FX Karl Memomat

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Inhaltsangabe zu „Memomat“ von FX Karl

Wäsche rein, Knopf drehen und der Memomat strudelt die Erinnerungen an Vera ein, schäumt sie auf und ist nicht mehr zu stoppen. Das Programm läuft. Zum Schluss, wenn der Memomat nach dem Schleudern noch ein paar Mal nachdreht, wenn man das Buch zu- und die Maschine aufmacht, kommt noch eine zweite Liebesgeschichte zum Vorschein.

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  • Rezension zu "Memomat" von FX Karl

    Memomat
    Notwister

    Notwister

    16. April 2008 um 18:28

    Der Titel des Romans zeigt es bereits an, es geht in FX Karls Debüt um Erinnerungen. Mit Hilfe von Diktiergerät, Notizbüchern und Laptop beschwört der Ich-Erzähler seine Vergangenheit herauf. Doch das ist gar nicht so einfach, vor allem, wenn es um seine große Liebe Vera geht. Er hat scheinbar Angst vor diesem Thema. Er schleicht um diese Erinnerung herum. Er schweift ab und lässt sich vom Fernseher ablenken, von Zeitungsartikeln, von Musik, von seinem Sekretär, den er extra für seine Erinnerungsarbeit angestellt hat. Doch der Sekretär scheint alles andere als eine Hilfe zu sein. Um sich dem Thema Vera anzunähern, macht er erst einmal ein paar Erinnerungsübungen: der Tod des Großvaters, eine Reise nach Italien mit Franziska, ein Quickie mit Kathi. Unterbrochen wird er immer wieder von den Eskapaden des Sekretärs. Dann taucht Vera endlich auf. Die Erinnerung beginnt jedoch am Anfang vom Ende der Beziehung. Die DDR ist bereits untergegangen, die Liebe wird es bald. Sie befinden sich auf einer Entdeckungsreise durch Ostdeutschland kurz nach der Wende, die durch überheizte DDR-braune Hotelzimmer, über merkwürdige Tanzveranstaltungen, bis nach Buchenwald führt. Davor, danach, dazwischen wird gestritten. „In meiner Erinnerung ist der Name Vera gleichbedeutend mit Streit.“ stellt der Ich-Erzähler lakonisch fest. Das Ende ist fulminant unaufregend. Der Verlassene erschießt seine Ex mit einer Pistole und das „kleine blutrote Loch“ bildet den Schlusspunkt. „Der Memomat hat ausgeschleudert.“ Der Erinnerungswaschgang ist beendet. „Memomat“ lässt sich in die große Riege der Pop-Literatur einreihen. Das ist keinesfalls negativ gemeint. Mit einer leichten Sprache und schönen Sätzen - „Das Herz ist da wo es weh tut.“ - fliegt FX Karl über seine Themen hinweg: die Liebe und das Leben am Anfang der 90er. Auch für Konzentrationslager findet er die passenden Worte, ohne dabei zu moralisieren: „Hier wo es einem graust vor Deutschland, hier steht man herum und wird von der Wirklichkeit der Geschichte in den Boden gerammt.“

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