Eveline Hasler

 4 Sterne bei 181 Bewertungen
Autorin von Anna Göldin. Letzte Hexe, Die Wachsflügelfrau und weiteren Büchern.
Eveline Hasler

Lebenslauf von Eveline Hasler

Eveline Hasler wurde 1933 in Glarus geboren. Sie studierte Psychologie und Geschichte in Fribourg und Paris, und arbeitete danach einige Jahre als Lehrerin. Neben historischen Romanen schreibt sie Lyrik, Kinderbücher, Kolumnen, Reportagen sowie Artikel fuer Radio und Zeitschriften. Im Jahre 1990 ging Hasler nach New York, wo sie Gastdozentin des Deutschinstitutes der City University war. Ihre Buecher wurden in mehrere Sprachen uebersetzt und mehrfach ausgezeichnet.Heute lebt sie im Tessin / Schweiz.

Neue Bücher

Der Zeitreisende

Neu erschienen am 30.11.2018 als Taschenbuch bei dtv Verlagsgesellschaft.

Die Hexe Lakritze. Die schönsten Geschichten

Erscheint am 21.01.2019 als Taschenbuch bei Arena.

Tochter des Geldes

Erscheint am 11.03.2019 als Hardcover bei Nagel & Kimche.

Alle Bücher von Eveline Hasler

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Anna Göldin. Letzte Hexe

Anna Göldin. Letzte Hexe

 (34)
Erschienen am 27.08.2012
Die Hexe Lakritze

Die Hexe Lakritze

 (19)
Erschienen am 01.06.2011
Die Wachsflügelfrau

Die Wachsflügelfrau

 (20)
Erschienen am 21.02.2008
Engel im zweiten Lehrjahr

Engel im zweiten Lehrjahr

 (17)
Erschienen am 14.10.2016
Ibicaba

Ibicaba

 (12)
Erschienen am 01.05.1988
Die Vogelmacherin

Die Vogelmacherin

 (12)
Erschienen am 01.09.2001
Und werde immer Ihr Freund sein

Und werde immer Ihr Freund sein

 (6)
Erschienen am 26.07.2010
Mit dem letzten Schiff

Mit dem letzten Schiff

 (6)
Erschienen am 24.06.2016

Neue Rezensionen zu Eveline Hasler

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Igelmanu66s avatar

Rezension zu "Engel im zweiten Lehrjahr" von Eveline Hasler

Nette Weihnachtsgeschichte für Zwischendurch
Igelmanu66vor 2 Jahren

»Du heilige Einfalt«, murmelte Petrus noch einmal. »Und du, Eleusi?«
Eleusius richtete seinen engelischen, schon leicht vergoldeten Zeigefinger hinunter Richtung Erdkugel. »Ich möchte in eine der großen, modernen Städte, in denen Wolkenkratzer stehen.«
Petrus kratzte sich hinter dem Ohr. »Du meinst also Manhattan … oder reicht dir auch Frankfurt?«
»Mit Verlaub, es müssen Wolkenkratzer sein mit mindestens fünfzig Stockwerken«, sagte Eleusius leicht geniert und schüttelte seine blonden Locken.
»Aha. Hmm, und wozu, wenn man fragen darf?«
»Liftfahren«, hauchte Eleusius. Er errötete sanft bis in die Flügelspitzen, denn Engel sind durchsichtig, und Gedanken und Gemütsregungen sind ihnen immer gleich anzusehen.

 

Am 24. Dezember dürfen die Engel des ersten und zweiten Lehrjahrs einen Ausflug zur Erde machen. Die „noch nicht sehr geläuterten Engel“ sollen dabei natürlich nicht nur ihren Spaß haben, sondern auch die Weihnachtsbotschaft vermitteln. In beiden Disziplinen ist Engel Eleusius eifrig bei der Sache…

 

In dieser netten, kleinen Weihnachtsgeschichte bemüht sich also Engel Eleusius Frieden auf Erden zu verkünden und gleichzeitig Spaß zu haben. Das Ergebnis ist streckenweise recht unterhaltsam und witzig, konnte mich aber nicht immer überzeugen.

Manchmal lag es einfach am Stil, der mir nicht so zusagte, manchmal aber auch an kleinen (in meinen Augen) Unstimmigkeiten, wie beispielsweise Reaktionen von Menschen, die ich einfach nicht nachvollziehen konnte.

Sympathisch ist aber auf jeden Fall der Ansatz, wonach „Anfängerengel“ noch weit davon entfernt sind, ohne Fehler und fern von allen menschlichen Empfindungen zu sein. Wenn Eleusius beispielsweise wie ein Kind mit dem Fahrstuhl immer rauf und runter fährt, dann muss man beim Lesen einfach schmunzeln.

 

Fazit: Nette Weihnachtsgeschichte für Zwischendurch. Auf meiner Weihnachtsbuch-Hitliste wird sie aber nicht erscheinen.

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Herbstroses avatar

Rezension zu "Ibicaba" von Eveline Hasler

Enttäuschte Hoffnungen
Herbstrosevor 3 Jahren


Mitte des 19. Jahrhunderts erreichte die Hungersnot auch in der Schweiz ihren Höhepunkt. Am 17. April 1855 machte sich eine Gruppe von 265 Auswanderern, Männer, Frauen und Kinder, auf den Weg ins gelobte Land Brasilien. Angetrieben von Hunger und ermuntert von den verlockenden Berichten in der Zeitschrift „Kolonist“, wagten sie die gefährliche Überfahrt. Zusammengepfercht in qualvoller Enge, geplagt von Krankheiten und Tod, hilflos den Naturgewalten ausgeliefert, segelten sie ihrem vermeintlichen Paradies, der Kolonie Ibicaba, entgegen. Doch wer diese dreimonatigen Strapazen lebend überstanden hatte, hatte das Schlimmste noch nicht hinter sich. Der vermeintliche Traum wird zum Alptraum, sie sind in die Fänge von Sklavenhändlern geraten …
 
Mit „Ibicaba – Das Paradies in den Köpfen“ ist der Autorin Eveline Hasler ein historischer Roman gelungen, dem tatsächliche Begebenheiten zugrunde liegen. Den im Mittelpunkt des Geschehens stehenden Schullehrer Thomas Davatz gab es wirklich, seine Aufzeichnungen waren die Inspiration für die Autorin. Ganz im Stil des 19. Jahrhunderts lässt sie einen namenlosen Beobachter das Geschehen verfolgen. Die dabei verwendete Sprache sowie der Schreibstil ist in der heutigen Zeit nicht ganz einfach zu lesen. Die vielen kursiv eingefügten Berichte aus Zeitungen, Tagebucheinträgen Davatzs, geschichtlichen Begebenheiten, zeitgenössischen Dokumenten und Anmerkungen tragen zwar zum besseren Verständnis bei, hindern aber den Lesefluss zusätzlich.

Aufgrund der gut recherchierten Dokumente und der hinzugefügten, frei erfundenen, Personen entstand jedoch ein interessanter, spannender Roman, in dem der Leser mit einem Stück bisher weitgehend unbekannter Schweizer Geschichte bekannt gemacht wird. Das Geschehen liegt zwar schon einige Generationen zurück, dennoch geht das Schicksal und die Enttäuschung der Flüchtlinge sehr nahe und lässt sogar Vergleiche mit heutigen Ereignissen zu. Aus Gesprächen und Rückblenden erfährt man die Beweggründe für die Flucht aus der Heimat und erfasst sehr eindringlich die Hoffnungen und Sehnsüchte, die damit verbunden waren.

Fazit: Ein durchaus empfehlenswertes Buch, für das man sich ausreichend Zeit nehmen sollte. Nichts zum „zwischendurch ein paar Sätze“ oder „abends vor dem Einschlafen ein paar Zeilen“ lesen, man sollte dabei bleiben, sonst gehen zu viele Einzelheiten verloren.

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peedees avatar

Rezension zu "Der Engel und das schwarze Herz" von Eveline Hasler

Was will mir Eleusius damit sagen?
peedeevor 3 Jahren

Der Engel Eleusius ist mittlerweile im dritten Lehrjahr und soll nun wieder auf die Erde, und zwar für einen Spezialauftrag im Kloster Waldsiedel. Eleusius soll Bruder Georg ersetzen, der unfallbedingt für einige Zeit ausfällt, und die schwarze Madonna betreuen. Die schwarze Madonna zieht viele Gläubige an und Eleusius muss sie immer wieder in eine der 294 Roben, nach den Farben des Kirchenjahrs geordnet, einkleiden. Es läuft nicht schlecht – bis die diamantene Lavaherzkette gestohlen wird. Eleusius will sie zurückholen…

Erster Eindruck: Ein hübsches Cover mit einem Mönch, der die schwarze Madonna einkleidet, und ein zweiter Mönch steht etwas missmutig unten neben der Leiter.

Dies ist der zweite Band über den Engel Eleusius, nach „Engel im zweiten Lehrjahr“. Mir hat das seinerzeit sehr gut gefallen, so dass ich mich freute, erneut über ihn zu lesen. Eleusius fragt in seiner neuen Funktion als Kustos: „Was trägt denn die Hohe Frau unter den Kleidern?“ Hat ein Engel solch irdische Fragen? Offenbar schon. Sie trägt ein schlichtes rotes Röckchen, das in das Holz geschnitzt wurde. Mir war nicht bewusst, dass eine Madonnenfigur immer wieder neu eingekleidet wird. Aber ist das wirklich nötig? Für mich nicht. Der alte Kustos tut sich schwer damit, dass die Madonna schwarz ist und der Abt so neumodisch mit dem Computer twittert…

Als die Lavaherzkette gestohlen wird, macht sich Eleusius auf die Reise, um diese wieder zurück zu bringen. Die Reise führt ihn nach Rom auf eine Feier des italienischen Ministerpräsidenten, der eine Party mit 18-jährigen Schönheitsköniginnen feiert („Bunga-Bunga“)… Das hat mir nicht so gut gefallen.

Die Geschichte lässt mich ratlos zurück, denn ich weiss nicht genau, was sie mir sagen soll. Geht es um Schwarz und Weiss? Tradition versus Moderne? Kirche und Politik? Oder ist es einfach nur ein Märchen?

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Eveline Hasler wurde am 21. März 1933 in Glarus (Schweiz) geboren.

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