Evelyn Barenbrügge Lobola - Preis der Liebe

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Inhaltsangabe zu „Lobola - Preis der Liebe“ von Evelyn Barenbrügge

Fünf Sekunden, in denen Kathi alles verliert – ihr gewohntes Leben, ihre Liebe, den Glauben an eine glückliche Zukunft. Während eines Urlaubs in Südafrika erobern die Menschen Kathis Herz. Ihre Seele kommt in diesem aufstrebenden und von Hoffnung getriebenen Land endlich zur Ruhe. Kurzerhand bricht sie alle Zelte in Europa ab und verwirklicht am Ostkap mithilfe des weißen Architekten Cedrik van Meuren ihren Traum am Indischen Ozean. Sie verliebt sich in den jungen Ingenieur Tabo Mangaliso, der ihr von den Traditionen der Xhosa und der Lobola erzählt, dem Preis, den junge Männer für ihre Braut an die Eltern zahlen. Mit jeder Begegnung wird Kathi klarer, dass sie nicht gegen Rinder aufgewogen werden kann, doch der Preis für ihre Liebe erscheint ihr zu hoch. Als Cedrik ihr seine Zuneigung gesteht, flieht sie vor der wichtigsten Entscheidung ihres Lebens.

Ein wirklich lesenswertes Buch: spannend, plastisch, aber angenehm schnörkellos geschrieben, mit interessanten Charakteren

— Ursula_Meyer
Ursula_Meyer

Spannung und Leidenschaft für Südafrika, schnörkelloser Schreibstil, Tierwelt und Landschaften begeisternd beschrieben, gelunges Werk, danke

— Maria58
Maria58

Fünf Sekunden, in denen Kathi alles verliert ... und in einem für sie fremden Land lernt, wieder an die Menschen zu glauben.

— Buchkritik
Buchkritik

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    Lobola - Preis der Liebe
    Ursula_Meyer

    Ursula_Meyer

    07. February 2016 um 18:49

    In mehreren parallel verlaufenden Handlungssträngen stellt Evelyn Barenbrügge ihre liebevoll und gut konturierten Protagonisten vor, in deren Mittelpunkt die junge Deutsche Katharina Schumann steht. Nach einem schweren Autounfall versucht sie, körperlich auf Dauer behindert, von ihrem Arbeitgeber und ihrem Lebensgefährten gleichermaßen abserviert, ihr Leben neu zu ordnen, und findet die Lösung in Südafrika - sicherlich kein Land, das auch auf Dauer Bequemlichkeit und Sorglosigkeit garantiert. Beeindruckend fand ich, wie Frau Barenbrügge die Zeit von Kathis Rehabilitation beschreibt, dieses Wechselbad aus Hoffnungen und Rückschlägen, dann ihre Verbitterung über das skandalös milde Urteil für den Unfallverursacher und die soziale Isolation, die sie auch auf ihrer ersten, organisierten Rundreise durch Südafrika erlebt. Bis sie auf einer Eisenbahnfahrt zwei wirklich schräge weiße Frauen kennenlernt, die im Roman noch recht tragende Rollen spielen werden. Geschickt webt die Autorin menschliche Schicksale und historische Ereignisse in die Handlung ein, ohne dass es zu konstruiert wirken würde. Gut, die Zufälle geben sich manchmal die Klinke in die Hand, aber bei einem so komplex angelegten Stoff lässt sich das nicht immer vermeiden. Die weiße Minderheit, die sich nicht die Butter vom Brot nehmen lassen will, erhält ebenso eine Stimme wie die junge schwarze Generation mit ihren ehrgeizigen Plänen, ihrem Durchsetzungsvermögen und ihrem Stolz. Doch die verkrusteten Traditionen der Familienclans sind nur schwer zu durchbrechen. Obwohl auch die Landschaft immer wieder ausführlich beschrieben wird, gibt es keinen Leerlauf, der Spannungsbogen bleibt kontinuierlich erhalten. Gut gefallen hat mir auch der modern und trotzdem "typisch" gestaltete Umschlag.    Ein Kompliment an die Autorin, die mit "Lobola" interessante Themen angeschnitten und - in einem sehr angenehmen Sprachstil - ein Südafrika beschrieben hat, wie man es wahrscheinlich erst durch längere Aufenthalte und persönliche lokale Kontakte kennenlernt.  

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  • Vielschichtiger Einblick in ein unrühmliches Kapitel der Habsburger Siedlungspolitik

    Leeres Versprechen
    Ursula_Meyer

    Ursula_Meyer

    Evelyn Barenbrügge bietet einen interessanten und offenbar gründlich recherchierten Einblick in das ländliche Leben im Sauerland und im Siebenbürgen des späten achtzehnten Jahrhunderts. Getrieben von der Hoffnung auf Steuerfreiheit und leichtere Lebensbedingungen schließt sich die Bauernfamilie Baumann in Attendorn einem Auswanderertreck nach Österreich an. Doch in Wien angekommen, werden sie weiter nach Siebenbürgen geschickt und landen schließlich in der Stadt Simeria (Siebenbürgen). Wie der Titel schon andeutet, bleiben die Aussiedler dort völlig auf sich allein gestellt und müssen sich mit primitivsten Mitteln eine Existenzgrundlage schaffen. Sie fallen Naturgewalten, Seuchen und Hungersnöten zum Opfer, und Agnes Baumann stirbt bei der Geburt ihres Kindes, sodass von der Familie nur noch Kaspar und seine kleine Schwester Marie zurück bleiben. Und so machen sich die beiden Kinder auf den weiten Rückweg in die Heimat. Mir persönlich war diese Aussiedlungspolitik des Habsburgischen Kaiserreichs, dem es lediglich darum ging, entlegene und unzugängliche Ländereien nutzbar zu machen, unbekannt. Umso interessierter habe ich das Schicksal dieser betrogenen und mit ewig neuen Versprechungen hingehaltenen Menschen verfolgt. Das Buch ist flüssig geschrieben und weckt im Leser Mitgefühl. Allerdings hat es einige Längen. So wird die Spannung durch langatmige Beschreibungen (u.a. die Schifffahrt auf der Donau) und Dialoge (im Laufe der wochenlangen Fußmärsche) unterbrochen. Trotzdem würde es mich interessieren, wie es mit den beiden Geschwistern weitergeht. Empfehlenswert für Liebhaber historischer Geschichten.

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    • 4
  • Spannung und Leidenschaft für Südafrika

    Lobola - Preis der Liebe
    Maria58

    Maria58

    25. November 2015 um 11:12

    Nach „Leeres Versprechen“ und „Tayfun“ war ich schon sehr gespannt auf das neue Buch „Lobola“ Preis der Liebe von Evelyn Barenbrügge. Meine Erwartungen wurden mehr als übertroffen. Schon das Cover des Romans ist besonders ansprechend. Die Spannung in diesem Roman lebt von mehreren Erzählsträngen.Somit gibt es eine Vielzahl von Personen, jedoch baut sich dadurch die Neugier, schnell weiter zu lesen, immer mehr auf. Besonders die Beschreibungen der Landschaft und der Tierwelt haben mich sehr beeindruckt. Alle Einzelheiten habe ich mir bildlich verinnerlicht, als wäre ich dort und dabei. Hier erkennt man sehr deutlich, dass die Autorin das Land Südafrika selbst bereist hat und ihr Herz sprechen lässt. Besonders die Beschreibungen des Indischen Ozeans, dem endlosen Strand, usw. haben mich gefesselt. War so interessiert, dass ich mir die Orte im Netz angesehen habe. Der klare, schnörkelfreie Schreibstil gefällt mir auch in diesem Roman sehr gut. Ausführliche Recherchen über die Konflikte aus der Geschichte des Landes heraus waren erforderlich, um den Leser informativ zu unterhalten. Ich kann für „Lobola“ Preis der Liebe eine absolute Leseempfehlung aussprechen.

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  • Authentisches Südafrika

    Lobola - Preis der Liebe
    Buchkritik

    Buchkritik

    17. November 2015 um 16:13

    Ein Mensch kann nicht zwei Wege gehen, entscheide dich für den richtigen.   Auch Kathi Schuman, nach einem schweren Unfall aus ihrem gewohnten Leben gerissen, kann, wie das südafrikanische Sprichwort verdeutlicht, nicht zwei Wege gehen.    Nach herben Rückschlägen führt sie ihr Weg nach Südafrika. Sie verliert ihr Herz an die atemberaubende Landschaft, die einzigartige Tierwelt und an Menschen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Sie alle haben die Apartheid hinter sich gelassen und müssen dennoch mit ihrer Vergangenheit zurechtkommen.   Der Autorin zeigt durch ihre Protagonistin auf bewegende Weise das neue Südafrika, wie es nur die wenigsten kennen. Aus jeder Zeile spricht die Liebe der Autorin zu diesem Land.  Evelyn Barenbrügge besticht in diesem Roman, wie bereits bei „Leeres Versprechen“ und „Tayfun“, erneut durch ihre wunderbare Sprache und Erzählkunst. Die ausgefeilten Charaktere haben mich sofort in ihren Bann gezogen. Mal durfte ich lachen, mal musste ich weinen.   Für alle Leser, die einen facettenreichen, informativen, oft liebenswerten und vor allem spannenden Roman lesen möchten, ist „Lobola-Preis der Liebe“ meine klare Leseempfehlung

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