Eveline Schulze Kindsleiche im Ofen

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Inhaltsangabe zu „Kindsleiche im Ofen“ von Eveline Schulze

Ein 28-Jähriger erdrosselt seine Freundin mit Klingeldraht, als ihn diese vor die Wahl stellt: ich oder deine Mutter. Ein Steinmetz läuft Amok und zertrümmert sein Eigenheim, weil seine Frau fremdgeht. Eine Frau ermordet ihr siebtes Kind, weil ihr Mann keine weiteren Kinder möchte. Als sie erneut schwanger wird, werden die Ärzte misstrauisch und erstatten Anzeige. Drei spannende Fälle aus den 70er und 80er Jahren, die noch heute Gänsehaut verursachen.

Drei spannende Kriminalfälle aus den 70er und 80er Jahren der DDR, die noch heute Gänsehaut verursachen.

— Eulenspiegel_Verlagsgruppe

grauen erregende verbrechen, gleich hinter der nachbarstür

— Buecherspiegel

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    Kindsleiche im Ofen

    Buecherspiegel

    10. February 2014 um 19:41

    Görlitz, ein Ort wie jeder andere in Deutschland, mit Verbrechen, wie in allen Städten, Dörfern und Gemeinden. Diese Tatumstände aber zu beschreiben, jede Seite zu Wort kommen lassend, dieser Aufgabe hat sich Eveline Schulze gestellt. Die Autorin erzählt drei Verbrechen, die in ihrer Heimatstadt, zu den jeweiligen Zeitpunkten immer noch DDR, passiert sind. Dabei bleibt sie so dicht an den Protagonisten, dass ich mich tief einfinden und fühlen kann, welcher Schritt zum nächsten führt. Ein Frau stirbt. Die Umstände, die Hintergründe, alles berichtet Eveline Schulze aus der jeweiligen Sicht der betroffenen Personen, ob der Freund (und Täter), die Frau selbst, Nachbarn, der Kriminalbeamte. Wir sehen auf Bildern die Orte des Verbrechens, die Verstorbene, das Tatwerkzeug. Und werden Zeugen der Gedanken, der Wünsche und Träume aller Beteiligten, wie das Urteil ausfiel, wie es weiterging mit den Überlebenden. Das Muttersöhnchen, das sich nicht befreien kann, seine Mutter, die selbst unter diesen Umständen immer noch Anderen die Schuld am Geschehen macht, Polizisten, die mit dem, was sie Tagtäglich sehen, weiterleben müssen und entsprechend künftig handeln. Was bleibt, ist die Einsicht, das es jederzeit, so wie es beschrieben wurde wieder geschehen kann, egal wo, egal wie. Beim nächsten Drama, das dem Buch seinen Titel gab, ist das Grauen regelrecht spürbar. Die Frau als Sklavin des Mannes, den diese seine tierischen Triebe auszuleben verspürt, ganz anders, als sie sich eine Ehe wohl vorgestellt hat. Völlig überfordert von den sechs Kindern, allesamt Jungs, wird sie zum siebten Mal schwanger, was weder der Arzt, aufgrund ihrer gesundheitlicher Probleme, noch der Ehemann befürworten. Sie soll es wegmachen, sagt der Vater, der bereits mit den Jungs seine Schwierigkeiten hat, und gibt ihr die Schuld an der Schwangerschaft. Soll sie doch besser aufpassen. Und auch sie selbst hat einerseits bedenken, andererseits hätte sie gerne das Kind. Kondome gab es übrigens zur damaligen Zeit nur über Beziehungen oder dem Arzt. Es gibt zwar eine Vorstellpflicht für Schwangere alle paar Wochen, aber Personalwechsel in der Praxis begünstigen den Wunsch der Eltern, „es“ geheim zu halten. Die folgende Beschreibung der Geburt und Beseitigung des Kindes macht sprachlos, ob der Hilflosigkeit der Eltern sich anderen mitzuteilen und Hilfe in Anspruch zu nehmen. Und als die Frau wieder schwanger wird, geht ein Wunsch von ihr in Erfüllung: sie wird entdeckt. Und ist frei und unfrei in einem. Sehr bedrückend. Die letzte Geschichte handelt von einem Mann, der es schon fast aufgegeben hat sich neu zu binden, nachdem seine erste Frau verstorben ist. Doch ein Freund kann ihn überreden, mit ihm zusammen ein Tanzlokal aufzusuchen und siehe da, es gibt sie doch, die Frau, die es mit ihm wagen will. Und es wird eine Patchworkfamilie, wie es heute Gang und gebe ist. Mit den jeweiligen Kindern ziehen sie in ihr selbst gebautes Haus, bekommen ein gemeinsames Kind,, und da das Geld von Ihm ausreicht, hört sie auf zu arbeiten. Aber so romantisch wie es begann, so sehr zehrt der Alltag an der Familie. Als Handwerker hat er gut zu tun und ist praktisch nur noch zum schlafen zu Hause. Mit der Familie macht er zumindest Urlaub. Und dort lernen sie einen alleinstehenden Mann kennen, der sie nach dem Urlaub auch zu Hause besucht. Nur will er nicht unbedingt ihn besuchen, sondern die Ehefrau. Lange Zeit können sie ihre Affäre geheim halten, bis die Karriere des Mannes daran zu scheitern droht. Man wünscht klare Verhältnisse. Und so offenbart sie sich und löst damit ein Tatverhalten bei ihrem Ehemann aus, das er von sich selbst so nicht erwartet hätte. Eine Kurzschlussreaktion. Ich lebe mit, mit jeder Person, mit allen Wünschen und doch verspüre ich auch eine Frustration darüber, warum sich Menschen gegenseitig so etwas antun, anstatt sich Hilfe zu holen und miteinander zu kommunizieren. Das ist gut beschrieben, die Hilflosigkeit ist greifbar. Mir fehlen nur noch die Hinweise, wo genau im Internet ich selbst recherchieren kann, um mir selbst ein Bild zu machen, wie die Medien berichtet haben beziehungsweise weitere Fundstellen.

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