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Ausgewählter Beitrag

Seite540

vor 3 Jahren

(9)

Inhalt

In der Trümmerstadt Adeva entscheidet sich für alle 15-Jährigen in der Nacht der Mantai, welche Gabe sie haben. Ein Mal, das auf dem Handgelenk erscheint, zeigt an, ob man telepathisch kommunizieren, unsichtbar werden oder in die Zukunft sehen kann. Doch bei Meleike, deren Großmutter eine große Seherin war, zeigt sich nach der Mantai – nichts. Erst ein schreckliches Unglück bringt ihre Gabe hervor, die anders und größer ist als alles bisher. Als Meleikes Visionen ihr von einem Inferno in ihrem geliebten Adeva künden, weiß sie: Nur sie kann die Stadt retten. Und dass da jenseits der Wälder, in der technisch-kalten Welt von Lúm, jemand ist, dessen Schicksal mit ihrem untrennbar verknüpft ist …


Meine Meinung

Der Klappentext lässt schon vermuten, dass es spannend wird und so war es dann auch. Ein Ereignis folgt auf das andere und ist gerade mal weniger los, macht das Wissen, dass gleich etwas passiert, einen wahnsinnig. Es war wirklich schwer dieses dicke Buch zur Seite zu legen, es hat einen wirklich daran gefesselt. Der Spannungsbogen war riesig und wollte einfach nicht abflachen. Schon im ersten Kapitel ist man mit dabei und die, oft lästige, Einleitung wird gekonnt übersprungen.
Meleike ist eine symphatische Protagonistin mit viel Tiefgang. Man erfährt ihre Beweggründe, Sachen aus der Vergangenheit und ihre Gefühle und Gedanken nachvollziehbar.
Flynn ist ein heldenhafter Protagonist mit kleinen Schwächen die ihn natürlich und sympathisch machen. Auch er hat einiges zu erzählen, ohne dabei Geschichtsstunden vorzutragen.
Auch die "negativen Protagonisten" sind auf ihre Art und Weise nachvollziehbar, niemand macht etwas weil es heute regnet, schneit oder die Sonne scheint. ;) Auch diese Personen haben Charakter und bleiben nicht einfach im Dunklen. Sie handeln aktiv, was sie echter macht. Es sind nicht nur irgendwelche Personen, die böse sind. Es sind einzelne Figuren mit Namen und Gesicht.
Alle Informationen werden mit dem Geschehen verknüpft und nicht einfach einem vorgesetzt. Das, was wichtig ist, erfährt man dann wenn man es braucht, ohne dabei Sachen wegzulassen oder einen extra Roman zu schreiben.
Der Schreibstil ist dadurch sehr flüssig und die Seiten fliegen nur so dahin.
Die Situationen werden detailiert beschrieben, es wird aber dennoch nicht langatmig. Das Geschehen verfolgt man als Beobachter einzelner Personen, man kann diese Sichtweisen ohne Hinweise problemlos auseinanderhalten. So kann man Ereignisse aus mehren Winken betrachten und es wird nochmal spannender.
Die Figuren haben oft merkwürdige Namen, man verwechselt sie aber nicht, sonder merkt daran nochmal wie sich die Welt verändert hat und auch die Mode.

Fazit

Das Buch ist ein wirklich spannendes Debut, das ich jeden, der in diesem Genre liest, empfehlen kann. Der Schreibstil ist flüssig und die Personen sympathisch und mit Liebe gestaltet.

Autor: Eva Siegmund
Buch: LÚM - Zwei wie Licht und Dunkel

cbt_Verlag

vor 3 Jahren

Vielen Dank für diese schönen Eindrücke!

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