Evita Greco Das Geräusch der Dinge, die beginnen

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Inhaltsangabe zu „Das Geräusch der Dinge, die beginnen“ von Evita Greco

»Es gibt einige Geräusche, die Ada sehr mag. Der Klang eines Orchesters vor Konzertbeginn zum Beispiel, wenn alle Musiker ihre Instrumente stimmen. Das Rascheln von Blättern. Das Klirren von Kaffeetassen, die an einem Wintermorgen in der Bar serviert werden. Ada mag das Geräusch der Dinge, die beginnen.«

Ada ist drei Jahre, als sie von ihrer Mutter verlassen wird. Das Mädchen wächst bei seiner Großmutter Teresa auf, deren Liebe größer ist als ein Haus. Teresa bringt Ada bei, dem Olivenbaum im Garten beim Wachsen zuzuschauen, der »unverändert scheint und doch jeden Tag ein bisschen größer wird«. Doch vor allem lehrt sie das kleine Mädchen, auf das Geräusch der Dinge zu achten, die beginnen.
Als Ada siebenundzwanzig ist und ihre Großmutter schwer erkrankt, verbringt die junge Frau ihre Tage im Krankenhaus, am Bett des einzigen Menschen, der sie jemals geliebt hat. Die Angst davor, erneut verlassen zu werden, ist übermächtig. Als Ada sich mit der Krankenschwester Giulia anfreundet und in der Klinik-Cafeteria Matteo begegnet, einem jungen Mann, von dem sie nicht genau weiß, was er eigentlich macht, erkennt sie nicht, dass sich zwei Wege kreuzen und neue Türen aufgehen. Und während Teresa immer schwächer wird, muss sich Ada entscheiden, ob sie fliegen will oder fallen. Ob sie vertrauen will oder sich verstecken. Ob sie sich von der Liebe leiten lässt oder von der Angst.

Manchmal poetisch und wunderschön, dann wieder langatmig und nicht nachvollziehbar. Ich denke, ein Buch das polarisiert.

— fredhel

Ich hatte bei diesem Titel einen Roman voller Inspirationen und Überraschungen erwartet, und bekam eine traurige Problemgeschichte,

— Irve

Ein Buch voller Poesie, dessen wahre Geschichte erst zwischen den Zeilen zu lesen ist.

— tardy

Ein ungewöhnliches Buch, welches mich leider nicht überzeugen konnte

— Curin

Leise und melancholisch. Ein zartes Buch über Verlust, Abschied und die Liebe.

— ulrikerabe

Soziogramm einer heimlichen "Ménage à trois": Mit sanften Tönen, ausdrucksvoll und sehr stark im Abgang ;)

— SigiLovesBooks

Eine Geschichte der leisen Töne, die berührt und an die Bedeutung der Achtsamkeit erinnert

— Kelo24

Ein poetischer Roman in einer Sprache, die verzaubert.

— Mary2

Ein schönes Buch

— Amber144

Leider vollkommen anders als erwartet, dennoch unterhaltsam.

— 19angelika63

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  • Etwas langweilig

    Das Geräusch der Dinge, die beginnen

    fredhel

    30. November 2017 um 18:50

    "Das Geräusch der Dinge, die beginnen" von Evita Greco  ist ein sehr ruhiger Roman. Es hat relativ lange gedauert, ehe ich mich einlesen konnte. Das liegt vor allem in der Hauptperson Ada begründet. Sie ist eine merkwürdige junge Frau, die als kleines Kind von der Mutter verlassen und von einer überfürsorglichen Großmutter aufgezogen wurde. Großmutter Teresa liegt nun todkrank in einer Klinik und Ada richtet ihr ganzes Leben nach den Besuchszeiten aus. Ada macht auf mich einen leicht zurückgebliebenen Eindruck, emotional instabil, dabei zugleich extrem stark sämtliche Dinge und Begebenheiten des Alltags reflektierend, weit über das normale Mass hinaus. Sie freundet sich mit der behandelnden Krankenschwester Giulia an und beginnt eine komplizierte Liebesbeziehung zu dem Handelsvertreter Matteo. Der Roman beschreibt die Entwicklung der Beziehungen untereinander, kann aber den Leser nicht wirklich einfangen. Meines Erachtens liegt das an Ada, zu deren  Gedankenwelt man nur schwer Zugang findet. Allein des zauberhaften Sprachstils der Autorin, die immer wieder mit leisen poetischen Wahrheiten und fast schon philosophischen Gedanken aufwartet, ist es zu verdanken, dass man das Buch dann doch bis zu Ende liest. Mich persönlich konnte es nicht fesseln, aber es wird Leser geben, die begeistert sein werden.

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  • Buchverlosung zu "Das Geräusch der Dinge, die beginnen" von Evita Greco

    Das Geräusch der Dinge, die beginnen

    ThieleVerlag

    »Es gibt einige Geräusche, die Ada sehr mag. Der Klang eines Orchesters vor Konzertbeginn zum Beispiel, wenn alle Musiker ihre Instrumente stimmen. Das Rascheln der Blätter. Das Klirren der Kaffeetassen, die an einem Wintermorgen in der Bar serviert werden. Ada mag das Geräusch der Dinge, die beginnen.«Ada ist drei Jahre, als sie von ihrer Mutter verlassen wird. Das Mädchen wächst bei seiner Großmutter Teresa auf, deren Liebe größer ist als ein Haus. Teresa bringt Ada bei, dem Olivenbaum im Garten beim Wachsen zuzuschauen, der »unverändert scheint und doch jeden Tag ein bisschen größer wird«. Doch vor allem lehrt sie das kleine Mädchen, auf das Geräusch der Dinge zu achten, die beginnen. Als Ada siebenundzwanzig ist und ihre Großmutter schwer erkrankt, verbringt die junge Frau ihre Tage im Krankenhaus, am Bett des einzigen Menschen, der sie jemals geliebt hat. Die Angst davor, erneut verlassen zu werden, ist übermächtig. Als Ada sich mit der Krankenschwester Giulia anfreundet und in der Klinik-Cafeteria Matteo begegnet, einem jungen Mann, von dem sie nicht genau weiß, was er eigentlich macht, erkennt sie nicht, dass sich zwei Wege kreuzen und neue Türen aufgehen. Und während Teresa immer schwächer wird, muss sich Ada entscheiden, ob sie fliegen will oder fallen. Ob sie vertrauen will oder sich verstecken. Ob sie sich von der Liebe leiten lässt oder von der Angst.Wir verlosen 20 Exemplare! Schreibt uns einfach, welche Geräusche Ihr gern mögt!

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  • Das Geräusch der Dinge die beginnen

    Das Geräusch der Dinge, die beginnen

    tardy

    24. November 2017 um 10:21

    Ada ist drei, als ihre Mutter sie verlässt. Teresa, ihre Großmutter, umsorgt sie liebevoll und versucht so gut es geht die Mutter zu ersetzen. Das fehlende Urvertrauen und die große Angst vor einem erneueten Verlust, lässt Ada aber nicht mehr los. Als Teresa schwer erkrankt, flammt in Ada diese Angst wieder auf. Giulia, eine Krankenschwester hilft Ada und ihrer Großmutter in dieser schweren Zeit. Im Krankenhaus lernt sie Matteo, einen Pharmavertreter, kennen. Eine zarte Liebesgeschichte keimt auf. Doch er ist viel unterwegs und es gibt da noch eine andere Frau.Diese Geschichte wird mich noch lange begleiten. Es ist eine Geschichte, die mit ganz zarten und leisen Tönen daher kommt, ganz unspektakulär und auf den ersten Blick fast langweilig wirkt. Es passiert wenig bis nichts. Seitenlang werden Befindlichkeiten geschildert, banale Dinge, die man gerne mal übersieht. Geräusche, Töne, Gefühle spielen hier die Hauptrolle. Aber dennoch hat das Buch einen unerklärlichen Sog, man versinkt in der poetischen, malerischen Sprache, taucht ein in eine Sprachmelodie, die fast wie ein Mantra wirkt, die den eiligen Leser inne halten lässt, die ihn beruhigt und zum Nachdenken anregt. Man muss dieses Buch zwischen den Zeilen lesen, denn da liegt die wahre Geschichte versteckt. Die erdrückende Angst verlassen zu werden, die unerfüllte Sehnsucht nach Liebe und Geborgenheit, das Gefühl nicht liebenswert zu sein, die Unfähigkeit zu vertrauen und die grausame Gewissheit betrogen und belügt zu werden. Evita Greco ist eine ganz wunderbare Erzählerin, sie jongliert perfekt mit Worten und Emotionen. Ihr Sprachstil hat mich nachhaltig berührt. Nur der Schluss hat mich nicht ganz überzeugt, deshalb gibt es von mir auch nicht die volle Punktzahl.

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  • Schwächelnde und zum Teil merkwürdige Handlung

    Das Geräusch der Dinge, die beginnen

    Curin

    23. November 2017 um 12:28

    Ada wächst bei ihrer Großmutter Theresa auf, die sich liebevoll um sie kümmert und ihr beibringt, aufmerksam auf die Geräusche der Dinge, die beginnen, zu achten. Aus dem kleinen Mädchen wird bald eine junge, aber etwas unsichere Frau, welche sich sehr um ihre mittlerweile schwer erkrankte Oma sorgt. Im Krankenhaus begegnet sie der liebevollen Krankenschwester Giulia, aber auch dem charmanten Matteo, der allerdings ein Geheimnis vor ihr zu haben scheint... .Evita Greco hat hier einen Roman über eine außergewöhnliche junge Frau geschrieben, welcher mich nur kurzfristig begeistern konnte. Während die Handlung am Anfang noch sehr berührend und vielversprechend begann, entwickelte sie sich nach und nach zu einer für mich eher merkwürdigen und nicht mehr schönen Geschichte.Die Protagonistin Ada wirkte zu Beginn des Buches noch sehr sympatisch auf mich. Da sie von ihrer Mutter einfach so verlassen wurde, bekommt man Mitleid mit ihr und freut sich, dass sie so eine liebevolle Großmutter hat, die sich von ganzem Herzen um sie kümmert und auch alles dafür tut, damit das kleine Mädchen ihre Unsicherheit verliert. So bringt sie ihr bei, Dingen besondere Beachtung zu schenken, die anderen oft entgehen. Dennoch bleibt Ada ein sehr zurückhaltender und auch misstrauischer Mensch. Genau deshalb habe ich mich so gewundert, dass sie sich im Krankenhaus so schnell mit Matteo einlässt, obwohl dieser alles andere als offen mit ihr umgeht. Spätestens an dieser Stelle wirkte die Figur unglaubwürdig auf mich und gefiel mir nicht mehr so gut.Meine Lieblingsfigur im Roman ist die Großmutter Theresa, die als einzige authentisch wirkt. Mir hat besonders gefallen, dass sie so fürsorglich mit Ada umgeht und den Ängsten und Sorgen des Mädchens auf kreative Weise entgegen wirkt. Auch während ihrer Krankheit lässt sie es sich nicht nehmen, sich um ihre Enkelin zu kümmern. So schreibt sie ihr einen unglaublich schönen Brief, der mich sehr berührt hat.Die anderen Figuren im Buch wirkten dagegen auf mich nicht ganz stimmig. Außerdem entstehen im Laufe der Handlung merkwürdige Konstellationen zwischen den Handelnden, die mich erstaunt und zum Teil auch entsetzt haben.Die Autorin Evita Greco hat einen etwas verträumten und fast schon poetisch anmutenden Schreibstil, der sich gut lesen lässt. Gerade zu Anfang gelingt es ihr, mit vielen Details und Beschreibungen die Handlung lebendig zu machen. Leider konnte sie nicht durchgängig dieses Niveau halten.Insgesamt hat mich ,,Das Geräusch der Dinge, die beginnen" nicht ganz überzeugen können, was an den Figuren und der für mich merkwürdigen Handlung liegt. Daher empfehle ich das Buch nur bedingt weiter.

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  • Adas Geräusche des Lebens

    Das Geräusch der Dinge, die beginnen

    19angelika63

    15. November 2017 um 13:22

    KlappentextAda ist drei Jahre, als sie von ihrer Mutter verlassen wird. Das Mädchen wächst bei seiner Großmutter Teresa auf, deren Liebe größer ist als ein Haus. Teresa bringt Ada bei, dem Olivenbaum im Garten beim Wachsen zuzuschauen, der >unverändert scheint und doch jeden Tag ein bisschen größer wird<, doch vor allem lehrt sie das kleine Mädchen, auf das Geräusch der Dinge zu achten, die beginnen. Als Ada siebenundzwanzig ist und ihre Großmutter schwer erkrankt, verbringt die junge Frau ihre Tage im Krankenhaus, am Bett des einzigen Menschen, der sie jemals geliebt hat. Die Angst davor, erneut verlassen zu werden, ist übermächtig. Als Ada sich mit der Krankenschwester Giulia anfreundet und in der Klinik-Cafeteria Matteo begegnet, einem jungen Mann, von dem sie nicht genau weiß, was er eigentlich macht, erkennt sie nicht, dass sich zwei Wege kreuzen und neue Türen aufgehen. Und während Teresa immer schwächer wird, muss sich Ada entscheiden, ob sie fliegen will oder fallen. Ob sie vertrauen will oder sich verstecken. Ob sie sich von der Liebe leiten lässt oder von der Angst."Seit dieser Zeit war Ada immer sehr geduldig, und sie hatte auch gelernt, aufmerksam zu sein, damit sie immer sagen konnte, wann etwas zu Ende ging und wann etwas anfing. Sie begriff, dass die Dinge, die zu Ende gehen, dies sehr still tun. Während Dinge, die beginnen, einen hellen und wunderschönen Klang haben." (Seite )Adas Mutter hat ihr Kind verlassen, um ihr eigenes Leben zu leben. Somit wächst Ada bei ihrer Großmutter Teresa auf. Diese liebt ihre Enkelin über alles und versucht ihr die Dinge und den Lauf des Lebens beizubringen. Dann wird Teresa krank, sehr krank und Ada wird bald auf sich allein gestellt sein. In dieser Zeit lernt sie Giulia kennen und Matteo lieben. Doch für Ada ist dies alles neu und fremd. Bisher war immer ihre Großmutter in der Nähe, um sie zu beschützen. Und so kommt, was kommen muss, Adas Leben wird auf den Kopf gestellt und sie weiß plötzlich nicht mehr was richtig oder falsch ist."Teresa hatte ihr beigebracht, wie wichtig es ist, sich von allen etwas zu bewahren - auch das Gefühl der Erwartung auf etwas Schönes, auf das man gehofft hat, und eben den Moment, in dem es eintrifft, sollte man festhalten." (Seite 74)Ganz ehrlich habe ich von diesem Buch etwas ganz anderes erwartet. Eine Geschichte über Geräusche und Sensibilität für das Erkennen und fühlen dieser Geräusche. Doch dieses Buch ist ganz anders.Trotzdem hat es mir bedingt gefallen. Mir hat Ada als Protagonistin gefallen und Teresa. Die beiden haben eine ganz besondere Beziehung. Teresa versucht ihr Leben lang Ada das Gefühl zu vermitteln, dass sie geliebt wird. Denn das ist Adas Defizit. Durch den Verlust der Mutter glaubt Ada, dass sie es nicht wert ist geliebt zu werden. Sie traut sich nicht Beziehungen aufzubauen, und dabei ist es egal um welche Form der Beziehung es geht ... Haustier (sie hat Angst, dass das Sterben und / oder weglaufen kann), Freundschaften und Beziehungen (die können beendet werden) usw. Mit Teresas Tod wird sie ins kalte Wasser geworfen. Plötzlich muss Ada sich dem Leben stellen ... erlebt die Liebe, den Verlust und den Neubeginn.Das alle hat Greco besonders einfühlsam beschrieben und dargestellt. Einige Dinge waren vorhersehbar, aber alles in allem hat mir die Story gefallen, auch wenn meine Erwartungen andere waren.

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    • 2
  • Leise und melancholisch

    Das Geräusch der Dinge, die beginnen

    ulrikerabe

    12. November 2017 um 20:52

    Ada ist drei Jahre alt, als sie von ihrer Mutter verlassen wird. Seither lebt Ada bei ihrer Oma Teresa. Die beiden verbindet eine innige ja nahezu symbiotische Liebe.Als Teresa unheilbar an Krebs erkrankt, steht Ada, mittelweile eine junge Frau von 27 Jahren, wieder vor einem Abschied. Mit Matteo, einem Vertreter für Medizinprodukte, scheint sie jedoch eine Liebe gefunden zu haben, dir ihr nach dem Tod Teresas Halt gibt. Auch mit Giulia, der Krankenschwester Teresas knüpft sie vorsichtig eine Freundschaft. Nichts ahnend verbindet diese drei junge Menschen ein ganz besonderes Schicksal.Das Geräusch der Dinge, die beginnen ist ein leises, zärtliches und in vielen Momenten auch poetisches Buch. Ein Buch, das berührt und innehalten lässt.Ada ist in ihrem Wesen so feinfühlig, vom Verlust der Mutter stark geprägt und wirkt zumindest anfangs fast entrückt. Die Ereignisse nach Teresas Tod kommen nicht nur für Ada unerwartet, sondern auch für den Leser. Aber als die gewohnten Dinge sich ändern, beginnt auch Ada selbstbestimmter aufzutreten. Trotzdem neigt man beim Lesen manchmal dazu, Ada an die Hand zu nehmen und zu trösten. Den Schluss hätte ich mir für Ada etwas mutiger gewünscht und weniger romantisiert. Trotzdem bleibt ein angenehmes Gefühl, dieses Buch gelesen zu haben.

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  • Wenn etwas endet, beginnt etwas Neues

    Das Geräusch der Dinge, die beginnen

    SigiLovesBooks

    08. November 2017 um 23:48

    Im Alter von nur drei Jahren wird Ada von ihrer Mutter verlassen - und wächst bei Teresa, ihrer Großmutter auf, die sie abgöttisch liebt: Sie bringt dem kleinen Mädchen bei, auf das Geräusch der Dinge zu achten, die beginnen. Achtsam zu sein und jedes Blatt am Olivenbaum zu sehen, dass neu gewachsen ist - und nicht übersehen werden sollte. Teresa tröstet sie, wenn sie wütend aus der Schule kommt und lehrt sie, dass es wichtig ist, sich von allem etwas zu bewahren - auch das Gefühl der Erwartung auf etwas Schönes. Als Ada 27 ist, erkrankt Teresa unheilbar und Ada kümmert sich sehr liebevoll um ihre geliebte Großmutter. Im Krankenhaus gibt es noch eine Frau, die sich ebenfalls liebevoll um Teresa kümmert, der es immer schlechter geht: Giulia, eine Krankenschwester, mit der sich die introvertierte, sensible und zuweilen etwas zerfahrene Ada anfreundet. Eines Tages lernt Ada auch einen Mann kennen, der sie in der Cafeteria der Klinik in seinen Bann schlägt: Matteo...Die beiden werden ein Liebespaar und Ada ist ob ihrer mangelnden Lebenserfahrung unsicher, sie vertraut sich daher Giulia an, die ihrerseits kurz vor der Hochzeit steht....Matteo, der einzige männliche Protagonist in dem Roman, der sehr einfühlsam und sanft die einzelnen Charaktere zeichnet, spielt eine besondere Rolle: Sein Hauptanliegen ist es, niemanden zu verletzen - doch eine Entscheidung zu treffen, ist für ihn sehr schwer. Ada und Giulia sind zwei sehr unterschiedliche Frauen: während Ada sehr in ihren Traum- und Märchenwelten gefangen scheint, wirkt Giulia sehr lebenserfahren, geradlinig und pragmatisch. Sie ist - im Gegensatz zu Ada - auf der Sonnenseite des Lebens aufgewachsen, in einer wohlbehüteten und gutsituierten Kindheit mit sie sehr liebenden Eltern. Ada hingegen hatte nur ihre Großmutter, die sie mit eigenen Defiziten infizierte; etwa damit, dass sie niemals Fragen stellen sollte und alles als gegeben hinnehmen solle. Teresas 'zurückstecken können' entstand durch die Benachteiligung gegenüber ihren Brüdern und so lernte sie bereits "in den Kinderschuhen", dass sie an zweiter Stelle kam: Allerdings bewahrte sie sich ein tiefes Gefühl für "die kleinen Glücke" und rebellierte auf ihre Art: Zwei Dinge spielten für sie eine wesentliche Rolle: Ihr Lippenstift und ihre Tanzschuhe.Während Teresa ins Koma fällt, wird Adas Beziehung zu Matteo obsessiv, ihr Abhängigkeitsverhältnis größer: Sie fürchtet um den unweigerlichen Verlust der Großmutter, der unweigerlich bevorsteht. Dieser Verlust und die Momente nach dem Tod Teresas werden von Evita Greco sehr authentisch und nahegehend (so man dieses erlebt hat, was bei mir der Fall ist) beschrieben und Ada hält sich trotz eines weiteren Schicksalsschlages sehr tapfer.Am unsympathischsten fand ich die Figur von Matteo - er nutzt die Kraft und die Stärke beider Frauen für sich selbst, wenn er auch wohl auf seine Art beide liebt: Am Romanende gibt es unvorhersehbare Wendungen, die mich teils überraschten und die ich mir etwas anders gewünscht hätte - im Falle von Ada. Andererseits endet er sehr positiv und das fortwährende "Lächeln" steht für eine positive Zukunft, die ich nach dem Zuklappen dieses lesenswerten und auch mitunter nachdenklich stimmenden Romans Ada sehr wünsche. Ergreifend und lebensklug fand ich den Brief Teresas - der Ada über ihren Tod hinaus Kraft gibt. Stellenweise erinnert mich das Ganze aber auch an eine Art Soziogramm, auf das man sich als LeserIn einlassen sollte.Fazit:Ein Roman der leisen Töne, der doch tiefe und starke, sehr authentische Gefühle der drei (mit Teresa vier) Hauptprotagonisten "offenlegt"; der an Schmerzgrenzen geht, aber all' das Schöne, Verstehende zwischen Menschen (und in der Liebe) nie aus dem Blick verliert, diese zum Zentrum erklärt und zur Kernbotschaft der Lebensreisen von Ada, Matteo und Giulia macht. Von mir gibt es mit einem Dankeschön an den Thiele-Verlag 4* und 89° von 100 auf der Werteskala der "Belletristik-Couch".

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    • 4
  • beeindruckend

    Das Geräusch der Dinge, die beginnen

    AnjaKoenig

    08. November 2017 um 22:26

    ein wunderbar poetisch geschriebenes buch, das in seiner Andersartigkeit mich tief beeindruckt hat. die Personen mit ihren Eigenarten sind so schön beschrieben und die Zartheit, in die diese interessante geschichte gepackt war, hat mich berührt und nachdenklich zurück gelassen. das überraschende ende war stimmig und die vier Charaktere zauberhaft und sehr eigen. 

  • Wahre Liebe befreit dich

    Das Geräusch der Dinge, die beginnen

    Mrs. Dalloway

    05. November 2017 um 15:23

    Das Buch fing zwar schon sehr schön an, doch ich hätte nie gedacht, dass es mich dann doch so sehr flashen würde mit seiner eigenen, leisen Art. Es geht um Ada und Matteo, um Teresa und Giulia. Mehr Figuren braucht es nicht um eine berührende und poetische Geschichte zu erschaffen.Ada wurde als junges Mädchen von ihrer Mutter verlassen und von ihrer Großmutter Teresa liebevoll aufgezogen. Als Teresa im Krankenhaus liegt, schwer erkrankt, kümmert sich Ada genauso liebevoll um sie. Mit Matteo verbindet sie eine Liebesgeschichte, die ein wenig anders ist als gewöhnlich. Giulia ist Teresas Ärztin und wird allmählich auch zu Adas Freundin. Doch was sich dann in der Mitte des Romans entspinnt, damit hätte ich nie gerechnet und es hat jede Menge Spannung in die Geschichte gebracht.Mir hat das Buch außergewöhnlich gut gefallen. Die Personen sind keine klassischen, schlicht sympathische Protagonisten, sondern haben auch ihre Ecken und Kanten. Sie werden dadurch aber nur menschlich und ich finde sie nicht unbedingt unsympathisch. Es ist schwierig zu beschreiben, aber die Situation im Buch erscheint mir unglaublich vertraut und sinnig. Wir Menschen sind nicht zu 100 Prozent gut und machen alles richtig. Es gibt mehr als schwarz und weiß und das zeigt dieses Buch sehr schön auf. Der wunderbare Schreibstil, der sehr an die fabelhafte Welt der Amelie erinnert, hat mich komplett überzeugt und ich kann den Roman nur wärmstens weiter empfehlen.

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  • Lesezeit zum Entschleunigen

    Das Geräusch der Dinge, die beginnen

    Kelo24

    04. November 2017 um 14:31

    Seit Ada im Alter von 3 Jahren von ihrer Mutter  verlassen wurde, ist sie bei ihrer Großmutter Teresa aufgewachsen, die im Laufe der Jahre zu ihrem Lebensmittelpunkt geworden ist. Das Geräusch der Dinge, die beginnen - darauf zu achten hat Ada von Teresa gelernt und auch mit offenen Augen durch das Leben zu gehen, um jede Kleinigkeit aufzunehmen. Nachdem Teresa schwer erkrankt ins Krankenhaus gebracht werden muss und bald sterben wird, verbringt Ada ihre Tage bei ihr. Dort lernt sie Giulia, eine Krankenschwester, sowie Matteo, einen Vertreter für medizinische Produkte kennen. Die gesamte Geschichte kommt mit diesen 4 Personen aus und den Netzwerken, die sich zwischen ihnen aufbauen. Es ist ein Buch der leisen Töne, sehr detailreich, bei dem vermeintlich kleine Dinge gewürdigt und wahrgenommen werden. Die Handlung ist eher minimalistisch und kommt ohne große Ereignisse aus und besteht oftmals nur aus Abwarten - damit habe ich mich zu Beginn etwas schwer getan, wie auch mit dem Charakter von Ada - aber wenn man sich erst einmal darauf eingelassen hat, wird man belohnt mit dem Schreibstil, der Ausdrucksweise und der Möglichkeit, dabei zu entschleunigen und einen Gang herunter zu schalten, zumindest war das bei mir der Fall. Außerdem enthält die Geschichte einige wirklich zutreffende Lebensweisheiten. Obwohl mir das Ende dann leider doch zu märchenhaft war gibt es eine Leseempfehlung für alle, die die leisen Töne lieben und sich selbst etwas Gutes tun wollen und 4 Sterne.

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  • Ein Roman wie ein impressionistisches Gemäde

    Das Geräusch der Dinge, die beginnen

    Mary2

    03. November 2017 um 08:14

    Vier Personen stehen im Mittelpunkt dieses Erstlings-Romans der jungen italienischen Schriftstellerin Evita Greco: Ada, 27 Jahre alt, im Alter von drei Jahren von ihrer Mutter verlassen und dadurch traumatisiert. Eine stille, sehr sensible Person, die in der Lage ist, die Dinge zu hören, wenn sie beginnen. Ihre Großmutter, die die Enkelin mit großer Liebe aufgezogen hat und schwer erkrankt ihre letzten Lebenswochen im Krankenhaus verlebt. Giulia, eine toughe Krankenschwester, mit der sich Ada anfreundet. Immer freundlich, immer stark – ein Fels in jeder Brandung. Matteo, ein erfolgreicher Vertreter für Medizinprodukte, den Ada in der Krankenhaus-Cafeteria kennenlernt und mit dem sich eine Liebesbeziehung entspinnt. In einer sehr poetischen Sprache erzählt Evita Greco die Geschichte dieser vier Menschen. Der Leser erfährt nach und nach, was sie verbindet. Das Buch verstehen kann man jedoch nicht, indem man die Fakten erliest. Vielmehr steckt die Botschaft in den leisen Tönen zwischen den Zeilen. Vor allem die Oma mit ihrer großen Lebenserfahrung und ihrer grenzenlosen Liebe gibt Ada und dem Leser eine große Portion Lebensweisheit mit auf den Weg. Dieses Buch liest sich wie ein impressionistisches Gemälde. Die reale Abbildung der Wirklichkeit steht nicht im Vordergrund, sondern die Gefühle der Personen. Hier sind Ada, Oma, Matteo und Giulia ganz bewusst mit sehr unterschiedlichen Charakteren ausgestattet. Der Leser mag selbst entscheiden, wie viel von jeder Person in ihm selbst steckt. Wer sich darauf einlässt, kann tief in die Botschaft eintauchen und wird verzaubert von der Geschichte der vier Personen. Bei dieser poetischen Erzählweise bleiben aber einige Fragen ungeklärt und es ergibt sich kein vollständiges Bild der Beteiligten. Die Autorin hat sich auf den letzten zehn Seiten entschieden, wie die Geschichte für die vier Handlungsträger ausgehen soll. Mir hätte ein offeneres Ende besser gefallen und es steht jedem Leser frei, sich eine andere Lösung auszusuchen. Alles in allem ein Buch, das ich gerne gelesen habe und dessen Sprache tatsächlich zu verzaubern vermag. Wer Freude an stillen, poetischen Büchern hat, wird hier einen Schatz finden. Titel und Cover geben einen Vorgeschmack auf das Buch, denn sie sind äußerst passend gewählt. Ich vergebe hier vier Sterne und eine Leseempfehlung für die Zielgruppe, die „das Geräusch beginnender Dinge“ hören kann.

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  • Das Geräusch der Dinge, die beginnen

    Das Geräusch der Dinge, die beginnen

    MarySophie

    31. October 2017 um 14:57

    Handlung: Ada ist drei Jahre alt, als ihre Mutter beschließt, dass sie andere Dinge tun will, als ein kleines Kind aufwachsen zu sehen und diesem Dinge beizubringen. Deshalb gibt die Mutter Ada in die Obhut von Teresa, Ada´s Großmutter. Teresa erzieht ihre Enkelin äußerst liebevoll, jedoch hat Ada trotzdem Angst, dass die Großmutter sie eines Tages verlassen könnte, genau wie ihre Mutter es getan hat. Aus diesem Grund will Teresa ihr diese Angst nehmen und erzählt Ada, dass es sowohl Geräusche gibt, die ein Ende ankündigen, als auch welche, die einen Anfang einläuten. Im Alter von 27 Jahren erkrankt Teresa schwer, woraufhin sie dauerhaft ins Krankenhaus muss. Nun muss Ada sich mit dem Gedanken befassen, dass ihre geliebte Oma sie verlassen könnte und die junge Frau nun den einzigen Menschen in ihrem Leben verliert, der ihr etwas bedeutet und der sie bisher noch nie verlassen hat. Während der vielen Tage im Krankenhaus freundet sich Ada nicht nur mit der Krankenschwester Giulia an, sondern lernt auch Matteo kennen. Matteo findet Ada zwar auf den ersten Blick interessant, es gibt jedoch viele Dinge in seinem Leben, welche er der jungen Frau verheimlicht, jedoch stürzt sich Ada in eine gemeinsame Zukunft mit dem jungen Mann und Ada muss sich nicht nur beziehungstechnisch ein paar wichtigen Fragen stellen. Meinung: Der Einstieg in das Buch fiel mir sehr leicht. Es wird eine einfache Sprache verwendet, die jedoch nicht zu alltagssprachlich ist und durch viele Sätze, die einen poetischen Klang haben, stark aufgewertet. Die Sätze, die poetisch anmuten, besitzen alle eine sehr starke Botschaft, als wolle die Autorin durch diese Hervorhebung deutlich machen, dass diese besonders wichtig sind und auch im alltäglichen Leben gelten und nicht nur in der Phantasiewelt des Buches. Aufgrund des äußerst angenehmen Schreibstils war es mir auch möglich, dass Buch sehr schnell und flüssig zu lesen, weil ich das Gefühl hatte, die Seiten fließen nur so vorbei. Die Kapitel waren recht kurz gehalten, was es mir ermöglicht hat, auch zwischendurch mal ein paar Seiten zu lesen. Jedoch hätte ich mir manchmal ein einschlagendes Ereignis gewünscht, welches ein bisschen Spannung in den Roman hineinbringt. So war es manchmal doch etwas monoton, weil der Alltag von Ada nicht wirklich irgendwelche besonderen Ereignisse hatte, außer die Treffen mit Matteo und Giulia, sowie die Tage auf dem Krankenzimmer der Großmutter. Durch diesen monotonen Tagesablauf fiel es mir auch schwer zu erkennen, wie viel Zeit während der gesamten Handlung vergangen ist. Dies wurde auch dadurch beeinflusst, weil es viele kleine Rückblicke in Ada´s Kindheit gab. Mit den Protagonisten hatte ich bei diesem Buch leider meine Probleme. Sie wurden zwar alle recht lebendig beschrieben und mir fiel es auch leicht, ein Bild von ihnen zu machen, jedoch waren sie mir recht unauthentisch und unsympathisch. Besonders mit Ada hatte ich viele Probleme, weil sie mir sehr widersprüchlich vorkam und sie für mich als äußerst kindliche und unreife Person beschrieben wurde. Dies mag womöglich an der Tatsache liegen, dass sie schon in so einem jungen Alter von ihrer Mutter verlassen wurde, jedoch fand ich sie sehr schwierig und teilweise hat sie mich mit ihrem unsicheren Charakter auch etwas gestört. Die restlichen Hauptcharaktere waren mir zwar auch nicht sonderlich sympathisch, da sie aber nicht so stark im Mittelpunkt standen wie Ada, hat mich dies nicht sonderlich gestört. Ich fand es schade, dass Ada sich zwar so viele Gedanken um alle möglichen Dinge macht und scheinbar jedes Szenario in ihrem Leben schon durchgeplant hat, sie sich jedoch manchen Fragen nicht stellt, deren Beantwortung ich interessant gefunden hätte, weil es mir dadurch vielleicht auch möglich gewesen wäre, mit einigen Protagonisten eine Beziehung aufzubauen. So hätte mich der Verbleib von Ada´s Mutter interessiert und auch wie Teresa über das Verhalten der Tochter gedacht hat. Vielleicht wäre dies auch schon der Punkt gewesen, welcher mich von dem Buch überzeugt hätte und auch etwas Spannung hineingebracht hätte. Fazit: Ich hatte mir viel mehr von dem Buch erwartet, wurde jedoch leider enttäuscht. Es war mir teilweise zu ereignislos und auch das Ende war für mich schon längere Zeit vorhersehbar. Positiv in Erinnerung werden mir auf jeden Fall die wunderbaren Sätze bleiben, die mich zum nachdenken angeregt haben und welche viel Wahres in sich tragen.

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  • So ein leises, so ein starkes Buch

    Das Geräusch der Dinge, die beginnen

    heinoko

    31. October 2017 um 14:11

    So ein leises Buch. So ein zartes Buch. So ein starkes Buch. Ada, ein stilles, sensibles und naives Mädchen, wird von seiner Mutter im Alter von 3 Jahren verlassen und wächst bei der liebevollen Großmutter auf. Die Großmutter bringt Ada bei, auf die kleinen Dinge zu achten, wie z. B. auf das Wachsen des Olivenbaums im Garten. Trotz der liebevollen Fürsorge verliert Ada niemals die Angst vor dem Verlassen-Werden. Als Ada 27 Jahre alt ist, wird die Großmutter schwer krank. Im Krankenhaus lernt Ada Matteo kennen, einen Handelsvertreter für Medizintechnik und liefert sich ihm völlig aus, ohne ihn wirklich zu kennen. Auch die Freundschaft zu der Krankenschwester Giulia bringt Ada der Wirklichkeit nicht näher. Immer wenn ich das Buch aufschlug und zu lesen begann, geriet ich in eine andere Seinsform, weit weg vom lauten, fordernden Alltag. Es wurde in mir ganz still und ich fühlte mich ein in Ada, in diese stille junge Frau, die nichts anderes will als nicht verlassen zu werden, die sich dem Geschehen restlos hingibt, scheinbar ohne jeglichen eigenen Willen. Restlos verzaubert bin ich von diesem Buch, von dieser Sprache, von Ada. Ich glaube nicht, dass es Sinn macht, sich das Geschehen ganz real, sozusagen als Abbild der tatsächlichen, uns umgebenden Welt vorzustellen. Nirgends geht es so leise, so sensibel, so feinsinnig zu wie in der Welt in und rund um Ada. Die Zeitfolgen sind unwichtig, nur die Bezüge der Themen zueinander sind bedeutsam und was wir aus dem Buch mitnehmen können: manchmal in Stille  genau hinschauen, ganz genau hinhören Ich glaube, man muss mit diesem wundervollen Buch ganz zart und still umgehen.

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  • Die italienische Amélie!

    Das Geräusch der Dinge, die beginnen

    Cellissima

    31. October 2017 um 12:32

    Klappentext:»Es gibt einige Geräusche, die Ada sehr mag. Der Klang eines Orchesters vor Konzertbeginn zum Beispiel, wenn alle Musiker ihre Instrumente stimmen. Das Rascheln von Blättern. Das Klirren von Kaffeetassen, die an einem Wintermorgen in der Bar serviert werden. Ada mag das Geräusch der Dinge, die beginnen.« Ada ist drei Jahre, als sie von ihrer Mutter verlassen wird. Das Mädchen wächst bei seiner Großmutter Teresa auf, deren Liebe größer ist als ein Haus. Teresa bringt Ada bei, dem Olivenbaum im Garten beim Wachsen zuzuschauen, der »unverändert scheint und doch jeden Tag ein bisschen größer wird«. Doch vor allem lehrt sie das kleine Mädchen, auf das Geräusch der Dinge zu achten, die beginnen. Als Ada siebenundzwanzig ist und ihre Großmutter schwer erkrankt, verbringt die junge Frau ihre Tage im Krankenhaus, am Bett des einzigen Menschen, der sie jemals geliebt hat. Die Angst davor, erneut verlassen zu werden, ist übermächtig. Als Ada sich mit der Krankenschwester Giulia anfreundet und in der Klinik-Cafeteria Matteo begegnet, einem jungen Mann, von dem sie nicht genau weiß, was er eigentlich macht, erkennt sie nicht, dass sich zwei Wege kreuzen und neue Türen aufgehen. Und während Teresa immer schwächer wird, muss sich Ada entscheiden, ob sie fliegen will oder fallen. Ob sie vertrauen will oder sich verstecken. Ob sie sich von der Liebe leiten lässt oder von der Angst.******Eine ebenso wunderschöne wie tieftraurige Geschichte, die extrem berührt und zu Herzen geht, die durch den zarten, poetischen Schreib- und Erzählstil der Autorin beeindruckt.Die positive Seite der Geschichte mit den magischen, den Glücksmomenten findet sich vor allem in Adas Kindheit, während die Gegenwart von viel Angst, Leid, Krankheit, Trauer und Schmerz geprägt ist und dem Leser sehr nahe geht. -Da ist es gut, dass die Vergangenheit nicht starr den größten Teil der Erzählung einnimmt, sondern es immer wieder Rückblenden gibt, die gleichsam den Sonnenstrahlen an einem grauen und dunklen Tag die Stimmung erhellen.Es ist sozusagen die italienische Version von "Die fabelhafte Welt der Amélie", angereichert mit allen Facetten von Familie, Freundschaft und Liebe - gerade auch den negativen und dem Umgang damit.

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  • Ein schönes Buch

    Das Geräusch der Dinge, die beginnen

    Amber144

    29. October 2017 um 13:36

    Das Cover hat auf den ersten Blick eine ungewöhnliche Perspektive. Es passt aber perfekt zum Buch. Dies fällt aber erst auf, wenn man es beendet hat.Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen.Er ist sehr bildlich und nimmt den Leser gleich gefangen.In der Geschichte wird auf die kleinen Dinge geachtet, genau wie es der Titel auch schon verspricht. Ich fand es sehr schön Ada zu folgen und zu erleben, was sie alles wahr nimmt.In der Geschichte ist auch noch eine Liebesgeschichte enthalten, die ich aber sehr vorhersehbar fand und für mich nicht unbedingt notwendig gewesen wäre. Allein Ada durch ihre Welt zu folgen und zu erleben, wie sie Geräusche und ihre Umgebung wahr nimmt.Das Buch hat mir sehr an den Film "Die fabelhafte Welt der Amelie" erinnert. Es ist genau so detailreich und liebevoll gestaltet.Ein wirklich schönes Leseerlebnis und auf jeden Fall eine Geschichte, bei der man selbst wieder darauf achtet, was man an Geräuschen und Dingen im Alltag als selbstverständlich wahr nimmt und was einem gar nicht mehr auffällt.Verdiente 4 Sterne.

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