Eva Ries kam als Musikmanagerin mehr zufällig als gewollt zum Wu-Tang-Clan und hat in ihrer jahrzehntelangen Arbeit mit dem Clan diesen besser kennengelernt.
Wie kommt eine (deutsche) weiße Musikmanagerin dazu, den Wu-Tang-Clan zu managen? Und welchen Problemen begegnet sie dabei? Eva Ries erzählt über ihre erste Begegnung mit dem Clan, über ihre Erfahrungen aber auch über den Aufstieg (und stellenweisen) Fall des Clans. Cultur-Clash ist eines der Kapitel betitelt. Das kann man hier groß schreiben. Nicht nur die Gegend, in der es zum ersten Treffen kommt fallen unter diese Bezeichnung, auch viele Einstellungen der Gangsta-Rapper. Die Beschreibungen (auch jene in den Sonderkapiteln zu den einzelnen Mitgliedern) lassen nicht zu, dass diese Bezeichnung als Pseudo-Selbstdarstellung verstanden werden kann. Da ist die Rede von Kriminalität, von Gefängnisaufenthalten aber auch von Todesfällen. Kein leichtes Spiel für die Musikmanagerin, angefangen von kleinen organisatorischen Problemen über große Eskapaden. Und doch schreibt sie ihre Biografie über den Clan nicht abwertend, allerdings immer wieder auch so, dass bestimmte Situationen nicht beschönigt werden.
Fazit: Ein guter Einblick in den Wu-Tang-Clan, der mit vielen Bildern bereichert wird.






