Ewald Weber

 4.8 Sterne bei 4 Bewertungen
Autor von Der Fisch, der lieber eine Alge wäre, Welt am Abgrund und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Ewald Weber

Der Fisch, der lieber eine Alge wäre

Der Fisch, der lieber eine Alge wäre

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Erschienen am 21.08.2015
Welt am Abgrund

Welt am Abgrund

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Erschienen am 01.02.2018
Das kleine Buch der botanischen Wunder

Das kleine Buch der botanischen Wunder

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Erschienen am 23.08.2012
Das kleine Buch der botanischen Wunder

Das kleine Buch der botanischen Wunder

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Erschienen am 21.10.2016
Invasive Pflanzen der Schweiz

Invasive Pflanzen der Schweiz

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Erschienen am 01.03.2013

Neue Rezensionen zu Ewald Weber

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Rezension zu "Der Fisch, der lieber eine Alge wäre" von Ewald Weber

Absolute Leseempfehlung für alle, die sich für das Fach der Biologie begeistern
Buchraettinvor 6 Monaten

Dieses Buch zeigt mir als Leser auf, wie komplex die Zusammenhänge in der Natur zwischen Tieren und Pflanzen sich gestalten und damit auch, wie wir Menschen ein Teil dieser Komplexität sind. Die Tiere, die Pflanzen, die gegenseitigen Abhängigkeiten, sei es bei der Bestäubung, der Ernährung, des Lebensraums. Das Überleben des einen ist abhängig vom anderen und wie schnell kann der Wegfall einer Spezies viele andere betreffen.
Dieses Sachbuch hat mir vor allem wegen seines anschaulichen Stils, der vielen Beispiele und auch der verwendeten und gut erklärten Fachbegriffe gefallen. Es ist informativ und lehrreich, es unterhält und erzählt spannende Geschichte aus der Natur- vor allem auch für interessierte Jugendliche finde ich es sehr gut geeignet. Es zeigt wie spannend die Vorgänge im Tier und Pflanzenreich sind und welche Kniffe und Ideenreichtum es hier gibt.
Mir hat auch gut gefallen, dass der Autor immer wieder in der Ich-Perspektive eigene Erlebnisse und Beobachtungen beschreibt. Als Leser ist man so hautnah am Geschehen.
Zu Beginn des Buches findet man ein Inhaltsverzeichnis. Es zeigt einen ersten Überblick über den Aufbau des Buches. Es unterteilt sich in Themenbereiche und dann wiederum in mehrere Kapitel.
Themen sind z.B. Bestäubungen, Tarnen, Täuschen, Raubpflanzen, Giganten im Tierreich, Verbreitung von Samen durch Tiere, Koevolution, Pestizideinsatz und einige mehr.
Der Anhang rundet das Buch dann perfekt ab. Hier finden sich neben einem ausführlichen Literaturverzeichnis, Bildnachweise, Verzeichnisse der Tier –und Pflanzenarten.
Der Autor geht im Buch auch immer wieder auf Naturforscher ein. Er benennt sie mit Namen und Lebensdaten und erzählt kurz, welche Entdeckungen sie erzielt haben. Die zufällige Entdeckung von Penicillin, die Versuche von Mendel mit den Erbsen und die Aufstellung der Mendelschen Regeln, aber auch wer z.B. den Begriff der Symbiose prägte.
Manchmal nutzt der Autor Fachbegriffe, aber dieser erklärt er sehr anschaulich und gut verständlich und er gibt lebendige Beispiele.
Mich hat das Buch begeistert. Man spürt beim Lesen auch die Leidenschaft des Autors für sein Fachgebiet und er transportiert das zum Leser und weckt hier Neugier und Freunde am Buch. Er gelingt auch den Leser neugierig und nachdenklich zu machen.
Hinten im Buch findet man eine kurze Autorenvorstellung und hier kann man erlesen, dass der Autor Biologie an der Uni Potsdam lehrt.
Sehr gut gefallen haben mir auch die immer wieder passend zum Text auftauchenden kleinen Farbfotos von Tieren oder Pflanzen.
Absolute Leseempfehlung für alle, die sich für das Fach der Biologie begeistern, für angehende Naturforscher, für interessierte Laien und Leser, die gern informative wie unterhaltsame Sachbücher schätzen.


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Rezension zu "Welt am Abgrund" von Ewald Weber

Sehr verständlich und lesenswert.
Wedmavor 8 Monaten

Klappentext beschreibt den Inhalt sehr treffend: „Kaum etwas wird so kontrovers diskutiert wie der Klimawandel. Das Thema ist in aller Munde - und mit ihm das Klimagift Nummer eins: CO2. Doch wenn es um die Ursachen der Erderwärmung geht und um die Frage, ob der CO2-Anstieg in der Atmosphäre menschengemacht ist, dann wird die Diskussion von Emotionen bestimmt und ist von politischen Absichten und Polemik geprägt. Denn obwohl CO2 die Debatte beherrscht, weiß doch niemand so genau, was das eigentlich ist.
Höchste Zeit also, Klarheit in das diffuse Bild um den gasförmigen Stoff zu bringen. Fundiert und verständlich zeigt Ewald Weber, was es mit dem unsichtbaren Molekül tatsächlich auf sich hat und macht klar, dass wir auf einen Abgrund zusteuern, wenn es nicht gelingt, den CO2-Ausstoß zu verringern. Er benennt klar die Auswirkungen auf uns und unsere Umwelt, zeigt aber auch, wo mögliche Lösungen liegen und wir der globalen Erwärmung entgegenwirken können. Erfahren Sie alles über den Stoff, der unsere Welt für immer verändert.“


Das Buch, rund 180 Seiten, ist in drei Teile gegliedert: Die Vorgeschichte (4 Kapitel); Die Folgen (6 Kapitel); Die Lösungen (4 Kapitel). Im Anhang gibt es Quellen auf 10 S., nach Kap. geordnet, Register.


Was gleich am Anfang positiv auffällt und bis zum Schluss gehalten wird, ist diese Zugänglichkeit, die Verständlichkeit, mit der Ewald Weber die Inhalte vermittelt. Viele Beispiele, lebendige, kräftige Sprache, anschauliche Darstellungen, geradezu zum Greifen nah, machen das Begreifen der Zusammenhänge nicht nur leichter, die 25 s/w Fotos und 9 Tabellen und Grafiken gehen dabei gut zur Hilfe. Das Lesen macht richtig Spaß, weil es so schön locker vonstattengeht. Da kann man gleich Begeisterung für das Fach entwickeln. Daher erscheint es mir eine passende Lektüre für die Schule, ggf. Studium und einfach für die Leser, die vllt nicht jeden Tag Sachbücher lesen, aber mehr zu CO2 und den Auswirkungen erfahren möchten.


Im letzten Kapitel wurden neue Technologien wie CCS vorgestellt, die CO2 einfangen sollen. Auch auf die möglichen Nebenwirkungen wurde hingewiesen, wie auf die Ausbaufähigkeit solcher Vorgehensweise insg. Es gibt aber auch andere Möglichkeiten, wie man weiter im gleichnamigen Unterkapitel erfährt, „Der Natur unter die Arme zu greifen“. Der Anbau und die Nutzung der Mangrovenwälder z.B. könnten einen guten Beitrag bei der CO2 Reduktion leisten, uvm.


Die drei Standbeine einer nachhaltigen Wirtschaft und Gesellschaft: Effizienz, Konsistenz, Suffizienz sollte jeder kennen. Diese sind hier sehr gut und anschaulich erklärt worden, z.B. Bei Effizienz: Die (unzureichende) Wärmeisolierung der Wände, insb. bei alten und historischen Gebäuden, (verschwenderischer) Gebrauch von Paper, etc. „Suffizienz vorzuleben, bedeutet nun in keiner Weise, zu einem Angehörigen der Alternativkultur oder zu einem „Öko-Fuzzi“ zu werden. Nein, für Suffizienz braucht es lediglich Vernunft, einen gesunden Menschenverstand und ein bisschen Zeit zum Nachdenken und hinterfragen.“ S. 181. Mit einem dicken Geländewagen muss man nicht unbedingt in die Innenstadt. Sparsamere Vehikel hätten es auch getan.


Die Schlussbetrachtungen sind gut. Es gibt auch einen Ausblick, in dem der Autor sagt: „Die kommenden Jahrzehnte werden zeigen, ob eine Abkehr von fossilen Energieträgern möglich ist, ob Emissionen auf null zurückgefahren werden können…“. S. 191. Und verweist weiter auf den Spruch, nachdem „Wenn viele kleine Leute an vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun, dann verändert sich die Welt.“  Ich sage: Noch besser wäre es, wenn die Politik diese kleinen Anfänge unterstützen würde, in dem sie z.B.: Die Nutzung von fossilen Brennstoffen weniger attraktiv macht, die Anreize schafft, die drei o.g. Säulen ernst zu nehmen, umweltschützendes Verhalten fördert, usw.


Fazit: Ein gutes Buch zum Thema CO2. Leicht zu lesen, sehr verständlich und lesenswert.

 

 

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M

Rezension zu "Der Fisch, der lieber eine Alge wäre" von Ewald Weber

Erstaunliche Einblicke in ein kaum bekanntes Thema
michael_lehmann-papevor 3 Jahren

Erstaunliche Einblicke in ein kaum bekanntes Thema

In der Regel nimmt man das Leben, die Umstände, die Natur, Flora und Fauna und Landschaften einfach als gegeben hin und macht sich nicht unbedingt ständig ausführliche Gedanken. Der Genuss der Schönheit der Natur, gut, das kommt nicht selten vor. Aber diese Besonderheiten hinter all diesem was kreucht und fleucht und wächst und in welchen gegenseitigen Beziehungen das alles steht, dass ist dann doch eher weniger Thema der alltäglichen Gedanken.

Edqward Weber nimmt sich in seinem neuen Werk dieses, dem Alltag eher „abseitigen“, Themas an und zeigt an vielfachen Beispielen in seiner sehr verständlichen Sprache und Darstellung, dass die Verbindungen zwischen Tier- und Pflanzenwelt vielfältig, teils symbiotisch, immer aber untrennbar aufeinander bezogen sind.

So nehmen vor den Augen des Lesers Kapitel für Kapitel mehr ganze „Lebensgemeinschaften“ plastische Formen an, die teils kaum zu glauben, teils nach der Lektüre aber auch ungeheuer einsichtig im Raume stehen.

Wie „alles mit allem vernetzt ist“, diese Erkenntnis erläutert Weber mit Humor und fundierter Sachkunde und bietet eine faszinierende Lektüre und einen ebenso faszinierenden Einblick in die „Vielfalt des Lebensnetzes“.

„Artenreichtum ist nur ein Aspekt dessen, was wir als Natur bezeichnen. Erst das Zusammenleben, das gegenseitige Beeinflussen, die wechselseitigen Beziehungen zwischen den Arten gestalten die Natur und formen diese so, wie wir sie erleben“.

Sei es nun das „kontrollierte Fressen lassen“ von Pflanzen zur Verbreitung des Samens und des Lebens (ein filigranes Gespinst), sei es die gegenseitig bedingende „Ko-Evolution“, bei der sich wie Arten zugleich „entwickeln und verändern“, seien es „Tricks“, wie bei der Aasblume, konkrete Tierarten anzuziehen und zu nutzen, alle im Buch sorgfältig aufbereiteten Beispiele mitsamt den vielfachen illustrierenden Abbildungen stützen die These Webers:

„Biodiversität stellt eine der Grundvoraussetzungen guter Lebensqualität dar“.

Was Weber eindringlich dem Leser dort nahebringt, wo diese Verbindungen, Vernetzungen, „Lebensgemeinschaften“ und Ko-Existenzen gestört werden. Durch Umwelteinflüsse, die zu einem hohen Teil auf das Eingreifen des Menschen zurückgeführt werden können.

Das, wo „Löcher im Netz“ entstehen, wo Weber den „leeren Wald“ beschreibt oder die Auswirkungen jahrelanger Monokulturen (wie Raps) auf die Biodiversität und damit das gesamte „Netz des Lebens“.

Plastisch, klar, eingängig beschreibt Werber vielfache Vernetzungen von Flora und Fauna, die auf den ersten Blick in Teilen hoch exotisch erscheinen für einen Leser der modernen Zivilisation, die beim zweiten Nachdenken aber nichts anderes abbilden als die ganz „natürliche“ Ordnung der Dinge, das Zusammenspiel der Kräfte des Lebens, dass an vielen Orten durch die „menschliche Monokultur“ nicht nur empfindlich gestört, sondern in Teilen asuch nachhaltig „vernichtet“ wird.

Eine sehr zu empfehlende, dabei zwar spezielle, aber durchaus auch kurzweilige Lektüre, die eine Fülle von Erkenntnissen mit sich führt und das „Netzwerk des Lebens“ eindringlich vor Augen stellt.

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