Die Rebellinnen von Oxford – Verwegen erzählt die Geschichte von Annabelle Archer, einer der ersten Frauen, die an der Universität Oxford studieren dürfen. Um ihr Stipendium zu behalten, muss sie die Frauenrechtsbewegung unterstützen und versucht, den mächtigen Herzog Sebastian Devereux für ihre Sache zu gewinnen – was nicht nur politisch schwierig ist, sondern auch emotional, denn zwischen ihnen knistert es von Anfang an heftig.
Was mir besonders gut gefallen hat, ist die starke, selbstbewusste Protagonistin, die sich in einer Zeit behauptet, in der Frauen kaum Rechte haben, sowie die feurige Dynamik zwischen Annabelle und Sebastian. Die Autorin verwebt historische Aspekte der Frauenbewegung mit einer leidenschaftlichen Liebesgeschichte, die sich angenehm entwickelt und mich als Leserin emotional mitgenommen hat.
Einige andere Rezensionen loben den flüssigen Schreibstil, die lebendigen Figuren und die Spannung, die entsteht, wenn gesellschaftliche Normen auf persönliche Wünsche treffen - dem kann ich nur zustimmen. Besonders stark ist, wie die historischen Hintergründe – inklusive der Herausforderungen der Suffragettenbewegung – eingebettet werden, ohne trocken zu wirken. Was mir persönlich etwas weniger gefallen hat, ist, dass das Thema Frauenrechte stellenweise nicht so intensiv vertieft wird, wie ich es mir gewünscht hätte. Ich hätte mir mehr Einblick in das Studium und die historischen Details gewünscht, da der Fokus teils stärker auf der Liebesgeschichte liegt. Außerdem wirkt das Ende etwas zu schnell oder abrupt, vor allem mit dem Wissen, dass Annabelle im zweiten Teil der Reihe nicht mehr als Protagonistin auftreten wird.
Insgesamt hat mir das Buch aber sehr gefallen, und mit ein wenig Abstand werde ich auch den zweiten Teil der Reihe lesen!
























