Eveline Hasler Ibicaba

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Inhaltsangabe zu „Ibicaba“ von Eveline Hasler

Das vermeintliche Paradies...Im 19. Jahrhundert sind in Zürich, Graubünden, dem Glarnerland und im Aargau Hunger und Elend so groß, dass es zu einer riesigen Auswanderungswelle ins »gelobte Land« Brasilien kommt. Auch im Jahr 1855 begibt sich wieder eine Gruppe von Männern, Frauen und Kindern auf die weite Reise ins vermeintliche Paradies...

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    Ibicaba

    Herbstrose

    Mitte des 19. Jahrhunderts erreichte die Hungersnot auch in der Schweiz ihren Höhepunkt. Am 17. April 1855 machte sich eine Gruppe von 265 Auswanderern, Männer, Frauen und Kinder, auf den Weg ins gelobte Land Brasilien. Angetrieben von Hunger und ermuntert von den verlockenden Berichten in der Zeitschrift „Kolonist“, wagten sie die gefährliche Überfahrt. Zusammengepfercht in qualvoller Enge, geplagt von Krankheiten und Tod, hilflos den Naturgewalten ausgeliefert, segelten sie ihrem vermeintlichen Paradies, der Kolonie Ibicaba, entgegen. Doch wer diese dreimonatigen Strapazen lebend überstanden hatte, hatte das Schlimmste noch nicht hinter sich. Der vermeintliche Traum wird zum Alptraum, sie sind in die Fänge von Sklavenhändlern geraten …   Mit „Ibicaba – Das Paradies in den Köpfen“ ist der Autorin Eveline Hasler ein historischer Roman gelungen, dem tatsächliche Begebenheiten zugrunde liegen. Den im Mittelpunkt des Geschehens stehenden Schullehrer Thomas Davatz gab es wirklich, seine Aufzeichnungen waren die Inspiration für die Autorin. Ganz im Stil des 19. Jahrhunderts lässt sie einen namenlosen Beobachter das Geschehen verfolgen. Die dabei verwendete Sprache sowie der Schreibstil ist in der heutigen Zeit nicht ganz einfach zu lesen. Die vielen kursiv eingefügten Berichte aus Zeitungen, Tagebucheinträgen Davatzs, geschichtlichen Begebenheiten, zeitgenössischen Dokumenten und Anmerkungen tragen zwar zum besseren Verständnis bei, hindern aber den Lesefluss zusätzlich. Aufgrund der gut recherchierten Dokumente und der hinzugefügten, frei erfundenen, Personen entstand jedoch ein interessanter, spannender Roman, in dem der Leser mit einem Stück bisher weitgehend unbekannter Schweizer Geschichte bekannt gemacht wird. Das Geschehen liegt zwar schon einige Generationen zurück, dennoch geht das Schicksal und die Enttäuschung der Flüchtlinge sehr nahe und lässt sogar Vergleiche mit heutigen Ereignissen zu. Aus Gesprächen und Rückblenden erfährt man die Beweggründe für die Flucht aus der Heimat und erfasst sehr eindringlich die Hoffnungen und Sehnsüchte, die damit verbunden waren. Fazit: Ein durchaus empfehlenswertes Buch, für das man sich ausreichend Zeit nehmen sollte. Nichts zum „zwischendurch ein paar Sätze“ oder „abends vor dem Einschlafen ein paar Zeilen“ lesen, man sollte dabei bleiben, sonst gehen zu viele Einzelheiten verloren.

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  • Rezension zu "Ibicaba" von Eveline Hasler

    Ibicaba

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    11. October 2011 um 19:03

    1855 herrscht in weiten Teilen der Schweiz Elend und Not. Die Kartoffeln sind in der Erde verfault und es droht eine Hungersnot. Den Ärmsten der Bevölkerung wird nahegelegt auszuwandern. In Brasilien ist das Leben leichter, es gibt genug zu Essen und durch die Arbeit auf den Kaffeeplantagen bringt man es schnell zu Wohlstand. Viele Familien, ja ganze Dörfer wandern nach Brasilien aus in der Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Doch in Brasilien kommen sie vom Regen in die Traufe. Die Reise hat einen riesigen Schuldenberg verursacht, den es nun auf der Plantage abzuarbeiten gilt. Doch die Auswanderer werden über den Tisch gezogen, je länger sie auf den Plantagen arbeiten, desto höher wird der Schuldenberg. Der Lehrer Thomas Davatz will diesem Treiben nicht länger zusehen und handelt. Wie alle historischen Romane von Eveline Hasler ist auch dieser sorgfältig recherchiert. Original Briefe und Zeitungsberichte aus jener Zeit verleihen dem Buch zusätzlich Tiefgang. Am Anfang braucht es etwas Zeit um sich mit dem eigentümlichen Schreibstil vertraut zu machen, aber diese vom schweizerischen durchdrungene Sprache macht das Buch umso reizvoller.

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