Eveline Schulze Vaters Pistole: Authentische Kriminalfälle

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Inhaltsangabe zu „Vaters Pistole: Authentische Kriminalfälle“ von Eveline Schulze

Erst erschoss sie den Hund, dann die Tochter und schließlich sich selbst. Die Titelgeschichte des neuen Buches der Autorin aus Görlitz mit authentischen Kriminalfällen aus der Region ist mehr als nur ein Eifersuchtsdrama. Sie greift zurück bis ins Dritte Reich. Der Vater der Mörderin leitete die Gauverwaltung des Reichsarbeitsdienstes in Görlitz, und obgleich das Hitlerreich Geschichte war, blieb ein Erbe zurück: die Dienstpistole des Vaters, die 1967 von der Tochter im Haus gefunden und im Wahn benutzt wird.Von unheilvollen Familienbanden und milieugeprägten Tätern erzählen auch die beiden anderen Geschichten des Buches, in denen die Autorin wieder einmal faktische Genauigkeit und spannendes Erzählen vereint.

Authentische Kriminalfälle interessant und mit tollem Schreibstil

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Unterhaltsame und wahre Kriminalfälle aus Görlitz zu Zeiten der ehemaligen DDR, aufgeschrieben von einer Insiderin

— krimielse

Tatsachenberichte, sehr genial ausgearbeitet! Sehr gerne viel mehr!

— RebekkaT

Eveline Schulze schaut Kriminalisten bei ihren Ermittlungen über die Schulter und gewährt Einblicke in die Polizeiarbeit.

— Eulenspiegel_Verlagsgruppe

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    Vaters Pistole: Authentische Kriminalfälle

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Erst erschoss sie den Hund, dann die Tochter und schließlich sich selbst. Die Titelgeschichte des neuen Buches der Autorin aus Görlitz mit authentischen Kriminalfällen aus der Region ist mehr als nur ein Eifersuchtsdrama. Sie greift zurück bis ins Dritte Reich. Der Vater der Mörderin leitete die Gauverwaltung des Reichsarbeitsdienstes in Görlitz, und obgleich das Hitlerreich Geschichte war, blieb ein Erbe zurück: die Dienstpistole des Vaters, die 1967 von der Tochter im Haus gefunden und im Wahn benutzt wird.Von unheilvollen Familienbanden und milieugeprägten Tätern erzählen auch die beiden anderen Geschichten des Buches, in denen die Autorin wieder einmal faktische Genauigkeit und spannendes Erzählen vereint. In diesem Buch geht es um drei authentische Kriminalfälle, deren Brutalität und entsetzliche Taten nicht verschönert werden und einen entsetzt schaudern lassen. Man kann es sich nicht vorstellen, dass es im realen Leben Menschen gibt, die andere quälen und töten, verhungern lassen, aus Egoismus und Faulheit, Trunksucht und unsozialem Verhalten. Eveline Schulze ist es mit diesem Buch gelungen, realistisch und ungeschönt, diese drei authentischen Fälle einem nahezubringen. Mit ihrem tollen Schreibstil und in romanhaftem Stil verpackt, mit leichtem Sarkasmus und ironischen Bemerkungen seitens der Kommissare, werden die einzelnen Fälle ausführlich und detailreich beschrieben, so dass sich der Leser völlig hineinfallen lassen kann, mitfühlend und entsetzt erfährt, wozu Menschen fähig sein können. Auch durch die realistische Darstellung der Kommissare und Ermittler hat man einen tollen Einblick in die Polizeiarbeit bekommen. Da diese Fälle aus früherer Zeit der DDR stammen, hat die Autorin nicht nur einzelne Bilder aus Görlitz, den Wohnorten der benannten Familien mit eingefügt, sondern auch interessante und wissenswerte politische Hintergründe der damaligen DDR ausführlich erklärt, was durch die Kriminalfälle zusammenfassend perfekt abgerundet war. Auch die große Schrift, welche einem das Lesen sehr angenehm machte, war angelegt zu der Länge der einzelnen Geschichten überaus passend und für ein fließendes Lesen positiv durchdacht. Eveline Schulze hat mir mit diesem Buch einen tollen Einblick in authentische Kriminalfälle sowie der Polizeiarbeit bei der Aufklärung dieser Fälle geschenkt. Ich lese selten ein Buch an einem Tag, aber dieses konnte ich nicht mehr aus der Hand legen und habe es verschlungen. Ich werde mich jetzt über weitere Bücher der Autorin erkundigen, die ich mit Sicherheit genauso begeistert lesen werde, wie dieses Buch.

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  • Buchverlosung zu "Vaters Pistole: Authentische Kriminalfälle" von Eveline Schulze

    Vaters Pistole: Authentische Kriminalfälle

    Eulenspiegel_Verlagsgruppe

    Hallo Krimifans! Wir verlosen 3 Exemplare von "Vaters Pistole" von Eveline Schulze. Die "authentischen Kriminalfälle", die Schulze in diesem Buch spannend beschreibt, spielen in ... na, welcher Stadt? Die Antwort darauf hätten wir gerne bis zum Montag, 14. September!

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  • Drei unblutige Berichte einer Insiderin

    Vaters Pistole: Authentische Kriminalfälle

    krimielse

    17. October 2015 um 10:37

    Die Autorin Eveline Schulze berichtet im vorliegenden Buch von drei Kriminalfällen, die sich in ihrer Heimatstadt Görlitz zu Zeiten der ehemaligen DDR so tatsächlich zugetragen haben. Dabei begleitet man als Leser in zwei der beschriebenen Fälle die Ermittlungen bzw. im dritten Fall den Weg des Täters. Die Autorin bleibt dabei nahe bei den Protagonisten und verfolgt gleichzeitig mit journalistischem Geschick die Geschichten, die abgesehen von einigen wenigen persönlichen Informationen zum ermittelnden Haupmann der Kripo Görlitz Krause einen recht strengen Berichtsstil hat, der gut zum Geschehen passt. Die einzelnen Fälle sind in verschiedenen Zeiten angesiedelt. Der erste Fall ereignete sich in den 60er Jahren, eine Mutter und ihre Tochter werden tot in der eigenen Wohnung gefunden. Die Tatwaffe ist eine Parabellum mit zunächst unklarer Herkunft. Kommissar Krause ermittelt im beruflichen und privaten Umfeld der Mutter und löst so die Rätsel des Falles. Im zweiten Fall begleitet der Leser einen Alkoholiker, der ein Schläger und zweifacher Mörder ist, ein Stück seines Lebensweges bis in die 90er Jahre. Totaler Absturz, asoziales Verhalten, Gefängnis und Klinikaufenthalte zwecks Entzug pflastern diesen Pfad. Die Autorin zeigt hier auf, wie es zum Tod seiner Lebensgefährtin kam. Beim letzten Fall, bei dem es um Kindsmord infolge Verwahrlosung und Trunksucht geht, schauen wir wieder Kommissar Krause bei den Ermittlungen über die Schulter. Eveline Schulze hat Journalismus studiert und war in der 80 er Jahren bei der Volkspolizei in Görlitz tätig. Der Stil ihrer Geschichten unterstreicht das, es gibt keine romanhaften Ausschweifungen, die Charaktere, insbesondere die Täter, sind berichtartig knapp geschildert. Unterstützt wird das Ganze durch Fotos von Tatorten und Zeitungsausschnitten passend zu den Fällen. Ich muss zugeben, dass ich mit dem Buch nicht recht warm geworden bin. Für mich ist es geschrieben im Stil von alten Folgen des DDR-Tatort-Pendants "Polizeiruf 110". Die Figuren erscheinen seltsam blass, die Ermittlungen sind mir oft zu unausgegoren. Das trifft zum Beispiel auf den ersten Fall im Hinblick auf die Herkunft Tatwaffe zu: der ermittelnde Kommissar befragt einen alten Freund und Heimatkundigen, der Vermutungen anstellt, worauf hin der Fall als geklärt ad acta gelegt wird. Ich kann nicht beurteilen, ob in den 60er Jahren der DDR tatsächlich so ermittelt wurde, falls ja hätte mir eine kurze Erklärung dazu gut gefallen. Es ist sicher so, dass die damalige sozialistische Realität unter anderem durch die verwendete Sprache gut nachgezeichnet wurde (als Kind des ehemaligen Ostens kann ich das beurteilen), aber ich lese kein altes sondern ein neu erschienenes Buch, und da hätte ich mir mehr Wertung zum Geschehen oder auch eine modernere Sprache gewünscht. Die Geschichten und Berichte könnten nach meinem Dafürhalten genau so auch in den 60er Jahren der DDR geschrieben worden sein. Aber vielleicht ist das ja so gewollt? Ich denke, dass die Lektüre dennoch viele Liebhaber finden wird, die unblutige Polizeiberichte im alten Stil mögen.

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  • Vaters Pistole

    Vaters Pistole: Authentische Kriminalfälle

    RebekkaT

    11. October 2015 um 18:57

    Eveline Schulze hat hier drei wahre Kriminalfälle aus der ehemaligen DDR, genauer: aus Görlitz, herausgesucht und ihnen eine Geschichte gegeben. Alle Ermittler waren mir sofort sehr sympathisch und die Art, wie ermittelt wurde, ist richtig klasse ge-und beschrieben! Faszinierend ist auch wieder die Geschichte der ehemaligen DDR, sei es die psychiatrische Versorgung, die Polizeiarbeit oder auch die staatlich vorgegebenen Lebenswege der Menschen. Ich habe viel interessantes gelesen und viele Aha-Erlebnisse gehabt. Cover: Eher ruhig, aber schön. Einige Schwarz-weiß-Bilder im Buch runden die Geschichten ab. Schreibstil: Wirklich ganz klasse! Eveline Schulze kann sich durchaus mit Stephan Harbort oder Axel Peterman messen! Die Art, wie sie den authentischen Kriminalfällen nach so langer Zeit Leben eingehaucht hat, hat mich das Buch an einem Tag durchlesen lassen. Ich kann Eveline Schulze jedem Fan von authentisch nacherzählten Kriminalfällen ans Herz legen. Sie kommt ohne blutige Details aus, lässt die Opfer nicht in Vergessenheit geraten und gibt den Ermittlern ein Gesicht. Ich werde mir jetzt erstmal ihre anderen Bücher besorgen. ;-)

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