Fabian Eder

 2.7 Sterne bei 32 Bewertungen
Autor von Das Gesicht der Anderen, Aufstand und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Fabian Eder

Cover des Buches Das Gesicht der Anderen (ISBN: 9783992001170)

Das Gesicht der Anderen

 (26)
Erschienen am 04.09.2014
Cover des Buches Aufstand (ISBN: 9783992001002)

Aufstand

 (6)
Erschienen am 01.09.2013
Cover des Buches Griechenland blüht (ISBN: 9783991000921)

Griechenland blüht

 (0)
Erschienen am 21.03.2013
Cover des Buches Aufstand (ISBN: 9783902727473)

Aufstand

 (0)
Erschienen am 01.12.2013

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Rezension zu "Das Gesicht der Anderen" von Fabian Eder

Das Buch verdient Minussterne
mariameerhabavor 3 Monaten

Die Idee hinter der Geschichte, die fand ich interessant. Ein Schuss entstellt das Gesicht eines jungen Mädchens und es muss damit leben. Dann sagt der Klappentext, dass sie diesen Makel zu ihrem großen Vorteil nutzen wird,  in der auch die Grenzen zwischen Moral, Hingabe, Perversion, Hass und Wahnsinn verrinnen und das baut eine gewisse Erwartungshaltung auf und ich wollte unbedingt wissen, wie die Grenzen verschwimmen, wie sie Macht erlangt und was sie damit macht.

Der Klappentext lügt. Nichts davon passiert. Es steht da zwar da, aber es passiert nicht. Sie gewinnt Macht, das stimmt schon, aber nicht, weil sie entsetzlich entstellt ist, sondern weil sie steinreich ist. Wäre sie nämlich bitter arm, wäre ihr nichts davon gelungen. Aber von Moral, Hingabe, Perversion und Wahnsinn ist nichts da. Das bleibt eine billige Lüge.

Der Anfang ist schrecklich lieblos und darauf beschränkt, ganze Monate in wenigen Seiten zu pressen, die in Protokollform den Unfall und die Folgen danach berichten. Es ist kalt, unschön geschrieben, voller Wortwiederholungen und beschränkt auf die Details. Ein Zeitungsartikel zeigt mehr Gefühle als der Autor in den ersten 50 Seiten.

Und natürlich müssen sich die Eltern umbringen, weil der Vater schuld daran ist und die Tochter nun so hässlich ist, dass sie sich lieber umbringen, als weiterhin für sie da zu sein. Wer will schon ein hässliches Entlein daheim? Außerdem wird der Autor so die lästigen Figuren los, die für mehr Dynamik in der Geschichte gesorgt hätten.

Er beschreibt in etlichen Details den Unfall, den Tathergang, die Party, die Gäste, den Anblick, aber wie sie entstellt ist, das beschreibt er kein einziges Mal. Hier und da kommen die Worte hässlich, vernarbte Lippen, schiefe Augen, aber mit all dem habe ich kein Gesamtbild erstellen können. Das war nicht schlimm, aber ich hätte mir wirklich mehr Infos gewünscht, damit ich ein gewisses Bild von ihr habe.

Und dann verwendet er in einem Satz "unsagbare Trauer" und versucht damit, eine ganze Palette an Gefühle in einen winzigen Satz zu pressen. Wenn man nicht in der Lage ist, diese Trauer zu zeigen, zu beschreiben, mitfühlen zu lassen, dann macht man als Autor etwas falsch.

Die Protagonistin schämt sich von Anfang an für ihr Aussehen, versteckt sich in ihrem Palast (ja, sie hat ein Palast), meidet Menschen und dementsprechend ist sie eine verängstigte Figur. Doch sie wird plötzlich zu einer starken Persönlichkeit, die sich über die anderen stellt und die die Firma ihres Vaters an sich reißen möchte und auch hier fehlt die Entwicklung zu dieser Figur. Hinzu kommt, dass sie vergewaltigt wird und das sorgt nicht gerade dafür, dass man daraus sich stärker fühlt.

Ein Chat soll die entscheidende Wendung im Verlauf bringen, doch obwohl er so wichtig ist, fehlt hier die Entwicklung und das fühlt sich dann so an, als hätte man etwas überlesen. Außerdem würde ich gerne wissen, woher die Protagonistin den Mut findet, jemanden im Netz zu suchen, der mehr in ihr sieht, als nur ein entstelltes Gesicht?

Es tauchen Russen auf, die so wirken, als würden schlechtbezahlte Schauspieler lieblos versuchen, reiche arrogante Oligarchen zu imitieren.

Die Protagonistin verdeckt ihr Gesicht mit einer Maske, weil sie sich halt für ihr Aussehen schämt, doch als die Maske in der Öffentlichkeit fiel und Passanten ihr nacktes Gesicht sahen, nannten sie sie "widerlich", "abartig", "eine Laune der Natur"! Als wäre das ein Disney Märchen mit dummen Menschen.

Ein Mitarbeiter von ihr wird brutal ermordet, erhängt, zur Schau gestellt als wäre es eine Kreuzigung. Der Typ wird an die Firmenwand genagelt, die Arme ausgebreitet, die Innereien herum verteilt und obwohl das eindeutig ein Mord ist, wird in der Pressemitteilung der Polizei von Selbstmord gesprochen. Wieso macht die Polizei das?

Am Schluss tötet jeder jeden und ich halte ein Buch in der Hand und suche nach dem Perversen, nach dem Wahnsinn, nach irgendetwas. Es ist schlecht. Das Ende ist schlecht. Absolut alles ist eine riesige Enttäuschung, der ich gerne Minussterne geben würde und die mich mit seinem Klappentext anlügt.

Es wäre deutlich interessanter und spannender gewesen, wenn sie nicht reich gewesen wäre, wenn sie das absolute Gegenteil wäre und in der Armut die Perversion und den Wahnsinn entdecken würde, aber andererseits ist es eben leichter für einen Autoren, die Figur reich zu machen, weil es dadurch mehr Freiheiten hat.

Was mich aber am meisten wundert, ist, dass ein Verlag diesen Autor aufgenommen hat, obwohl der Typ eindeutig nicht schreiben kann.

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Rezension zu "Das Gesicht der Anderen" von Fabian Eder

es wurde immer abartiger
coffee2govor 4 Jahren

Kurze Inhaltszusammenfassung:

Margarete Boll ist nach einem tragischen Unfall, bei dem sich ein Schuss aus der Waffe ihres Vaters löste, im Gesicht schwer entstellt und versteckt dieses ständig hinter einer Maske. Nachdem ihr Vater diese Tragödie nicht verkraften konnte, hat er sich und seine Frau ums Leben gebracht. Dadurch musste die junge Margarete schon sehr früh erwachsen werden und das Waffenimperium, das ihre Vorfahren aufgebaut haben, weiterhin leiten. Zudem lebt sie abgeschieden in einem alten Schloss mit einer sehr diskreten und der Familie verbundenen Hausangestellten Anna. Margarete sehnt sich nach Liebe und versucht diese im Chatroom zu finden, was übel für sie endet, doch schlussendlich verliebt sie sich doch noch in einen viel älteren Mann und von da an nimmt ihr Leben eine dramatische Wende, allerdings nicht zum Guten für ihre langjährigen Vertrauten.

 

Meine Meinung zum Buch:

Den Beginn des Buches fand ich sehr spannend und auch Margaretes Schicksal hat mich sehr berührt, sodass ich zu Beginn Mitgefühl mit ihr und ihrem Schicksal hatte. Im Laufe des Buches hat sich der Charakter von Margarete sehr stark verändert und wurde immer unsympathischer, ebenfalls wie ihr Weggefährte, der in die Jahre gekommene und mittellose Sänger Hein Schuberth. Beide gehen sehr respektlos mit ihren Mitmenschen um und vor allem Margarete verhält sich ihren langjährigen Mitarbeitern gegenüber unmöglich. Diese Wende hat mir persönlich nicht gefallen. Zudem werden vom Autor auch im weiteren Verlauf des Buches Ausdrücke verwendet, die sehr feindlich gesinnt, aggressiv, pervers und allesamt negativ behaftet sind, sodass das Lesen am Ende wahrlich kein Genuss mehr war. Auch der Schluss passt stilistisch nicht gut zum Beginn des Buches, sodass man als LeserIn den Eindruck vermittelt bekommt, dass das Buch insgesamt keine runde Sache ist. Beginn und Schluss passen irgendwie auch nicht so richtig zusammen, sie könnten glatt von zwei unterschiedlichen Personen geschrieben worden sein.

 

Titel und Cover:

Der Titel und das Cover passen perfekt zum Inhalt des Buches. Vor allem das Cover wirkt durch die interessante Gestaltung des Gesichtes, in Form eines zerrissenen Papieres, sodass man das ursprüngliche Aussehen nur erahnen kann, sehr vielversprechend.

 

Mein Fazit:

Ich habe den Beginn des Buches ganz gut gefunden, allerdings wurde mir beim Lesen Margarete und ihre neuen Sichtweisen sowie die Umsetzung durch den Autor immer unsympathischer, sodass mir das letzte Drittel des Buches nicht mehr gefallen hat.

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E

Rezension zu "Das Gesicht der Anderen" von Fabian Eder

Das Gesicht der anderen
eleisouvor 4 Jahren


Die reiche und blutjunde Unternehmenstochter Margarete verliert bei einer Feier durch einen Unfall und mit Mitschuld des Vaters fast ihr komplettes Gesicht. Obwohl gGld keine Rolle spielt ,kann ihr kein plastischer Chirurge weiterhelfen. Sie kann nur in die Öffentlichtkeit indem sie eine Maske trägt und somit meidet sie die Menschen von nun an. In der Zwischenzeit sind ihre Eltern durch einen Slebstmord gestorben, da sie dieses Schicksal nicht mehr ertragen konnten und sie lebt alleine mit der Haushälterin. Als sie Jahre später traut über ihren Computer einem Fremden kennelernt und ihn trifft, wird sie von ihm vergewaltigt. Sie sieht keinen Ausweg mehr als sich in einem Waldsee zu ertränken, wird aber von Hein Schuberth einem mittelosen Volkssänger gerettet, der kein Problem mit ihrem Äußeren zu haben scheint. Das beeindruckt sie, die beiden lernen sich näher kennen und sie beginnt eine Affäre mit ihm. 
Durch Hein gewinnt sie an Selbstvertrauen, obwohl er 36 Jahre älter und ein Frauenheld ist und beschäftigt sich immer mehr mit dem Unternehmen daß sie vom Vater geerbt hat, einer Waffenfabrik. Jedoch wird sie langsam zu einem anderen Menschen, hart und gefühlslos und das Mitleid das man am Anfang für sie empfindet, schwindet mit den Seiten. Die Geschichte an sich wird auch immer unglaublicher und grotesker und ich hatte mir ehrlich gesagt ein etwas glücklicheres Ende gewünscht, zumal es aussah daß sie endlich ein Ziel hatte. Aber der Autor hatte anderes vor und somit lies mich das Buch am Ende doch etwas entäuscht zurück. Ich würde es keinem unbedingt weiterempfehlen, obwolh es doch interessant und spektakulär beginnt. Eher ein Flop als ein Top.

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