Eveline Hasler Mit dem letzten Schiff

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Inhaltsangabe zu „Mit dem letzten Schiff“ von Eveline Hasler

Die Geschichte eines »amerikanischen Oskar Schindler« Frankreich, August 1940: Der junge amerikanische Journalist Varian Fry erhält vom Emergency Rescue Committee in Marseille den Auftrag, 200 verfolgten Künstlern die Ausreise in die USA zu ermöglichen. Das Vichy-Regime hatte sich verpflichtet, Gegner des Nationalsozialismus an die deutsche Regierung auszuliefern. Unter Einsatz seines Lebens verhilft Varian Fry fast 2000 Menschenzur Flucht vor den Nazis.

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  • Letzte Rettung Varian Fry

    Mit dem letzten Schiff
    Buchperlentaucher

    Buchperlentaucher

    16. March 2015 um 19:25

    Eveline Hasler ist eine Meisterin des dokumentarischen Roman-Biografie. Im vorliegenden Buch zeichnet sie ein Bild des Netzwerkes von Varian Fry. Der US-Amerikaner rettete von Marseille aus über 2'000 Menschen das Leben. Ueber Land oder zu Wasser hatte er Fluchthelfer, die Menschen wie Golo Mann, Franz Werfel oder Max Ernst über die Grenze brachten. 

  • Die Geschichte eines mutigen Mannes, eines "Gerechten unter den Völkern"

    Mit dem letzten Schiff
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    05. November 2013 um 12:47

    Eveline Hasler sei die „Virtuosin des dokumentarischen Romans“, hat der Schweizer Kritiker Roger Anderegg geschrieben. Auch für ihren neuen Roman trifft das haargenau zu. Darin  erzählt sie die Geschichte des Amerikaners Varian Fry, der im August des Jahres 1940 im Auftrag des amerikanischen Emergency Rescue Committees in Marseille eintrifft. Seine Aufgabe ist kompliziert und gefährlich zugleich. Denn die Nazis haben zu diesem Zeitpunkt schon fast ganz Frankreich besetzt und das mit ihnen kollaborierende Vichy-Regime hat sich verpflichtet, alle Nazigegner, deren es habhaft werden kann, an die deutschen Behörden und die Gestapo auszuliefern. Sie also in den sicheren Tod zu schicken.   Er führt eine Liste mit sich von etwa 200 Künstlern und Intellektuellen, denen er über Marseille die Ausreise und Flucht in die USA ermöglichen soll. Darunter Namen  wie Heinrich und Golo Mann, Max Ernst, Walter Mehring, Lion Feuchtwanger und Hannah Arendt. Auch die beiden Politiker Rudolf Hilferding und  Rudolf Breitscheid will er retten, doch die leisten lange Widerstand, weil sie der Illusion aufsitzen, sie könnten  bald zurück.   Mit feinem Gespür für die Not der Verfolgten schildert Eveline Hasler mit großer Eindringlichkeit deren Schicksal und liefert von so manchem damals jedenfalls sehr bekannten Künstler oder Intellektuellen  fein- und hintersinnige Porträts. Schon bald hat sich in den Kreisen der Exilanten herumgesprochen, dass man über Fry einen Schein bekommen kann, und so sind es bald viel mehr als die ursprünglich 200 Menschen, denen er das Leben rettet.   Am Ende seiner schon bald auch durch zunehmende Schwierigkeiten, die ihm seine Auftraggeber bereiten, geprägten Zeit in Südfrankreich wird er zusammen mit seinen Mitarbeitern über 2000 Menschen vor den Fängen der Nazis gerettet haben. Hasler erzählt auch die berührende Geschichte von zwei Schweizer Rotkreuzschwestern aus dem Umfeld von Fry, die gegen den Willen ihrer Regierung in Bern durch ihren Mut und ihre Eigeninitiative zwei Dutzend Kinder in Sicherheit bringen. Und sie setzt nicht nur dem lange vergessenen Fry und seinen Helfern ein literarisches Denkmal, sondern auch jener Bernerin  Elsbeth Kasser, die im Lager Gurs durch ihre Arbeit eine Oase der Hoffnung und der Menschlichkeit schaffte.   „Mit dem letzten Schiff“ ist nicht nur ein dokumentarischer Roman, der vom schwierigen Leben und Arbeiten der deutschen Exilanten in Südfrankreich erzählt, sondern auch davon, wie ein einfacher Mensch einen zunächst begrenzten Auftrag unter Einsatz seines eigenen Lebens ausweitet.   1996, dreißig Jahre nach seinem Tod wurde Varian Fry als damals einziger Amerikaner in  Yad Vashem in die Liste der „Gerechten  unter den Volkern“ aufgenommen.

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