Fabian Hischmann Am Ende schmeißen wir mit Gold

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Inhaltsangabe zu „Am Ende schmeißen wir mit Gold“ von Fabian Hischmann

Peng! In diesem Sommer knallt es. Max ist
seit kurzem Lehrer, aber das hat nichts daran
geändert, dass er noch immer am liebsten
lethargisch vor dem Fernseher rumhängt
und Tierfilme schaut. Doch dann kommt
der Anruf seiner Eltern: Er soll Haus und
Hund hüten, während sie in Griechenland
sind. Als er sich auf den Weg macht, ahnt
er noch nicht, dass er von Süddeutschland
weiter nach Kreta reisen wird, sich in New
York den Geistern der Vergangenheit stellen
muss und dass Jan und Maria wieder in sein
Leben treten. Fabian Hischmann erzählt
sanft und melancholisch von kleinen und
großen Abgründen, denen, über die wir hinwegtänzeln,
und denen, in die wir fallen.

Ein großartiges Debüt eines deutschen Autors, der es schafft eindrucksvolle Bilder mit sehr reduzierter Sprache zu schaffen

— LLBlack

Ein schönes, leichtes Buch für zwischendurch

— booklemon

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  • Ein Buch, das im Irgendwie stecken bleibt

    Am Ende schmeißen wir mit Gold

    frenx1

    24. February 2017 um 18:57

    Ich denke: Ich habe dich vermisst, und sage: „Ich muss auch mal aufs Klo.“ Wer solche Sätze mag, für den ist Fabian Hischmanns Buch „Am Ende schmeißen wir mit Gold“ goldrichtig. Hischmann erweist sich in seinem Debütroman als Meister der kurzen, emotionslosen Sätze. Das passt durchaus zu dem Protagonisten des Buches: Max Flieger, 29, Lehrer. Aber irgendwie noch nicht angekommen, nirgends. Er ist einer, der die Pubertät verschlafen hat und seine Selbstfindung mit 29 nachholen muss. Zunächst wird Max mit seiner Jugend konfrontiert, denn er soll in den Sommerferien das Haus hüten, während seine Eltern auf Kreta im Urlaub sind. Die Rückkehr in die Gegend von Donaueschingen führt Max direkt zu seinen alten Jugendlieben, Maria und Jan. Irgendwie läuft da wieder was, irgendwie aber auch nicht. Ein ziemlicher Eiertanz. Dazu kommt noch Max‘ Freund – oder so – Valentin auf Besuch. Aber auch ihm gelingt es nicht, Spannung in das Buch hineinzubringen. Alles plätschert so vor sich hin. Es braucht da schon einen Schicksalsschlag, der Max vorübergehend aus der Bahn wirft. Aber auch hier hat man das Gefühl, dass Max tiefergehende Gefühle fremd sind. Max also ein typischer Vertreter der Postmoderne? Mag sein. Eher ist es ein Entwicklungsroman, bei dem Max erst durchs Reisen zu sich selbst findet. Naja, irgendwie zumindest. Dieses Irgendwie, das das ganze Buch durchzieht, geht einem spätestens ab der Hälfte des Buches ganz gewaltig auf die Nerven. Es mag gewollt sein, so wie die vielen völlig belanglosen Informationen, die man als Leser erhält, aber es fehlt die Raffinesse, die das Buch lesenswert macht. Was bleibt ist eine Geschichte, die so vor sich hin dümpelt, und von der man bereits nach den ersten Seiten weiß, dass sie genauso enden wird.

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  • Bäume raus, Bücher rein – LovelyBooks räumt das Bücherregal

    Die letzten Tage von Rabbit Hayes

    LaLeser

    Wir räumen unser Bücherregal! Habt ihr schon den Weihnachtsbaum vor die Tür gestellt, die Geschenke verstaut und wieder Platz geschaffen, den ihr am liebsten mit neuen Büchern füllen möchtet? Unser Büro hat jedenfalls einen Neujahrs-Putz dringend nötig! Die Bücherregale sind vor tollem Lesestoff am Überquillen und es wäre doch schade, wenn all die schönen Bücher nicht gelesen werden! Deshalb haben wir unsere Bücherregale ausgeräumt und möchten euch mit den Schätzen, die sich dort verborgen haben, glücklich machen!So funktioniert es:Stöbert durch die verschiedenen Genres und Bücher, die wir in den Unterthemen aufgeführt haben. Wenn ihr Bücher entdeckt, die ihr gerne lesen und rezensieren möchtet, teilt uns diese Titel sowie das entsprechende Genre in eurem Bewerbungsbeitrag mit. Ihr könnt euch selbstverständlich auch für mehrere Bücher aus mehreren Genres bewerben!Bewerbt euch bis zum 11.01.2017 über den blauen "Jetzt bewerben"-Button* und nennt uns das Buch/die Bücher (mit entsprechendem Genre), welches/welche ihr gerne lesen und zu dem/zu denen ihr gerne eine Rezension verfassen möchtet! Am Donnerstag, dem 12. Januar, losen wir aus, wer von euch welches Buch bzw. welche Bücher gewinnt und teilen euch die Gewinner hier im Unterthemen "Und die Gewinner sind..." mit. Solltet ihr gewonnen haben, verpflichtet ihr euch, bis zum 1. März 2017 eine Rezension bei LovelyBooks zu allen Büchern, die ihr gewonnen habt, zu schreiben. Postet die Links zu euren Rezensionen bitte ins zugehörige Unterthema in dieser Aktion!Bitte beachtet, dass es sich bei den Büchern auch um Leseexemplare handeln kann! Außerdem verschicken wir in dieser Aktion die Bücher nur innerhalb von Deutschland. Wenn ihr nicht in Deutschland wohnt – nicht traurig sein! Die nächste tolle Aktion, bei der ihr mitmachen könnt, kommt schon bald! Bitte habt Verständnis hierfür und bewerbt euch nicht für diese Aktion.Wenn ihr Fragen zum Ablauf oder zur Aktion allgemein habt, stellt diese bitte im Unterthema "Fragen zur Aktion"!Wir freuen uns, wenn ihr dabei seid und unseren Büchern eine neue Heimat gebt! Ganz viel Spaß beim Stöbern! 

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  • Faszinierend aber verwirrend

    Am Ende schmeißen wir mit Gold

    Franzis2110

    24. July 2016 um 13:04

    Maximilian Flieger, genannt Max, ist fast 30 Jahre alt und seit kurzen Lehrer in Bremen. Aber so richtig sagt im der Job nicht zu. Seine freie Zeit verbringt er lethargisch auf der Couch und schaut dabei Tierdokumentationen. Auch seine Sommerferien beginnen so, bis seine Eltern anrufen und ihn bitten im alten Zuhause mitten im Schwarzwald Haus und Hund zu hüten, während sie in Griechenland sind. Als er ankommt, wird sein Plan, seine restliche Zeit ebenfalls vor dem Fernseher zu verbringen, schnell auf den Kopf gestellt. Denn Maria ist auch wieder da, und Jan, zwischen beiden konnte er sich schon vor 15 Jahren nicht entscheiden und hatte seither keinen Kontakt. Und schon tauchen wir ein in viele Erinnerungen und Rückblenden, die Hischmann immer wieder einbaut. Erinnerung an seine recht idyllische Kindheit und typische Jugend mitten im Schwarzwald. „[…] dann beginnt der Wald, in dem so viel passiert ist. Da habe ich zum ersten Mal geraucht, zum ersten Mal gefickt und einmal fast einen umgebracht.“ (S. 17) Die beiden Leben in einer Art autarken Hippi-WG auf einem alten Hof, den Jan geerbt hat. Doch alle wissen erst einmal nicht so richtig, ob sie sich wieder mögen oder nicht. Max ist nicht klar ob er Jan umbringen oder in den Arm schließen möchte. Dennoch kommen bei Fahrten mit dem alten VW-Golf oder dem Stockbrotgrillen über einem Lagerfeuer und Nachtwanderungen im Wald alte Kindheitsgefühle zurück. Auch Valentin, sein bester Freund aus Bremen kommt zu Besuch. Und während sie ihre mehr oder weniger vorhandene Idylle leben, erzählt Max sein Geheimnis, dass ihn seit Jahren noch aus der Zeit in New York verfolgt. Ein Ereignis, dass ihn nachhaltig traumatisierte. PENG! Noch heute wird er von einem imaginären Mitbringsels namens Patrick verfolgt. PENG! Er nimmt es hin. Jahrelang. Erst als ein weiteres Ereignis seine Welt ins wanken bringt, drängt sich Patrick immer mehr auf und Max reist nach Kreta und New York – erst um wegzulaufen, dann auch um den Geistern seiner Vergangenheit zu begegnen und die jüngsten Ereignisse zu verarbeiten. „Ich habe ein Foto ausgesucht, auf dem sie beide im Garten sitzen und es in mein Portemonnaie gesteckt. Am Ende wollte ich einfach, dass sie lächeln.“ (S. 144) Hischmann schreibt die Geschichte von Max auf eine sehr eigenwillige Art und Weise. Viele kurze, abgehackt Sätze, die Grammatik geht hier teilweise vollkommen vor die Hunde. Der Stil ist gewöhnungsbedürftig, man muss ihm Zeit geben, um ihn wirken zu lassen. Viele Sätze sind sehr sperrig, sodass ich sie mehrmals lesen musste. „Am Ende schmeißen wir mit Gold“ ist anders als alles, was ich bisher gelesen habe und genau deshalb gut. Hischmann konnte mich das ganze Buch über auf seine Art faszinieren, wenn ich auch nicht richtig sagen kann, ob ich das Buch jetzt wahnsinnig gut oder eher nicht so gut fand. Ich komme aus der Geschichte eher verwirrt und fast neutral heraus. Alles in allem gab es mir etwas zu viel Durcheinander, zu viele Infos, zu viel Geschehen. Es fehlte an Struktur und auch am roten Faden. Ich bin noch ganz erschlagen. Aber ich wurde auch unterhalten und in meine eigenen Erinnerungen an Kindheitsidylle zurückgeworfen. Dinge wie Ausflüge an denen es BumBum-Eis gab, Kinderserien und alte Filme – ein Roman voll mit Sachen meiner Generation. Insgesamt ist das Buch aber weder eines, dass man unbedingt lesen muss, noch eines, bei dem ich es bereue es gelesen zu haben. Die Sprache fasziniert mich auch rückwirkend noch, ich konnte lachen und in Erinnerungen schwelgen. Ich war aber zunehmend auch verwirrt und die Geschichte selbst ist recht unspektakulär und irgendwie etwas fade gesponnen. Sie war mir nicht strukturiert genug, ging mir nicht tief genug. Die Bonuspunkte bleiben einzig der Schreibstil und die zahlreichen Stücke Kindheit, die zwischen den Zeilen versteckt liegen.

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  • Ich werde auf jeden Fall den Autor im Blick behalten und hoffe auf weitere Werke von ihm.

    Am Ende schmeißen wir mit Gold

    LLBlack

    21. February 2016 um 02:39

    "Am Ende schmeißen wir mit Gold" ist ein großartiges Debüt eines deutschen Autors, der es schafft eindrucksvolle Bilder mit sehr reduzierter Sprache zu schaffen und die Athmosphäre der einzelnen Szenen und Momente unglaublich gut mit seinen Worten einfängt. Ich kann diesen Roman wärmstens empfehlen, da er den Leser hineinsaugt in eine andere Welt, die so sehr die eigene sein könnte, indem ein Lebensausschnitt eines Menschen aufgezeigt wird, in dem alles und nichts zugleich passiert - denn am Ende lesen wir vom ganz normalen Leben Ein ruhiger und eindrucksvoller Roman! Ich werde auf jeden Fall den Autor im Blick behalten und hoffe auf weitere Werke von ihm. 5 Buchvögel - mehr als verdient. Die gesamte Rezension ist auf meinem Blog Loge's Gedanken und Geschichten zu finden: http://loresgedankenundgeschichten.blogspot.de/2015/06/rezi-am-ende-schmeien-wir-mit-gold-5.html

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  • Fabian Hischmann: Am Ende schmeißen wir mit Gold

    Am Ende schmeißen wir mit Gold

    Julino

    04. August 2015 um 19:15

    Das pralle Leben flimmert über den Bildschirm, und ich hänge als blasses Gegenstück auf dem Sofa, zwirble meinen Schwanz und das Schamhaar, lutsche alte, hart gewordenen Gummibärchen. Max ist der lethargischste Protagonist, den ich seit langem kennengelernt habe. Auch seine Eltern wissen, dass mit ihrem Sohn nicht viel los ist. Max wohnt in Bremen und arbeitet eher unmotiviert als Lehrer, Spaß hat er an diesem Beruf nicht. Auch ansonsten beschert ihm sein Leben nur wenig Freude. Lediglich sich zerfleischende Tiere in diversen Fernsehdokus scheinen ihn ein wenig zu stimulieren. Als ein Anruf seiner Eltern ihn aus seinem starren Trott herausreißt, ist Max zunächst wenig begeistert. Die Eltern wollen verreisen, Max soll solang auf das Haus und den Hund “Lio” aufpassen. So verschlägt es ihn zurück in seinen kleinen Heimatort nach Süddeutschland, wo er seine Freunde von damals wiedertrifft. Eine Reise in die Vergangenheit beginnt, längst vergessene Gefühle tauchen auf und alte Konstellationen werden hinterfragt. Da ist zum einen Maria, mit der Max lange Zeit zusammen war, sogar mit ihr in Bremen eine gemeinsame Wohnung hatte. Und auf der anderen Seite steht Jan, für den Max schon vor 15 Jahren mehr als nur Freundschaft empfunden hat. So begegnet dem Leser dieses Dreiecksgebilde in zahlreichen Flashbacks und Max verliert sich immer mehr in den Gedanken über seine Jugend. „Don’t Look Back In Anger“, rufen uns Oasis hinterher. Als wären wir sechzehn. Diese Gedanken, die Natur und der Input seiner Heimatfreunde zeigen ihm neue Perspektiven, öffnen seine Augen wieder für die kleinen Dinge des Lebens. Ich habe erst selten Glühwürmchen gesehen und einen ganzen Schwarm schon gar nicht. Jan flüstert: „Ich habe sie letztes Jahr entdeckt.“ Ich halte meine Hände auf und hoffe auf müde Piloten. Ich bin ein Riesenfan. Vielleicht wird ab jetzt alles gut. Als er allerdings plötzlich erfährt, dass seine Eltern in Griechenland ums Leben gekommen sind, beginnt die eigentliche Findungsreise des Anfang-Dreißig-Jährigen. Der Tod erschüttert ihn, doch hat mich beim Lesen vor allem der positive Unterton beeindruckt, der in den tragischsten Stellen des Buches mitschwingt und eine überspitzte Dramatisierung verhindert. Jan wirkt am gefasstesten, wie ein Routinier in Sachen Verlust. Als meine Eltern hinabgesetzt werden, berührt auch seine Schulter meine. Einer der beiden Ministranten drückt Play auf dem tragbaren CD-Spieler: „Here comes the sun (doo doo doo doo) / Here comes the sun, and I say / It’s all right…” Nach der Beerdigung seiner Eltern fliegt Max an den Ort, an dem seine Mutter und sein Vater ums Leben gekommen sind. Dort entdeckt er seine Leidenschaft für das Filmen von Tieren. An dieser Stelle wird er zum aktiven Beobachter und wirft seine lethargische Fernsehhaltung ab. Im Anschluss reist er nach New York, weil er dort wiederum ein Erlebnis seiner Jugend vor Ort verarbeiten muss. Wieder in seiner Heimatstadt angelangt, wirkt Max befreit und ein Stück weit erwachsener. Im Grunde ist Am Ende schmeißen wir mit Gold ein typischer Adoleszenzroman unserer Zeit. Max als Spätadoleszent verkörpert das Ergebnis unserer modernen Gesellschaft, in der es oft Pflicht zu sein scheint, möglichst lang jung zu bleiben, äußerlich als auch im Verhalten. Die detailreich beschriebenen Bilder kämpfender Tiere im TV haben mich stark an Helene Hegemanns Axolotl Roadkill als auch an Stefanie de Velascos Tigermilch erinnert. Das stumpfe und emotionslose Anschauen von Gewaltakten unter Tieren scheint wohl Symbol des heutigen Erwachsenwerdens geworden zu sein — zumindest in der Literatur zeichnet sich solch ein Trend ab. Hischmanns Debütroman besticht darüber hinaus durch gut durchdachte Bilder und einen Blick in die Vergangenheit, der mich oft zum Schmunzeln brachte. Weil in der Packungsbeilage „gegen Schmerzen und Fieber“ steht, streife ich die Unterhose ab, lege mich auf den Rücken und hebe die Beine. Das zweite Zäpfchen meines Lebens. Bei dem ersten war ich 40 Grad heiß und Mama saß an meinem Bett. Bevor es losging, sagte sie: „Volle Kraft voraus für das Fieber-weg-U-Boot.“ Für mich schippert der Roman allerdings ein wenig zu sehr an der Oberfläche und auch mit Max bin ich bis zum Schluss nicht richtig warm geworden. Am Ende kann ich jedoch eines aus der Lektüre mitnehmen: Heimkehr lohnt sich, auch wenn alles noch so trist dort zu sein scheint.

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  • Lohnenswert, aber nichts Besonderes

    Am Ende schmeißen wir mit Gold

    anushka

    13. December 2014 um 21:34

    Maximilian Flieger ist Mittzwanziger und Lehrer in Bremen. In den Ferien soll er das Haus seiner Eltern im Schwarzwald hüten. Normalerweise hat er kaum Sozialkontakte, lässt sich treiben und gammelt vor dem Fernseher herum. Nicht einmal seiner sexuellen Präferenz ist er sicher. Max ist antriebs- und haltlos. Im Schwarzwald wird er mit Jugenderinnerungen und seiner Jugendliebe konfrontiert. Ein weiteres Ereignis wirft ihn noch stärker aus der Bahn, gibt ihm aber letztendlich wenigstens ein Ziel. Und so führt der Weg dieses ewig 16-Jährigen von einem alternativen Bauernhof über Kreta nach New York. Ich bin nicht ganz sicher, was ich von diesem Buch halten soll. Es hat klar literarische Qualität und testet Grenzen aus. Neben zahlreichen stilistischen Mitteln ist die Sprache allerdings manchmal recht vulgär und der Leser ist bei Szenen dabei, die ein unangenehmes Gefühl der Fremdscham auslösen. Es gibt krasse Zeitsprünge und Einschübe von (Gewalt-)Fantasien. Immer wieder verschwimmt die Realität. Und immer wieder benimmt sich der Protagonist wie der unreife Teenager, über dessen Alter er nie hinausgewachsen ist. All das vermag der Autor aber so zu präsentieren, dass es Faszination auslöst und man unentwegt weiterliest. Und auch aufgrund der teilweise extrem kurzen Kapitel ist man so innerhalb kürzester Zeit fertig mit dem Buch. Es bietet an vielen Stellen allerdings auch breiten Interpretationsspielraum, sodass man beim Lesen immer wieder einmal durchatmen und nachdenken muss. Gerade das Ende ist uneindeutig. Gleichzeitig aber bleibt auch die Frage danach, was mir das Buch eigentlich sagen will und was es von anderen abheben sollte. Gerade die zweite Frage lässt sich nicht gut beantworten, denn das wirklich Besondere hat mir letztlich gefehlt. Handlungstechnisch passiert nicht viel Bemerkenswertes und ich befürchte, dass mich dieses Buch zwar kurzweilig beschäftigt hat, aber keinen langfristigen Effekt haben wird. Daher vergebe ich 3,5 Sterne.

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  • Peng! Selbstfindung als Jäger und Gejagter

    Am Ende schmeißen wir mit Gold

    Literatur

    "Peng! Wieder dieser Knall, näher jetzt als im Haus. Erschrocken ducke ich mich tiefer über das Lenkrad, spüre eine wahnwitzige Angst. Maria voll der Gnade, ich glaub ja nicht dran. Einen Gang höher schalten, ruhig atmen, überhaupt mal wieder Luft holen, die Sonnenbrille anlegen. Alles ist gut, murmle ich in mich hinein. Vor mir taucht eine Wiese auf, Sonnenlicht. Peng! Ich drifte nach rechts, fast gegen einen der letzten Baumstämme, kann gerade noch korrigieren und schramme so nur in die Brennnesseln auf dem Randstreifen. Da jagt wohl einer. Bis jetzt bin ich davongekommen." (S. 35) Max, unglücklich in seiner neuen Rolle als Lehrer, zurückgezogen mit problematischen sozialen Kontakten und introvertiert mit besonderem Interesse für Tierfilme, hat stets das instinktive Gefühl, dass ein Peng!-Erlebnis sein ereignisloses Leben aus der Bahn werfen könnte. Als ein erschütterndes Ereignis eintrifft, beginnt er, sich gejagt fühlend und jagend in einem, eine Suche nach sich selbst, die ihn von Süddeutschland nach Kreta und nach New York treibt. Ob Max ankommen wird? Wegen dem außergewöhnlichen nüchternen und doch etwas bissigen Stil, wegen der hochkonzentrierten sprachgewaltigen Beschreibungen, wegen der grob skizzierten Charaktere, die noch so vieles ungesagt und offen lassen, wegen der Stimmung, die Vergangenes anklingen lässt und Zukünftiges heraufbeschwört, wegen der mitschwingenden Peinlichkeit zieht mich der Roman einerseits in seinen Bann, andererseits lässt er mich auch häufig in seiner Direktheit, mit seinen vulgären, manchmal fast schon abstoßenden Beschreibungen und seinen Grenzübertritten zwischen Realität und Fantasie verstört zurück. Die wiederkehrende Metaphorik finde ich interessant und bedeutungsschwanger, wobei viel Spielraum zur Diskussion bleibt und insbesondere die Momente der Gewaltphantasien für mich eine Grenze überschreiten. Auch wenn der Protagonist ganz in seiner Selbstfindung und Emotionalität aufzugehen scheint, vermisse ich an vielen Stellen eine tiefergehende Emotionalität. Das Layout erfasst in außergewöhnlich ästhetischer und pointierter Art die Thematik des Romans, wobei mich diese Einheit zwischen Text und Verbildlichung beeindruckt hat. "Am Ende schmeißen wir mit Gold" führt den Leser an seine persönliche Grenze - an die Grenze des "guten Geschmacks", an die Grenze zwischen Empathie und Antipathie, an die Grenze zwischen sprachlicher Neuartigkeit und übertriebener Provokation. Insgesamt konnte mich das Gesamtkonzept des Romans nicht überzeugen, dennoch war es für mich eine interessante, aufwühlende und teilweise verstörende Leseerfahrung.

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    • 4
  • Kein Debüt, das man gelesen haben muss

    Am Ende schmeißen wir mit Gold

    conny

    Leider benutzt der Romandebütant Fabian Hischmann für sein Erstlingswerk "Am Ende schmeißen wir mit Gold" genau selbige Form, die für den Inhalt nicht nur unpassend, sondern auch völlig konträr zum Geschriebenen steht, den Roman. Wäre es eine Ansammlung von Geschichten gewesen, wie damals bei dem Debüt von Judith Herrmann würden sich die geschriebenen Kapitel nicht gegenseitig ausbremsen und in ihrer Intention negieren, sondern flüssiger zu einem großen Ganzen fügen. Bis zu dem Tod der Eltern des jungen Protagonisten Max, dem in seinen ersten Sommerferien die Aufgabe zuteil wird das Elternhaus zu hüten und unwillkürlich mit seiner Vergangenheit konfrontiert wird, scheint der Plot der Geschichte nichts Neues, in der Erzählweise jedoch einiges an Potenzial zu beherbergen. Doch die Figur des Max fehlt es gänzlich an Form und Substanz. Seite um Seite hofft man diese besonders in Gegenwart seines Freundes Valentin endlich entdecken zu können. Auch die alte Liebe Maria bleibt sehr blass. Der mäßige Anfang wird zur Mitte hin zu einer nicht enden wollenden Konstruktion von Gedanken, stereotypischen Gefühlen und unverbundenen Geschehnissen. Nachdem Max jedoch kurzerhand nach New York aufbricht, um seine Dämonen zu jagen, beginnt ein Ende, dass zwar ziemlich herbeigeschrieben wirkt, den Protagonisten Max aber erstmals Kontur gibt. Welch tolles Debüt hätte es werden können, wenn es nicht unter dem Zwang des zu schreibenden Romans gestanden hätte. Leider merkt man, dass der Autor ein gelernter Schreiber ist, der sein Handwerk versteht, es jedoch mehr bedarf gute Literatur zu sein.

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    • 2
  • Bestechend kurzweilig

    Am Ende schmeißen wir mit Gold

    ladyhopeless

    06. May 2014 um 01:54

    Entdeckt hatte ich den Roman „Am Ende schmeißen wir mit Gold“ von Fabian Hischmann auf der Empfehlungsliste von SPIEGEL ONLINE „Die 20 wichtigsten Romane des Frühjahrs 2014“. Schon beim ersten Reinlesen hatte es mich gepackt. Diese knappen unmittelbaren, im Präsens gehaltenen, schlichten Sätze, die immer wieder kleine oder auch große Abgründe fast beiläufig aufmachen, berühren. „Mein Vater öffnet die Terrassentür und sofort summen ein paar Insekten ins Haus. Sonst ist es still. Es ist so still, dass man es mit der Angst zu tun bekommen könnte. Barfuß stehe ich auf den warmen Holzplanken der Terrasse und luge auf mein Handy: Nur Notrufe.“ Zum Inhalt: Max Flieger, frisch gebackener Lehrer und ein sich treiben lassender Mid-Twen, soll im Sommer Haus und Hund seiner Eltern hüten. Der Aufenthalt, der eine Zwei-Wochen-Auszeit in der alten Heimat sein sollte, führt jedoch weiter über Kreta und New York und tiefer in Max Vergangenheit als es geplant war. Dabei steht das Wiedersehen von Max mit Jan und Maria ebenso im Mittelpunkt wie auch das Besiegen alter Dämonen. Wenn ich den Inhalt an dieser Stelle mit wenigen Sätzen zusammenfasse, so ist das nicht als Hinweis auf Inhaltlosigkeit aufzufassen. Viel mehr ist es der Wunsch nicht zu viel zu verraten. Tatsächlich ist es das Unerwartete, das diesem in durchaus melancholischem Ton gehaltenen Buch immer wieder Schwung verleiht. „Ich denke, dass es seltsam ist, Angst davor zu haben, den Toten das Herz zu brechen, denn normalerweise brechen sie doch die Herzen der Lebenden.“ Fabian Hischmann hat mit seinem Debütroman eine wunderbare, im besten Sinne kurzweilige, Geschichte über Freundschaft und Familie und den, in unserer Zeit immer mehr verschwimmenden, Grenzen dieser beiden Begriffe, geschrieben. „Am Ende schmeißen wir mit Gold“ ist ein Buch, das berührt, emotional ohne jede Schublade auskommt und dabei weder prätentiös noch gewollt wirkt – nur authentisch. 

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  • Leserunde zu "Am Ende schmeißen wir mit Gold" von Fabian Hischmann

    Am Ende schmeißen wir mit Gold

    Berlin_Verlag

    »Ich sitze breitbeinig auf der Rückbank. Mein Vater steuert den Kombi, wie immer etwas zu schnell, die kurvige Straße hinauf zu unserem Haus. Es ist das letzte Gebäude im Ort, dann beginnt der Wald, in dem so viel passiert ist. Da habe ich zum ersten Mal geraucht, zum ersten Mal gefickt und einmal beinahe einen umgebracht.« Heute freuen wir uns ganz besonders, euch zu einer Leserunde mit Fabian Hischmann einzuladen, der vor wenigen Tagen für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert wurde. Sein Romandebüt AM ENDE SCHMEISSEN WIR MIT GOLD erscheint am 17. Februar im Berlin Verlag. Peng! In diesem Sommer fallen Schüsse. Im Wald hinter Max Elternhaus wird gejagt, die Terrassentür schlägt im Luftzug zu, ein rostiger Ford knattert vorbei. Peng! Und dann knallt es wirklich und Max Leben fliegt ihm um die Ohren. Fabian Hischmann erzählt sanft und melancholisch von kleinen und großen Abgründen, denen, über die wir hinwegtänzeln und denen, in die wir fallen - denn sie liegen in uns. Max ist selbst seit kurzem Lehrer, aber das hat nichts daran geändert, dass er noch immer am liebsten lethargisch vor dem Fernseher rumhängt und Tierfilme schaut. Dann kommt der Anruf seiner Eltern: er soll Haus und Hund hüten, während sie auf Kreta sind. Beinahe erleichtert macht er sich auf den Weg und ahnt da noch nicht, dass er nicht nur nach Süddeutschland aufbricht, sondern auch eine Zweitfamilie auf Kreta findet, sich in New York den Geistern der Vergangenheit stellen wird und dass Jan und Maria wieder in sein Leben treten – zwischen den beiden konnte er sich schon vor 15 Jahren nicht entscheiden. >>> Leseprobe »Melancholisch, leicht und gefühlsecht, ein grandioser Roman zur Lage der Twentysomethings.« Paul Jandl Fabian Hischmann, geboren 1983 in Donaueschingen, lebt in Berlin. Er studierte Kulturwissenschaften und Literatur in Hildesheim und am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. 2008 und 2009 Dramaturgiehospitanzen an den Theatern Heidelberg und Freiburg. 2011 erhielt er das Bremer Autorenstipendium, und 2013 war er Teilnehmer der Jürgen-Ponto-Werkstatt. Kurzgeschichten in verschiedenen Zeitschriften und Anthologien. »Am Ende schmeißen wir mit Gold« ist sein Debütroman. Fabian Hischmann wird an der Leserunde teilnehmen. Der Berlin Verlag verlost 20 Exemplare unter allen, die uns bis zum 19. Februar verraten, warum sie genau hier unbedingt mitlesen müssen.  Wir sind gespannt und freuen uns auf eure Bewerbungen!

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    • 267
  • Die Irrungen und Wirrungen eines Mid-Twens

    Am Ende schmeißen wir mit Gold

    JessSoul

    21. April 2014 um 22:03

    Max ist Lehrer und lebt jeden Tag in sich hinein. Für ihn gibt es kein konkretes Lebensziel, damit ist er zwar nicht glücklich, aber versucht auch nicht wirklich, diesen Zustand zu ändern. In den Sommerferien soll er dann das Haus seiner Eltern hüten und sich um den Hund kümmern, da sie in den Urlaub nach Kreta fahren wollen. Max begibt sich also in seine Heimat, trifft seine Jugendliebe und Jugendfreunde wieder und kann sich irgendwie nicht richtig entscheiden, welchem Geschlecht er am ehesten zugetan ist. Doch bevor er sich weiter Gedanken darüber machen kann, stößt seinen Eltern etwas zu. Von diesem Tag an ist alles anders, aber was genau passiert, liest man am Besten selbst. "Am Ende schmeißen wir mit Gold" ist ein Roman, der jeden naturverbundenen, heutigen Mittzwanziger in den Bann ziehen kann. Wohlbehütet und umgeben von Wald aufgewachsen, kommt man an einen Punkt, an dem einen die Erinnerung an die schöne Kindheit Tränen in die Augen treibt, wenn man doch jetzt mitten im wirbeligen und nicht unbedingt stressfreien Erwachsenenalltag irgendwie zurechtkommen muss. Ich denke viele kennen dieses Gefühl, wenn man seine Eltern besucht, im alten Kinderzimmer schläft, das in den meisten Fällen noch unverändert da ist und man sich fragt, wo die Zeit hin ist und was aus den damaligen Freunden geworden ist, warum man mit manchen keinen Kontakt hat und ob nicht eben zu dieser Zeit einfach alles besser war. Denn wie haben wir uns früher als Teenager ein Leben nahe der 30 vorgestellt und wie wenig entspricht diese Vorstellung der Realität? Was hat uns auf dem bisherigen Weg geprägt, was hat uns Wunden zugefügt, die auch die Zeit kaum zu heilen vermag und was passiert, wenn man plötzlich aus der Schwebe zwischen Jugend und Adoleszenz herausgerissen und mitten ins Erwachsenenleben geschleudert wird, obwohl man sich doch noch gar nicht so sattelfest und geerdet fühlt, wie man sich früher einen Erwachsenen vorgestellt hat? Solche und andere Fragen werden in diesem fesselnden Roman der Selbstfindung aufgeworfen und mitunter auch beantwortet, wenn auch nur zwischen den Zeilen. Ich habe diese Lektüre sehr genossen und sogar manchmal riechen können, was ich als Kind an Düften in die Nase bekommen habe. Das Buch zeigt meiner Meinung nach sehr gut, wie schwer der Weg der Selbstfindung ist und dass das, was man als Teenager noch als handfeste Meinung über Erwachsene und andere Themen hatte, an diesem Punkt im Leben oft genug gründlich durchgeschüttelt wird und wir unsere Meinung und unser Selbstbild überdenken müssen und dass es eigentlich immer etwas gibt, das wir über nahestehende Menschen nicht wissen und dieses neue Wissen einen manchmal aus der Bahn wirft. Mich hat der Autor auf jeden Fall mitten ins Herz getroffen und ich kann das Buch nur weiterempfehlen, wenn auch der Charakter Max etwas diffizil ist und es wohl nicht jedem leicht fallen wird, sich in ihn hineinzuversetzen, Doch wer es schafft, der kann an diesem Buch nur gewinnen.

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  • Am Ende schmeissen wir mit Gold

    Am Ende schmeißen wir mit Gold

    Haveny

    17. April 2014 um 23:20

    Inhalt: Max ist von Beruf Lehrer und hat gerade Ferien. Er bekommt von seinen Eltern einen Anruf, da er, während diese im Urlaub in Griechenland sind, auf deren Hund Lio aufpassen soll. Max macht sich also auf den Weg in sein Heimatdorf und trifft dort auf seine Vergangenheit. Er trifft Maria wieder, in die er früher einmal verliebt gewesen war, und auch Jan trifft er wieder. Plötzlich erhält er eine Nachricht, dass seine Eltern durch einen Unfall umgekommen sind. Max Welt zerbricht und er versucht diesen Verlust irgendwie zu verkraften, indem er an den Ort des Geschehens reist. Doch wird das seinen Verlust leichter machen? Meine Meinung: Das Cover dieses Buches gefällt mir wirklich gut und was noch besser ist: Es passt perfekt zum Inhalt. Denn der Mann, der auf dem Cover in eine bodenlose Tiefe zu fallen scheint, stellt Max inneres Geschehen nach dem Tod seiner Eltern perfekt dar. Und das "Peng", das schräg über das Cover verläuft, ist auch gut platziert, da es ja ein Motiv ist, das in diesem Buch immer und immer wieder vorkommt. Es gibt verschiedenste Motive, die dem Leser in diesem Buch immer wieder begegnen. So zum Beispiel, das bereits genannte "Peng". Jedoch bin ich mir selbst nun nach dem Lesen immer noch nicht sicher, was es damit auf sich hatte. Ich hatte während dem Lesen verschiedenste Vermutungen, aber der Autor hat bis zum Schluss nicht explizit aufgeklärt, wieso dieses "Peng" immer wieder vorkommt. Schade eigentlich ... Zudem trifft man in diesem Buch immer wieder auf verschiedenste Tiere, die vom Autoren beschrieben werden. Das liegt vor allem daran, dass der Protagonist Max sehr gerne Tiere beobachtet. Max ist ein ziemlich pessimistischer Mensch. Er beobachtet alles bis ins kleinste Detail und meist wird absolut neutral davon berichtet. Nur selten fließen seine wirklichen Gefühle in die Erzählung mit ein. Max war schon als kleines Kind ständig vom Tod umgeben und das macht der Tod seiner Eltern nicht wirklich besser ... Manchmal wirkte Max auf mich wirklich deprimierend mit seiner neutralen Beobachtung. Er wirkte kalt und tat mir einfach nur leid. Max ist nicht unbedingt ein Charakter, mit dem man sich sofort identifiziert. Nein, er ist eher ein Charakter dessen Schicksal man gespannt verfolgt und mit dem man sich langsam zurecht findet, aber dessen Handlungen man nie völlig nachvollziehen kann. Man fühlt sich viel mehr als ein Beobachter dieser ganzen Geschichte. Der Schreibstil hat mir sofort gut gefallen. Er ist etwas besonderes und vor allem mal etwas anderes. Das liegt sicherlich unter anderem an der Neutralität der Erzählung. Das Geschehen wird einfach auf den Punkt gebracht und es wird nicht viel darum herum geredet. Das Buch zeichnet sich außerdem durch sehr kurze Kapitel und viele Zeitsprünge aus. Vor allem diese Zeitsprünge ließen mich immer tiefer in der Geschichte versinken und vermischten Max Vergangenheit und Gegenwart miteinander. Jedoch können diese Zeitsprünge manchmal auch etwas verwirrend sein, wenn man nicht sofort merkt, dass man sich nun wieder in der Vergangenheit befindet. An manchen Stellen ist das Buch jedoch etwas ekelhaft. Da die Dinge zwar neutral, aber dementsprechend auch der Realität entsprechend beschrieben werden. Der Autor nimmt also wirklich kein Blatt vor den Mund, was manchmal schon etwas widerlich sein kann ... Das Ende dieses Buches ist wirklich gut gewählt, es rundet das Buch einerseits gut ab, andererseits bleiben jedoch viele Fragen offen, die man sich während dem Lesen gestellt hat. Und dies regt wiederum dazu an, dass man sich auch im Nachhinein noch seine Gedanken zu diesem Buch macht und versucht Antworten auf seine Fragen zu finden. Vor allem der letzte Abschnitt dieses Buches wirft noch einmal viele Fragen auf und als Leser denkt man sich dann: Nein! Das kann doch jetzt nicht das Ende sein! Aber somit spukt das Buch einem noch einige Tage durch den Kopf ... Mein Fazit: Dieses Buch hat mich wirklich von sich überzeugt. Es punktet schon mal mit einem gut gewählten Cover und dem tollen Schreibstil des Autors. Desweiteren fand ich die Zeitsprünge gut umgesetzt, außer, dass man sie an bestimmten Stellen etwas zu plötzlich und unbemerkt kamen. Auch das offene Ende passt zu diesem Buch und lässt so viele Fragen offen, dass man sich einfach weiterhin Gedanken über dieses Buch machen muss. Schade fand ich nur, dass man von bestimmten Motiven nicht erkennen konnte, wann genau sie immer auftreten und in welcher Verbindung sie zu Max stehen. Trotz einer klitzekleinen Kritik bekommt das Buch dennoch 5 Sterne von mir.   

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  • Themen-Challenge 2014 - Bücher von deutschsprachigen Autoren

    Daniliesing

    Dieses Thema gehört zur Themen-Challenge 2014:

    Hier könnt ihr euch über eure gelesenen Bücher zu Thema 9 austauschen!

    • 61
  • Temporeich, provokant aber widersprüchlich

    Am Ende schmeißen wir mit Gold

    Gruenente

    06. April 2014 um 17:58

    Max lebt als junger, unglücklicher Lehrer in Bremen. Schon am Anfang der Sommerferien gruselt es ihn vor dem neuen Schuljahr. Da bestellen ihn seine Eltern in den Schwarzwald, damit er während ihres Kreta-Urlaubs auf Haus und Hund aufpasst. Dort begegnet er alten Freunden, alter Liebe und bekommt auch Besuch aus Bremen. Nach einem schrecklichen Unglücksfall geht er auch nach Kreta und fliegt nach New York um dort seinen Alpträumen zu begegnen. Er sucht nach Heimat, Halt und seiner Bestimmung und versucht alten Gespenstern gegenüber zu treten.  Das Tempo ist hoch, ganz kurze Kapitel, manchmal sehr knappe Sätze. Dadurch ist das Buch kurzweilig. Der offene Umgang mit der Entstehung von diversen Körperflüssigkeiten erinnert mich an moderne deutsche Theaterinszenierungen. Ich weiß nicht genau was der Autor damit bezweckt. Provokation? Offenheit? Dieses Vokabular bringt die Geschichte nicht wirklich voran. Ich fühle mich davon nicht abgestoßen aber leicht genervt. Mir fehlt die Identifikation, bin eher an den Eltern dran. Mich würde interessieren, was ein Mensch im Alter des Autors zum Buch sagt. Mit dem Stil werde ich nicht ganz warm. Nach vielen schonungslosen Worten ist mir das Ende zu seicht und kuschelig.

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  • Die große LovelyBooks Themen-Challenge 2014

    Daniliesing

    Ihr lest gern Bücher aus den verschiedensten Genres? Ihr sucht nach einer Leseherausforderung für 2014? Dann seid ihr hier genau richtig! Der Ablauf ist ganz einfach: Bei der Themen-Challenge geht es darum, passend zu 20 vorgegebenen Themen mindestens 15 Bücher aus 15 unterschiedlichen Themen zu lesen. 5 Themen können also ausgelassen werden. Wenn ihr ein Thema erfüllt habt, schreibt hier mit welchem Buch ihr das geschafft habt und postet einen Link zu eurer Rezension oder aber verfasst eine Kurzmeinung auf der Buchseite. Bitte sammelt alle eure gelesenen Bücher mit den passenden Themen in einem einzelnen Beitrag, den ich oben in einer Teilnehmerliste bei eurem Namen verlinken werde. Schickt mir dazu eine Nachricht mit dem Link zu eurem Sammelbeitrag. Diese Challenge läuft vom 1.1.2014 bis 31.12.2014. Alle Bücher, die in diesem Zeitraum und passend zu den Themen gelesen wurden, zählen. Wer am Ende des Jahres die 15 Bücher zu 15 verschiedenen Themen geschafft hat, nimmt automatisch an einer Verlosung eines schönen Überraschungspakets teil. Es zählen Bücher aus allen Genres und mit allen Erscheinungsjahren, sofern sie die Themen erfüllen. Sie dürfen gern vom SuB (= Stapel ungelesener Bücher) oder neu gekauft, geschenkt bekommen oder geliehen sein. Man kann jederzeit noch in die Challenge einsteigen und auch passende Bücher zählen, die man zuvor im Jahr 2014 gelesen hat. Zu diesen Themen wollen wir passende Bücher lesen: Ich habe jedes Thema auch zu einem extra Beitrag hier auf LovelyBooks verlinkt, in dem ihr euch jeweils über die passenden Bücher austauschen könnt. Für jedes Thema hänge ich ein Beispielbuch in der Reihenfolge der vorgegebenen Themen an, ihr könnt aber gern andere lesen! Bücher, die erstmalig vor 2010 erschienen sind Bücher, die Teil einer Reihe sind (alles ab mindestens 2 Bänden) Bücher, die ein vorranging rotes Cover haben Bücher, deren Buchtitel eine Zahl enthalten Bücher, die ausschließlich als Taschenbuch / Broschur erschienen sind (nicht als Hardcover, E-Book zusätzlich ist ok) Bücher, bei denen der Vor- oder der Nachname des Autors mit dem gleichen Buchstaben beginnt, wie der Buchtitel Bücher, die bisher noch keine Rezension auf LovelyBooks haben (es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns) Bücher, in denen es ums Essen geht und das auch durch den Buchtitel, das Cover o.Ä. ausgedrückt wird Bücher von deutschsprachigen Autoren Bücher, die weniger als 250 Seiten haben Bücher, auf denen hauptsächlich Schrift und kein vordergründiges Covermotiv zu sehen ist Bücher von Autoren, die schon mindestens 5 Bücher veröffentlicht haben Bücher, die in der Hardcover-Ausgabe einen Schutzumschlag haben Bücher, deren Buchtitel aus mindestens 5 Wörtern bestehen Bücher, die aus einer anderen Sprache als dem Englischen oder Französischen übersetzt wurden Bücher, die in einer Stadt mit mehr als 1 Mio. Einwohner spielen Bücher, die in einem unabhängigen Verlag erschienen sind (keine Verlagsgruppen / Konzerne) Bücher, auf deren Cover mindestens 3 Lebewesen zu sehen sind (es zählen Menschen & alle Tierarten) Bücher, die auf LovelyBooks mit 4,5 - 5 Sternen bewertet sind (es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns) Bücher, deren Hauptfigur mindestens 10 Jahre jünger oder älter als ihr selbst ist (wer dieses Thema erfüllen möchte, müsste hier sein Alter verraten - in meinem Fall müsste die Figur 17 oder jünger bzw. 37 oder älter sein) Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & ich bin gespannt, welche Themen sich am leichtesten und welche als am schwierigsten heraustellen! Wer ist dabei? Antworten auf häufig gestellte Fragen: * Bezieht euch bei der Zuordnung des Buches zu einem der Themen immer auf die Ausgabe des Buches, die ihr selbst besitzt! * Wenn es in der Aufgabenstellung keine spezielle Eingrenzung gibt, zählt wirklich alles, was dazu passt. Zahlen zählen also auch als Zahlen, egal ob ausgeschrieben oder nicht usw. * Ich kann diese Challenge nicht in Unterthemen gliedern, da das nur bei Leserunden geht. * Sprache, Format etc. sind egal - auch Hörbücher gelten, außer es ist für das Thema von Bedeutung * Unabhängige Verlage sind solche, die nicht zu einer Verlagsgruppe / einem Konzern gehören. Wenn ihr unsicher seid, schreibt mir eine Nachricht mit dem entsprechenden Verlag. * Man kann diese Challenge mit anderen kombinieren, als auch Bücher hierfür und gleichzeitig für andere Challenges zählen. * Die Zuordnung der Bücher zu bestimmten Themen kann auch nachträglich noch geändert werden. * Wichtig ist, dass man das Buch 2014 beendet. Wann man es angefangen hat, ist egal. * Postet euer jeweiliges Buch bitte erst, wenn ihr es wirklich komplett gelesen & eine Rezension oder Kurzmeinung geschrieben habt. * Ein paar Beispiele für Verlage,  die als unabhängig zählen - es gibt aber wirklich ganz viele, fragt mich im Zweifel einfach per Nachricht: Hanser Verlag (und Unterverlage), Aufbau Verlag (und Unterverlage), dtv, Coppenrath Verlag, Diogenes Verlag, usw. * Falls Bücher, die eine ISBN habe, noch bei LovelyBooks fehlen, geht in eure Bibliothek und sucht es oben unter "Bücher hinzufügen". Dort wählt ihr für deutschsprachige Bücher die Suche bei Amazon.de aus, für fremdsprachige alternativ Amazon.co.uk oder .com * Bei Themen, für die der Stand bei Lesebeginn entscheidend ist (Bücher, die noch keine Rezension haben / Bücher, mit Bewertung zwischen 4,5 - 5 Sternen) vertraue ich einfach darauf, dass ihr wirklich nur welche angebt, wo das stimmt. * Keine Mangas & Comics, außer für Thema 10 - Graphic Novels zählen überall, sofern sie dem Thema entsprechen Teilnehmer: 19angelika63 4cloverleaf 78sunny aba Aduja Ajana Alchemilla AlinchenBienchen allegra Alondria Amara Anendien Aniston81 AnnaMK Anneblogt Annilane Anniu anushka Arizona Asu AuroraBorealis baans Bambi-Nini Baneful battlemaus88 BethDolores BiancaWoe Bluebell2004 bluebutterfly222 bookgirl Bookmarble books_and_senses bookscout brudervomweber BuchblogDieLeserin Bücherwurm Buchgeborene Buchrättin Buecherfee82 Buecherfreak321 Buecherschmaus Buecherwurm1973 callunaful Carina2302 carooolyne CaryLila Cattie christiane_brokate Clairchendelune Clouud coala_books Code-between-lines Curin czytelniczka73 daneegold DaniB83 Daniliesing danzlmoidl darigla Deengla Deirdre dieFlo Dini98 Donata Donauland DonnaVivi Dreamworx Dunkelblau El. 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