F. Scott Fitzgerald Die Straße der Pfirsiche

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Inhaltsangabe zu „Die Straße der Pfirsiche“ von F. Scott Fitzgerald

Erstmals auf Deutsch – Scott und Zelda Fitzgeralds Roadtrip gen Süden Im Sommer 1920, drei Monate nach der Hochzeit, besteigt das glamouröseste Paar seiner Zeit eine Rostlaube und begibt sich kurzerhand auf den Weg nach Alabama. Und das alles, weil Zelda eines Morgens aufwacht und Appetit auf die Biscuits und Pfirsiche hat, wie es sie nur in ihrer Heimat gibt. Ein Stück komische, leichte und erhellende Literatur über das Aufbrechen, Ankommen und den vielleicht wichtigsten Motor im Leben: die Sehnsucht. Aus der glücklichsten Zeit des Autors von "Der große Gatsby" und seiner großen Liebe. Der 23-jährige Fitzgerald, bereits ein gefeierter Autor, und die 19-jährige Zelda, das blonde Mädchen aus den Südstaaten, reisen von Connecticut nach Alabama. Nicht mit dem Zug, wie es üblich gewesen wäre, sondern in einem Wrack von einem Auto, genannt „Expenso“ oder „Rolling Junk“. Das Vorhaben wird zur Mut- und ersten Beziehungsprobe, die die beiden wetteifernd bestreiten. Sie erleben die großen Hoffnungen und Rückschläge des Reisens, den Wechsel der Landschaft und Bevölkerung, stoßen auf Hilfsbereitschaft und werden als Sonderlinge beäugt. Sie erleben echte Zusammenbrüche, die Euphorie des Unterwegsseins, und sie erkennen, dass die Sehnsucht der vielleicht wichtigste Motor ist. Ein Stück komische, leichte und kluge Literatur über das Aufbrechen, Ankommen und die großen Fragen des Lebens – aus der glücklichsten Zeit im Leben des Autors und seiner großen Liebe.

Lustige unterhaltsam. Automobil war damals ganz schön zickig😀 Kurzgeschichte von Zelda Fitzgerald kann ich nicht empfehlen.

— lesemaus
lesemaus

Spitziger Roadtrip in die Südstaaten mit einem der berühmtesten Schriftsteller der Welt. Kurios, komisch und berührend.

— LeBoudoir
LeBoudoir

Ein schmales Bändchen mit einer netten Geschichte, doch den großen Fitzgerald findet man hier nicht.

— Marina_Nordbreze
Marina_Nordbreze

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  • Der kleine Fitzgerald auf Reisen.

    Die Straße der Pfirsiche
    Marina_Nordbreze

    Marina_Nordbreze

    29. January 2016 um 14:16

    Ich mag Fitzgerald sehr gerne, weil er mich spielend leicht in meine Lieblingsepoche entführt. Doch alle Werke, die ich bisher von ihm gelesen habe, stehen im großen Schatten des großen Gatsbys und deswegen werde ich immer ein klein wenig enttäuscht. Für mich funktioniert Fitzgerald nur in Romanform, seinen kürzeren Texten fehlt der Schwung. So auch bei "Die Straße der Pfirsiche". Prinzipiell ist die Geschichte eine nette Road-Novelle, in der Fitzgerald zusammen mit Zelda von  New York nach Alabama fährt und dabei allerlei kuriose Dinge erlebt. Doch das war es dann auch schon. Nett. Hinzu kommt, dass das sehr schmale Bändchen auch noch aufgeplustert wird mit Fotografien, deren Sinn ich nicht ganz verstehe (denn wenn ich das richtig sehe, ist darauf nicht das Ehepaar Fitzgerald zu sehen) und mit einem Essay von Zelda Fitzgerald, welches nichts mit der eigentlichen Geschichte zu tun hat. Ich vermute mal, der Verlag versucht so, künstlich auf 156 Seiten zu kommen, um die Geschichte überhaupt als Buch herauszugeben. Das hätte man sich - meiner Meinung nach - auch sparen können. Die nächste Kurzgeschichten-Sammlung von F. Scott Fitzgerald kommt bestimmt, da wäre sicherlich noch Platz drin gewesen.

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  • Mit dem Rolling Junk gen Süden

    Die Straße der Pfirsiche
    Nabura

    Nabura

    07. December 2015 um 20:57

    Connecticut, 1920: F. Scott und Zelda Fitzgerald sind seit drei Monaten verheiratet. Eines Morgens sehnt sich Zelda nach den Biscuits und Pfirsischen ihrer Heimat Alabama, weshalb Scott vorschlägt, mit dem Wagen hinzufahren und ihre Eltern zu überraschen. Zelda ist skeptisch, denn nicht ohne Grund nennen die Fitzgeralds ihren Expenso stets „Rolling Junk“. Doch sie werfen alle Zweifel über Bord und befinden sich schon kurze Zeit später auf der Straße in Richtung Süden, vor sich eine Fahrt, welche die Bezeichnung „abenteuerlich“ mehr als verdient hat… Ich habe dieses Buch überraschend erhalten und deshalb ohne spezielle Erwartungen mit der Lektüre begonnen. Der Autor nimmt den Leser mit auf einen Roadtrip gen Süden, in dem er selbst und seine Frau Zelda die Protagonisten sind. Ich war neugierig, wie viel die Geschichte über den Autor selbst und seine Ehe verrät, habe ich mich doch bisher noch nicht allzu intensiv mit dem Leben der Fitzgeralds auseinandergesetzt. Fitzgerald schaffte es mühelos, mich mit auf seine Reise zu nehmen und die verschiedenen Staaten, welche das Ehepaar durchquert, vor meinem Auge lebendig werden zu lassen. Tatsächlich fieberte ich von Beginn an mit, ob die beiden ihr Ziel erreichen werden, denn ihr Wagen droht schon schon zu Beginn der Reise, jederzeit gänzlich auseinanderzufallen. Der Autor erzählt von so manchem humorvollen Zwischenfall. Auf der Reise lassen die beiden kein Fettnäpfchen und keine Gefahr aus, sodass ihre einfache Autofahrt zum großen Abenteuer wird. Einige Erlebnisse entspringen lediglich der Fantasie des Autors und haben so während der Reise der beiden, die sie tatsächlich unternommen haben, nie stattgefunden. Fitzgerald vermischt hier geschickt Realität und Fiktion, balanciert mit seinen Worten bisweilen an der Grenze der Absurdität. Das machte für mich den besonderen Reiz der Geschichte aus und ließ sie für mich zu einem kleinen aber feinen Leseerlebnis werden. Unabhängig davon, ob bestimmte Situationen tatsächlich so stattgefunden haben oder nicht, erhielt ich beim Lesen auch einen guten Eindruck von F. Scott und Zelda Fitzgerald und ihrer Beziehung zueinander. Hier gibt auch der Anhang, der fast die Hälfte des Buches ausmacht, weitere Einblicke. Eine Kurzgeschichte Zeldas berichtet von den folgenden Reisen des Ehepaars. Hierzu hat Zelda schnappschussartig zu jedem Hotel und jeder Stadt wenige Eindrücke festgehalten. Zeldas stakkatoartige Sätze fand ich nicht sonderlich angenehm zu lesen, doch zeigten sie mir, wie unstetig das Leben der Zwei war, wenn man eine derartige Masse an Hotels in einer solchen Geschwindigkeit am Auge des Lesers vorbeiziehen lassen kann. Ein Interview mit dem Ehepaar sowie ein Nachwort von Alexander Pechmann, in welchem ein Überblick über das Leben der Fitzgeralds gegeben wird, Fakten von Fiktion getrennt werden und die abgedruckten Geschichten interpretiert werden, runden dieses kurzweilige Buch gelungen ab. Ich kann „Die Straße der Pfirsiche“ sowohl an Leser empfehlen, die neugierig auf eine bislang in Deutschland unveröffentlichte Kurzgeschichte des Autors sind als auch an solche, die gerne mehr über die Menschen F. Scott und Zelda Fitzgerald erfahren möchten.

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  • Sehnsucht ist der Motor

    Die Straße der Pfirsiche
    Bri

    Bri

    F. Scott Fitzgerald ist für mich persönlich der Meister der Meister - sein Gatsby und Zärtlich ist die Nacht sind meine Bibeln, die ich überall hin mit mir schleppen würde, auch wenn sie Tonnen wögen. Natürlich springe ich auf jede Neuerscheinung, jede wiederentdeckte Geschichte, die ich noch nicht kenne an. Als ich eines wunderschön gestalteten kleinen Büchleins aus dem Aufbau Verlag mit dem glückverheißenden Titel Die Strasse der Pfirsiche ansichtig wurde, war klar: Das muss ich lesen. Ich habe es getan und das mit dem größten Vergnügen! Die Straße der Pfirsiche erzählt nicht fiktiv, sondern sehr real von einer Reise in die Heimat Zeldas. Ganz spontan macht sich DAS Glamourpaar der Roaring Twenties im eigenen Auto auf nach Alabama. Nur dort gibt es die heiß geliebten und schmerzlich vermissten Biscuits und Pfirsiche. Und ein wenig Luftveränderung und Abwechslung kann nicht schaden. Gepackt ist schnell, der Expenso - liebevoll und etwas überraschend als Rolling Junk (fahrender Schrotthaufen) bezeichnet - rollt los und schon an der ersten Tankstelle wird klar, die Reise wird nicht ohne Zwischenfälle vonstatten gehen ... Obwohl die Zwischenfälle, die Fitzgerald mit Zelda erlebt durchaus dramatischen Charakter haben, bekommen diese durch den wie immer sprachlich ausgefeilten Stil und die doch recht amüsant dargestellten Situationen häufig einen absurden, grotesken, geradezu loriotesken Anstrich. Wer sich jemals in jungen Jahren - und Fitzgerald und Zelda waren mit 23 und 19 Jahren sehr jung, als sie diesen spontanen Roadtrip unternahmen - auf eine Reise begeben hat, der weiß, was alles schief gehen kann. Reifenpannen, Achsbrüche, Geldnot ... nichts lassen die Fitzgeralds aus und doch bleiben sie immer zuversichtlich, ihr Ziel zu erreichen. Der Motor ist die Sehnsucht, die Sehnsucht nach dem Geschmack der ausgesucht köstlichen Biscuits und Pfirsiche und um diese Sehnsucht stillen zu können, lohnt es auch Spott und Häme der Landbevölkerung auf sich zu nehmen. Auch in diesem kurzen Text zeigt sich Fitzgeralds große Kunst in außergewöhnlichen Bildern. Ergänzt wird seine Geschichte durch Fotos, die die Reise wunderbar illustrieren. Der Anhang enthält neben einem Essay von Zelda Fitzgerald, ein Interview mit den beiden und zudem sehr hilfreiche Anmerkungen, die dem heutigen Leser die vielfältigen Verweise des Meisters verständlicher machen. Der einzige "Fehler" dieses wahren Kleinods, das in jedes Bücherregal eines jeden Fitzgerald - Liebhabers gehört ist seine Kürze. Aber dafür ist es ein dünnes Büchlein, das man zusätzlich zum Gatsby und Zärtlich ist die Nacht auch noch mitnehmen kann ... vorzugsweise auf eine spontane Reise.

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