Evita Greco

 3.7 Sterne bei 21 Bewertungen

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Das Geräusch der Dinge, die beginnen

Das Geräusch der Dinge, die beginnen

 (20)
Erschienen am 16.08.2017
Das Geräusch der Dinge, die beginnen

Das Geräusch der Dinge, die beginnen

 (1)
Erscheint am 02.07.2019

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Rezension zu "Das Geräusch der Dinge, die beginnen" von Evita Greco

*+* Evita Greco: "Das Geräusch der Dinge, die beginnen" *+*
Irvevor einem Jahr

Ada wird von ihrer Mutter verlassen, als sie ein kleines Mädchen ist. Seitdem lebt sie, von diesem traumatischen Erlebnis gezeichnet, mit ihrer Großmutter Teresa zusammen. Die alte Dame versucht zeit ihres Lebens, Ada ihre tiefen Ängste zu zerstreuen. Sie gibt immer wieder einen neuen Blickwinkel auf die Dinge und diese Betrachtungen aus einer anderen Perspektive haben mir gut gefallen. Lebensnah scheint sich Ada dennoch nicht entwickelt zu haben. (Die Rezension ist meinem Bücherblog "Irve liest" entnommen.) Kein Wunder, denn die Oma erzieht sie eher passiv. Die Dinge hat man hinzunehmen, nicht zu hinterfragen und einfach zu akzeptieren. So wirkte es an vielen Stellen auf mich und es wundert somit nicht, wie unfertig Ada oft agiert. Sie wirkte über weite Streckend es Romans sehr seltsam auf mich. Sei es, wie sie die Welt betrachtet, wie sie das Verhältnis zu ihrem Freund sieht und empfindet, aber auch, wie planlos sie in die Zukunft blickt. Das alles mag für einen Roman ganz niedlich sein, lässt sich aber für meinen Geschmack nicht auf das wahre Leben übertragen. Die Dinge regeln sich langfristig eben nicht immer automatisch so, dass es dann doch wieder passt.

Der Titel des Buches lautet „Das Geräusch der Dinge, die beginnen“ und dementsprechend erwartet möglicherweise der eine oder andere Leser einen deutlichen inhaltlichen Bezug dazu. Das Band, das Inhalt und Titel miteinander verbindet, ist jedoch hauchdünn, eher ein Fädchen denn ein Band. An einigen Stellen blitzt es durch, aber im überwiegenden Teil des Romans sind ganz andere Prioritäten gesetzt.

Dennoch las sich der Roman ganz flüssig und unterhaltsam. Obwohl ein Erzählstrang sich traurig entwickelte, berührte er mich nicht. Das mag daran liegen, dass ich mit kaum einem der Charaktere wirklich warm geworden bin. Alle dachten, fühlten und handelten sie für mich überwiegend nicht nachvollziehbar, was aber keine wirkliche Kritik ist. Denn jeder Mensch wird durch andere Erlebnisse im Leben geprägt und empfindet dadurch anders.

Der Roman ist eine kleine Hommage an das Leben – vom Fehlern machen und vergeben, vom Weg abkommen, stürzen und wieder aufstehen, vom Zerbrechen und Kitten, dem aufeinander Achtgeben, gegenseitiger Wertschätzung und von der Gratwanderung, die Wünsche der anderen zu erfüllen und sich selbst dabei treu zu bleiben – die mich durch die Handlung und Wahl der Charaktere bis kurz vor dem Ende inhaltlich nicht überzeugen konnte. Am Schluss offenbart sich dann jedoch eine nicht vermutete Tiefe, die mich ein stückweit versöhnen konnte.

Inhalt
Ada ist drei Jahre, als sie von ihrer Mutter verlassen wird. Das Mädchen wächst bei seiner Großmutter Teresa auf, deren Liebe größer ist als ein Haus. Teresa bringt Ada bei, dem Olivenbaum im Garten beim Wachsen zuzuschauen, der »unverändert scheint und doch jeden Tag ein bisschen größer wird«. Doch vor allem lehrt sie das kleine Mädchen, auf das Geräusch der Dinge zu achten, die beginnen.
Als Ada siebenundzwanzig ist und ihre Großmutter schwer erkrankt, verbringt die junge Frau ihre Tage im Krankenhaus, am Bett des einzigen Menschen, der sie jemals geliebt hat. Die Angst davor, erneut verlassen zu werden, ist übermächtig. Als Ada sich mit der Krankenschwester Giulia anfreundet und in der Klinik-Cafeteria Matteo begegnet, einem jungen Mann, von dem sie nicht genau weiß, was er eigentlich macht, erkennt sie nicht, dass sich zwei Wege kreuzen und neue Türen aufgehen. Und während Teresa immer schwächer wird, muss sich Ada entscheiden, ob sie fliegen will oder fallen. Ob sie vertrauen will oder sich verstecken. Ob sie sich von der Liebe leiten lässt oder von der Angst.
Aus dem Italienischen übersetzt von Christiane Landgrebe

Autorin
Evita Greco, 1985 in Ancona geboren, arbeitete als Bademeisterin, Supermarktkassiererin, Fremdenführerin und Sekretärin, bevor sie ihren ersten Roman schrieb. Nachdem bei ihr als Kind eine Legasthenie festgestellt wurde, schwor sie sich, so viele Bücher wie möglich zu lesen und wenigstens eines zu schreiben.
Quelle: Thiele Verlag

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Rezension zu "Das Geräusch der Dinge, die beginnen" von Evita Greco

Etwas langweilig
fredhelvor einem Jahr

"Das Geräusch der Dinge, die beginnen" von Evita Greco  ist ein sehr ruhiger Roman. Es hat relativ lange gedauert, ehe ich mich einlesen konnte. Das liegt vor allem in der Hauptperson Ada begründet. Sie ist eine merkwürdige junge Frau, die als kleines Kind von der Mutter verlassen und von einer überfürsorglichen Großmutter aufgezogen wurde. Großmutter Teresa liegt nun todkrank in einer Klinik und Ada richtet ihr ganzes Leben nach den Besuchszeiten aus. Ada macht auf mich einen leicht zurückgebliebenen Eindruck, emotional instabil, dabei zugleich extrem stark sämtliche Dinge und Begebenheiten des Alltags reflektierend, weit über das normale Mass hinaus. Sie freundet sich mit der behandelnden Krankenschwester Giulia an und beginnt eine komplizierte Liebesbeziehung zu dem Handelsvertreter Matteo. Der Roman beschreibt die Entwicklung der Beziehungen untereinander, kann aber den Leser nicht wirklich einfangen. Meines Erachtens liegt das an Ada, zu deren  Gedankenwelt man nur schwer Zugang findet. Allein des zauberhaften Sprachstils der Autorin, die immer wieder mit leisen poetischen Wahrheiten und fast schon philosophischen Gedanken aufwartet, ist es zu verdanken, dass man das Buch dann doch bis zu Ende liest. Mich persönlich konnte es nicht fesseln, aber es wird Leser geben, die begeistert sein werden.

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Rezension zu "Das Geräusch der Dinge, die beginnen" von Evita Greco

Das Geräusch der Dinge die beginnen
tardyvor einem Jahr

Ada ist drei, als ihre Mutter sie verlässt. Teresa, ihre Großmutter, umsorgt sie liebevoll und versucht so gut es geht die Mutter zu ersetzen. Das fehlende Urvertrauen und die große Angst vor einem erneueten Verlust, lässt Ada aber nicht mehr los. Als Teresa schwer erkrankt, flammt in Ada diese Angst wieder auf. Giulia, eine Krankenschwester hilft Ada und ihrer Großmutter in dieser schweren Zeit. Im Krankenhaus lernt sie Matteo, einen Pharmavertreter, kennen. Eine zarte Liebesgeschichte keimt auf. Doch er ist viel unterwegs und es gibt da noch eine andere Frau.

Diese Geschichte wird mich noch lange begleiten. Es ist eine Geschichte, die mit ganz zarten und leisen Tönen daher kommt, ganz unspektakulär und auf den ersten Blick fast langweilig wirkt. Es passiert wenig bis nichts. Seitenlang werden Befindlichkeiten geschildert, banale Dinge, die man gerne mal übersieht. Geräusche, Töne, Gefühle spielen hier die Hauptrolle. Aber dennoch hat das Buch einen unerklärlichen Sog, man versinkt in der poetischen, malerischen Sprache, taucht ein in eine Sprachmelodie, die fast wie ein Mantra wirkt, die den eiligen Leser inne halten lässt, die ihn beruhigt und zum Nachdenken anregt. Man muss dieses Buch zwischen den Zeilen lesen, denn da liegt die wahre Geschichte versteckt. Die erdrückende Angst verlassen zu werden, die unerfüllte Sehnsucht nach Liebe und Geborgenheit, das Gefühl nicht liebenswert zu sein, die Unfähigkeit zu vertrauen und die grausame Gewissheit betrogen und belügt zu werden. Evita Greco ist eine ganz wunderbare Erzählerin, sie jongliert perfekt mit Worten und Emotionen. Ihr Sprachstil hat mich nachhaltig berührt. Nur der Schluss hat mich nicht ganz überzeugt, deshalb gibt es von mir auch nicht die volle Punktzahl.

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Gespräche aus der Community

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»Es gibt einige Geräusche, die Ada sehr mag. Der Klang eines Orchesters vor Konzertbeginn zum Beispiel, wenn alle Musiker ihre Instrumente stimmen. Das Rascheln der Blätter. Das Klirren der Kaffeetassen, die an einem Wintermorgen in der Bar serviert werden. Ada mag das Geräusch der Dinge, die beginnen.«


Ada ist drei Jahre, als sie von ihrer Mutter verlassen wird. Das Mädchen wächst bei seiner Großmutter Teresa auf, deren Liebe größer ist als ein Haus. Teresa bringt Ada bei, dem Olivenbaum im Garten beim Wachsen zuzuschauen, der »unverändert scheint und doch jeden Tag ein bisschen größer wird«. Doch vor allem lehrt sie das kleine Mädchen, auf das Geräusch der Dinge zu achten, die beginnen. 

Als Ada siebenundzwanzig ist und ihre Großmutter schwer erkrankt, verbringt die junge Frau ihre Tage im Krankenhaus, am Bett des einzigen Menschen, der sie jemals geliebt hat. Die Angst davor, erneut verlassen zu werden, ist übermächtig. Als Ada sich mit der Krankenschwester Giulia anfreundet und in der Klinik-Cafeteria Matteo begegnet, einem jungen Mann, von dem sie nicht genau weiß, was er eigentlich macht, erkennt sie nicht, dass sich zwei Wege kreuzen und neue Türen aufgehen. Und während Teresa immer schwächer wird, muss sich Ada entscheiden, ob sie fliegen will oder fallen. Ob sie vertrauen will oder sich verstecken. Ob sie sich von der Liebe leiten lässt oder von der Angst.



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