F.M. Dostojewski Herr Prochartschin

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Inhaltsangabe zu „Herr Prochartschin“ von F.M. Dostojewski

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  • Rezension zu "Herr Prochartschin" von F.M. Dostojewski

    Herr Prochartschin
    Ein LovelyBooks-Nutzer

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    11. July 2012 um 07:56

    „Die Erzählung geht auf eine wahre Begebenheit zurück, über die in den Zeitungen berichtet wurde: Im Nachlass eines anscheinend bettelarmen pensionierten Beamten wurde ein für damalige Verhältnisse enormes Vermögen (170.000 Rubel) gefunden. Als ursprüngliches literarisches Modell hat Dostojewskij selbst später (1861) Puschkins `Geizigen Ritter` angegeben: Er habe die dort gegebene Motivierung (krankhafte Freude am bloßen Gedanken, die Macht des Geldes auszunützen) in moderne Verhältnisse übertragen wollen.“ Braun, Maximilian; Dostojewskij – Das Gesamtwerk als Vielfalt und Einheit S.57 "Das Motiv ist nicht neu und wurde in der naturalistischen Natur mehrfach verwendet. Auch der Stil der Darstellung (. . .) ist der gewöhnliche naturalistische Stil der 40er Jahre. Eigenartig ist jedoch die Art der Schilderung. Eigentlich wird die Geschichte nicht erzählt, es werden vielmehr die Eindrücke und Auffassungen der handelnden Personen, hauptsächlich der Untermieter referiert. Die Handlung muss der Leser erraten, was allerdings nicht schwierig ist. Der Standpunkt des Verfassers tritt durch den karikiert wichtigen und zugleich leicht ironischen Ton nicht hervor. (. . .) Das eigene Gesicht zu verstecken, in Andeutungen zu reden, ist ein literarischer Kunstgriff, den man erst viel später bei russischen Schriftstellern wiederfindet. Die Zeitgenossen Dostojevskijs waren für derartige Dinge noch nicht bereit. Sie konnten sie nicht verstehen und litten unter dem Eindruck einer unnötig erschwerten, schlechten Darstellungsweise. Die Novelle `Her Prochartschin` hatte noch weniger Erfolg als `Der Doppelgänger`." Trubetzkoy; Dostoevskij als Künstler S. 53 f September 1846 - Dostojewski an seinen Bruder Michail: "Eine gewisse Stelle (die Zensur) hat meinen Prochartschin entsetzlich verstümmelt. Die Herren haben mir sogar, Gott weiß warum, das Wort Beamter gestrichen; das Ganze war ja ohnehin ganz unschuldig, doch sie haben es furchtbar zusammengestrichen. Sie haben in dem Buch das ganze Leben getötet. Es ist nur ein Skelett dessen, was ich Dir vorgelesen habe, zurückgeblieben. Nun sage ich mich von meiner Erzählung los." Hitzer; Briefe Piper S.51 "Über Herrn Prochartschin veröffentlichte Belinskij 1847 eine Kritik, die ebenso abfällig war, wie die über die Armen Leute lobend: er warf dem Werk Manierismus und Unnatürlichkeit vor." Maurina, Zenta; Dostojewskij S.34

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