Eveline Schulze

 4.3 Sterne bei 35 Bewertungen
Autor von Die Jawa-Bande, Die Tote auf den Gleisen und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Eveline Schulze

EVELINE SCHULZE, geboren 1950, studierte Journalistik und war bei der Kriminalpolizei Görlitz tätig. Sie legte bereits acht erfolgreiche Sammlungen authentischer Kriminalfälle vor, darunter »Liebesmord« (2010), »Die Tote auf den Gleisen« (2013) und »Die Jawa-Bande« (2018). Inzwischen folgen Reiseunternehmen den Spuren der Autorin und besuchen von ihr behandelte Tatorte in Görlitz.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Mörderisches Sachsen

Erscheint am 21.09.2020 als Taschenbuch bei Das Neue Berlin.

Alle Bücher von Eveline Schulze

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Cover des Buches Die Jawa-Bande (ISBN: 9783360013354)

Die Jawa-Bande

 (6)
Erschienen am 18.07.2018
Cover des Buches Die Tote auf den Gleisen (ISBN: 9783360013149)

Die Tote auf den Gleisen

 (6)
Erschienen am 15.08.2016
Cover des Buches Kindsmord (ISBN: 9783360500076)

Kindsmord

 (5)
Erschienen am 10.07.2012
Cover des Buches Vaters Pistole (ISBN: 9783360500854)

Vaters Pistole

 (4)
Erschienen am 12.03.2015
Cover des Buches Mordakte Angelika M. (ISBN: 9783360500090)

Mordakte Angelika M.

 (4)
Erschienen am 06.07.2012
Cover des Buches Kindsleiche im Ofen (ISBN: 9783360021694)

Kindsleiche im Ofen

 (3)
Erschienen am 01.10.2013
Cover des Buches Liebesmord (ISBN: 9783360500083)

Liebesmord

 (1)
Erschienen am 06.07.2012

Neue Rezensionen zu Eveline Schulze

Neu

Rezension zu "Die Jawa-Bande" von Eveline Schulze

Authentische Kriminalfälle aus Görlitz und Umgebung
Hennievor einem Jahr

Drei Kriminalfälle werden von Eveline Schulze in der Art und Weise eines dokumentarischen, belegbaren Tatsachenberichtes erzählt. Sie haben sich so in Görlitz und Umgebung ereignet.

1. Die Jawa-Bande – Zeit von 1959 bis ca. 1961
Die „Jawa-Bande“ (Jawa = ein tschechisches Motorrad) treibt ihr Unwesen vor allem bei Tanzveranstaltungen, wo sich die Ganoven zunächst als Kavaliere aufspielen und dann zu später Stunde die jungen Mädchen und Frauen entführen und Gewalt antun. Das geht so lange bis sich eines der Opfer zur Wehr setzt und den Untaten ein Ende bereitet...

2. Hammer - 1994
Ein junger Mann ist durch jahrelange Alkoholeskapaden dermaßen abgestumpft und verroht, dass für ihn ein Menschenleben keine Rolle mehr spielt. Brutal, gefühl- und skrupellos geht er gegen die eigenen Saufkumpane los...

3. Trinkgeld - 1967
Ein Lkw-Fahrer nutzt die beruflichen „Freiheiten“, um seine Sexualität auszuleben. An vielen Orten seiner Fahrstrecken hat er außereheliche Beziehungen. Das geht so lange gut, wie der Sex einvernehmlich stattfindet...

Die Autorin wählte drei Kriminalfälle aus, die sie sehr authentisch und anschaulich zu erzählen weiß. Dabei bringt sie Zeitgeschichte und Zeitkolorit ein, indem sie die Besonderheiten der ostdeutschen Geschichte ganz natürlich im Text mit einfließen läßt, z. B. die vielen speziellen Abkürzungen (ABV = Abschnittsbevollmächtigter oder OGS = Großhandel für Obst, Gemüse, Speisekartoffeln). Sie gibt auch aufschlussreiche Einblicke in den DDR-Alltag und in die Ermittlungsarbeit. Diese war in den 60er Jahren noch um vieles schwieriger, da die Kriminalisten bspw. noch ohne DNA-Abgleich arbeiten mussten.

Mir gefällt der schnörkellose, nüchterne, informative und unverblümte Schreibstil. Im Anhang sind noch weitere Bücher von ihr mit Kriminalfällen aus der DDR aufgeführt. „Liebesmord“; „Die Tote auf den Gleisen“; „Kindsleiche im Ofen“; „Vaters Pistole“. Diese werde ich noch lesen!

Eveline Schulze, geboren 1950, studierte Journalistik und war bei der Kriminalpolizei Görlitz tätig.

Ich vergebe meine Lese-/Kaufempfehlung vor allem für Freunde realistischer Kriminalfälle und bewerte mit fünf von fünf Sternen!

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Rezension zu "Die Jawa-Bande" von Eveline Schulze

Authentische Krimis
mabuerelevor 2 Jahren

„...Für Freddi gab es da nichts zu überlegen. Natürlich wollte er die Große mit dem fetten Klang. Rot waren sie alle, eine andere Farbe kennt man bei der Jawa in der CSSR nicht. Die Jawa ist seit Jahren der Renner hierzulande, fast jeder Jugendliche träumt davon, eine zu besitzen...“


Das Buch enthält drei authentische Kriminalfälle aus der DDR, speziell aus Görlitz.

In der ersten Geschichte, dem das Eingangszitat entstammt, geht es um eine Bande Jugendliche, die von Görlitz aus mit ihrer Jawa durch die Gegend zieht. In jeder Zeile ist spürbar, dass die Autorin sich nicht nur in der Gegend auskennt,sondern auch das Leben in der DDR entweder selbst kennengelernt oder exakt recherchiert hat.

Wir schreiben das Jahr 1961. Die Jugendlichen wollen sich vom Leben ihrer Eltern klar abgrenzen. Allerdings spielt dabei Ethik und Moral für sie keine Rolle. Mädchen sind Freiwild. Für die Fahrt auf der Jawa haben sie einen entsprechenden Preis zu zahlen.

Der Schreibstil ist weitgehend sachlich. Deutlich wird die Emotionslosigkeit der jugendlichen Täter herausgearbeitet. Sie glauben, dass die Mädchen den Mund halten und ihnen nichts nachzuweisen ist. Dann aber kommen sie an die Falsche.


„...Außerdem ist offenbar die „Buschzulage“ nicht hoch genug, dass sich viele Kriminalisten aus dem Westen freiwillig an Polens Grenze melden. Görlitz: Das ist fast wie Sibirien. Spricht man dort überhaupt Deutsch?...“


Kurz nach der Wende wird in einem Bauernhof in einer Sickergrube ein Toter gefunden. Der Fall landet bei Kriminalhauptkommissar Mende, der schon zu DDR-Zeiten Polizist war, und Kriminaloberkommissar Fastnacht, zugezogen aus dem Westen. Beide arbeiten erfreulich gut zusammen. Auch der mögliche Täter steht schnell fest. Er hat schon eine lange kriminelle Karriere hinter sich, sieht sich aber selbst als politischer Häftling der DDR. Als schwierig allerdings erweist es sich, ihm den Mord nachzuweisen. Dafür allerdings spricht sein hohes Gewaltpotential.

Mir gefällt, dass thematisiert wird, wie sich nach der Wende manche Begrifflichkeiten geändert haben. Auch der wirtschaftliche Niedergang der Stadt und dessen Folgen bleiben nicht außen vor.

Der kontinuierlichen Arbeit von Mende und Fastnacht ist letztendlich Erfolg beschieden.


„...Das Obst im OGS beschränkt sich in der Regel auf Äpfel aus einheimischer Produktion und einige Saisonartikel wie Pflaumen und Stachelbeeren, im Frühjahr gab es Rhabarber, im Sommer Wassermelonen aus Bulgarien und manchmal sogar Pfirsiche...“


Die letzte Geschichte führt mich in die Welt des OGS, des Großhandels für Obst und Gemüse, oder genauer auf die Fahrtrouten ihrer Fernfahrer. Wir schreiben das Jahr 1967. Während Siggi an jeder Station eine kleine Freundin hat, hält sich Rainer bewusst zurück, nachdem er einer Verurteilung wegen versuchter Vergewaltigung knapp entkommen war. Doch dann soll er auf Wunsch der Mutter die 16jährige Rita mit ihrem Fahrrad nach Hause bringen. Wird er der Versuchung widerstehen?

Die Geschichten haben mir sehr gut gefallen, weil sie authentisch sind und sich angenehm lesen lassen.

Kommentare: 5
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B

Rezension zu "Die Jawa-Bande" von Eveline Schulze

Authentische Kriminalfälle
Buchverschlinger2014vor 2 Jahren

Eveyln Schulze beschreibt in Ihrem Buch "Die Jawa Bande" 3 ganz unterschiedliche authentische Kriminalfälle aus Görlitz aus verschiedenen Jahrzehnten.

Die Bandbreite der Fälle gehen von Gruppenvergewaltigung, Mord bis zu Bandenkriminalität. Evelin Schulze legt hier bereits das 7.Buch über echte Kriminalfälle aus ihrer Heimatstadt vor. Man merkt beim Lesen, dass sie sich intensiv mit der Thematik auseinandergesetzt und sehr ausführlich recherchiert hat. Die Fälle werden aus unterschiedlichen Sichtweisen erzählt, so dass man einen guten Einblick in die Fälle bekommt.

Für Leser, die gerne authentische Fälle lesen, kann ich eine uneingeschränkte Empfehlung geben. Der einzige klitzekleine Minuspunkt wäre, dass das Buch mit 3 Fällen und insgesamt 219 Seiten etwas dünn ausfällt. Ich hätte gerne mehr davon gehabt.

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Gespräche aus der Community

Neu
Cover des Buches Die Jawa-Bande
Spannend, aufregend, geheimnisvoll: Eveline Schulze deckt auf!

Bandenkriminalität, ein Mord im Trinker-Milieu und ein Wiederholungs-Sextäter – in ihrem neuen Buch greift Eveline Schulze drei Verbrechen auf, die sich in den 60er, 80er und 90er Jahren ereigneten. Spannend und authentisch schildert die Autorin Tathergang und Ermittlungsarbeit dieser Kriminalfälle. Die »Jawa«-Bande, eine Gruppe Jugendlicher, terrorisiert Anfang der 60er Jahre Görlitz und Umgebung – die Jugendlichen prügeln sich, entführen junge Frauen und vergehen sich an ihnen. Lange trauen sich ihre Opfer nicht, Anzeige zu erstatten – aus Angst. Einen grausamen Doppelmord beschreibt der zweite Fall: eine entsetzliche Bluttat, die ihren Ausgang in einem Kinderheim in der DDR nahm und schließlich in einer JVA-Anstalt der Bundesrepublik mit lebenslanger Haft endet. Von Sex mit Minderjährigen handelt der Kriminalfall um den Lkw-Fahrer Reiner K., der immer wieder seinem unbändigen Trieb folgt und selbst vor Notzucht mit Schülerinnen nicht zurückschreckt; bis er auf Rita trifft.

In allen drei Fällen lässt die beliebte Krimi-Autorin Eveline Schulze Ermittler-, Täter- und Opferperspektive gekonnt ineinandergreifen und zeigt wieder einmal, dass auch in der beschaulichsten Stadt die blutigsten Verbrechen passieren können.

Wir, das Team der Eulenspiegel Verlagsgruppe, verlosen 10 Exemplare von »Die Jawa-Bande«.

Um an der Verlosung teilzunehmen, beantwortet uns folgende Frage:

Einer der Fälle aus dem neuen Schulze-Krimi hat sich in den 80er Jahren in der DDR ereignet. Was verbindet ihr mit den 80er Jahren? Egal ob kultige Fernsehserien, schrille Outfits oder PacMan - schreibt uns gerne ein paar Zeilen, was ihr aus den 80er Jahren vermisst und welchen Dingen ihr so gar nicht nachtrauert :)

Wir sind schon jetzt gespannt auf Eure Antworten.

Wir wünschen viel Glück.




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76 BeiträgeVerlosung beendet
Cover des Buches Die Tote auf den GleisenE

Herbstzeit ist Krimizeit!

Die Tage werden kürzer, die Temperaturen sinken - für echte Krimi-Fans ist das kein Problem! Die dunkle Jahreszeit versüßen wir uns nicht nur mit Honig im heißen Tee, sondern auch mit neuen authentischen Kriminalfällen von unserer »Miss Marple aus Görlitz«.


Eveline Schulze hat erneut in den Akten gewühlt, Zeitzeugen befragt, Zusammenhänge hergestellt. In »Die Tote auf den Gleisen« geht Schulze drei spannenden Kriminalfällen auf den Grund. Einer davon noch ungelöst, da sich im Verlaufe der Recherche für das Buch viele Ungereimtheiten ergeben habe.


 Und darum geht´s:

Am Morgen findet ein Streckenläufer der Reichsbahn eine Frau tot auf den Gleisen. Man geht von einem Selbstmord aus … Einiges deutet aber darauf hin, dass die Ermittler die Akten zu schnell geschlossen haben. Warum? Müssen sie nach über sechs Jahrzehnten wieder geöffnet werden? Denn bekanntlich verjährt Mord in Deutschland nicht.

Das ist die Ausgangssituation für die Titelgeschichte des siebten Bandes mit authentischen Kriminalfällen aus Görlitz und Umgebung von Eveline Schulze. Die Autorin begibt sich erneut auf Tätersuche. Aus Unterlagen und Zeugenberichten rekonstruiert sie minutiös den Hergang. Auch in den beiden anderen Fällen geht es spannend zu: Ein junger Mann glaubt 1990, den Mord an seiner Freundin vertuschen zu können. Und Ende der 60er Jahre jagt die K in Görlitz einen Vergewaltiger, der es auf Frauen mit Brille abgesehen hat.

Um in den Lostopf zu hüpfen, verraten Sie uns wohin Sie sich am liebsten mit einem Krimi zurückziehen!


Viel Glück :)


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99 BeiträgeVerlosung beendet
Cover des Buches Vaters Pistole: Authentische KriminalfälleE
Hallo Krimifans! Wir verlosen 3 Exemplare von "Vaters Pistole" von Eveline Schulze. Die "authentischen Kriminalfälle", die Schulze in diesem Buch spannend beschreibt, spielen in ... na, welcher Stadt? Die Antwort darauf hätten wir gerne bis zum Montag, 14. September!
30 BeiträgeVerlosung beendet

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