Eva Rossmann

 3.9 Sterne bei 269 Bewertungen
Autorin von Russen kommen, Freudsche Verbrechen und weiteren Büchern.
Eva Rossmann

Lebenslauf von Eva Rossmann

Eva Rossmann lebt im niederösterreichischen Weinviertel. Verfassungsjuristin, dann Journalistin u. a. beim ORF, der NZZ und den „Oberösterreichischen Nachrichten“. Seit 1994 arbeitet sie als Autorin und freie Journalistin, u. a. für das Gastromagazin „A la Carte“. Nebenbei Köchin in "Buchingers Gasthaus zur Alten Schule". Für ihr frauenpolitisches Engagement wurde sie im Jahr 2000 vom PR-Verband Österreichs zur „Kommunikatorin des Jahres“ gewählt. Eva Rossmann veröffentlicht zahlreiche Sachbücher zu frauenkritischen Themen und legt fast jährlich einen Krimi vor.

Neue Bücher

Gut aber tot
 (4)
Erscheint am 26.10.2018 als Taschenbuch bei Bastei Lübbe.
Im Netz
 (1)
Neu erschienen am 21.08.2018 als Buch bei Folio.

Alle Bücher von Eva Rossmann

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Eva RossmannRussen kommen
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Russen kommen
Russen kommen
 (26)
Erschienen am 15.10.2010
Eva RossmannFreudsche Verbrechen
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Freudsche Verbrechen
Freudsche Verbrechen
 (21)
Erschienen am 21.10.2003
Eva RossmannAusgejodelt
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Ausgejodelt
Ausgejodelt
 (20)
Erschienen am 29.10.2002
Eva RossmannWein & Tod
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Wein & Tod
Wein & Tod
 (19)
Erschienen am 13.11.2007
Eva RossmannWahlkampf
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Wahlkampf
Wahlkampf
 (18)
Erschienen am 12.05.2009
Eva RossmannKaltes Fleisch
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Kaltes Fleisch
Kaltes Fleisch
 (19)
Erschienen am 19.10.2004
Eva RossmannAusgekocht
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Ausgekocht
Ausgekocht
 (18)
Erschienen am 17.01.2006
Eva RossmannEvelyns Fall
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Evelyns Fall
Evelyns Fall
 (14)
Erschienen am 01.09.2010

Neue Rezensionen zu Eva Rossmann

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Sikals avatar

Rezension zu "Mahlzeit!" von Eva Rossmann

Eine Köchin aus Leidenschaft …
Sikalvor einem Jahr

… plaudert aus dem Nähkästchen. Als spätberufene Hobby-,

Amateur- und letztendlich gelernte Köchin, lässt uns Eva Rossmann einen Blick
über die Schulter werfen und entlockt uns das ein oder andere Schmunzeln.
Schreiben kann sie ja, das muss man ihr lassen und das hat sie als Krimiautorin
bereits mehrfach unter Beweis gestellt. In „Mahlzeit“ geht es weniger blutig
zu, außer es muss ein Lamm zerlegt werden und ermittlerische Fähigkeiten
benötigt sie auch in ihrem Küchenreich, wenn die Suche nach Jus oder Mousse
vonstattengeht, welche doch gerade noch hier waren …


„Am Griller zischt es. Die Dunstabzugshaube röhrt. Pfannen scheppern auf den Herd. Der Bon-Drucker rattert, die nächsten drei Tische werden annonciert. Konzert einer Küche im Hochbetrieb.“

Eva Rossmann kocht in Manfred Buchingers Lokal „Zur alten
Schule“ seit nunmehr etlichen Jahren, immer wenn es ihre Zeit zulässt. Das ist
wohl auch der Grund, dass sie immer noch mit Begeisterung am Werken ist, weil
sie diese Tätigkeit erstens nicht machen „muss“ und zweitens nicht „immer“
machen muss. Vergleiche mit anderen Gastronomieerlebnissen sind daher
vermutlich nur bedingt möglich – außer dass es Stress gibt, sobald das Lokal
voll ist … Das ist wohl überall so.



Was mir an den Geschichten besonders gefallen hat, ist der
Bezug zur Regionalität, Frische, der Qualität der Lebensmittel, die
Wertschätzung derer sowie auch gegenüber den Mitarbeitern.



„Aber man muss dafür wohl wirklich etwas verrückt sein, ein Freak, andere machen als Hobby Bungee-Jumping. Ich krieg die Höhen und Tiefen, den Speed und den Kick ganz ohne Gummiseil. Und dann ist da auch noch das Ergebnis.“



Das Buch ist wie eine Speisekarte aufgebaut. Man beginnt bei
den Vorspeisen, dem Gruß aus der Küche und erfährt so manches über brennende
Pfannen, einen schattigen Gastgarten, den bürokratischen Kleinigkeiten einem
Syrer mit deutlichen Sprachbarrieren. Weiter geht es mit dem Hauptgang, bei dem
man Verständnis für nichtrauchende Königspudel aufbringen sollte, sich mit
Fad-Food auseinandersetzt, Bocuse begegnet und den Schein der Fernsehwelt
erkennt. Letztendlich landet man doch noch beim Dessert, sinniert über den
Glanz der Sterne, einen Aufbruch oder Abschied bis man einsehen muss:
Sperrstund‘ is …



Ein humorvoller Einblick in eine Haubenküche, in der man
sich nicht nur Kreativität und herausragende Designermenüs erwarten darf,
sondern auch Routine und Herausforderung – und vor allem eines: Stress und
höchste Konzentration bis der letzte Gast zufrieden ist sowie die Erkenntnis „Zwei Hände mehr sind einfach zwei Hände
mehr“.



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awogflis avatar

Rezension zu "Mahlzeit!" von Eva Rossmann

Weinviertler Küchentratsch
awogflivor einem Jahr

Eva Rossmann, Krimiautorin und Teilzeitköchin im Gasthaus Manfred Buchingers zur alten Schule im Weinviertel http://www.buchingers.at/ hat sich Anthony Bourdain zum Vorbild genommen und ist angetreten, Hintergrundgschichtln „aus der Küche“ zu erzählen.

Dieses sehr ambitionierte Vorhaben hat mehrere kapitale Denkfehler. Erstens war Frau Rossmann so gut wie nie in einer anderen Küche angestellt und das merkt man. Zweitens wird sie als gute Freundin des Chefs mit Glacéhandschuhen angefasst und kann gar nichts über den Stress bzw. den üblichen Umgang miteinander in der Küche sagen. Drittens ist natürlich das kleine familiäre Gasthaus im Weinviertel per se schon ein Musterbetrieb, wie man wertschätzend mit dem Gastgewerbepersonal umgeht, quasi einer der wenigen funkelnden Diamanten in einem Meer an schlechten Beispielen. Das wäre nun gar kein Beinbruch, wenn sie zu Beginn des Buches nicht so atemberaubend verallgemeinern würde, tatsächlich zu wissen, wie es in „der Küche“ zugeht.

"Aber man muss dafür [die Küche] wohl wirklich etwas verrückt sein, ein Freak, andere machen Bungee-Jumping. Ich krieg die Höhen und Tiefen, den Speed und den Kick ganz ohne Gummiseil."

Ein Mensch, der nie in mehreren Küchen den Stress auf Saison, die schlechte Behandlung von jugendlichen Lehrlingen, den Sexismus gegen Frauen und die teilweise extrem schlechte Behandlung von Ausländern (wenn man selbst im Ausland arbeitet ist man ja auch Ausländer) und im Gegenzug natürlich auch die daraus resultierenden todesverachtenden Galgenhumor-Gegenreaktionen der Mitarbeiter erlebt hat, kann einfach nicht sagen, wie es in der Küche üblicherweise zugeht, sondern nur wie es sich im geschützten Biotop des Weinviertels verhält.

Nach einem Drittel des Buches relativiert Frau Rossmann zwar ihre Aussagen, gibt zu, dass sie als gute Freundin des Chefs doch tatsächlich anders behandelt wird, sie versteigt sich aber sofort wieder in Verallgemeinerungen bei der Typisierung des Servierpersonals. Als Hotelfachschulabsolventin, die viele Küchen- und Servicejobs sowohl in Österreich als auch in der Schweiz als junge Frau absolviert hat, die sich auch noch vier Saisonen ihr Geld für das Studium im Ausland verdiente, kann ich durch meine Erfahrung hier wirklich einiges dazu beitragen. Solche grundlegenden Prototypen einer Servierkraft habe ich eigentlich noch nie getroffen und ich kann auch kaum einen meiner über die Jahre angesammelten mehr als 50 Kollegen, mit denen ich intensiv zusammenarbeitete, hier eindeutig zuordnen. So spiegelt Rossmanns Typisierung eben wieder nur das Buchinger‘sche Miniversum und nicht „das Servierpersonal“, das sie pauschalisierend so gern beurteilt.

Gelegentlich gibt es durchaus realistische Geschichten und funkelnde Highlights, wenn die Autorin nämlich konkret über Manfred Buchingers Kampf mit der österreichischen Bürokratie der Tourismusverbände, die Verwaltungsarbeit als Koch & Restaurantinhaber, um in irgendwelchen Restaurantguides gelistet zu werden, oder auch das wirklich gute wertschätzendes Kapitel über den syrischen Flüchtling mit Sprachproblemen schreibt. Das hat mir ausnehmend gut gefallen.

Und plötzlich verursacht Rossmann schon wieder einen derart kapitalen ignoranten Schnitzer, dass mir sprichwörtlich die Spucke wegblieb. Galloway wird nach ihrer Diktion von manchen Gästen italienisch wie [tschallo = gelb] ausgesprochen. Ich weiß ja nicht, welche Sprache sie da meint, aber italienisch ist diese Aussprache auf keinen Fall, denn Gallo spricht man in Italienisch auch genauso aus wie bei uns [gallo = Hahn]. Was sie meint, würde man Gialloway schreiben – ein völlig anderes Wort. Da reiht sie sich bedauerlicherweise in die Riege der unzähligen ignoranten Dummköpfe ein, die keinen Respekt vor der italienischen Sprache zeigen und alles verballhornen. Jene, die nach [Tschaorle] zum Baden fahren und [Raditschio und Gnotschi] servieren. Der österreichische Spitzenkoch Johann Lafer ist leider auch so ein Exemplar, das mich regelmäßig zur Weißglut treibt. Korrekter wertschätzender Umgang mit der italienischen Sprache ist nämlich wirklich kinderleicht: So simpel ist die Regel: „[tsch] nur wenn i und e danach, es sei denn, es ist ein h dazwischen".

Rossmanns leidenschaftliches Plädoyer im Kapitel Fad-Food - die Autorin meint quasi das immer gleiche fade Essen der Luxuskategorie wie Trüffeln, Gänsestopfleber … - und alle sinnlosen Modeerscheinungen dieser Kategorie liebe ich hingegen wieder sehr. Die Autorin fordert mehr Innovation, Regionalität, purer Geschmack, Abwechslung und Mut zu ungewöhnlichen Kombinationen. Da bin ich ganz ihrer Meinung. Gottseidank ist dieser Trend jetzt endlich auch bei uns im Vormarsch. Ich hab persönlich erst vor zwei Wochen in Wien eine asiatische Muschelnudelsuppe mit Schweinebauch & Grammeln gegessen - es war herrlich!

Auch die anschließenden konkreten Geschichten über Gäste im Weinviertel und der typische Arbeitsalltag von Manfred Buchinger sind ganz gut aus dem Leben des Restaurants gegriffen.

Fazit: Ein mehr schlechtes als rechtes Werk mit ein paar Highlights. Wenn Rossmann in diesem Buch nicht derart klotzen, und ihre doch sehr beschränkten Weisheiten nicht als allgemeingültiges Dogma verkaufen, sondern sich einfach eingestehen würde, dass sie ein Buch über den Mikrokosmos Buchinger schreibt, hätte ich mich weit weniger geärgert und die Geschichten wesentlich besser beurteilt. An ihr angestrebtes Buch-Vorbild von Anthony Bourdain – Geständnisse eines Küchenchefs -  kommt sie nicht mal annähernd heran. „Also, Frau Köchin:- Bleiben Sie bei Ihren Leisten und schreiben ehrlich über das Restaurant im Weinviertel, denn das können Sie, aber definitiv nicht über die Küche im Allgemeinen.“

P.S.: Selten habe ich den halben Stern hier auf Goodreads mehr vermisst, als bei der Bewertung dieses Buches 2,5 Sterne wären eigentlich die gerechtere Beurteilung.

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HEIDIZs avatar

Rezension zu "Gut, aber tot" von Eva Rossmann

Sehr gut und nicht tot
HEIDIZvor 2 Jahren

·  Gebundene Ausgabe: 280 Seiten

·  Verlag: Folio; Auflage: 1 (30. August 2016)

·  Sprache: Deutsch

·  ISBN-10: 3852566983

·  ISBN-13: 978-3852566986

·  Größe und/oder Gewicht: 13,9 x 2,7 x 21,6 cm

 

PREIS: 22,00 Euro

 

Super Einstieg in eine durchweg spannende und auch sozial-gesellschaftskritische Handlung eines Krimis, der mich von der ersten bis zur letzten Seite gefangen genommen hat. Es geht um Fleischverweigerung - um eine internationale Bewegung - genannt Vegane Anarchie. Arbeiten die Gnadenhöfe auch wirklich zum Wohl der kranken und alten Tiere? ein junger Bauer wird erschossen aufgefunden und noch mehr .... eine Kabarettistin aus Berlin verschwindet unauffindbar - wie kann das alles zusammen hängen? Wir lernen die Wiener Journalistin Mira Valensky kennen und ihre Freundin Vesna und dringen tief hinter die Kulissen der Thematik "Mensch/Tier"

 

Mira Valensky ist die Journalistin, die schon in verschiedenen Krimis (um genau zu sein ist Gut, aber Tot der 18. Mira Valensy Fall) der Autorin Eva Rossmann die Hauptrolle spielte, sie hat mich überzeugt. Die Autorin stellt sie sehr lebendig dar, wie auch die anderen Charaktere und in die Handlung kann man sich aufgrund der flüssig authentischen Schreibweise sehr gut hinein versetzen.

 

Mira und Martina sind Freundinnen, auf dem Weingut der Freundin wird Mira in einen Fall involviert. Am Tor wird das Wort „Mörderin“ entdeckt. Mehrere mysteriöse Dinge passieren. Mira und Vesna ermitteln und kommen hinter Lügen, Gerüchte und Intrigen. Durchweg spannend geschrieben und schön zum mitermitteln. Wie alles wirklich zusammenhängt, konnte ich erst zum Schluss begreifen. Viele kleine Teilchen müssen zusammengesetzt werden, dann ergibt sich ein Ganzes.  Auch kann man hinter die Kulissen der Veganer schauen, ihre Essensdisziplin versuchen zu begreifen.  Ich finde es gut gemacht, wie die Autorin diese Thematik angeht und in ihren fiktiven Krimi einbaut, sehr gelungen.

 

Empfehlung !!!

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VeroGs avatar
Krimis & Thriller, geschrieben von österreichischen Autoren/innen, erobern zunehmend auch den deutschen Markt. Einige schrieben die derzeit so beliebten und erfolgreichen Regionalkrimis, aber es gibt auch grenzüberschreitende und internationale Thriller. Das Angebot ist groß. Was sagt ihr dazu? Gefallen euch die Geschichten aus Österreich? Wenn ja, warum? Wenn nein, warum nicht? Sind sie anders als die deutschen Kriminalgeschichten? Stört es, wenn Ausdrücke im Dialekt vorkommen oder wird das als liebenswerte Eigenheit der Region angenommen? Über regen Gedankenaustausch zu diesem Thema freue ich mich sicher nicht alleine. Liebe Grüße aus Niederösterreich Vero
bauerhepeters avatar
Letzter Beitrag von  bauerhepetervor 4 Jahren
Romane von EVA ROSSMANN sind gut lg PETER
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