Ewald Frie

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Die Geschichte der Welt

Die Geschichte der Welt

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Erschienen am 26.01.2018
Aufruhr - Katastophe - Konkurrenz - Zerfall

Aufruhr - Katastophe - Konkurrenz - Zerfall

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Erschienen am 30.01.2014
Friedrich II.

Friedrich II.

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Erschienen am 01.02.2012
Friedrich II. Rowohlt E-Book Monographie

Friedrich II. Rowohlt E-Book Monographie

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Erschienen am 01.03.2014
Das Schokoladenproblem

Das Schokoladenproblem

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Erschienen am 01.10.2009
Das Deutsche Kaiserreich

Das Deutsche Kaiserreich

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Erschienen am 01.03.2012

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Rezension zu "Die Geschichte der Welt" von Ewald Frie

Eine andere Geschichte der Welt.
Teamvor einem Monat

Inhalt: 1) Raum und Zeit. 2) Afrika. 3) Babylon. 4) Barygaza. 5) Ganges. 6) Chang´an. 7) Byzanz. 8) Shidebaj. 9) Das Moche-Tal. 10) Tenochtitlán und Cuzo. 11) Kilwa. 12) Shahjahanabad. 13) Cap Francais. 14) Amerika! 15) Hokkaido. 16 ) Berlin. 17) Sankt Petersburg. 18) Der Volta-See. 19) Kairo. 20) Die Welt. - Uns gewohnt ist, dass Geschichte aus europäischer Sicht gedeutet wird. Diese eindimensionale Sicht versucht der Autor zu verlassen und  erschließt Epochen, Herrscher, Handelswege anderer Kontinente rückblickend aus europa-ferner Sicht. ***

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Rezension zu "Die Geschichte der Welt" von Ewald Frie

'Trotz der heute einheitlichen Datierung ist die Weltgeschichte eine Geschichte vieler Zeiten.'
sabatayn76vor 9 Monaten

‚Möglicherweise war der Erste Weltkrieg von 1914 bis 1918 das erste weltweit spürbare Ereignis. Möglicherweise hatten erst die Weltwirtschaftskrise 1929 bis 1933 oder der Zweite Weltkrieg, dessen Kernzeit von 1941 bis 1945 war, der aber in unterschiedlichen Teilen der Welt zu unterschiedlichen Zeiten begann und endete, diese einschneidende Kraft. Trotz der heute einheitlichen Datierung ist die Weltgeschichte eine Geschichte vieler Zeiten. Wann sie beginnt, ist Definitionssache.‘ (Seite 43)

Ewald Frie erzählt von der Geschichte der Welt, und anders als in der Schulzeit und in gängigen Geschichtsbüchern kann der Leser mit Frie über den Tellerrand schauen, die eurozentrische Sichtweise hinter sich lassen und Geschichte ganz neu erfahren.

Frie berichtet von Entdeckungsreisen, Zeitrechnung, Zeitmessung, der Entwicklung des Menschen, Bevölkerungsentwicklung, Sprache, Ackerbau, Schrift, Hochkulturen und historischen Ereignissen, die man schon x-mal aus anderer Perspektive betrachtet, sich aber (fast) nie von außen angeschaut hat.

Mir hat die außereuropäische Sichtweise sehr gut gefallen, denn sie bringt frischen Wind in die Geschichte der Welt, und sie ist zudem wichtig, denn viel zu lange wurde die westliche Welt als die einzig wahre und bedeutsame Welt angesehen.

Anhand ausgewählter historischer Begebenheiten gibt Frie authentische Einblicke in das Leben zu bestimmten Zeiten und an bestimmten Orten. Durch die vielen Details, die fast nebenbei in seine Schilderungen einfließen, macht er jede einzelne Epoche hautnah erlebbar und vermittelt so Wissen auf fast spielerische Weise.

Zudem erklärt Frie Zusammenhänge und Aspekte, die eigentlich auf der Hand liegen, über die ich mir persönlich aber bisher noch keinerlei Gedanken gemacht habe.

Ich habe an dem Buch, in dem sich zudem schöne und anschauliche Illustrationen von Sophia Martineck finden, eine gefühlte Ewigkeit gelesen. Dies lag keinesfalls daran, dass das Buch langatmig, schwerfällig oder unspannend war, sondern schlicht und ergreifend an der Tatsache, dass der Inhalt so extrem komprimiert ist und auf jeder Seite so viele Wissen gebündelt ist, dass man sich beim Lesen Zeit lassen muss.

‚Die Geschichte der Welt‘ ist ein ganz und gar wunderbares und essentiell wichtiges Buch!

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M

Rezension zu "Die Geschichte der Welt" von Ewald Frie

Nicht umfassend kleinteilig, aber ein wunderbarer Überblick gerade für Heranwachsende
michael_lehmann-papevor einem Jahr

Nicht umfassend kleinteilig, aber ein wunderbarer Überblick gerade für Heranwachsende

Die Informationsflut ist unübersichtlich. Noch unübersichtlicher sind die vielfachen historischen Deutungen, die je nach eigenem Standpunkt inzwischen weitreichende, persönliche Färbungen erhalten. Bis dahin, dass „nicht gefallende“ oder für die eigenen Argumente nicht passende „Fakten“ gedehnt, verändert, weggelassen werden.

Woher nun aber all das kommt, was heute die Zivilisation ausmacht, dass Vieles gar nicht so neu, sondern vor langer Zeit bereits erdacht, umgesetzt wurde, dass Aufgang und Niedergang ganzer Imperien zur Geschichte dazugehören und was es da alles gab, das bringt Ewald Frie in hoch lesbarer, unterhaltsamer und historisch fundiertem Hintergrund dem Leser nahe. Jedem Leser, auch wenn Aufmachung, Sprache und Form des Werkes sich eher an Jugendliche richten.

„Vom Faustkeil bis zum Computer, vom Bisonfleisch bis zum Burger, von Grotten bis zu Hochhäusern, von Hockgräbern zur Urnenbestattung, vom Familienclan zum Staat und zu den Vereinten Nationen“.

Das Ganze auf gut 450 Seiten, ohne gehetzt zu wirken oder nur stichwortartig Fakten aneinander zu reihen. Was natürlich bedeutetet, dass Frie die Kunst der Auslassung stark in Anspruch genommen hat, ohne den roten Faden des „Fortschritts“, der das Buch durchzieht, aus den Augen zu verlieren.

Wie Frie das angegangen ist, wie das Werk selbst ihn im Lauf der Überlegungen „an die Hand nahm“ und wie Frie feststellen musste: „Die Schwierigkeiten beginnen beim Nachdenken, wie immer. Als ich mit dem Lesen anfing, fiel mir auf, wie unfassbar wenig ich wusste (der Mann ist Professor für neuere Geschichte!).

Wie dann der Bereich der „Bedrohten Ordnung“, Gesellschaften die unter hohem Druck stehen, ein ganz neues Konzept der Herangehensweise mit sich brachte, das erläutert Frie überzeugend im Nachwort (das zuerst gelesen werden sollte) und widerlegt damit im vorhin vielfache Kritik, die gerade die Auslassungen wohl drohen kann und erläutert überzeugend den eher auf das sozial-kulturelle als zentralen Punkt hin Ausgerichtete des Werkes.

Was dann aber im Buch selbst zu finden ist, statt in Zeitaltern zu strukturieren nach Geographie hin geordnet, das ist überaus lesenswert, sehr verständlich und unterhaltsam geschrieben und bietet Blickwinkel, die teils ein anderes, frisches Herangehen in sich tragen.

Gerade was den afrikanischen Kontinent betrifft und die dort durchaus verorteten „Hochkulturen“ samt reger wirtschaftlicher Tätigkeit vom 13. Bis 16. Jahrhundert bietet andere Sichtweisen und nicht unbedingt breit geläufige Fakten, wie auch Indien unter dem „Mansab-System“ mit den Erläuterungen Fries differenzierter nach der Lektüre betrachtet werden kann. Dem es durchgehend gelingt, die geographischen Regionen und ihre konkrete Geschichte mit Empathie aus „deren Sicht“ zu erzählen, ohne den (auch im Mittelalter bereits verbreiteten) „westlichen Blick“ mit europäischen Interessen und Zielen zu Grunde zu legen.

Ebenso gelingt es Frie, die „fließenden Entwicklungen“ stringent aufzuzeigen. Das alle Ereignisse in konkreten Kulturen mit Übergängen und Grenzräumen, mit Teilmengen mit anderen Kulturen, mit einem „Kommen und Gehen“, mit einem „Erlernen“ und wieder „Verlernen“ einhergehen, welches alles die Kulturgeschichte zu einem hochdynamischen Prozess gestaltet, mit Ruhepausen, sicher, mit Stabilitäten, aber im Gesamten gesehen mit einem Kommen und Gehen von Haltungen, Reichtum, Armut, Macht, Ohnmacht, Erkenntnis und Verlust von Erkenntnis.

Ein Werk, das anders ist, das aber bei Weitem nicht nur für sich „in der Welt zunächst orientierende“ Jugendliche geeignet ist, sondern für jeden Leser mit Gewinn zu lesen ist.

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