Evelyn Grill Der Sohn des Knochenzählers

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Inhaltsangabe zu „Der Sohn des Knochenzählers“ von Evelyn Grill

Titus’ Mutter verschwindet auf mysteriöse Weise. War es Flucht, ein Unfall oder gar Mord?

Acht Monate ist es her, dass Titus’ Mutter spurlos verschwand. Als Italienerin war sie im Dorf eine Fremde geblieben. Der Vater hatte sie von einer Forschungsreise mitgebracht. Nun kursieren Gerüchte, Vermutungen: Hat der See sie verschluckt, ist sie mit einem Liebhaber durchgebrannt oder wurde sie Opfer eines Verbrechens? Titus ist schon seit Jahren ein Außenseiter. Durch ein Brandmalgezeichnet, meidet er die Menschen. Das Angebot, dem neuen Totengräber zu assistieren und bei ihm zu wohnen, erscheint ihm als Möglichkeit, der Enge des Vaterhauses zu entkommen. Doch der Totengräber ist kein Unbekannter.

Evelyn Grill führt ihre Leser in eine düstere Welt voller Geheimnisse. Fesselnd bis zum großen Knall!

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  • Evelyn Grill - Der Sohn des Knochenzählers

    Der Sohn des Knochenzählers

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    14. January 2014 um 17:23

    Kurzbeschreibung: Titus' Mutter verschwindet auf mysteriöse Weise. War es Flucht, ein Unfall oder gar Mord? Acht Monate ist es her, dass Titus' Mutter spurlos verschwand. Als Italienerin war sie im Dorf eine Fremde geblieben. Der Vater hatte sie von einer Forschungsreise mitgebracht. Nun kursieren Gerüchte, Vermutungen: Hat der See sie verschluckt, ist sie mit einem Liebhaber durchgebrannt oder wurde sie Opfer eines Verbrechens? Titus ist schon seit Jahren ein Außenseiter. Durch ein Brandmal gezeichnet, meidet er die Menschen. Das Angebot, dem neuen Totengräber zu assistieren und bei ihm zu wohnen, erscheint ihm als Möglichkeit, der Enge des Vaterhauses zu entkommen. Doch der Totengräber ist kein Unbekannter... *Quelle* Zur Autorin: Evelyn Grill, geboren 1942 in Garsten, Oberösterreich, lebt als freie Schriftstellerin in Freiburg im Breisgau. Im Residenz Verlag erschienen die Romane: Vanitas oder Hofstätters Begierden (2005, nominiert für den Deutschen Buchpreis), Der Sammler (2006, mit dem Otto-Stoessl-Preis ausgezeichnet), Wilma (Neuauflage 2007), Das römische Licht (2008), Das Antwerpener Testament (2011) und zuletzt Der Sohn des Knochenzählers (2013). Meinung: Die Mutter des 21-jährigen Titus ist seit 8 Monaten spurlos verschwunden. Niemand im Dorf weiß, was mit Benita geschehen ist, doch viele gehen davon aus, dass wohl ein Liebhaber dahintersteckt und sie somit ihrem eintönigen Leben in dem kleinen österreichischen Ort entfliehen konnte und wollte. Titus selbst ist seit seinem 15. Lebensjahr nach einem tragischen Unfall im Gesicht entstellt und hat sich seitdem sehr zurückgezogen. Mit seinem Vater verbindet ihn nichts, die beiden leben mehr aneinander vorbei als miteinander. Als ein neuer Totengräber ins Dorf kommt, möchte Titus gern sein Assistent werden, um dem mittlerweile verhassten Elternhaus zu entkommen, wo ihn seit dem Verschwinden seiner Mutter nichts mehr hält. Doch dieser Mann scheint mehr über Benita zu wissen, als es anfangs den Schein hat. Und somit kommt nach und nach die ganze Wahrheit ans Licht... Dieses recht kurze Buch mit 136 Seiten konnte mich faszinieren. Titus, der Hauptcharakter, ist ein sehr seltsamer junger Mann, der sich vor seiner Umwelt abschottet, seit er diesen tragischen Unfall hatte, der ihm die Hälfte seines Gesichts nahm. Nur Connie, sein Freund seit Kindheitstagen, kommt näher an ihn heran. Titus' Verhalten war mir in manchen Szenen sehr unheimlich und abstoßend. Er hält sich Hamster, die er aber schließlich quält oder nicht füttert, sodass diese meist nicht länger als 14 Tage bei ihm überleben. Doch empfindet man auch eine gute Portion Mitleid mit dem jungen Mann, vor dem die Leute im Dorf sich fürchten. Titus' Vater Franziskus ist auch nicht gerade der sympathischste Charakter des Buches. Er arbeitet als Archäologe und bringt schon bald seine Assistentin im Haus unter, sodass man als Leser automatisch davon ausgeht, dass er sich nach dem Verschwinden von Benita schnell getröstet und neu orientiert hat. Doch warum dies so ist, erfährt man am Ende der Geschichte glaubhaft und nachvollziehbar. Evelyn Grill hat mit dieser recht kurzen Geschichte einen spannenden Krimi geschaffen. Ihr Schreibstil war für mich anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, denn sie hält sich nicht mit großartigen Floskeln oder Nebensächlichkeiten auf. Ihre Sätze sind kurz, prägnant und treffsicher. Die Lösung um Benitas Verschwinden war für mich eine große Überraschung, die sich erst am Ende des Buches offenbarte, ohne vorhersehbar zu sein, was mich begeistert hat. Fazit: Eine kurze und prägnante Kriminalgeschichte, die sich dank seines Protagonisten und auch den interessanten Nebencharakteren von der Masse heraushebt.

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