Das Geräusch der Dinge, die beginnen

von Evita Greco 
3,7 Sterne bei20 Bewertungen
Das Geräusch der Dinge, die beginnen
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Ich hatte bei diesem Titel einen Roman voller Inspirationen und Überraschungen erwartet, und bekam eine traurige Problemgeschichte.

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Ohne viel Spannung aber mit toller Aussage

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Inhaltsangabe zu "Das Geräusch der Dinge, die beginnen"

»Es gibt einige Geräusche, die Ada sehr mag. Der Klang eines Orchesters vor Konzertbeginn zum Beispiel, wenn alle Musiker ihre Instrumente stimmen. Das Rascheln von Blättern. Das Klirren von Kaffeetassen, die an einem Wintermorgen in der Bar serviert werden. Ada mag das Geräusch der Dinge, die beginnen.«

Ada ist drei Jahre, als sie von ihrer Mutter verlassen wird. Das Mädchen wächst bei seiner Großmutter Teresa auf, deren Liebe größer ist als ein Haus. Teresa bringt Ada bei, dem Olivenbaum im Garten beim Wachsen zuzuschauen, der »unverändert scheint und doch jeden Tag ein bisschen größer wird«. Doch vor allem lehrt sie das kleine Mädchen, auf das Geräusch der Dinge zu achten, die beginnen.
Als Ada siebenundzwanzig ist und ihre Großmutter schwer erkrankt, verbringt die junge Frau ihre Tage im Krankenhaus, am Bett des einzigen Menschen, der sie jemals geliebt hat. Die Angst davor, erneut verlassen zu werden, ist übermächtig. Als Ada sich mit der Krankenschwester Giulia anfreundet und in der Klinik-Cafeteria Matteo begegnet, einem jungen Mann, von dem sie nicht genau weiß, was er eigentlich macht, erkennt sie nicht, dass sich zwei Wege kreuzen und neue Türen aufgehen. Und während Teresa immer schwächer wird, muss sich Ada entscheiden, ob sie fliegen will oder fallen. Ob sie vertrauen will oder sich verstecken. Ob sie sich von der Liebe leiten lässt oder von der Angst.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783851793642
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:336 Seiten
Verlag:Thiele & Brandstätter Verlag
Erscheinungsdatum:16.08.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Irves avatar
    Irvevor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Ich hatte bei diesem Titel einen Roman voller Inspirationen und Überraschungen erwartet, und bekam eine traurige Problemgeschichte.
    *+* Evita Greco: "Das Geräusch der Dinge, die beginnen" *+*

    Ada wird von ihrer Mutter verlassen, als sie ein kleines Mädchen ist. Seitdem lebt sie, von diesem traumatischen Erlebnis gezeichnet, mit ihrer Großmutter Teresa zusammen. Die alte Dame versucht zeit ihres Lebens, Ada ihre tiefen Ängste zu zerstreuen. Sie gibt immer wieder einen neuen Blickwinkel auf die Dinge und diese Betrachtungen aus einer anderen Perspektive haben mir gut gefallen. Lebensnah scheint sich Ada dennoch nicht entwickelt zu haben. (Die Rezension ist meinem Bücherblog "Irve liest" entnommen.) Kein Wunder, denn die Oma erzieht sie eher passiv. Die Dinge hat man hinzunehmen, nicht zu hinterfragen und einfach zu akzeptieren. So wirkte es an vielen Stellen auf mich und es wundert somit nicht, wie unfertig Ada oft agiert. Sie wirkte über weite Streckend es Romans sehr seltsam auf mich. Sei es, wie sie die Welt betrachtet, wie sie das Verhältnis zu ihrem Freund sieht und empfindet, aber auch, wie planlos sie in die Zukunft blickt. Das alles mag für einen Roman ganz niedlich sein, lässt sich aber für meinen Geschmack nicht auf das wahre Leben übertragen. Die Dinge regeln sich langfristig eben nicht immer automatisch so, dass es dann doch wieder passt.

    Der Titel des Buches lautet „Das Geräusch der Dinge, die beginnen“ und dementsprechend erwartet möglicherweise der eine oder andere Leser einen deutlichen inhaltlichen Bezug dazu. Das Band, das Inhalt und Titel miteinander verbindet, ist jedoch hauchdünn, eher ein Fädchen denn ein Band. An einigen Stellen blitzt es durch, aber im überwiegenden Teil des Romans sind ganz andere Prioritäten gesetzt.

    Dennoch las sich der Roman ganz flüssig und unterhaltsam. Obwohl ein Erzählstrang sich traurig entwickelte, berührte er mich nicht. Das mag daran liegen, dass ich mit kaum einem der Charaktere wirklich warm geworden bin. Alle dachten, fühlten und handelten sie für mich überwiegend nicht nachvollziehbar, was aber keine wirkliche Kritik ist. Denn jeder Mensch wird durch andere Erlebnisse im Leben geprägt und empfindet dadurch anders.

    Der Roman ist eine kleine Hommage an das Leben – vom Fehlern machen und vergeben, vom Weg abkommen, stürzen und wieder aufstehen, vom Zerbrechen und Kitten, dem aufeinander Achtgeben, gegenseitiger Wertschätzung und von der Gratwanderung, die Wünsche der anderen zu erfüllen und sich selbst dabei treu zu bleiben – die mich durch die Handlung und Wahl der Charaktere bis kurz vor dem Ende inhaltlich nicht überzeugen konnte. Am Schluss offenbart sich dann jedoch eine nicht vermutete Tiefe, die mich ein stückweit versöhnen konnte.

    Inhalt
    Ada ist drei Jahre, als sie von ihrer Mutter verlassen wird. Das Mädchen wächst bei seiner Großmutter Teresa auf, deren Liebe größer ist als ein Haus. Teresa bringt Ada bei, dem Olivenbaum im Garten beim Wachsen zuzuschauen, der »unverändert scheint und doch jeden Tag ein bisschen größer wird«. Doch vor allem lehrt sie das kleine Mädchen, auf das Geräusch der Dinge zu achten, die beginnen.
    Als Ada siebenundzwanzig ist und ihre Großmutter schwer erkrankt, verbringt die junge Frau ihre Tage im Krankenhaus, am Bett des einzigen Menschen, der sie jemals geliebt hat. Die Angst davor, erneut verlassen zu werden, ist übermächtig. Als Ada sich mit der Krankenschwester Giulia anfreundet und in der Klinik-Cafeteria Matteo begegnet, einem jungen Mann, von dem sie nicht genau weiß, was er eigentlich macht, erkennt sie nicht, dass sich zwei Wege kreuzen und neue Türen aufgehen. Und während Teresa immer schwächer wird, muss sich Ada entscheiden, ob sie fliegen will oder fallen. Ob sie vertrauen will oder sich verstecken. Ob sie sich von der Liebe leiten lässt oder von der Angst.
    Aus dem Italienischen übersetzt von Christiane Landgrebe

    Autorin
    Evita Greco, 1985 in Ancona geboren, arbeitete als Bademeisterin, Supermarktkassiererin, Fremdenführerin und Sekretärin, bevor sie ihren ersten Roman schrieb. Nachdem bei ihr als Kind eine Legasthenie festgestellt wurde, schwor sie sich, so viele Bücher wie möglich zu lesen und wenigstens eines zu schreiben.
    Quelle: Thiele Verlag

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    fredhels avatar
    fredhelvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Manchmal poetisch und wunderschön, dann wieder langatmig und nicht nachvollziehbar. Ich denke, ein Buch das polarisiert.
    Etwas langweilig

    "Das Geräusch der Dinge, die beginnen" von Evita Greco  ist ein sehr ruhiger Roman. Es hat relativ lange gedauert, ehe ich mich einlesen konnte. Das liegt vor allem in der Hauptperson Ada begründet. Sie ist eine merkwürdige junge Frau, die als kleines Kind von der Mutter verlassen und von einer überfürsorglichen Großmutter aufgezogen wurde. Großmutter Teresa liegt nun todkrank in einer Klinik und Ada richtet ihr ganzes Leben nach den Besuchszeiten aus. Ada macht auf mich einen leicht zurückgebliebenen Eindruck, emotional instabil, dabei zugleich extrem stark sämtliche Dinge und Begebenheiten des Alltags reflektierend, weit über das normale Mass hinaus. Sie freundet sich mit der behandelnden Krankenschwester Giulia an und beginnt eine komplizierte Liebesbeziehung zu dem Handelsvertreter Matteo. Der Roman beschreibt die Entwicklung der Beziehungen untereinander, kann aber den Leser nicht wirklich einfangen. Meines Erachtens liegt das an Ada, zu deren  Gedankenwelt man nur schwer Zugang findet. Allein des zauberhaften Sprachstils der Autorin, die immer wieder mit leisen poetischen Wahrheiten und fast schon philosophischen Gedanken aufwartet, ist es zu verdanken, dass man das Buch dann doch bis zu Ende liest. Mich persönlich konnte es nicht fesseln, aber es wird Leser geben, die begeistert sein werden.

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    tardys avatar
    tardyvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein Buch voller Poesie, dessen wahre Geschichte erst zwischen den Zeilen zu lesen ist.
    Das Geräusch der Dinge die beginnen

    Ada ist drei, als ihre Mutter sie verlässt. Teresa, ihre Großmutter, umsorgt sie liebevoll und versucht so gut es geht die Mutter zu ersetzen. Das fehlende Urvertrauen und die große Angst vor einem erneueten Verlust, lässt Ada aber nicht mehr los. Als Teresa schwer erkrankt, flammt in Ada diese Angst wieder auf. Giulia, eine Krankenschwester hilft Ada und ihrer Großmutter in dieser schweren Zeit. Im Krankenhaus lernt sie Matteo, einen Pharmavertreter, kennen. Eine zarte Liebesgeschichte keimt auf. Doch er ist viel unterwegs und es gibt da noch eine andere Frau.

    Diese Geschichte wird mich noch lange begleiten. Es ist eine Geschichte, die mit ganz zarten und leisen Tönen daher kommt, ganz unspektakulär und auf den ersten Blick fast langweilig wirkt. Es passiert wenig bis nichts. Seitenlang werden Befindlichkeiten geschildert, banale Dinge, die man gerne mal übersieht. Geräusche, Töne, Gefühle spielen hier die Hauptrolle. Aber dennoch hat das Buch einen unerklärlichen Sog, man versinkt in der poetischen, malerischen Sprache, taucht ein in eine Sprachmelodie, die fast wie ein Mantra wirkt, die den eiligen Leser inne halten lässt, die ihn beruhigt und zum Nachdenken anregt. Man muss dieses Buch zwischen den Zeilen lesen, denn da liegt die wahre Geschichte versteckt. Die erdrückende Angst verlassen zu werden, die unerfüllte Sehnsucht nach Liebe und Geborgenheit, das Gefühl nicht liebenswert zu sein, die Unfähigkeit zu vertrauen und die grausame Gewissheit betrogen und belügt zu werden. Evita Greco ist eine ganz wunderbare Erzählerin, sie jongliert perfekt mit Worten und Emotionen. Ihr Sprachstil hat mich nachhaltig berührt. Nur der Schluss hat mich nicht ganz überzeugt, deshalb gibt es von mir auch nicht die volle Punktzahl.

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    Curins avatar
    Curinvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein ungewöhnliches Buch, welches mich leider nicht überzeugen konnte
    Schwächelnde und zum Teil merkwürdige Handlung

    Ada wächst bei ihrer Großmutter Theresa auf, die sich liebevoll um sie kümmert und ihr beibringt, aufmerksam auf die Geräusche der Dinge, die beginnen, zu achten. Aus dem kleinen Mädchen wird bald eine junge, aber etwas unsichere Frau, welche sich sehr um ihre mittlerweile schwer erkrankte Oma sorgt. Im Krankenhaus begegnet sie der liebevollen Krankenschwester Giulia, aber auch dem charmanten Matteo, der allerdings ein Geheimnis vor ihr zu haben scheint... .
    Evita Greco hat hier einen Roman über eine außergewöhnliche junge Frau geschrieben, welcher mich nur kurzfristig begeistern konnte. Während die Handlung am Anfang noch sehr berührend und vielversprechend begann, entwickelte sie sich nach und nach zu einer für mich eher merkwürdigen und nicht mehr schönen Geschichte.
    Die Protagonistin Ada wirkte zu Beginn des Buches noch sehr sympatisch auf mich. Da sie von ihrer Mutter einfach so verlassen wurde, bekommt man Mitleid mit ihr und freut sich, dass sie so eine liebevolle Großmutter hat, die sich von ganzem Herzen um sie kümmert und auch alles dafür tut, damit das kleine Mädchen ihre Unsicherheit verliert. So bringt sie ihr bei, Dingen besondere Beachtung zu schenken, die anderen oft entgehen. Dennoch bleibt Ada ein sehr zurückhaltender und auch misstrauischer Mensch. Genau deshalb habe ich mich so gewundert, dass sie sich im Krankenhaus so schnell mit Matteo einlässt, obwohl dieser alles andere als offen mit ihr umgeht. Spätestens an dieser Stelle wirkte die Figur unglaubwürdig auf mich und gefiel mir nicht mehr so gut.
    Meine Lieblingsfigur im Roman ist die Großmutter Theresa, die als einzige authentisch wirkt. Mir hat besonders gefallen, dass sie so fürsorglich mit Ada umgeht und den Ängsten und Sorgen des Mädchens auf kreative Weise entgegen wirkt. Auch während ihrer Krankheit lässt sie es sich nicht nehmen, sich um ihre Enkelin zu kümmern. So schreibt sie ihr einen unglaublich schönen Brief, der mich sehr berührt hat.
    Die anderen Figuren im Buch wirkten dagegen auf mich nicht ganz stimmig. Außerdem entstehen im Laufe der Handlung merkwürdige Konstellationen zwischen den Handelnden, die mich erstaunt und zum Teil auch entsetzt haben.Die Autorin Evita Greco hat einen etwas verträumten und fast schon poetisch anmutenden Schreibstil, der sich gut lesen lässt. Gerade zu Anfang gelingt es ihr, mit vielen Details und Beschreibungen die Handlung lebendig zu machen. Leider konnte sie nicht durchgängig dieses Niveau halten.
    Insgesamt hat mich ,,Das Geräusch der Dinge, die beginnen" nicht ganz überzeugen können, was an den Figuren und der für mich merkwürdigen Handlung liegt. Daher empfehle ich das Buch nur bedingt weiter.

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    19angelika63s avatar
    19angelika63vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Leider vollkommen anders als erwartet, dennoch unterhaltsam.
    Adas Geräusche des Lebens

    Klappentext
    Ada ist drei Jahre, als sie von ihrer Mutter verlassen wird. Das Mädchen wächst bei seiner Großmutter Teresa auf, deren Liebe größer ist als ein Haus. Teresa bringt Ada bei, dem Olivenbaum im Garten beim Wachsen zuzuschauen, der >unverändert scheint und doch jeden Tag ein bisschen größer wird<, doch vor allem lehrt sie das kleine Mädchen, auf das Geräusch der Dinge zu achten, die beginnen. Als Ada siebenundzwanzig ist und ihre Großmutter schwer erkrankt, verbringt die junge Frau ihre Tage im Krankenhaus, am Bett des einzigen Menschen, der sie jemals geliebt hat. Die Angst davor, erneut verlassen zu werden, ist übermächtig.
    Als Ada sich mit der Krankenschwester Giulia anfreundet und in der Klinik-Cafeteria Matteo begegnet, einem jungen Mann, von dem sie nicht genau weiß, was er eigentlich macht, erkennt sie nicht, dass sich zwei Wege kreuzen und neue Türen aufgehen. Und während Teresa immer schwächer wird, muss sich Ada entscheiden, ob sie fliegen will oder fallen. Ob sie vertrauen will oder sich verstecken. Ob sie sich von der Liebe leiten lässt oder von der Angst.



    "Seit dieser Zeit war Ada immer sehr geduldig, und sie hatte auch gelernt, aufmerksam zu sein, damit sie immer sagen konnte, wann etwas zu Ende ging und wann etwas anfing. Sie begriff, dass die Dinge, die zu Ende gehen, dies sehr still tun. Während Dinge, die beginnen, einen hellen und wunderschönen Klang haben." (Seite )

    Adas Mutter hat ihr Kind verlassen, um ihr eigenes Leben zu leben. Somit wächst Ada bei ihrer Großmutter Teresa auf. Diese liebt ihre Enkelin über alles und versucht ihr die Dinge und den Lauf des Lebens beizubringen. Dann wird Teresa krank, sehr krank und Ada wird bald auf sich allein gestellt sein. In dieser Zeit lernt sie Giulia kennen und Matteo lieben. Doch für Ada ist dies alles neu und fremd. Bisher war immer ihre Großmutter in der Nähe, um sie zu beschützen. Und so kommt, was kommen muss, Adas Leben wird auf den Kopf gestellt und sie weiß plötzlich nicht mehr was richtig oder falsch ist.

    "Teresa hatte ihr beigebracht, wie wichtig es ist, sich von allen etwas zu bewahren - auch das Gefühl der Erwartung auf etwas Schönes, auf das man gehofft hat, und eben den Moment, in dem es eintrifft, sollte man festhalten." (Seite 74)

    Ganz ehrlich habe ich von diesem Buch etwas ganz anderes erwartet. Eine Geschichte über Geräusche und Sensibilität für das Erkennen und fühlen dieser Geräusche. Doch dieses Buch ist ganz anders.

    Trotzdem hat es mir bedingt gefallen. Mir hat Ada als Protagonistin gefallen und Teresa. Die beiden haben eine ganz besondere Beziehung. Teresa versucht ihr Leben lang Ada das Gefühl zu vermitteln, dass sie geliebt wird. Denn das ist Adas Defizit. Durch den Verlust der Mutter glaubt Ada, dass sie es nicht wert ist geliebt zu werden. Sie traut sich nicht Beziehungen aufzubauen, und dabei ist es egal um welche Form der Beziehung es geht ... Haustier (sie hat Angst, dass das Sterben und / oder weglaufen kann), Freundschaften und Beziehungen (die können beendet werden) usw.
    Mit Teresas Tod wird sie ins kalte Wasser geworfen. Plötzlich muss Ada sich dem Leben stellen ... erlebt die Liebe, den Verlust und den Neubeginn.

    Das alle hat Greco besonders einfühlsam beschrieben und dargestellt. Einige Dinge waren vorhersehbar, aber alles in allem hat mir die Story gefallen, auch wenn meine Erwartungen andere waren.

    Kommentare: 1
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    ulrikerabes avatar
    ulrikerabevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Leise und melancholisch. Ein zartes Buch über Verlust, Abschied und die Liebe.
    Leise und melancholisch

    Ada ist drei Jahre alt, als sie von ihrer Mutter verlassen wird. Seither lebt Ada bei ihrer Oma Teresa. Die beiden verbindet eine innige ja nahezu symbiotische Liebe.
    Als Teresa unheilbar an Krebs erkrankt, steht Ada, mittelweile eine junge Frau von 27 Jahren, wieder vor einem Abschied. Mit Matteo, einem Vertreter für Medizinprodukte, scheint sie jedoch eine Liebe gefunden zu haben, dir ihr nach dem Tod Teresas Halt gibt. Auch mit Giulia, der Krankenschwester Teresas knüpft sie vorsichtig eine Freundschaft. Nichts ahnend verbindet diese drei junge Menschen ein ganz besonderes Schicksal.
    Das Geräusch der Dinge, die beginnen ist ein leises, zärtliches und in vielen Momenten auch poetisches Buch. Ein Buch, das berührt und innehalten lässt.
    Ada ist in ihrem Wesen so feinfühlig, vom Verlust der Mutter stark geprägt und wirkt zumindest anfangs fast entrückt. Die Ereignisse nach Teresas Tod kommen nicht nur für Ada unerwartet, sondern auch für den Leser. Aber als die gewohnten Dinge sich ändern, beginnt auch Ada selbstbestimmter aufzutreten. Trotzdem neigt man beim Lesen manchmal dazu, Ada an die Hand zu nehmen und zu trösten.
    Den Schluss hätte ich mir für Ada etwas mutiger gewünscht und weniger romantisiert. Trotzdem bleibt ein angenehmes Gefühl, dieses Buch gelesen zu haben.

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    SigiLovesBookss avatar
    SigiLovesBooksvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Soziogramm einer heimlichen "Ménage à trois": Mit sanften Tönen, ausdrucksvoll und sehr stark im Abgang ;)
    Wenn etwas endet, beginnt etwas Neues

    Im Alter von nur drei Jahren wird Ada von ihrer Mutter verlassen - und wächst bei Teresa, ihrer Großmutter auf, die sie abgöttisch liebt: Sie bringt dem kleinen Mädchen bei, auf das Geräusch der Dinge zu achten, die beginnen. Achtsam zu sein und jedes Blatt am Olivenbaum zu sehen, dass neu gewachsen ist - und nicht übersehen werden sollte. Teresa tröstet sie, wenn sie wütend aus der Schule kommt und lehrt sie, dass es wichtig ist, sich von allem etwas zu bewahren - auch das Gefühl der Erwartung auf etwas Schönes. 
    Als Ada 27 ist, erkrankt Teresa unheilbar und Ada kümmert sich sehr liebevoll um ihre geliebte Großmutter. Im Krankenhaus gibt es noch eine Frau, die sich ebenfalls liebevoll um Teresa kümmert, der es immer schlechter geht: Giulia, eine Krankenschwester, mit der sich die introvertierte, sensible und zuweilen etwas zerfahrene Ada anfreundet. Eines Tages lernt Ada auch einen Mann kennen, der sie in der Cafeteria der Klinik in seinen Bann schlägt: Matteo...
    Die beiden werden ein Liebespaar und Ada ist ob ihrer mangelnden Lebenserfahrung unsicher, sie vertraut sich daher Giulia an, die ihrerseits kurz vor der Hochzeit steht....
    Matteo, der einzige männliche Protagonist in dem Roman, der sehr einfühlsam und sanft die einzelnen Charaktere zeichnet, spielt eine besondere Rolle: Sein Hauptanliegen ist es, niemanden zu verletzen - doch eine Entscheidung zu treffen, ist für ihn sehr schwer. Ada und Giulia sind zwei sehr unterschiedliche Frauen: während Ada sehr in ihren Traum- und Märchenwelten gefangen scheint, wirkt Giulia sehr lebenserfahren, geradlinig und pragmatisch. Sie ist - im Gegensatz zu Ada - auf der Sonnenseite des Lebens aufgewachsen, in einer wohlbehüteten und gutsituierten Kindheit mit sie sehr liebenden Eltern. Ada hingegen hatte nur ihre Großmutter, die sie mit eigenen Defiziten infizierte; etwa damit, dass sie niemals Fragen stellen sollte und alles als gegeben hinnehmen solle. Teresas 'zurückstecken können' entstand durch die Benachteiligung gegenüber ihren Brüdern und so lernte sie bereits "in den Kinderschuhen", dass sie an zweiter Stelle kam: Allerdings bewahrte sie sich ein tiefes Gefühl für "die kleinen Glücke" und rebellierte auf ihre Art: Zwei Dinge spielten für sie eine wesentliche Rolle: Ihr Lippenstift und ihre Tanzschuhe.
    Während Teresa ins Koma fällt, wird Adas Beziehung zu Matteo obsessiv, ihr Abhängigkeitsverhältnis größer: Sie fürchtet um den unweigerlichen Verlust der Großmutter, der unweigerlich bevorsteht. Dieser Verlust und die Momente nach dem Tod Teresas werden von Evita Greco sehr authentisch und nahegehend (so man dieses erlebt hat, was bei mir der Fall ist) beschrieben und Ada hält sich trotz eines weiteren Schicksalsschlages sehr tapfer.
    Am unsympathischsten fand ich die Figur von Matteo - er nutzt die Kraft und die Stärke beider Frauen für sich selbst, wenn er auch wohl auf seine Art beide liebt: Am Romanende gibt es unvorhersehbare Wendungen, die mich teils überraschten und die ich mir etwas anders gewünscht hätte - im Falle von Ada. Andererseits endet er sehr positiv und das fortwährende "Lächeln" steht für eine positive Zukunft, die ich nach dem Zuklappen dieses lesenswerten und auch mitunter nachdenklich stimmenden Romans Ada sehr wünsche. Ergreifend und lebensklug fand ich den Brief Teresas - der Ada über ihren Tod hinaus Kraft gibt. Stellenweise erinnert mich das Ganze aber auch an eine Art Soziogramm, auf das man sich als LeserIn einlassen sollte.

    Fazit:
    Ein Roman der leisen Töne, der doch tiefe und starke, sehr authentische Gefühle der drei (mit Teresa vier) Hauptprotagonisten "offenlegt"; der an Schmerzgrenzen geht, aber all' das Schöne, Verstehende zwischen Menschen (und in der Liebe) nie aus dem Blick verliert, diese zum Zentrum erklärt und zur Kernbotschaft der Lebensreisen von Ada, Matteo und Giulia macht. Von mir gibt es mit einem Dankeschön an den Thiele-Verlag 4* und 89° von 100 auf der Werteskala der "Belletristik-Couch".

    Kommentare: 3
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    AnjaKoenigs avatar
    AnjaKoenigvor einem Jahr
    beeindruckend

    ein wunderbar poetisch geschriebenes buch, das in seiner Andersartigkeit mich tief beeindruckt hat. die Personen mit ihren Eigenarten sind so schön beschrieben und die Zartheit, in die diese interessante geschichte gepackt war, hat mich berührt und nachdenklich zurück gelassen. das überraschende ende war stimmig und die vier Charaktere zauberhaft und sehr eigen. 

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    Mrs. Dalloways avatar
    Mrs. Dallowayvor einem Jahr
    Wahre Liebe befreit dich

    Das Buch fing zwar schon sehr schön an, doch ich hätte nie gedacht, dass es mich dann doch so sehr flashen würde mit seiner eigenen, leisen Art. Es geht um Ada und Matteo, um Teresa und Giulia. Mehr Figuren braucht es nicht um eine berührende und poetische Geschichte zu erschaffen.


    Ada wurde als junges Mädchen von ihrer Mutter verlassen und von ihrer Großmutter Teresa liebevoll aufgezogen. Als Teresa im Krankenhaus liegt, schwer erkrankt, kümmert sich Ada genauso liebevoll um sie. Mit Matteo verbindet sie eine Liebesgeschichte, die ein wenig anders ist als gewöhnlich. Giulia ist Teresas Ärztin und wird allmählich auch zu Adas Freundin. Doch was sich dann in der Mitte des Romans entspinnt, damit hätte ich nie gerechnet und es hat jede Menge Spannung in die Geschichte gebracht.


    Mir hat das Buch außergewöhnlich gut gefallen. Die Personen sind keine klassischen, schlicht sympathische Protagonisten, sondern haben auch ihre Ecken und Kanten. Sie werden dadurch aber nur menschlich und ich finde sie nicht unbedingt unsympathisch. Es ist schwierig zu beschreiben, aber die Situation im Buch erscheint mir unglaublich vertraut und sinnig. Wir Menschen sind nicht zu 100 Prozent gut und machen alles richtig. Es gibt mehr als schwarz und weiß und das zeigt dieses Buch sehr schön auf. Der wunderbare Schreibstil, der sehr an die fabelhafte Welt der Amelie erinnert, hat mich komplett überzeugt und ich kann den Roman nur wärmstens weiter empfehlen.

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    Kelo24s avatar
    Kelo24vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eine Geschichte der leisen Töne, die berührt und an die Bedeutung der Achtsamkeit erinnert
    Lesezeit zum Entschleunigen

    Seit Ada im Alter von 3 Jahren von ihrer Mutter  verlassen wurde, ist sie bei ihrer Großmutter Teresa aufgewachsen, die im Laufe der Jahre zu ihrem Lebensmittelpunkt geworden ist. Das Geräusch der Dinge, die beginnen - darauf zu achten hat Ada von Teresa gelernt und auch mit offenen Augen durch das Leben zu gehen, um jede Kleinigkeit aufzunehmen.

    Nachdem Teresa schwer erkrankt ins Krankenhaus gebracht werden muss und bald sterben wird, verbringt Ada ihre Tage bei ihr. Dort lernt sie Giulia, eine Krankenschwester, sowie Matteo, einen Vertreter für medizinische Produkte kennen.

    Die gesamte Geschichte kommt mit diesen 4 Personen aus und den Netzwerken, die sich zwischen ihnen aufbauen.

    Es ist ein Buch der leisen Töne, sehr detailreich, bei dem vermeintlich kleine Dinge gewürdigt und wahrgenommen werden. Die Handlung ist eher minimalistisch und kommt ohne große Ereignisse aus und besteht oftmals nur aus Abwarten - damit habe ich mich zu Beginn etwas schwer getan, wie auch mit dem Charakter von Ada - aber wenn man sich erst einmal darauf eingelassen hat, wird man belohnt mit dem Schreibstil, der Ausdrucksweise und der Möglichkeit, dabei zu entschleunigen und einen Gang herunter zu schalten, zumindest war das bei mir der Fall. Außerdem enthält die Geschichte einige wirklich zutreffende Lebensweisheiten.

    Obwohl mir das Ende dann leider doch zu märchenhaft war gibt es eine Leseempfehlung für alle, die die leisen Töne lieben und sich selbst etwas Gutes tun wollen und 4 Sterne.




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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    ThieleVerlags avatar
    »Es gibt einige Geräusche, die Ada sehr mag. Der Klang eines Orchesters vor Konzertbeginn zum Beispiel, wenn alle Musiker ihre Instrumente stimmen. Das Rascheln der Blätter. Das Klirren der Kaffeetassen, die an einem Wintermorgen in der Bar serviert werden. Ada mag das Geräusch der Dinge, die beginnen.«


    Ada ist drei Jahre, als sie von ihrer Mutter verlassen wird. Das Mädchen wächst bei seiner Großmutter Teresa auf, deren Liebe größer ist als ein Haus. Teresa bringt Ada bei, dem Olivenbaum im Garten beim Wachsen zuzuschauen, der »unverändert scheint und doch jeden Tag ein bisschen größer wird«. Doch vor allem lehrt sie das kleine Mädchen, auf das Geräusch der Dinge zu achten, die beginnen. 

    Als Ada siebenundzwanzig ist und ihre Großmutter schwer erkrankt, verbringt die junge Frau ihre Tage im Krankenhaus, am Bett des einzigen Menschen, der sie jemals geliebt hat. Die Angst davor, erneut verlassen zu werden, ist übermächtig. Als Ada sich mit der Krankenschwester Giulia anfreundet und in der Klinik-Cafeteria Matteo begegnet, einem jungen Mann, von dem sie nicht genau weiß, was er eigentlich macht, erkennt sie nicht, dass sich zwei Wege kreuzen und neue Türen aufgehen. Und während Teresa immer schwächer wird, muss sich Ada entscheiden, ob sie fliegen will oder fallen. Ob sie vertrauen will oder sich verstecken. Ob sie sich von der Liebe leiten lässt oder von der Angst.



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    Pressestimmen

    »Ein sprachlich schönes und spannendes Buch.«
    (Mannheimer Morgen)

    „Das Geräusch der Dinge, die beginnen“ ist eine Liebesgeschichte, von der man hofft, sie möge nie zu Ende gehen. Weil man als Leser nicht genug von dem Glück bekommen kann, das die tapfere Heldin Ada so sehr verdient hat."
    (Angela Wittmann, Brigitte)

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