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Soeren

vor 4 Jahren

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Nach den dramatischen Ereignissen in Florida beginnt Handman Jacks achtes Abenteuer vergleichsweise ruhig. Für eine ältere Frau soll er den verlorenen Sohn ausfindig machen, der in die Fänge einer Sekte geraten ist und sich seither nicht mehr meldet. Gleichzeitig versucht er, der Nonne und Lehrerin Schwester Maggie bei ihrem Problem mit einem Erpresser zu helfen. Beide Fälle erscheinen harmlos, aber ein Handyman-Jack-Roman wäre kein solcher, wenn der Teufel nicht im Detail stecken und sich die Handlung deutlich zuspitzen würde. Spätestens ab der Hälfte wird aus dem Spaziergang ein Dauerlauf, der sich immer mehr zum Rennen um Leben und Tod entwickelt. Und einmal mehr darf Jack feststellen, dass es in seinem Leben absolut keine Zufälle mehr gibt.
Trotz des ruhigeren Anfangs liest sich das Buch sehr angenehm und enthält auch mehrere Stellen zum Schmunzeln. Besonders bei Jacks Maskerade, um den schmierigen Erpresser hereinzulegen, habe ich geradezu Tränen gelacht. Die letzten 250 Seiten des 630seitigen Romans konnte ich das Buch kaum mehr zur Seite legen, so spannend war es. Beeindruckt war und bin ich, wie meisterhaft Autor F. Paul Wilson die einzelnen Handlungsfäden miteinander verwebt und trotz der Klärung einiger elementarer Fragen  wieder einmal bloß Bruchstücke auf das große Ganze präsentiert. Dennoch spürt man deutlich, wie sich die Schlinge um Jack und jeden, der ihm nahe steht, immer weiter zusammenzieht. Entsprechend groß ist meine Vorfreude auf den neunten Band "Höllenwrack".

Autor: F. Paul Wilson
Buch: Der schwarze Prophet
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