Evelyn Barenbrügge Tayfun

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Inhaltsangabe zu „Tayfun“ von Evelyn Barenbrügge

Der junge Leandro Lovare wächst vor dem Zugriff der Obrigkeit verborgen unter dem Schutz seiner Urgroßmutter in einer Höhle im Bihorgebirge auf. Sie pflanzt die Traditionen und den Freiheitsgedanken tief in sein Zigeunerherz. Nach ihrem Tod begibt er sich auf die Suche nach seiner Familie, kämpft mit aufständischen Rebellen Seite an Seite in Siebenbürgen. Die Hinrichtung seines väterlichen Freundes und Rädelsführers Horea lässt ihn verstummen. Soldaten Maria Theresias ergreifen ihn und nennen ihn aufgrund seiner Schnelligkeit Tayfun. Seine Freiheit ist ihm wichtiger als ein behütetes Leben in einem Waisenhaus, er flieht und gerät in Wien in die Fänge des ehemaligen Soldaten Tom Held, der Straßenkinder zu Taschendieben ausbildet. Tayfun wird zu einem wichtigen Vertrauten des Königs der Diebe und verliebt sich unsterblich in das Zigeunermädchen Nura, eine Verbindung, die streng verboten ist. Eines Tages erschüttert ein Mord die Kaiserstadt.

Leseempfehlung für Histo-Fans mit starken Nerven

— fantafee

Ein unbekanntes Kapitel der Geschichte wird hier spannend in einen Roman eingeflochten.

— anne_lay

Spannender historischer Roman mit gut gezeichneten Protagonisten und einer abwechslungsreichen Handlung!

— mabuerele

Super Geschichte, Spannung pur, hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt.

— Maria58

Spannend, gefühlvoll, schockierend, informativ, Maria Theresia, Zigeuner, 18. Jahrhundert, Wien, Siebenbürgen

— schreibmax

Liebe und Abenteuer im ausgehenden 17.Jahrhundert vor der Kulisse des heutigen Ungarn

— Ein LovelyBooks-Nutzer

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  • Leserunde zu "Tayfun" von Evelyn Barenbrügge

    Tayfun

    bookshouse Verlag

     »Die hübsche Zigani brütet einen Untertan für die Kaiserin aus.« Ein Soldat trat aus dem Schatten der Wagen und stellte sich ihr in den Weg. Er lachte hämisch und klatschte seine fleischige Hand auf den Oberschenkel. Der junge Leandro Lovare wächst vor dem Zugriff der Obrigkeit verborgen unter dem Schutz seiner Urgroßmutter in einer Höhle im Bihorgebirge auf. Sie pflanzt die Traditionen und den Freiheitsgedanken tief in sein Zigeunerherz. Nach ihrem Tod begibt er sich auf die Suche nach seiner Familie, kämpft mit aufständischen Rebellen Seite an Seite in Siebenbürgen. Die Hinrichtung seines väterlichen Freundes und Rädelsführers Horea lässt ihn verstummen. Soldaten Maria Theresias ergreifen ihn und nennen ihn aufgrund seiner Schnelligkeit Tayfun. Seine Freiheit ist ihm wichtiger als ein behütetes Leben in einem Waisenhaus, er flieht und gerät in Wien in die Fänge des ehemaligen Soldaten Tom Held, der Straßenkinder zu Taschendieben ausbildet. Tayfun wird zu einem wichtigen Vertrauten des Königs der Diebe und verliebt sich unsterblich in das Zigeunermädchen Nura, eine Verbindung, die streng verboten ist. Eines Tages erschüttert ein Mord die Kaiserstadt. Text-Leseprobe PDF-Leseprobe Flipping-Book-Leseprobe Zur Autorin: Evelyn Barenbrügge wurde 1958 in Münster geboren. Ihre Wurzeln reichen jedoch bis nach Fünfkirchen, dem heutigen Pecs, in Ungarn zurück. Nach der mittleren Reife absolvierte sie zunächst eine Ausbildung zur Bauzeichnerin und schloss das Studium zur Bautechnik an. Nach vielen Stationen in der Industrie, verbunden mit ebenso vielen Umzügen, ließ sie sich 1993 endgültig in der Domstadt Billerbeck nieder. Hier wechselte sie in den Journalismus, schrieb einige Jahre als freie Mitarbeiterin für die Münstersche Zeitung und studierte nebenbei das kreative Schreiben an der Fachakademie für Fernstudien in Hamburg. Nach mehreren Veröffentlichungen in Anthologien erschien 2011 ihr Debütroman „Leeres Versprechen“ in der edition doppelpunkt. Dieser Roman ist in einer überarbeiteten Fassung im engelsdorfer Verlag erschienen, das Hörbuch erschien im Januar 2014 im Action Verlag. Evelyn Barenbrügge freut sich über jeden Besucher auf Facebook und ihrer Homepage. Bei dieser Leserunde gibt es mindestens 7 E-Books von "Tayfun" im Wunschformat* zu gewinnen. Evelyn Barenbrügge steuert zusätzlich unter allen Bewerbern 1 signiertes Taschenbuch, 1 E-Stick inkl. E-Book mit Cover und Lesezeichen und eine Zaubertasse inkl. Cover und Lesezeichen bei. Zusätzlich gibt es noch ein T-Shirt mit Cover und Lesezeichen zu gewinnen. Unter allen Gewinnern, die eine Rezension bis zum 20.05.2015 eingestellt haben, verlost die Autorin noch mal eine Zaubertasse und drei E-Sticks inkl. E-Book. Bitte beantwortet uns in eurer Bewerbung die Frage der Autorin. Wer hat mich vor fünf Jahren adoptiert? Kleiner Tipp, die Antwort findet ihr hier. * Wir steuern bei jeder bookshouse-Leserunde 7 Leseexemplare (.pdf, .mobi oder .epub) bei. Ab 30 Interessenten wird ab weiteren 5 Teilnehmern ein weiteres Freiexemplar verlost. Also bei 30 Anfragen 8 E-Books, bei 35 Interessierten 9 E-Books, … Bitte achtet darauf, dass ihr euren Bewerbungsbeitrag in dem Unterthema "Bewerbung/Ich möchte mitlesen" erstellt, da wir eure Bewerbung ansonsten nicht werten können. Wir würden uns freuen, wenn ihr außerdem der Leserunde folgen würdet, damit ihr die Auslosung nicht verpasst. Da manche von euch leider keinen E-Book Reader haben, hier ein kleiner Tipp von uns. Amazon bietet auch die Kindle App für PC, Smartphone oder Tablet an. So kann man das Buch auch auf dem Rechner im mobi-Format lesen. Gern könnt ihr euch in unserer Gesamtübersicht umsehen. Oder besucht einfach unseren Blog. Auf Facebook findet ihr uns auch. Wir freuen uns auf eure Bewerbungen und sind gespannt auf die Leserunde. Euer bookshouse - Team *** Wichtig *** Der Erhalt des Rezensionsexemplares verpflichtet zu der Teilnahme in der Leserunde (posten in den Abschnitten) und dem anschließenden Rezensieren des Buches. Wir versenden nicht an Packstationen und übernehmen keine Haftung für den Postversand. Vielen Dank für euer Verständnis. Es werden nur Bewerber mit aussagekräftigen Rezensionen berücksichtigt. Die Wiedergabe des Buchinhalts ist keine Rezension. http://www.lovelybooks.de/Leitfaden_Rezensionen.pdf

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  • Spannung pur

    Tayfun

    Maria58

    13. June 2015 um 07:44

    Nach „Leeres Versprechen“ ist dies der zweite Roman der Autorin Evelyn Barenbrügge. Schon das Cover des Buches „Tayfun“ ist für einen historischen Roman äusserst ansprechend und einladend, macht neugierig. Mit einem Gedicht zu beginnen baut von Beginn an Spannung auf. Im ersten Kapitel tauchen wir in eine für uns fremdartige Zeit des 18. Jahrhundert ein mit vielen Bräuchen und Sitten. Die zwei Hauptfiguren des Romans sind Leandro und Tom. Zuerst erhalten wir einen Einblick in das Leben von Leandro, einem Zigeunerjungen. Das Leben der Zigeuner zu Zeiten Maria Therisea veränderte sich dramatisch, das Reisen wurde untersagt und die Kinder durften nur 5 Jahre bei ihrer Zigeunerfamilie aufwachsen. Danach wurden sie in Pflegefamilien gegeben. Alesandro, Zigeuner und Woiwode seiner Sippe, trifft für seinen Sohn Lenadro die Entscheidung, ihn mit seiner Großmutter fernab der Zivilisation in den Bergen aufwachsen zu lassen. Sie lehrt Leandro alles, was er über das Zigeunerleben wissen muss. Als die Großmutter stirbt, ist Leandro gerade mal 10 Jahre alt. Er macht sich im tiefsten Winter auf den Weg, seine Familie zu suchen. Im zweiten Erzählstrang lernen wir Tom Held kennen, der im Alter 12 Jahren von zu Hause ausreisst, um sich ein besseres Leben zu ermöglichen. Zu Hause treibt der Vater sich viel in Wirtshäusern herum und lässt Tom seine Unzufriedenheit spüren, indem er ihn schlägt. Tom versucht sein Glück bei den Soldaten. Bis sich die beiden Romanfiguren endlich begegnen, dauert es jedoch lange, wodurch die Spannung immer mehr steigt. Beide, Leandro wie Tom, erleben viel Gutes aber auch Böses, müssen immer wieder Schicksalsschläge hinnehmen. Diese Erfahrungen prägen ihr Leben. Die Autorin versteht es eindrucksvoll, uns an die zeitliche Epoche heranzuführen, wobei sicherlich viel Zeit für die Recherchen nötig war. Die verschiedenartigen Menschen werden sehr ausführlich beschrieben. Auch die Natur und die Örtlichkeiten finden in der Ausdrucksweise eine besondere Beachtung. Jedoch gab es auch grauenhafte Beschreibungen. Erstaunlich sind die Naturheilkenntnisse in dieser Zeit. Es fiel mir leicht, alles schnell bildlich vor Augen zu sehen. Besonders gefällt mir der Schreibstil der Autorin: flüssig, ohne viel Schnörkel. Weiterhin sind die Gespräche mit den Tieren auflockernd und passen sehr gut in die Geschichte. Auch das Einfügen von Zeitungsartikeln hebt weiter die Spannung. Tayfun hat mich von Beginn an gefesselt. Von Kapitel zu Kapitel steigt die Spannung. Ein gelungenes Ende, jedoch könnte ich mir auch eine Fortsetzung gut vorstellen. Hatte das Gefühl, dabei gewesen zu sein. Danke für dieses Buch. Freue mich jetzt schon auf den neuen Roman von Evelyn Barenbrügge.

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  • Tayfun - So lustig ist Zigeunerleben wirklich nicht gewesen

    Tayfun

    fantafee

    09. June 2015 um 18:13

    Tayfun ist der zweite historische Roman von Evelyn Barenbrügge und ist 2015 bei bookshouse erschienen. Die Handlung beginnt im ausgehenden 18. Jahrhundert und spielt im Kaiserreich Österreich / Ungarn. Der Zigeunerjunge Leandro Lovare wird, um ihn dem Zugriff der Behörden zu entziehen, direkt  nach seiner Geburt in die Obhut seiner Urgroßmutter Gasko gegeben. Diese zieht ihn in einer abgelegenen Höhle im Bihorgebirge groß und lehrt ihn die Sitten und Gebräuche seiner Sippe. Als seine Baba Gasko im tiefsten Winter stirbt, macht sich der gerade mal 10 Jahre alte Junge auf den Weg seine Familie zu finden. Auf seinem langen entbehrungsreichen Weg findet er Menschen, die ihm gutes tun,  gerät in die Wirren des Bauernaufstandes in Siebenbürgen, wird völlig paralysiert von Soldaten aufgegriffen und in einem Kloster gesund gepflegt. Sein unbändiger Drang seine Familie zu finden und frei zu sein, bringt ihn in die Hauptstadt des Reiches, Wien. Hier lernt er Tom Held kennen, ein Kriegsveteran der kaiserlichen Armee, der sich in Wien als ‚König der Diebe‘ sein heimliches Imperium aufgebaut hat. Tom möchte den Jungen, der mittlerweile wegen seiner Schnelligkeit von allen nur Tayfun genannt wird, bei sich aufnehmen.... Die Geschichte beginnt in zwei getrennten Erzählsträngen der beiden Hauptprotagonisten, Leandro Lovare und Tom Held. Es beginnt mit der Geschichte um Leandro, wie seine Eltern im Zigeunerlager in Großwardein ankommen, seine Geburt und die Flucht mit seiner Urgroßmutter. Sofort ist man mit im Geschehen und ist neugierig auf das was kommen wird. Es werden passende Begriffe aus der Zigeunersprache verwendet, die sich sehr gut aus dem Kontext erklären lassen und der Erzählung eine gewisse Farbigkeit verleiht. Die Personen sind sympathisch und ihre Beweggründe schlüssig. Für mich ein gelungener Anfang. Mit erwachtem Lesehunger machte ich mich ans nächste Kapitel. Die zweite Hauptperson Tom Held, der zwölfjährige Sohn eines arbeitslosen Säufers und einer überlasteten und kaltherzigen Mutter, der bitter enttäuscht von allen Erwachsenen beschließt sein Leben selbst in die Hand zu nehmen. Leider gestaltete sich die Kennenlernphase mit Tom für mich sehr schwierig. Er wirkte unsympathisch, seine Beweggründe und Reaktionen leicht unrealistisch oder mir nicht logisch. Ich fühlte mich von der Figur distanziert. Um so besser fühlt man sich mit Leandro in der Gebirgshöhle. Besonders sein kleiner, quirliger Freund, das Eichhörnchen Miko wächst einem ans Herz. Seite um Seite liest man sich tiefer in die Geschichte, lacht oder weint mit den Menschen. Und die für mich anfänglich holprige Geschichte um Tom Held kommt langsam in Fahrt, und spätestens als dieser das wahre Herz der Frauen entdeckt, hat man ihn ins Herz geschlossen. Dass sich die beiden Hauptfiguren irgendwann treffen würden war klar. Dass es aber relativ spät geschieht, hat für mich nur noch die Spannung gesteigert. Raffiniert sind beide Lebensläufe umeinander gewunden. Zeitweise scheint es als würden sich das eine Leben im anderen spiegeln. Schön ist, dass beide zum Ende offene Fragen beantworten können und somit bereit sind für ein neues, sicher aufregendes neues Kapitel. Eine Fortsetzung kann ich mir sehr gut vorstellen. Die eingestreuten Zeitungsmeldungen aus der Zeit und das Gedicht schaffen eine angenehme historische Atmosphäre. Beim Lesen wird deutlich, dass die Autorin historische Personen und Ereignisse gründlich recherchiert hat. Für mich sehr interessant, weil ich aus dieser Epoche und geographischen Gegend noch nichts gelesen habe. Wie gewöhnlich, musste ich neben dem Lesen auch ausgiebig im Internet oder in Büchern nach recherchieren, Daten - Fakten - Bilder. So gestaltet sich mein Kopfkino noch detaillierter und farbiger. Erzählt wird im personalen Stil, einfach und direkt (für Zartbesaitete vielleicht zu nah am Geschehen). Die wörtliche Rede zieht den Leser mitten ins Geschehen, lässt aber manchmal Beweggründe, Gedanken, Zweifel oder innere Kämpfe kaum oder nur schwach erscheinen. Ich hätte gerne mehr von den Personen erfahren und tiefer in ihre Köpfe und Herzen geschaut. Sicher hätte es den Rahmen für diesen jetzt schon 484-Seiten-starken Wälzer gesprengt, aber es ist schade, dass diese historisch interessante Geschichte geradewegs über ihre Möglichkeiten hinweg eilt. So wäre auch mehr Platz gewesen bei Konflikten länger darauf einzugehen. Probleme wurden schon in kürzester Zeit gelöst/aufgelöst. Für mich hätte es weniger historische Entwicklung und dafür mehr innere Entwicklung der Protagonisten sein können; oder gleich eine Trilogie daraus machen. Diesen Band in 1 und 2 geteilt und die von mir erhoffte Fortsetzung in einen dritten. Das Cover gefällt mir grafisch gut, spiegelt aber durch seine dunklen Farben nicht das Gefühlt wider, das es bei mir hinterlassen hat: farbig, lebhaft, neben drückendem Dunkel helles Licht. Licht und Schatten und viele Farben dazwischen.

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  • Schicksalhafte Begegnungen im 18. Jahrhundert

    Tayfun

    nirak03

    07. June 2015 um 19:17

    Tayfun erzählt die Geschichte der Zigeuner im 18. Jahrhundert in Ungarn, unter der Regierung von Maria Theresia. Vom Leben dieser Menschen, von ihren Sitten und Gebräuchen und von ihrem Schicksal. Es beginnt im Jahre 1773, der Leser lernt zunächst die Eltern von Leandro Lovare kennen, ist bei seiner Geburt dabei und muss miterleben, wie ein neues Gesetz es den Zigeunern verbietet, ihre Kinder aufwachsen zu sehen. Der Vater schafft es, seinen Jungen im Wald, gemeinsam mit der Urgroßmutter zu verstecken. Leandro kann so unbeschwert aufwachsen, zwar ohne Familie dafür aber frei. In einem zweiten Handlungsstrang erzählt Barenbrügge dann aus dem Leben von Tom, einem armen Bauernjungen. Tom ist zwölf Jahre alt, als er beschließt, die Heimat zu verlassen und in der Armee sein Glück zu machen. Bald schafft er es aufgenommen zu werden und bekommt eine Ausbildung. Durch ihn lernt der Leser die Seite der Armee kennen. Tom sein Schicksal ist nicht weniger spannend wie das von Leandro. Lange Zeit laufen die beiden Handlungsstränge nebeneinander her und erst im letzten Drittel des Buches finden sie kurz zueinander, verbinden sich und trennen sich dann wieder. Aber bei Genauerem lesen, merkt man schnell, dass sie vieles gemeinsam haben und ihre Schicksale so unterschiedlich sie auch sind, sich doch ähneln. In die fiktive Geschichte von Leandro und Tom hat die Autorin wunderbar die historischen Begebenheiten der Zeit mit einfließen lassen. Sie hat Gesetzestexte mit aufgenommen und auch von dem Horeaaufstand, der in dieser Zeit stattfand, erzählt. Die Verbindung von Fiktion und Wahrheit ist ihr gut gelungen, in einem kleinen Nachwort erläutert sie dies auch noch kurz. Es macht Spaß die Geschichte zu lesen. Der leichte und flüssige Erzählstil trägt zu dem dazu bei, dass man schnell mit den Geschichten der Jungen vertraut wird. Einige Begriffe wie zum Beispiel Baba, als Anrede für die Urgroßmutter, mögen auf die Leser fremd wirken, tragen aber dazu bei, dass die Geschichte authentisch wirkt. Ganz zu Beginn gibt es ein schönes Gedicht, welches extra für dieses Buch geschrieben wurde und sehr schön beschreibt, wie sich die Menschen damals wohl gefühlt haben mussten. Mir hat gerade dieses Gedicht sehr gut gefallen. Dann gibt es das Gesetz zu lesen in welchem darüber informiert wird, wie zukünftig mit Zigeuner zu verfahren sei. Dies war informativ und zugleich auch erschütternd. Zigeuner waren danach Menschen, die nichts wert waren und mit denen man im Grunde machen konnte, was man wollte. Mit der Geschichte von Leandro hat die Autorin versucht, diesen Schicksalen ein Gesicht zu geben. Ich finde es ist ihr gelungen. Aber nicht nur schwere Zeiten machen Tom und Leandro durch, auch finden sie Menschen, die wie sie sind und sie so akzeptieren, wie sie sind. So ist dieser Roman auch ein wenig eine Liebesgeschichte. Der Leser darf dabei sein, wie sich Tom verändert und gerade die Liebe ihn verändert und verantwortungsbewusster macht. Auch Leandro findet eine Frau, mit der er seine Traditionen weiterleben kann. Ihrer beider Schicksal berührt einfach. Es macht Spaß von ihnen zu lesen und am Ende war ich doch ein wenig traurig sie wieder gehen lassen zu müssen, nicht aber ohne die Hoffnung, dass es vielleicht eine Fortsetzung geben könnte. Raum genug für die eigene Fantasie oder eine Fortsetzung hat die Autorin in jedem Fall gelassen. 

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  • Tayfun und Tom

    Tayfun

    anne_lay

    04. June 2015 um 22:07

    Unter den Gesetzen Maria Theresias, die aus den im Reich umherziehenden "Zigeunern" ehrbahre Menschen machen will, entzieht ein Vater dem Staat seinen Sohn. Statt ihn der Willkür, dem Aufwachsen fern seiner Wurzeln in einer Pflegefamilie, auszusetzen, sorgt er dafür, dass sein Nachfolger versteckt aufwachsen und sie Sitten und Gebräuche seines Volkes lernen kann. Gleichzeitig entschließt sich ein Junge den Soldaten zu folgen, die am Hof der Eltern Halt gemacht haben. Er wird aufgenommen, zunächst als Bursche, und wird selbst Soldat ...Zwei vollkommen unterschiedliche Abstammungen, zwei Geschichten, die doch in ihrer Gegensätzlichkeit viel gemeinsam haben. Die beiden Schicksale von Tom Held und Leandro Lovare werden geschickt verwoben und zeichnen so ein eindrucksvolles Bild dieser Epoche.  Was mich an dem Roman fasziniert hat, ist das einfühlsame Nachspüren. Was hat es für die Menschen bedeutet, unter diesen Gesetzen zu leben, nicht länger umherziehen zu dürfen, die Kinder abgeben zu müssen und nicht mehr innerhalb des eigenen Volkes heiraten zu dürfen? Wie ergeht es Menschen, die plötzlich aus ihrem gewohnten Umfeld gerissen werden?   Ich bin den beiden Figuren gern in ihre Zeit gefolgt. Die routinierte Sprache, gespickt mit zunächst fremden Begriffen, wie Baba, Gadsche, ... zeichnen ein lebendiges Bild der Verhältnisse.

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  • Fesselnde Lebensgeschichten im Reich der Habsburger

    Tayfun

    mabuerele

    01. June 2015 um 20:40

    Das Buch beginnt ungewöhnlich. In einem Gedicht klingt die Suche nach den Wurzeln an. Darauf folgt eine Ausschnitt aus dem Wiener Diarium, der Wiener Zeitung, von 1773. Kaiserin Maria Theresia hat verfügt, dass Zigeuner nicht mehr heiraten dürfen und ihre Kinder im Alter von fünf Jahren an Bauernfamilien abzugeben sind. Alexandro ist Zigeuner und Woiwode seiner Sippe. Mit seiner hochschwangeren Frau kommt er in ein Zigeunerlager. Hier werden ihm die Pferde weggenommen. Er darf das Lager nicht mehr verlassen und erfährt von dem Gesetz der Kaiserin. Verzweifelt entscheidet er sich, den neugeborenen Sohn Leandro mit der Großmutter in die Wildnis zu schicken und dort versorgen zu lassen. Die Zwillingsschwester bleibt im Dorf. Tom ist 12 Jahre. Er wohnt am Rande eines Dorfes und gehört zu den Ärmsten der Armen. Sein Vater verbringt seine Zeit in der Schenke. Schläge sind an der Tagesordnung. Als sich Tom unter die Arbeitssuchenden mischt, wird er abgewiesen. Da bietet sich ihm eine neue Chance. Die Armee braucht Soldaten, und Tom bewirbt sich. Die Autorin hat einen fesselnden und abwechslungsreichen historischen Roman geschrieben. Lange verlaufen zwei Erzählstränge nebeneinander. Ich darf sowohl Tom als auch Leandro über viele Jahre begleiten. Das Buch lässt sich zügig lesen und hat mich schnell in seinen Bann gezogen. Das lag daran, dass nicht nur die Geschichte der beiden Protagonisten erzählt wird, sondern das diese gekonnt in den historischen Kontext eingebettet wurde. Im Horea-Aufstand stehen die beiden Jungen auf unterschiedlichen Seiten. Der Schriftstil lässt sich angenehm lesen. Orte und Personen werden ausführlich beschrieben. Ein besonderes Highlight ist die Darstellung der Reise von Leandro durch das Gebirge. Feinfühlig und berührend erzählt, werden Kälte und Gefahren erlebbar. Mit passenden Worten wird das Leben in der Armee wiedergegeben. Gleiches gilt für die Lebensweise, die Mythen und die Gesetze der Zigeuner. Der Autorin gelingt es, durch ihre Wortwahl, den steten Wechsel des Erzählstrangs und überraschende Wendungen den Spannungsbogen konstant hoch zu halten. Dazu kommt, dass ab und an zusätzliche Lebensgeschichten eingeflochten werden. Aussagekräftige Dialoge lassen einen Blick in die Gedankenwelt der Protagonisten zu. Die Autorin lässt beide durch Höhen und Tiefen gehen. Für die Emotionen findet sie schöne Metapher. Angst und Sorge, erste zarte Liebe und Verrat sind nur einige der Elemente, die die Handlung vorantreiben. Zwei Protagonisten möchte ich noch besonders erwähnen. Der erste wäre Oberst von Pappenberg. Er ist nicht ein Militärangehöriger. Er ist trotz der Brutalität der Kriege Mensch geblieben und hat sich das Mitgefühl für die Schwächeren erhalten. Der zweite ist außergewöhnlich. Es ist das Eichhörnchen Miko, dass Leandro durch die ersten Jahre seines Lebens begleitet, ihm allein durch sein Nahesein Freund und Trostgeber ist. Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Ich mag es, wenn die Protagonisten Menschen mit Stärken und Schwächen sind, die sich entwickeln dürfen und durch das Leben geformt werden. Schön und informativ fand ich die vielen kleinen Geschichten, die im Roman eingeflochten wurden. Sie erlauben einen Einblick auf die Sagenwelt der Völker, ihre Lebensansichten und zeugen von der exakten und ausführlichen Recherche der Autorin.

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  • Tayfun - Ein Zigeunerleben auf der Flucht

    Tayfun

    LadySamira091062

    26. May 2015 um 10:22

    Leandro Lovare,ein kleiner Zigeunerjunge wächst ,von seiner Großmutter versteckt in den Bergen auf .Zur damaligen Zeit wurden den Zigeunern die Kinder mit dem 5.Lebensjahr weg genommen um sie in Pflegefamilien zu anständigen Menschen zu erziehen,doch Leandros Vater wollte das nicht so einfach hinnehmen,zumal Leandro noch eine Zwillingsschwester hat.Fern der menschen lernt Leandro alles was ein Zigeuner wissen sollte bis zu dem tag an dem seine Oma stirbt.Allein auf sich gestellt und mitten im dicksten Winter macht er sich auf seine Familie zu finden .Nur begleitet von seinem Eichhörnchen macht er sich auf den schweren Weg ins Ungewisse Horea,ein Rädelsführer in Siebenbürgen findet ihn und nimmt ihn mit,doch nach dem brutalen Tod seines Ziehvaters verliert Leandro seine Sprache.Er wird von Soldaten mitgenommen und lernt im Heer einen Oberst kennen,der ihn unter seine Fittiche nimmt .Als dieser bei einem Überfall schwer verwundet wird bleibt er mit ihm in einem Kloster zurück und versucht ihn gesund zu pflegen .Doch das Schicksal meint es nicht gut mit ihm und er verliert erneut seine Bezugsperson.Und wieder kreuzt sein Weg den des Soldaten Tom. Die Wege der beiden Hauptprotagonisten kreuzen sich relativ spät ,doch beide Handlungsstränge sind so spannend geschrieben ,man fiebert mit den beiden mit.Wer sich ein wenig in Geschichte auskennt merkt sehr schnell ,das für dieses Buch sehr gründlich recherchiert wurde und die Fakten zu einem wunderschönen Roman zusammen gefasst wurden.Der Stil ist leicht und flüssig,auch wenn manche Szenen nichts für zarte Gemüter ist ,so war die Zeit und das Leben damals. Die beiden Hauptfiguren schaffen es spielend einen zu fesseln und mitzunehmen in ihre Zeit,die alles andere als einfach war. Die eingefügten Zeitungsartikel fand ich eine gelungen Attraktion ,die einem die damalige Zeit sehr anschaulich nahe brachte Ein gelungener Roman über eine Zeit und ein Leben ,die nicht einfach war. Ich könnte mir gut vorstellen ,das es eine Fortsetzung gäbe über das Leben von Tayfun und Tom in Amerika

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  • Histo-Couch kürt den Historikus im März

    Tayfun

    powerwriter

    07. March 2015 um 14:43

    Welch eine Überraschung: "Unser Historikus im März stammt aus einer etwas weiter entfernten Zeit und entführt seine Leser ins späte 18. Jahrhundert nach Österreich, in die Zeit von Kaiserin Maria Theresia. Tayfun von Evelyn Barenbrügge hat uns überzeugt und wir sind überzeugt, dass dieser Roman auch weitere Leser für sich vereinnahmen wird", sagt Chefredakteur Carsten Jaehner von der Histo-Couch.  Mit diesem Titel wird der beste Roman des Monats gekürt.

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  • Rezension auf der Histo-Couch

    Tayfun

    powerwriter

    06. March 2015 um 17:41

    Vielleicht wäre es ja für den ein oder anderen von Interesse einmal zu lesen, was die Rezensenten der Histo-Couch zu dem neuen Roman meinen: Das damalige Leben: greifbar, spürbar, realistisch und unbeschönigt Hat man schon Leeres Versprechen von der Autorin gelesen, so weiß man, dass ihre Stärken darin liegen, ihre Figuren lebensnah, mit immenser Empathie und Feingefühl zu erschaffen, was der Erzählung auch Tiefe verleiht und aus einem banalen Roman eine Geschichte mit großem Nachhall macht. Mit Leonardo fiebert, trauert und hofft man ebenso mit wie mit Tom. Mit Tom, der sich lange Zeit als Soldat verdingt, erlebt man Kämpfe, Schmerz, Verwundung und Tod so lebendig mit, dass man zart besaitete Gemüter vorwarnen muss, dass es mitunter auch sehr brutale, aber gleichzeitig eben sehr realistisch dargestellte Szenen gibt. Es sind die vielen kleinen Details, die die Autorin dem Leser die damalige Zeit so authentisch vor Augen führen lässt. Dass Hoffnung, Freude, Leid und bittere Enttäuschung oft sehr eng beieinanderliegen, lässt Barenbrügge Leandro ebenso spüren wie Tom. Dem Leser gelingt ein Identifizieren mit den Figuren mühelos und die Handlungen sind stets nachvollziehbar. Die Figuren haben ihre Stärken und Schwächen und generell ist es eine charakterliche Vielfalt an Darstellern, auf die man trifft, die aus dem Buch ein cineastisches Ereignis machen. Mit Tayfun hat Evelyn Barenbrügge die hohe Messlatte, die sie mit ihrem Erstling vorgegeben hat, sehr wohl erreicht, wenn nicht gar überflogen. Wieder steht das Leben des einfachen Volkes im Zentrum, das unter der Willkür der Obrigkeit leidet. Die Autorin schafft Figuren und Begebenheiten, die einem im Gedächtnis haften bleiben. Man kann nur hoffen, dass ihre Kreativität weiter anhält und sie mit ihren künftigen Büchern das hohe Niveau hält. Die ganze Rezension steht hier: http://www.histo-couch.de/evelyn-barenbruegge-tayfun.html

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  • History meets Love

    Tayfun

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Meine Meinung – ein persönlicher Eindruck Die Romanfiguren Zu Beginn des Romans lassen sich die Protagonisten und Antagonisten Rollen noch gar nicht klar definieren. Es gibt eine Menge Figuren, die dem Leser gerade zu Beginn begegnen und ihn mit auf die Reise nehmen. Erste wage Einschätzungen kann ich daraufhin treffen, aber meine Sympathien und Antipathien,kann ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht ausleben, geschweige denn erkennen welche Figuren von Wichtigkeit sind und welche nicht. Die Figuren sind für mich gerade im ersten Drittel des Buches einfach zu ungenau und auch zu schwammig – einfach nicht greifbar. Dadurch erlange ich auch nicht in dem Maße Zugang zu den Emotionen der Figuren, ich kann nicht mit ihnen leiden, leben, hoffen und bangen. Erst in der zweiten Hälfte lichtet sich das Durcheinander der Figuren und gewinnt für mich als Leser ein wenig an Klarheit. Tom und auch Selina als Figuren sind präsent und bieten mir das erste Mal so eine Art Struktur an. Mit ihnen schaffe ich es auch Zugang zur Geschichte zu erlangen. Die Handlung , Geschichte und Erzählweise Die Handlung spielt im ausgehenden 17. Jahrhundert, kurz zu Beginn des 18.Jahrhunderts in der Nähe des heutigen Ungarn. Der Leser wird zunächst einmal mit dem Genre History konfrontiert und lernt die Zeit, die Lebensumstände ja das Für und Wieder dieser Epoche kennen. Immer wieder eingestreute Zeitungsartikel lassen dabei die historischen Fakten nicht außer Acht und verleihen dem Roman den notwendigen Bezug zur Zeitgeschichte. Spannung kann ich im ersten Drittel des Buches kaum erlesen, die Handlung wirkt eher informierend und getragen. Zwei voneinander getrennte Handlungsstränge machen es mir dabei leider auch nicht einfacher, den roten Faden der Geschichte aufzunehmen. Während der eine Handlungsstrang die Geschichte vorantreibt, mich anspornt weiter zu lesen und in die Geschichte einzutauchen, kann mich der andere Handlungsstrang zunächst überhaupt nicht überzeugen. Ich verstehe wohl die Motivation der Figuren in jenem zweiten Handlungsstrang, aber sie berühren mich nicht emotional und können mich auch nicht reizen die Geschichte weiter zu verfolgen. Einen Zusammenhang zwischen den beiden Strängen erkennt man erst nach gut der Hälfte des Romans. In meinen Augen ein wenig spät, weniger ambitionierte Leser hätten hier sicher die Flinte ins Korn geschmissen. Die Handlung dümpelt in meinen Augen einfach zu lange dahin, es fehlt ihr an Tempo und Emotionen, die den Leser nachhaltig dazu bringen weiter in die Geschichte einzutauchen, sich mit ihr auseinander zu setzen und mit den Figuren leben und atmen zu wollen. Erst nach gut zwei Drittel des Romans nimmt dieser ein wenig an Fahrt auf und gewinnt an der dringend notwendigen Lebendigkeit. Zwar sind es wieder die Alltagsszenen, die in diesem letzten Drittel dominieren, aber das Tempo, die Interaktion der Figuren und auch das Ränkespiel der selbigen bringen Dynamik in den Roman, die ich lange Zeit vermisst habe. Das letzte Drittel des Buches ist genau das Buch, das ich mir zu Anfang gewünscht  und wie ich es anhand des Klappentextes auch erwartet hätte. Am Ende erklärt sich zwar der Anfang des Buches, aber ich befürchte in der Gesamtbetrachtung des Werkes war der Anfang einfach zu „wenig“ für den Roman an sich. Das FAZIT Evelyn Barenbrügges „Tayfun“ konnte mich in der Gesamtbetrachtung leider nicht komplett überzeugen. Der Anfang war zu getragen, zu informativ und nicht in dem Maße fesselnd das ich leicht einen Zugang zur Geschichte bekommen konnte. Dem Roman fehlte über viele Stellen die Dynamik und auch der zeitgeschichtliche Bezug in meinen Augen, so dass für den Leser im Endeffekt nur unnötige Längen überblieben. “Erst im letzten Drittel konnte mich die Autorin von sich und der Geschichte überzeugen und ich bin für die lange Strecke des Lesens reichlich entlohnt worden.” Die Summe der Personen war zu Beginn recht unübersichtlich und für mich kaum durchschaubar und nachvollziehbar und gewann erst im weiteren Verlauf des Romans an Klarheit. Sterne und Dankeschön Einzelwertungen Cover : 3 von 5 Sterne Romanfiguren: 3 von 5 Sterne Handlung und Geschichte: 3 von 5 Sterne Gesamtwertung: 3 von 5 Sterne Ich danke dem Verlag Bookshouse für das Rezensionsexemplar des Buches. Wer sich selber ein Bild machen möchte kann dies unter http://www.bookshouse.de/buecher/Tayfun/ tun. Viel Spaß beim Stöbern.

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    • 2
  • Kopfkino vom Feinsten

    Tayfun

    schreibmax

    05. March 2015 um 13:57

    Das schöne Cover, das sich angenehm von den weitverbreiteten abgebildeten Frauen (oft ohne Kopf) unterscheidet, ist mir sofort aufgefallen, der Klappentext hat mich sofort überzeugt - und ich wurde nicht enttäuscht. Ich durfte ein informatives, spannendes und zwischendurch auch humorvolles Kopfkino erleben. Ich spürte die intensive Recherche der Autorin auf fast jeder Seite. Durch Leandro Lovare und seiner Baba (Urgroßmutter) erfuhr ich viel über die Gebräuche der Zigeuner, über ihre Empfindungen und ihr Leben.  Am Schicksal von Leandro zeigt die Autorin anschaulich und überzeugend, wie hart die Verordnungen Maria Theresias gerade diese Bevölkerungsgruppe getroffen haben muss.  Der wunderbar bildhafte und flüssige Stil der Autorin gefällt mir ausgezeichnet. Auch der zweite Protagonist der Geschichte, Tom, gefällt mir sehr gut. Den ersten dramatischen, wenn auch noch unwissenden Berührungspunkt, der beiden Protagonisten in zwei Kapiteln aus beiden Sichtweisen darzustellen, empfinde ich als äußerst gelungen Schachzug der Autorin, die Spannung auf dem Höhepunkt zu halten.  Auch wenn die Handlungsstränge relativ spät zusammenführen, waren die Schicksale von Lenadro und Tom derart mitreißend, dass es für mich keine große Rolle spielte, wann sie nun wirklich aufeinandertreffen. Die Intensität der Hinrichtungsszene, die als einzige Szene aus der auktorialen Erzählperspektive geschildert wurde, hat mir, wie Lenadro, im wahrsten Sinn des Wortes die Sprache verschlagen. Mein Fazit: Dieses Buch richtet sich an Leser, die sich einen Sinn für Tiefe, gute Sprache, ausgereifte Charakter und ein historisches Verständnis bewahrt haben. Diesen kann ich dieses tolle Buch nur empfehlen.

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  • Weweritzka

    Tayfun

    eskimo81

    16. February 2015 um 12:57

    Leandro Lovare wächst unter der Obhut seiner Grossmutter im Bihorgebierge auf. Entzogen der Obrigkeit lernt er die Tradition des "Zigeuners". Nach ihrem Tod begibt er sich auf die suche nach seiner Familie.  Er kämpft mit ausländischen Rebellen in Siebenbürgen, erlebt die Vollziehung der Todesstrafe von seinem geliebten Ziehvater und Rädelsführer Horea und gelangt in Wien an Tom Held, der Strassenkinder zu Dieben ausbildet.  Tayfun - ein sicherlich sehr interessantes und gut geschriebenes historisches Buch. Leider habe ich immer wieder Stellen gefunden, bei denen der Zusammenhang zum vorangehenden Text fehlte. Oftmals blätterte ich zurück und fragte mich, wie die Autorin darauf kommt, über etwas komplett anderes zu schreiben, als vorher, ohne einen Abschnitt, ein klares "Trennzeichen". Dies verwirrte mich leider oft. Die Geschichte ist wundervoll, spannend und sehr gut geschrieben. Mit der Zeit habe ich mir angewöhnt, diese Stellen einfach zu überlesen in der Hoffnung, dass ich das Gesamte verstehen würde.  Grundsätzlich weiss ich, was die Geschichte erzählen wollte, aber auch der Schluss ist für mich einfach nicht fertig. Ob ein zweiter Teil folgt? Ich weiss es nicht, weder auf der Verlagshomepage noch im Buch ist ein Hinweis dazu zu finden.  Fazit: Ein gutes und spannendes Buch mit Textpassagen, die leider nicht ganz passten. Hm, eine Leseempfehlung fällt mir schwer - aber das muss ja nichts heissen. :-) Am besten selber nach dem Buch greifen. 

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