Eva Rossmann ist schon eine altbekannte Krimischreiberin und in Wien weltberühmt. Ihre Vorliebe für kulinarische Kurzkrimis ist epidemisch. Die spannenden Plots beschäftigen sich mit den üblichen Familientreffen zu den Feiertagen, wobei die Mordgedanken blühen, verfressenen Verbrechern und der Frage, warum nicht alle Menschen feine Ironie verstehen. Auf 206 Seiten kurze, knackige Krimigeschichten, für jeden Abend eine, damit man so schön einschlafen kann.
Eva Rossmann

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Alle Bücher von Eva Rossmann
Russen kommen
Wein und Tod
Freudsche Verbrechen
Ausgejodelt
Kaltes Fleisch
Wahlkampf
Ausgekocht
Verschieden
Neue Rezensionen zu Eva Rossmann
Wir beide kamen nicht zusammen. Der Anfang konnte mich nicht begeistern, ich fühlte mich eher wie in einem Kochbuch, nicht wie in einem Krimi. Peter Gruber hat Eine App gegen die Spaltung der Gesellschaft geschrieben, «LISA wünscht ALLES GUTE», die Millionen User hat und damit ist er reich geworden, aber er hat den größten Teil in eine Stiftung gesteckt und etwas für seine Nichte bereitgelegt. Weil er sich bedroht fühlt, verabredet er sich mit der Journalistin Mira Valensky. Gruber erscheint nicht, ist plötzlich spurlos verschwunden. Freiwillig untergetaucht – wenn ja warum? Oder was immer auch passiert ist …
Ich habe versucht, zu verstehen, was das für eine App ist. Man kann damit Menschen per Strichmännchen «Alles Gute» wünschen? Und damit soll Gruber Millionen verdienen, weil die User dafür bezahlen? Peter Gruber, ein ehemaliger Lehrer, der vor heutigen politischen Tendenzen warnt, die an die 1930er Jahre erinnern, plädiert für mehr Freundlichkeit untereinander. Anstatt Hass zu sähen, alles Gute zu wünschen, will mit sonntäglicher Stimmung der Polarisierung der Gesellschaft entgegenwirken. Vor irgendwas hat der Mann Angst, er werde bedroht, behauptet er, ebenso seine App, und darum wendet er sich an die Journalistin Mira Valensky und ihre Ermittler-Freundin Vesna Krajner. Doch bevor sie sich treffen können, ist der er verschwunden. Ich gebe einem Buch 50 Seiten. Wenn es mich dann so gar nicht nicht packen kann, trennen sich unsere Wege. Bis hierhin habe ich weder die App verstanden, noch wohin mich der Weg in diesem Krimi führen konnte, ich war gelangweilt. Lesen ist eine ganz persönliche Sache, die mit Geschmack zu tun. Und dieses Buch konnte mich eben nicht packen.
Eva Rossmann, geboren 1962, lebt im Weinviertel/Österreich und auf Sardinien. Juristin, Journalistin, Autorin. Ihre gesellschaftspolitischen Kriminalromane rund um die Wiener Journalistin Mira Valensky und ihre bosnischstämmige Putzfrau und Freundin Vesna Krajner wurden zu Bestsellern und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, zuletzt mit dem Österreichischen Krimipreis 2024.
Gleich vorweg: Eva Rossmann und ich werden in diesem Leben keine Freundinnen mehr. Nach mehreren Anläufen ist dies wohl mein letzter Versuch. Dabei ist das Thema dieses Krimis ein recht spannendes, nämlich ein Glaubenskrieg zwischen Veganern und Fleischessern.
Mira Valensky will eigentlich nur eine Freundin besuchen und gerät wieder einmal in einen Kriminalfall. Diesmal geht es nicht ausschließlich um den Mord an Menschen, sondern auch um die grausame Massentierhaltung sowie um das falsche Spiel so mancher Gnadenhöfe, die Menschen mit schlechtem Gewissen das Geld aus der Tasche ziehen.
So reiht sich dann Mord an Mord und Mira Valensky und ihre Putzfrau Vesna ermitteln in der militanten Tierschützerszene sowie im Umfeld von dubiosen Firmen zum Vertrieb von Tierfutter .
Meine Meinung:
Eva Rossmann greift in ihren Krimis immer wieder aktuelle Themen auf. Das gefällt mir grundsätzlich. Hier ist es der Kampf der Tierschützer gegen die Tierhalter-Lobby. Ein solcher Fall hat die österreichische Justiz jahrelang auf Trab gehalten. Die Tierschützer wurden nach dem sogenannten „Mafia-Paragraphen“ (Bildung einer kriminellen Vereinigung) angeklagt, dann aber in erster Instanz doch freigesprochen.
Trotzdem hat mir der Krimi nicht so recht gefallen wollen. Wahrscheinlich liegt es daran, dass ich Fanatismus, egal zu welchem Thema, nicht leiden kann. Veganer, Vegetarier und Fleischesser sowie alle anderen Ernährungsformen, die dazwischen liegen, sollen nebeneinander existieren können bzw. dürfen. Missionarischen Eifer, der Menschen Schuldgefühle einredet, wenn sie Fleisch konsumieren, und ihnen für sogenannte „Gnadenhöfe“ das Geld aus der Tasche zieht, lehne ich strikt ab. Dass die Gutgläubigkeit jener Menschen, die für Fleisch aus Betrieben mit einer artgerechten Tierhaltung mehr Geld auf den Ladentisch legen, ausgenützt wird, ist leider auch eine Tatsache.
Fazit:
Die Handlung wirkt trotz der Anleihen an ein echte Ereignisse doch ein wenig zu konstruiert. Irgendwie komme ich mit Eva Rossmanns Schreibstil nicht zurecht, daher nur 3 Sterne.
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