eines dramatischen Ringens um das Leben von zehn Menschen – während sich höhere Mächte am Pokertisch vergnügen. Klappentext: http://www.suttonverlag.at/buch/teufelspoker_978-3-95400-266-5.html Meine Meinung: Dieser Krimi ist ein Krimi der anderen Art. Er ist nicht wie ein klassischer Krimi geschrieben, wo zuerst die Leiche kommt und dann ermittelt wird. Nein hier erfahren wir alles über Alexander Wallner und wie es ihm nach dem Verlust seines Jobs in einer großen Baufirma geht. Er ist das Opfer der Wirtschaftskrise und der „gut bezahlen“ Manager, die sich nur um die Maximierung der Gewinne scheren und nicht mal darüber nachdenken, in welche Situationen sie ihre Arbeiter durch Kündigungen bringen. Da Alexanders Frau mit dem dritten Kind schwanger ist bringt er es nicht übers Herz ihr von dem Jobverlust zu erzählen. Irgendwann weiß er nicht mehr ein und aus, er kauft sich ein Gewehr und nimmt die Vorstandsmitglieder der Baufirma als Geiseln. Zwar bringt so eine Geiselnahme dem Täter nicht viel aber die Öffentlichkeit wird auf die Missstände in den Firmen aufmerksam. Mich hat das Buch sehr nachdenklich gemacht, denn besonders in dem Bezirk wo ich lebe stehen in einem großen Konzern 600 Kündigungen an, damit der Konzern seinen Gewinn erhöhen kann. Manchmal habe ich das Gefühl, dass unsere Wirtschaft bald den Bach runtergeht. Ich fand den Schreibstil von Frau Reichel sehr spannend und flüssig. Mich hat das Thema fasziniert und die Geiselnahme wurde von Minute zu Minute spannender. Ich habe mit Alexander mitgefiebert und gehofft, dass alles unblutig ausgeht. Die Szenen im Himmel waren für mich eines der Highlights im Buch. Der Kampf zwischen Gott und Teufel war einmalig. Ich habe bei der Pokerrunde natürlich zu Gott geholfen, denn der Teufel darf doch nicht die Weltherrschaft übernehmen. Das geht gar nicht. Dass Gott zuerst Poker spielen lernen musste fand ich echt lustig. Mit hat gefallen, dass in dem Krimi immer wieder ein wenig Humor eingeflossen ist und somit wurde auch das etwas trockenere aber sehr interessante Thema der Finanzkrise aufgelockert. Ich kann nur sagen, dass ich spannende und kurzweilige Lesestunden mit dem Buch hatte. Von mir gibt es für den Krimi 5 Sterne.

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  • Finanzkrise und teuflisches Pokerspiel um die Weltherrschaft

    Teufelspoker
    lisam

    lisam

    27. November 2013 um 15:38

    Alexander Wallner hat seinen Job beim Bauriesen BAGAÖS vor einem Jahr verloren. Als die Bank stellt seinen Kredit fällig müsste er endlich seiner schwangeren Frau die Wahrheit sagen. Beim Chinesen beichtet er seinem Freund, der auch nichts geahnt hat, seine Misere und im Lauf des Abends stoßen auch andere Gäste zu ihnen, die sich ebenfalls Gedanken über die Finanzkrise machen. Als Alexander erfährt, dass am nächsten Tag eine Pressekonferenz bei BAGAÖS geplant ist beschließt er hinzugehen. Mit dabei eine Waffe, die auch zum Einsatz kommt, da die Manager ein anderes Weltbild haben.  Der zweite Handlungsstrang findet im Himmel statt. Gott wird vom Teufel überlistet und sie Pokern um die Weltherrschaft. Gabriel und Petrus versuchen Chefinspektor Neuhorn Hilfe zu holen, um einen Amoklauf zu verhindern… Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es war zwar ein atypischer Krimi, aber ich habe mich köstlich amüsiert. Die Auswirkungen der Finanzkrise werden in dem Buch beleuchtet  und anhand der verschiedenen Schicksale wird man nachdenklich. Die Überheblichkeit der Manager kommt sehr gut rüber und ist sicher nicht übertrieben. Die witzigen Szenen im Himmel haben mir auch gut gefallen. Ich werde sicher demnächst den vorherigen Band lesen.

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  • Rezension zu "Teufelspoker" von Eva Reichl

    Teufelspoker
    dorli

    dorli

    26. November 2013 um 12:03

    Alexander Wallner hat seinen Job bei dem Bauriesen BAGAÖS verloren. Seiner Frau und seinen Kindern erzählt er nichts davon, sondern spielt ihnen bereits seit einem Jahr eine heile Welt vor. Als er in einem China-Restaurant seinem Freund Georg Malenski seine Misere offenbart, beteiligen sich nach und nach auch andere Gäste an dem Gespräch. Von dem ebenfalls anwesenden Journalisten Gustav Kniebel erfährt Wallner von einer Pressekonferenz der BAGAÖS am nächsten Tag, auf der die Konzernleitung sich mit gelungenen Umstrukturierungen und neuer Unternehmensstrategie für eine ertragreiche Zukunft brüsten will. Diese Auskunft bringt für Wallner das Fass zum Überlaufen… Eva Reichl wartet hier mit einem ganz besonderen Krimi auf. Nicht nur, dass himmlische Mächte im Spiel sind, sondern die eigentliche Tat steht am Ende des Buches. Vorher lernt man den Täter und sein Motiv genau kennen und erlebt mit, wie schnell aus einem ganz normalen Menschen ein Amokläufer und Mörder werden kann. Eva Reichl stellt die Gefühlswelt von Alexander Wallner ausgezeichnet dar. Die ganze Verzweiflung, die in ihm steckt, kann man sehr gut spüren. Er hat seiner Familie noch nichts von seiner bereits einjährigen Arbeitslosigkeit erzählt, weil er sich für sein - wie er es nennt - Versagen schämt. Er fühlt sich jämmerlich und hasst sich selbst. Sein Doppelleben macht ihn fertig. Die Autorin lässt Wallner im Verlauf der Handlung an seinem Unglück verzagen, lässt seinen Zorn derart wachsen, dass er zur Waffe greift. Mich hat in diesem Krimi vor allen Dingen die hervorragende Darstellung der Charaktere begeistert. Man kann sehr gut nachempfinden, was in jedem Einzelnen vorgeht – Wallners Wut und Hoffnungslosigkeit, die ganz unterschiedlichen Ängste und Sorgen seiner neuen Bekannten und auch die Überheblichkeit und Arroganz der Unternehmensleitung. Ganz hervorragend schildert die Autorin die plötzlich ausbrechende Panik auf der Pressekonferenz. Und auch, wie mit einem Mal die Anspannung von Wallner abfällt und er genau weiß, was er tut, wird sehr gut beschrieben. Jegliches Zögern, das vorher deutlich zu spüren war, ist wie ausgelöscht. Man kann richtig gut nachvollziehen, was in ihm vorgeht. Über die dramatischen Ereignisse hat Eva Reichl eine höhere Macht gestellt, die die Vorkommnisse auf der Erde zu lenken scheint. In mehreren kleinen Kapiteln erfährt der Leser, dass der Teufel Gott zu einer Partie Poker herausgefordert hat und man erlebt mit, welchen Verlauf dieses spannende Spiel nimmt. Der Einsatz ist nichts Geringeres als die Weltherrschaft. Verliert Gott, will der Teufel für ein Blutbad sorgen, das die gesamte Erde ins Chaos stürzt. Diese himmlischen Einschübe werden von Eva Reichl mit sehr viel Humor erzählt. Besonders Petrus und der Erzengel Gabriel bilden ein herrliches Gespann. Die beiden werden als Botschafter zur Erde gesandt, um die Lage zu sondieren und die Polizei vor einem möglichen Amoklauf zu warnen und sorgen dabei für gute Unterhaltung. Eva Reichl hat in diesem Krimi ein aktuelles Thema mit Spannung und Humor verpackt und mich damit von der ersten bis zur letzten Seite begeistert.

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  • ein Krimi mal anderst..

    Teufelspoker
    Pepples002

    Pepples002

    24. November 2013 um 12:38

    Die Finanzkrise hat auch Linz erreicht. Alexander Wallner hat seinen Job beim Bauriesen BAGAÖS verloren, die Bank stellt die Kredite fällig und er bringt es nicht übers Herz, seiner hochschwangeren Frau die Wahrheit zu sagen. Das Mitgefühl von Freunden und Bekannten kann ihn nur kurz aus seiner Verzweiflung reißen. Als er zufällig erfährt, dass die Konzernspitze der BAGAÖS zwar massenweise Leute entlassen hat, gleichzeitig aber Rekordgewinne und riesige Boni feiert, rastet Wallner aus und greift zur Waffe, vor den Augen eines Kamerateams. Chefinspektor Neuhorn ist ja einiges gewohnt, aber dass ihm himmlische Botschafter den Weg zum Tatort weisen wollen, ist ihm neu. Unversehens steht er im Zentrum eines dramatischen Ringens um das Leben von zehn Menschen – während sich höhere Mächte am Pokertisch vergnügen. Ein toller Krimi mal der anderen Art. Gott und Teufel spielen Poker. Am Annfang des Buches lernen sich verschiedene Personen in einem Chinarestaraunt zufällig kennen und diese werden sich im verlauf des Buches immer wieder begegen. Toll wie die Autorin diese Personen miteinander verstrickt hat. Schönes Thema  Die Finanzkrise. Der Gute Alexander möchte den Volk klar machen, dass es viel Rafgier und Skrupellosigkeit unter den Managern großer Firmen gibt und das diese Menschen es herzlich wenig interessiert, wie es dem kleinen Mann geht. Daher nimmt er die Konzernspitze als Geiseln. Alles wird gefilmt und direkt in die Wohnzimmer der ganzen Nation gesendet. Der gute Franz Sauer wollte nichts anderes als endlich zu seiner Hilde in den Himmel somit war er das einzige freiwillige Opfer. Ich fand es toll mal einen Krimi ohne viel Blutvergiesen sondern mal zu einem Thema das uns alle beschäftigt und auch angeht zu lesen. Die Autorin hat für mich einen tollen Schreibstil, so das dieses Buch schnell und gut zu lesen ist. Eigentlich kann man es auch gar nicht weglegen. Dnen es ist sehr spannend aufgebaut. Daher bekommt das Buch von mir 5 Sterne. Wer siegt am Ende der Gott oder Teufel? Tja liebe Leute nur wenn ihr diesen wundervollen Krimi lest, bekommt Ihr diese Antwort.

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  • Wenn Stu Ungar Gott das Pokerspiel beibringt ...

    Teufelspoker
    MissStrawberry

    MissStrawberry

    21. November 2013 um 17:36

    ... und in Linz ein Mann seiner hochschwangeren Frau verheimlicht, dass er seit fast einem Jahr arbeitslos ist, dann hat Eva Reichl einen himmlischen Linz-Krimi vom Feinsten geschrieben! Alexander Wallner weiß, dass er seiner Frau endlich die Wahrheit sagen muss. Immerhin sitzt ihm die Bank im Nacken und das dritte Kind kommt bald zur Welt. In einem Chinarestaurant erzählt er seinem besten Freund davon und nach und nach gesellen sich noch andere Anwesende zu den beiden. Das Thema Finanzkrise und Wirtschaftskrise betrifft schließlich alle irgendwie. Währenddessen hat Gott außergewöhnlichen Besuch: den Teufel. Dieser trickst Gott aus, sodass dieser tatsächlich eine Pokerpartie gegen den Teufel gewinnen muss, wenn er ein Massaker auf Erden und die Machtübernahme auf der Erde durch den Teufel verhindern will. Was liegt näher, als sich von Stu Ungar das Pokerspiel beibringen zu lassen? Zur Sicherheit schickt Gott noch den Erzengel Gabriel und Petrus auf die Erde, um Chefinspektor Neuhorn davon zu überzeugen, dass sie den potenziellen Amokläufer vorab bremsen müssen .... Herrlich! Göttlich! Himmlisch! Dieser Krimi ist so urkomisch, dass ich so manches Mal nur mit Mühe ein lautes Auflachen verhindern konnte. Der Wechsel von den Szenen im Himmel (in Kursivschrift) und auf der Erde (in Normalschrift) ist erfrischen und passt recht gut, stört kein bißchen und macht echt Laune. Ohne blasphemisch zu werden, frischt Eva Reichl das Geschehen im Himmel auf und bringt Spaß statt devotes Verhalten in das Himmelreich. Das tut so gut! Auch auf Erden lässt sie Wortspiele sogar die spannendsten Momente auflockern. Und das ganz ohne in Klamauk zu verfallen. Diese Gratwanderung schaffen nicht viele! In all dem Spaß ist aber auch sehr viel Wahrheit und auch ein ordentlicher Schuss Gefühl versteckt. Man merkt dem Buch an, dass es nicht einfach so heruntergeschrieben worden ist, sondern wirklich Arbeit darin steckt. Trotzdem ist nichts gequält oder gezwungen oder mit Gewalt zusammengebogen! Einfach eine "saubere Arbeit", die für Lesevergnügen von der ersten bis zur letzten Seite anhält. Für alle, die nicht immer blutrünstige Krimis, sondern auch mal humorvolle Spannung bevorzugen, ist dieses Buch bestens geeignet. Unerwartete Wendungen und atemberaubende Zufälle finden sich hier ebenso, wie logische Schlussfolgerungen und liebevolle kleine (und größere) Zeichen. Wunderbar! Dafür 5 Sterne von mir und eine eindeutige Leseempfehlung!

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