Die Hochzeit der Chani Kaufman

von Eve Harris 
4,5 Sterne bei61 Bewertungen
Die Hochzeit der Chani Kaufman
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Ein starker, interessanter Einblick in das Leben der sehr religiös orthodoxen Juden.

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"Wie sollte sie in eine Gemeinde passen, in der man ihren Schmerz unter endlosen Gebeten ersticken wollte?" Toll geschrieben!

Alle 61 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Die Hochzeit der Chani Kaufman"

Chani Kaufman ist hübsch, intelligent
und hat ihren eigenen Kopf –
nicht die besten Voraussetzungen auf
dem hartumkämpften jüdisch-orthodoxen
Heiratsmarkt. Schon gar nicht,
wenn ihr zukünftiger Ehemann Baruch
Levy sein soll. Baruch wird bald
in Jerusalem studieren und der erste
Rabbi in einer Familie erfolgreicher
Unternehmer sein. Sie haben sich
dreimal gesehen, sie haben sich noch
nie berührt, aber sie werden heiraten.
Chaim Zilberman und Rebecca Reuben
waren auch einmal Studenten in
Jerusalem. Heute sind sie Rabbi und
Rebbetzin Zilberman, angesehene
Mitglieder der orthodoxen Gemeinde
Londons. Aus Liebe hatte Rebecca in
das streng geregelte Leben an der Seite
eines Rabbis eingewilligt – Sneakers
gegen Ballerinas, Jeans gegen bodenlange
Röcke und den Wind in ihren
langen Haaren gegen einen Scheitel
getauscht.
Vier Menschen auf der Suche nach
ihrem Weg, zwischen Religion und
vermeintlicher Freiheit.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783257300208
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:464 Seiten
Verlag:Diogenes
Erscheinungsdatum:26.08.2015
Das aktuelle Hörbuch ist am 25.07.2018 bei Diogenes erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Vefaras avatar
    Vefaravor 4 Monaten
    Kurzmeinung: "Wie sollte sie in eine Gemeinde passen, in der man ihren Schmerz unter endlosen Gebeten ersticken wollte?" Toll geschrieben!
    Einblicke in eine mir geheimnisvolle Welt

    "..., wenn zwei Menschen heiraten, dann ist es, als füge man zwei Hälften derselben Seele wieder zusammen, die einst aufgespalten und zwei  ungeborenen Kindern in die Wiege gelegt wurde. Sie wachsen auf und gehen jeder ihrer Wege, in Unkenntnis, dass es den anderen gibt, bis sie sich treffen, wenn sie das Glück habe, einander wiederzufinden. So wie ich dich gefunden habe."


    Nach dem ich "Orthodox" von Deborah Feldman quasi verschlungen habe, wollte ich noch mehr von dieser mir weit entfernten ultraorthodoxen jüdischen Welt erfahren. 

    Das Buch ist durch die Zeitsprünge und Erlebnisberichte der unterschiedlichen Protagonisten sehr unterhaltsam geschrieben. Man hat das Gefühl man ist beim Lesen mittendrin. Der größte Pluspunkt des Buches ist sicher, dass alles irgendwie zusammenhängt, der Leser das aber erst nach und nach erzählt bekommt. 

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    katzenminzes avatar
    katzenminzevor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Ein berührender Roman voller leben, abwechslungsreich und bunt. Mal ernst und traurig, mal witzig. Ein großartiges Buch!
    Absolute Leseempfehlung

    Absolute Leseempfehlung

    Ich hatte zwar bisher nur Gutes von diesem Buch gehört, aber es ist doch trotzdem immer wieder schön wenn man merkt, dass es stimmt. Trotz Empfehlung konnte mich „Die Hochzeit der Chani Kaufmann“ noch positiv überraschen. Und das als Debütroman! Ich bin begeistert.

    Die vielen Ebenen auf denen Harris das Leben bei den orthodoxen Juden schildert, haben mir sehr gefallen. Wir haben da natürlich Chani: Neunzehn Jahre jung, lebensfroh, klug, etwas vorlaut und bald verheiratet mit einem Mann, den sie eigentlich gar nicht kennt. Aber um ihr Elternhaus verlassen zu können und selbstständig zu werden muss sie heiraten. Chani zeigt wunderbar den Zwiespalt zwischen Angst und Vorfreude, den die jungen Frauen in der orthodoxen Gemeinde auszustehen haben. Dabei ist sie in ihrer Art einfach unschlagbar sympathisch.

    Dann haben wir Avromi, den Sohn des Rabbis der sich die Freiheit errungen hat auf einer sekulären Uni studieren zu dürfen. Hier hat er sich prompt in ein Mädchen verliebt, das eine Gojete, eine Ungläubige ist. Er ist hin und hergerissen zwischen dem Leben das er kennt, der Gemeinschaft die er liebt und deren Regeln er achtet und den aufregenden neuen Gefühlen, der Freiheit, dem Verbotenem und den Schuldgefühlen.

    Großartig fand ich auch die Geschichte der Rebezzin Revka. Mit ihr erfahren wir viel über das Leben in der Gemeinde, über Zwänge und Kompromisse aber vor allem ist die Geschichte interessant, wie sie überhaupt in die Gemeinschaft hineingekommen ist. Denn im Gegensatz zu Chani und Avromi war sie nicht immer Teil der orthodoxem Gemeinde, in der ihr das Leben und ihre Ehe zusehends zu eng zu werden scheinen.

    Ich mochte die Gegensätze sehr, die Harris beschreibt. Die reiche Familie Levy gegenüber der armen Familie Kaufmann. Das bunte und offene religiöse Leben in Jerusalem gegenüber dem grauen und verschlossenen in England. Die „orthodoxe Form“ der Liebe mit Heiratsvermittlerin und verschämten Dates zwischen zwei Personen, die sich eigentlich gar nicht kennen und das Verliebtsein in einen Außenstehende gegen alle Regeln und ohne jede Zukunft. Die vielen Blickwinkel aus denen Harris berichtet haben mich beeindruckt. Dazu ihre wunderbaren Charaktere wie die freche Chani, der verstockte Baruch, die egoistische Mrs Levy, die ruhige Revka, die immer irgendwie zwischen beiden Welten hängt und die ich unglaublich gern hatte.

    Die Diskussionen zwischen Chani und ihrer Schwiegermutter in Spe sind einfach herrlich. Bissig, frech und auf den Punkt. Genauso wie die Unterhaltungen mit der Heiratsvermittlerin Mrs Gelbman. Hier kann man sich amüsieren, während an anderen Stellen Trauer und Unverständnis vorherrschen.

    Ich war sehr froh, Deborah Feldmanns Autobiografie „Unorthodox“ vorher schon gelesen zu haben. Teilweise überschneiden sich die Themen stark und da ich Feldmanns Buch kannte, wusste ich, wie realistisch Harris schreibt. Dadurch, dass Harris natürlich einen Roman und keine Biografie geschrieben hat, konnte sie ihn viel bunter, voller und abwechslungsreicher gestalten. Ich war sehr begeistert von diesem lebendigen Roman, der mal witzig und mal ernst daherkommt. Der oft nachdenklich und traurig ist aber letztlich doch immer hoffnungsvoll bleibt. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung!

    Kommentare: 7
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    raven1711s avatar
    raven1711vor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Sehr schön und einnehmend erzählt
    Sehr schön und einnehmend erzählt

    Rezension Eve Harris - Die Hochzeit der Chani Kaufman
    Klappentext:
    Sie haben sich dreimal gesehen, sie haben sich noch nie berührt, aber sie werden heiraten: die neunzehnjährige Chani Kaufman und der angehende Rabbiner Baruch Levy. Doch wie geht Ehe, wie geht Glück? Eine fast unmögliche Liebesgeschichte in einer Welt voller Regeln und Rituale. Das freche und anrührende Debüt von Eve Harris.
    Meinung:
    Die Welt der ultraorthodoxen Juden ist eine für uns außenstehende auf den ersten Blick sehr befremdlich wirkende Welt. Strenge Regeln, was die Kleidung betrifft, das Essen, was gelernt wird. In dieser Welt wächst die junge Chani auf, eine von vielen Töchtern des Rabbis in ihrer Gemeinde. Ihr Glauben schreibt ihnen vor, möglichst schnell nach Beenden der Schule einen passenden Ehemann zu finden. Diesen scheint Chani in dem jungen Baruch gefunden zu haben, einen angehenden Rabbi und eigentlich über ihrem Stand. Gesehen haben die beiden sich nur dreimal, nun steht die Hochzeit bevor und viele Sorgen und Gedanken plagen die junge Braut. Aber nicht nur sie treiben Angst und Fragen um, auch der Bräutigam Baruch sieht sich mit einer ihm unbekannten Situation konfrontiert. Denn über die Ehe und das, was im Bett geschieht, da spricht man nicht drüber. Gleichzeitig lernt man die Rebbetzin Rebecca kennen, die für die Liebe viel aufgegeben hat.
    In einzelnen Rückblicken steuert die Geschichte hier auf die Hochzeit und die anschließenden Ereignisse zu. Dabei erfährt der Leser z.B. mehr über Rebecca und wie es dazu kam, dass sie ein Leben als streng gläubige Jüdin an der Seite ihres Mannes wählte. Oder mit welchen Problemen sich die jungen Leute der Glaubensgemeinschaft auseinandersetzen müssen, wenn Freigeist und unkonventionelles Denken nicht gerne gesehen ist und die Nachbarschaft und Gemeinschaft immer ein wachsames Auge auf alle Mitglieder hält.
    Eve Harris hat eine schöne Erzählstimme der ich mühelos durch die Seiten folgte um das Schicksal ihrer Figuren zu verfolgen. Dabei schafft sie es, Verständnis für mir eher fremde Gedanken- und Verhaltensmuster zu schaffen. Zwar weicht hier manche Darstellung von dem ab, was ich aus Deborah Feldmans Roman Unorthodox über die Chassiden mitgenommen habe, insgesamt aber zeichnet Harris hier ein stark kontrastierendes Bild zu unserer Gesellschaft.

    Fazit:
    Die Hochzeit der Chani Kaufman ist ein spannender Einblick in eine mir eher fremde Kultur, gepaart mit einer zarten, einfühlsam erzählten Liebesgeschichte.
    Von mir gibt es 4 von 5 Punkten.

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    E
    Esse74vor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Ein Einblick in das jüdische Leben mit Abstrichen, dennoch auch ein Einblick in die jüdische Kultur
    Ein Einblick in das jüdische Leben mit Abstrichen, dennoch auch ein Einblick in die jüdische Kultur

    Es geht in dem Buch eigentlich hauptsächlich um jüdische Tradition, die sich von früher in die heutige Zeit übertragen haben. Die Verheiratung der Chani Kaufman an sich, ist aber nur ein Aufhänger für das Ganze. Chani hinterfragt mit ihren 19 Jahren, ob sie einen Mann lieben kann, den sie nur dreimal vor der Hochzeit unter Aufsicht sehen durfte, den sie nie geküsst oder berührt hat, wie es die Tradition eben verlangt. Dies sind damit durchaus die Gedanken einer doch recht modernen jüdischen Frau. Gleichzeitig hat sie aber auch ganz normale Gedanken. So sieht sie endlich in ihrer monatlichen Periode einen Sinn, denn nun kann diese Lästigkeit zu einem Kind führen. Ihre Eltern haben acht Töchter, die alle gut verheiratet werden soll und da sie nicht besonders reich sind, bringt es sie schon in eine gewisse Form der Armut.
    Chanis Zukünftiger Baruch ist angehender Rabbiner und hat sich damit voll und ganz den alten Traditionen verschrieben.
    Frauen haben aber einen durchaus anderen Stellenwert in den jüdischen Gemeinden, vor allem in den ultra-orthodoxen, denn sie sind es, die man zu einer gängigen jüdischen Mädchenschule schickt, die arbeiten gehen, die Familie meist durch einen Beruf ernähren und nicht wie die Jungen, die man nur zur Thora-Schule schickt, wo sie den ganzen Tag eben diese studieren und nachher lediglich Rabbiner werden können oder sich mit Gelegenheitsarbeiten in der Gemeinde über Wasser halten- das sind aber die "Schtetl" und man muss das ein bisschen wie bei den Amisch sehen- die Männer renovieren Wohnungen, reparieren und so weiter- sie sind handwerklich begabt. Die Frau ist aber nicht nur Heimchen am Herd, sie zieht die Kinder groß und engagiert sich neben dem Beruf meist noch in der Gemeinde.
    Bei Eve Harris lernt man drei jüdische Familien kennen- Baruchs, Chanis und die Zilbermans.
    Hochzeiten werden durch eine Heiratsvermittlerin geschlossen, doch Chani zeigt sich widerspenstig, in dem sie viele Bewerber ablehnt, nicht dieses Frauchen sein möchte, daß sich wie ihre Mutter jeden Shabbes abhetzt, um den Tisch mit Gerichten zu füllen, unter dem sich dieser biegt, sich abzuhetzen für die zumeist angestrebte große Kinderschar und an die starren Traditionen gebunden zu sein. Ihre Mutter ist durch das alles aus Chanis Sicht zu sehr gealtert.
    Die Frauen dürfen auch nur lange Rücke tragen, müssen ihr richtiges Haar mit Perücken verdecken, damit andere Männer sich nicht angezogen fühlen und Chanis sieht dies alles mit großer Skepsis. Hier klingt dann auch ein Hauch von Emotion an. Ansonsten sind die Figuren doch leider recht flach beschrieben. Man wird nicht richtig warm mit ihnen, sondern begegnet ihnen eher etwas aussenstehend. Ich konnte die Empfindungen schon nachvollziehen, aber eben nicht spüren. Das liegt am eher doch beschreibenden Stil der Autorin, nüchtern könnte man es auch nennen.
    Lichtblick ist dann das Beispiel einer rebellischen Frau, die sich eben nicht mehr den Regeln unterwerfen möchte, sich abkehrt vom Glauben und sofort aus der Gemeinde ausgestoßen wird, dh der gesellschaftliche Tod.
    Allerdings ist das auch nicht neu- als ein Bekannter aus der katholischen Kirche austrat- in einem kleinen Dorf im hintersten Bayern- da griffen ihn nicht nur die Älteren an.
    Wer gar nichts über das jüdische Leben heute weiß, wird sicher in eine Welt eintauchen, die Interesse wecken kann. Da ich mich aber intensiv mit dem Judentum befasst habe- empfehle auch Feldmans "Unorthodox"- der wird nicht auf viel Neues treffen.
    Seid ein gutes Menscherl und lasst Euch durch Chanis Massel führen, um ihre leicht meschuggene Mischpoke kennenzulernen. :)

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    Das_Leselebens avatar
    Das_Leselebenvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Gutes Buch zum Einstieg in das Thema. An der einen oder anderen Stelle etwas zu konstruiert
    Ein sanfter Einstieg in das Chassidismus

    Ein Buch das vier, für mich sehr gute Gründe liefert es zu lesen. Erstens: Es geht um das Thema Judentum. Zweitens: Genauer geht es um den Chassidismus, der mystischen Bewegung aus dem osteuropäischen Raum. Der dritte Grund, der 464 Seiten starke Roman ist im September 2015 im Diogenes-Verlag erschienen. Der letzte und vierte gute Grund sind die vielen positiven Stimmen.

    Inhalt:
    
Die 19-jährige hat Baruch Levy nur dreimal gesehen, ihn weder geküsst noch berührt, trotzdem wird sie ihn heiraten. Baruch ist angehender Rabbiner, er und Chani leben in einer Welt voller Regeln und Rituale. Ist es in dieser Welt überhaupt möglich eine glückliche Ehe zuführen und sich ineinander zu verlieben?

    Meine Meinung:
    
Wie der Titel vermuten lässt, dreht es sich in diesem Roman nicht nur um Chani Kaufman. Die Hochzeit ist nur der Dreh-und Angelpunkt. Vielmehr verfolgt der Leser vier Mitglieder, der in London ansäßigen chassidistischen Gemeinde. Natürlich lernt der Leser, die aufgeweckte und manchmal sehr tollpatschige Chani und den besonnen, interessierten Baruch näher kennen. Aber auch die Rebezzin Rivka und ihr bereits erwachsener Sohn Avromi werden im Laufe des Buches ihre eigene Geschichte erzählen. Interessant war dabei zu erfahren wie unterschiedlich all diese Figuren mit ihrem Glauben umgehen. Ich muss zugeben, das mich die Geschichten von Rivka und Avromi etwas mehr gereizt haben, als die von Chani und Baruch. 
Wie das Buch aus den unterschiedlichsten Perspektiven erzählt wird, (die Perspektiven wechseln auch immer mal im Kapitel, aber das wird in der Kapitelüberschrift verdeutlicht), so wechseln auch die Zeitebenen.
Der flüssige, fast schon zu leichte Schreibstil, hat mich aber schnell und sehr gut in die Handlung hineinfinden lassen. Eve Harris schafft es sehr gut verschiedenste Problematik, die mit dem Chassidismus verbunden sind anzuschneiden und ein Stück weit einzuführen. Die wichtigsten Themen sind der Umgang, mit der Frau mit all seinen Regeln und Traditionen. Ein anderer Schwerpunkt ist Liebe, Sexualität und Beziehung. Für mich war aber der interessanteste Punkt beim Lesen, was bewegt einen Menschen dazu, sich für eine so sehr geregelte religiöse Strömung zu interessieren, wie den Chassidismus. Obwohl an dieser Stelle einmal angemerkt werden sollte, diese Gemeinde ist Verhältnismäßig noch sehr offen, es gibt auch noch strengere Gemeinden, in denen Frauen unter anderem als „Gebärmaschienen“ betrachtet werden. 
Anhand dieser Themenauswahl, merkt man Eve Harris ihren persönlichen Hintergrund an. Sie hat polnisch-israelische Eltern und zwölf Jahre an jüdisch-orthodoxen Mädchenschulen gearbeitet. Gelobt werden muss der sehr ausführliche Glossar am Ende des Buches, die jiddischen und hebräischen Begriffe werden dort sehr gut erklärt. 
Ein kleiner Punkt hat mich dann doch etwas gestört, die Handlung an sich ist mir zeitweise zu konstruiert. Ich hatte öfter diesen „Ja-ist-schon-klar-Moment“. Dies nimmt den Roman ein wenig seine Ernsthaftigkeit.
    ‚Die Hochzeit der Chani Kaufman‘ ist ein gelungener Debütroman, der den Leser behutsam in die fremde Welt des Chassidismus einführt.

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    schokoloko29s avatar
    schokoloko29vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein tolles Debüt über das Leben in einer orthodoxen jüdischen Gemeinschaft
    Die Hochzeit von Chani Kaufman

    Inhalt des Buches:
    Es geht um Chani und ihren zukünftigen Ehemann Beruch. Sie haben sich insgesamt 4 mal gesehen und beschließen zu heiraten. Sie leben in der orthodoxen Gemeinschaft in London, Golders Green. Die gut situierte Familie ist von seiner Wahl nicht begeistert, da Chani in einem sehr armen Haushalt großgeworden ist. Ihre Mutter hat insgesamt 8 Töchter zu hause und das groß ziehen überfordert sie maßlos.
    In diesem Buch wird auch der Werdegang der Frau des Rabbis erzählt. Sie war eine einfache Studentin mit jüdischen Wurzeln, aber wenig gläubig und die Sitten und Bräuche des Judentums waren ihr fremd. In Jerusalem lernt sie Chaim kennen, der je länger sie ihn kennt sich immer mehr dem Judentum hinwendet. Am Ende beschließt er in die jüdisch- orthodoxe Gemeinschaft einzutreten und Rabbi zu werden. Aus Liebe zu ihm geht sie mit ihm den Weg...

    Eigene Meinung:
    Das Buch ist sehr informativ und unterhaltsam. Es erläutert sehr gut die orthodoxen- jüdischen Sitten und wie es ist in so einer kleinen Gemeinschaft zu leben. Nicht immer einfach, da die Sitten sehr streng und teilweise mittelalterlich sind.

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    tausend_lebens avatar
    tausend_lebenvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Sensationelles Debüt gewährt tiefen Einblick in eine in sich geschlossene jüdische Welt des 21. Jahrhunderts, die einen staunend zurücklässt
    Ein sensationelles Debüt - das einen lachend, staunend, schockiert und sprachlos zurück lässt

    London im Jahr 2008. Sie haben sich einander versprochen, obwohl sie sich erst viermal gesehen haben – die 19-jährige Chani Kaufman und der angehende Rabbiner Baruch Levy. Beide wissen, ihr Leben wird sich von Grund auf ändern. Doch was sie genau erwartet, davon haben sie wenig Ahnung. Denn in ihrer geschlossenen jüdisch-orthodoxen Welt wissen die beiden kaum etwas vom anderen Geschlecht oder von Sexualität. Wie funktioniert die Ehe? Wie funktioniert Sex? Und vor allem: wie funktioniert Glück?

    Eve Harris gibt in ihrem sensationellen Debüt einen tiefen Einblick in eine in sich geschlossene jüdische Welt des 21. Jahrhunderts, die einen staunend – und teilweise schockiert – zurück lässt. In einem hinreißenden Erzählstil lässt sie uns am Leben von Chani und Baruch – sowie Rivka, der Frau eines Rabbis – und ihren Familien teilhaben. Dabei lernen wir nicht nur das orthodoxe Judentum im Europa des 21. Jahrhunderts kennen. Wir erhaschen auch einen kleinen Einblick in das Jerusalem der 80er Jahre, der einen wünschen lässt, man würde darüber mehr erfahren.

    „Und dennoch hielt Jerusalem hier etwas für sie bereit, etwas, das ihren Puls beschleunigte und ihre Sinne entfachte, wie sehr sie auch an der Existenz Gottes zweifelte. Die Stadt pulsierte mit tausend verschiedenen Stimmen, tausend verschiedenen, sehnsüchtigen Seelen: Muslime, Juden, Christen. Ihre Mauern vibrierten mit Gottes Namen.“

    Chani Kaufman wächst auf in einer jüdisch-orthodoxen Gemeinde in London. Ihren Verlobten hat sie vier mal gesehen, berührt hat sie ihn noch nicht. Nicht einmal die Hand dürfen die beiden sich geben bevor sie nicht verheiratet sind. Wie der Körper eines Mannes aussieht, das hat Chani nur durch einen – für ihre Lehrerin unglücklichen – Zufall erfahren. Wie das mit dem Sex funktionieren soll, bleibt für sie trotzdem ein Rätsel.

    Obwohl Chani gläubig und ihren Eltern ergeben ist, ist sie doch anders als viele Mädchen in ihrer Gemeinde. Denn sie stellt sich – und anderen – Fragen. Sie will sich nicht zufrieden geben mit einer arrangierten Ehe ohne Liebe. Sie will nicht enden wie ihre Mutter, mit sieben Kindern, aber hoffnungslos überfordert, ausgelaugt und unglücklich.

    „Alle höchst fromm, alle auf der Suche nach einem guten jiddische Mädchen, die ihnen Tscholent kochte und ihnen am Schabbes die Kerzen anzündete. Eine Instantfrau – bloß noch Wasser hinzufügen. Keiner von ihnen interessierte sich dafür, wer sie war.  {…}  In ihrer Welt verliebten sich die Menschen nicht. Sie wurden in die Ehe begleitet. Sie trafen sich, sie heirateten, und dann bekamen sie Kinder. Und irgendwann, unterdessen, lernten sie sich kennen.“

    In Chanis Welt ist es nicht unüblich, sieben Geschwister zu haben, denn Verhütung ist nicht erlaubt. Den Nachwuchs nach allen Regeln der Religion großzuziehen – und zu verheiraten – dem widmen die Eltern, oft bis zur Erschöpfung, ihr Leben.

    „Ihre Mutter war zu einer Maschine geworden, deren Teile abgenutzt waren und knirschten. Früher war sie schlank gewesen, eine geschmeidige Frau, fröhlich und flink. Über die Jahre hatte sich ihr Bauch aufgebläht und war wieder erschlafft, wie der Kehlsack eines Ochsenfrosches. Heute war das Licht in ihren Augen erloschen. Sie war eine Fremde geworden, ein erschöpfter Berg erschlafften Fleisches, der ohne Pause stillte, beruhigte, tätschelte oder fütterte.“

    Wie muss es sein, in einer Gemeinschaft zu leben, in der Glaube und Tradition das Wichtigste im Leben sind? Umgeben zu sein von Freiheit und Individualismus, aber nicht daran teilhaben – und höchstens heimlich davon träumen zu können?

    „Wie lebten andere Menschen? Fühlten und dachten sie wie sie selbst? Wie war es wohl, sich frei in der Welt zu bewegen, ohne über jede Handlung und ihre spirituellen Konsequenzen nachdenken zu müssen? Entfernte Verwandte ihres Vaters führten in Amerika ein säkulares Leben. Bei der Vorstellung, was sie sie alles fragen würde, sollte sich die Gelegenheit ergebe, wurde ihr ganz schwindelig.“

    Humorvoll und tragisch lässt Eve Harris den Leser das jüdische Leben erleben – gefangen in einer Welt zwischen Religion und Weltlichkeit, Tradition und Moderne.

    Ich habe diesen Roman verschlungen. Er hat mich sprachlos gemacht und mich spüren lassen, wie wenig ich eigentlich von einer der ältesten Religionen weiß und verstehe. Neben aller Befremdung, die man beim Lesen gegenüber den starren Traditionen empfindet, kann man die Beweggründe doch auch nachempfinden.

    „… wir haben eine Wahl. Unsere Identität zu bewahren, indem wir die Tradition aufrechterhalten. Unser Erbe zu bewahren, obwohl so viele von uns dafür gestorben sind. Oder Hitlers Arbeit fortzusetzen, indem wir vergessen, wer wir sind, und unserem Erbe den Rücken zu kehren. Es ist so viel einfacher, ein modernes Leben zu führen, zu essen, was man will, zu heiraten, wen man will, und an Schabbes Fernsehen zu schauen. Aber jedes Mal, wenn jemand dem Judentum den Rücken zukehrt, ist es ein weiterer Sieg für diejenigen, die uns tot gewünscht haben und das noch immer tun.“

    Der Roman weckt in mir den Wunsch, mehr über das Judentum und die unterschiedlichen Strömungen zu erfahren. Er ist voller Humor, Empathie, Staunen und Neugier und sehr lehrreich. Völlig zu recht war dieses Buch auf der Longlist des Man Booker Price. Ich vergebe 5 Sterne.

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    Bellis-Perenniss avatar
    Bellis-Perennisvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ein sehr feinfühliges Buch zu einem sehr schwierigen Thema. Wie weit darf man sich religiösen Vorschriften beugen?
    Drei Liebesgeschichten mit unterschiedlichstem Ausgang

    Eve Harris ist es gelungen, die Leser in die Welt des jüdischen Lebens eintauchen zu lassen. Manchmal erscheinen die vielen Gebote und Verbote ziemlich archaisch.

    Das Buch spielt auf zwei Ebenen. Zum einen in London 2007/2008 und zum anderen in Jerusalem in den späten 1980ern.

    Das Buch schildert die zaghafte Annäherung zweier, durch die strengen Regeln der Religion, völlig verunsicherten Menschen, nämlich Chani und Baruch. Beide versuchen – im Rahmen ihrer begrenzten Möglichkeiten – aus dem strengen Korsett ihrer Erziehung auszubrechen:
    Chani, indem sie bei Rebbetzin Zilbermann Rat sucht und sich bunte Unterwäsche kauft.
    Baruch, der entgegen aller Traditionen darauf besteht, Chani kennenzulernen und sie zu heiraten.

    Eine zweite Liebesgeschichte ist mit eingeflochten. Nämlich die der Rebbetzin Zilbermann. Einstmals als Rebecca eine säkulare Jüdin, wird sie von ihrem Ehemann Chaim zu einer orthodoxen Rabbinerin umgeformt. Lange Zeit kann sie diese ständige Unterwerfung unter die Gesetze der Thora aushalten. Als sie eine Fehlgeburt erleidet, beinahe verblutet, weil der Ehemann sie nicht angreifen darf und seine einzige Sorge ist, was die Nachbarn denken könnten, weil sie ihr Haupthaar unbedeckt lässt, bricht sie aus ihrer gewohnten Umgebung aus.

    Ja, und eine dritte Liebesgeschichte gibt es auch noch: Avromi Zilbermann, der Sohn der Zilbermanns gerät (nach Ansicht der jüdischen Tradition) auf Abwege. Er lernt auf der Uni die Studentin Shola kennen und lieben. Shola ist Nichtjüdin und daher eigentlich tabu.

    Gut gefallen haben mir die vielen eingestreuten jüdischen Begriffe, die in einem ausführlichen Glossar gut übersetzt und beschrieben sind.

    Das Buch ist sehr einfühlsam geschrieben und erklärt völlig unaufdringlich eine Reihe von jüdischen Geboten und Verboten.
    Ich war bis jetzt nicht ganz unbelesen, was diese Vorschriften anbelangt, doch die Vielzahl dieser oft für Nichtjuden barbarisch anmutenden Regeln, lassen mich tiefes Mitgefühl mit den Frauen haben.
    Vor der Lektüre dieses Buchs habe ich über manche Bekleidungsvorschrift schmunzeln müssen, nun sehe ich dies alles ein wenig in einem anderen Licht.
    Meine persönliche Meinung ist, Fundamentalismus – egal welcher Religion – ist meistens für die Frauen menschenverachtend.

    Fünf Sterne und eine Leseempfehlung.

    Kommentare: 2
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    Loukias avatar
    Loukiavor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Faszinierend, fremdartig, komisch und berührend - ein gelungener Roman über das Leben in einer jüdisch-orthodoxen Gemeinde.
    Geschlossene Gesellschaft

    Eine Liebe beginnt, eine Liebe endet in der jüdisch-orthodoxen Gemeinde in London.

    Chani und Baruch haben kaum Gelegenheit, sich vor ihrer Hochzeit näher kennenzulernen. Vorsichtig bewegen sie sich aufeinander zu und hoffen, dass sie gemeinsam einen Weg finden werden, innerhalb der restriktiven Welt der jüdischen Gemeinde ihre Träume zu verwirklichen.

    Mit großen Träumen haben Rebecca und Chaim einst begonnen. Doch je höher Chaim als Rabbi in der Gemeinde aufsteigt, desto gefangener fühlt sich Rebecca in den strengen Forderungen der Rechtgläubigkeit.

    Der Roman von Eve Harris entführt in eine völlig fremde Kultur, in der sämtliche Lebensbereiche und Beziehungen durch religiöse Vorschriften geregelt sind. Ein faszinierender Einblick in eine geschlossene Gesellschaft!

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    unfabulouss avatar
    unfabulousvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Diese Geschichte bietet interessante Einblicke in die jüdisch-orthodoxen Traditionen in der heutigen Zeit, absolute Leseempfehlung!
    Ist eine Vereinbarkeit von Religion und freien Entscheidungen möglich?

    Zum Inhalt: 
    In diesem Buch geht es in erster Linie um Chani Kaufman, ein junges Mädchen, welches in London lebt und jüdisch-orthodox erzogen wird. Sie ist mit Baruch Levy verlobt, obwohl sich die beiden eigentlich fast gar nicht kennen und die beiden werden auch sehr bald heiraten, denn das ist nach ihren Traditionen üblich. Baruch ist angehender Rabbi und soll bald in Jerusalem studieren, wohin Chani ihn begleiten soll. Chani ist allerdings ein Mädchen, welches ihren eigenen Kopf hat und hat es deshalb nicht leicht in der Welt der orthodoxen Juden von London.
    Außerdem wird in diesem Buch auch die Geschichte von Rebecca erzählt, die nun die Frau von Rabbi Chaim Zilberman und somit Rebbetzin ist. Aus Liebe zu ihrem Ehemann hat sie ihr früheres Leben eingetauscht in ein Leben voller Regeln und Konventionen.

     

    Meine Meinung: 
    Die 19-jährige Chani darf nicht einfach anziehen, was sie möchte, sie darf nicht einfach essen, was sie möchte und sie darf auch nicht einfach eine Person vom anderen Geschlecht anfassen. Chani ist jüdisch-orthodox erzogen worden und dort gibt es bestimmte Regeln. Eine davon ist auch, dass eine Hochzeit normalerweise von einem Schadchen, einer Ehestifterin, eingefädelt wird. Normalerweise verständigen sich die Eltern darüber, ob sich ihre Kinder vermählen, wobei die Kinder aber nicht zur Ehe gezwungen werden. Baruch und Chani stehen kurz vor ihrer Hochzeit und haben sich bis dahin nur wenige Male getroffen. Für beide ist es nicht einfach, mit ihren jungen Jahren in ihr neues Leben zu treten und sie haben beide noch viel über ihr neues Leben und ihre Religion zu lernen. Beide können sich in der Zeit vor der Hochzeit an den Rabbi beziehungsweise die Rebbetzin als Mentoren wenden. Chani hat sieben Geschwister und hat somit nicht immer die volle, alleinige Aufmerksamkeit ihrer Eltern. Für sie ist es besonders wichtig, dass sie mit Rebbetzin Zilberman eine Mentorin hat.

    Wie schon Schadchen kommen in diesem Buch sehr viele Wörter, wie beispielsweise auch tuches (der Hintern) oder Scheitel (eine Perücke, die verheiratet Frauen tragen) vor, die im jüdischen Sprachgebrauch verwendet werden. Diese Wörter sind im Buch allerdings kursiv abgedruckt und es gibt dafür ein Glossar. Ich habe mich sehr schnell daran gewöhnt und dadurch viel über jüdische Traditionen gelernt. Auch die Namen wie Chani, Baruch, Avromi usw. waren für mich anfangs sehr ungewöhnlich, aber nach einiger Zeit habe ich mich sehr gut daran gewöhnt. Ich habe gerne die Informationen über jüdische Traditionen gelesen und mich über die vielen Details gefreut.

    Im Buch wird neben der Geschichte von Chani und Baruch auch sehr intensiv auf die Rebbetzin Zilberman eingegangen, die in ihrem früheren Leben Rebecca Reuben hieß und nicht alle Regeln immer befolgt hat. Aus Liebe zu Chaim gibt Rebecca ihr relativ freies Leben auf und tauscht auch ihre eigentlich nicht wirklich freizügige Kleidung gegen typische Röcke und Kleider, welche für ihr neues Leben angemessener sind.

    Die Handlung folgt nicht einer chronologischen Reihenfolge, sondern springt immer in verschiedene Zeiten. Es war manchmal ein wenig verwirrend und ich musste mich kurz orientieren, aber ich habe immer gleich wieder in die Geschichte hineingefunden. Dass auch die Kapitel abwechselnd die Geschichte von Chani und Rebecca erzählen, hat es mir am Anfang nicht leicht gemacht. Mir hat dieser Wechsel, sowohl der zeitliche Wechsel als auch der Personenwechsel, sehr gut gefallen. Das hat eine gewisse Spannung mitgebracht und ich fand es sehr gut, im Laufe der Geschichte immer mehr Details über die Personen zu erfahren.

    Ich fand dieses Buch wirklich beeindruckend und die Geschichte hat mich auch fasziniert. Bisher wusste ich nicht besonders viel über jüdisch-orthodoxe Traditionen und ich finde, dass dieses Buch sehr gut die Vereinbarkeit von einem Leben in der heutigen Zeit mit diesen doch teilweise recht strengen Regeln der Religion vermittelt.

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