Eva Schloss Amsterdam, 11. Mai 1944

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Inhaltsangabe zu „Amsterdam, 11. Mai 1944“ von Eva Schloss

Am 11. Mai 1944, ihrem 15. Geburtstag, wurde das jüdische Mädchen Eva verhaftet und in das Konzentrationslager Auschwitz verschleppt. Das war das Ende ihrer Kindheit. Es grenzt an ein Wunder, dass Eva den Holocaust überlebt hat. Ihrer Freundin Anne Frank, die sie in Amsterdam kennen gelernt hatte, widerfuhr ein ganz anderes Schicksal. Auch der Vater und der Bruder von Eva wurden ermordet.
Eva Schloss erzählt eindringlich und erschütternd, wie ihr Leben einer behüteten Kindheit im Strudel der brutalen Verfolgung durch die Nationalsozialisten zerstört wurde. Das Besondere an diesem Buch ist: Der Leser nimmt zwar starken emotionalen Anteil, geht aber gestärkt und zuversichtlich durch die Schilderung wieder hervor.
Evas Mutter und Annes Vater begegneten sich nach dem Krieg wieder in Amsterdam, fanden zueinander und heirateten.
Eva Schloss ist Mitbegründerin des Anne Frank Trusts in London und trotz ihres hohen Alters noch immer weltweit als Zeitzeugin unterwegs.

Dieses Buch hat mich beeindruckt und nachdenklich zurück gelassen - gut, dass es geschrieben wurde !!!

— HEIDIZ

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    Amsterdam, 11. Mai 1944

    HEIDIZ

    21. April 2015 um 11:47

    Amsterdam – Anne Frank – Holocaust – Eva Schloss ….   Ich habe gestern und heute das Buch von Eva Schloss mit ihren Kindheits- und Exil- sowie KZ und Nachkriegserinnerungen   PREIS: 19,95 Euro   ·  Gebundene Ausgabe: 160 Seiten ·  Verlag: Eckhaus Verlag Weimar; (2. März 2015) ·  Sprache: Deutsch ·  ISBN-10: 3945294061 ·  ISBN-13: 978-3945294062 ·  Größe und/oder Gewicht: 14,9 x 2 x 21,6 cm   Gliederung: =========   Eine Anmerkung von Barbara Powers Sei dankbar für die Freiheit von Eva Schloss Glück, glück und nochmal glück … von Sibylle Bassler   Kapitel 1 – 10 Beginnend von „Meine Kindheit in Wien“ bis zu „Ein Neuanfang in London“   Leseprobe: ========   Mutter beschloss, einen Teil ihres Schmucks ins Pfandhaus zu bringen, um mehr Geld zu Verfügung zu haben. Mir wurde elend bei dem Anblick, als der Pfandleiher ihr den Scheck aus der Hand nahm. Der Erlös war lächerlich. Es erschien mir alles so ungerecht. Ich dachte daran, wie wir unser Zuhause in Wien zurückgelassen hatten. …   Das Buch beschreibt Evas Kindheit beginnend in Wien in einer glücklichen Familie aufwachsend mit Vater, Mutter und älterem Bruder. Dann kommen die Nazis an die Macht, die Familie muss ins Exil flüchten, um nicht deportiert zu werden. Sie wohnen in Amsterdam – gegenüber der Familie Anne Franks, deren Vater nach dem Krieg der zweite Ehemann von Evas Mutter – also ihr Stiefvater wird.   Es passiert am  11. Mai 1944 –  Eva wird 15 Jahre – hat an diesem Tag Geburtstag. Man verhaftet die Familie und sie werden in das Konzentrationslager Auschwitz verschleppt. Evas Kindheit ist beendet. Sie und ihre Mutter können diese extrem unmenschliche Zeit wie ein Wunder überleben – Vater und Bruder nicht … Eva und Anne hatten sich in  Amsterdam seinerzeit kennen gelernt – Anne schaffte es nicht, sie kam nicht zurück und Vater Frank war der einzige Überlebende der Familie.  Eva Schloss geht nach dem Krieg nach London - die Mutter und Vater Frank heiraten und widmen ihr Leben der Verbreitung von Annes Tagebuch. Eva hieß damals noch nicht Schloss, erst nach ihrer Heirat. Sie erzählt eindringlich erschütternd, wie sie aus der von den Eltern behüteten Kindheit – einer Familien-Insel sozusagen -  in eine brutale Welt – in die Welt der Nazis geschleudert wurde – nicht entfliehen konnte -  verfolgt wurde durch die Nationalsozialisten – nicht nur die Heimat Österreich verlor, nach Amsterdam ging – Verwandte verlor und ihre Kindheit – erst einmal auch den Glauben an das Gute im Menschen-  und somit körperlich und seelisch zerstört wurde – wie sie es aber auch schaffte, ein glückliches Leben führen zu können, doch ständig und noch immer Vater und Bruder zu vermissen.  Stärker und Zuversicht holte sie sich immer wieder im KZ und nach der Befreiung von den Gedanken an ihren Vater und Bruder und ihre Aussagen, die sie nie vergaß bis ins hohe Alter.  Eva Schloss wurde Mitbegründerin des Anne- Frank-Trusts und ist noch immer auf der ganzen Welt Zeitzeugin mit Vorträgen unterwegs.   Es ist der Rückblick eines Mädchen von der Kindheit in eine erzwungene furchtbare Erwachsenenwelt – eine Welt, die eigentlich keine mehr ist, die nur noch das Vegetieren von einer Minute zur anderen ist – aus der Sicht des Mädchens – aber mit Abstand der Jahre erlebt man die Gefühle und Gedanken Evas – die Erlebnisse im Exil, die Ängste und doch auch immer wieder Hoffnungen, kann gut nachvollziehen, wie die Familie sich gegenseitig half und immer wieder aufbaute, Mut machte und das Leben – welches kein lebenswertes Leben mehr war, doch lebens- und liebenswert zu gestalten.   Schlimmer konnte es nicht mehr kommen, als die Familie getrennt wurde auf dem Transport noch zusammen, mussten sie sich mit Blicken Auf Wiedersehen sagen ….. Eva und ihre Mutter blieben wie durch ein Wunder beieinander, halfen sich gegenseitig, erst die Mutter der Tochter und dann auch zu guter letzt umgekehrt ….   Ein Wunder geschah, die beiden kamen frei, mussten nicht auf einen der Todesmärsche …   Dann schildert Eva, wie es ihr und der Mutter und den anderen Überlebenden der Verwandtschaft erging, als sie zurück kamen – ein neues Leben aufbauen mussten …   Dieses Buch ist Geschichte pur – man soll diese Zeit nicht vergessen und dieses Buch trägt dazu bei. Ich finde es so gut, dass es geschrieben wurde, dass die Freundin und Stiefschwester Anne Franks nicht mit ihren Gedanken und Erlebnissen hinter dem Berg hält, dass sie ausspricht, was sie fühlte und fühlt, dass sie ihre Leser an dem teilhaben lässt, was sie durchmachen musste.   Absolut lesenswert !!!

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