Evelyn Barenbrügge Leeres Versprechen

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Inhaltsangabe zu „Leeres Versprechen“ von Evelyn Barenbrügge

Stöbern in Historische Romane

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  • Vielschichtiger Einblick in ein unrühmliches Kapitel der Habsburger Siedlungspolitik

    Leeres Versprechen
    Ursula_Meyer

    Ursula_Meyer

    Evelyn Barenbrügge bietet einen interessanten und offenbar gründlich recherchierten Einblick in das ländliche Leben im Sauerland und im Siebenbürgen des späten achtzehnten Jahrhunderts. Getrieben von der Hoffnung auf Steuerfreiheit und leichtere Lebensbedingungen schließt sich die Bauernfamilie Baumann in Attendorn einem Auswanderertreck nach Österreich an. Doch in Wien angekommen, werden sie weiter nach Siebenbürgen geschickt und landen schließlich in der Stadt Simeria (Siebenbürgen). Wie der Titel schon andeutet, bleiben die Aussiedler dort völlig auf sich allein gestellt und müssen sich mit primitivsten Mitteln eine Existenzgrundlage schaffen. Sie fallen Naturgewalten, Seuchen und Hungersnöten zum Opfer, und Agnes Baumann stirbt bei der Geburt ihres Kindes, sodass von der Familie nur noch Kaspar und seine kleine Schwester Marie zurück bleiben. Und so machen sich die beiden Kinder auf den weiten Rückweg in die Heimat. Mir persönlich war diese Aussiedlungspolitik des Habsburgischen Kaiserreichs, dem es lediglich darum ging, entlegene und unzugängliche Ländereien nutzbar zu machen, unbekannt. Umso interessierter habe ich das Schicksal dieser betrogenen und mit ewig neuen Versprechungen hingehaltenen Menschen verfolgt. Das Buch ist flüssig geschrieben und weckt im Leser Mitgefühl. Allerdings hat es einige Längen. So wird die Spannung durch langatmige Beschreibungen (u.a. die Schifffahrt auf der Donau) und Dialoge (im Laufe der wochenlangen Fußmärsche) unterbrochen. Trotzdem würde es mich interessieren, wie es mit den beiden Geschwistern weitergeht. Empfehlenswert für Liebhaber historischer Geschichten.

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  • Rezension zu "Leeres Versprechen" von Evelyn Barenbrügge

    Leeres Versprechen
    Tanzmaus

    Tanzmaus

    08. October 2011 um 19:02

    Evelyn Barrenbrügge spricht in ihrem Erstling ein sehr brisantes Thema an. Unter dem Druck des Adels, versucht der Bauernstand zu überleben. Dies gelingt ihm nur mit Müh und Not. Die Autorin führt den Leser auf die Spuren der Familie Baumann, die dem Druck entfliehen möchte. Das Angebot aus Österreich kommt ihnen daher wie gerufen. Alle machen sich auf den Weg, auch wenn Kasper, der älteste Sohn, der durch einen Unfall zum Krüppel wurde, lieber weiter bei den Mönchen geblieben wäre. Die Reise nach Österreich ist nicht nur beschwerlich, sondern auch gefährlich. Ehe Kasper es sich versieht, muss er helfend eingreifen und seine Behinderung wird zweitrangig. Aber dann erreichen sie Österreich und stellen fest, dass das Versprechen, ein leeres Versprechen war … Die Geschichte ist sehr spannend geschrieben. Die Figuren sehr bildlich und man fiebert als Leser regelrecht mit Kasper mit. Wie er, vergisst auch irgendwann der Leser, dass Kasper behindert ist. Zwar wird wenig auf die Landschaft eingegangen, dafür wird man aber mit Wissen zu Heilkräutern, deren Anwendung und Heilkunst belohnt. Hier kann der Leser nebenbei einen Blick in das Heilkräuterwissen werden. Der Text besteht größtenteils aus Dialogen und daher fliegen die Seiten nur so dahin. Ehe man es sich versieht, ist das Buch schon zu Ende und man verlässt einen guten Freund. Fazit: Ein spannendes und flüssig geschriebenes Buch, bei dem man nebenbei etwas über Heilkräuter erfährt. Sehr empfehlenswert und ich hoffe auf ein Wiedersehen mit Kasper.

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  • Rezension zu "Leeres Versprechen" von Evelyn Barenbrügge

    Leeres Versprechen
    nirak03

    nirak03

    17. September 2011 um 11:06

    Ein hoffnungsvoller Aufbruch wird zur fatalen Odyssee und besiegelt ihr Schicksal. Attendorn 1764 - Missernten und willkürliche Steuererhöhungen treiben die Menschen im Herzogtum Westfalen in bittere Armut. Der vierzehnjährige Bauernjunge Kasper Baumann kann nach einem Unfall in seiner Kindheit keine schweren Arbeiten verrichten. Bei den Mönchen im Kloster Ewig stillt er seinen unwiderstehlichen Drang nach Bildung. Als sein Vater dem Versprechen auf fruchtbaren Boden und der Aussicht auf Steuerfreiheit in Österreich folgt, muss Kasper die Obhut der Mönche verlassen und die Familie ins Ungewisse begleiten. Nach Monaten voller Leid und Entbehrungen, dem endlosen Kampf gegen Naturgewalten und lebensbedrohlichen Verhältniss erwartet die Familie an den Ufern des Mures eine Tragödie, die Kasper zu vernichten droht. Rezension Erzählt wird die Geschichte von Kaper Baumann und seiner Schwester Marie im 18 Jahrhundert. Gemeinsam mit ihren Eltern und Geschwister machen sie sich von Attendorn aus auf den Weg nach Österreich, wo ihnen ein besseres Leben als Bauern versprochen wurde. Die Kaiserin Maria Theresia hatte allen Bauern Land zugesagt. Kasper hatte, als kleiner Junge, einen schweren Unfall und als Folge davon eine verkrüppelte Hand nach behalten, diese macht ihm schwere Feldarbeit unmöglich. Weshalb er viel Zeit bei den Mönchen, die ihn Gesund gepflegt hatten, verbracht hat. Dort hat er lesen und schreiben gelernt. Außerdem haben sie ihn in Kräuterheilkunde unterrichtet. Dieses Wissen hilft der Familie auf dem Weg nach Österreich sehr. In einem bildhaften Erzählstil schickt Evelyn Barenbrügge den Leser auf eine Reise quer durch Deutschland nach Wien und weiter nach Ungarn. Ihre Darstellung ist so gelungen, dass ich die Landschaften und Menschen deutlich vor Augen hatte. Es hat Spaß gemacht Kasper auf seiner langen Reise zu begleiten. Kaper und Marie und einige andere Protagonisten sind liebvoll gestaltet und ausgearbeitet worden. Sie werden im Laufe der Geschichte immer eigenständiger und Kasper erwachsen. Dem Roman ist die gute Recherchearbeit, die im Vorfeld geleistet wurde, anzumerken. Fr. Barenbrügge hat hier mit viel Liebe zum Detail geschrieben und dies ist beim Lesen auch deutlich zu spüren. In einem kleinen Nachwort geht die Autorin noch einmal kurz auf Fiktion und Wahrheit ein, so was les ich immer wieder gern, so auch hier. Leider gibt es in dieser Ausgabe keine Karte über die Reiserute der Familie. Diese habe ich beim Lesen doch einwenig vermisst. Ich mag aber Karten auch immer besonders gern. Mein Fazit: „Leeres Versprechen“ ist ein historischer Roman, einmal nicht über den Adel sondern ausschließlich über die Landbevölkerung. Er erzählt von dem harten Leben dieser Menschen und kommt trotzdem ohne die Schilderung von grober Gewalt aus. Er erzählt von all ihren Ängsten und Nöten und von der Willkür der Obrigkeit. „Leeres Versprechen“ schildert aber auch von dem eisernen Willen zu Leben und zu überleben. Auf dieser Reise wird Kasper vom Jungen zum jungen Erwachsenen. Er wächst über sich hinaus und entwickelt sich weiter. Er ist mir sehr schnell Sympathisch geworden. Ich habe ihn sehr gern begleitet und war am Ende traurig, dass ich ihn schon wieder gehen lassen musste. Für alle Liebhaber historischer Romane kann ich „Leeres Versprechen“ nur wärmsten empfehlen. Ich finde Evelyn Barenbrügge hat mit „Leeres Versprechen“ einen wunderbaren Debütroman vorgelegt und ich hoffe bald wieder etwas von ihr zu lesen. Vielleicht ja sogar auch wieder über Kasper.

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  • Leserunde beim Autorenkreis Quo Vadis

    powerwriter

    powerwriter

    Hallo ihr Lieben,
    ab sofort könnt ihr euch hier
    http://www.autorenkreis-quovadis.de/forum?mingleforumaction=viewtopic&t=61
    für eine Leserunde zu meinem Roman bewerben. Es werden drei Exemplare (natürlich signiert) verlost. Viel Glück

    • 4
    Tintenelfe

    Tintenelfe

    08. August 2011 um 18:56
  • Rezension zu "Leeres Versprechen" von Evelyn Barenbrügge

    Leeres Versprechen
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    12. July 2011 um 17:39

    Bei diesem Buch bin ich etwas zwiegespalten. Es lässt sich wirklich gut lesen, ist auch phasenweise recht spannend und ich fand auch die Thematik sehr interessant. Aber mir war die Story irgendwie zu "glatt", trotz diverser Schicksalsschläge gab es immer recht schnell ein "gutes" Ende und besonders im letzten Drittel fand ich die Personen dadurch ein bisschen unglaubwürdig. Ich würde 3,5 von 5 Sternen vergeben.

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  • Rezension zu "Leeres Versprechen" von Evelyn Barenbrügge

    Leeres Versprechen
    Wonnefried

    Wonnefried

    16. May 2011 um 22:19

    Das Sauerland im 18. Jahrhundert: Unter der Knute des Adels ist das Leben für die Bauern unerträglich geworden. Wie sehr die Familie Baumann aus Attendorn auch schuftet, spart und haushaltet, die Not wird immer größer. Die Zukunft des Sohnes Kaspar ist vorgezeichnet. Da er nach einem Unfall eine lahme Hand hat, wird er den Vater nicht beerben und allenfalls, von den Geschwistern durchgefüttert, als Pflegefall ein tristes Leben führen. Doch Kasper will weder den Hof noch will er jemandem zur Last fallen. Er strebt nach Wissen und schleicht sich bei jeder Gelegenheit ins naheliegende Kloster wo er von den Mönchen in die Welt der Kräuter und der Heilkunde eingeführt wird. Als ein Werber der österreichischen Kaiserin Maria Theresia, ein neues, besseres Leben in Österreich in Aussicht stellt, greift Kaspers Vater die Gelegenheit beim Schopf und die Familie macht sich auf ein lange, beschwerliche Reise. Dass das Versprechen aus Österreich ein leeres Versprechen ist, verrät bereits der Titel des Buches, was der Spannung jedoch keinen Abbruch tut. Was mir an dem Buch sofort sympathisch war, ist die Tatsache, dass es hier nicht um Päpste Kaiser oder große historische Personen geht. Es erzählt ein ganz unspektakuläres, weitestgehend unbekanntes Kapitel deutsch-österreichischer Geschichte, von dem ich, offen gestanden, keine Ahnung hatte. Es geht um den Mut und die Stärke kleiner Leute inmitten all der politischen Turbulenzen ihrer Zeit. Das Hoffen und Leiden, das Darben, Streben und Sterben jener Menschen, die gemeinhin von der Geschichtsschreibung vergessen werden. Obwohl, oder vielleicht gerade weil der Text von Dialogen lebt und sich nicht in blumigen Beschreibungen ergeht, fühlt sich der Leser den Personen nah, und befindet sich plötzlich mitten in einer anderen Zeit. Unerhoffte Glücksfälle und heftige Schicksalsschläge wechseln sich wie im wahren Leben ab und wie im wahren Leben, werden nicht alle Übeltäter bestraft und nicht alle Tapferen ernten Ruhm. Das Einzige, was mir missfiel war der Satz des Buches mit seinen großzügigen Absätzen, die manchmal den Text regelrecht zerreißen und wirklich den Lesefluss stören, aber das ist sicherlich Geschmackssache und soll an der Bewertung nichts ändern. 5 Sterne für einen flüssig und lebendig geschriebenen historischen Roman der leisen und einfühlsamen Art.

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  • Rezension zu "Leeres Versprechen" von Evelyn Barenbrügge

    Leeres Versprechen
    schreibmax

    schreibmax

    21. February 2011 um 20:16

    Der Debütroman der Autorin führt den Leser auf spannende Weise in den Alltag der Bauern des späten 18. Jahrhunderts. Bittere Armut herrscht im Herzogtum Westfalen, der Adel lebt in Saus und Braus. Kasper Baumann, der älteste Sohn einer Bauernfamilie aus Attendorn, muss sich dem Willen des Vaters beugen, das Kloster, seine wahre Heimat, verlassen und die Familie ins Ungewisse begleiten, die dem Aufruf Maria Theresias auf ein gutes Leben ins ferne Österreich folgt. Nach Wochen voller Leid, Krankheit und Tod erreichen sie Wien. Dort erfährt die Familie, dass sie noch lange nicht am Ziel ist. Ausgemergelt, schmutzig und voller Hoffnung erreichen sie nach weiteren Wochen ihre neue Heimat, die Stadt Simeria an den Ufern des Mures. Dort müssen sie feststellen, dass sie nichts als einem leeren Versprechen der Regentin von Österreich und Ungarn gefolgt sind. Ein bitterer Kampf ums Überleben beginnt. Der historische Hintergrund ist sehr gut recherchiert. Die Autorin versteht es, den Leser auf unnachahmliche Weise in den Bann des Geschehens zu ziehen, ihre Charakter sind lebensnah gezeichnet, durch ihre bildlreiche Sprache erweckt sie Schauplätze und Begebnheiten in den schillerndsten Farben zum Leben. Ich kann diesen historischen Roman, der sich auf angenehme Weise von den abgenutzten weiblichen Helden abhebt, nicht nur den Historik-Freunden empfehlen.

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