Eva Stachniak Die Schwester des Tänzers

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Inhaltsangabe zu „Die Schwester des Tänzers“ von Eva Stachniak

In der Familie Nijinsky dreht sich alles nur um eines: ums Ballett. Als Bronislawa und Waslaw um 1900 in St. Petersburg aufwachsen, bewundern sie allabendlich ihre Eltern in der Garderobe, nervös vor den Auftritten, erhitzt und gelöst danach. Auch für die beiden Kinder ist der Weg vorgezeichnet: Sie werden an der kaiserlichen Ballettakademie aufgenommen – und schon bald zeigt sich, dass besonders Waslaw alle anderen überflügelt. Den Geschwistern steht eine ganze Welt offen – Paris, London, später gar New York –, eine Welt harten Trainings und geschundener Füße, aber auch des Glamours und des Ruhms … Hunderttausende Leser schwelgten in Eva Stachniaks Romanen über Katharina die Große – nun bereitet sie abermals einer großen russischen Heldin die Bühne: Bronislawa Nijinska, Schwester des legendären Waslaw Nijinsky und selbst gefeierter Star des Ballets Russes. Ein Roman über zwei ungleiche Geschwister, über den unbedingten Willen zum Erfolg – und über die Liebe zum Tanz, die alles andere überstrahlt.

sehr trocken geraten, es menschelt mir zuwenig

— fredhel
fredhel

Interessanter Roman mit bildgewaltiger Sprache, aber einigen Längen, aber fantastischen Charakteren.

— Azalee
Azalee

Faszinierende Einblicke in die Welt des Balletts!

— une_fleur
une_fleur

Die Geschichte ist großartig und toll recherchiert, aber die Erzählungweise strotzt vor Mittelmäßigkeit.

— katharose
katharose

Ballettfans aufgepasst. Zugreifen.

— SwimminInABook
SwimminInABook

Willkommen in der Welt des Balletts - eingebettet in eine spannende und berührende Familiengeschichte.

— Bilie
Bilie

Bewegende zeitgenössische Literatur. Begeisternd und mitreißend für jeden, auch ohne Liebe zum modernen Ballett!

— Floh
Floh

Sehr interessant und fesselnd geschrieben. Zieht sich leider zwischendurch.

— LadyIceTea
LadyIceTea

Ein historischer Roman, der auf realen Personen und Ereignissen basiert - hat mir gut gefallen

— Nerissa
Nerissa

s.unten

— winddoors
winddoors

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  • sehr sachlich

    Die Schwester des Tänzers
    fredhel

    fredhel

    25. July 2017 um 18:45

    Eva Stachniaks schildert in „Die Schwester des Tänzers“ (übrigens ein ganz zauberhaftes Cover) das bewegte und faszinierende Leben der begnadeten Tänzerin Bronia  Nijinska und zweitrangig das ihres Bruders, dem noch berühmteren Vaslav Nijinsky. Beide werden Ende des 19. Jahrhunderts als Kinder polnischer Tänzer in St.Petersburg geboren und von Kindheit an auf eine tänzerische Karriere vorbereitet. Das Training ist hart, das Einkommen nicht immer gesichert. Auch in den härtesten  Zeiten sind sie beseelt von ihrer Kunst, der sich alles unterordnen muss.Leider ist der Roman für mich zu trocken geraten. Bronias Leben ist übervoll an Ereignissen und Begegnungen. Sie werden alle erzählt, aber es gelingt der Autorin nicht, die Figur zum Leben zu erwecken. Es steckt kein Herzblut dahinter. Man kann nur Bronias Leidenschaft für die Kunst hautnah miterleben, aber für einen normalen Leser, wie ich einer bin, sind diese fast schon philosophischen Exkurse zu langatmig.Kenner der Szene werden begeistert sein, den Weg vom Spitzentanz zum Ausdruckstanz mitzuverfolgen, aber ich fand es einfach ermüdend. Ich hatte mir mehr russische Seele, Leidenschaft und Zwischenmenschliches erhofft.

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  • Leserunde zu "Die Tänzerin von Paris" von Annabel Abbs

    Die Tänzerin von Paris
    aufbauverlag

    aufbauverlag

    Tanz war meine Antwort – auf alles, was das Leben mir abverlangteParis, 1928: Lucia ist jung, begabt und wird in der Bohème als Tänzerin gefeiert. Aber ihr Vater ist der große James Joyce, und so modern seine Werke auch sein mögen, so argwöhnisch beobachtet er das Streben seiner Tochter nach einem selbstbestimmten Leben. Dann begegnet Lucia dem Schriftsteller Samuel Beckett, der ihre große Liebe wird. Doch ihre Hoffnungen, sich aus dem Schatten des übermächtigen Vaters zu befreien und ihren eigenen Weg gehen zu können, drohen schon bald zu scheitern.Das tragische Schicksal einer jungen Frau auf der Suche nach Freiheit und Liebe – nach der wahren Geschichte von Lucia Joyce.»Das starke Portrait einer jungen Frau, die sich danach sehnt, als Künstlerin zu leben, und deren Lust am Leben einem entgegenleuchtet.« The GuardianZur Leseprobe Über Annabel Abbs Annabel Abbs studierte Englische Literatur und leitete eine große Marketing Consulting Agency, bevor sie zu schreiben begann. Ihre Kurzgeschichten wurden hochgelobt, und ihr Debütroman „Die Tänzerin von Paris“ wurde mehrfach ausgezeichnet. Mit ihrem Mann und ihren vier Kindern lebt Annabel Abbs in London und Sussex. Jetzt bewerben! Um eines der 25 Freiexemplare zu ergattern, bewerbt euch bitte mit Klick auf den "Bewerben"-Button und beantwortet folgende Frage: Welches Buch habt ihr zuletzt gelesen?Wir freuen uns auf euch und einen regen Austausch!Euer Team vom Aufbau Verlag* Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde sowie zum Schreiben einer Rezension, nachdem ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlich haben.

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    • 498
  • Einige Längen, aber sehr interessant

    Die Schwester des Tänzers
    Azalee

    Azalee

    26. June 2017 um 21:51

    SCHREIBSTIL: Eva Stachniak hat in "Die Schwester des Tänzers" einen sehr bildreichen und realistischen Schreibstil. Sie schafft es, den Leser in das Russland des frühen 20. Jahrhunderts zu entführen und die Umgebung lebendig werden zu lassen. Das Buch ist aus der Ich-Pespektive von Bronia Nijinsky verfasst und erstreckt sich über einen Zeitraum von rund 40 Jahren. Für den Schreibstil gebe ich 5/5 Sterne. HANDLUNG: Die Handlung erstreckt sich über mehr als 40 Jahre und erzählt Bronias gesamte Leben von der Kindheit bis zu ihrer Reise nach Australien. Bronia (oder eigentlich Bronislawa Nijinsky) war eine russische Tänzerin und Choreografin. Eva Stachniak hat aus verschiedenen Quellen ihr Leben zusammengetragen und daraus einen Roman geschaffen. Zwischendurch gab es einige Längen, was aber auch dem Format des Romans zuzuschreiben ist. Schließlich handelt es sich eher um einen biografischen Roman und niemand hat ein andauernd aufregendes Leben. Wer das Ballett nicht mag, wird sich aber wahrscheinlich nicht für den Roman begeistern können. Teilweise war ich etwas verwirrt, in welcher Zeit sich das Buch gerade befindet, weil die Zeitsprünge doch recht groß waren. Die Zwischenüberschriften haben zwar eine Orientierung geliefert, es hätten aber noch mehr sein dürfen. Ebenfalls etwas verwirrt haben mich zu Beginn die ganzen russischen Namen, weil das ja doch ein sehr spezielles System aus Erst-, Zweit- und Spitznamen ist, sodass ich am Anfang oft nicht wusste, wer eigentlich gemeint war. Für die Handlung gebe ich 4/5 Sterne. FIGUREN: Die Figuren sind allesamt sehr gut ausgearbeitet. Man merkt, was Bronia für eine Entwicklung durchmacht und wie sie - geprägt von ihren Erlebnissen - zur erwachsenen Frau heranreift. Auch die anderen Figuren sind sehr gut ausgearbeitet und ich habe sie lebendig vor mir gesehen. Alle wichtigen Personen aufzuzählen, würde hier aber den Rahmen sprengen. Für die Figuren gebe ich 5/5 Sterne. FAZIT: Eva Stachniak ist ein wunderbarer historischer Roman über das Leben einer Tänzerin gelungen. Der Roman ist besonders geeignet für alle, die auch mit der Welt des Balletts etwas anfangen können, weil es teilweise schon eine recht spezielle Welt ist. Der Schreibstil ist sehr realistisch und beschreibend und erweckte das 20. Jahrhundert zum Leben. Die Handlung hat einige Längen, was bei einem biografischen Roman aber nicht zu vermeiden ist.Die Figuren sind sehr gut ausgearbeitet und entwickeln sich allesamt weiter. Insgesamt gebe ich 5/5 Sterne.

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  • Der Schatten des Bruders

    Die Schwester des Tänzers
    katharose

    katharose

    21. March 2017 um 12:18

    Schon von klein auf, war Bronislawa Nijinska dazu bestimmt, eine Ballerina zu werden, viel harte Arbeit, die Strenge ihrer Eltern, beide ebenfalls Tänzer, bestimmen das Leben des Mädchens. Auch ihre beiden Geschwister Stassik und Waslaw ist dieses Schicksal vorherbestimmt. Gemeinsam wachsen sie Anfang des 20 Jahrhunders in Sankt Petersburg auf. Während es sich herauskristallisiert, dass Waslaw zum Tanzen geboren ist und mit Leichtigkeit auf der Bühne schwebt, steht Bronia in seinem Schatten. Doch auch in ihrer Familie gibt es Veränderungen und Russland erlebt zeitgleich ebenfalls eine Umwälzung. Anders als alle anderen Bücher die ich bisher las, verwendet Eva Stachniak eine sehr besondere Erzählweise: Es wirkt, als spräche man mit der alternden Bronia, ähnlich wie eine alte Dame, die von ihrem Leben berichtet. Dabei ist die Geschichte so detailliert, dass es fast schon unmöglich scheint, so genau recherchiert zu haben. An die etwas eigentümlichen Schreibstil muss man sich jedoch gewöhnen. Selbiges gilt für polnische Begriffe, die jedoch fast immer übersetzt werden und natürlich Ballett-Fachvokabular. Als großer Fan des Balletts, waren mir die Begriffe natürlich vertraut, allerdings kann man als Neuling sich damit schwer tun. Als einen großen Nachteil empfand ich, dass ich mit Bronia nie richtig warm werden konnte. Sie war stets da, stets faszinierend, ihre Entscheidungen waren manchmal seltsam, unbegründet, abrupt, aber häufig nachvollziehbar. Was bleibt, ist jedoch die Distanz zum Charakter, sie wirkt kalt und streng und in den wenigen Momenten, wo sie aufweicht, sie etwas berührt, bleibt die Handlung so kurz, wie bei ihrer ersten Schwärmerei, das eine Gefühl von Resignation bleibt. Neben Bronia spielt natürlich ihr begabter Bruder Waslaw eine Rolle. Es ist wirklich beeindruckend, wie stark Bronia Neid, Missgunst und diesem Schatten trotz, sie ist eine starke Frau, aber neben ihrem Bruder fast unsichtbar.Letztlich war er für mich stellenweise sehr viel interessanter als seine Schwester, aber die Idee, das Licht auf die historisch weniger bekannte Figur zu setzten, ist eine schöne. Nur leider ist die Umsetzung, wie schon erwähnt, manchmal unglaublich schwer zugänglich, Bronia lebt, aber nicht so richtig vor meinem geistigen Auge. Interessant ist der Roman alle mal, nur leider fehlt es an Energie und an Spannung. So las ich das Buch nebenbei in der Bahn, fasziniert vom Ballett, von diesem Leben, aber ich hätte mir mehr gewünscht. Für eine Biografie ist das Buch sehr gut, nur nicht für einen Roman. Allerdings möchte ich das wunderschöne Cover loben, es wirkt herrlich winterlich, ästhetisch und russisch. Leider kommt an dieser Stelle wieder ein Aber! Denn während des Lesens erfährt man wiederholt, dass Bronislawa Nijinska eine kleine, eher muskulös-stämmige Frau war, was die Dame auf dem Bild leider nicht ist. Fazit: Obwohl großartig recherchiert, hinterlässt mich dieses Buch mit einem unbefriedigten Gefühl. Die Ballett-Welt wird hervorragend porträtiert,  der Hauptcharater bleibt jedoch schwer zugänglich. Meine Erwartungen wurden leider nur halb erfüllt: Die Geschichte ist großartig, aber die Erzählungweise strotzt vor Mittelmäßigkeit.

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  • Ballett Ballett Ballett

    Die Schwester des Tänzers
    SwimminInABook

    SwimminInABook

    09. March 2017 um 09:06

    Ich möchte nur so viel schreiben für Tanz/Ballett/Biografie/starke Frauen/Historik/Russland Fans ein ideales Buch mit viel Liebe zum Detail

  • ein gelungener historischer Roman

    Der Winterpalast
    Minje

    Minje

    "Der Winterpalast" von Eva Stachniak erschien 2012 im Insel Verlag. Inhalt Das Buch spielt überwiegend in Russland, in den Jahren 1743 bis 1764. Es zeigt uns, was am Zarenhof vorging: Elisabeth, Peter und Katharina. Jeder der drei Personen wird dem Leser nähergebracht. Meinung Cover Wunderschön! Mir gefällt das Cover vom Insel Verlag sogar noch besser als das Original Cover! Echt gelungen. Es sieht so idyllisch aus. Als ob im Winterpalast alles total schön ist. Doch wenn man hinter die Kulissen guckt...kann man schon mal erschrecken... Aufbau Das Buch ist aufgeteilt in 12 Kapitel und einen anschließenden Epilog. Mir gefällt dieser Aufbau. Als Leser habe ich das Gefühl, dass die Erzählerin (Warwara) nun im Epilog zur Ruhe kommt und mit ihrer Vergangenheit abgeschlossen hat. Perspektive Der Roman wird aus der Ich Perspektive, und zwar aus Sicht einer Spionin erzählt. Das ist total gut gelungen und total eindrucksvoll. Es ist interessant, ihren "Werdegang" zu beobachten und ihre Gedanken dazu zu lesen. Gleichzeitig merkt man, dass es nicht nur Prunk war am Zarenhof, dass es sehrwohl noch eine andere Seite des Hofes gab... Und dadurch, dass Katharina zu Beginn von Warwaras Spionagetätigkeit noch gar nicht am Hofe war, bekommen wir einen ersten Einblick und erfahren über Elisabeth und Peter. Das finde ich sehr schön. Auch im weiteren Verlauf, wo Katharina auftaucht, erfahren wir weiterhin wichtiges über Elisabeth und Peter, es ist eine gewissen Ausgeglichenheit da. Das empfinde ich als angenehm. CharaktereGut oder böse? Mag man nicht gerne in Schwarz-weiß denken? X ist gut? Y ist böse? Dieses Buch macht einem das schwer! Jeder der drei wichtigsten Charaktere wird von allen Seiten beleuchtet. Und so kommt es, das die Personen, die man womöglich schon als "böse" verurteilt hat, doch etwas menschliches an sich haben. Und die Personen, die man "nett " fand, verändern sich und gefallen einem später nicht mehr so ganz... Fazit Ein eindrucksvolles Buch. Ich bin gespannt auf "Die Zarin der Nacht". Das werde ich demnächst lesen!

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    • 6
  • Willkommen in der Welt des Balletts - eingebettet in eine spannende und berührende Familiengeschicht

    Die Schwester des Tänzers
    Bilie

    Bilie

    29. January 2017 um 16:35

    Der Roman beschreibt die Geschichte der Familie Nijinski beginnend etwa Anfang des 20. Jahrhunderts bis ins Jahr 1939.Die Geschwister Waslaw und Bronislawa, genannt Bronia wachsen in der Welt des Balletts auf, da ihre Eltern beide Tänzer sind. Ihre Lebenswege scheinen vorgezeichnet und tatsächlich werden beide an der kaiserlichen Ballettakademie angenommen. Schon wenige Jahre später erhalten sie ihre ersten Engagements. Während Waslaw bald als "Gott des Tanzes" gefeiert wird wird   Bronia - trotz ihrer Genialität - lange nur als die "Schwester des Tänzers" wahrgenommen. Aber auch sie entwickelt, vor allem in Zusammenarbeit mit ihrem Bruder, ihren eigenen Stil und wird so zur Mitbegründerin des modernen Balletts. Der Roman beruht auf biographischen Aufzeichnungen Bronias, was ihn für mich noch spannender gemacht hat. Das ganze ist eingebettet in eine tolle Romanhandlung mit vielen historischen Details. Eva Stachniak ist es hier wirklich gelungen, einen in die Welt des Balletts zu entführen. Ich konnte mache Tänze, Vorstellungen und Bühnenbilder geradezu vor mir sehen. Aber auch die Schwierigkeiten der Menschen gerade in der damaligen Zeit werden anschaulich geschildert. Ein wirklich gelungener Roman, für den ich eine absolute Leseempfehlung aussprechen kann. 

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  • Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017

    Warum Lesen glücklich macht
    GrOtEsQuE

    GrOtEsQuE

    Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017 Achtung - es handelt sich nicht um eine Leserunde sondern eine Challenge zum SUB-Abbau!!! Es werden keine Bücher verlost. Ich habe es nur als Leserunde erstellt, damit das Ganze etwas übersichtlicher wird.Ich möchte mich 2017 mehr dem SUB-Abbau widmen, daher habe ich mir überlegt eine Challenge zu erstellen. Die Regeln möchte ich so einfach wie möglich halten - es soll ja auch Spaß machen und nicht in Stress ausarten.Es wird jeden Monat ein anderes Motto geben. Für die zum Monatsmotto passenden Bücher, gibt es jeweils einen Extrapunkt. Das Monatsmotto werde ich immer Ende des Vormonats im entsprechenden Unterthema bekannt geben. Den Extrapunkt kann man mehrmals im Monat sammeln, wenn man genügend passende Bücher für das Motto hat.Jeder der mitmachen möchte, postet bitte im Unterthema Sammelbeiträge seinen Sammelbeitrag. Ich werde dann jeden Monat hier im Startbeitrag die Punkte aktualisieren. Bei den einzelnen Sammelbeiträgen ist mir eigentlich nur wichtig, dass in der ersten Zeile die Gesamtpunktzahl steht, ansonsten kann jeder seinen Beitrag so gestalten wie er möchte - entweder nur die Punkte aufschreiben oder auch das gelesene Buch benennen.Man kann jederzeit noch einsteigen - einfach einen Sammelbeitrag posten und los gehts!!! Rezensionen sind keine Pflicht. Es gelten alle Bücher, die in 2017 beendet werden, man kann also ruhig auch die in 2016 angefangen erst in 2017 beenden. Die Punkteverteilung sieht wie folgt aus: Für jedes gelesene Buch gibt es einen Punkt. Für jedes gelesene Buch, was vor 2017 auf dem SUB gelandet ist, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 400 Seiten hat, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 600 Seiten hat, gibt es zwei Extrapunkte. Für jedes gelesene Buch, was zum Monatsmotto passt, gibt es einen Extrapunkt. Für Comics und Mangas werden nur die Hälfte der Punkte vergeben. Hörbucher zählen auch. Bei den Extrapunkten für die Seiten einfach an dem "echten" Buch orientieren. Wenn es sich um die gekürzte Fassung des Hörbuchs handelt, dann ein dreiviertel der Seiten. (Also mal angenommen das Buch hat 400 Seiten und du hast die gekürzte Fassung des Hörbuchs, zählt es nur für 300 Seiten, also kein Extrapunkt.) Bereits früher gelesene Bücher zählen auch, aber hier gibt es den vor-2017-auf-dem-SUB-gelandet-Punkt nicht, da die Bücher ja nicht mehr zum SUB gehören. Im besten Fall kann man also 5 Punkte pro Buch erhalten. Wer noch Fragen hat, kann sie im Unterthema für Fragen stellen. Nun hoffe ich auf eine rege Teilnahme und wünsch uns schon mal viel Spaß :-) Teilnehmer --- Gesamtpunktzahl --- zuletzt aktualisiert 14.04.2017: _Jassi                                           ---  38 Punkte AmberStClair                             ---   69 Punkte (Gesamtpunkte angeben) Arachn0phobiA                         ---   83,5 Punkte Astell                                           ---    0 Punkte BeeLu                                         ---   62 Punkte Bellis-Perennis                          ---  261 Punkte Beust                                          ---   100 Punkte Bibliomania                               ---   97 Punkte Buecherkaetzchen                   ---   48 Punkte Buchgespenst                         ---  161 Punkte ChattysBuecherblog                --- 111 Punkte CherryGraphics                     ---   62.5 Punkte Code-between-lines                ---  55 Punkte eilatan123                                 ---    5 Punkte Eldfaxi                                       ---   51 Punkte Farbwirbel                                ---   44 Punkte fasersprosse                            ---     9 PunkteFrau-Aragorn                           ---     4 Punkte Frenx51                                     ---  41 Punkte glanzente                                  ---   60 Punkte GrOtEsQuE                               ---   71 Punkte hannelore259                          ---   33 Punkte hannipalanni                           ---   71 Punkte Hortensia13                             ---   53 Punkte Igelchen                                    ---   11 Punkte Igelmanu66                              ---   95 Punkte janaka                                       ---   63 Punkte Janina84                                   ---    44 Punkte jasaju2012                               ---   16 Punkte jenvo82                                    ---   56 Punkte kalestra                                    ---   26 Punkte katha_strophe                        ---   53 Punkte Kattii                                         ---   57 Punkte Katykate                                  ---   44 Punkte Kerdie                                      ---   99 Punkte Kleine1984                              ---   61 Punkte Kuhni77                                   ---   60 Punkte KymLuca                                  ---   50,5 Punkte LadyMoonlight2012               ---   26 Punkte LadySamira090162                ---   124 Punkte Larii_Mausi                              ---    24 PunkteLeif_Inselmann                       ---   40,5 Punkteleseratte89                               ---   30 Punkte Leseratz_8                                ---   18 Punktelisam                                          ---   36 Punkte louella2209                            ---   58 Punkte lyydja                                       ---   55 Punkte mareike91                              ---    20 Punkte MissSnorkfraeulein                  ---  39 Punkte MissSternchen                          ---  29 Punkte mistellor                                   ---   123 Punkte Mone97                                    ---   20 Punkte natti_Lesemaus                        ---  39 Punkte Nelebooks                               ---  160 Punkte niknak                                       ----  180 Punkte nordfrau                                   ---   74 Punkte PMelittaM                                 ---   82 Punkte PollyMaundrell                         ---   24 Punkte Pucki60                                        --- 37 Punkte QueenSize                                 ---   52 Punkte readergirl                                   ---    5 Punkte Readrat                                      ---   35 Punkte SaintGermain                            ---   82 Punkte samea                                           --- 28 Punkte schadow_dragon81                  ---   73 Punkte Schmiesen                                  ---   92 Punkte Schokoloko29                            ---   23 Punkte Somaya                                     ---   100 Punkte SomeBody                                ---   94,5 Punkte Sommerleser                           ---   87 Punkte StefanieFreigericht                  ---   94 Punkte tlow                                            ---   55 Punkte Veritas666                                 ---   87 Punkte vielleser18                                 ---   68 Punkte Vucha                                         ---   78 Punkte Wermoeve                                 ---   17 Punkte widder1987                               ---   40 Punkte Wolly                                          ---   82 Punkte Yolande                                       --   64 Punkte

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  • Bewegende zeitgenössische Literatur. Begeisternd und mitreißend für fast alle Leser!

    Die Schwester des Tänzers
    Floh

    Floh

    17. January 2017 um 04:31

    Ein fesselnder und mitreißender historischer Roman des frühen 20. Jahrhunderts, basierend auf einprägsamen Charakteren und realen Begebenheiten und Hintergründen. Zeitgenössische Literatur mit dem Charme der Authentizität und der Wucht schillernder Kulissen, harter Arbeit (so typisch für die russischen Landleute), Ruhm, Erfolg und Ansehen und einem harten Kampf in der Gesellschaft. Das moderne russische Ballett. Die ambitionierte, polnisch-amerikanische Schriftstellerin Eva Stachniak schildert das Leben der Familie Nijinsky und der tanzbegeisterten Geschwister Bronislawa und Waslaw, die das moderne Ballett bis heute prägen und gezeichnet haben. In „Die Schwester des Tänzers“ könnte man anhand des Titels schon vermuten, dass es ausschließlich um Tanz, Familiengeschichte und Schicksal geht. Doch dieser Roman gibt dem Leser so viel mehr. „Die Schwester des Tänzers“ bietet Emotionen, zeigt gewaltige Kulissen von St. Petersburg über Paris, New York und anderen großen Metropolen. Bankette, Tanzsäle, Theater, Garderobe, große Schiffe, Arenen und Bühnen. Aber auch das karge Land, die Dörfer, das harte Leben in den Weiten Russlands, Der Hunger, die strengen Winter, der Neid, die Verachtung und der Preis des Erfolgs… „Die Schwester des Tänzers“ erzählt packend, authentisch, atmosphärisch und fundiert aus dem russischen Ballett und die Härte der Tanzausbildung und der großen Showbühnen. Die talentierte und mit Ambitionen ausschraffierte Autorin Eva Stachniak bringt all das in ihrem neuen jung-historischen, oder zeitgenössischen Roman unter, was man als Liebhaber und Leser solcher Romane erhofft. Wissen, Recherche, Hintergrund, authentische Sprache, Kleider und Gesellschaftsformen. Autorin Stachniak erzählt einen sagenhaft spannenden und nahezu auf realen Säulen gebauten Roman von unglaublich schönen Bildern und sehr viel Gefühl und Verbundenheit mit wahren Fakten und bester Recherche. Mit fesselnder Spannung, atemberaubenden Kulissen und zeitgemäßer Schreibkunst und Artikulation zur handelnden Epoche fasziniert diese Autorin und liefert eine bewegende Geschichte. Erschienen im Suhrkamp Verlag / Insel (http://www.suhrkamp.de/insel-verlag_67.html)Inhalt / Beschreibung:"In der Familie Nijinsky dreht sich alles nur um eines: ums Ballett. Als Bronislawa und Waslaw um 1900 in St. Petersburg aufwachsen, bewundern sie allabendlich ihre Eltern in der Garderobe, nervös vor den Auftritten, erhitzt und gelöst danach. Auch für die beiden Kinder ist der Weg vorgezeichnet: Sie werden an der kaiserlichen Ballettakademie aufgenommen – und schon bald zeigt sich, dass besonders Waslaw alle anderen überflügelt. Den Geschwistern steht eine ganze Welt offen – Paris, London, später gar New York –, eine Welt harten Trainings und geschundener Füße, aber auch des Glamours und des Ruhms …Hunderttausende Leser schwelgten in Eva Stachniaks Romanen über Katharina die Große – nun bereitet sie abermals einer großen russischen Heldin die Bühne: Bronislawa Nijinska, Schwester des legendären Waslaw Nijinsky und selbst gefeierter Star des Ballets Russes. Ein Roman über zwei ungleiche Geschwister, über den unbedingten Willen zum Erfolg – und über die Liebe zum Tanz, die alles andere überstrahlt."Handlung / Das erwartet den neugierigen Leser:Die begeisternde polnisch-amerikanische Autorin Eva Stachniak hat ein Faible für die wichtigen und prägenden Personen Russlands. Nach ihrem erfolgreichen Roman über Katharina II widmet sie sich hier wieder einer starken und polarisierenden Russin, einer weiteren Heldin Russischer Geschichte. Mit ihrer Hauptprotagonistin Bronislawa Nijinska (genannt Bronia) erzählt die Autorin das Leben und die Familiengeschichte der legendären Familie Nijinsky. Denn Bronia ist die Schwester des berühmten Tänzers Waslaw Nijinsky. Hierfür hat die Autorin sich ganz der Welt des modernen russischen Balletts verschrieben, bietet Eindrücke aus den Aufzeichnungen, Briefen, Archiven und Schriftstücken aus der Zeit um 1939 und der ganzen Ära rund um die Nijinskys. Hier stützt sich die Autorin Eva Stachniak auf Nijinskys Buch „Early Memoirs“ und weiteren biografischen Aufzeichnungen zur Familiendynastie.Der bewegende und mitreißende Roman beginnt damit, dass wir die Kindheit und das Aufwachsen der beiden Geschwister Waslaw und Bronia hautnah in der russischen Familie miterleben und schon früh die künstlerische Prägung und Leidenschaft in der Familie durch ihre Eltern aufspüren können. Die polnisch stämmige Familie Nijinsky führt ein geregeltes Leben, sie hegen die Leidenschaft des Tanzens und auch für Waslaw und Bronia gibt nur ein Ziel: Sie wollen die staatliche Ballettschule besuchen um für die kaiserlichen Theater und Bühnen zu tanzen. Das Training ist hart, wie sollte es auch anders sein. So ist man sich der Strenge und dem Drill des Balletts auch heute noch bewusst. Die Geschwister werden in die staatliche Ballettschule aufgenommen. Schnell feiern beide Nachwuchstänzer größere und kleinere Erfolge. Für die Geschwister öffnen sich Welten. Für damalige Verhältnisse eine Sensation und ein beneidenswerter Erfolg. Bronia und ihr Bruder gehen nach Paris, wo der große Impresario Diaghilaw gerade seine „Ballets Russes“ zusammenstellt. Für Bronia und Waslaw ist es die Chance. Waslaw erarbeitet eigene Choreografien und Bronia und er tanzen als Solisten. Die Ballets Russes sollen einen Bruch wagen, weg vom klassischen, alten Ballett. Ein neuer Stil des Tanzes und die Moderne des Balletts mit ausdrucksstarker Manier, Anmut und Choreografie. Diese schillernde Vorlage des Wandels des Tanzes greift die Autorin gekonnt auf und adaptiert diesen weltweiten Triumph, diese Revolution des russischen Ballets und Ausdruckstanzes auf diese bewegenden und stärkenden Seiten des Romans. Eva Stachniak überzeugt mit einer Umsetzung, die eine wirkliche Dynamik und Bedeutung des Tanzes zeigt. Mehr als nur Ballett. Dieser Roman ist der ideale Lesestoff für alle Tanzbegeisterte, Liebhaber großer Bühnen, starker Ausbildung und Überzeugungskraft, weltweiter Bühnen und das Leben und Arbeiten im weiten Russland des frühen 20. Jahrhunderts. Vielleicht, ich würde es mir erhoffen, bewirkt sogar dieser schillernde Roman „Die Schwester des Tänzers“ eine kleine Renaissance, ein wiederentdecktes Interesse am legendären Nijinsky Ballett.Zum Schreibstil:Die Autorin Eva Stachniak schreibt ihren historisch-zeitgenössischen Roman mit viel Verbundenheit, Herzblut und entdeckt den familiären Hintergrund. Die Autorin selbst hat polnische Wurzeln und findet sich daher vielleicht sogar in der aus Polen stammenden Familie Nijinsky wieder. Eine Familiengeschichte, eine Familiendynastie, die die Welt des Tanzes und des modernen russischen Balletts bis heute geprägt hat, welche die Schriftstellerin auf alten Schriften, Erzählungen und Dokumenten nachgekommen ist. Ihre Erkenntnisse, Erfahrungen und Hintergründe verwebt diese talentierte Autorin in ihrer teils fiktiv ausgeformten Handlung und bietet immer wieder Puzzleteile, die auf wahren Begebenheiten beruhen. Ihr Werk erzählt wieder einmal von einer großen russischen Heldin. Diese Leidenschaft dieser verkörperten großen russischen Frauen hat die Autorin schon in vorherigen erfolgreichen Romanen wunderbar zum Ausdruck gebracht. Eva Stachniak überzeugt durch enorme Sprachgewandtheit, sie hat die Eindrücke und den Jargon der damaligen Zeit um 1900 und Jahrzehnte später treffend und authentisch eingefangen und gibt diesen Charme an ihre Leser weiter. Auf diese grandiose und mitreißende Autorin bin ich durch eine Empfehlung gestoßen, da ich auf der Suche nach einem richtig guten Schreiber oder einer Schreiberin für historische Romane war. Dieser Tipp einer anderen Leserin hat sich gelohnt. Mit Eva Stachniak habe ich genau das gefunden, was ich an historischen Romanen so sehr beherzige und gerne lese. Die Autorin hat sich bereits in ihren ersten klingenden Zeilen in mein Herz geschrieben, ich mag ihre nahe, verbundene und sehr gewählte Erzählweise, die Dramaturgie ohne jeglichen Kitsch, die fundierten Fakten und Hintergründe, die sich zu einer äußerst bildreichen und einflussreichen Geschichte bündeln und von großem Können und Wissen sprechen. Autorin Stachniak schafft Nähe und Verbundenheit, sie nimmt den Leser völlig selbstverständlich mit in eine andere Zeit und Ära. Sie scheut sich auch nicht davor, die Gräueltaten und schrecklichen Nöte, Leiden, Hunger und Drill zu präsentieren und zu formulieren. Sie entführt ihre Leserschaft an historische Orte des alten Russlands, samt Kaiserreich. Sie lässt den Leser die Gerüche und Atmosphäre wahrnehmen, sie teilt das Leid und die Liebe der Charaktere mit den Lesern. Hier liest man nicht nur, nein, hier ist man in der Ära des Wandels des modernen Balletts spürbar dabei. Ein spannungsgeladener, fundierter und atmosphärischer Roman. Sehr bemerkenswert und gekonnt formuliert die Autorin zeitgemäße Dialoge ohne überladen oder aufgesetzt zu erscheinen. Ein feines Händchen und eine gelungene Gratwanderung zwischen den Epochen. Keinesfalls gekünstelt, sehr anmutig, gehoben und der einstigen Zeit entsprechend. Neben der Sprachkunst des historischen Romans setzt sie auch auf entsprechendes Flair und Atmosphäre, und entsprechend eingestreut und verwebt sind all die historischen Fakten, Gepflogenheiten und Fakten, sowie die Aufzeichnungen der legendären Familie Nijinsky. Eva Stachniak versteht ihr Können, selbstsicher und mit ausgiebiger Recherche begibt sie sich in die vergangene Zeit. Wenn man sich über die Autorin, ihrer Motivation und ihrer Leidenschaft für russische Kulissen und Personen informiert und auch die interessante Danksagung als Nachwort zum Roman liest, wird man sehen und anerkennen, welche Verbundenheit sie zu ihren Romanen pflegt. Ganz großartig und lobenswert! Schauplätze:Wie ein lebendig gewordener Streifzug durch das winterliche und harte arbeitende Russland. Die geformten, realen und überaus detaillierten Schauplätze überzeugen durch Atmosphäre, Gerüche, Gesellschaft und vielen authentischen Details. Eine Vergangenheit wird neu zum Leben erweckt. Hier gibt es nicht nur Orte die sich auf den Tanz beziehen, hier gibt es zwar große Säle, Bankette, Showbühnen und Höfe, aber der Fokus liegt tatsächlich auf das bescheidene Leben, die Gesellschaft, das einfache Volk. Zudem begleiten wir die Geschwister auf ihren Reisen, mit all ihren Entbehrungen und Zugewinnen. Ein Streifzug durch Kultur, Ausdruckstanz, Ausbildung, Meister, Lehrer, Akademien, Kaiserreich, Politik, Gesellschaft, Ländereien, Familien… Hier gibt es enorme Atmosphäre, Gesellschaftsformen, Handel, Glaube und die Härte des damaligen Lebens. All die atemberaubenden Kulissen laden zu einem geschichtlichen Streifzug ein. Historische Atmosphäre, die Kluft zwischen Arm und Reich, Glaube und Aberglaube, zwischen Staat und Kaiserreich, zwischen Sehen und Ansehen, zwischen Recht und Unrecht, sowie Neid und Zuspruch… Schriftstellerin Eva Stachniak gibt in ihrem Roman immer ein authentisches und zeitgemäßes Bild der Schauplätze wieder. Dies bezieht sich nicht nur auf das Land Russland, nein, sie entführt den Leser an die Örtlichkeiten, zeigt das Leben und Leiden der Familien, der Künstler, durchforstet alte Berichte und Tagebücher, besucht Familien und Arbeiter, durchdringt die kaiserlichen Hierarchien und die großen Ausrichter des Balletts und ihren Ruhm und der Gier nach Erfolg und Revolution des Tanzes. Hier lobe ich die mir so sehr erhoffte und gewünschte intensive und authentische Recherche der Autorin. Stachniak schreibt mit viel Hintergrund, eigenem Wissen und Erfahrungen und ausgiebiger Kenntnis. Hier spürt der Leser viel Herzblut und Verbundenheit zur Epoche und zur Geschichte der Familien-Dynastie der Nijinskys. Sehr genau hat sie die Eindrücke eingefangen und gibt diese im Buch an die Leser weiter. Eva Stachniak hat in trefflichen Momenten immer ein sehr genaues Bild der Umgebung geschaffen und überzeugt und überrascht mich genau damit vollkommen.Charaktere:Bei der Skizzierung ihrer Charaktere und Personen war ich nicht immer gänzlich zufrieden und ich entdecke da noch ungenutztes Potential. Warum sie dieses nicht ausgeschöpft hat, erschließt mich mir nicht. Für mich bleibt eine entscheidende Frage zu Bronislawa einfach unschlüssig und nicht klar ausgearbeitet: Warum wurde ausgerechnet Bronia ausgewählt? Was machte sie zur besonderen Wahl? Wo lag ihre Stärke? Was zeichnete ihren Tanz so besonders aus? Der Titel lautet Die Schwester des Tänzers. Dennoch stehen hier nicht nur Bronia und Waslaw als solche im Fokus, sondern eine galant und komplex verwobene Geschichte um die ganze Welt des modernen Balletts, der Tanzausbildung und des einfachen Lebens in Russland, wo jeder trotz aller Klagen versucht glücklich zu sein, eine Gemeinschaft zu bilden und sich gegenseitig zu helfen. Eine Gesellschaft aus Arm und Reich, einfache Bauern und Handwerker, Selbstversorger, kinderreiche Familien, Angestellte und der kaiserliche Hof. Künstler aus Paris, New York und St. Petersburg, angesehene Akademien und Ausbildungsstätten… Die Autorin schafft ein facettenreiches und verständliches Bild der damaligen Gesellschaft und der Gesellschaftsformen mit ihren Hierarchien, Sitten und Gepflogenheiten. Kleidung, Sprache und das Umfeld sind stimmig zu jeweiligen Charakteren beschrieben. Interessante Charakterstudien und das Aufgreifen wirklicher Belege. Bei der Wahl der Charaktere punktet die Autorin wieder einmal. Auch wenn die fremd und verwirrend klingenden russischen, französischen und amerikanisch klingenden Namen ihre Schwierigkeiten mitbringen, so sind sie doch stimmig gewählt, bzw. durch historische Fakten bereits vorgegeben. Hier punktet die Autorin bei mir weiter haushoch, denn mindestens zwei Hauptcharaktere, die Geschwister Nijinsky, und auch die treffenden, vielleicht manchmal auch zu unüberschaubaren, Nebenrollen bieten ein vollkommenes Bild und repräsentieren die damalige Zeit und die Gesellschaftsformen. Zur einprägsamen Kulisse hat Eva Stachniak genauso einprägsame Persönlichkeiten in ihrem historischen Roman erschaffen. Bei der Ausformung und Darstellung der einzelnen Charaktere aus Haupt- und Nebenrollen hat die Autorin aus den Vollen geschöpft. Lediglich bei Bronia, die ja auch indirekt Namensgeberin des Romans ist, hätte ich mir gern mehr Bezug erhofft. Es erschließt sich mir nicht ganz, warum sie DIE Heldin des Romans wird. Dennoch: Eine sehr runde und feine Mischung aus Hauptprotagonisten und wichtigen Nebenrollen. Meinung:Eines will ich vorweg anmerken: Auch Leser, die mit Ballett oder Tanz wenig zu tun haben, so wie ich, werden mit dem Roman eine große Freude und ein einprägsames Leseerlebnis haben. Man muss nicht dem Ballett oder Russlands Bühnen verschrieben sein, um sich in und mit diesem Roman wohl zu fühlen!!!!!Nachdem mit auf der Suche nach einem richtig guten historischen Roman war, und durch eine Empfehlung auf dieses Buch aufmerksam wurde, kann ich nur sagen, dass es sich mehr als gelohnt hat in diese Epoche und in diese Familiengeschichte Russlands abzutauchen. Eine Autorin mit Suchtpotential. Zuerst möchte ich die einzigartige Schreibkunst und Nähe dieser Autorin hervorheben. Mit Eva Stachniak erfährt man einen unaufgeregten, dennoch emotionalen, langsam wachsenden und schillernden Roman des frühen bis Mitte 20. Jahrhunderts. Wahre Begebenheiten und Personen mischen sich hier mit der Fantasie der Autorin, eine schriftstellerische Freiheit, die sie gern und gut umzusetzen weiß. Es lohnt sich, der Autorin auf die Finger zu schauen und etwas über sie und ihrer Arbeit zu lesen. Zudem lädt die Danksagung wirklich ein und ersetzt ein Nachwort zum Buch. So stammt ein wunderbar glaubwürdiges und unterhaltsames Werk aus der Feder dieser ambitionierten und verbundenen Autorin zu Land und Leuten. Hier ist einmal der Umgang mit den hiesigen Sitten, die Schauplätze, die Kleider und Speisen, die Wortwahl und die nahen und intensiven Dialoge, der Hass, der Verrat, die Gesetze und Kaltblütigkeit, der Hunger, der gnadenlose Winter, die Arbeit und eine Gemeinschaft die auf dem Land zusammenhält. Zwischen all dem Leid, den Entbehrungen, den Opfern und Strapazen gibt es immer wieder das große Gefühl von befriedigendem Glück und Freude. Frohmut, der ansteckend wirkt und wirklich mitreißt. Hier hat E. Stachniak sehr genau auf das Ausmaß geachtet um nicht in einen Kitschroman abzuschweifen und ich finde es ist ihr sehr galant gelungen. Zudem entfernt sie sich auch von üblichen biografischen Romanen, denn sie bietet hier eine feine Mischung aus allem. Eine perfekte Mischung und ein perfekter Mix aus zwei wichtigen Säulen, auf denen dieser historische Roman gebaut ist.Ich wurde unterhalten, durfte gespannt die Dinge verfolgen, wurde in die Welt des Tanzes und der Kunst geführt und fühlte mich in das Geschehen samt allen Emotionen und Hürden eingebunden. Da dieser Roman doch sehr ausgiebig das Aufwachsen, die Kindheit und die Ausbildung der beiden Geschwister Nijinski beschreibt und nicht nur den Kern auf das Tanzen und moderne Ballett lenkt, ist es wirklich ein Roman für Jedermann und Jederfrau. Autorin Eva Stachniak bedient viele historische Fakten und bewegende Emotionen und glänzt mit Spannungsspitzen und Erholungsinseln und Überraschungen und den vielen Problemen der vergangenen Zeit und auch den Problemen auf den Weg der großen Bühnen und des Ruhms. Samt Intrigen, leid, Hunger, Verderben, Missgunst, Rache, Eigensinn und Wille. Persönliche Kritikpunkte:• Die vielen doch sehr fremd und ähnlich klingenden russischen und französischen Namen, Gebäude, Einrichtungen, Bühnen, Schulen, Ausbilder, Familien, Orte und Plätze haben meinen Lesefluss stets ins Stocken gebracht. Ich hatte arge Probleme Personen zuzuordnen und Einrichtungen mit handelnden Protagonisten zu vereinen. Zudem machte mir die Chronologie trotz Kapitelüberschriften oft Schwierigkeiten. Ein Glossar und Personenregister wäre hier für mich eine gute Unterstützung gewesen.• Die Namen variieren zudem als Familienname, Mädchenname oder als Name für einen Mann. Nijinsky, Nijinska… Hier kommen zusätzliche Verwirrungen auf und unwissend glaubt man zunächst an einem Tippfehler. Aber in den osteuropäischen Ländern ist es Gang und Gebe dies so zu handhaben. • Zusammenfassend stelle ich mir auch die unbeantwortete Frage, warum ausgerechnet Bronislawa auserwählt wurde, warum ausgerechnet ihr Tanz, ihre Hingabe und ihre Choreografien diejenigen sind, die die Revolution des Balletts ausmachen. Warum gerade sie? Das wird aus dem Roman wenig herausgefiltert und der Titel des Buches „Die Schwester des Tänzers“ zielt ja darauf hin, genau diese besagte Schwester ins Rampenlicht zu führen. Aber warum dies geschieht, erschließt sich leider nicht. • Dadurch, dass Bronia zwar die Hauptrolle spielt, aber doch zu wenig über ihren Einfluss ins das Baletts Russes erzählt wird, bleibt sie mir doch manchmal etwas fern und ich hatte stets mehr Bewunderung und Augenmerk auf ihren Bruder Waslaw, der nach meinen Einschätzungen tiefer und treffender skizziert wurde. Sehr schade eigentlich. Ganz besonderer Pluspunkt (neben all den anderen Vorzügen):• Man kann dieses Buch auch optimal und begeisternd lesen, erleben, nachfühlen und verstehen, wenn man sich überhaupt bisher nicht für Tanz, Ballett, russisches Ballett, große Bühnen und Theater interessiert hat. So kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass dieses Buch eine Leidenschaft zum Lesen weckt, auch wenn man die Leidenschaft des Balletts gar nicht teilt. Perfekt! Die Autorin:"Eva Stachniak, geboren im polnischen Wrocław, lebt in Toronto. Sie hat für Radio Canada International gearbeitet und als Dozentin für Englisch und Geisteswissenschaften am Sheridan College gelehrt. Mit Necessary Lies gewann sie den Canada First Novel Award."Zum Cover:Das Cover ist eine stimmige Einladung zum brillanten, atmosphärischen und eingehenden historisch-zeitgenössischen Roman. Stimmig gewählt und dem Genre entsprechend. Ich habe das Buch bei weißer Landschaft, Winterstimmung, Schneegestöber und wärmenden Kaminfeuer gelesen. Das Cover war die letzte Rundung zum fast perfekten Lesegenuss. Ein offenes Schriftbild, angenehme Kapitellängen und stimmige Überschriften erleichtern das Wohlgefühl beim Schmökern und Abtauchen in die Weiten Russlands. Fazit:Das Buch lässt mich zurück, mit einem wirklich positiven Gefühl für einen sehr gut recherchierten und mit Herzblut geschriebenen Roman zu Zeiten um 1900 und Jahrzehnen darauf. Aber Achtung: diese Autorin besitzt einen Suchtfaktor, sie schafft Wärme, Verbundenheit und einmalige Bilder beim Lesen. So entsteht richtiges „Wohlfühllesen“ an einem Wintertag. 4 Sterne + für dieses grandiose und begeisternde Buch!

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    • 9
  • Ein spannender Einblick in die Theaterwelt und das Leben der besten Tänzer des 20. Jahrhunderts

    Die Schwester des Tänzers
    LadyIceTea

    LadyIceTea

    16. January 2017 um 12:14

    In der Familie Nijinsky dreht sich alles nur um eines: ums Ballett. Als Bronislawa und Waslaw um 1900 in St. Petersburg aufwachsen, bewundern sie allabendlich ihre Eltern in der Garderobe, nervös vor den Auftritten, erhitzt und gelöst danach. Auch für die beiden Kinder ist der Weg vorgezeichnet: Sie werden an der kaiserlichen Ballettakademie aufgenommen - und schon bald zeigt sich, dass besonders Waslaw alle anderen überflügelt. Den Geschwistern steht eine ganze Welt offen - Paris, London, später gar New York -, eine Welt harten Trainings und geschundener Füße, aber auch des Glamours und des Ruhms ...Ich habe zuvor noch nie etwas von den Nijinskys gehört und bin durch eine Leserunde auf dieses Buch gestoßen. Ich arbeite selber an der Oper und weiß, wie es in Ballettkompanien zugeht. Daher hat mich dieses Buch sehr neugierig gemacht. Schon auf den ersten Seiten hat mich der Schreibstil in seinen Bann gezogen. Kurze, starke Sätze und Formulierungen. Spürbar durch die russische Art geprägt, führen uns durch die Geschichte. Bronia, Waslaws Schwester, erzählt ihr gemeinsames Leben auf eine Art und Weise, die ich sehr gut nachfühlen und verstehen konnte. Sowohl ihre Leidenschaft zum Tanz, als auch ihre Liebe zu ihrer Familie und die Ehrfurcht vor ihrem Bruder kamen in jeder Zeile zum Ausdruck. Für mich war es spannend zu erleben, wie es damals am Ballett so vor sich ging und wie der Krieg auch dort alles verändert hat. Mit Bronia mitzuerleben, wie sie diese Zeiten gemeistert hat und sie zum Besseren wendete, hat die Autorin wirklich gut in Worte gefasst.Das einzige Manko für mich war, dass es sich oft ein wenig gezogen hat. Zwischendurch passierte nicht allzu viel und in diesen Phasen wurde das Buch dann etwas langatmig. Zum Glück, wurden diese Phasen immer durch spannende Passagen abgewechselt.Für mich war dieses Buch sehr interessant und ich empfehle es doch gerne weiter.

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  • Tanzen, damit neues Leben möglich wird

    Die Schwester des Tänzers
    Nerissa

    Nerissa

    15. January 2017 um 22:43

    Die Schwester des Tänzers: das ist die polnisch-russische Tänzerin und Choreographin Bronislawa (Bronia) Nijinska. Der Tänzer ist ihr weltberühmter Bruder Waslaw Nijinsky, der „Gott des Tanzes“. Die Autorin Eva Stachniak hat ihren Roman auf den Tagebüchern der Nijinska aufgebaut. Ein historischer Roman also, der auf realen Personen und Ereignissen basiert. (++Das gefällt mir schon mal gut.++) Während ihrer Überfahrt nach Amerika im Oktober 1939 schreibt Bronia ihre Lebensgeschichte auf. Von Anfang an wird deutlich, dass sie kein bürgerliches Leben geführt hat. Beide Elternteile waren Tänzer mit Engagement an wechselnden Bühnen. Ihre Kinder sind mit ihnen gereist und in einem Künstlermilieu aufgewachsen. Privatleben und Ballett sind durchgängig miteinander verwoben. So liefert diese Biographie der Nijinska eine Beschreibung der harten Ausbildung und frühen Karriere einer Tänzerin, ihrer familiären Höhen und Tiefen, darüber hinaus aber auch ein Einblicke in die Geschichte des Modernen Balletts und die Entwicklungen in der europäische Kunstszene zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Der Roman spielt zwischen 1892 und 1939 – eine turbulente Zeit in Europa. Der Drang nach etwas Neuem ist nicht auf Künstlerkreise beschränkt. Es kommt zu Revolutionen, gesellschaftlichen Umbrüchen, Krieg. Auch darüber erfahren wir hier aus der subjektiven Sicht der Erzählerin. Die Lebensumstände verändern sich. Ebenso das Ansehen des Balletts. Die Ressourcen werden knapper, der Umgangston wird rauer. Das Buch endet mit Bronias Schritt in einen neuen Lebensabschnitt. Im Anhang gibt es Literaturempfehlungen für diejenigen, die sich weiter mit Bronislawa Nijinska und ihrer Welt beschäftigen wollen. Der etwas spröde, distanzierte Erzählstil gefällt mir gut. Er ist aber vielleicht nicht jedermanns Geschmack. Erwartet keinen Herz-Schmerz Schmöker.

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  • Gelungener historischer Roman

    Die Schwester des Tänzers
    mona_lisas_laecheln

    mona_lisas_laecheln

    05. January 2017 um 19:21

    Die Familie Nijinsky lebt für das Ballett und für den Tanz, die Geschwister Bronia und Waslaw werden schön früh ausgebildet und auf der kaiserlichen Ballettakademie aufgenommen. Besonders Waslaw wird schon früh Ausnahmetalent gefeiert, doch der Ruhm ist nicht immer einfach. Zudem leben die Geschwister in sowohl historisch, künstlerisch, als auch politisch aufwühlenden Zeiten und bewegen sich innerhalb der Künstlerszenen in London, Paris, Moskau, St. Petersburg und Kiew. Da es mein erstes Buch der Autorin ist, bin ich ohne große Erwartungen an das Buch herangegangen und war wirklich positiv überrascht. "Die Schwester des Tänzers" ist ein angenehmer, fesselnder Roman, den ich nicht mehr aus der Hand legen wollte. Mit einem klaren und einfachen Schreibstil hat mich die Autorin überzeugt. Die biografischen Schilderungen der Ich-Erzählerin Bronia wirken ehrlich, nüchtern und authentisch. Ganz nach dem Motto des chinesischen Fluches "Möget ihr in interessanten Zeiten leben" wird das spannende Leben der Familie Nijinsky porträtiert, das von Ruhm, künstlerischem Ausdruck, Schicksalsschlägen und unruhigen Zeiten geprägt wird. Die Welt des Balletts rund um die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts war mir zunächst fremd, der Autorin ist es aber gelungen, mich gekonnt in diese Welt einzuführen und den Zauber des Tanzes und der Musik über die Seiten des Buches weiterzugeben. Mit der Hauptfigur Bronia wird eine starke und interessante Persönlichkeit in den Mittelpunkt gerückt, ihren exzentrischen Bruder Waslaw und die gesamte Kunstszene durch ihre Augen zu erleben, war für mich ein aufregendes Leseerlebnis. Alles in allem ist "Die Schwester des Tänzers" für mich also ein gelungener, historischer Roman, den ich gerne weiterempfehlen kann.

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  • Eine Tänzerfamilie

    Die Schwester des Tänzers
    winddoors

    winddoors

    04. January 2017 um 17:12

    Die polnisch amerik.Schriftstellerin widmet siich erneut einer großen berühmten Russin. Bronislawa Niijinska ist die Schwester des  bekannten Tänzers Vaslav. Wir erfahren wie ihre Kindheit verlief. Die familie stammt aus Polen und die Eltern sind auch Tänzer. Beide Kinder Bronislawa und Vaslav werden an die Ballettschule aufgenommen in St.petersburg. Später gehen sie nach paris, London u.New York. Die Geschichte wird in Zeitspringen erzählt. Ausgehend vom Jahr 1939, der Gegenwart zurück zur Kindheit 1894.Es sind zwei ungleiche Geschwister. Sie haben aber beide den Willen zum Erfolg und die Liebe zum Tanz, für sie ist nichts anderes wichtig.Das Buch hat mich sehr gefesselt.

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  • Die Schwester des Tänzers

    Die Schwester des Tänzers
    CanYouSeeMe

    CanYouSeeMe

    31. December 2016 um 01:41

    In der Familie Nijinsky dreht sich alles nur um eines: ums Ballett. Als Bronislawa und Waslaw um 1900 in St. Petersburg aufwachsen, bewundern sie allabendlich ihre Eltern in der Garderobe, nervös vor den Auftritten, erhitzt und gelöst danach. Auch für die beiden Kinder ist der Weg vorgezeichnet: Sie werden an der kaiserlichen Ballettakademie aufgenommen – und schon bald zeigt sich, dass besonders Waslaw alle anderen überflügelt. Den Geschwistern steht eine ganze Welt offen – Paris, London, später gar New York –, eine Welt harten Trainings und geschundener Füße, aber auch des Glamours und des Ruhms… Ballett ist eigentlich nicht mein Thema und dennoch konnten mich der Klappentext und eine interessante Leseprobe überzeugen. Der Schreibstil der Autorin ist für mich nicht immer leicht zu lesen gewesen. Die Sätze sind oft sehr lang, die Sprache nicht immer meinem Geschmack entsprechend. Die Sprache passt aber gut ins Setting und zu den einzelnen Figuren und wirkt somit authentisch. Insgesamt empfinde ich den Schreibstil als durchaus anspruchsvoll, man kann ihn nicht einfach so ‚weglesen‘, sondern muss ihm seine volle Konzentration widmen. Die Charaktere sind gut recherchiert und wirken sehr lebensnah. Bronia war mir zum Greifen nah und wirkte durchaus facettenreich. Facettenreichtum habe ich bei den restlichen Charakteren größtenteils vermisst, sie wirkten alle recht starr. Vielleicht ist das auch so gewollt und soll die starren gesellschaftlichen Strukturen spiegeln? Ich weiß es nicht. Wirklich sympathisch konnte mir kein Charakter des Buches werden. Von der Handlung hatte ich mir anhand des Klappentextes und der Leseprobe mehr erhofft. Meine Erwartungen an das Buch waren relativ hoch und wurden enttäuscht. Die Erzählung der Lebensgeschichte der Geschwister Nijinsky ist sehr detailliert und ausführlich, so dass man inhaltlich definitiv auf seine Kosten kommt. Diese inhaltliche Fülle ist für mich jedoch oft ermüdend gewesen, die Nacherzählungen waren langatmig und konnten mich nicht fesseln. Einerseits hat die Autorin die Geschichte von Bronislawa sehr feinfühlig und detailliert wiedergegeben und ausgeschmückt, andererseits ist gerade durch diese Detailfülle für mich viel Spannung verloren gegangen. Insgesamt hat mir ‚Die Schwester des Tänzers‘ gut gefallen. Es ist ein gut recherchierter, detaillierter Bericht über das Leben von Bronislawa Nijinska, der Aufschluss über ihr Leben und die damaligen Lebensumstände gibt, für mich fehlt aber etwas Schwung.

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  • Zerbrechliche Charaktere mit einer lesenswerten Geschichte

    Die Schwester des Tänzers
    musicienne

    musicienne

    27. December 2016 um 20:59

    Zum Inhalt Der Roman erzählt die Geschichte der Künstlerfamilie Nijinsky. Die Eltern sind begnadete Tänzer und auch die Kinder Bronislawa und Waslaw arbeiten auf die Aufnahmeprüfung der Ballettschule hin. Die beiden Geschwister verbinden die unbedingte Leidenschaft zum Tanz und das Streben nach Erfolg. Ihre harte Arbeit zahlt sich aus, Waslaw kann sich auf der ganzen Welt einen Namen machen und auch Bronia geht erfolgreich ihren Weg. Die beiden sind sich einig darin, dass man alteingefahrene Strukturen aufbrechen muss, um etwas neues, noch besseres daraus schaffen zu können. Mit dieser Einstellung revolutioniert Waslaw die Welt des Ballettes. Doch dieser Weg bringt auch Hürden und Rückschläge mit sich. Zur Leseerfahrung ‚Die Schwester des Tänzers‘ ist der erste Roman, den ich von Eva Stachniak gelesen habe – und ich war sofort gefangen. Ich selbst bin nicht tänzerisch begabt und hatte deshalb am Anfang Zweifel, ob mir dieses Buch gefallen wird, aber ich wurde schnell überzeugt. Man wird hineingezogen, in diese Welt des Balletts, das auf den ersten Blick so schillernd erscheint und doch so eine dunkle Kehrseite hat. Mich hat das Buch sehr gefesselt, vor meinen Augen tanzte Nijinsky über die Bühne, in meinen Ohren spielte die passende Musik dazu. Ich hab mir für dieses Buch viel Zeit genommen, um es richtig auszukosten. Es werden auch schwere Zeiten geschildert, in denen man sehr mit den Protagonisten mitleidet – aber genauso euphorisch wird man aufgrund deren Erfolge. Zum Fazit Ein wunderbares Buch für alle Menschen, die das Ballett bereits jetzt lieben, oder wie ich, diese Liebe entdecken wollen. Große Charaktere mit lesenswerter Geschichte: sehr empfehlenswert! Zu den Eckdaten Titel: Die Schwester des Tänzers Autor: Eva Stachniak Verlag: insel taschenbuch ISBN: 978-3-458-36178-7 Seiten: 566 Preis: 15,95€

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