Eva Weissweiler

 3,9 Sterne bei 19 Bewertungen
Autor*in von Die Freuds, Das Echo deiner Frage und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Eva Weissweiler, Dr. phil., geboren 1951, Studium der Musikwissenschaft, Germanistik und Islamwissenschaft. Sie veröffentlichte u.a. die Bücher Clara Schumann ( 1990) Tussy Marx. Das Drama der Vatertochter (2002), Die Freuds. Biographie einer Familie (2005); Wilhelm Busch. Der lachende Pessimist (2007), Otto Klemperer ( 2009), Friedelind Wagner (2013); Luise Straus-Ernst (2016) und zuletzt Lady Liberty: Das Leben der jüngsten Marx-Tochter Eleanor (2018). Eva Weissweiler lebt als freie Schriftstellerin und Rundfunkautorin in Köln.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Lisa Fittko (ISBN: 9783455016802)

Lisa Fittko

 (1)
Neu erschienen am 03.04.2024 als Gebundenes Buch bei Hoffmann und Campe.

Alle Bücher von Eva Weissweiler

Cover des Buches Die Freuds (ISBN: 9783596174690)

Die Freuds

 (9)
Erschienen am 12.12.2007
Cover des Buches Das Echo deiner Frage (ISBN: 9783455006438)

Das Echo deiner Frage

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Erschienen am 04.01.2020
Cover des Buches Notre Dame de Dada (ISBN: 9783462048940)

Notre Dame de Dada

 (3)
Erschienen am 08.04.2016
Cover des Buches Erbin des Feuers (ISBN: 9783570551905)

Erbin des Feuers

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Erschienen am 15.04.2013
Cover des Buches Die Schleichkatze. (ISBN: 9783982354323)

Die Schleichkatze.

 (1)
Erschienen am 01.11.2022
Cover des Buches Lisa Fittko (ISBN: 9783455016802)

Lisa Fittko

 (1)
Erschienen am 03.04.2024
Cover des Buches Clara Schumann (ISBN: 9783423303347)

Clara Schumann

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Erschienen am 01.11.1992
Cover des Buches Friedelind Wagner. Erbin des Feuers. (ISBN: 9783910732117)

Friedelind Wagner. Erbin des Feuers.

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Erschienen am 25.09.2023

Neue Rezensionen zu Eva Weissweiler

Cover des Buches Lisa Fittko (ISBN: 9783455016802)
Bellis-Perenniss avatar

Rezension zu "Lisa Fittko" von Eva Weissweiler

Viel mehr als "nur" die Fluchthelferin von Walter Benjamin - Lisa Fittko
Bellis-Perennisvor einem Monat

Ich bin Lisa Fittko (1909-2005) bereits in mehreren anderen Büchern wie jüngst „Marseille 1940“ begegnet. Meistens wird ihr Name im Zusammenhang mit dem Philosophen Walter Benjamin genannt, den sie im September 1940 als Fluchthelferin über die Pyrenäen geleitet hat. Er ist wohl der bekannteste ihrer Schützlinge. Doch wie kommt es, dass eine ebenfalls von den Nazis verfolgte Jüdin und Kommunistin zur Fluchthelferin von Dutzenden Menschen wird?  

Eva Weissweiler versucht uns die manchmal ein wenig widersprüchliche Persönlichkeit von Lisa Fittko näherzubringen. Nicht immer gelingt das, denn Fittkos Aufzeichnungen sind oft Jahre später verfasst, unterscheiden sich von jenen ihrer Weggefährten. Sind die Diskrepanzen und Lücken in Fittkos Erzählungen mit Absicht herbeigeführt? Oder einem Verdrängen der Erinnerungen an eine psychisch wie physisch sehr fordernde Zeit in ihrem Leben? 

Mit viel Glück und dank ihres eigenen großen Netzwerks gelingt es Lisa und ihrem Mann Hans letztlich die Flucht aus Frankreich. Den Faschismus überstehen die beiden auf Kuba, ausgebrannt von mehr als zehn Jahren im Widerstand, wie folgendes Zitat beweist:  

„Wir fahren auf eine Insel, die heißt Kuba. Vater und Mutter sind frei, aber sie können nicht mit. Ich aber sitze hier und nichts rührt sich in mir. Ich habe keine Angst, ich freue mich nicht, ich bin nicht einmal traurig. Ich fühle nichts, gar nichts.“ 

1948 übersiedeln sie in die USA. Ihre frühere aktive Rolle als Kommunistin verschweigt sie bei der Einreise, da diese zu jener Zeit, ein Ablehnungsgrund sind. Wahrscheinlich müssen die Auslassungen in Lisa Fittkos eigenen Aufzeichnungen unter diesen Gesichtspunkten betrachtet werden. Wer als Andersdenkende und Jüdin unter dem NS-Regime gelebt hat und von ihm verfolgt worden ist, wird wohl eine gewisse Vorsicht bei den eigenen Äußerungen an den Tag legen. Bis ins hohe Alter setzt sich Lisa Fittko für ihren Traum von Frieden und Freiheit ein. 

Fazit:

Lisa Fittko war bestimmt keine einfache Persönlichkeit, aber bestimmt eine couragierte. Eva Weissweiler zollt ihrem politischen Vermächtnis Respekt, wenn uns Lesern auch die Person Lisa ein wenig verschlossen bleibt. Gerne gebe ich dieser Biografie 5 Sterne.

 

Cover des Buches Das Echo deiner Frage (ISBN: 9783455006445)
SusanneEichholzs avatar

Rezension zu "Das Echo deiner Frage" von Eva Weissweiler

Sie finanzierte sein Leben
SusanneEichholzvor 8 Monaten

Was auch immer davon stimmt, lässt sich doch sicher festhalten, dass Dora Kellner-Benjamin für eine Frau ihrer Generation ungewöhnlich öffentlichkeitswirksam arbeitete und eine sehr breite Themenpalette journalistisch aufbereitete, indem sie z.B. zu amerikanischer Literatur, Musik im Stummfilm oder der Gefahr  möglicher Giftgaskriege schrieb. Bedenkt man die Rolle der Frau und ihren meist geringen gesellschaftlichen und politischen Einfluss damals, ist diese Bandbreite erst recht beeindruckend. 

Wie die Begegnung mit Walter Benjamin Doras Leben veränderte und auch nach der Scheidung immer weiter beeinflusste, lässt sich diesem sehr lesenswerten Buch ebenso entnehmen wie detaillierte Beschreibungen des jüdischen Lebens und des aufkommenden Zionismus in Wien in ihrer Kindheit um 1900.

Cover des Buches Die Schleichkatze. (ISBN: 9783982354323)
D

Rezension zu "Die Schleichkatze." von Andrea Zech

Wenn sich zwei neu Lebende umschleichen
DerLesendevor 2 Jahren

Mit der «Schleichkatze» ist ein wundervoller kleiner Text erschienen, den zu lesen sich lohnt. Soviel sei vorweggenommen. Schon die Grundkonstellation der beiden Figuren setzt von Anfang an einen Sog in Gang, der uns Lesende hineinzieht. Der zugespitzte Start mit dem drohenden Doppelselbstmord erzeugt eine fast absurde Ausgangslage, die aber gerade dadurch das ermöglicht, was dann folgt: Die feine Annäherung, das Umspielen zweier Menschen, die sich in gewisser Weise in einem gemeinsam erzeugten Raum des Noch-nicht-Definierten bewegen, in dem es keine konventionellen Regeln mehr gibt. Denn wie begegnen sich zwei Menschen, die sich ganz ohne Pathos und ohne echte Entscheidung gegenseitig ins Leben zurückgeholt haben?

Sehr spannend auch, wie sich nach und nach ein Dominanzgefälle herauszukristallisieren beginnt, welches in latente Sehnsüchte zunehmend manipulative Energie fliessen lässt. Und genau diese Mischung aus Suchen, Hoffen, Andeuten und Manipulieren gibt dem Text eine sehr eindrückliche Dynamik. Grosse Leseempfehlung!

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