Ewald Arenz Ehrlich und Söhne

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Inhaltsangabe zu „Ehrlich und Söhne“ von Ewald Arenz

Bestattungsunternehmer Friedrich Ehrlich hat einen ungewöhnlichen Beruf, aber auch vier ungewöhnliche Kinder. Diese bunt gemischte Familie lässt sich auch vor Krisen wie dem Wiederauftauchen einer 25 Jahre alten Wachsleiche und der Erpressung durch einen Ex-Terroristen nicht erschüttern. Wie der Bestatter seine mittlerweile erwachsenen Söhne und Töchter nach Hause holt, um mit einer sehr unorthodoxen Bestattung auch seine RAF-Vergangenheit zu begraben und wie sich das komplizierte Liebesleben des Ich-Erzählers, Samuel Ehrlich, entwickelt, davon berichtet dieser Familienroman mit viel Geist, Herz und gnadenlosem schwarzen Humor.

Ein wunderschönes Buch, das man unbedingt lesen sollte! Toll!

— Dupsi
Dupsi

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  • Was für eine Familie ....

    Ehrlich und Söhne
    engineerwife

    engineerwife

    18. July 2016 um 11:52

    Ich finde der Klappentext liest sich wie eine Comedy Geschichte, was mich letztendlich lange davon abgehalten hat, dieses Buch in die Hand zu nehmen. Umso positiver überrascht wurde ich dann aber von dem eigentlichen Inhalt des Buches. Mit viel Tiefgang beschreibt Ewald Arenz die Geschichte der Familie Ehrlich, mal in der Gegenwart und mal in den 60er Jahren, als Vater Ehrlich und seine Frau selbst noch junge Eltern waren. Sie passen alle so gar nicht in das Profil eines Bestatters, die Ehrlichs. Samuel und sein Bruder machen als Teilzeitbestatter zwischendurch auch mal ein kleines Autorennen mit den Leichenwagen oder müssen aufpassen, dass der Pfarrer ihr Gekicher bei der Beerdigung nicht mitbekommt. Doch auch Vater und Mutter waren keine Kinder von Traurigkeit. Der Autor schafft es, eine warmherzige Geschichte gespickt mit viel schwarzem Humor zu erzählen. Man würde als Leser fast selbst gerne zur Familie gehören, die Seiten fliegen nur so dahin. Das haben Sie schön gemacht Herr Arenz!  

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  • Eine besondere Familie

    Ehrlich und Söhne
    Sabine17

    Sabine17

    01. March 2014 um 22:17

    Samuel Ehrlich kommt aus einer Bestatterfamilie, in der die Kinder mit dem "Tod aufgewachsen" sind. Das Buch beginnt damit, dass Samuel mit seinem Bruder Johannes die Oma ins Altenheim bringen und dabei gleich die Wohnung ausräumen soll. Doch die beiden finden die Oma tot in der Küche liegend. Und damit startet für Samuel eine turbulente Zeit. Die Oma soll würdig beerdigt werden, doch da taucht plötzlich eine 20 Jahre alte Leiche auf und Samuel, dessen Ehe gerade gewaltig krieselt, trifft seine Jugendliebe wieder. Leider ist dies seine Stieftante. Während der Leser Samuel und seine skurrile Familie in einer turbulenten Zeit begleitet, werden immer im Wechsel wichtige Episoden aus der Vergangenheit erzählt: die Flucht der Oma aus Danzig, die Begegnung mit der RAF auf dem Herrenhof des "Künstler-Onkels", die schwierigen Ehen der Oma, die so wunderbare Mosaike fertigt und die Kinderstreiche von Samuel und seinen Geschwistern. Der Leser kommt nicht umhin, sich im Laufe des Buches in diese chaotische Familie zu verlieben. Manche Episoden grenzen an Slapstick, aber auch ernste Töne werden angeschlagen. Dieses Buch hat mich sehr positiv überrascht.

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  • Lesemarathon vom 3. bis 6. Oktober 2013 - wer macht mit?

    Daniliesing

    Daniliesing

    Hallo ihr Lieben! das LovelyBooks-Team ist derzeit in begeisterter Lesestimmung und da dachten wir uns, dass der Feiertag in der kommenden Woche (3.10., Tag der deutschen Einheit) doch die perfekte Gelegenheit für einen großen Lesemarathon bietet. Vom 03.10. bis zum 06.10.2013 wollen wir so viele Bücher verschlingen, wie wir nur können. Seid ihr dabei? Natürlich wird es auch wieder Fragen und kleine Aufgaben geben, die zwischendurch für eine zusätzliche Auflockerung sorgen. Ansonsten darf hier fleißig über gerade Gelesenes und Bücher generell geplaudert werden. Ich übernehme dabei natürlich keine Verantwortung für eventuell wachsende Wunschzettel und platzende Bücherregale ;-) Also, stellt schon mal das passende Buchfutter und natürlich den Naschkram bereit, denn in der nächsten Woche wird hier "Buchsport" gemacht! Was ist ein Lesemarathon? Beim Lesemarathon versuchen wir eine bestimmte Zeit lang so viel wie möglich zu lesen, ohne dabei den Spaß zu verlieren. Jeder kann in seinem eigenen Tempo und mit dem Buch/den Büchern seiner Wahl teilnehmen. Dazwischen treffen wir uns hier und tauschen uns über Bücher aus, quatschen einfach ein bisschen und, weil wir neugierig sind, was ihr so lest, wird es auch einige Aufgaben geben, die ihr lösen könnt. Wir starten am Donnerstag, dem 03.10. um 0 Uhr und lesen bis zum Sonntag ebenfalls 0 Uhr. Dabei sind Pausen natürlich strengstens erlaubt ;) Es muss also keinesfalls durchgelesen werden. Auch wer nur an einem bestimmten Tag mitmachen kann oder nur ein paar Stunden, der ist hier herzlich willkommen. Denn vor allem geht es doch um den Spaß am gemeinsamen Lesen! Natürlich könnt ihr auch über Twitter (Hashtag #lblm) oder auf euren Blogs eure Lesefortschritte und Aufgaben posten. Und damit uns das Warten auf den Startschuss nicht so lang wird, können wir die Zeit gleich nutzen und schon ein wenig planen. Also: Wisst ihr schon, was ihr lesen werdet? Habt ihr euch ein Leseziel für den aktuellen Marathon gesetzt, z.B. eine Seitenzahl oder eine bestimmte Anzahl von Büchern, die ihr schaffen möchtet? Warum nehmt ihr teil und wart ihr früher schon mal dabei? :) Wer Lust hast, kann ja auch mal seine Bücherregale fotografieren und hier in einem Beitrag anhängen. Ich gucke mir immer sehr gern Bücherregale von anderen an! Dann können wir einen Blick auf die Auswahl werfen. PS: Unter allen Teilnehmern werden wir auch wieder eine kleine Überraschung verlosen :-) **************************************************** 1. Phase: Vorbereitung / Aufwärmung Zur Vorbereitung auf den großen Lesemarathon müssen wir uns natürlich erstmal aufwärmen. Hierfür werde ich vorab ca. alle 2 Tage bereits kleine Fragen oder Aufgaben stellen, die ich hier liste. Wer Lust hat, kann sie einfach beantworten. Welches Buch liest du gerade und wie gefällt es dir? Würdest du noch mehr von diesem Autor lesen? Auf welches Buch seid ihr schon länger neugierig - vielleicht steht es sogar schon im Regal - aber ihr habt es noch immer nicht gelesen? Wieso eigentlich nicht? Welches Buch hat euch so sehr berührt oder begeistert, dass ihr es am liebsten ganz vielen Menschen schenken oder weiterempfehlen möchtet? Was macht dieses Buch für euch besonders? Gibt es einen Autor, von dem ihr euch unbedingt mal wieder ein neues Buch wünschen würdet? Wenn ja, welcher Autor ist es und in welchem Genre sollte er schreiben? 2. Phase: Lesemarathon Es geht los, die heiße Phase beginnt. Seid ihr auch alle gut vorbereitet? Einige haben ja ganz fleißig beim Warm-Up mitgemacht, sodass Ermüdungserscheinungen nicht so schnell auftreten sollten! Auch jetzt wollen wir natürlich nicht nur lesen, sondern auch die ein oder andere Aufgabe erfüllen und Fragen beantworten: Mit welchem Buch startet ihr in den Lesemarathon und wie lange wollt ihr jetzt erstmal lesen? Was braucht ihr - neben dem Lesestoff - noch unbedingt für einen gelungenen Lesemarathon? Gebt einem Teilnehmer hier beim Lesemarathon einen Buchtipp aus seinem SuB (Stapel ungelesener Bücher). Dazu am besten einfach in der Bibliothek nach den ungelesenen Büchern schauen. Natürlich dürft ihr auch mehreren Teilnehmern Tipps geben und es dürfen auch Bücher sein, die ihr selbst noch gern lesen möchtet. Mit welchem Satz beginnt euer aktuelles Buch? Ändert sich eure Lesestimmung eigentlich mit den unterschiedlichen Jahreszeiten oder könnt ihr immer alles lesen? Welche sind eure persönlichen Top-Empfehlungen für Frühling, Sommer, Herbst und / oder Winter? Wie sehr achtet ihr auf Buchcover? Verleitet euch ein schönes Cover dazu, ein Buch eher zur Hand zu nehmen und näher anzuschauen? Welche Cover findet ihr aktuell besonders gelungen? Wie merkt ihr euch, auf welcher Seite ihr in eurem Buch gerade wart? Nehmt ihr ein Lesezeichen oder irgendetwas, was ihr gerade zur Hand habt? Macht ihr Eselsohren oder legt das Buch umgekehrt offen hin? Habt ihr hier schon bei einer oder mehreren Leserunden mitgemacht? Wenn ja, welche hat euch davon am besten gefallen und wieso? Wenn nicht, wieso? :-) Schreibt ihr euch Lieblingszitate aus Büchern raus oder markiert ihr sie? Verratet doch ein Zitat, das euch besonders gut gefällt! Welches Buch, an das ihr hohe Erwartungen hattet, hat euch dann enttäuscht und wieso? Wenn ihr euch für 3 Bücher entscheiden müsstet, die die einzigen wären, die ihr für den Rest eures Lebens besitzen dürftet, welche wären das? Wie oder durch wen seid ihr zum Lesen gekommen? Was fasziniert euch an Büchern? Was können nur sie im Vergleich zu zum Beispiel zu Musik, Filmen, etc.? In welchem Land könntet ihr ideale Leseferien verbringen? Lest ihr gern anderen Menschen vor oder lasst ihr euch gern vorlesen?

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    • 1362
  • "Ehrliche" Bestattungen - Rezension zu "Ehrlich und Söhne" von Ewald Arenz

    Ehrlich und Söhne
    Daphne1962

    Daphne1962

    22. May 2013 um 18:30

    Bestattungen aller Art muss man wohl mal so wörtlich nehmen.Eine Familie, die ein Bestattungsunternehmen hat, ist schon eine ungewöhnliche Familie. Zumal zu den 2 Söhnen noch 2 adoptierte Mädchen aus Asien dazu gekommen sind. Hier muss man aber kein Buch erwarten, welches von traurigen Bestattungen berichtet, sondern hier tauchen schon mal Leichen auf, die man gar nicht mehr auf dem Plan hatte. Leichen, die nicht in das Schema hinein zu passen scheinen. Da muss schon mal improvisiert werden. Oder Umzüge von Oma, die mit dem Leichenwagen organisiert werden. Polizisten, die es schon mal darauf abgesehen haben, weil man mit Leichen die Geschwindigkeit nicht überschreiten muss. Wieso sollten die es noch eilig haben unter die Erde zu kommen? Die Familie Ehrlich hält zusammen, wie Pech und Schwefel und das macht dieses Buch so amüsant zu lesen. Freue mich auf ein weiteres Buch des Autors. Dieses war mein 2. Buch.

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  • Rezension zu "Ehrlich und Söhne" von Ewald Arenz

    Ehrlich und Söhne
    Buecherfreundin

    Buecherfreundin

    21. June 2012 um 21:41

    Samuel Ehrlich und sein Bruder Johannes sind auf dem Weg zu Ihrer Großmutter Margitta. Sie will in ein Heim umziehen und die Beiden sollen ihr bei dem Umzug helfen. Als sie jedoch ankommen ist Ihre Großmutter verstorben. Vater Friedrich ist Bestatter und hat nun die traurige Aufgabe Margitta zu beerdigen. Seine Kinder sind mit seinem Beruf und mit Allem was damit zusammenhängt aufgewachsen. Neben den beiden Brüdern gibt es noch 2 Adoptivschwestern. Dorothee und Katja und natürlich Mutter Gesine. Alle liebten Margitta und so ist es nicht verwunderlich dass viele Leute bei Ihrer Beisetzung erscheinen. Darunter auch Klaus, Gesines Bruder und dessen alter Kumpel Udo. Doch Udo kommt nicht alleine. Im Gepäck hat er eine Leiche und die muss irgendwie verschwinden. Aber wie? ------------------------------------------------ Es ist sicher keine ganz alltägliche Familie der wir hier begegnen. Das bringt es wohl mit sich wenn Tote und die anfallende Bestattung den Alltag bestimmen. Die Geschichte der Familie Ehrlich wird voller Wärme und mit einer guten Portion schwarzem Humor erzählt. Die Figuren wirken echt und stecken voller Leben. So gibt es lustige, aber auch nachdenkliche Begebenheiten. Parallel zu dem aktuellen Geschehen erfährt der Leser in Rückblenden die Geschichte der einzelnen Protagonisten und beim Lesen hatte ich das Gefühl die Freude des Autors an seiner Geschichte zu spüren. Ein durchweg gelungener Roman, der mir viel Vergnügen bereiten hat.

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  • Rezension zu "Ehrlich und Söhne" von Ewald Arenz

    Ehrlich und Söhne
    Tintenelfe

    Tintenelfe

    Die Brüder Samuel und Johannes Ehrlich sind mit dem Bestattungsunternehmen ihres Vaters aufgewachsen und auch wenn sie inzwischen eigenen Interessen nachgehen, springen sie ein, wenn das Familienunternehmen Hilfe braucht. Zunächst einmal geht es da um die Oma, die nun endlich bereit ist, ins Altersheim zu ziehen, aber bei der Ankunft der Enkel leider schon verstorben ist. Gut, dass der Umzug im Leichenwagen stattfinden sollte, nun ist sogar das richtige Fahrzeug schon bereit. Ein Verkehrspolizist staunt also nicht schlecht, als ihm bei der „Kofferraumkontrolle“ eine Leiche im Bett entgegensieht. Und auch sonst geht es in diesem temporeichen, mit schwarzem Humor gespickten Roman, um Bestattungen, Tod und natürlich Leichen, denn auch Familie Ehrlich hat überraschenderweise eine Leiche im Keller. Sie taucht aus der Vergangenheit auf und ist ausgerechnet die einer lang vermissten RAF-Terroristin. Da ist die ganze Familie gefordert. Ewald Arenz legt einen witzigen Roman vor, der mittels Rückblenden die Geschichte einer nicht ganz alltäglichen Familie erzählt. Da ist die Großmutter mit ihren verschiedenen Männern, die Mutter mit dem Tierfimmel, die Tante, die sich in den gleichaltrigen Neffen verliebt und damit noch mal eine besondere Brisanz in den schon ohnehin skurrilen Alltag der Familie bringt. Was nie zu kurz kommt, ist die Wärme, die die Protagonisten füreinander empfinden. Ich denke, das macht auch einen großen Teil meiner Sympathie für das Buch aus. Der Roman ist flüssig geschrieben und lässt sich sehr gut lesen. An manchen Stellen musste ich laut lachen, aber zumindest doch auch immer ein wenig grinsen. Wenn man die witzigen Episoden und Wortwechsel mal beiseite lässt, bleibt dennoch eine interessante Story, die sich von der letzten Kriegsjahren über die 70er Jahre hin bis in unsere Zeit hinzieht. Bei den Zeitwechseln war allerdings nicht immer sofort klar, in welcher Zeit man sich gerade befindet, besonders wenn der Ich-Erzähler Samuel zu Wort kommt. Alles in allem eine nette, leichte Lektüre für Zwischendurch. © Tintenelfe (www.tintenhain.wordpress.de)

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  • Rezension zu "Ehrlich und Söhne" von Ewald Arenz

    Ehrlich und Söhne
    walli007

    walli007

    29. October 2011 um 20:26

    Bestattungen aller Art - aber echt! Endlich hat Samuels und Johannes` Großmutter sich entschlossen, ins Altenheim zu ziehen. Dazu müssen die beiden gestandenen Enkel (Sam, der Denkmalpfleger und Johannes, der Pathologe) mit den beiden Leichenwagen nach Berlin fahren, um die Wohnung ihrer künstlerisch begabten Oma aufzulösen. Dabei hat Sam eine kleine Begegnung im Rahmen einer Geschwindigkeitskontrolle. Gerade in Berlin angekommen, ist die Großmutter leider verstorben. Nun soll sie also zu einer würdigen Beerdigung kommen. Da Samuel und Johannes ihrem Vater schon als Jugendliche geholfen haben, bereiten sie selbst ihre Oma für ihren letzten Weg vor. Und tatsächlich wartet auf dem Heimweg wieder der Polizist aus der Polizeikontrolle. Dem krückt Samuel eine Geschichte auf, weshalb die tote Großmutter im Abendkleid im Bett Kofferraum (nein, nicht Kofferraum, Leichenwagen haben keinen Kofferraum) liegt und die Katze Fräulein Titania schnurrend zu ihren Füßen. Als Samuel dann auch noch erzählt, die Katze würde mit verbrannt werden, ist der Polizist doch fast bereit, das Tierchen zu retten. Und das ist nur der Anfang der Geschichte dieser seltsamen Familie Ehrlich, die mich mehrfach laut auflachen ließ. Natürlich gab es auch ernste Momente, denn bei dem Buch handelt es sich keinesfalls um einen Slapstick. Nein eher führt dieses Buch auf heitere manchmal komische, aber manchmal auch ernste Art durch die jüngere deutsche Geschichte. Es wird hauptsächlich aus der Sicht Samuels berichtet, der auch nicht normaler ist als die anderen Mitglieder seiner Familie. Eigentlich eine Familie von liebenswert Verrückten, die Fremde nur mit Mühen im Familienverbund aufnehmen können. In Rückblenden wird der Leser aufgeklärt, welche Ereignisse dazu geführt haben, dass die Ehrlichs eben sind wie sie sind. Angefangen mit den Kriegszeiten, der Flucht und den auch nicht gerade leichten Nachkriegsjahren, die gerade Mutter und Großmutter geprägt haben. Doch auch die siebziger, an die auch ich mich noch erinnern kann, die Zeiten des Terrorismus, nehmen einen nicht unerheblichen Teil in der Familiengeschichte ein. Doch ist die Story eben nicht bierernst, geschichtsträchtig und schwermütig, sondern humorvoll, witzig ohne jedoch irgendwie ins Blöde abzugleiten, einfach köstlich, ein wahrer Lesegenuss. Man kann gar nicht alle skurrilen Einzelheiten aufzählen, die in ihrer Gesamtheit doch genau dosiert sind und die Erzählung zu ihrem Höhepunkt treiben. Da heißt es einfach selber lesen, lachen, schmunzeln und vielleicht ein paar Tränchen verdrücken, ein wenig in Erinnerungen schwelgen und nach einigen äußerst vergnüglichen Stunden das Buch zuklappen und sich fragen, was uns denn der Autor sonst noch zu bieten hat.

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  • Leserunde zu "Das Diamantenmädchen" von Ewald Arenz

    Das Diamantenmädchen
    Daniliesing

    Daniliesing

    Heute möchten wir euch zu einer Leserunde zu einem besonderen Buch einladen: "Das Diamantenmädchen" von Ewald Arenz. Das Buch ist gerade im ars vivendi Verlag erschienen und überzeugt direkt durch eine tolle Aufmachung. Doch nicht nur äußerlich ist dieses Buch ein Schmuckstück - auch zwischen den Buchdeckeln hat es viel zu bieten: "Um Reparationsforderungen der Alliierten zu umgehen, erhält Diamantenschleifer Paul van der Laan von der deutschen Reichsregierung den Geheimauftrag, eine Reihe kostbarer Rohdiamanten für den verdeckten Verkauf auf dem internationalen Markt zu schleifen. Lilli Kornfeld, Journalistin für die Berliner 'Illlustrirte' und eng verbundene Freundin seit Kindheitstagen, hat den Kontakt vermittelt. Zu gleicher Zeit wird ein ermordeter Schwarzer auf dem Balkon des Hotels am Nollendorfplatz gefunden - neben seiner Leiche liegt ein Rohdiamant. Die Berliner Kommissare Schambacher und Togotzes nehmen die Ermittlungen auf und stoßen schon bald auf das Dienstmädchen..." "Das Diamantenmädchen" ist ein wunderschön geschriebener Roman, der eine außergewöhnliche Geschichte erzählt und zugleich noch durch eine angenehme Spannung überzeugt. Neben der Krimihandlung spielen vor allem Themen wie Liebe und Tod eine große Rolle, weshalb das Buch auch sehr berührt. Wir suchen zusammen mit dem Autor Ewald Arenz und dem ars vivendi Verlag 15 Testleser für "Das Diamantenmädchen", die das Buch gern hier gemeinsam lesen, sich darüber austauschen und abschließend eine Rezension schreiben möchten. Der Autor wird die Leserunde zudem begleiten und steht für Fragen bereit. Beantwortet dafür unter "Bewerbung & Bekanntgabe der Gewinner" bis einschließlich 11.10.2011 folgende Frage: Wenn ihr einen wertvollen Diamant finden würdet, was würdet ihr damit tun bzw. welche Möglichkeiten kämen euch in den Sinn? ************************************************************** Mehr Informationen zum Buch und zum Autor findet ihr auch hier: http://www.ewald-arenz.de/ http://www.arsvivendi.com/ ******************************************* Die Gewinner sind: Arwen10, nirak03, sabatayn76, sonjastevens, Dupsi, Bri, Heane, Büchermona, aba, CharlieL, Leela, Queenelyza, moorlicht, SabrinaK1985, walli007

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  • Rezension zu "Ehrlich und Söhne" von Ewald Arenz

    Ehrlich und Söhne
    ChaosQueen13

    ChaosQueen13

    27. January 2010 um 19:37

    Eine aufregende, temperamentvolle und witzige Familienkomödie um die Familie „Ehrlich & Söhne: Bestattungen aller Art“ Ein geniales Buch mit einer dicken Portion schwarzem Humor. Der Bestatter Friedrich Ehrlich, holt seine längst erwachsenen Kindern nach Hause, da er dringend Hilfe braucht um eine Leiche aus der RAF-Zeit loszuwerden. Angenehme Figuren, messerscharfe, treffende Diskussionen und schräge Begegnungen machen den Roman zum Lesevergnügen. Ich war ein bisschen traurig, als ich das Buch zu Ende gelesen hatte. Ein amüsanter Zeitvertreib - Sehr zu empfehlen!

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  • Rezension zu "Ehrlich und Söhne" von Ewald Arenz

    Ehrlich und Söhne
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    17. December 2009 um 13:33

    Die Familie Ehrlich ist mit ihrem Bestattungsunternehmen schon an sich ungewöhnlich, doch wie Familie eben so ist, kommt dem Leser so einiges dann doch bekannt vor: die zahlreichen Anekdoten können gar nicht alle erfunden sein! Im Wechsel wird die Gegenwart vornehmlich aus der Sicht zweier Brüder und die Vergangenheit, somit die Familiengeschichte der Ehrlichs aus unterschiedlicher Perspektive erzählt. Klingt langweilig? Ist es überhaupt nicht, zumal die Erzählung schnell an Fahrt gewinnt, sehr turbolent zu einer humorvollen Krimi- und Liebesgeschichte wird. Das Lesen macht ungemein Spaß, es war schwierig, das Buch aus der Hand zu legen ; Arenz' gewählte Ausdrucksweise ist ein zusätzliches Vergnügen.

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