Die Schwester des Tänzers

von Eva Stachniak 
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Die Schwester des Tänzers
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Positiv (62):
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Lebendige Geschichte, die Einblicke gibt ins Künstlerleben Anfang des 20. Jahrhunderts.

Kritisch (12):
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Hat mich leider enttäuscht! Viel Ballett und viel zu wenig Historisches!

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Inhaltsangabe zu "Die Schwester des Tänzers"

In der Familie Nijinsky dreht sich alles nur um eines: ums Ballett. Als Bronislawa und Waslaw um 1900 in St. Petersburg aufwachsen, bewundern sie allabendlich ihre Eltern in der Garderobe, nervös vor den Auftritten, erhitzt und gelöst danach. Auch für die beiden Kinder ist der Weg vorgezeichnet: Sie werden an der kaiserlichen Ballettakademie aufgenommen – und schon bald zeigt sich, dass besonders Waslaw alle anderen überflügelt. Den Geschwistern steht eine ganze Welt offen – Paris, London, später gar New York –, eine Welt harten Trainings und geschundener Füße, aber auch des Glamours und des Ruhms …
Hunderttausende Leser schwelgten in Eva Stachniaks Romanen über Katharina die Große – nun bereitet sie abermals einer großen russischen Heldin die Bühne: Bronislawa Nijinska, Schwester des legendären Waslaw Nijinsky und selbst gefeierter Star des Ballets Russes. Ein Roman über zwei ungleiche Geschwister, über den unbedingten Willen zum Erfolg – und über die Liebe zum Tanz, die alles andere überstrahlt.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783458361787
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:570 Seiten
Verlag:Insel Verlag
Erscheinungsdatum:29.10.2016
Das aktuelle Hörbuch ist am 28.10.2016 bei Hörbuch Hamburg erschienen.

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    Hennies avatar
    Hennievor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Lebendige Geschichte, die Einblicke gibt ins Künstlerleben Anfang des 20. Jahrhunderts.
    Der Tanzgott aus der Sicht der talentierten Schwester

    „Die Schwester des Tänzers“ wurde in der Ichform geschrieben, aus der Sicht der Bronislawa Nijinska. Sie ist die Tochter von Tänzern, die anfänglich einer fahrenden Truppe angehörten und hatte zwei ältere Brüder. Alles drehte sich in der Familie nur ums Tanzen, eine absolut tanzverrückte Familie zu Anfang des 20. Jahrhunderts.
    Die Geschichte beginnt 1939 auf dem Schiffsweg nach Amerika. Bronia (die Abkürzung des Namens Bronislawa) reflektiert ihr gesamtes Leben, das immer im Schatten ihres genialen Bruders stattfand. Es liest sich wie ein Geschichtsbuch. Zuerst das Zarenreich, dann der Beginn des ersten Weltkrieges, der Sturz des Zaren und die Ermordung der gesamten Zarenfamilie, die Machtergreifung durch die Bolschewiki, ihre Stationen im Tanzensemble und allein auf sich gestellt... alles aus Sicht und dem Hintergrund des Tanzes. Für Bronislawa, für ihre Mutter, für ihre Kinder ist es ein schweres und entbehrungsreiches, von Schicksalsschlägen gekennzeichnetes Leben.

    Ein beeindruckender Roman über die Hintergründe des Lebens eines großen Talentes! Eigentlich war Bronislawa Nijinska ihrem Bruder Waslaw ebenbürtig, aber sie erhielt nie die Gelegenheit sich voll zu entfalten. Leider ein Tribut an die gesellschaftlichen Verhältnisse. Für Frauen war eine andere Entwicklung vorgesehen. Im Gegensatz zu ihrem Bruder geriet sie in Vergessenheit. Die Karriere von Tanzgott Nijinski währte nur kurz, war jedoch prägend. Er litt an einer Nervenerkrankung, die es ihm unmöglich machte, jemals wieder auf die Bühne zurückzukehren.

    Eva Stachniak ließ Geschichte lebendig werden und gibt Einblicke ins Künstlerleben Anfang des 20. Jahrhunderts in verschiedenen Ländern Europas, in erster Linie in Rußland.
    Die Autorin recherchierte hervorragend und schuf ein reales Bild mit historischen Persönlichkeiten und ihren Werken. So begegnen dem Leser der Impresario Sergei Djagilew mit seinem legendären Ensemble Ballett Russes, die zur sogenannten russischen Avantgarde gehörten, die den Weg mit den Nijinskis und anderen herausragenden Künstlern für eine moderne Tanzkunst prägten. Auch die Komponisten Igor Strawinsky und Sergei Rachmaninow, die berühmte Tänzerin Anna Pawlowa und viele weitere prominente Zeitgenossen fanden Eingang in den Roman. Geschichtliche Ereignisse wurden in den Kontext zum Leben der Nijinskis gestellt, so dass sie nicht ausführlich abgehandelt wurden. Das störte aber meinen Lesegenuß nicht. Als einzigen Kritikpunkt möchte ich anfügen, dass etwas zu weitschweifig erzählt wurde. 570 Seiten waren schon ziemlich viel.

    Insgesamt gesehen fand ich die Story gut erzählt und kann sie weiterempfehlen, besonders für Kunstfreunde, Fans des Balletts. Von mir vier von fünf Sternen.

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    Hortensia13s avatar
    Hortensia13vor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Eher langatmig, für Ballettfans.
    Ballett, Ballett, Ballett

    Die Familie Nijinsky lebt und liebt für das Ballett. Die Geschwister Bronislawa und Waslaw erlernen schon als Kinder um 1900 in St. Petersburg den Tanz an der kaiserlichen Ballettschule. Bronislawa, kurz Bronia genannt, erzählt von ihrem Leben im Schatten ihres berühmten Bruders. Wie sieht so ein Tänzerleben während den beiden Weltkriegen aus, dass durch hartes Training, schmerzenden Füssen und der Suche nach Ruhm geprägt ist?

    Die Autorin erzählt die fiktive Biographie der russischen Balletttänzerin Bronislawa Nijinska, der Schwester des legendären Waslaw Nijinsky und selbst gefeierter Star des Ballets Russes.

    Thematisch fand ich es spannend in die Welt des professionellen Balletts einzutauchen. Leider fand ich die Umsetzung langatmig, da Bronia von Engagement zu Engagement zieht, dazwischen gibt es neue Ideen und häufige Proben. Deshalb wirkt alles sich wiederholend.
    Dazu fand ich den Anfang sprachlich ungeschliffen, wodurch der Lesefluss gestört war. Am Ende wurden noch vereinzelt die Namen der Protagonisten verwechselt und Jahreszahlen falsch geschrieben.

    Das alles führt dazu, dass ich nur 3 Sterne vergebe. Aber Ballettinteressierte würden sicher gefallen an diesem Buch finden.

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    Rosebuds avatar
    Rosebudvor 5 Monaten
    Die Liebe zum Tanz

    Die Schwester des Tänzers, von Eva Stachniak erschienen im
    Insel Verlag, 567 Seiten, ist eine Familiengeschichte um die Russische Tänzer-Familie Nijinski.
    Bis heute gilt Waslaw Nijinsky als einer der bedeutendsten russischen Balletttänzer seiner Zeit. Das Talent wurde ihm bereits in die Wiege gelegt. Nijinsky wurde 1889 als Sohn eines Tänzers und einer Tänzerin geboren, auch seine jüngere Schwester Bronislava war eine berühmte Ballerina und Choreographin.
    Schon sehr früh lernten die Geschwister Bronia, Waslaw und Stassik von ihren Eltern, die beide Tänzer waren, schweißtreibende schmerzhafte Anstrengung bis zur Erschöpfung und dabei auf die Gunst des Publikums angewiesen zu sein.
    Waslaw und Bronia sind beide sehr talentiert und fleißig und werden an der kaiserlichen Ballettschule in St. Petersburg aufgenommen, dabei macht es den Anschein als ob Bronia die etwas weniger talentierte der Geschwister wäre, was sie durch Mühe und Fleiß erreichte fiel ihrem Bruder durch seine außerordentliche Begabung leichter.
    Schon sehr früh trennten sich die Eltern und Stassik war durch einen Unfall behindert und musste in einer Anstalt aufgenommen werden.
    Nach der Ballettschule bekamen beide eine Anstellung am Marijinski Theater, wechseln bald zu Balletts Russes und die Reise von Engagement zu Engagement beginnt. Schon früh nennt man Waslaw den „Gott des Tanzes“. Beide erschaffen mit eigenen Choreografien die moderne Art des russischen Balletts. Nachdem Waslaw dem Wahnsinn verfällt, wechseln bei seiner Schwester Erfolge und Misserfolge privat wie auch beruflich. Letztendlich hat sie noch einige schwere Schicksalsschläge zu verkraften.
    Bronia beeindruckt mich als Person sehr stark. Schon früh stellte sie fest, an der Seite meines Bruders wachse ich über mich hinaus, obwohl sie immer in seinem Schatten stand und die Schwester von - du weißt schon wem – war. Und wenn sie noch so tief am Boden zerstört war hat sie sich aus eigener Kraft wieder hochgebracht.
    Waslaw dagegen war es gewohnt, auch durch sein außerordentliches Talent, dass ihn manches einfach so zuflog, sogar die Schulaufgaben erledigte seine jüngere Schwester für ihn. Er war der Gott des Tanzes, der Star von Paris und seine Sprungtechnik war einzigartig. Durch seine mutigen Choreographien hat er dem modernen russischen Ballett eine entscheidende Richtung gegeben, bis heute ist der Name Nijinsky daher ein Synonym für perfekte Tanzkunst.
    Stachniak beweist hier, dass sie einen sehr flüssigen Schreibstil hat. Durch die vielen russischen Namen, war es für mich jedoch stellenweise schwierig, den Überblick zu behalten.
    Die Politische Lage, bzw. die geschichtlichen Hintergründe hätten mehr sein dürfen. Die Ermordung von Zar Nikolaus II. und seiner Familie z.B. wurde mit einem Satz abgehandelt.
    Der Spannungsbogen wird allgemein etwas flach gehalten, die Erzählung plätschert so dahin.Ich war aber jederzeit in der Lage den Überblick in der Handlung zu behalten.
    Dadurch, dass die Autorin wörtliche Rede verwendet, und Russische bzw. Polnische Phrasen, sowie Fachbegriffe kursiv geschrieben sind, ist die Geschichte doch recht lebendig gestaltet. Es handelt sich hier um eine personale Ich-Erzählung aus der Sicht von Bronislawa.
    Der Plot ist in 7 Teile geteilt. Jedes Kapitel beginnt kurz mit der aktuellen Zeit auf der Überfahrt von Europa nach Amerika, dem folgt ein Rückblick auf eine Zeitspanne von ca. 10 Jahren.
    Ganz toll fand ich, dass von Zeitgenossen die Rede war, die die damalige Zeit geprägt haben und die auch heute noch bekannt sind, wie Rachmaninow, Strawinsky, Chaplin, Rasputin, die Pawlowa uvm.
    Ich habe die beiden Bestsellerromane von Eva Stachniak, über die russische Zarin Katharina die Große, ebenfalls gelesen und muss feststellen, dass die Schwester des Tänzer das schwächste Buch der Autorin ist.
    Für Leser die sich für die Geschichte Russlands zu Beginn des 20. Jahrhundert interessieren ist dieser Band eher ungeeignet. Auf jeden Fall eine Leseempfehlung für die Liebhaber des klassischen oder modernen russischen Balletts.

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    YvetteHs avatar
    YvetteHvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Hat mich leider enttäuscht! Viel Ballett und viel zu wenig Historisches!
    Im Schatten des Bruders!

    Klappentext:

    In der Familie Nijinsky dreht sich alles nur um eines: ums Ballett. Als Bronislawa und Waslaw um 1900 in St. Petersburg aufwachsen, bewundern sie allabendlich ihre Eltern in der Garderobe, nervös vor den Auftritten, erhitzt und gelöst danach. Auch für die beiden Kinder ist der Weg vorgezeichnet: Sie werden an der kaiserlichen Ballettakademie aufgenommen – und schon bald zeigt sich, dass besonders Waslaw alle anderen überflügelt. Den Geschwistern steht eine ganze Welt offen – Paris, London, später gar New York –, eine Welt harten Trainings und geschundener Füße, aber auch des Glamours und des Ruhms …
    Hunderttausende Leser schwelgten in Eva Stachniaks Romanen über Katharina die Große – nun bereitet sie abermals einer großen russischen Heldin die Bühne: Bronislawa Nijinska, Schwester des legendären Waslaw Nijinsky und selbst gefeierter Star des Ballets Russes. Ein Roman über zwei ungleiche Geschwister, über den unbedingten Willen zum Erfolg – und über die Liebe zum Tanz, die alles andere überstrahlt.

    Meine Meinung:

    Ich hatte mich auf ein Buch gefreut, in dem ich vielleicht neues erfahren könnte über Russland und den Sturz des Zaren, ein neues Zeitalter....
    Leider ging es in diesem Roman hauptsächlich um das Ballett.
    Man erfährt viel darüber, wie die kleinen russischen Balletttänzer getriezt werden und wie die Protagonisten von Ort zu Ort ziehen und sich durchkämpfen.

    Der Schreibstil ist teilweise sehr holprig (aufgrund der vielen Fachbegriffe im Ballett und der vielen Namen) und weist auch einige Längen auf.

    Auch zu den Protagnisten konnte ich keine Beziehung finden, da sie sehr farblos bleiben - es wirkte auf mich ziemlich emotionsarm.

    Eine wirkliche Handlung gab es auch nicht, denn die Autorin stützt sich sehr auf die Tagebücher der Ballerina und schreibt in diesem Stil, dadurch kommen die historischen Ereignisse für meinen Geschmack zu kurz. Teilweise konnte ich nur am Datum erkennen, in welchem Jahr wir gerade sind. Und wirklich wichtige persönliche Ereignisse werden nur am Rande erwähnt oder man steht einfach vor vollendeten Tatsachen.

    Das Ende kam mir dann zu abrupt und es blieben viel zu viele Fragen offen. Hier hätte ich mir einen Epilog (so nach dem Motto: 20 Jahre später) gewünscht.

    Mein Fazit:

    Für Ballettfans sicher interessant, für mich war es leider eine Enttäuschung. Deshalb gibt es von mir auch nur

    2 Sterne.

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    heinokos avatar
    heinokovor 9 Monaten
    Ein historischer Roman in Perfektion

    Ein historischer Roman in Perfektion

     

    Wenig Ahnung hatte ich von klassischem Ballett. Ich wusste auch nicht viel über die Zeit Anfang des 20. Jahrhunderts in Russland, schon gar nicht über das Leben der Künstler dort zu dieser Zeit. Nach Lektüre des Romans glaube ich, ein klein wenig mehr zu verstehen von Ballett und freiem Tanz, aber auch vom ballettverrückten Russland in seinem politischen Hin- und Hergeworfen-Sein Anfang des 20. Jahrhunderts. Das Buch regte mich zu weiteren Nachforschungen an, insbesondere die vorhandenen Filmsequenzen des Nijinski-Balletts, die filmischen Dokumente von Waslaw und Bronislawa Nijinky, zeigten mir, wie perfekt es Eva Stachniak gelungen ist, das Ringen um künstlerischen Ausdruck im Roman erfahrbar zu machen.

     

    Für die Wiedergabe des Buchinhalts benötigt man eigentlich mehrere Seiten, ich versuche es mit einem einzigen Satz: Während der Überfahrt nach Amerika im Jahr 1939 hält die international renommierte Ballerina und Choreographin Bronislawa Nijinsky Rückschau auf ihr bisheriges sehr bewegtes Leben.

     

    Wir erleben die Kindheit und Jugend der Bronislawa Nijinsky im Schoß ihrer ballettverrückten Familie,  ihren mühevollen künstlerischen Werdegang, lange im Schatten ihres berühmten und exzentrischen Bruders Waslaw stehend. Wir erfahren vom  hohen künstlerischen Anspruch, vom Ringen um die „richtigen“ Bewegungen, vom  Wandel vom klassisch strengen Ballett hin zum freien Ausdruckstanz. Wir erleben die politisch wechselvollen Zeiten von 1900 bis 1939, nicht nur in Russland, und die teils verheerenden Auswirkungen auf das künstlerische Schaffen. Wir reisen von Petersburg ausgehend durch die Welt, wir begegnen großen Künstlern der Zeit und erleben hautnah das verzweifelte Kämpfen um ein gelingendes Leben trotz vieler schwerer Schicksalsschläge. Bronislawa Nijinsky lernen wir kennen als schicksalsergeben, liebevoll und bescheiden einerseits, als begnadete Künstlerin mit großen Visionen, stark und eigenwillig andererseits.

     

    Eva Stachniak hat als Grundlage für diesen Roman die Early Memories der Tänzerin und eine Fülle an biographischem Material, archiviert in der Kongressbibliothek, Washington, herangezogen. Entstanden ist ein Roman, wie er intensiver, farbiger und bewegender gar nicht sein könnte. Zwar bleibt die Ich-Erzählerin Bronislawa als Mensch nicht wirklich greifbar, nur selten schimmern ihre eigenen Gefühle durch. Aber genau dadurch erleben wir quasi durch ihre Augen unverfälscht ihre Sicht auf die Welt, ihr reiches, gefeiertes, aber auch tragisches, entbehrungsreiches Leben in einer höchst wechselvollen Zeitgeschichte, hinreißend erzählt. Ein historischer Roman in einer großartigen Mischung aus historischer Wahrheit und schriftstellerischer Fantasie.

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    brauneye29s avatar
    brauneye29vor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Schönes Buch
    Schön erzählt

    Zum Inhalt: 
    In der Familie Nijinsky dreht sich alles nur um eines: ums Ballett. Als Bronislawa und Waslaw um 1900 in St. Petersburg aufwachsen, bewundern sie allabendlich ihre Eltern in der Garderobe, nervös vor den Auftritten, erhitzt und gelöst danach. Auch für die beiden Kinder ist der Weg vorgezeichnet. 
    Meine Meinung: 
    Eine wirklich schön erzählte Geschichte über berühmte Tänzer. Man fragt sich auf jeden Fall, wie viel Wahrheit im Roman steckt. Die Namen der Tänzer kennt man ja auf jeden Fall. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Normalerweise mag ich nur selten bücher, die in Gegenwartsform geschrieben sind. Hier hat mich das überhaupt nicht gestört sondern eigentlich ganz gut gefallen. Das Buch hat mir gut gefallen. 
    Fazit: 
    Schönes Buch.

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    meisterlampes avatar
    meisterlampevor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Leben und Leidenschaft einer russischen Ballerina, zieht sich leider etwas...
    Die Schwester des Tänzers

    Klappentext:
    In der Familie Nijinsky dreht sich alles nur um eines: ums Ballett. Als Bronislawa und Waslaw um 1900 in St. Petersburg aufwachsen, bewundern sie allabendlich ihre Eltern in der Garderobe, nervös vor den Auftritten, erhitzt und gelöst danach. Auch für die beiden Kinder ist der Weg vorgezeichnet: Sie werden an der kaiserlichen Ballettakademie aufgenommen – und schon bald zeigt sich, dass besonders Waslaw alle anderen überflügelt. Den Geschwistern steht eine ganze Welt offen – Paris, London, später gar New York –, eine Welt harten Trainings und geschundener Füße, aber auch des Glamours und des Ruhms … 
    Hunderttausende Leser schwelgten in Eva Stachniaks Romanen über Katharina die Große – nun bereitet sie abermals einer großen russischen Heldin die Bühne: Bronislawa Nijinska, Schwester des legendären Waslaw Nijinsky und selbst gefeierter Star des Ballets Russes. Ein Roman über zwei ungleiche Geschwister, über den unbedingten Willen zum Erfolg – und über die Liebe zum Tanz, die alles andere überstrahlt.

    Meine Meinung:
    Das Buch beginnt in der Gegenwart (1939); Bronislawa, genannt Bronia, befindet sich auf dem Schiff Richtung Amerika. Sie erzählt in ihren Tagebüchern ihre Lebens- und Ballettgeschichte. Vater und Mutter leben fürs Ballett, Bronia und ihre Brüder Waslaw und Stassik tanzen auch, sobald sie dafür alt genug sind. Es wird von den Kindern und Schülern viel verlangt, körperlich und auch geistig, es gibt viele Entbehrungen. Beim Ballett lernt Bronia ihren Partner Sascha kennen und lieben, die gemeinsame Tochter Irina tanzt später ebenfalls. Auch ihr zweiter Mann Kolja hat diese Leidenschaft und teilt sie mit seiner Frau. Je nach Ort der Auftritte, in Russland oder in Europa, ziehen die Tänzer, teilweise mit der ganzen Familie, um. Ist das Engagement beendet, steht der nächste Umzug an. Dazwischen kommen der Erste, später auch der Zweite Weltkrieg, die Leidenschaft zum Tanz bleibt, man schaut, wie man überleben und seinen Beruf trotzdem ausüben kann.
    Ich kenne mich weder in Russland noch mit Ballett aus; Bronias Geschichte ist ziemlich ausführlich geschildert, teilweise in recht langen, schwierigen Sätzen. Die russischen Namen, richtige Zungenbrecher, machen das Lesen nicht einfach. Da jeder Name zig Kosenamen hatte, kam es zu Verwirrungen beim Lesen und bei der Zuordnung der einzelnen Personen. Einerseits fand ich es interessant, über ein mir unbekanntes Land und einen fremden Beruf zu lesen, andererseits erstreckt sich die Geschichte über knapp 40 Jahre und an manchen Stellen zieht es sich einfach sehr. Oft merkte ich beim Lesen gar nicht, dass wir uns zu Beginn des 20.Jahrhunderts befinden, es hätte zeitlich auch deutlich später sein können. Alles in allem kam ich nicht so zügig voran, wie ich es mir erhofft hatte, die Geschichte hing einfach öfters. Ich kann daher nur 3 von 5 Sternen vergeben.

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    verruecktnachbuecherns avatar
    verruecktnachbuechernvor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Etwas trocken und zu lange geraten. Konnte mich nicht begeistern.
    Nicht überzeugend

    Bronislawa genannt Bronias und Waslaw sind Kinder von tanzenden Eltern. Früh lernen sie das Ballett werden von ihrem Vater trainiert. Das Ziel ist die kaiserliche Ballettschule.

    Beide Geschwister werden aufgenommen und schon bald wird entdeckt, das Waslaw ein begnadeter Tänzer ist.

    In dem Buch geht es um das Leben von Bronias im Schatten ihres großen Bruders.

    Das Cover des Buches finde ich super. Die winterliche Stadt und die Fellmütze passen sehr gut.

    Sehr interessant ist es, dass das Buch auf wahren Begebenheiten basiert; die Autorin benutzt ein Buch und verschiedenes biografisches Material.

    So erfahren wir viele Details über das Leben der beiden Künstler.

    Die Sprache ist sehr hochgestochen und es viel mir sehr schwierig mich in die Geschichte zu finden.

    Auch besitzt die Geschichte an vielen Stellen sehr langatmig. Mir gelang es das ganze Buch nicht eine Beziehung zu den Protagonisten aufzubauen.

    Es fiel mir immer schwieriger das Buch weiter zu lesen.

    Ich fand es einfach nicht spannend. Wäre es kein Rezeonsionsexemplar gewesen; ich hätte es bei Seite gelegt.

    Was mit den Protagonisten passiert, interessierte mich einfach nicht.

    Es gibt einen Punkt für das Cover und einen, weil es so gut recherchiert ist.

    Ich kann das Buch nicht weiter empfehlen. Es ist eventuell etwas für Leser, die sich mehr mit dem Russland der Zeit und dem Ballett auskennen.

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    TheBookAndTheOwls avatar
    TheBookAndTheOwlvor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Eine wirklich bezaubernde Geschichte.
    Einfach toll!

    Ich will nicht um den heißen Brei herumreden: Ich fand die Geschichte großartig und dass sie historischen Tatsachen zugrunde liegt, macht sie noch um einiges besser. Die Geschichte um Bronslawa hat mir wirklich sehr gut gefallen, Stachniaks rauer Schreibstil hat die russische Natur hinter den Charakteren wirklich toll aufleben lassen und den ganzen Roman zu einem einzigartigen Erlebnis gemacht. Ich verbleibe mit vier Sternen. Ich glaube, ich habe einen richtigen Run.

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    Steffi_vlks avatar
    Steffi_vlkvor einem Jahr
    Die Schwester des Tänzers

    Allgemeine Infos:
    Titel: "Die Schwester des Tänzers"
    Autorin: Eva Stachniak
    Verlag: Insel-Verlag
    Seitenzahl: 567

    Klappentext:
    In der Familie Nijinsky dreht sich alles nur um eines: ums Ballett. Als Bronislawa und Waslaw um 1900 in St. Petersburg aufwachsen, ist ihr Weg als Tänzer vorgezeichnet - und schon bald zeigt sich, dass besonders Waslaw alle überflügelt. Den Geschwistern steht eine ganze Welt offen - Paris, London, New York -, eine Welt harten Trainings und geschundener Füße, aber auch des Glamours und des Ruhms ...

    Das Buch:
    Das Cover dieses Buches gefällt mir sehr gut. Das winterliche St. Petersburg im Hintergrund und die in Mantel und Fellmütze gekleidete Frau im Vordergrund zeigen die russischen Wurzeln der Protagonistin auf. Die Farben des Hintergrunds sind zudem sehr gedeckt, wodurch die Frau im Vordergrund schön hervorgehoben wird.
    Für meinen Geschmack, ist das Buch etwas zu groß und unhandlich, was es unkomfortabel macht, dieses Buch unterwegs zu lesen. Dies kommt natürlich vor allem durch die relativ große Seitenzahl von ~570 zustande. Allerdings würde ich positiv bewerten, dass die Geschichte in viele kleine Unterkapitel eingeteilt ist, wodurch sich das "lesen anfangen" auch lohnt, wenn man nur wenig Zeit zur Verfügung hat.

    Schreibstil:
    Die Autorin beschreibt sehr detailliert die Handlungen und Emotionen der Protagonistin Bronia und wie sie über ihre Umgebung denkt. Das Buch ist hierbei in der Ich-Perspektive von Bronia erfasst und erstreckt sich über einen Zeitraum von 40-50 Jahren. Die Zeitsprünge zwischen manchen Kapiteln sind teilweise sehr groß und man braucht eine Weile, um zu verstehen, in welche Lebenssituation der Protagonistin man nun gesprungen ist.

    Handlung:
    Das Buch beschreibt das Leben von Bronia zwischen deren Kindheit und deren mittlerem Erwachsenenalter. Hierbei geht es meist um das Ballett-Leben der Protagonistin, wobei sie oft damit zu kämpfen hat, dass sie nur als der kleine Schatten ihres brillanten Bruders Waslaw gesehen wird. Außerdem erfährt man viel über das familiäre Leben der verlässlichen Bronia. Als Leser kann man teilhaben an der persönlichen Entwicklung von Bronia zur starken und selbstbestimmten Frau. Durch die Anstrengungen der Protagonistin, die sie erst zu dieser Entwicklung führen, sympathisiert man als Leser sehr schnell mit Bronia.
    Die Erzählungen sind für meinen Geschmack zu detailliert und trocken geworden, dieser Roman ähnelt sehr einer biografischen Erzählung. Es fehlen hierbei ein bisschen die Highlights, die einen zum weiterlesen bringen, so musste ich mich teilweise durch manche Passagen "durchkämpfen". Außerdem habe ich mir schwer mit den russischen Namen der Charaktere getan, so konnte ich oft einen gelesenen Namen nicht mit der vorher bereits erwähnten Person in Verknüpfung bringen.

    Insgesamt ist es eine sehr eindrucksvolle Erzählung über das Leben der Bronia. Dies stellt wohl vor allem für ballettbegeisterte einen besonderen Reiz dar. Für mich hat das Buch allerdings zu sehr eine Biographie geähnelt, weshalb ich nur 3 von 5 Sternen vergebe.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Insel_Verlags avatar

    Die Liebe zum Tanz, die alles andere überstrahlt

    Nach ihren grandiosen Romanen über Katharina die Große hat Eva Stachniak in Die Schwester des Tänzers abermals einer großen russischen Heldin die Bühne bereitet: Bronislawa Nijinska, Schwester des legendären Waslaw Nijinsky und selbst gefeierter Star des Ballets Russes.
    Der Roman über zwei ungleiche Geschwister, den unbedingten Willen zum Erfolg und die alles andere überstrahlende Liebe zum Tanz ist jetzt im Taschenbuch erhältlich – und wir verlosen 20 Exemplare.

    »Die Schwester des Tänzers steckt voller Emotionen und unbändiger Fabulierlust. Die kanadische Autorin ist ohne jeden Zweifel eine Meisterin ihres Fachs.« Susann Fleischer


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    Waslaw und Bronislawa träumen schon von Kindheit an vom Tanzen – was war Euer Traumberuf als Kind?


    PS: Um über alle Leserunden und Buchverlosungen aus dem Insel Verlag auf dem Laufenden zu bleiben, schaut mal hier vorbei ...

    Über die Autorin: Eva Stachniak wurde im Jahr 1952 in Wrocław/Breslau geboren. Sie lebt seit 1981 in Kanada. In den Jahren 1984 bis 1986 war sie für Radio Canada International tätig. 1988 bis 2007 arbeitete sie zudem als Dozentin für Geisteswissenschaften und Englisch am Sheridan College. Eva Stachniak lebt heute in Toronto.
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    "Ein wahrer Künstler schaut nicht zurück. Ein wahrer Künstler blickt in die Zukunft."

    Tanzen ist Liebe, Tanzen ist Leben. Zauberhafte Aufführungen, immerwährender Ruhm, aber auch Schmerzen und harte Arbeit stehen beim Ballett auf der Tagesordnung. In diese Welt werden die Geschwister Waslaw und Bronislawa hineingeboren. Sie kommen aus einer Tänzerfamilie und für sie gibt es daher nur ein Ziel: mit dem Ballett die Welt zu erobern.

    Eva Stachniak, die Autorin der Bestseller "Der Winterpalast" und "Die Zarin der Nacht", lässt in ihrem neuen Roman "Die Schwester des Tänzers" Bronislawa Nijinska von ihrer Liebe zum Tanz und von ihrem Bruder, dem gefeierten Waslaw Nijinsky, bei dem Genie und Wahnsinn so nahe beianeinander liegen, erzählen. In unserer Leserunde könnt ihr nicht nur mehr über das Schicksal der beiden Geschwister erfahren, sondern auch die Seele des russischen Balletts und die aufregende Zeit der Revolution hautnah erleben!

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    In der Familie Nijinsky dreht sich alles nur um eines: ums Ballett. Als Bronislawa und Waslaw um 1900 in St. Petersburg aufwachsen, bewundern sie allabendlich ihre Eltern in der Garderobe, nervös vor den Auftritten, erhitzt und gelöst danach. Auch für die beiden Kinder ist der Weg vorgezeichnet: Sie werden an der kaiserlichen Ballettakademie aufgenommen – und schon bald zeigt sich, dass besonders Waslaw alle anderen überflügelt. Den Geschwistern steht eine ganze Welt offen – Paris, London, später gar New York –, eine Welt harten Trainings und geschundener Füße, aber auch des Glamours und des Ruhms … Ein Roman über zwei ungleiche Geschwister, über den unbedingten Willen zum Erfolg – und über die Liebe zum Tanz, die alles andere überstrahlt.

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    Eva Stachniak wird im Jahr 1952 in Wroclaw/Breslau geboren. Sie lebt seit 1981 in Kanada. In den Jahren 1984 bis 1986 war sie für Radio Canada International tätig. 1988 bis 2007 arbeitete sie zudem als Dozentin für Geisteswissenschaften und Englisch am Sheridan College. Eva Stachniak lebt heute in Toronto.

    Begleitet uns auf eine Reise durch die Welt des frühen 20. Jahrhunderts und lasst euch verzaubern von Bronislawa Nijinska. Gemeinsam mit dem Insel Verlag vergeben wir 25 Exemplare von "Die Schwester des Tänzers" an interessierte Testleser. Bewerbt euch dafür einfach über den blauen "Jetzt bewerben"-Button* und beantwortet bis zum 06.11.2016 folgende Frage:

    Bronislawa und Waslaw lieben das Ballett. Sie können sich keine Welt ohne Tanz vorstellen. Was fasziniert euch besonders am Tanzen?

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