Eva Weber-Guskar

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Lebenslauf

Eva Weber-Guskar ist Professorin für Ethik und Philosophie der Emotionen an der Ruhr-Universität Bochum und dort Principal Investigator im interdisziplinären Forschungsprojekt »INTERACT! Neue Formen sozialer Interaktion mit intelligenten Systemen«. Vorher war sie u.a. Visiting Scholar an der New York University und Gastprofessorin in Wien, Zürich, Berlin und Erlangen. Sie wurde mit einer Arbeit über das Verstehen von Emotionen an der FU Berlin promoviert und habilitierte sich mit einem Buch über den Begriff der Menschenwürde in Göttingen. Aktuell arbeitet sie zu Themen der emotionalisierten Künstlichen Intelligenz und zu zeitlichen Aspekten in Theorien des guten Lebens. Seit 2020 ist sie Gründungsmitglied der Redaktion von philpublica.de, einer Onlineplattform zur Vermittlung akademischer Philosophie in der Öffentlichkeit. Seit Herbst 2023 leitet sie außerdem die philosophische Diskussionsreihe »Denkraum« am Theater Oberhausen. Eva Weber-Guskar ist Trägerin des Tractatus Preis für philosophische Essayistik 2025.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Eva Weber-Guskar

Neue Rezensionen zu Eva Weber-Guskar

Cover des Buches Gefühle der Zukunft (ISBN: 9783550202872)
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Rezension zu "Gefühle der Zukunft" von Eva Weber-Guskar

Frank1
Gedanken zu Gefühlen

Klappentext:

Was bedeutet die Idee von fühlenden Maschinen für uns Menschen?

Alle reden über ChatGPT, LaMDA und ähnliche »große Sprachmodelle«, die Wissens­fragen be­ant­worten, Texte schreiben und sogar per­sönliche Ge­spräche mit uns führen. Ob­wohl die Er­fin­dung und Ge­staltung dieser Sprach­systeme nicht auf Ge­fühle ab­zielen, sondern aus­schließlich auf die Sprach­ver­arbeitung, hat sich in den letzten Jahren eine De­batte um die Frage ent­zündet, ob diese Sys­teme auf irgend­eine Weise fühlen oder eine Art Be­wusst­sein ent­wickeln könnten. Und selbst wenn sie alles nur simu­lieren: Was be­deutet das für uns und unsere Emo­tionalität? Welcher Um­gang mit ihnen ist pro­ble­matisch, ver­werflich oder aber eine will­kommene Er­gänzung unserer Lebens­welt?


Rezension:

Waren KIs für den Großteil der Menschheit bis vor wenigen Jahren höchstens als Ele­ment in Science-Fiction-Büchern, -Serien und -Filmen ein Be­griff, dringen sie schon jetzt immer tiefer ins prak­tische Leben ein. Ins täg­liche Leben. Im ‚Ge­spräch‘ mit dem Nutzer scheinen sie manchmal sogar eine ge­wisse Empathie zu zeigen. Aber in­wie­weit können KIs menschliche Ge­fühle er­fassen oder selbst welche nach­ahmen – oder sogar wirklich ent­wickeln?

Genau dieser Frage geht Eva Weber-Guskar in ihrem Buch nach. Un­ge­wohnt für das Thema Ki ist dabei, dass sie die Frage nicht von der tech­nischen Seite, sondern allein von der philo­sophischen be­trachtet. Vieles ist dabei na­türlich nur eine Mo­ment­aufnahme. Da das Buch im August 2024 auf den Markt kam, also vor min­destens 1 Jahr ver­fasst wurde – also maximal 1½ Jahre nach­dem mit ChatGPT erst­mals eine KI auf die breite Öffent­lichkeit ‚los­ge­lassen‘ wurde – dürften viele tech­nische As­pekte zum Zeit­punkt, an dem ich diese Re­zension schreibe (Juni 2025), ohne­hin schon ver­altet sein. Für die philo­sophischen As­pekte trifft das na­türlich weniger zu. Die auf­ge­worfenen philo­sophischen Fragen sind aller­dings durch­aus interessant.

Bei diesem Buch fallen mir aber auch 2 Punkte ins Auge, die mir weniger ge­fallen be­ziehungs­weise mich stören. Zum einen ist es der in­haltliche Punkt, dass die Autorin Regu­lierungen als pro­bates Mittel zum Be­heben der sich even­tuell er­ge­benden Pro­bleme sieht. Zum anderen ist es eine Form­frage: Die Autorin be­nutzt ständig Gender-Auf­zählungen und -Formen, was den Text ent­stellt. Lesern, die sich mit der­artigen philo­sophischen Themen be­fassen, dürfte wohl auch ohne der­artige sprach­liche Krücken be­wusst sein, dass sich unter den For­schern, Stu­denten, Nutzern (…) je­weils auch weibliche be­finden.


Fazit:

Ein Blick auf die Entwicklung im KI-Bereich aus der philosophischen Sicht auf menschliche Ge­fühle.


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