Wahlen! Unglaublich aber wahr, es werden auf dem Schloss Wahlen stattfinden. Die Tiere sollen sich entscheiden, ob sie sich für Silvio oder Miss B. einsetzen möchten. Wer die ersten drei Bücher kennt, wird wissen, dass die Wahl eigentlich eindeutig sein sollte. Aber der Stier und seine Hundemeute wissen sehr gut, wie sie die Tiere beeinflussen können.
Damit schlagen die Autoren natürlich eine Richtung ein, die direkt mit der heutigen Politik vergleichbar ist. Mit Fakenews und hanebüchenen Versprechungen schleimt sich der diktatorische Stier bei seiner potentiellen Wählerschaft ein, während die freiheitsliebenden Tiere versuchen, mit der Wahrheit und Realismus zu punkten. Ich muss wohl nicht sagen, was besser bei den Tieren ankommt.
Aber es gibt im Hintergrund weitere Aktivitäten, die von Intrigen, Verrat und weiteren Lügen beherrscht werden. Welche das sind, sage ich an dieser Stelle nicht, weil ich das Ende der Geschichte nicht verraten möchte. Denn mit diesem Band endet die Geschichte, wobei ich sagen muss, dass es ein wenig zu plötzlich kommt.
Anfangs dachte ich noch, dass das „Schloss der Tiere“ einen Bezug zu Orwells „Farm der TIere“ herstellt. Aber da habe ich mich geirrt. Diese Graphic Novel Reihe versteht sich auch nicht als satirische Fabel, sondern es ist vielmehr eine Fabel mit einem Bezug zu den heutigen Autokraten und Herrschern, die sich einfach nehmen, was sie haben möchten. Am Ende ist dieser Vierteiler eine sehr empfehlenswerte Fabel für eine erwachsene Leserschaft.







