Ewald Frie

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Ewald FrieDie Geschichte der Welt
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Die Geschichte der Welt
Die Geschichte der Welt
 (3)
Erschienen am 26.01.2018
Ewald FrieFriedrich August Ludwig von der Marwitz 1777-1837
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Friedrich August Ludwig von der Marwitz 1777-1837
Ewald FrieRevolution, Krieg und die Geburt von Staat und Nation
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Revolution, Krieg und die Geburt von Staat und Nation
Ewald FrieFriedrich II.
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Friedrich II.
Friedrich II.
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Erschienen am 01.02.2012
Ewald FrieDas Schokoladenproblem
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Das Schokoladenproblem
Das Schokoladenproblem
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Erschienen am 01.10.2009
Ewald FrieAufruhr - Katastophe - Konkurrenz - Zerfall
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Aufruhr - Katastophe - Konkurrenz - Zerfall
Aufruhr - Katastophe - Konkurrenz - Zerfall
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Erschienen am 30.01.2014
Ewald FrieFriedrich II. Rowohlt E-Book Monographie
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Friedrich II. Rowohlt E-Book Monographie
Friedrich II. Rowohlt E-Book Monographie
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Erschienen am 01.03.2014
Ewald FrieDas Deutsche Kaiserreich
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Das Deutsche Kaiserreich
Das Deutsche Kaiserreich
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Erschienen am 01.03.2012

Neue Rezensionen zu Ewald Frie

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sabatayn76s avatar

Rezension zu "Die Geschichte der Welt" von Ewald Frie

'Trotz der heute einheitlichen Datierung ist die Weltgeschichte eine Geschichte vieler Zeiten.'
sabatayn76vor 6 Monaten

‚Möglicherweise war der Erste Weltkrieg von 1914 bis 1918 das erste weltweit spürbare Ereignis. Möglicherweise hatten erst die Weltwirtschaftskrise 1929 bis 1933 oder der Zweite Weltkrieg, dessen Kernzeit von 1941 bis 1945 war, der aber in unterschiedlichen Teilen der Welt zu unterschiedlichen Zeiten begann und endete, diese einschneidende Kraft. Trotz der heute einheitlichen Datierung ist die Weltgeschichte eine Geschichte vieler Zeiten. Wann sie beginnt, ist Definitionssache.‘ (Seite 43)

Ewald Frie erzählt von der Geschichte der Welt, und anders als in der Schulzeit und in gängigen Geschichtsbüchern kann der Leser mit Frie über den Tellerrand schauen, die eurozentrische Sichtweise hinter sich lassen und Geschichte ganz neu erfahren.

Frie berichtet von Entdeckungsreisen, Zeitrechnung, Zeitmessung, der Entwicklung des Menschen, Bevölkerungsentwicklung, Sprache, Ackerbau, Schrift, Hochkulturen und historischen Ereignissen, die man schon x-mal aus anderer Perspektive betrachtet, sich aber (fast) nie von außen angeschaut hat.

Mir hat die außereuropäische Sichtweise sehr gut gefallen, denn sie bringt frischen Wind in die Geschichte der Welt, und sie ist zudem wichtig, denn viel zu lange wurde die westliche Welt als die einzig wahre und bedeutsame Welt angesehen.

Anhand ausgewählter historischer Begebenheiten gibt Frie authentische Einblicke in das Leben zu bestimmten Zeiten und an bestimmten Orten. Durch die vielen Details, die fast nebenbei in seine Schilderungen einfließen, macht er jede einzelne Epoche hautnah erlebbar und vermittelt so Wissen auf fast spielerische Weise.

Zudem erklärt Frie Zusammenhänge und Aspekte, die eigentlich auf der Hand liegen, über die ich mir persönlich aber bisher noch keinerlei Gedanken gemacht habe.

Ich habe an dem Buch, in dem sich zudem schöne und anschauliche Illustrationen von Sophia Martineck finden, eine gefühlte Ewigkeit gelesen. Dies lag keinesfalls daran, dass das Buch langatmig, schwerfällig oder unspannend war, sondern schlicht und ergreifend an der Tatsache, dass der Inhalt so extrem komprimiert ist und auf jeder Seite so viele Wissen gebündelt ist, dass man sich beim Lesen Zeit lassen muss.

‚Die Geschichte der Welt‘ ist ein ganz und gar wunderbares und essentiell wichtiges Buch!

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M

Rezension zu "Die Geschichte der Welt" von Ewald Frie

Nicht umfassend kleinteilig, aber ein wunderbarer Überblick gerade für Heranwachsende
michael_lehmann-papevor 9 Monaten

Nicht umfassend kleinteilig, aber ein wunderbarer Überblick gerade für Heranwachsende

Die Informationsflut ist unübersichtlich. Noch unübersichtlicher sind die vielfachen historischen Deutungen, die je nach eigenem Standpunkt inzwischen weitreichende, persönliche Färbungen erhalten. Bis dahin, dass „nicht gefallende“ oder für die eigenen Argumente nicht passende „Fakten“ gedehnt, verändert, weggelassen werden.

Woher nun aber all das kommt, was heute die Zivilisation ausmacht, dass Vieles gar nicht so neu, sondern vor langer Zeit bereits erdacht, umgesetzt wurde, dass Aufgang und Niedergang ganzer Imperien zur Geschichte dazugehören und was es da alles gab, das bringt Ewald Frie in hoch lesbarer, unterhaltsamer und historisch fundiertem Hintergrund dem Leser nahe. Jedem Leser, auch wenn Aufmachung, Sprache und Form des Werkes sich eher an Jugendliche richten.

„Vom Faustkeil bis zum Computer, vom Bisonfleisch bis zum Burger, von Grotten bis zu Hochhäusern, von Hockgräbern zur Urnenbestattung, vom Familienclan zum Staat und zu den Vereinten Nationen“.

Das Ganze auf gut 450 Seiten, ohne gehetzt zu wirken oder nur stichwortartig Fakten aneinander zu reihen. Was natürlich bedeutetet, dass Frie die Kunst der Auslassung stark in Anspruch genommen hat, ohne den roten Faden des „Fortschritts“, der das Buch durchzieht, aus den Augen zu verlieren.

Wie Frie das angegangen ist, wie das Werk selbst ihn im Lauf der Überlegungen „an die Hand nahm“ und wie Frie feststellen musste: „Die Schwierigkeiten beginnen beim Nachdenken, wie immer. Als ich mit dem Lesen anfing, fiel mir auf, wie unfassbar wenig ich wusste (der Mann ist Professor für neuere Geschichte!).

Wie dann der Bereich der „Bedrohten Ordnung“, Gesellschaften die unter hohem Druck stehen, ein ganz neues Konzept der Herangehensweise mit sich brachte, das erläutert Frie überzeugend im Nachwort (das zuerst gelesen werden sollte) und widerlegt damit im vorhin vielfache Kritik, die gerade die Auslassungen wohl drohen kann und erläutert überzeugend den eher auf das sozial-kulturelle als zentralen Punkt hin Ausgerichtete des Werkes.

Was dann aber im Buch selbst zu finden ist, statt in Zeitaltern zu strukturieren nach Geographie hin geordnet, das ist überaus lesenswert, sehr verständlich und unterhaltsam geschrieben und bietet Blickwinkel, die teils ein anderes, frisches Herangehen in sich tragen.

Gerade was den afrikanischen Kontinent betrifft und die dort durchaus verorteten „Hochkulturen“ samt reger wirtschaftlicher Tätigkeit vom 13. Bis 16. Jahrhundert bietet andere Sichtweisen und nicht unbedingt breit geläufige Fakten, wie auch Indien unter dem „Mansab-System“ mit den Erläuterungen Fries differenzierter nach der Lektüre betrachtet werden kann. Dem es durchgehend gelingt, die geographischen Regionen und ihre konkrete Geschichte mit Empathie aus „deren Sicht“ zu erzählen, ohne den (auch im Mittelalter bereits verbreiteten) „westlichen Blick“ mit europäischen Interessen und Zielen zu Grunde zu legen.

Ebenso gelingt es Frie, die „fließenden Entwicklungen“ stringent aufzuzeigen. Das alle Ereignisse in konkreten Kulturen mit Übergängen und Grenzräumen, mit Teilmengen mit anderen Kulturen, mit einem „Kommen und Gehen“, mit einem „Erlernen“ und wieder „Verlernen“ einhergehen, welches alles die Kulturgeschichte zu einem hochdynamischen Prozess gestaltet, mit Ruhepausen, sicher, mit Stabilitäten, aber im Gesamten gesehen mit einem Kommen und Gehen von Haltungen, Reichtum, Armut, Macht, Ohnmacht, Erkenntnis und Verlust von Erkenntnis.

Ein Werk, das anders ist, das aber bei Weitem nicht nur für sich „in der Welt zunächst orientierende“ Jugendliche geeignet ist, sondern für jeden Leser mit Gewinn zu lesen ist.

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W

Rezension zu "Die Geschichte der Welt" von Ewald Frie

So spannend und gegen den herkömmlichen Strich erzählt, habe ich Weltgeschichte noch nicht gelesen
WinfriedStanzickvor einem Jahr



Ewald Frie, Professor für Neuere Geschichte an der Universität Tübingen hat 2009 schon ein erstes historisches Buch unter dem Titel „Das Schokoladenproblem“ vorgelegt, in dem er Kindern auf eine kindgerechte Weise die Verfassung des Landes Nordrhein-Westfalen erklärte und ihnen damit eine wunderbare Einführung in die Grundrechte bot und das, was eine Gesellschaft zusammenhält.

In seinem neuen hier vorliegenden, voluminösen, für Jugendliche und Erwachsene geeigneten und von Sophia Martinek hervorragend illustriertem Buch erzählt er die Geschichte der Welt erstmals ganz voraussetzungslos aus einer globalen Perspektive. Athen rückt so an den Rand, aber das traumhaft schöne Kilwa in Afrika wird niemand vergessen, der dieses mit wunderbarer Leichtigkeit geschriebene Buch gelesen hat.

Die Geschichte der Welt wird bis heute von Europa aus erzählt. Höchste Zeit für einen frischen Blick, dachte sich Frie. Denn Australien wurde vom Homo sapiens früher besiedelt als Europa. Menschen fuhren Tausende Kilometer über den offenen Pazifik, als die Römer noch ängstlich an der Küste entlangsegelten. Die Pyramiden und Städte Amerikas können es mit Babylon und Ägypten aufnehmen. Und während Westeuropa in der Neuzeit Glaubenskriege führte, erstreckte sich ein multikultureller Handelsraum von Ungarn bis Südindien. Aber natürlich geht es auch um die Barbaren im Abendland: Ewald Frie erzählt von ihren Entdeckungen und Eroberungen, ihren Revolutionen und Kriegen, die die Welt verändert haben. Seitdem wird unser Planet zu einer globalen Megacity, in der sich die Reichen von den Armen abschotten und trotzdem alle miteinander vernetzt sind.

So spannend und gegen den herkömmlichen Strich erzählt, habe ich Weltgeschichte noch nicht wahrgenommen.

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