Ewald Arenz Das Diamantenmädchen

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Inhaltsangabe zu „Das Diamantenmädchen“ von Ewald Arenz

Berlin in den Goldenen Zwanzigern: Der talentierte Diamantenschleifer Paul van der Laan soll im Auftrag der deutschen Reichsregierung kostbare Rohdiamanten für den verdeckten Verkauf auf dem internationalen Markt bearbeiten. Zur selben Zeit wird ein Mann ermordet aufgefunden, neben seiner Leiche liegt ein Rohdiamant. Ein Zufall? Die Kommissare Schambacher und Togotzes nehmen die Ermittlungen auf.

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Ein ganz, gaznz tolles Buch. Es hat alles was für mich einen perfekten Roman ausmacht.

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    Das Diamantenmädchen
    engineerwife

    engineerwife

    26. June 2017 um 14:14

    Ganz heimlich still und leise schleicht sich der sympathische Autor Ewald Arenz auf meine Lieblingsautorenliste. Nachdem mir sein Roman „Ehrlich & Söhne“ schon so gut gefallen hatte, bin ich auch von dieser kleinen Kriminalgeschichte wieder begeistert. Es war eine schwere Zeit im Berlin der 20er Jahre. Eben noch kämpften und starben die Männer an der Front und nun schleppten sie sich innerlich oder äußerlich, mehr oder weniger verletzt, zurück ins zivile Leben. Es ist nicht alles Gold was glänzt, und die Menschen haben schwer an der drohenden Wirtschaftskrise zu knabbern. Doch es gibt immer wieder Menschen, die angeblich Gutes tun wollen und genau unter solch einem Menschen gerät Paul von der Lahn auf Vermittlung durch Lilli Kornfeld ins Visier der Polizei. Es geschieht nämlich ein Mord, dessen Spuren zu Paul führen zu scheinen ... Geschickt fügen Kommissar Schambacher und Kollege Togotzes die Puzzlesteine ineinander mit einem Ergebnis, das nicht nur die Polizei sprachlos zurück lässt! Ewald Arenz hat mich mit leichter Hand in das Berlin von damals entführt. Er hat mir die Verzweiflung aber auch die Freude der Menschen von damals gezeigt. Mit viel Liebe zum Detail lässt er nicht nur die Diamanten direkt vor meinen Augen funkeln und macht mir Lust auf mehr. Das „Der Duft von Schokolade“ aus seiner Feder hat es sich schon mal auf meinem SUB gemütlich gemacht! 

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  • "Der Kommisar und das Mädchen" im Jahr 1925

    Das Diamantenmädchen
    PaulTemple

    PaulTemple

    Wie der geneigte Leser meiner Rezensionen wohl schon mitbekommen hat, bin ich besonders dem Zeitalter der Weimarer Republik angetan - sogar so sehr, dass mich auch ein auf vermeintlich weibliches Publikum abziehender Romantitel und das Vorhandensein einer Liebesgeschichte nicht abschrecken kann. Anfangs etwas zögerlich voranschreitend, gewinnt die Spannung im "Diamantenmädchen" zunehmend an Fahrt, so dass man über die recht trivialen amourösen Abenteuer der Protagonisten (Kommissar verliebt sich in Zeugin, Zeugin liebt ihre Jugendliebe, die nichts mehr von ihr wissen will...) hinwegsehen kann. Richtig gut gelungen ist dem Autor die beschriebene Atmosphäre des Berlins der 20er Jahre, die geschickt mit Rückblenden aus dem Kaiserreich verbunden wird. Sicherlich kein Highlight der Kriminalliteratur, aber kurzweilige Unterhaltung mit ansprechender 20er-Jahre-Atmosphäre ist garantiert!

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    • 7
  • Buchverlosung zu "Fanggründe" von Natascha Manski

    Fanggründe
    Nmanski

    Nmanski

    3 x ein Küstenkrimi und „Eiskalte Killer“ zu gewinnen Ab in den Urlaub und rein in den Strandkorb – jetzt ist die perfekte Zeit, um zu relaxen!  Und weil das am besten mit einem spannenden Krimi geht, verlose ich zusammen mit dem Rowohlt-Verlag 3 x die passende Lektüre plus Sommer-Extras, und zwar jeweils:  • ein signiertes Exemplar des Küstenkrimis „Fanggründe“ • die Eiswürfelform ”Eiskalte Killer” für stilechte Getränke • „Easy Going Gum – das kühle Kaugummi“ • ein Krimi-Lesezeichen, damit ihr auch nach der nächsten Windböe noch wisst, wo die Story weitergeht. Und so kann man mitmachen: Einfach hier bis Sonntag, 28. Juli, verraten, welches Buch (außer die „Fanggründe") dieses Jahr bei euch ins Urlaubsgepäck wandert. Die drei Gewinner werden anschließend benachrichtigt und finden den Küstenkrimi plus die „Eiskalte Killer" kurz darauf im Briefkasten. Viel Glück!

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    • 149
  • Leserunde zu "Das Diamantenmädchen" von Ewald Arenz

    Das Diamantenmädchen
    Daniliesing

    Daniliesing

    Heute möchten wir euch zu einer Leserunde zu einem besonderen Buch einladen: "Das Diamantenmädchen" von Ewald Arenz. Das Buch ist gerade im ars vivendi Verlag erschienen und überzeugt direkt durch eine tolle Aufmachung. Doch nicht nur äußerlich ist dieses Buch ein Schmuckstück - auch zwischen den Buchdeckeln hat es viel zu bieten: "Um Reparationsforderungen der Alliierten zu umgehen, erhält Diamantenschleifer Paul van der Laan von der deutschen Reichsregierung den Geheimauftrag, eine Reihe kostbarer Rohdiamanten für den verdeckten Verkauf auf dem internationalen Markt zu schleifen. Lilli Kornfeld, Journalistin für die Berliner 'Illlustrirte' und eng verbundene Freundin seit Kindheitstagen, hat den Kontakt vermittelt. Zu gleicher Zeit wird ein ermordeter Schwarzer auf dem Balkon des Hotels am Nollendorfplatz gefunden - neben seiner Leiche liegt ein Rohdiamant. Die Berliner Kommissare Schambacher und Togotzes nehmen die Ermittlungen auf und stoßen schon bald auf das Dienstmädchen..." "Das Diamantenmädchen" ist ein wunderschön geschriebener Roman, der eine außergewöhnliche Geschichte erzählt und zugleich noch durch eine angenehme Spannung überzeugt. Neben der Krimihandlung spielen vor allem Themen wie Liebe und Tod eine große Rolle, weshalb das Buch auch sehr berührt. Wir suchen zusammen mit dem Autor Ewald Arenz und dem ars vivendi Verlag 15 Testleser für "Das Diamantenmädchen", die das Buch gern hier gemeinsam lesen, sich darüber austauschen und abschließend eine Rezension schreiben möchten. Der Autor wird die Leserunde zudem begleiten und steht für Fragen bereit. Beantwortet dafür unter "Bewerbung & Bekanntgabe der Gewinner" bis einschließlich 11.10.2011 folgende Frage: Wenn ihr einen wertvollen Diamant finden würdet, was würdet ihr damit tun bzw. welche Möglichkeiten kämen euch in den Sinn? ************************************************************** Mehr Informationen zum Buch und zum Autor findet ihr auch hier: http://www.ewald-arenz.de/ http://www.arsvivendi.com/ ******************************************* Die Gewinner sind: Arwen10, nirak03, sabatayn76, sonjastevens, Dupsi, Bri, Heane, Büchermona, aba, CharlieL, Leela, Queenelyza, moorlicht, SabrinaK1985, walli007

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    • 407
    Bri

    Bri

    29. March 2012 um 20:00
    sonjastevens schreibt Nein, mein nächstes wird "Ehrlich und Söhne", da freue ich mich auch schon drauf, aber das wird wohl auch noch was dauern, bis ich dazu komme...

    Schön, da wünsche ich viel Spaß - ist aber schon was anderes vom Stil her. Aber auch toll.

  • Rezension zu "Das Diamantenmädchen" von Ewald Arenz

    Das Diamantenmädchen
    SomeBody

    SomeBody

    12. December 2011 um 01:01

    Mit dem (Halb-)Kriminalroman „Das Diamantenmädchen“ legt Ewald Arenz dem Leser ein Werk in wundervollem Leineneinband in die Hand, bei dem man durch das Einfühlungsvermögen und die fundierte Recherche des Autors in die klassische Atmosphäre der 20er Jahre zurückversetzt wird. Dieses Buch ist Krimi, Sachbuch, Familiendrama und Liebesgeschichte in einem – und das alles vor dem Hintergrund der Wandlungen, die mit dem Krieg einhergehen.

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  • Rezension zu "Das Diamantenmädchen" von Ewald Arenz

    Das Diamantenmädchen
    Bri

    Bri

    Sie werden mit klingenden Namen wie Blue Hope, Grüner Dresdner oder Excelsior Diamant bedacht, sind nicht nur a girls best friend und haben meist eine blutige Geschichte. Durch die Jahrhunderte hindurch sind sie begehrt und manche stürzen ihre Besitzer aufgrund eines auf ihnen lastenden Fluches ins Unglück. Ihre Anziehungskraft mindert das aber in keinem Fall - tatsächlich macht sie dies noch begehrenswerter. Die als Rohmaterial eher unscheinbar wirkenden Schätze der Natur sollen in Ewald Arenz' wunderbarem Halbkrimi Das Diamantenmädchen dem deutschen Reich sogar aus der Schuldenmisere helfen, die das Land nach dem Ersten Weltkrieg auch aufgrund der immens hohen Reparationszahlungen in große Schwierigkeiten gestürzt hat. Carl von Schubert, Staatssekretär im Auswärtigen Amt, weiß, dass meisterhaft geschliffene Diamanten sehr viel mehr Geld erlösen, als Rohdiamanten und nutzt seine Bekanntschaft zu Lilli Kornfeld, einer jungen Journalistin der Berliner Illustrirten um Kontakt zu einem der besten Diamantenschleifer aufzunehmen: Paul van der Laan. Van der Laan ist Lillis Freund aus Kindertagen, Nachbar und erste große Liebe. Zusammen mit Lillis älterem Brüder Wilhelm waren die drei ein untrennbares Kleeblatt - so lange bis der Erste Weltkrieg und seine furchtbaren Auswirkungen das Kleeblatt auseinander reißt ... Wo Diamanten im Spiel sind, fließt meist auch Blut - auch im Berlin der anfänglichen 1920er Jahre ist das der Lauf der Dinge. Ein Schwarzer wird ermordet aufgefunden. Auf dem Balkon des Theaters am Nollendorfplatz finden die zuständigen Kommissare Schambacher und Togotzes an der Leiche einen kleinen grünen Splitter eines Diamanten, der sie verschiedene Spuren verfolgen lässt ... Ewald Arenz' Das Diamantenmädchen vereint wieder einmal die großen Stärken des Autors: eine wunderbar poetische Sprache, Einfallsreichtum, absolut gewissenhafte Recherche, Einzigartigkeit, ein unfehlbares Gespür für Dialoge und die wunderbare Ausarbeitung der dadurch entstehenden Atmosphäre. Als Krimi angelegt zeigt der Roman allerdings weit mehr. Er entführt den Leser in ein genau geschildertes Berlin vor und nach dem ersten Weltkrieg und zeigt damit die Veränderungen der Stadt und vor allem der Menschen, die dort leben. Auswirkungen, die niemand, allen voran die vielen jungen Männer, die sich zuhauf freiwillig gemeldet hatten, um ins Feld zu ziehen, auch nur ansatzweise erahnen konnte. Der Mord an einem Schwarzen, einem früheren Askari, bildet nur den Hintergrund für diese sehr einfühlsam geschilderte Geschichte - für hart gesottene Krimifans mag das nichts sein, für Leser, die gerne etwas mehr Inhalt als nur Mord und Totschlag geboten bekommen, allerdings genau das Richtige. Das Diamantenmädchen funkelt und strahlt noch lange nachdem die letzte Seite des in einem äußerst eleganten Crèmeton eingeschlagenen und mit einem passenden Cover versehenen Regaljuwels zugeklappt wurde. Nun blitzt es in einer Reihe mit den anderen Regaljuwelen des Autors um die Wette.

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    • 3
    Bri

    Bri

    29. November 2011 um 15:23
  • Rezension zu "Das Diamantenmädchen" von Ewald Arenz

    Das Diamantenmädchen
    aba

    aba

    Rohdiamanten, eine zwiespältige Liebe… und ein Mord Berlin in den verrückten 20er Jahren. Das Leben pulsiert. Es sind die Goldenen Zwanziger. Alle versuchen, den Krieg und dessen Folgen zu vergessen. Soziale und kulturelle Gegensätze prägen das Stadtbild. Modern sein ist angesagt. Und mit modernen Methoden ermittelt die Berliner Kriminalpolizei in einem seltsamen Fall: Ein schwarzer Mann wird ermordet. Bei der Leiche entdeckt der gescheite Kommissar Schambacher einen Rohdiamanten. Wer war dieser Mann? Wurde er wegen diesem Diamanten ermordet? Der Fall wird immer komplizierter und mysteriöser. Endlich führt eine „heiße Spur“ zu Lilli Kornfeld, einer jungen Journalistin und zu Paul van der Laan, ihrem Freund aus Kindheits- und Jugendzeiten… und… auch Diamantenschleifer… Mit „Das Diamantenmädchen“ ist Ewald Arenz ein wunderschöner und zugleich spannender Roman im Stil der 20er Jahre gelungen. Sehr gekonnt beschreibt er die faszinierende und bezaubernde Atmosphäre Berlins in seiner kurzen Blütezeit nach dem Ersten Weltkrieg, und versetzt so den Leser in diese magische Zeit. Beim Lesen stellt man fest, dass Ewald Arenz für diesen Roman sehr gut recherchiert hat. Die Sprache, die für die damalige Zeit gebräuchlichen Begriffe, die er so selbstverständlich anwendet, die Szenarien, und die detaillierte Schilderung von Alltagssituationen machen aus dem Leser ein Zeitreisender, der genau mitten in das turbulente Berlin der Salons, Nightclubs, der eleganten Damen mit schwingenden Röcken landet und nicht aus diesem Traum geweckt werden will. Und mittendrin die Charaktere. Jeder von ihnen überzeugt mit Eigenschaften, die man bei real lebenden Menschen entdecken könnte. Sie haben Stärken und Schwächen, sie machen Fehler und manche können einem mit ihren Geschichten und Schicksalen unter die Haut gehen… man kann nicht gleichgültig bleiben. Und so gerät der Mordfall zuweilen angenehmen im Hintergrund und bildet einen ungewöhnlichen Rahmen für eine liebliche, dennoch komplexe Liebesgeschichte. Als „Nebenwirkung“ der Lektüre von „Das Diamantenmädchen“ bekommt man eine Lektion in Geschichte und Politik, außerdem lernt man viel über Eigenschaften, Fundorte und Bearbeitung von Diamanten. Sehr gut in der Handlung sind Anekdoten und Märchen rund um berühmte Diamanten eingebaut, bei denen man unter anderem erfährt, dass Diamanten nicht immer „die besten Freunde einer Frau“ sind. Ich habe mich nie für Diamanten interessiert. Dieses Buch hat es aber geschafft, meine Neugier in diese Richtung zu erwecken. Andererseits hat mich Berlin immer sehr interessiert. Bei meinem nächsten Berlin-Besuch werde ich dieses Buch in der Hand halten und als meinen ganz speziellen Stadtführer benutzen. Das habe ich mir fest vorgenommen. „Das Diamantenmädchen“ ist ein wunderbarer Roman über Diamanten und über eine Liebe mit Hindernissen… ein wunderbares Buch, in dem aber auch ein Mord vorkommt.

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    • 2
  • Rezension zu "Das Diamantenmädchen" von Ewald Arenz

    Das Diamantenmädchen
    sonjastevens

    sonjastevens

    23. November 2011 um 23:55

    Was für ein schönes Buch!!! Ewald Arenz entführt den Leser in „Das Diamantenmädchen“ ins Berlin der 20er Jahre - und wenn ich schreibe ‚entführt’ dann meine ich es auch so, denn es ist wirklich so, als ob man in das Buch und in die Zeit hineingezogen wird. Die ganze Atmosphäre, die Menschen, die Probleme - an alles ist gedacht. Meiner Meinung nach ist das Buch vielleicht auch etwas schwer in ein Genre hineinzupressen - selbst ist es als Roman betitelt, aber man könnte auch sagen historischer Roman, denn wie die Zeit dargestellt ist…. aber das sagte ich ja schon. Dann könnte man das Buch aber auch als Krimi bezeichnen, denn die Kommissare Dr. Schambacher und Togotzes müssen an einem Mord an einem Farbigen ermitteln - das besondere hier dran ist, dass neben der Leiche ein Rohdiamant liegt. Auch hat das Buch etwas von einem Liebesroman, denn die Protagonistin Lili Kornfeld scheint hin und her gerissen zu sein zwischen zwei Männern. Ob sie zum Schluss ihr Glück findet in einer Welt voller Diamanten? Paul van der Laan - Lilis Kindheits- und Jugendfreund ist Diamantenschleifer, obwohl er seit dem er aus dem Krieg zurückgekommen ist, eigentlich nicht mehr arbeitet. Bis eines Tages Lili ihn anspricht, dass die deutsche Regierung Hilfe bräuchte, denn sie hätte einige Rohdiamanten die zu Geld gemacht werden sollen - natürlich an den Reparationsabgaben vorbei. Lili selbst entscheidet sich eine Reihe über Diamanten für ihre Zeitschrift zu schreiben und so fügen sich auf einmal alle Wege zusammen. Was hat der Tote mit dem Diamanten wohl mit den anderen Rohdiamanten zu tun. Die Polizei glaubt auf einer heißen Fährte zu sein… Das besondere an dem Buch sind auch die verschiedenen Erzählperspektiven und wie sich diese verschiedenen Bausteine später ineinander fügen. Ein weiteres Highlight ist, dass zwischen der Erzählung im Jetzt auch immer wieder Flashbacks aus der Vergangenheit eingefügt werden - so dass der Leser auch alle Situationen verstehen und auch nachvollziehen kann. Der Schreibstil ist ebenfalls wunderschön. Ich kann das Buch einfach nur in den höchsten Tönen loben, es ist ein Buch, welches man von vorne bis hinten einfach nur genießen kann. Wunderbar! 5 Sterne!!!

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  • Rezension zu "Das Diamantenmädchen" von Ewald Arenz

    Das Diamantenmädchen
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    23. November 2011 um 21:22

    Wunderschöne historische Kriminalliteratur * Es war der erste geschliffene Diamant ihres Lebens, und sie sah ihn im Juninachmittags in der wunderbaren Unendlichkeit eines Kindheitssommers. Sie sah die bunten Schatten, die der Diamant auf ihre Handfläche warf: blau wie der weite Himmel dieses Tages. Leuchtend rot wie vor einer Woche, als sie sich zwei Klatschmohnblätter auf die Augen gelegt und durch sie in die Sonne gesehen hatte." * Staatssekretär von Schubert fängt Lilli Kornfeld bei einem Staatsbesuch von Emir Faisal ab um mit ihr ins Gespräch zu kommen. Sie soll einen Kontakt zwischen von Schubert und ihrem Kindheitsfreund Paul an der Laan, einem Diamantschleifer, herstellen. Um Geld an den Alliierten vorbeizuschleusen sollen Rohdiamanten geschliffen und verkauft werden... * Ewald Arenz hat ein literarisches Sahnestück mit seinem Roman "Das Diamantenmädchen" geschaffen - eine Mischung aus historischem und Kriminalroman, sowie Familiendrama und zarte Liebesgeschichte. * Arenz Schreibstil ist einfach nur wunderschön - ich kann es nicht anders beschreiben, als dass man sich Zeit für dieses Buch nehmen muss, jedes einzelne Wort und jede einzelne Zeile gilt es zu entdecken und zu genießen. Wunderschön und detailliert beschreibt Herr Arenz uns, wie sich das Licht in Diamanten bricht, ich hatte dieses wunderbare Farbenspiel teilweise vor Augen. "Das Diamantenmädchen" erzählt eine blutige Geschichte - blutig wie oftmals die Geschichte der bekanntesten Diamanten der Welt, blutig wie ein Mord und blutig wie der erste Weltkrieg, der noch nicht allzulang vorbei ist, und der zweite, der nicht mehr allzulange auf sich warten lassen wird. * Die Kriminalgeschichte ist in diesem Roman aber eher nebensächlich, obwohl sich durch diesen Mord Kommissar Schambacher und Lilli Kornfeld kennenlernen, zwei Menschen die sich zueinander hingezogen fühlen und aus zwei Handlungssträngen einen flechten. Für mich steht eigentlich die Familien- und Liebesgeschichte im Vordergrund. Lilli und Paul kennen sich von Kindesbeinen an, denn Paul und Wilhelm, Lillis Bruder, waren ihr Leben lang beste Freunde, bis sie an der Front voneinander getrennt wurden und Paul alleine heimkehrte. Viele Rückblenden lassen uns an der fröhlichen und unbeschwerten Kindheit der Drei teilhaben. Sie helfen uns Lillis Gefühle nachzuvollziehen und lassen sie auch viel authentischer auf den Leser wirken. Eine wunderschöne, tragische Geschichte, die uns leider auch aufzeigt, was der Krieg aus den Menschen gemacht hat, das niemals mehr alles so sein wird wie zuvor... Mehr möchte ich euch auch gar nicht erzählen, dieses Buch ist etwas das ihr selbst erleben, spüren und genießen müsst! * Ein wunderschönes Stück Literatur, das Freunden von historischen Kriminalromanen eine wundervolle Lesezeit bereiten wird - aber auch alle anderen Liebhaber schöner Worte sollten sich dieses Buch nicht durch die Lappen gehen lassen!

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  • Rezension zu "Das Diamantenmädchen" von Ewald Arenz

    Das Diamantenmädchen
    Arwen10

    Arwen10

    Berlin in den zwanziger Jahren. Der Erste Weltkrieg ist noch nicht lange vorbei und der schwarze Freitag wirft seine Schatten vorraus. In nicht allzuweiter Ferne wartet der Zweite Weltkrieg, aber das wissen die Menschen da noch nicht. Der Diamantenschleifer Paul van der Laan erhält von der Regierung einen geheimen Auftrag, er soll Rohdiamanten schleifen. Zu der Zeit passiert ein Mord an einem Schwarzen. Neben der Leiche wird ein Rohdiamant gefunden. Kommissar Schambacher und sein Kollege Togotzes nehmen die Ermittlungen auf und stoßen bald auf Lilli Kornfeld und ihre Verbindung zu Paul van der Laan. Ist er der gesuchte Mörder ? Dies ist mein erstes Buch von Ewald Arenz, aber bestimmt nicht mein letztes. Der Autor hat einen unbeschreiblich schönen Schreibstil, so daß man nicht anders kann, als das Buch zu genießen. Dabei wird die Atmosphäre der zwanziger Jahre ausgebreitet und man fühlt sich in längst vergangene Zeiten zurückversetzt. Interessant auch der Einblick in die Polizeiarbeit von damalds, die sich oft mit einfachen Mitteln begnügen musste. Was steht uns heute dagegen zur Verfügung ? Dieses Buch ist nicht nur ein Krimi, sondern auch eine Liebesgeschichte und eine Geschichte davon, was der Krieg mit den Menschen macht. Was wir heute wissen, damals hat es nicht gereicht, einen neuen Krieg zu verhindern. Allein die Einblicke , die der Autor uns gibt, reichen aus, um zu zeigen, was für ein Wahnsinn Krieg ist. Bei jedem Krieg gibt es nur Verlierer, denn auch die Gewinner haben alles verloren, bis auf ihr Leben. Und dieses wird auch nicht mehr sein wie vorher. Aus heutiger Sicht sind unsere Großeltern und Eltern nur zu bewundern, dass sie diese schweren Zeiten überlebt und alles wieder neu aufgebaut haben. Aber Wunden sind geblieben, teilweise tiefe Wunden. Das Diamantenmädchen ist ein Buch, das wunderbar unterhält, aber auch nachdenklich macht. Ein Buch, das ruhig dahinfließt, aber auch sehr spannend sein kann. Kurz gesagt ein wunderbares Buch !

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    • 2
    aba

    aba

    18. November 2011 um 09:45
  • Rezension zu "Das Diamantenmädchen" von Ewald Arenz

    Das Diamantenmädchen
    Queenelyza

    Queenelyza

    10. November 2011 um 14:43

    " Das Diamantenmädchen" nimmt uns mit auf eine Reise ins Berlin der goldenen zwanziger Jahre. Wir treffen auf Paul, einen Diamantenschleifer, der für die Reichsregierung einen geheimen Auftrag ausführen soll. Und wir begegnen dem Diamantenmädchen Lilli, einer Jugendfreundin von Paul. Für die damalige Zeit ist Lilli eine sehr moderne, weil fast furchtlose junge Frau. Sie behauptet sich im Verlagswesen, denkt unkonventionell und ist dabei immer ganz sie selbst. Manchmal vermisst sie ihren Bruder Wilhelm, der aus dem Krieg nicht wiedergekommen ist, und auch Paul scheint ihr seltsamerweise irgendwie entglitten zu sein. Von der Leichtigkeit der Jugendzeit ist nichts mehr zu spüren. Dann geschieht ein Mord, ein "Neger" wird tot aufgefunden, und Lilli läuft immer wieder dem "Mann ohne Gesicht" über den Weg. Hängen diese beiden Ereignisse zusammen? Wer ist dieser geheimnisvolle Fremde und - was hat der Mord mit den einzelnen Personen zu tun? Bühne frei für die beiden Ermittler Schambacher und Togotzes, die nun ihrerseits sehr gelungene Rollen ausfüllen. Auch wenn es sich so anhört, ist "Das Diamantenmädchen" alles andere als ein Kriminalroman. Er ist ein Stimmungsbild, ein Panoptikum eines früheren Berlins, in einer Zeit, als die Republik nach dem ersten Weltkrieg hungrig war - hungrig auf Leben, hungrig auf Kultur, Nachtleben, auf Exzesse und Melancholie. Die einzelnen Figuren sind alle glaubhaft und stimmig ausgearbeitet, die wunderbare Sprache von Ewald Arenz macht das Lesen zu einem wahren Genuss. Gekonnt mischt er die Sprache des Berliner Milieus mit farbenprächtigen Schilderungen der Schauplätze, nichts bleibt grau und konturlos - unter seiner Feder erwacht jeder Mensch, jeder Ort zum Leben. Das ist echte und gute Schriftstellerei, Genuss für die Sinne. Auch die Auflösung des Kriminalfalles ist in diese Geschichte wunderbar integriert und auch absolut logisch und stimmig ausgeführt. Kein Faden bleibt hier lose. Auch wenn für mich schon früh absehbar war, welche Wendung oder welches Ende die Geschichte nehmen würde, war dies für mich kein Manko des Buches, da der Kriminalfall nicht die Hauptstory des Buches darstellte. Viel interessanter waren für mich persönlich die vielen Erinnerungen von Lilli und Paul an ihre Kindheit, die ungezwungenen Spiele zu dritt, die Streiche und Erlebnisse, die diese drei Kinder einst zusammengeschweisst haben. Und es war ein Genuss, Lilli zu beobachten, wie sie im Berlin der zwanziger Jahre ihr Leben gestaltet, ihre Rolle zu finden versucht. Mal wie ein kleines Mädchen, mal wie eine Femme Fatale wandert sie durch die Welt und wirkt in jeder Phase authentisch und lebenssprühend. Selten findet man so plastisch gezeichnete Charaktere in einem derartigen "Juwel", ja, Diamanten von Roman! Gerne hätte ich 4,5 Sterne gegeben, aber das geht hier nun mal nicht. So gibt es für diesen Roman supergute 4 Sterne - einfach aus dem Grund, weil ich für das nächste Buch von Ewald Arenz noch ein wenig Luft nach oben lassen möchte. Ich bin gespannt, was dieser vielseitige und überaus sympathische Autor sich als nächstes einfallen lässt!

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  • Rezension zu "Das Diamantenmädchen" von Ewald Arenz

    Das Diamantenmädchen
    Charlousie

    Charlousie

    06. November 2011 um 22:58

    Der Mann ohne Gesicht. Lilli hatte schon Kriegsversehrte auf den Straßen gesehen, aber dieser Mann war grauenhaft entstellt. Sie hatte ihn zuerst nur im Profil gesehen, und es war, als hätte man aus dem Gesicht etwas wegradiert; auf entsetzliche Weise hatte an dem Profil etwas nicht gestimmt. Dort, wo die Nase hätte sein sollen, war gar nichts. Es sah aus, als hätte man ein Gesicht nach innen gestülpt. Und als er sie angesehen hatte, da war sie vor Entsetzen gestolpert. Man hatte dem Mann die Nase weggeschossen und dort, zwischen Mund und Augen war nur ein Loch, umgeben von rotem, halb verheiltem Fleisch [...] Und dann war der Mann auf sie zugekommen, hatte angefangen zu grinsen, mit diesen Lippen, die so entsetzlich falsch aussahen, weil sie aus irgendeinem anderen Fleisch seines Körpers hinoperiert worden waren [...] S. 112-113 Inhalt: Lilli hat im Krieg viel verloren. Ihren Bruder Wilhelm und den besten Freund ihres Bruders: Paul, den sie geliebt hat. Obwohl Paul nicht tot ist, haben sie sich scheinbar nichts mehr zu sagen. Doch dann tritt der Staatssekretär Von Schubert verdeckt an sie heran und bittet Lilli, Paul für einen geheimen Auftrag zu gewinnen. Denn Paul ist Diamantenschleifer und Deutschland ertrinkt in den Schulden der Reparationsleistungen. Als die Leiche eines Schwarzen gefunden wird, ist das erst der Anfang, der mit dem wertvollsten aller Edelsteine zusammenhängt. Der Anfang, der auf ein katastrophales und grausam enthüllendes Ende zusteuert, während sich die Kreise immer enger und enger ziehen. Dabei stellt sich heraus, dass nicht alles schön ist, was glänzt, funkelt und wertvoll erscheint... Meine Meinung: Wie üblich hat Ewald Arenz so seine ganz besondere Art einzelne Wörter zu Sätzen zu verbinden, diese Sätze zu Kapiteln und wundersamen Geschichten zusammenzufügen, welche wiederum ein wunderschönes Buch formen. Wie er das vollbringt, weiß ich nicht, doch am Ende zählt das Resultat und wie bei seinen bisherigen Romanen, die ich las, konnte es mich mal wieder komplett faszinieren. Der Autor hat mir das Berlin der 20er Jahre im 20. Jahrhundert nahegebracht, die Stimmung authentisch eingefangen und verwoben mit spannenden, manchmal elektrisierenden oder auch mal normalen Erlebnissen und Begebenheiten mein Leserherz angefacht. Während ich „Das Diamantenmädchen“ las, wurde mir bewusst, wie wenig ich genau genommen über diese Zeit weiß. Die politischen Ereignisse haben wir in der Schule durchgenommen, doch was das für einzelne Schicksale bedeutet, ist etwas Anderes. Manchmal war „Das Diamantenmädchen“ deswegen für mich wie ein Rausch. Ich las und las und las und war so voller Freude, was dieser Autor mit seinen bloßen Worten ausdrückte und in welche Stimmungen er mich dadurch versetzen konnte. „Das Diamantenmädchen“ zeichnet sich durch viel mehr als eine bloße Kriminalgeschichte aus. Im Mittelpunkt stehen vier Individuen, die durch die Geschehnisse und Schrecken des Krieges entweder direkt oder indirekt gezeichnet sind. Die Gedanken und Taten dieser Figuren ziehen kleine und große Wellen nach sich und am Ende sind sie unabänderlich miteinander verbunden. Doch immer wieder kehrt alles zu den Diamanten zurück. Den Diamanten, die verschwunden sind, dem Diamant, der bei einem Toten gefunden wurde und den Diamanten, um die sich historische Geschichten und Flüche ranken. Es ist unmöglich die Brillanz solch eines Romanes wiederzugeben, denn solch einen funkelnden Schatz muss von selbst entdeckt oder zumindest gesehen haben. Die fundierte Recherchearbeit des Autors zu historischen Zusammenhängen und sein Einfühlungsvermögen für andere Menschen, habe ich beim Lesen gespürt und ich bin mir sicher, dass auch dies zu dieser Glorie des „Diamantenmädchens“ mit beiträgt. Ein packender Roman, der viel vermittelt, seine witzigen Momente aufbringt und dann doch wieder auf einer Woge der fesselnden Spannung und schockierenden Enthüllungen reitet. Mein Fazit: Brillierend, fesselnd, dicht und einmalig zu lesen. „Das Diamantenmädchen“ kann ich uneingeschränkt weiterempfehlen, denn selbst ich, die normalerweise niemals freiwillig einen Krimi liest, konnte bedingungslosen Gefallen an Ewald Arenz Werk finden. Allerdings ist dies nicht mein Lieblingswerk des Autors, was wohl letztlich doch am Genre liegt. Dem Lesevergnügen tat das zwar keinen Abbruch, doch von Schokolade und Tee habe ich einfach lieber gelesen.

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  • Rezension zu "Das Diamantenmädchen" von Ewald Arenz

    Das Diamantenmädchen
    Heane

    Heane

    05. November 2011 um 10:49

    Berlin in den zwanziger Jahren – Um Reparationsforderungen der Alliierten zu umgehen, erhält der Diamantenschleifer Paul van der Laan von der deutschen Reichsregierung den Geheimauftrag, eine Reihe kostbarer Rohdiamanten für den verdeckten Verkauf zu schleifen. Zur gleichen Zeit wird ein ermordeter Schwarzer auf dem Balkon des Theaters am Nollendorfplatz gefunden – neben seiner Leiche liegt ein Rohdiamant. Die Kommissare Schambacher und Togotzes nehmen die Ermittlungen auf und stoßen schon bald auf das Diamantenmädchen... Lili Kornfeld stellt den Kontakt zwischen Paul van der Laan und dem Staatssekretär, von Schubert her. In welchen Sumpf der Intrige sie sich damit begibt, ahnt sie noch nicht. Paul ist ein alter Freund, eine Kindheitserinnerung. Lili, ihr Bruder Wilhelm und Paul verbrachten als Kinder beinahe jede freie Minute zusammen. Lili setzte immer alles daran bei den Jungenspielen dabei sein zu dürfen und irgendwie schaffte sie beinahe jedes Mal mit den beiden Jungen Abenteuer zu bestehen. Über die Jahre wurde das Band der drei immer enger und vor allem Paul und Lili kamen sich näher. Bis zum Ausbruch des ersten Weltkrieges, Paul und Wilhelm - beste Freunde – melden sich gemeinsam an die Front. Sie stürzen sich in einen Krieg den nicht nur Deutschland sondern auch sie selbst mit einem hohen Preis bezahlen werden. Erst Jahre später sollen sich Paul und Lili wieder näherkommen, vor dem Hintergrund des Diamantenschleifens. Das Buch spielt sich in mehreren Zeitsträngen ab, zum einen geht es in der Gegenwart um den Mord an einem Schwarzen und seine Verbindung zu Paul van der Laan und damit auch zu Lili Kornfeld. Zum anderen wird Lili’s Kindheit und Jugend in zahlreichen Rückblenden erzählt und damit ebenso Pauls’ Geschichte und schließlich auch das tragische Schicksal von Wilhelm Kornfeld. Relativ einfach gelingt der Einstieg in das Berlin der 20er Jahre. Durch einfache Kniffe wie die Verwendung der damals geläufigen Sprache, die Darstellung von Sekretärinnen oder Telefonistinnen oder die Beschreibung der gängigen Mode, ist der/die Leser/in schnell ganz gefangen in dieser Vergangenheit. Der Mordfall stellt nicht das zentrale Element dar, vielmehr geht es um die Beziehungen der ProtagonistInnen untereinander und ihrem Umgang mit dem ersten Weltkrieg den sie alle aktiv erlebt haben und der ihnen allen einen hohen Preis abverlangte. Ein studierter Jurist – Schambacher - landet in einer Kriminalabteilung, privat gefangen in einer scheinbaren tristen Ehe, doch noch voller Leben und Leidenschaft, getrieben von dem Verlangen nach persönlicher Entfaltung und nicht zuletzt dem Wunsch, Berlin sicherer zu machen. Lili Kornfeld, profitiert von den Umwälzungen der neuen Zeit, für sie ist es möglich einen Beruf auszuüben, alleine in einer Wohnung zu leben und frei von dem Knebel einer frühen Ehe ihr Leben zu genießen. Paul van der Laan kommt aus dem Krieg, gebeugt unter der Last seinen besten Freund im Stich gelassen zu haben, ihm scheint das Leben leer – bis er Lili wieder trifft. Persönlich hat das Buch für mich erst nach den ersten 50 Seiten Fahrt aufgenommen. Zwar war ich schnell vertraut mit der dargestellten Zwischenkriegszeit, doch war mir zu Beginn nicht ganz klar wohin die Geschichte eigentlich wollte. Aber das Weiterlesen hat sich auf jeden Fall gelohnt. Die Verstrickung der Beziehungen der Personen hat mich im Laufe des Buchs fasziniert und ich habe nicht nur einmal im Weiterlesen inne gehalten um eine eigene Theorie aufzustellen, wie die Geschichte weitergeht. Während des ganzen Buches hatte ich 4 oder 5 mögliche Ausgänge im Kopf, die ich immer wieder abwandeln musste und trotzdem wurde ich am Schluss nicht enttäuscht. Naja gut, ich hätte mir ein anderes Ende gewünscht aber das geschriebene Ende war für mich auch plausibel und gut erzählt. Ein tolles Buch – das sich schnell liest und in seinen Bann zu ziehen vermag.

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  • Rezension zu "Das Diamantenmädchen" von Ewald Arenz

    Das Diamantenmädchen
    Leela

    Leela

    05. November 2011 um 03:19

    Deutschland nach dem 1. Weltkrieg: Da das Land durch fortwährende Reparationszahlungen ruiniert zu werden droht, will der Staatssekretär von Schubert Rohdiamanten schleifen lassen, die ohne Wissen der Alliierten verkauft werden sollen. Zeitgleich wird ein Mann ermordet, der einen Rohdiamanten bei sich trägt und der Verdacht fällt auf Paul, den vom Staatssekretären beauftragten Diamantenschleifer und die Jugendliebe der Journalistin Lilli. Aber ist die Lösung des Falles wirklich so einfach? Mir gefiel das Buch insgesamt gut, denn es zeichnet ein stimmiges Bild vom Deutschland nach dem ersten Weltkrieg, aber - in Rückblicken - auch während des Krieges. Diese Zeit wird sehr atmosphärisch und überzeugend beschrieben und auch die Charaktere sind gelungen und glaubhaft. Zudem schafft es der Autor, ein wenig Wissen zum Titelgegenstand seines Buches - den Diamanten, interessant zu vermitteln. Da Arenz' Schilderungen sehr detailreich sind, kommt es in der ersten Hälfte des Buches jedoch zu ein paar Längen, die sich jedoch auflösen, sobald der Kriminalfall ein wenig ins Rollen kommt. Diesen Kriminalfall empfand ich - verglichen mit den sonstigen Stärken des Buches - übrigens als etwas schwächer. Er ist zwar interessant und es macht Spaß, die Ermittlungen der beiden, etwas kauzigen Polizisten mitzuverfolgen, es wird jedoch auch sehr schnell klar, wie der Fall zu lösen ist. Für mich bedeutete der Fall jedenfalls kein großes Mysterium und das Ende entsprechend keine Überraschung. "Das Diamantenmädchen" mag kein weltbewegender Krimi sein, ist dafür aber eine atmosphärische Erzählung aus dem Berlin nach dem Weltkrieg, gewürzt mit überzeugenden Charakteren und einer kleinen, nicht zu aufdringlichen Liebesgeschichte.

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  • Rezension zu "Das Diamantenmädchen" von Ewald Arenz

    Das Diamantenmädchen
    moorlicht

    moorlicht

    Das Diamantenmädchen ist mein zweites Buch aus dem Genre 'Kriminalroman' und wieder konnte ich feststellen, dass es bei Büchern aus dieser Rubrik keineswegs nur um 'stupides Jagen des Opfers' gehen muss. Schon das Titelbild stimmt in der Motivauswahl und dem matten Fotodruck auf die Ära der 20er Jahre des letzten Jahrhunderts ein. Ein Eindruck, der sich durch die aufmerksame Wahl bei der Schreibweise der Worte noch verstärkt - als Beispiel das Telephon. Die Geschichte nimmt ihren Anfang mit einem Interview, bei dem auch die Reporterin Lilli Kornfeld anwesend ist, einem Auftrag unter der Hand 'schwarze' Diamanten zu schleifen und dem Auffinden eines ermordeten Schwarzen auf dem Balkon eines renommierten Hotels am Nollendorfer Platz. Bis dahin scheint es sich noch um ein in der Großstadt Berlin recht 'alltägliches' Verbrechen zu handeln und erst langsam fördern die beiden Komissare Schambacher und Togotzes die Zusammenhänge und auch die Verwicklungen um den Diamantenschleifer Paul van der Laan zu Tage. Für mich ist es das erste Buch von Ewald Arenz und ich bin besonders angetan von der spürbar ausführlichen Recherche, die der Autor über das Berlin der 20er Jahre betrieben hat. Es wird neben der hauptsächlichen Geschichte rund um den Mord und die Diamantenaffäre auch viel interessantes Wissen über die Entwicklungen der Technologie und der Kriminalwissenschaft vermittelt, die eben auch in dieser Zeit ihre ersten Anfänge genommen hat. Das und auch die greifbare Mentalität jener Zeit so kurz nach dem 1. Weltkrieg geben einem beim Lesen das ganz eigene Gefühl von Lebendigkeit der Geschehnisse. Nicht selten hat man geradezu das Gefühl mit bei den Gesprächen am Tisch zu sitzen und Neues von dem Erzählenden zu erfahren. Auch über die Rückblicke in die Jugend von Paul, Lilli und ihrem Bruder Wilhelm werden einem gerade diese Drei mit der Zeit immer vertrauter. Zweifellos ist der eigentliche Mord sehr spannend geschrieben und auch wenn ich schon sehr bald erste Vermutungen über den Hergang angestellt habe, kamen doch gegen Ende der Geschichte wieder Zweifel bei mir auf, ob ich mit meinen Überlegungen nicht völlig daneben gelegen habe. Hier hat mir auch gut gefallen, dass der Mörder nicht einfach nur nach dem so oft verfolgten 'Schwarz-Weiß-Schema' gezeichnet wurde - sondern eben auch nachvollziehbare Handlungsgründe hat, nämlich sich verraten zu fühlen. Was natürlich keine Rechtfertigung für die Tat eines Mordes sein kann, aber eben auch aufzeigt, zu welchen Taten ein Mensch sich getrieben fühlen kann. Gerade dieser Gedanke hat mich beschäftigt. Wäre es zu dem Mord nicht gekommen, wenn der Täter und Lilli sich früher begegnet wären und miteinander gesprochen hätten? Um nur einen meiner Gedanken zu nennen. Mehr würde zuviel über den Hergang der Geschichte erzählen. Mein Fazit ist, dass es eine sehr intensive Erzählung ist - sowohl von den Empfindungen jener Zeit als auch der Zusammenhänge der Handlungsgründe und nicht zuletzt auch der Spannung - und ich auch zum Nachdenken über die Geschehnisse einer Zeit angeregt wurde, die immerhin jetzt schon fast 100 Jahre her ist. Ich könnte mir gut denken, dass beim nächsten Lesen ganz neue Aspekte entdeckt werden.

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    aba

    aba

    31. October 2011 um 20:00
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